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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
15
The General Strike
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:8,99 €


am 1. Juni 2014
Anti-Flag – The General Strike (2012)

Wie ist eine Band zu bewerten, die seit Jahren musikalisch stagniert – was ja auch irgendwie Genretradition im Punk Rock ist -, aber trotzdem textlich immer etwas Wichtiges den Protestsüchtigen dieser Welt mitzuteilen hat?

Ungereimtheiten, Korruption, politische Skandale – das alles gibt es genügend auf der Welt und Anti-Flag haben es sich schon seit Jahren zur Aufgabe gemacht diese Missstände gehörig anzuprangern, zu kritisieren und gegebenfalls das gesamte amerikanische System bloßzustellen. Und dafür kann man kein größeres Lob aussprechen. Dabei entfernten sie sich etwas vom stumpfen Parolenklopfen ihrer Anfänge und gingen hin zu wirklich gehaltvollen Aussagen (The Ranks of the Masses rising) und notwendigen, aber trotzdem kraftvollen Aussagen a la „This is class war. What are you waiting for?“ (aus Nothing recedes like Progress).

Dass sie auch lyrisch mit schnippischen, intelligenten Reimen überzeugen können, beweist das Lied 1915, allerdings nicht nur weil man ein paar Textzeilen in einer tollen, ehrlichen Hommage an den Gewerkschaftsaktivisten Joe Hill von selbigem „geklaut“ hat. Kurze, knackige, krasse Aussagen in kurzen Liedern verpacken? Eine weitere Stärke von Hauptlyriker Justin Sane, wie bereits im Intro Controlled Opposition bewiesen. Wie gesagt: Für Fans, aber auch für Leute, die Musik mit inhaltlichen Protestgedanken nicht abgeneigt sind, ist die neue Anti-Flag-Platte mal wieder ein gefundenes Fressen. Von Ernst (The Neoliberal Anthem) zur Polemik (I don't wanna) sowie gelungener Metaphernbildung (The Ghosts of Alexandria); hier ist alles drin.

Doch auch für ein Punk-Album gilt: Musikalisch muss die Scheibe ebenfalls etwas bieten. Früher brachte die Band hier reine, kompromisslose Härte ins Spiel. Dank dreiakkordiger Gitarrentechnik, schnellen Drums und Gruppengebrüll im Punk auch überhaupt kein Problem. Nur früher klang das Gesamtergebnis durch die amateurhaftere Produktion doch etwas rauer und aggressiver. Auch der Druck und die Dynamik der „kommerzielleren“ Phase der Band wurde etwas zurückgefahren, während die Becken diesmal zu penetrant scheppern. Vielleicht ist es ja doch wieder an der Zeit für einen außenstehenden Produzenten, der die Kraft der Jungs gezielter kanalisiert? Doch das ist Kritik auf hohem Niveau, denn rein sound-technisch geht das Album völlig in Ordnung. Einzig an der musikalischen Umsetzung hapert es wirklich seit der Rückkehr in den Untergrund. Einzig durch Tempo können aber selbst solch belanglose Kompositionen wie Turn a Blind Eye überzeugen. Diese sind ja auch außerordentlich kurz (und meist -weilig) und tragen zu einem weiteren Kritikpunkt des Albums bei: 27 Minuten sind doch reichlich kurz!

In manchen Stücken wie Resist geht es sogar richtig rasant zur Sache wie zum feinsten Zenits des Hardcore Punks. Und bei diesem kurzen Stück werden sogar die knalligen Punchlines wieder ausreichend hervorgehoben. Doch leider sind diese zu selten an der Zahl und werden einzig noch im genialen Broken Bones zusammen mit mitgröhlwürdigen Refrains und melodiöseren Gitarrenmelodien zu einem wirklich tüchtig aggressiven und trotzdem eingängigem Punk-Rock-Titel umgewandelt. Okay, Chris #2's außergewöhnliche Stimmgebung und -führung geben auch in Bull**** Opportunist genügend Grund um laut mitzuschreien und das allgemeine Arrangement von This is the New Sound und seiner peppigen Bassline ist ebenfalls nicht zu verachten. Doch insgesamt ist man halt einfach die, auf Albumlänge besser verteilten, großartigen und nicht minder brutalen Hooks der (von Puristen oft gescholtenen) „kommerziellen“ Phase der Band gewohnt. Die etwas weiter gefächerten Einflüsse dieser fand ich übrigens auch nicht verkehrt.

