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am 2. März 2012
Filme und das Gefallen daran sind eine Frage des Geschmacks und ich gewähre vorbehaltlos jedem sein eigenes Urteil, aber was ich hier an Rezensionen lesen musste, führte zu starkem Juckreiz in den Fingern ...

Schon Goethe sagte: Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

Ich verstehe daher die Rezensenten hier nicht, die hier die vermeintlich platte, schon tausendfach dagewesene Story kritisieren. Alle Animationsfilme, und auch sonst die meisten Kinofilem, kommen mit einer platten Story daher und es geht immer um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt, den Kampf zwischen Gut und Böse usw. So ist dies halt bei Toy Story, Ice Age, Herr der Ringe und Co.! Doch dazu unten noch eine Anmerkung.
Wer die außergewöhnliche Geschichte sucht, ist im Blockbusterkino in der Regel falsch und sollte sich auf die Suche nach den meist unbekannten, leise erzählten Filmen machen. Dort wird er fündig!

Hier behaupten viele, dass sie das Genre Animationsfilme lieben, bewerten den Film aber schlecht und erwähnen meist mit keiner Silbe die wundervolle Animation. Das ist mir völlig unverständlich. Wie kann man so etwas behaupten, ohne die eingesetzte Technik, die wundervoll gestalteten Details usw. nur zu erwähnen? Besitzen diese Rezensenten etwa noch einen alten Schwarz-Weiß-Fernseher aus dem Jahre 1970?
Hauptsache mal behauptet, damit man eine Lizenz zum Schlechtreden erhält? Ein Liebhaber des Genres müsste alleine für die Animation 5 Sterne geben.

"Rango" ist ein fantastisch animierter Film und besticht durch eine unglaubliche Liebe zum Detail, eine fantastische Tiefenwirkung auch ohne 3D, eine unglaublich realistische Darstellung von Licht, Wasser und Schatten! Obwohl ich nahezu alle Animationsfilme der letzten Jahre gesehen habe, war ich von der Steigerung doch sehr schwer beeindruckt. Hier verlieren sogar die Pixar-Filme, von denen ich die meisten sehr schätze und schon für äußerst gelungen halte.

Und noch ein zweiter Hinweis an alle, die es nicht verstanden haben. "Rango" ist eine Westernparodie. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass es keine neue Story gibt. Eine Parodie dafür zu kritisieren, dass es eine Parodie ist, erscheint mir unsinnig und wenig intelligent. Ob es sich hierbei um eine gelungene Parodie handelt, bleibt dann dem Geschmack oder der geistigen Hinlänglichkeit jedem selbst überlassen.

Wer so wie ich mit nur 2 Programmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten aufgewachsen ist, kennt das Genre Western unweigerlich wie seine eigene Weste(r)ntasche (Der Kalauer am Rande ... Entschuldigung!).
Alleine der Sturz vom Dach eines Hauses kopfüber durch ein Scheunendach nachdem er angeschossen worden war ... Herrlich!!! Wer kennt diese Szene nicht? Alleine diese weckte zahlreiche Erinnerungen an die große Zeit des Westerngenres.

Und noch eines:
Viele kritisieren, dass "Rango" kein Kinderfilm sei. Ja und? Das ist "Rambo" auch nicht, aber dafür wird der Film nicht kritisiert. "Rango" ist nicht Winnie the Pooh und will es auch nicht sein. Die Angabe FSK 6 stellt keine Kategorisierung "Kinderfilm" dar und die Gleichung Animationsfilm = Kinderfilm erscheint mir von einer tumben Simplizität, die ihresgleichen sucht, denn, nur so am Rande, es gibt auch animierte Pornos.

Ich selbst habe den Film mit 2 Kindern (6 und 9 Jahre alt) gesehen und sie fanden ihn toll und witzig. Sicherlich konnten sie der Story nicht immer folgen und hatten keinen Sinn für das Parodistische, aber sie haben sich köstlich amüsiert und somit hat der Film - aus der Sicht der Kinder - seinen Zweck erfüllt.
Und - bevor jetzt Kommenantare wie "Aber meine Kinder ..." folgen - natürlich gibt es mit großer Sicherheit auch Kinder, denen der Film nicht gefallen hat, aber dies ist wie bei den Erwachsenen. Geschmack ist eben individuell, aber Erwachsene sollten sich nicht immer vermeintlich allwissend anmaßen, ein unqualifiziertes Urteil auszusprechen.
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am 21. Juni 2011
Leider hat es schon zu Zeiten als der Film im Kino war immer wieder Kritik gegeben, dass der Film nicht lustig sei???!? - Leute kapiert es endlich, dass ist nicht der Sinn des Films, dieser hat ganz andere Ansprüche.
Für Kinder nur bedingt geeignet, da einerseits das Verständnis fehlen wird und andererseits die Erwartungshaltung die den Kleinen von Mama & Papa eingegeben wurde bei Weitem nicht erreicht wird. So schleichen Familien mit kleinen Kindern enttäuchst aus dem Kino, kein Wunder wenn man nicht ordentlich nachliest worums eigentlich geht.
Dem aufmerksamen Zuseher wird nicht entgehen, dass in diesem Film weit mehr steckt, als irgendeine Animation a la "kleines Viecherl hat sein zu Hause verloren und will wieder zurück in seinen Käfig". So entwickelt sich hier ein Ökowestern passend zur Wirtschafts- und Atomkrise der Extraklasse, wobei von lustig sehr bald nichts mehr zu merken ist. Super Story mit viel Tiefgang und Spannung, dazu die Parallelen zu Westernklassiker wie High Noon und Konsorten. Da wirds einem manchmal richtig warm ums Herz. Die Figuren bestehend aus Eidechsen, Ratten, einer Schildkröte, Schlange und Vögel sind so menschlich, dass man nach 1,5 h völlig vergessen hat, in einem Animationsfilm zu sitzen. Klar dass die perfekte Technik dies noch weiter unterstützt.
Meiner Meinung nach das Beste was es auf dem Sektor gibt, mit unbedingter Anschauempfehlung.
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am 8. Oktober 2011
Filme und das Gefallen daran sind eine Frage des Geschmacks und ich gewähre vorbehaltlos jedem sein eigenes Urteil, aber was ich hier an Rezensionen lesen musste, führte zu starkem Juckreiz in den Fingern ...

