Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen Unlimited BundesligaLive longSSs17



am 18. Oktober 2017
Die Buchreihe spielt in Chicago in der Zukunft, in der es außerhalb der Stadt kein Leben mehr gibt und die Bevölkerung in der Stadt in sogenannte Fraktionen eingeteilt ist. Dabei hat jede Fraktion eine grundlegende Eigenschaft, die sie präsentiert (zb die Ferox: Mut). Jeder 16 Jähriger und Jährige der Stadt muss sich einer Fraktion anschließen und dafür einen Test machen, dessen Ergebnis einem die Fraktion seiner Bestimmung zeigen soll. Bei jedem funktioniert dieser Test, außer bei Beatrice, der mehrere Fraktionen als Ergebnis gezeigt werden. Sie ist eine Unbestimmte, aber diese werden systematisch gejagt und umgebracht. So muss sie sich einer Fraktion anschließen und gleichzeitig ihr Testergebnis geheim halten.
Von dem ersten Buch der Reihe war ich begeistert. Das Buch war total spannend und interessant geschrieben, ich konnte es gar nicht mehr weglegen. Gleichzeitig mochte ich die Hauptcharaktere und die Entwicklung von den Charakteren und ihrer Beziehung sehr. Das Ende des Buches war zudem unglaublich spannend und unvorhersehbar.
Leider hat sich diese Einstellung ab dem zweitem Buch geändert. Die Ereignisse aus den beiden Büchern fand ich sogar noch logisch und interessant. Die Bücher waren auch spannend geschrieben. Aber ich mochte die Hauptcharaktere überhaupt nicht mehr, vor allem Tris. Im zweiten Buch ist sie mir viel zu depressiv und kapselt sich komplett ab und dritten Buch haben Tris und Four scheinbar nur noch gegeneinander gearbeitet. Das hat mir gar nicht gefallen. Außerdem mochte ich das Ende des dritten Buches gar nicht (SPOILER kein happy end, jedenfalls für die Hauptperson!!!). Ich hatte nach dem ersten Buch sehr viel erwartet und wurde leider sehr enttäuscht.
Deshalb kann ich die Buchreihe nur bedingt empfehlen, weil sie kontinuierlich schlechter wird. Es gibt viele bessere Buchreihen!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Mai 2015
Immer noch aus Tris‘ Sicht bekommen wir die Ereignisse dargestellt, was natürlich auch bedeutet, dass wir viele Informationen erst bekommen können, wenn sie auch Tris zugänglich werden. Dabei stellt sich nach und nach heraus, dass es zum Einen wesentlich Divergenten gibt, als zunächst ange-nommen und das zum Anderen viel mehr Leute ihre Faktionen gewechselt haben, als dies dien meisten Bewohnern dieses Systems bisher klar gewesen ist – und dabei sind die Faktionslosen noch nicht einmal eingerechnet. Und obwohl ja eigentlich das Prinzip „Faktion vor Blut“ gelten soll, sind die Loyalitäten der meisten Menschen in diesem System nicht wirklich eindeutig festzustellen – oder ihnen auch nicht unbedingt klar. Was die Bündnisse alle ein wenig instabil macht. Sicher ist eigentlich nur, dass die Anführerin der Ken alle Faktionen so gut wie möglich kontrollieren möchte – und dafür ist ihr wirklich jedes Mittel recht. Sogar das Verheimlichen der Hintergründe dieser sehr stark strukturierten Gesellschaft und ihrer verschiedenen Test-und Reglungssystem.

Wie so häufig bei zweiten Teilen einer Trilogie gibt es auch in diesem Band wesentlich mehr persönliche Hintergründe zu den beteiligten Charakteren und die Handlung spitzt sich weiter zu. Man kann nicht sagen, dass es wirklich weniger „Action“ gibt als im ersten Band, nur liegt hier das erzählerische Schwergewicht mehr auf Zusammenhängen und Motivationen. Auf jeden Fall hat mich dieser zweite Band nicht enttäuscht und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2015
Die inhaltliche Darstellung stelle ich vor dem Hintergrund der vielen bereits existierenden Rezensionen zu diesem Titel mal zurück und komme sofort zru Beurteilung:

Zunächst erscheint die Gesellschaft, die hier beschrieben wird ein wenig zu simplizistisch und psycho- bzw. soziologisch unplausibel. Dieser Eindruck verschwindet aber zunehmend, wenn Tris und damit auch dem Lesenden die deutlich höhere Komplexität dieser Gesellschaft immer klarer wird – und auch die Risse darin, die zunächst nicht so offensichtlich sind.

