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Kundenrezensionen

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am 4. August 2017
Ganz gut gespielt von Leo. Etwas hysterisch manchmal. Aber sonst gut gemacht, vor allem seine Maskenbildner haben tolle Arbeit geleistet. Hätte ihn fast nicht erkannt.
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am 1. Mai 2014
Das Leben von J. Edgar Hoover, dem Chef des Federal Bureau Of Investigation, dem F.B.I. Hoover wurde gefürchtet, geächtet, bewundert und verehrt. Er kämpfte für neuartige Methoden in der Verbrechensbekämpfung, die wegweisend waren: Abnahme von Fingerabdrücken und deren Archivierung in einer Datei, Überwachung durch Wanzen und dergleichen. Sein Privatleben verbarg er, denn er wollte nicht, dass man sein Image, seine Karriere und sein Leben zerstörte.

*

In gewohnt hochwertiger Qualität inszenierte Clint Eastwood die Biografie des “mächtigsten Mannes der Welt”.
“J. Edgar” ist ein Film für Schauspieler, in dem sie zeigen können, was in ihnen steckt. Von Leonardo DiCaprio erwartet man mittlerweile eh nichts anderes mehr als eine auf höchstem Niveau präsentierte Performance. Auch in “J. Edgar” zeigt der Schauspieler sein Können und vor allem seine Wandelbarkeit. Sowohl als junger Edgar als auch als älterer und alter Mann überzeugt er ausnahmslos. Sein Schauspiel wirkt lange nach und hat sich bei mir erst einen Tag nach Ansehen des Films so richtig entfaltet.
Neben ihm faszinierte mich aber auch Armie Hammer als homosexueller Liebhaber Hoovers und dessen Stellvertreter. Souverän zeichnet Hammer das Bild eines “normalen” Homosexuellen. Weder über- noch untertrieben spielt er den eifersüchtigen und verliebten Mann.

Faszinierend wie das Team um Eastwood den Bogen in eine Vergangenheit schlägt, in der die Ermittlungen eines Kriminalfalls bei Weitem noch nicht die Detailgenauigkeit der heutigen Zeit erreicht hatte. Genau darum geht es, neben der persönlichen und mitunter intimen Lebensgeschichte Hoovers, in diesem Film.
Die Klärung der Entführung des Lindbergh-Babys, die damals für Schlagzeilen sorgte, nimmt einen Teil der Story ein und zeigt deutlich, mit welcher Verbissenheit Hoover sich in seine Aufgaben stürzte, aber auch vor Lügen nicht zurückschreckte.

Was Eastwood dann (natürlich zusammen mit den großartigen Schauspielern) die letzten zwanzig Minuten bietet, raubte mir den Atem. Einfühlsam und eindringlich, ruhig und meisterhaft inszeniert, zeigt das Ende des Films die wahre Liebe zwischen zwei Männern, die gemeinsam alterten. Der Schluß von “J. Edgar” brachte mich richtig zum Weinen. Einfach toll gemacht!