Schon Goethe sagte: Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

Ich verstehe daher die Rezensenten hier nicht, die hier die vermeintlich platte, schon tausendfach dagewesene Story kritisieren. Alle Animationsfilme, und auch sonst die meisten Kinofilem, kommen mit einer platten Story daher und es geht immer um Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt, den Kampf zwischen Gut und Böse usw. So ist dies halt bei Toy Story, Ice Age, Herr der Ringe und Co.! Doch dazu unten noch eine Anmerkung.
Wer die außergewöhnliche Geschichte sucht, ist im Blockbusterkino in der Regel falsch und sollte sich auf die Suche nach den meist unbekannten, leise erzählten Filmen machen. Dort wird er fündig!

Hier behaupten viele, dass sie das Genre Animationsfilme lieben, bewerten den Film aber schlecht und erwähnen meist mit keiner Silbe die wundervolle Animation. Das ist mir völlig unverständlich. Wie kann man so etwas behaupten, ohne die eingesetzte Technik, die wundervoll gestalteten Details usw. nur zu erwähnen? Besitzen diese Rezensenten etwa noch einen alten Schwarz-Weiß-Fernseher aus dem Jahre 1970?
Hauptsache mal behauptet, damit man eine Lizenz zum Schlechtreden erhält? Ein Liebhaber des Genres müsste alleine für die Animation 5 Sterne geben.

"Rango" ist ein fantastisch animierter Film und besticht durch eine unglaubliche Liebe zum Detail, eine fantastische Tiefenwirkung auch ohne 3D, eine unglaublich realistische Darstellung von Licht, Wasser und Schatten! Obwohl ich nahezu alle Animationsfilme der letzten Jahre gesehen habe, war ich von der Steigerung doch sehr schwer beeindruckt. Hier verlieren sogar die Pixar-Filme, von denen ich die meisten sehr schätze und schon für äußerst gelungen halte.

Und noch ein zweiter Hinweis an alle, die es nicht verstanden haben. "Rango" ist eine Westernparodie. Es liegt daher in der Natur der Sache, dass es keine neue Story gibt. Eine Parodie dafür zu kritisieren, dass es eine Parodie ist, erscheint mir unsinnig und wenig intelligent. Ob es sich hierbei um eine gelungene Parodie handelt, bleibt dann dem Geschmack oder der geistigen Hinlänglichkeit jedem selbst überlassen.

Wer so wie ich mit nur 2 Programmen der öffentlich-rechtlichen Anstalten aufgewachsen ist, kennt das Genre Western unweigerlich wie seine eigene Weste(r)ntasche (Der Kalauer am Rande ... Entschuldigung!).
Alleine der Sturz vom Dach eines Hauses kopfüber durch ein Scheunendach, nachdem er angeschossen worden war ... Herrlich!!! Wer kennt diese Szene nicht? Alleine diese weckte zahlreiche Erinnerungen an die große Zeit des Westerngenres.

Und noch eines:
Viele kritisieren, dass "Rango" kein Kinderfilm sei. Ja und? Das ist "Rambo" auch nicht, aber dafür wird der Film nicht kritisiert. "Rango" ist nicht Winnie the Pooh und will es auch nicht sein. Die Angabe FSK 6 stellt keine Kategorisierung "Kinderfilm" dar und die Gleichung Animationsfilm = Kinderfilm erscheint mir von einer tumben Simplizität, die ihresgleichen sucht, denn, nur so am Rande, es gibt auch animierte Pornos.

Ich selbst habe den Film mit 2 Kindern (6 und 9 Jahre alt) gesehen und sie fanden ihn toll und witzig. Sicherlich konnten sie der Story nicht immer folgen und hatten keinen Sinn für das Parodistische, aber sie haben sich köstlich amüsiert und somit hat der Film - aus der Sicht der Kinder - seinen Zweck erfüllt.
Und - bevor jetzt Kommenantare wie "Aber meine Kinder ..." folgen - natürlich gibt es mit großer Sicherheit auch Kinder, denen der Film nicht gefallen hat, aber dies ist wie bei den Erwachsenen. Geschmack ist eben individuell, aber Erwachsene sollten sich nicht immer vermeintlich allwissend anmaßen, ein unqualifiziertes Urteil auszusprechen.
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am 3. März 2012
>>> ZUM FILM <<<
In Zeiten, da - vornehmlich aus dem Hause Pixar - viele sehr gute, computeranimierte Filme erscheinen, fällt es sehr schwer, eines dieser Genre-Highlights besonders hervorzuheben. Mit RANGO hat jedoch die Animationskonkurrenz (eine Gemeinschaftsproduktion von Nickelodeon Movies, Blind Wink & GK Films) einen Film veröffentlicht, der - gerade weil er ein wenig "anders" ist - so viel Spaß bereitet, dass ich ohne zu zögern das Urteil ÜBERRAGEND aussprechen kann.