Fazit: Fans, Punk-Puristen und Liebhaber der wieder einmal enorm wichtigen Texte dürfen gerne innerlich die Wertung anheben, doch in Zusammenhang mit der musikalischen Kulisse ist man doch erinnerungswürdigere Songs dieser Band gewöhnt. Strotzt voller Power, kann aber eintönig werden!
Wertung: ***
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am 25. April 2012
Da ist nun also das neue Album der Polit-Punker!!
Da mich die letzten beiden Alben schwer enttäuscht haben war die Erwartung bei diesem Album mehr als gering. Ich dachte A-F versinkt im Sumpf vieler Bands und kann nicht an die "großen" Erfolge anknüpfen!! von daher habe ich mir das Album besorgt und erstmal nur im Hintergrund laufen lassen, ohne große Beachtung! Vor einer Woche dann konnte ich die Jungs mal wieder Live sehen und war von den neuen Songs doch schwer überrascht! Also ab nach Hause, Platte rein und laut gedreht und siehe da... sie können es doch noch!!
Diese Platte entspricht endlich wieder Anti-Flag wie ich sie kennen gelernt habe! Ich besitze alle Alben und bin eher Fan der alten Alben, was sich jedoch bis zu "For blood and Empire" durchzieht! Und dieses Album kann man irgendwie zu allen Vorgängeralben zählen! Typischer A-F Sound und die standesüblichen Mitgröhlrefrains oder Parolen die jedoch keineswegs Aufgesetzt wirken!! Ich glaube diese Platte ist sogar eine der härtesten Alben der Jungs.
Es gibt wirklich nichts zu bemängeln, die Qualität der Aufnahme ist auch wieder Hammer (nicht so wie bei The people or the gun)!! Alles in allem ein Album was sich definitiv bei allen A-F Fans der alten Schule durchsetzen wird aber auch die Generation die erst ab der "For blood and..." dazu gekommen ist dürfte sich freuen!
Ganz große Scheibe!!! Pflichtkauf!!
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am 29. März 2012
Das Album ist schnell und die Lieder gehen sofort ins Ohr, die Texte sind kritisch und laden zum Mitsingen ein
Hier werden einem die Parolen nur so um die Ohren gehauen.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich für manchen Fan das Album etwas zu Kommerzielle anhört.
Und das Fans der ersten Stunde deshalb etwas enttäuscht sein könnten.
Es sollte aber jeder der diese Musikrichtung mag einmal rein hören.
Wer mal richtig dampf ablassen will ist mit dem Album gut bedient.
Bei mir laufen viele Lieder aus dem Album zum Training und das motiviert ungemein.
Leider ist das Werk etwas kurz geraten aber sonst gibt es nichts zu Meckern
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am 19. März 2012
Anti-Flag sind zurück - und sie haben Wut im Bauch. Die Band ist wieder angekommen bei ihrer alten Aggressivität, und das klingt richtig gut. Menschen die durch die Major-Label-Releases vielleicht die Lust auf die Band verloren haben, sollten sich dieses Album definitv zu Gemüte führen.
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am 17. März 2012
Nun, das neue Album von Anti Flag ist sehr stark an den älteren Alben Orientiert, was sich gut gelungen ist.
Einige Lieder des Albums sind zwar recht kurz aber alles in allem ist es ein sehr Gutes Album.
Für einen Fan der Band ist es zu empfehlen.
Ich persöhnlich finde es ist ein geiles Album von einer geilen Band.
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