*

Fazit: Clint Eastwood und Leonardo DiCaprio at their best! Hochwertige, intime Biografie einer bedeutenden Persönlichkeit, die ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit versteckte. Schauspielerisch und regietechnisch nahezu perfekt. Uneingeschränkte Empfehlung!
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am 20. April 2017
Es gibt von mir nur drei Sterne. Di Caprio hat schon weitaus bessere Rollen gespielt. Zum Beispiel war the Revenent oder The Wolf of Wallstreet um einiges besser.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Dezember 2012
John Edgar Hoover, bekannt als "J. Edgar" war der Begründer des Federal Bureau of Investigation (FBI) und vom 10. Mai 1924 bis zu seinem Tod im Jahr 1972 dessen Direktor.
Hoover wuchs in Washington D.C. auf, die Nachbarschaft war durch Staatsbedienstete geprägt. Seine Eltern waren konservativ und christlich-religiös eingestellt, die Mutter war die dominierende Person des Haushalts.
Clint Eastwood zeigt auf verschiedenen Zeitebenen das politische und private Leben eines der Urväter des kollektiven amerikanischen Verfolgungs- und Bedrohungswahns auf. Mit größter Hingabe schuf Hoover einen Sicherheitsapparat, den er in seine Obhut nahm und bis zu seinem Tod nicht losließ. Er führte dieses Amt unter 8 Präsidenten, war bei keinem sonderlich beliebt - aber durch seine geheimgehaltene Kartei über umfangreiche und kompromittierende Informationen konnte er seine Machtposition immer sichern.
Die Bundespolizei der USA ist im Grunde seine Erfindung, er baute sie zu einer technisch hochgerüsteten Behörde zur Verbrechensbekämpfung aus - und zu einem gefürchteten Inlandsgeheimdienst.
Seine Verdienste in den Gangsterkriegen der Dreißiger oder bei der Spionageabwehr im Zweiten Weltkrieg sind Fakt. Seit den vierziger Jahren rankten sich Gerüchte um seine angebliche Homosexualität.
Clint Eastwood wandelt mit "J.Edgar" wieder auf dem Terrain, mit dem er schon in "Der fremde Sohn" erfolgreich war. Denn ein Großteil der Geschichte skizziert in starken Szenen diese Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Hoover ist Zeitzeuge der amerikanischen Angst vor dem aufkeimenden Kommunismus, der dann von der Ära großer Gangster abgelöst wird. Auch die Entführung des Lindbergh-Babys - damals Weltschlagzeile - ist Thema von Eastwoods schillerndem Biopic.
Drei Menschen sind die Verbündeten von Hoover: Zum einen seine Mom (Judi Dench), die ihm das Tanzen lernt, weil sie ahnt, dass der Sohn sich nicht für sonderlich für Frauen interessiiert.
Zum zweiten seine Sekretärin Helen Gandy (Naomi Watts), der er in den zwanziger Jahren einen Heiratsantrag macht, die aber statdessen seine Sekretärin wird. Zum dritten sein späterer Stellvertreter Clyde Tolson (Arnie Hammer), der 1927 beim zweiten Anlauf eine Stelle bei Hoovers FBI bekommt - mehr noch: Er wird zu Hoovers Assistent.
Es wird angenommen, dass J. Edgar und Clyde Lebensgefährten waren, denn die Männer arbeiteten tagsüber eng zusammen, besuchten am Abend die gleichen Clubs und führen oft gemeinsam in den Urlaub.
Mit dieser Geschichte über diese schillernde wie umstrittene Persönlichkeit gelang es Eastwood noch einmal einen großartigen Filmklassiker zu schaffen, der in diesem Kinojahr viel zu wenig Beachtung fand. Mit einer sehr guten Darstellerleistung beeindruckt auch Leonardo di Caprio, der vor allem als alternder Hoover optisch imponiert.
Dabei ist der Film insgesamt perfekt ausbalanciert, es ergänzen sich Spannung und Tiefgang in beeindruckender Weise.
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am 28. Dezember 2012
John Edgar Hoover`s Lebens-, bzw. Karrieregeschichte , was eigentlich dasselbe ist,
wurde nach meinem Empfinden hervorragend dargestellt.
Da ich in der amerikanischen Zeitgeschichte nicht übermäßig gut bewandert bin,
kann ich die Filmhandlung nicht unter Einbeziehung von Tatsachen bewerten.
Unstrittig dürfte für jederman sein, dass Hoover das FBI aufgebaut und
hinsichtlich der wissenschaftlichen Beweiserhebungen und überregionalen Ermittlungen
herausragendes geleistet hat.
Diese Erungenschaften spielen im Film logischerweise eine große, jedoch nicht zentrale Rolle. Im Großen und Ganzen steht Hoover`s verschrobene Persönlichkeit
im Mittelpunkt. Der energische kleine Mann kommt hierbei nicht besonders
vorteilhaft davon.
Clint Eastwoods großer Mut zur Hässlichkeit hat mich hierbei stark beeindruckt.
Hoover wird zu keinem Zeitpunkt idealisiert. Der Film wirkte auf mich auch
nie zwangspatriotisch. Gezeichnet wird das Portrait eines
in jungen Jahren extrem ehrgeizigen Kommunistennhassers und im Alter jenes eines absurd machtbesessenen, rassistischen Altpatrioten, der Zeit seines Daseins aufgrund von totaler Unterwürfigkeit gegenüber seiner Mutter nie ein Leben führte, dass wir als erstrebenswert bezeichnen würden.