Mit Beatrice haben wir hier wieder eine junge, intelligente – aber etwas unterinformierte – junge Frau, die im Laufe der Geschichte ihre Welt und deren Fehler erst einmal richtig kennen lernen muss. Aber anderes als in den „Tributen von Panem“ und einigen anderen Vertretern der in den letzten Jahren so verbreiteten Jugenddystopie-Trilogien ist die Reflektionsfigur nicht nur emotional wesentlich reifer, sondern auch sehr lernfähig, was sie deutlich effektiver und sympathischer macht als etwa die egozentrische und wirklich mental sehr unflexible Simplizistin der Hungerspiele. Beatrice ist eine erfreulich komplexe Person, die aus ihren Fehlern in allen Bereichen lernt und daran reift und sich auch von neuen amourösen Erfahrungen nur kurzfristig aus der Bahn werfen lässt und deswegen nicht fortlaufend sich selbst und ihre Umgebung in Gefahr bringt. Zumindest der erste Band dieser Jugenddystopietrilogie ist damit überaus erfreulich und zufriedenstellend und macht richtig Lust auf die Fortsetzung.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2016
Diese Serie ist extrem spannend und zieht einen in ihren Bann - es fiel mir gelegentlich schwer, wieder aufzutauchen.

Natürlich freut man sich über ein Happy End, aber manchmal würde es verlogen wirken. Ich war aber trotzdem froh, dass ich dank der Rezensionen darauf vorbereitet war, dass es kein "happily ever after" geben würde.

Interessant war es für mich, die Geschichte teilweise auch aus Tobias' Sicht zu lesen (Band 3 bzw 4 (Four), der Ereignisse aus Band 1 betrifft), weil das der Geschichte nochmal einen anderen Dreh gibt. Gerade mit Blick auf den Schluss ein geschickter Trick.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juli 2016
grundsätzlich is ok, vor allem mal ein ende das nicht dem klassischen happy end entspricht sonderen eher dem "realistic happy end". aber ich finde es fehlt das grundverständniß für hmmm wie soll ich sagen, sagen wir genetik?! weil wenn man sich die handlung und den grundgedanken anschaut, dan passt das gar nicht zusammen. genteische vielfalt wird ja durch vermischung unterschiedlicher partner erreicht, und genau das ist wohl das ziel dieses "Experimetns", jedoch wird gerade die divergenz verachtet - ergibt nicht viel sinn was die authorin da erfunden hat....
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2013
"People, I have discovered, are layers and layers of secrets. You believe you know them, that you understand them, but their motives are always hidden from you, buried in their own hearts. You will never know them, but sometimes you decide to trust them." (Kindle Pos. 4781-4783, S. 510)

Inhalt:

Die Dauntless-Fraktion ist gespalten. Einige stehen noch unter dem Einfluß der Erudite, während die anderen auf der Flucht sind - so auch Tris und Four, die bei den Amity Unterschlupf finden. Diese wollen sich in den Konflikt jedoch nicht einmischen und so müssen Tris und Four schauen, wem sie noch Vertrauen können und selbst die beiden haben unterschiedliche Motive. Wird ihre Liebe das überstehen?

Die Buch-Abrechnung:

+/- Rasantes Tempo: Im zweiten Band eilt Veronica Roth von einem Schauplatz zum nächsten, springt von einem Handlungspunkt zum nächsten. Das ist trägt zwar zum einen dazu bei, dass das Tempo fast durchgehend hoch ist (unterbrochen von Tris Selbstzweifeln...), aber andererseits fühlte ich mich beim Lesen etwas gehetzt.

+/- Das Ende: Einerseits ist das Ende insofern gut, dass es einige Fragen aufwirft und man deshalb garantiert wissen will wie es weitergeht. Dennoch muß ich sagen, dass mir die Richtung in die sich das Buch am Ende entwickelt hat, nicht so ganz gefallen hat. Aber mal schauen was die Autorin daraus im Abschlußband macht.