Zunächst fällt die sehr gute Story auf. Die originelle Mischung aus klassischer Außenseitergeschichte und deftiger Zvilisations- und Kapitalismuskritik wird vor allem durch überraschend tiefgründige Dialoge getragen, die mit einem ironischen oder auch sarkastischen Humor garniert sind. Zudem lässt RANGO mehr als nur einmal Metapher statt eindeutiger Worte sprechen.
Rango ein Antiheld, eine Story mit Ecken und Kanten und keine offensichtlichen Schenkelklopfer - kann RANGO trotzdem begeistern? Ja! Jedoch muss man sich von der Vorstellung verabschieden können, mit RANGO einen klassischen Animationsfilm zu sehen. Er liefert keine Lacher im Minutentakt und überzeugt stattdessen mit einer erwachsenen Inszenierung. Diese Fakten sowie der relativ hohe Gewaltfaktor dürften daher dafür sorgen, dass RANGO - trotz FSK6-Freigabe - bei den jüngsten Zuschauern nur begrenzt Punkte sammeln kann. Trotzdem bekommen die Macher von mir ein DICKES DANKESCHÖN für den bei RANGO gezeigten, inszenatorischen Mut.
Ich muss jedoch gestehen, dass auch ich ein wenig Anlaufzeit benötigt habe, bis ich mich mit der speziellen RANGO-Erzählweise anfreunden konnte. Vermutlich war ich zu sehr durch andere Animationsfilme geprägt, die bei mir für eine etwas andere Erwartungshaltung gesorgt hatten. Wenn man sich jedoch mit dem präsentierten Erzählstil angefreundet hat, dann wird man den Film mit von Minute zu Minute mehr lieben.

Erleichtert wird dies zusätzlich durch Charakterzeichnungen und -animationen, die ihresgleichen suchen. In RANGO tummelen sich eine Vielzahl sprechender Tiere: Echsen, Schildkröten, behaarte Saugetiere, Schlangen, Vögel, ein Gürtelter... undsoweiterundsofort. Jedes - aber auch wirklich jedes (!) - Lebewesen ist derart perfekt animiert, dass man ungläubig staunend vor dem Fernseher sitzt. Besonders hervorzuheben sind die behaarten Säuger, deren Fell absolut lebensecht wirkt. Würden die Tiere sich nicht menschlich verhalten, Kleidung tragen und reden - man würde den Unterschied zu echten Vorbildern kaum oder gar nicht mehr wahrnehmen können.

Mindestens ebenso gelungen ist die Vielfalt der Charakterzeichnungen, da sich alle kleinen und großen Helden oder Bösewichte klar erkennbar voneinander unterscheiden. Von tierisch lieb bis extrem böse reicht dabei die Bandbreite, und für alle denkbaren Schattierungen dazwischen ist Platz in RANGO. Richtiggehend genial sind die Bewegungen, Regungen und Emotionen der einzelnen Charaktere umgesetzt worden. Wie genial, fällt auf, wenn mehrere animierte Figuren das Bild bevölkern und selbst der kleinste Nebencharakter am Bildrand noch zur Szene passende, sichtbare Emotionen zeigt.

Und als wäre dies alles nicht schon begeisternd genug, haben aufmerksame Cineasten die Gelegenheit, sich in RANGO auf einen Trip durch mehrere Jahrzehnte Filmgeschichte zu begeben. Gleich mehrere direkte oder subtile Anspielungen auf andere Filme sind zu sehen bzw. zu erspähen. Am offensichtlichsten dürfte dabei jene Szene sein, in der der Titelheld quasi direkt in die Handlung von "Fear And Loathing In Las Vegas" hinein- und wieder hinauskatapultiert wird. Kleine Anmerkung: Johnny Depp spielt nicht nur eine der Hauptrollen in "Fear And Loathing...", sondern leiht RANGO im englischen Original auch seine Stimme. Wer zudem das Pod-Rennen aus "Star Wars - Episode I" kennt, dürfte in einer kurzen und actionreichen Szene freudig schmunzeln. Dass sich RANGO zuletzt auch noch ehrfürchtig verbeugt vor Klassikern wie "12 Uhr mittags", "Die Zeitmaschine", "Apocalypse Now" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" und Clint Eastwoods Rolle aus den Spaghetti-Western der 60er Jahre mit einem Augenzwinkern seine Ehre erweist, treibt den Spaß auf die Spitze und rundet das Filmvergnügen perfekt ab.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
P.E.R.F.E.K.T. Alle Bildwerte sind so referenzwürdig, dass man insgesamt ein Bild zu sehen bekommt, das extrem plastisch wirkt. Ja, beinahe so, als könnte man es greifen - auch wenn es "nur" ein 2D-Bild ist

TON (gehört mit 7.1 Set)
Der deutsche Ton wird nur im datenreduzierten Dolby 5.1-Format, der englische Originalton hingegen im DTS-HD MA-Format dargeboten. Wenngleich auch der deutsche Ton scheinbar über jeden Zweifel erhaben zu sein scheint, fällt im Direktvergleich die größere Räumlichkeit der englischen Tonspur auf. Für 99,9% der Zuschauer dürfte dieses kleine Manko jedoch gut zu verschmerzen sein.

EXTRAS
Deleted Scenes, Storyboard als Picture-in-Picture, Blick hinter die Kulissen, sowie zwei weitere Specials. Das Highlight ist jedoch der sehr interessante Audiokommentar.