Als sehr wichtigen Aspekt dieser Ödipus-Prägung wird auf die unterdrückte
Homosexualität von J. Edgar eingegangen.
Nun könnte man für eine solch tragische Figur so etwas wie Mitgefühl
aufbringen.
Die negativen Aspekte von Hoovers Persönlichkeit werden jedoch derartig
konsequent herausgearbeitet und von Leonardo Di Caprio so großartig
dargestelt, dass ich die Hauptfigur bis zum bitteren Ende nicht
mochte. Großes Mitgefühl stellte sich jedoch für dessen langjährigen
Berater und Partner ein.
Als dieser sich zum Ende des Films hin vor dem tödlich zusammengebrochenen
Hoover die Augen aus dem Kopf heult, war ich doch ziemlich ergriffen.
Leute, die sich in der Erwartung einer positiven bis heldenhaft dargestellten
Hauptfigur den Film angucken, werden wohl enttäuscht sein.
Freunde des Actionsgenre gehen hier defintiv leer aus.
Wer Lust auf ein zeitgeschichliches Drama mit einer, vermutlich
fair dargestellten und großartig gespielten, zerissenen Persönlichkeit
hat, kann sich den Film bedenkenlos anschauen.
Nicht unerwähnt möchte ich die insgesamt sehr guten Leistungen aller
Darsteller lassen.
Zur Vermeidung von Kommentierungen gekränkter Schlechtberwerter
möchte ich anmerken, dass hier ausschließlich um eine subjektive
Rezesion des Films handelt.
Für mich ist es völlig in Ordnung, den Film komplett besch..... zu
finden.
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am 11. März 2014
Kein Vergleich zu Gran Torino, den Clinti wirklich gelungen ist. Der größte Effekt kommt am Anfang, dann warte ich auf Ereignisse, die sich aber als ruhiges Bächlein entpuppten, keine Stromschnellen, keine Wasserfall. Der Film blendet oft zwischen Anfang und Ende der Karriere hin und her, da musste die Schauspieler auf alt ummaskiert werden. Das ist leider nicht immer gut und die Maske ist einfach zu fadenscheinig durchsichtig und wirkt albern, auch wenn es bei Edgar selbst nicht so ist. Die Schauspieler machen Ihren Job durchweg gut allen voran DiCaprio, dessen Figur portraitiert wird. Das Drehbuch ist ok, aber ohne Überraschungen, ein zwanghafter paranoider Narzisst, der vielleicht auch als Politiker Karriere gemacht hätte, wenn da nicht das eine Problem wäre, wird gut dargestellt. Aber sonst langweilt man sich so durch....oder spielt nebenher Karten... oder surft... oder isst und trinkt. Ist doch auch was, oder?
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am 6. August 2015
Leonardo Di Cabrio ist zu Recht einer der bestbezahlten Schauspieler der Welt, weil er es einfach Weltklasse macht.
Er verkörpert J. Edgar Hoover überwiegend glaubhaft und differenziert. Trotzdem merkt man eine unausgesprochene Limitierung der Rolle, wofür der Schauspieler nur wenig kann.
J. Edgar Hoover war - nach allem, was man über ihn erfahren kann -, ein zumindest tendenziell chauvinistischer und rassistischer Mensch.
Diese Eigenschaften klingen im Film bestenfalls nur beiläufig an und werden dann eher mit seiner Vaterlandsliebe verklärt. Seine vermutbare Homosexualität wird im Gegensatz dazu sehr sensibel präsentiert.
Auch wenn Clint Eastwood durch Leonardo DiCaprio hier keinen braven Jungen gezeichnet hat, herrschsüchtige und überhebliche Charakterzüge sind offensichtlich, kommt J. Edgar insgesamt vermutlich doch zu sympathisch dabei weg. Am Ende steht doch ein trauriger Held da. Ich halte nicht für wahrscheinlich, dass das so schlicht der Realität nahe kommt.
Fazit: Ein unterhaltsamer und vielfach auch dramatischer Film mit einem gewohnt guten DiCaprio, der vermutlich gern noch mehr aus der Rolle gemacht hätte, wenn es Buch und Regie hergegeben hätten.
Noch eine Anmerkung: Der Film springt zeitlich in verschiedene Lebensabschnitte des Protagonisten. Hier muss die Maske, um die Bandbreite eines 19 bis 77-jährigen Mannes glaubhaft darzustellen, Einiges leisten. Dies gelingt aber nur bei DiCaprio. Alle anderen sind so schlecht "auf alt gemacht", wie man es zuletzt in den 70ern in Spielfilmen gesehen hat.
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In den 60er Jahren diktiert der langjährige Chef des FBI (Leonardo DiCaprio) seine Memoiren. In Rückblenden erzählt der Film daher Hoovers Werdegang. Der Eigenbrötler lebt bei seiner verwitweten Mutter alleine und hat weder Freunde noch ist er an Frauen ernsthaft interessiert. Er hat eine seltsame Art zu sprechen und wird meist schnell dabei. Wenn er verunsichert ist, stottert er. Als auf seinen Vorgesetzten Attorney General Alexander Mitchell Palmer 1919 ein Bombenattentat verübt wird bei dem weder dieser noch seine Familie verletzt werden, da die Bombe zu früh gezündet hat, regt sich Hoover über die schlampige Arbeit der Polizei auf. Da wird alles angefasst und weggeputzt und nicht ermittelt.