+/- Die Liebesgeschichte: Es ist zwar schön, dass es auch hier wieder keine Dreiecksbeziehung gibt. Dennoch stagniert die Beziehung zwischen Tris und Four. Wenn der Rest passt, ist es durchaus mal in Ordnung, dass die Beziehungsgeschichte in den Hintergrund rückt. Aber das macht sie hier gar nicht. Irgendwie war die Beziehung zwischen Tris und Four mit diesem Band für mich teilweise uninteressant geworden, was vermutlich mit Tris unmöglichem Verhalten (dazu später mehr) zusammenhängt. Wer also auf liebevolle, schöne Momente zwischen den beiden hofft, sollte seine Hoffnungen zurückschrauben...

- Der Einstieg ins Buch: Es geht zwar nahtlos mit dem zweiten Band weiter, jedoch lag es bei mir schon eine gute Weile zurück, dass ich den ersten Band gelesen habe (Oktober 2011) und die Autorin Veronica Roth macht es einem nicht leicht in die Welt zurückzukehren. Das System der Fraktionen war ja so weit noch durchschaubar. Aber es kamen so viele Charaktere - ohne Rückblenden oder Hinweise - vor, dass ich erstmal frustriert war. Wikipedia sei Dank, dass ich dann doch noch den Einstieg geschafft habe (dort gibt es eine komplette Zusammenfassung des ersten Band). Hier hätte sich die Autorin doch etwas mehr Mühe geben können.

- Tris: Ja, Tris war mir im ersten Band wirklich noch sympathisch! Das hat sich mit dem 2. Band komplett erledigt. Was für eine rücksichtslose Heulboje. In ihrer Verzweiflung tritt sie um sich, begeht eine doofe Tat nach der anderen, verhält sich unlogisch und absolut unsympathisch. Four konnte einem teilweise schon leid tun, auch wenn er sich selbst ebenfalls nicht immer fehlerfrei verhält (dennoch besser als Tris). Und ja, ich weiß, dass Tris schwere Schicksalsschläge im ersten Band wegzustecken hatte. Dennoch kann ich dieses Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

- Unlogisch: Wie schon oben beschrieben verhält sich Tris desöfteren unlogisch. So gibt es einige Begebenheiten in dem zweiten Band, die mich einfach nur den Kopf schütteln ließen. Damit meine ich nicht nur Tris Handlungen - auch andere Umstände fand ich teilweise unlogisch. Aus spoilertechnischen Gründen kann ich darauf jedoch nicht näher eingehen.

FAZIT: Diese Buchreihe kann ich mir als Verfilmung deutlich besser vorstellen. Beim Lesen ging mir v.a. die Protagonistin gehörig auf den Keks. Ansich war das Buch schon einigermassen unterhaltsam - aber es gab einige Faktoren, die Insurgent ausgebremst haben. Lediglich das Ende ließ mich zum Folgeband greifen.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2014
Mit Divergent beliefert und Veronica Roth mit einer weiteren Dystopie - aber was für einer! Ein absolut faszinierendes Konzept, das süchtig nach mehr macht.
Das Grundschema ist dem aus The Hunger Games nicht ganz unähnlich: Irgendwann mal lief alles auf der Erde schief und es hat sich ein neuer Staat gebildet, der strenger reguliert und damit - vorgeblich - sicherer ist. Der Staat ist ebenfalls in verschiedene Sektoren eingeteilt, die hier Factions genannt werden. Jede Faktion hat ihre eigene Aufgabe und trägt somit zum Wohl des ganzen bei. Vor allem aber haben sie alle ihre eigene Philosophie, die bis zum Äußersten ausgelebt wird. Die Factions haben sich danach gebildet, was ihre Bewohner für die optimale Art halten, um ein friedliches und sicheres Leben zu führen. Dabei ist die Zugehörigkeit zu einer Faktion nicht angeboren: Mit sechzehn können sich die Jugendlichen entscheiden, in welcher Faktion sie von nun an leben möchten. Dafür wird ein Test gemacht, der Auskunft darüber gibt, mit wessen Idealen die Jugendlichen am besten identifizieren können.
Bei ihrem eigenen Test stößt Tris auf ein Problem. Denn ihr Test ist nicht aufschlussreich - statt das Ergebnis für eine Faktion zu bekommen, kann Tris zwischen drei verschiedenen wählen. Und das ist äußerst untypisch - und gefährlich. Divergent sind ungern gesehen, denn sie lassen sich in keine Schublade stecken und sind unberechbar.
Um der Eintönigkeit ihrer alten Faktion zu entgehen, entscheidet Tris sich schließlich für Dauntless: eine Faktion in der lebensgefährdendes Verhalten großgeschrieben wird. Die Dauntless werden im Kampf ausgebildet und darin geschult ihre eigenen Ängste zu überwinden. Um endgültig ein Teil der neuen Faktion zu werden, muss Tris zunächst aber die Initiierung überstehen - und die ist alles andere als ein Spaziergang. Tris, klein und zart gebaut, muss hart kämpfen, um gegen ihre Mitstreiter anzukommen. Und dabei darf sie nie vergessen, das Geheimnis ihrer Andersartigkeit zu wahren.