>>> FAZIT <<<
Wenngleich die herausragende inhaltliche Qualität von RANGO den ganz kleinen Zuschauern entgehen dürfte, so kann der Film für alle anderen uneingeschränkt empfohlen werden. Und ich muss deutlich sagen: "Alle anderen" sind eher die Zielgruppe, da RANGO kein Kinderfilm ist. Es gibt wahrlich sehr viele, sehr gelungene Genre-Vertreter - aber RANGO ist tatsächlich einmalig. Eine Perle unter den Animationsfilmen. Unbedingt anschauen!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. März 2012
Die Zeiten ändern sich... war das Rauchen noch modern in den 60iger und 70ern, so ist das es heute Umweltschutz. Der Film konnte aufgrund dieser Idee auch bei den Oskars vor kurzem punkten und räumte eine der goldenen Trophäen ab.
Der Film ist ein Musterbeispiel dafür, das das Thema Western noch lange nicht tod sein muss, wenn es nur in ein Zeitgenössisches Gewand gekleidet wird und da Umweltschutz mehr als ein aktuelles Thema ist, kann das hier nur gut sein. Das Beispiel in dem Film zielt auf die Wasserverschwendung, in einem gültigen Musterbeispiel in den USA, wo riesige Metropolen in der Wüste wie Las Vegas, die grossen Flüsse austrocknen lassen und zwar so schnell, das sich die Wasserbestände kaum noch erholen können und somit die Wasserstände immer weiter absinken. (Dies wird zwar nicht direkt im Film so benannt (also kein Spoiler), aber wer sich ein wenig mit der Thematik in der Mojave Wüste "Californien" beschäftigt, wird das schnell feststellen, das es sich so verhält.

Nachdem ich den Film mit meiner jungen Nichte gesehen habe im Kino und hier auch nochmal auf Blu Ray, habe ich mir einige Gedanken zu dem Spagat des Films gemacht. Der Film versucht meines Erachtens sowohl das Thema Umweltschutz abzugreifen, als auch das "jüngere" Publikum zu unterhalten. Viele Dinge dir mir aufgefallen sind zu den Wasserfragen, kamen bei den jungen nicht so offensichtlich an. (Aber hier kann man ja nebenbei aufklären, bezüglich des Themas). Während von den jüngeren eher der Humor wahrgenommen wurde. Gut dies ist sicherlich eine subjektive Beobachtung, aber ich denke das diese Filme durch jene Message ein hervorragendes Potenzial erzieherischer Mittel innehaben, neben dem Faktor "Entertainment".

Mir persönlich hat der Film mehr als zugesagt, u.a. durch die eltichen Anspielungen auf einige Spaghettiwestern Klassiker wie u.a. "Eine Handvoll Dollar" ;) ;(Spirit of the West). Die Umweltthematik, die wie ich finde schon längst thematisiert gehört. Dazu noch die gut ausbalancierten Figuren, mit all ihren Facetten und natürlich dem wirklich gut in Szene gesetzten Humor. Dazu kommen gut inszenierte Actioneinlagen und ein kleiner Schuss "Romance". Der Film hat eigentlich alles was es für einen guten Filmabend braucht, ohne dabei zu überladen zu wirken.

Die Technische Ausstattung weiß zu überzeugen!

Das Bild zeigt sich auf meinem Sony Bravia Full HD Blacklight 40" perfekt. Das ganze wirkt wirklich wie aus einem Guss ohne jeglichen Makel. Scharfe Farben und saftiger Kontrast sogen für ein wahren Augeschmaus.

Der deutsche Ton kommt im Dolby 5.1-Format und überzeugt auch ohne jegliche Unterstütung von seitens eines Soundsystems schon mehr als überzeugend. (Den englishen habe ich nicht getestet).

Ich denke das die Message des Filmes durchaus noch dem jüngeren Publikum verdeutlicht werden muss, da ich mir gut vorstellen kann, das jenes Thema (Planet und Wasser), vielleicht ein wenig überfordern wird. Aber der Film ist durchweg nicht nur für Kinder, und allgemein habe ich den Eindruck das Animationsfilme längst den Sprung auch in die Erwachsenenliga gemacht habe, oder sich um einen Spagat zwischen den beiden Zielgruppen bemühen. So ist dies durchaus ein Film für die ganze Familie und eines meiner absoluten Favorieten.
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am 30. März 2012
Einen Namen gemacht hat Regisseur Gore Verbinski sich vor allem durch seine mittlerweile zur Tetralogie gediehenen "Piraten der Karibik"-Filmreihe. Mit "Rango" legt der Erneuerer des Seeräuberfilms einen Animationsfilm vor, in dem ein Chamäleon sich dazu aufschwingt, Sheriff einer Wüstenstadt zu werden. Film wie Blu-ray Disc sind uneingeschränkt zu empfehlen.

Ein bisschen hat mich die Anfangssituation von "Rango" an die 2006er Animationskomödie "Flutsch und weg" erinnert, in der es eine zahme, verwöhnte Hausratte unversehens in die Londoner Kanalisation verschlägt. Mit anderen Worten: Auch "Rango" ist das, was man in der englischsprachigen Welt wohl einen "fish out of water"-Film nennen würde.

Zum Auftakt des Films haust die noch namenlose Hauptfigur noch allein in einem ziemlich karg möbliert wirkenden Terrarium und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Scharaden, in denen sie die Hauptrolle in selbst erdachten Heldengeschichten spielt. Schon in der Anfangssequenz konfrontiert der Film das Publikum mit der entscheidenden Frage, die den ganzen Film prägt: "Wer bin ich?", fragt sich die schauspielernde Echse und gibt auch gleich die Antwort: "Ich kann sein, wer ich will!"

Dann vollzieht der Fahrer des Wagens, in dem das Terrarium reist (in den Urlaub? Wir erfahren es nicht, und es spielt auch keine Rolle), ein haariges Ausweichmanöver, und Rango wird samt Behausung auf den Asphalt einer einsamen Wüstenstraße hinauskatapultiert. Wohlgemerkt: Der Film ist gerade mal zwei, drei Minuten alt, und schon jetzt wissen wir als Zuschauer alles, was wir wissen müssen - das nenne ich wirklich mal effizientes Erzählen!