Palmer muss gehen, aber Hoover darf aufgrund der unsicheren Zeiten, in denen sich die Staaten befinden, bleiben. Eine Sondereinheit unter seinem Kommando wird gebildet. Diese Einheit trägt keine Waffen und hat noch keine besonderen Befugnisse. Insbesondere die Polizei kann immer noch so schalten und walten wie sie will. Das ändert sich erst nach Ermittlungserfolgen Hoovers beim Lindbergh-Baby-Fall. Zuvor hat er bereits eigenmächtig seine Leute bewaffnet. Hoover tritt öffentlich schwulenfeindlich auf, stellt aber Clyde Tolson ein, der ihm sehr zugetan ist. Bereits nach kurzer Zeit wird der Mann zu seinem Stellvertreter. Beide machen gemeinsamen Urlaub, nutzen gleiche Hotelzimmer usw. Er wird geradezu paranoisch wenn es um die Verteidigung geht. Hoover will eine riesige Datenbank anlegen und alle Staatsfeinde verhaften oder jene, die er für ebensolche hält. Das macht ihn unberechenbar...

Das Biopic hat nur selten actionreiche Höhepunkte. Es handelt sich um einen Charakterfilm. Das muss man wissen, bevor man sich auf ihn einlässt, es handelt sich um eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger bekannten Ereignissen, die einen Einblick in Hoovers Charakter geben, der ein strenges Regime geführt hat. Wirklich hervorzuheben ist die gelungene Ausstattung, die über fast 40 Jahre geht. Ferner lobenswert ist DiCaprios Darstellung Hoovers. Regisseur Eastwood geht den offensichtlichen Weg, der nie erwiesen worden ist. Er stellt Hoover als jemanden dar, der unter der Fuchtel der dominanten und religiösen Mutter (hier Judi Dench) bis zu deren Tod lebt und der eine geheime homosexuelle Beziehung mit seinem Stellvertreter führt. Dabei gibt es mehrere intensiv gespielte Reibereien.
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TOP 500 REZENSENTam 2. November 2014
Sich unter 8 verschiedenen US-Präsidenten an der Spitze des FBI zu halten, ist definitiv eine Leistung und eigentlich sollte jedem klar sein, dass Hoover das mit Sicherheit nur durch allerlei Trickserei schaffte. Doch da liegt das einzigste Problem von Clint Eastwoods Film...
J. Edgar ist ein starkes Biopic, in dem Leonardo Di Cabrio wie gewohnt sensationell gut ist, in dem aber auch Lone Ranger Armie Hammer zur Hochform aufläuft, nur Naomi Watts etwas unauffälliger bleibt. Trotzdem gehört der Film diesen drei Darstellern und der perfekten Ausstattung der Jahrzehnte, die die Handlung durchläuft.
Der Film schneidet grosse geschichtliche Ereignisse, wie die Entführung des Lindberg-Babys, die Ergreifung Dillingers, die Kommunistenhetze der 50er, den Kennedy-Mord etc an, geht da aber nie in die Tiefe. Hier merkt man, Eastwood richtet sein Augenmerk auf die Figuren, weniger auf Geschichtslektionen. Trotzdem wäre etwas, mehr Historie nicht schlecht gewesen. Bei solchen Darstellern wären 20 Min mehr Handlung für jeden Cineasten ein Fest gewesen. Und wie anfangs gesagt, Hoover etwas kritischer gezeigt wäre angebracht.
Unterm Strich aber sehr sehr sehenswert.
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am 1. März 2013
Gutes Porträt eines der mächstigsten und umstrittensten Menschen in der Geschichte der USA. Darstellung ist im Großen und Ganzen ausgewogen, allerdings insgesamt vielleicht etwas zu "Hoover-freundlich" (manche "schmutzigen" Dinge wurden nur vorsichtig angedeutet oder weggelassen). DiCaprio zeigt wiedereinmal seine große Verwandlungsfähigkeit und Schauspielkunst.
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