Das Konzept der Faction ist deshalb so faszinierend, weil es absolut nachvollziehbar ist. Die Menschen in Divergent wollen die Gefahr der Unberechenbarkeit ausmerzen und haben daher eine Welt erschaffen, in der alles nach einem Schubladensystem funktioniert. Die jeweiligen Anhänger der fünf Factions sind den Idealen ihrer Faktion treu und damit berechenbar.
Tris mit ihrer Andersartigkeit ist hier nicht nur ein Problem für die Gesellschaft - im größeren Sinne ist sie der Inbegriff des Teenagers, der noch nicht weiß, wohin er gehört, wohin er passt. Sie sucht einen Platz für sich selbst und merkt immer wieder dass sie nicht ganz ins Muster passt. Erst nach und nach lernt sie gerade das zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Tris ist ein sehr starker Charakter. Sie ist zu Beginn recht unsicher. Vor allem da sie selbst sehr schmächtig und unscheinbar ist. Ihre Entscheidung für Dautnless beweist Mut und den Wunsch nach Veränderung und Selbstbestimmung. In Dauntless lernt sie sich und ihren Körper zu vertrauen und letztlich sich so zu akzeptieren, wie ist ist. Je mehr Druck auf sie ausgeübt wird, desto stärker zeigt sich ihre Entschlossenheit und ihre Kämpfernatur.

Geschrieben wird aus Tris Sicht in Ich-Perspektive. Die Handlung ist durchweg spannend und lässt nie Langeweile aufkommen. Die Balance zwischen Charakter- und Plotentwicklung ist perfekt und sorgt für grenzenloses Lesevergnügen.
Ich warte ungeduldig auf den dritten Teil.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. April 2014
„Divergent“ ist der erste Band einer Dystopie – Trilogie, in deren Mittelpunkt die Jugendliche Beatrice / Tris steht. An ihrem 16. Geburtstag muss sie sich entscheiden, welche Werte ihr Leben in Zukunft bestimmen sollen. Dafür absolviert sie einen Test, der festlegen soll, mit welcher der fünf Fraktionen, in die die Gesellschaft unterteilt ist, sie am ehesten konform geht: Dauntless, Abnegation, Candor, Erudite oder Amity. Doch Tris‘ Testergebnis ist nicht eindeutig; es stellt sich heraus, dass sie „divergent“ ist. Sie wird davor gewarnt, dieses Resultat jemals jemandem mitzuteilen und entscheidet sich für einen Fraktionswechsel. Sie wird eine Initiantin der Dauntless und verlässt ihre Abnegation – Familie. In ihrer neuen Fraktion muss Tris nun drei Phasen der Initiation durchlaufen, an deren Ende sie entweder zu einem vollwertigen Mitglied wird oder fraktionslos ist. Während sie mit der Überwindung ihrer Ängste kämpft, findet sie heraus, dass hinter der Tatsache, dass sie „divergent“ ist, mehr steckt, als sie dachte. Ein gefährliches Geheimnis umringt diese Eigenschaft, das scheinbar mit den politischen Beziehungen zwischen den Fraktionen zusammenhängt. Tris versucht das Rätsel zu lösen und deckt dabei eine haarsträubende Intrige auf.