Das Terrarium zerbirst, und der völlig verdatterte Rango schlittert erst einmal auf einer Glasscherbe die Straße hinab. Als die Schussfahrt ein Ende hat, wird auch der Grund für den Beinahe-Unfall offensichtlich: Ein in die Jahre gekommenes Gürteltier wollte offenbar die Straße überqueren. Warum nur? Na, um auf die andere Seite zu gelangen, natürlich. Und was ist die andere Seite? "Eine Metapher", erwidert das Gürteltier geheimnisvoll und orakelt dann gleich noch etwas vom Geist des Wilden Westens, der in einer von goldenen Wächtern behüteten Alabasterkutsche reise. Im Anschluss gibt's für Filmkenner noch eine kleine, wahrscheinlich der Mitwirkung von Johnny Depp an "Rango" geschuldete Anspielung auf "Fear and Loathing in Las Vegas" zu entdecken, und dann wird der Protagonist des Films im wahrsten Sinne des Wortes in die Wüste geschickt.

In der liegt das reichlich heruntergekommene und von allerhand Wüstengetier bewohnte Nest "Dirt", und im örtlichen Saloon erfindet sich unsere Echse jetzt erst einmal neu - gibt sich beim Gläschen Kaktusschnaps den Namen Rango und fabuliert davon, er habe Sieben (hier: Banditen) auf einen Streich (hier: mit nur einer Kugel) gekillt. Als man unserer Echse das Amt des Sheriffs andient (der letzte hat seinen Amtsantritt am Donnerstag immerhin bis zum Samstag überlebt), lässt die sich auch nicht lange bitten. Letzte Zweifel an seiner Eignung räumt das großspurig auftretende Reptil aus, indem es im Duell auf der Hauptstraße über den riesenhaften Habicht triumphiert, der das Örtchen regelmäßig heimsucht - dass der Sieg eher einem für den Raubvogel fatalen Zufall zu verdanken ist, wird dabei geflissentlich ignoriert. Wer könnte es den Einwohnern von Dirt auch verdenken? Auch ohne Habicht hat man Probleme genug und deshalb dringenden Bedarf für einen Ordnungshüter. Der muss einerseits herausfinden, wer dem Örtchen und seinen dürstenden Bürgern das Wasser abgräbt und sich außerdem noch um einen berüchtigten Revolverhelden namens Klapperschlangen-Jake kümmern.

Natürlich kommt, was kommen muss: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis herauskommt, dass unser Held sich die eigene gloriose Vergangenheit nur zusammengesponnen hat. Aber zum Glück ist die zwischendurch immer mal wieder von vier komischen Mariachi-Vögeln kommentierte Geschichte damit noch lange nicht zu Ende erzählt ...

Filmkritik

Man sollte sich von dem knuffig wirkenden Covermotiv nicht in die Irre führen lassen: "Rango" ist ein Trickfilm, und "Rango" ist zwar auch ab 6 Jahren freigegeben, aber ein Film (nur) für Kinder ist "Rango" deshalb noch lange nicht.

Verbinski setzt den kulleräugigen Kindchenschema-Trickfiguren aus dem Disney-Universum eine Riege von denkwürdigen Charakteren entgegen, die sich allenfalls bedingt für eine Vermarktung als Plüschtier eignen. Die Optik von "Rango" ist deutlich erkennbar inspiriert von den Italowestern eines Sergio Leone, das Örtchen "Dreck" macht seinem Namen alle Ehre, und alles, was darin kreucht und fleucht, wirkt ziemlich rau - so viele schlechte Zähne, Blut unterlaufene Augen und verdreckte Staubmäntel hat man bislang garantiert in keinem Trickfilm zu sehen bekommen.

Verantwortlich für den Look and Feel von "Rango" zeichnen übrigens die Spezialeffektexperten von Industrail Lights & Magic, die mit "Rango" ihren gelungenen Einstand im Bereich des reinen Animationsfilms feiern; für die Bildgestaltung hat man keinen Geringeren zu Rate gezogen als den wunderbaren Roger Deakins, der unter anderem auf eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit den Brüdern Joel und Ethan Coen ("O brother, where art thou?", "The big Lebowski", "Hudsucker - Der große Sprung") zurückblicken kann.

Sich im Westerngenre auszukennen, ist zwar nicht unbedingte Voraussetzung, um Spaß an "Rango" zu haben, aber es hilft sicher, sich ein bisschen auszukennen in der Bildsprache des Westerns im Allgemeinen und des Italowesterns im besonderen - wer irgendwann einmal "Spiel mir das Lied vom Tod" gesehen hat, wird nicht nur die Saloon-Szene besonders zu würdigen wissen, sondern in "Rango" auch die eine oder andere weitere Hommage an Leones Abgesang auf den Wilden Westen sowie auf die Filme der "Dollar"-Trilogie entdecken. Die Ehrbezeugungen beschränken sich übrigens nicht auf visuelle Gags und die passenden Sounds von quietschenden Ventilatoren und im Windhauch klingenden Glasflaschen (von Hans Zimmers Western-Score im Morricone-Klang ganz zu schweigen), sondern parallel zur Selbstfindungsgeschichte eines namenlosen Fremden entwickelt sich ein Erzählstrang, in dem es vornehmlich um die Frage nach der Ausbeutung natürlicher Ressourcen geht.

Beides verwebt Verbinski zu einem 103 bzw. 107 Minuten (neben der Kinofassung bietet die Blu-ray Disc den etwas längeren Extended Cut) langem, ebenso anspielungsreichen wie intelligenten Vergnügen, das immense, hervorragend getrickste Schauwerte bietet: Wo sonst erleben Sie mit Gatling Guns um sich ballernde Maulwürfe, die ihre Attacken auf Fledermäusen und zu Wagner-Klängen reiten?

Die Blu-ray Disc

... ist ebenfalls ein echter Glücksfall, zumal sie gewissermaßen "drei zum Preis von einem" bietet - will sagen: Der Film wird nicht nur im Blu-ray-Format angeboten, sondern außerdem auf einer herkömmlichen DVD und als digitale Kopie für PC, Mac und mobile Wiedergabegeräte. Kompliment, liebe Leute bei Paramount, das nenne ich vorbildlich und richtungsweisend; diese Art der Veröffentlichung, die dem Nutzer das größtmögliche Maß an Freiheit in der Nutzung des Inhalts gewährt, wünsche ich mir als Standard.

Zudem hat man sich bei der Ausstattung der Blu-ray Disc mit Zusatzmaterial wahrlich nicht lumpen lassen - allein das knapp 50 Minuten lange "Making of" ist Gold wert und hat nichts mit den phrasendreschenden Werbesendungen gemeinsam, für die der strapazierte Gattungsbegriff leider nur allzu oft herhalten muss. Wer Verbinski und seinen Kollegen bei der Arbeit zusieht, dem vermittelt sich sehr gut, unter welchen Bedingungen die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt zu einem Ergebnis führt, das über den Erwartungen liegt - dem einen oder anderen deutschen Geschäftsführer sollte man einen solchen Beitrag vielleicht mal im Rahmen eines der meist sündhaft teuren, an die Zielgruppe gerichteten Coachings im Golfhotel vorführen; wer wollte, könnte aus dem, was Verbinski zum Themenkomplex "Mitarbeiterführung und Mitarbeiterzufriedenheit" glatt eine Erkenntnis ziehen.

Interessant und umfangreich geraten ist auch der rund 20-minütige Beitrag über die echten Wüstenbewohner, die Vorbild für die Einwohner von "Dirt" waren. Darüber hinaus können über die gesamte Lauflänge des Films die den Szenen zugrundeliegenden Storyboards als "Bild im Bild" eingeblendet werden, zehn zusätzliche Szenen gibt es obendrein zu entdecken, und die Auslobung des ebenfalls vorhandenen Audiokommentars auf der Verpackung hat man offensichtlich glatt verschwitzt - mit anderen Worten: Hier hält der Inhalt tatsächlich noch mehr, als die Hülle verspricht. Dankenswerterweise liegt auch das Bonusmaterial im HD-Format vor, deutsche Untertitel werden auch angeboten. Auch Bild und Ton des Hauptfilms sind vom Feinsten - wer zur Tonwiedergabe auch einen Subwoofer nutzt, darf sich über eine Reihe von Szenen freuen, in denen der Basslautsprecher sich angenehm bemerkbar macht.

R e s ü m e e

Wahrscheinlich weithin unterschätztes Trickfilm-Highlight, dessen Charaktere sich zum netten, stets anständigen Figureninventar vieler vergleichbarer Filme verhält wie die Tex Avery-Cartoons zu den Trickfilmen aus dem Hause Disney. Überraschungen bietet nicht nur die Handlung, sondern auch mancher Dialog: Kleinen Zuschauern ist zu wünschen, dass der erwachsene Begleiter, mit dem sie sich "Rango" gemeinsam ansehen sollten, ihnen erklären kann, was ein Paradigmenwechsel ist. Westernkennern wird das Herz hüpfen angesichts der Genre-Zitate, die in "Rango" so zahlreich sind, dass ich mir den Film garantiert noch ein zweites und ein drittes Mal ansehen muss, um jedes einzelne zuordnen zu können ("Wir sind jetzt keine Revolverhelden mehr, wir sind jetzt Geschäftsleute" - woran erinnert mich das nur? Und an welchen Film erinnern mich die Mariachi-Vögel?).

Unterm Strich: 5 von 5 blauen Bohnen für ein wahres Genre-Highlight auf einer vorbildlichen Blu-ray-Disc - "Rango" finde ich uneingeschränkt empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. November 2014
Ich bin zufällig über den Film gestoßen und da er FSK 6 ist, eignete er sich gut als Geschenk für den Cousin (9 Jahre alt).
Wir haben den Film gemeinsam angeschaut und hatten beide mächtig Spaß.

Zwar gibt es diverse Zusammenhänge die ein kleineres Kind wahrscheinlich nicht zwingend verstehen wird, das tut dem Film allerdings nichts ab. Lustig ist er alle Mal. Auch wird auf "negative Beeinflussung" der Kinder verzichtet.

Die Story ist gut ausgedacht und die Charaktere passen gut in das Szenario.

Für Kinder aber auch für Erwachsene mit Humor ein lohnender Film!
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am 22. Mai 2011
Chamäleon Rango liebt Shakespeare, schreibt Theaterstücke und befindet sich in einer tiefen Identitätskrise. Als durch einen unglücklichen Zufall sein Terrarium in der Wüste landet verschlägt es Rango in die Stadt "Dirt", wo er durch einige kleine, der Wahrheit nicht ganz entsprechende, Geschichten schnell zum Sheriff wird und sich mit einem Haufen Gesetzlosen rumschlagen muss die das wertvollste stehlen wollen, was die Stadt hat: Wasser.

Die Optik:
Mit Rango liefert George Lucas' Effektschmiede Industrial Light & Magic ihren ersten Animationsfilm ab, der voll und ganz mit den Werken von Genrealtmeister Pixar mithalten. Allein auf visueller Ebene überzeugt Rango auf ganzer Ebene: Sämtliche Oberflächentexturen, seien es Schuppen, Stoff oder Fell sind so lebensnahe wie es nur, trotzdem behalten die Tiere ihr einzigartiges skurilles Aussehen, welches jedoch nie zu seltsam auffällt. Auch die Hintergründe sind großartig gelungen und Szenen die mit Menschen spielen überzeugen ebenso mit ihrem realistischen Aussehen. Eine tolle Kameraführung tut ihr Übriges um den -wohltuenderweise in "altmodischem" 2D gehaltenen- Film zu einem der visuellen Ereignisse der letzten Jahre zu machen.

Die Handlung:
Bereits die Einführungssequenz, in der Rango zusammen mit einer Puppe, einem Plastikfisch und einer toten Fliege ein Theaterstück in seinem Terrarium inszeniert wird eins klar: Dieses Tier hat ein Rad ab. Und das im positiven Sinne. Rangos Großmäuligkeit, sein Unverständiss für die Welt, eher zufälligen Heldentaten und die durch ihn ausgelösten Slapstickeinlagen sorgen für großartige Lacher. Dieses Wesen wird im Original großartig von Johnny Depp übergebracht. Leider bleibt uns dessen großartige Synchronisation im Deutschen verwehrt, Depps Synchronstimme bügelt das jedoch grötenteils durch eine tolle Leistung wieder aus. Ansonsten konzentriert sich der Film auf die Jagd nach dem verschwundenen Wasser, die mit reichlich Action umgesetzt wurde, sowie Rangos sich langsam aufbauende Beziehung zur Leguanin Beans. Die Altersfreigabe ab 6 mag fragwürdig sein, da die hecktische Action, die auch einige Opfer fordert Kinder in diesem Alter vielleicht noch überfordern könnte.
Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass die Erzählfunktion im Film von einer Mariachi-Band, bestehend aus vier Eulen, erzählt wird, deren häufig sehr zynischen Kommentare wunderbar in einen musikalischen Kontext mit dem Soundtrack von Hans Zimmer gebracht wurden. Dieser ist ohnehin bemerkenswert und macht mit einer Mischung aus klassischen Stücken, Westernmusik sowie Actionpassagen einen großen Teil der Atmosphäre des Films aus.

Das Bild der BluRay zeigt Film von seiner besten Seite und lässt besonders die Hintergründe wie echte Aufnahmen aussehen. Die Texturen, seien es Fell, Schuppen, Hautporen, Beleuchtung, all die feinen Eigenheiten der Animation kommen in perfekter Detailliertheit zur Geltung. Kurz: Ein absolutes Refernzbild, das an HD-Feeling kaum zu übertreffen ist. (5/5 Punkten)
Der Ton liegt auf Deutsch leider nur in Dolby Digital 5.1 vor, und muss hinter dem DTS-Sound der englischen Fassung etwas zurückbleiben. Feinheiten bleiben hierbei auf etwas auf der Strecke, dennoch reicht der druckvolle Sound aus um den nicht überkritischen Heimkinofan mehr als zu frieden stellen zu können (knappe 5/5 Punkte)
Herzstück der Extras ist zweifellos das rund 50 Minuten andauernde Making-Of, das keine Fragen offen lässt was die Technik der Animation sowie das "Emotion-Capturing" angeht. Außerdem gibt es diverse (nicht getestete) Audiokommentare, eine Digital Copy (wer's haben will, ich brauche es nicht) sowie den Extended Cut und ein Wendecover. (4,5/5)

Fazit:
Rango ist ein technisch und inhaltlich großartig Umgesetzter Western: Skurille Figuren, lustige wie actionreiche Szenen, der Score von Hans Zimmer sowie eine großartige Regie von Gore Verbinski lassen den Film zu etwas vollkommen neuem verschmelzen, das nicht nur Animationsliebhabern gefallen dürfte. Besonders im englischen Original zu empfehlen. Die technische Referenz kommt auch bei dem First-Class-Bild zum tragen. Guter Ton und gute Extras runden das das nahezu perfektte Heimkinoerlebnis ab.
22 Kommentare| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2016
Rango ist ein großartiger Animationsfilm von 2011, der Vieles anders macht und die üblichen Animationsfilm-Konventionen gekonnt ignoriert. Er wurde von Gore Verbinski gedreht, der nach drei Teilen Fluch der Karibik Lust auf etwas Neues und Frisches hatte. Heraus kam ein animierter Western, der vor Kreativität nur so strotzt.

Das Schicksal macht es mit dem Chamäleon Rango nicht wirklich leicht. Es sorgt dafür, dass Rango irgendwo im Nirgendwo in der Wüste landet und völlig auf sich alleingestellt zurechtkommen muss. Er wird in das Städtchen Dirt geführt, wo sämtliche Stereotypen eines Westerns vorhanden sind. Im Laufe der Geschichte wird Rango eher zufällig zum Sheriff und muss das Problem um die Wasserknappheit in der Stadt lösen.

Noch nie stellte ein Animationsfilm seine Darsteller derart detailliert dar. Alle tierischen Akteure sind den realen Wesen täuschend echt nachempfunden. Mit den westerntypischen Utensilien und dezenten, aber wirkungsvollen Alleinstellungsmerkmalen ist es eine wahre Freude jeden neuen Charakter zu entdecken. Der Westernstyle wird gekonnt umgesetzt, wodurch unzählige Erinnerungen an die Helden der Realverfilmungen entstehen. Auch der Soundtrack von Hans Zimmer lässt den Western aus seinem filmischen Dornröschenschlaf erwachen und eine nostalgische Epik entstehen.

Der Humor des Filmes hat meinen Nerv genau getroffen. Jeder Witz sitzt perfekt und zwischen den zotigen Szenen bleibt auch genug Zeit zu verschnaufen. Die grandiose Situationskomik sorgt dafür, dass es ein ums andere Mal zu lauthalsem Gelächter kommt. Hinzu gesellen sich dann doch die wirklich pointierten Dialoge. Es ist sicher ein zweiter Durchgang notwendig, um alle Anspielungen und Gags überhaupt zu registrieren.

Mit seinen teilweise recht derben Figuren, die oft auch recht gruselig daherkommen würde ich den Film eher einem Erwachsenen Publikum empfehlen. Die FSK-Einstufung auf „Ab 6 Jahre“ ist meiner Meinung nach zu niedrig angesetzt.

Alles in Allem ein äußerst gelungener Film um die Selbstfindung eine Chamäleons. Leider blieb ein großer Erfolg an den Kinokassen aus, weshalb es viel Filmfans geben wird, die den Film unbedingt nachholen müssen. In meine Top 3 der Animationsfilme hat sich Rango auf jeden Fall mindestens geschossen. Er sticht aus dem Einheitsbrei der Animationsfilme wirklich heraus und lässt sogar seine aktuelleren Konkurrenten in Sachen Optik und Einfallsreichtum weit hinter sich. Nicht nur für Animationsfilm-Fans ein absoluter Pflichtfilm!
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am 10. Januar 2012
Zunächst einmal eine Warnung. Rango ist kein 08/15 Animationsfilm der dem bewährten Schema-F hinterherhechelt wie alle anderen Trickfile dies heutzutage tun.
Pixar und Dreamworks haben dieses Genre definiert und dabei teilweise sicherlich tolle Ergebnisse geliefert, aber dennoch ist es erfrischend, wenn ein Film denn einmal dieses Schema durchbricht, insbesondere wenn dabei ein so tolles Ergebnis wie bei Rango herauskommt.
Da Rango wegen dieses Missverständnisses viel Kritik hat einstecken müssen, hier zunächst einmal was Rango NICHT ist:
Rango ist kein Film über knuddlige Tierchen mit überdimensional großen Augen, es ist kein Film der sich zuvorderst an Kinder richtet, es ist kein Film der hauptsächlich von Comedy lebt und es ist kein Film, der Gefühlsduseligkeit zum Prinzip erhebt.

Was also ist Rango? Nun, zuvorderst ist es ein klassischer Western mit einem einsamen Fremden der in eine entlegene Stadt kommt die von Problemen geplagt wird. Dass sich die Story dabei langsam entfaltet ist typisch, ist sie doch auch nur Mittel zum Zweck um eine Geschichte über Charaktere zu erzählen. Deren Entwicklung ist es worum es bei einem klassischen Western eigentlich geht, der Rest ist nur der Rahmen, so auch bei Rango.
Darüber hinaus hat Rango natürlich auch komische Elemente, allerdings ist der Ton des Films insgesamt eher düster, wer also eine unbeschwerte Komödie erwartet ist hier fehl am Platze. Der Film ist im Grunde ein Selbstfindungstrip für die Titelfigur und der Zuschauer wird mit hineingezogen, wenn er sich denn darauf einlässt. Wenn man sich mitreißen lässt und unter die Oberfläche schaut, dann stellt man fest, dass das eigentliche Thema des Films nicht das mysteriöse Verschwinden des Wassers in der Westernstadt ist, sondern dass es eigentlich eine Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Thematisch kann ein Film kaum höhere Ambitionen haben, was ihn dann natürlich aber weniger zugänglich macht. Wer sich aber darauf einlässt wird umso mehr belohnt. Schön ist, dass Rango trotz dieses Anspruchs auch auf anderen Ebenen funktioniert. Es ist kein reiner Arthouse Film, sondern hat dann doch genügend Standardelemente um auch dann zu funktionieren, wenn man sich nicht auf die philosophischen Aspekte einlassen möchte oder kann. Man kann die Story an sich genießen, ohne tiefer einsteigen zu müssen. Aber ich wiederhole mich, es ist eben ein klassischer Western, kein klassischer Pixar Film.

Ansonsten muss natürlich noch erwähnt werden, dass Rango dem Cineasten zahlreiche Anspielungen auf Filmklassiker an die Hand gibt. Es gibt kaum eine Szene oder Element, welches nicht an große Vorbilder angelehnt ist. Die Story z.B. erinnert stark an Roman Polanski's Chinatown, der Adler ist angelehnt an Lee Marvin aus Cat Balou, die Schlange an Lee van Cleef aus Spiel mir das Lied vom Tod. Und es gibt noch viele weiter Anspielungen, z.B. an Apokalypse Now, Für eine Handvoll Dollar, High Noon, Fear and Loathing in Las Vegas, The Time Machine, etc.

Soviel zum Inhalt. Die Animation selbst ist technisch wohl das Beste was es bislang zu sehen gab. Noch nie habe ich in einem Trickfilm so schöne und detaillierte Landschafen gesehen. Das einzige was dem ästhetisch nahe kommt ist die erste halbe Stunde von Wall-E. Generell ist die Regie äußerst gut gelungen. Die verschiedenen Einstellungen passen stets perfekt ins Gesamtbild, wobei auch hier darauf hingewiesen werden muss, dass es wie bei einem Western typisch wenig schnelle Schnitte oder verwackelte Kameraeinstellungen gibt, sondern hauptsächlich langsame, ruhige Einstellungen. Man benötigt eben eine Aufmerksamkeitsspanne für diesen Film. ADHS geplagte Menschen werden darum wohl weniger Freude daran haben.

Wer sich von dieser Rezession nun nicht hat abschrecken lassen, der wird in jedem Fall mit einem hervorragenden Film belohnt. Wer nun erst recht skeptisch ist sollte dem Film dennoch eine Chance geben (vielleicht einmal aus der Videothek ausleihen), dabei aber nicht Finding Nemo oder Shrek erwarten, sondern einen Film der etwas dunkler aber auch tiefgründiger ist.
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