Was mir als Erstes in „Divergent“ auffiel, war, dass die Geschichte dieser Trilogie wohl von Anfang an auf mehrere Bände ausgelegt war. Veronica Roth lässt sich dementsprechend im ersten Band viel Zeit, bevor die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. In einem angenehm ruhigen Erzählstil vermittelt sie ihren LeserInnen erst einmal einen Eindruck von Tris‘ Charakter und den Umständen in den Fraktionen, wobei die Dauntless natürlich im Fokus stehen. Mir gefiel das sehr gut, obwohl es ein wenig Geduld und Vertrauen erfordert, für die ich meiner Meinung nach aber belohnt wurde, denn in der zweiten Hälfte des Buches steigt der Spannungsbogen rasant an.
Die Idee der Fraktionen an sich fand ich sehr interessant; ich habe jedoch eine Weile gebraucht, um eine Theorie zu entwickeln, die den Gedanken hinter diesem System möglicherweise erklären kann. Ich glaube, Veronica Roth wollte durch die Fraktionen verdeutlichen, wie sehr Menschen dazu neigen, zu kategorisieren und wie unsinnig diese Tendenz im Grunde ist, da Menschen oft viel facettenreicher und vielschichtiger sind, als dass ein System wie das des „Divergent“ – Universums es erfassen könnte. Dafür spricht unter anderem auch Tris‘ Entwicklung, denn sie erkennt im Laufe ihrer Erfahrungen bei den Dauntless, dass Mut, Intelligenz, Ehrlichkeit, Freundschaft und Selbstlosigkeit viel dichter bei einander liegen, als es ihr beigebracht wurde und dass keiner dieser Werte einen anderen ausschließt. Ihr eigener Status als „divergent“ ist in diesem Sinne eine Kritik am gesamten herrschenden Gesellschaftssystem in der Trilogie, denn sie führt den Anspruch der Kategorisierung ad absurdum. So sehr mir die Idee der Fraktionen gefällt, kritisieren muss ich trotzdem die Erklärung, warum diese sich überhaupt gebildet haben. Laut dieser ging es den Fraktionen darum, die eine Eigenschaft zu bekämpfen, die sie jeweils als Geißel der Menschheit ansehen. Bei Dauntless ist das beispielsweise Feigheit, bei Abnegation Egoismus. Das ist in meinen Augen unlogisch. Eine zwangsmäßige Arbeitsaufteilung, aus der sich fraktionstypische Werte entwickelt hätten, wäre wesentlich überzeugender. Insgesamt bin ich noch nicht zufrieden mit den Hintergründen von Roth‘ Dystopie. Bisher fehlt jegliche Erläuterung, wie es zu den aktuellen Umständen kam; ich bin jedoch zuversichtlich, dass diese noch folgt.
Bei „Divergent“ handelt es sich im Untergenre um einen Vertreter der Young Adult Literatur, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Charaktere leicht stereotype Eigenschaften und Verhaltensweisen aufweisen. Ich finde jedoch, dass Roth sich erfolgreich bemüht hat, diese nicht zu klischeehaft werden zu lassen, indem sie sie mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Unvermeidlich war sicher auch die Liebesgeschichte zwischen Tris‘ und Four; ich muss hier aber gestehen, dass ich diese Form jugendlicher Romantik wirklich mag, weil sie so unschuldig und rein ist.

„Divergent“ ist meines Erachtens nach ein starker Start in eine spannende Dystopie – Trilogie, die neben bereits bekannten Elementen einige neue Ideen aufweist. Ich hoffe darauf, dass im Laufe der nächsten beiden Bände offene Fragen geklärt werden; vor allem, was es mit der Eigenschaft „divergent“ wirklich auf sich hat, denn bis jetzt erscheint mir Roth‘ Auslegung unvollständig.
Ich denke, „Divergent“ ist eine Lektüre für LeserInnen, die sowohl Dystopien als auch Young Adult Literatur mögen und ein wenig Geduld aufbringen können, da nicht alle losen Fäden sofort zusammen geführt werden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2014
Veronica Roth's dystopian world reminds to a certain extent of the world of the hunger games. A teenage girl, full of compassion and care for her family and friends starts to fight the harsh system of the ruling class.

This is not Pullitzer Prize material, but it is a nicely told story, action packed, a real page turner. The characters are drawn with some love to the detail and they ring true. The dystopian world is not overly complex and lacks some granularity, but the author probably paid more attention to the storyline and had less ambition to create a fictitious world with all its minute details.

In the story, Beatrice has, like any other 16 year old, to leave her family and decide for one of the factions, where she will spend the rest of her life. People are divided into several factions, Abnegation (selfless), Dauntless (brave), Erudite (intelligent) etc. Very soon Beatrice finds out that she has to make a choice, to betray everything she believed in or to fight the system. In the resulting dramatic conflict we see a lot of action and turmoil, but also compassion and caring and a little bit of teenage love.

Decent story telling with a special appeal for the young adult.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2012
Es ist jetzt gerademal drei Tage her, seit es Tris und Tobias gelungen ist, die Simulation, unter der sich alle Dauntless befanden, zu stoppen. Mit den Folgen dieses Eingriffes hat vorallem Tris nun schwer zu kämpfen, denn sie hat einen ihre Freunde erschossen und musste zusehen, wie ihr Vater und ihre Mutter getötet wurden. Um den Schmerz nicht weiter ertragen zu müssen, baut Tris eine Mauer um sich herum auf, hinter die sie nichtmal Tobias blicken lässt - gerade jetzt, wo es so wichtig wäre, einander nahe zu sein, sich beizustehen und zu helfen, denn es herrscht Krieg zwischen den einzelnen Fraktionen. Und jeder muss sich nun entscheiden, auf welcher Seite er steht! Doch was, wenn die Grenzen zwischen den einzelnen Fraktionen verschwimmen? Was, wenn du eine Unbestimmt bist und dich mehreren Fraktionen zugehörig fühlst? Genau diese Eigenschaft wird Tris bald zum Verhängnis werden, denn Janine, die Anführerin der Erudite, führt Versuche an Unbestimmten durch, um ein Simulationsgift zu entwickeln, dem sich nichtmal diese entziehen können. Der Krieg zwischen den Fraktionen droht, sich zu zuspitzen und du kannst keinem trauen, denn du weißt nicht, welcher Fraktion deine Liebsten sich wirklich angehörig fühlen!

Auch wenn ich von "Divergent" schon nicht so übermäßig begeistert war, wie viele andere Rezensenten, konnte mich der Roman dennoch überzeugen und nachdem der Ausgang des Buches eine ungewisse Zukunft prophezeite, war ich unglaublich gespannt, wie es mit Tris und Tobias weitergehen würde. Leider konnte der zweite Teil der Trilogie dem ersten nicht das Wasser reichen. Ehrlich gesagt war ich sogar ziemlich enttäuscht, nachdem ich das Buch zugeschlagen habe. Doch beginnen wir von vorne:

"Insurgent" schließt nahtlos an das Ende des ersten Teils an, was ich schonmal überaus positiv fand, denn so gab es weder nervige Rückblenden, noch fühlte man sich, als habe man einen Teil der Geschichte verpasst. Nachdem die kleine Truppe bestehend aus Tris, ihrem Bruder und einer Freundin, Tobis, dessen Vater, und Peter bei den Abnegation nicht mehr sicher ist und ohnehin der Großteil der Mitglieder getötet wurde, fliehen sie zu den Amite, den Friedvollen, die als einzige nicht in den Krieg involviert sind und Flüchtlingen zumindest vorübergehend Zuflucht gewähren. Doch auch dort sind sie nicht sicher vor den Kriegern der Erudite und den sogenannten "traitors", bei denen es sich um einstige Dauntless handelt, sie den Erudite helfen. So fliehen Tris und Tobias und gelangen schließlich zu den Fraktionslosen, unter denen Tobias eine alte Bekannte trifft...

Der Anfang der Story hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich habe sofort wieder in die Handlung hineingefunden und auch die Charaktere haben sich im Vergleich zum ersten Teil nicht groß verändert. Die Handlung war spannend, actionreich und wirklich rasant! Die Dialoge zwischen Tris und Tobias waren mal emotional und zärtlich, mal aber auch geistreich, nachdenklich und alles in allem sehr gut durchdacht. Die Zeit, die die beiden bei den Amite verbracht haben, fand ich spannend, da dies die einzige Fraktion ist, die man im ersten Teil nicht so wirklich kennenlernen durfte und glaubt mir, auch wenn sie sich "Die Friedvollen" nennen, haben auch sie es ganz schön in sich! Auch die Flucht und die Begegnung mit den Fraktionslosen war spannend beschrieben und weckte meine Neugier. Ich dachte also, es hier mit einem klasse Buch, dass seinen Vorgänger eventuell sogar noch toppen kann, zu tun zu haben.

Doch nachdem Tris und Four die Fraktionslosen wieder verlassen (keine Angst ich verrate noch nicht zu viel, das passiert alles recht zeitnah) geht die Geschichte in meinen Augen den Bach herunter. Am meisten störte mich nun Tris mit ihrer selbstzerstörerischen Art. Sie hat in Tobias einen so wundervollen, mutigen, zärtlichen, liebevollen und verständnisvollen Freund gefunden und verhält sich ihm gegenüber doch ziemlich mies, weil sie in Selbstmitleid versinkt und ihr Leben ihr keinen Pfennig mehr wert zu sein scheint. Obwohl Tobias ihr immer wieder sagt, dass er ohne sie nicht leben könnte, setzt sie ihr Leben mehrmals leichtfertig aufs Spiel. Generell entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen den beiden etwas zurück und rückt in den Hintergrund. Wenn sie sich dann mal wieder begegnen sind sie eigentlich nur am Streiten...
Auch die Handlung, die sich ab jetzt sowieso größtenteils um Tris depressive Gedanken dreht, nimmt an Spannung ab und verblasst. Ich habe so vor mich hingelesen, aber wirklich passiert ist nicht viel, was mich überrascht oder meine Aufmerksamkeit gefesselt hätte.

Zwischendrin bricht die Autorin dann mal wieder aus diesem Tief, welches das Buch im Mittelteil in meinen Augen hat, aus, und die Handlung nimmt an Spannung und vorallem an Atmosphäre zu. Tris gerät nämlich in höchste Gefahr und eigentlich scheint ihr Tot vorprogrammiert zu sein. Doch - wer hätte es gedacht - sie erhält Hilfe aus unverhoffter Richtung, während sie etwas Schlimmes über jemanden herausfinden muss, dem sie jahrelang vertraut hat. Ab diesem Moment hatte die Autorin mich wieder! Ich war wieder in der Geschichte drin und hoffte aus ein dramatisches, spannungsgeladenes Ende!

Habe ich aber leider nicht bekommen! Zum Ende hin verlor sich die Autorin wieder in Tris trüben Gedanken und die Handlung wurde irgendwie immer verworrener. Spannung wurde in meinen Augen nicht wirklich aufgebaut, sodass ich dem Showdown dann auch gar nicht so sehr entgegenfieberte. Es war dann auch wirklich nicht sehr spektakulär, in meinen Augen. Ganz und gar nicht so wie in Teil eins, in dem der Schluss zwar nicht sehr lang, aber dennoch packend war. Allerdings muss ich hier noch erwähnen, dass alle Beteiligten zum Schluss einen Fund machen, der ihre Welt von Grund auf auf den Kopf stellen wird. Ich selbst bin noch nicht so ganz dahinter gestiegen, was dieser Fund letztendlich bedeuten wird, aber für das Leben der einzelnen Fraktionen stellt es eine ziemlich dramatische Kehrtwende dar und ich glaube fast zu wissen, dass wir im dritten Teil dann herausfinden werden, was "hinter dem Zaun" ist, was sich in der "Außenwelt" abspielt. Die letzten beiden Seiten habe das ganze also noch gerettet, sodass ich auf jeden Fall weiterlesen muss. So einen verwirrenden und Fragen aufwerfenden Schluss habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Schlussendlich ist "Insurgent" also ein mittelmäßiger zweiter Teil, der mir ein bisschen wie eine Überbrückung zum finalen Teil erschien. Nach dem genialen Einstieg verlor die Geschichte an Handlung und Spannung, konnte sich kurz darauf wieder ein wenig fangen, flaute allerdings dann, wenn es am wichtigsten ist, nämlich im Showdown, wieder maßgeblich ab. Aufgrund des unglaublichen Cliffhangers am Schluss muss ich den dritten Teil aber dennoch lesen, da werde ich wohl nicht drumherum kommen ;)!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken