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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
170
4,6 von 5 Sternen
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am 8. Juli 2017
Eine sehr gute Platte.Ich finde es gut das die cd mit dabei ist . Bruce Springsteen knn man immer hören . Schnelle Lieferung, alles top .
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am 28. Dezember 2012
Ich hatte das Album ohne eine Rezension zu lesen bestellt, ist ja der Boss wird schon gut sein.
Mir gefallen ja eigentlich alle Alben von ihm, auch wenn ich einige eher unspannend finde, da sie wenig neues bieten.
Als ich Wrecking Ball in den Spieler legte war ich aber spontan überrascht und begeistert.
Mal ganz andere Töne von Bruce, mal nicht nur entweder Akustikgitarre und Mundharmonika oder E-Street Geschrammel, nicht jedes Lied mit ähnlichem Sound und Instrumentierung. Es tut sich was auf dem Album, es ist abwechslungsreich, es macht Spaß, es wird von mir wieder und wieder abgespielt.
Hut ab. So viel Innovation würde ich mir von manchem Künstler dieser Generation noch mal wünschen.
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am 15. März 2013
EIn wirklich Klasse Album das der Boss da gemacht hat! Dem Oversize Sftpack liegt noch zusätzlich ein Booklet bei in dem die Songtexte stehen...
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am 21. Juli 2016
Unglaublich eigentlich, das Bruce Springsteen 39 Jahre nach seinem Debütalbum mit diesem 17.Werk noch so eine hohe Qualitätsarbeit abliefert. Er gehört Zeit meines Lebens immer zu meinem Top-Favoriten, trotzdem war ich mehr als positiv überrascht das er wieder so ein Meisterwerk herausgezaubert hat. Mit den Chartplatzierungen bin ich dieses mal gleich durch. Weltweit Platz 1. In diesem Werk hat Bruce Springsteen die 2008 verursachte Banken und Finanzkrise zum Thema gewählt, denn laut seiner Auffassung wurde für diesen gewaltigen Crash niemand zur Verantwortung gezogen. Und deswegen erlebt man bei allen 11 Songs einen aufgebrachten und sehr zornigen Bruce Springsteen. Der Opener der auch als Single ausgekoppelt wurde fetzt schon mal gewaltig los. We Take Care of Our Own. Weiter geht's mit Easy Money und dem sehr folkig angehauchten Shackled and Drawn-übrigens gelingt Bruce Springsteen wieder genial ,verschiedene Musikrichtungen einfließen zu lassen. Folk, Blues, fetziger Rock und gewaltige Singer-Songwriter Balladen. Speziell bei dem genialen 4.Song Jack of all Trades geht er sehr hart mit dem Finanzcrash zu Gericht. Der nächste ist einer meiner Lieblingssongs. Death to my Hometown. Was für eine fetzig-folkige Nummer, hier hat er sich selber übertroffen. Dann geht es mit einer tieftraurigen aber trotzdem wunderschönen Ballade mit dem Titel This Depression weiter bevor uns der Titeltrack beglückt. Song Nummer 8 lautet You"ve Got It und Song Nummer 9 trägt den Titel Rocky Ground. Eine wunderbare Ballade im Stile seiner 3 Folkalben (Nebraska, The Ghost of Tom Joad und Devils & Dust) ist Land of Hope and Dreams. Abgeschlossen wird dieses Meisterwerk mit dem 11.Track: We Are Alive. Ein Album für die Ewigkeit und für mich eines seiner besten Alben.
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am 2. März 2012
Nachdem ich im Winter Karten für eines der Deutschlandkonzerte der legendären E-Street-Band mit dem wohl charismatischsten Frontmann aller Zeiten, Bruce Springsteen, ergattert hatte, war ich zunächst skeptisch gegenüber einer neuen Platte, nachdem ich aber erste Ausschnitte gehört hatte, änderte sich dies in kindliche Vorfreude...
Und diese Vorfreude hat sich nach dem ersten Durchhören heute direkt bestätigt!
Alles was auf der eher blassen "Working On A Dream" fehlte, ist hier wieder da - Kreativität, Spielfreude, Abwechslung, Ohrwürmer!
Die erste Single und zugleich der Opener "We Take Care Of Our Own" ist sicherlich nicht der beste Song, den Bruce je geschrieben hat, doch nach mehrmaligem Hören gehört er jetzt schon zu meinen Favoriten.
Dass viel mit Drumcomputern und Loops gearbeitet wurde ist weniger negativ, als viel mehr positiv zu bewerten - dadurch erhält die Platte ihren ganz eigenen Touch... Der zweite Track "Easy Money" erinnert ein wenig an die "Seeger Sessions", als Bruce mit einer riesigen Folkband alte Folkklassiker interpretierte - stimmungsvoll und irgendwie ur-amerikanisch. Klasse!
"Shackled and Drawn" der nur so daherSTAMPFT macht dann richtig, richtig Laune! Auch hier wieder klasse Folkbegleitung, die Energie der E-Street-Band springt sofort über! Wahnsinn! Einfach aber großartig!
Das darauf folgende "Jack Of All Trades" nimmt dann die Fahrt ein wenig raus und entwickelt sich zu einer typischen Springsteen Ballade, ein wenig erinnert sie an "Streets Of Philadelphia" - nicht so mein Fall.
"Death To My Hometown" ist dann nach fast schon irisch anmutender Einleitung wieder ein (rein musikalisch betrachtet) heiteres Thema und lädt zum Mitnicken und -wippen ein! Vielleicht kommt hier auch Bruce' Vorliebe für die Bostoner Band "Dropkick Murphys" zum Tragen - wer weiß. Stimmungsvoll ist es allemal.
Der nachfolgende "This Depression" ist dann wiederum erneut ruhiger angelegt... Gefällt mir persönlich jedoch besser als "Jack Of All Trades"...
Bis hierher lässt sich auch festhalten, dass Bruce von den Versprechungen von Hoffnung und Träumen des Vorgängers abgerückt ist und wieder mehr auf die Probleme des kleinen Mannes eingeht, auf das, was den amerikanischen Bürger alltäglich bewegt! Diese Geschichten, diese Poesie geht ans Herz und so schnell auch nicht mehr aus dem Kopf! Textlich ist Bruce definitiv in Topform!

Der Titeltrack "Wrecking Ball" macht dann unglaublichen Spaß... Ein interessanter Rhythmuswechsel, schneller, rockiger Folk, fast schon punkig gegen Ende... Mitunter mein Favorit auf der Platte!
Was folgt ist "You've Got It", was am Anfang lediglich aus Akustikgitarre und Springsteens Gesang besteht und stark an die "Nebraska"-Zeiten erinnert, vom Sound her ein wenig "Johnny 99"... danach steigt aber der Rest der Truppe ein - ein klassischer Rocksong, nicht besonders herausstechend, aber durchaus zum Autofahren geeignet.!
"Rocky Ground" klingt sehr experimentell, ein elektronischer, ruhiger Beat, sphärischer Klänge und generell ein wenig "Biko"(Peter Gabriel) - Feeling.
Für mich der schlechteste Song auf der Platte, aber dennoch besser als alles auf dem Vorgänger!

"Land Of Hope And Dreams" hat mich mit seinem pathetischen Titel von Anfang an neugierig gemacht, beginnt auch sehr stimmig (abgesehen von den an "The Rising"-Zeiten erinnernden elektronischen Beats zu Beginn) und entwickelt sich zusehends zu einem klasse Folkrock-Song mit den letzten Saxophon-Klängen von Clarence Clemons! Man hängt förmlich an Bruce' Lippen! Macht Laune!

Den Abschluss dieses durchweg starken Albums markiert dann "We Are Alive" - ein typischer Singer/Songwriter-Wink dahingehend, die Hoffnung niemals aufzugeben. Aber so ist er halt, der Boss...

Mein Fazit:
Nach "Working On A Dream" hatten sich meine Erwartungen an ein neues Album vom Boss extrem niedrig gehalten... Ich hatte auch ehrlich gesagt Angst, dass zu viele neue Songs ins Live-Programm der E-Street-Band rutschen könnten... Doch nach dem ersten Durchhören hoffe ich sogar, dass der ein oder andere Song auch live gespielt wird!
Meine Favoriten: "We Take Care Of Our Own", "Shackled and Drawn", "Wrecking Ball" und "We Are Alive"

Bruce Springsteen, ein ganzer Rattenschwanz an Studiomusikern und Teile seine E-Street-Band liefern hier ein Album ab, das nur schwer zu toppen sein wird! Für mich schon jetzt ein heißer Kandidat auf das Album des Jahres - aber im Endeffekt ist das ja auch egal... Zuhause die Vinyl-LP anhören, im Auto die CD und genießen! Wieviele große Songs hat uns dieser Mann schon geschenkt - 2012 setzt er noch ein paar drauf!
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am 8. September 2013
Denke ich an Bruce den Boss, kommen mir die 1970er und warmes Bier in Plastikbechern, stundenlangweilige Konzerte und endlose Schlangen vor verdreckten Dixie-Klos ins Gedächtnis. Musikalisch hat sich Springsteen wenig weiterentwickelt, aber solange er nicht mehr verlangt, dass ich einen Baum im Regenwald adoptiere oder die Grünen wähle, kann er weiter im Player rotieren. Auch wenn ich heute Hugo Boss trage.
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am 2. März 2012
Bewertung: 4,5 Sterne

Wrecking Ball wird die Hörerschaft in mindestens zwei Lager spalten: Das eine Lager wird enttäuscht sein, dass es auch diesmal wieder kein zweites Mainstream-Album á la Born in the USA (und auch kein E-Street-Klassiker wie Born to Run oder Darkness on the Edge of Town) geworden ist. Das andere Lager, und zu dem zähle ich mich, wird begeistert sein, weil es Bruce Springsteen mit Wrecking Ball wieder einmal geschafft hat, etwas Neues, etwas völlig Unerwartetes zu machen. Nie zuvor hat Springsteen so auf elektronische Sounds gesetzt - von Drum-Loops über Hip-Hop-Klänge bis hin zu einem kleinen Rap-Part (in Rocky Ground), was für den klassischen Springsteen-Fan zunächst etwas verstörend wirken mag. Der neue dichte Sound hat wenig mit dem Heartland-Rocker zu tun, zu denen Bruce Springsteen lange nicht zu Unrecht gezählt wurde und der das Genre maßgeblich geprägt hat. Keine Mundharmonika, kein Piano von Roy Bittan und erst Recht (mit einer Ausnahme) kein Saxophon, also kein E Street Sound. Überhaupt, den neuen Sound, produziert von Ron Aniello, der Brendan O'Brien ersetzt hat, traut man Bruce Springsteen erstmal gar nicht zu. Dies ist definitiv ein Solo-Album, ähnlich wie 1987 das Tunnel of Love-Album, Mitglieder der E Street Band sind auf Wrecking Ball nur sehr vereinzelt, wenn überhaupt zu hören. Wahrscheinlich war, was den Sound angeht, Bruce Springsteen mit Wrecking Ball noch nie so innovativ und mutig in seiner seit 40 Jahren anhaltenden Karriere. Lange hat er nicht mehr so gute, tiefgründige und wütende Texte geschrieben - es geht in den meisten Songs um Amerika in der Finanz- und Wirtschaftskrise und natürlich um den American Dream - vor allen Dingen aber hat seine Stimme lange nicht mehr so gut und markant geklungen wie auf diesem Album.

Insgesamt vereint Bruce Springsteen auf Wrecking Ball alle Stile seiner Alben seit The Rising. Heraussticht vor allem das 2006er-Album The Seeger Sessions, viele Songs, vor allem in der ersten Hälfte des Albums sind sehr folklastig, was nicht jedem gefallen mag. Gleichzeitig gibt es aber auch Songs, die gut auf Devils and Dust und The Rising und sogar auf Born in the USA gepasst hätten. Aber dann wiederum gibt es da den Song Rocky Ground, mit dem Springsteen gänzlich Neuland betritt: Hip-Hop-Sounds, Rap und Gospelchöre sind darin enthalten, aber unterlegt von einer wunderbaren Ohrwurmmelodie. Selbst der Rap - und normalerweise hasse ich Rap und Hip-Hop - passt hier hinein.

Wenn man etwas kritisieren kann, dann, dass meines Erachtens an manchen Stellen zu oft auf elektronische Sounds gesetzt wird. Ein Schlagzeug muss man nicht unbedingt durch Drum-Loops ersetzen (Land of Hope and Dreams), auch wenn es dadurch gegebenenfalls etwas wuchtiger klingen mag. Hier wäre an manchen Stellen m. E. etwas weniger mehr gewesen.

Für mich ist Wrecking Ball bisher das Album des noch jungen Jahres 2012, denn Bruce Springsteen beweist einmal mehr, dass man auch als sogenannter Altrocker noch innovativ sein kann. Bruce Springsteen wird auch mit Wrecking Ball nicht annähernd den Massenerfolg haben wie seinerzeit mit Born in the USA (erwartet und braucht auch niemand), aber er hat bewiesen, dass er nach wie vor relevant und sicherlich der bedeutendste Rock-Musiker dieser Zeit ist und das kann man nicht von vielen Musikern behaupten, die heute noch durch die Welt touren und im Wesentlichen vom Ruhm alter Tage leben. Es gibt kaum einen anderen Musiker, der nicht nur mich als Fan mit seiner Musik so berührt, sondern dem eine ganze Nation respektvoll zuhört, weil die Amerikaner wissen - auch wenn es die Konservativen/Republikaner oft nicht gerne zugeben - dass Springsteen den Finger in die Wunde legt und wie Bruce Springsteen kürzlich in einem Interview erläutert hat, die Diskrepanz zwischen dem American Dream und der amerikanischen Realität deutlich aufzeigt. Vieles, was Springsteen anprangert sollte man auch nicht auf die USA reduzieren, die Probleme und Missstände in Deutschland oder anderen Teilen der Welt sind durchaus ähnlich.

Zur Einzelkritik:

We Take Care Of Our Own: Es geht rockig los mit Drums im Stile von American Slang von The Gaslight Anthem, ein echter Ohrwurm. Der Text kann ähnlich missverstanden werden wie seinerzeit der von Born in the USA und wird in sämtlichen amerikanischen Medien kontrovers diskutiert (man stelle sich das mal in Deutschland vor, dass über einen Rocksong so gesprochen wird). Obama hat den Song in seine Playlist für den Wahlkampf aufgenommen, obwohl der wütende Text durchaus auch gegen ihn gerichtet ist. Der Song ist eigentlich recht einfach gestrickt, es wird die ständig gleiche Melodie wiederholt (was aber auch Born in the USA bekanntlich nicht geschadet hat). Ärgerlich aus meiner Sicht ist, dass der Song (wieder einmal) viel zu früh und zu lange ausgeblendet wird. Dürfte aber live ein Mitgröhlkracher sein. Solider, etwas eintöniger Album-Opener: 4/5

Easy Money: Einer meiner Lieblingssongs. Die Streicher erinnern stark an Into the Fire vom Album The Rising. Ansonsten ein rockig-folkiger (keltischer) Song, in dem es darum geht, wie man ohne Rücksicht auf andere zu nehmen, schnell das große Geld machen kann. Schönes Ende mit der Geige von Soozie Tyrell. 5/5

Shackled and Drawn: Im Stil von Easy Money geht es weiter, also folkig-rockig. Wieder ein brutaler Ohrwurm. Tolle Gitarren und kräftige Drums. Textlich geht es darum, wie sich andere im Rahmen der Finanzkrise auf Deine Kosten bereichern. 4,5/5

Jack of all trades: Eine rührende Springsteen-Ballade, ein Walzer, sehr langsam, untermalt von einem Piano und einem Gitarren-Solo von Tom Morello. Klasse, etwas dahinplätschernde Melodie, aber erst in Kombination mit dem Text wird es zu einem sehr schönen Song, vor allem wenn zur Mitte des Songs die Trompete (kein Saxophon) einsetzt. Der Song endet instrumental mit vielen Bläsern, einem Gitarrensolo von Tom Morello und erinnert an einen Friedhofsmarsch. 4,5/5

Death to my Hometown: Irisch angehauchter Rocker im Stile von American Land. Hört sich stark nach den Pogues oder den Dropkick Murphys an. Melodie wird getragen von der Penny Whistle, ansonsten noch Gospel enthalten. Inhaltlich geht's wieder um die bösen Banker, die der Wirtschaft schaden, den Arbeitern erst ihre Jobs und dann ihre Häuser wegnehmen. 4,5/5

This Depression: Düstere Ballade, die gut auf Devils and Dust oder auch The Rising gepasst hätte. Gitarren-Solo von Tom Morello. Text wiederum sehr ernst: This is my confession/ I need your heart in this depression, wobei Depression durchaus doppelt gedeutet werden kann. Musikalisch für mich der schwächste Song: 3/5

Wrecking Ball: Der Titeltrack wurde eigentlich anlässlich des Abriss des Giants Stadiums in New Jersey geschrieben, in dem Bruce viele legendäre Konzerte gespielt hat. Obwohl der Text unverändert blieb, steht die Abrissbirne jetzt als Metapher für den Niedergang der Weltwirtschaft. Viele Bläser und Streicher, ansonsten so wie man es von der Tour 2009 bereits kennt. Killer-Track, wahrscheinlich der beste Track und der, der noch am ehesten an den alten E Street Sound erinnert: 5/5

You've got it: Der Song fällt sowohl textlich wie auch musikalisch komplett aus dem Rahmen, ist aber nicht minder hervorragend. Könnte auch aus den Sessions von Born in the USA stammen, zumindest von der Stimme her, die hier wesentlich jünger klingt. Einige wollen darin sogar Ähnlichkeiten zu Sugarland (aus eben jenen Sessions) erkennen. Für mich ein Höhepunkt des Albums, kommt mit den wenigsten elektronischen Zusätzen aus, wird aber leider erneut viel zu früh ausgeblendet, deshalb nur 4,5/5.

Rocky Ground: Ein Song, wie man ihn niemals von Springsteen erwartet hätte. Auf einen ähnlichen Beat wie Philadelphia, also Drum-Loops, singt Bruce und im Background Michelle Moore den unwiderstehlich melodiösen Refrain mit absoluter Ohrwurmqualität. Zum Schluss gibt es einen kurzen, aber durchaus passenden Rap, einen Gospel Chor und viele Bläser. Nachdem man den ersten Schock überwunden hat, entwickelt sich daraus für mich ein weiterer Höhepunkt des Albums. Textlich wird das Album ab hier optimistischer. 5/5, könnte aber nicht jedermanns Sache sein.

Land of Hope and Dreams: Hmmm! Der Song stammt ja eigentlich von der Reunion-Tour 1999 und gehört in der bisher bekannten Live-Version zu den besten Songs, die m. E. Bruce je geschrieben hat. Jetzt hat er daraus einen mit Drum-Loops untermalten, atmosphärisch sehr dichten Song gemacht, bei dem vor allem auch deutlich die Gospelelemente herausstechen. Einen so guten Song kann man grundsätzlich nicht komplett kaputt produzieren, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich jederzeit die Rock-Live-Version vorziehen, obwohl auch diese hier sehr gut, aber eben völlig anders ist. Immerhin ist dies der einzige Song, auf dem das Saxophon des verstorbenen Big Man zu hören ist, was den Song noch emotionaler macht. Bin gespannt, wie der Song auf der Tour präsentiert wird. In dieser Version: 4/5

We're Alive: Zum Schluss noch ein religiös angehauchter, optimistischer Song mit akustischen Gitarren und einem an Ring of Fire erinnernden Trompeten-Riff. Die gesungene Melodie erinnert zumindest zu Beginn an My Best was never Good Enough vom Album The Ghost of Tom Joad. Sehr schön und der perfekte Schluss für ein (fast) perfektes Album. 4,5/5

Bonus Track Swallowed Up: Ein an Tom Waits erinnernder Song, sehr düster mit akustischen Gitarren, auf den ich allerdings hätte verzichten können. Im Gesamtkontext des Albums aber dann doch ganz gut, als einzelner Song weniger. Textlich nochmal sehr ansprechend. Muss man mehrmals hören. 3/5

Bonus Track American Land: Auch längst bekannt, stammt aus den Seeger Sessions, irischer Folksong im Pogues-Stil, wurde auf den beiden letzten drei Touren auch mit der E Street Band fast allabendlich gespielt. Unterscheidet sich hier leicht von der bekannten Version, einige Drum-Loops zu Beginn, das Ende mit stärkerer Rhytmusbetonung, cooler versoffener Stimme (die bei dem Song einfach passt), ansonsten wie gehabt ein klasse Song, von dem ich nicht genug bekommen kann. 5/5

Ein wunderbares, überraschendes, abwechslungsreiches Folkrock-Album in modernem Sound, das man nicht vergleichen sollte mit anderen Springsteen-Alben, zumal sich die Alben von Springsteen m. E. eh nicht miteinander vergleichen lassen, weil jedes Album komplett anders ist.

Spieldauer der CD: knapp 62 Minuten, Sound: Hervorragend (nicht mehr der Soundbrei wie bei Magic)
Booklet: Sehr schön gestaltet, mit allen Texten und mit einem sehr rührenden Nachruf auf Clarence Clemons.

The Boss is back! Ein Wahnsinnsalbum! Ob's ein Meisterwerk wird, muss sich erst noch zeigen.

Noch ein kleiner Tipp: Das Album unbedingt laut, bewusst und am Stück hören. Erst dann wirkt es richtig.
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am 31. Juli 2014
Springsteen wird immer dann am besten, wenn ihn etwas bewegt/aufwühlt und er diese Gefühle in Text und Musik umsetzt. So auch hier. Der Niedergang durch die Immobilienblase und den Bankencrash verarbeitet er hier vorbildlich. Er beschreibt die Menschen, die Stimmung und das Land. Zeigt die Wut, die Depression, die Melancholie, aber unterlegt seine Texte teilweise mit solcher irisch angehauchten Powermusik dass man auf den " Tod meiner Heimatstadt"(death to my hometown) am liebsten tanzen möchte. Die USA ist also noch nicht am Ende, es ist noch Kraft da und Lust am Leben. So begleitet man als Zuhörer seine Reise in bester Songwritermanie durch die USA und ärgert sich am Ende der CD eigentlich nur darüber, dass nicht viel, viel länger dauert.
Fazit: Eines seiner besten Alben, ein Muss für jeden Fan, oder sehr guter Einstieg für die die es werden wollen.
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am 17. November 2013
Grossartig... Mir fehlen die Worte bzw die Superlative.
Das Album hat kaum Schwächen, fast jeder Song ist ergreifend. Die vorherrschende Stimmung ist melancholisch - religiös. Mehrfach wird von "Graveyard" und "God" gesungen...
"Swallowed up" (Bonus Track) ist mein Favorit: es ist ein unglaublich schlichter Song (wenig Instrumente), der nichtsdestotrotz umwerfend ist. Er hat die Kraft schlaflosen Nächten einen mystischen Glanz zu verleihen, eine Distanz vom profanen Leben, von der man sich, dem Himmel sei dank, ein Leben lang nicht erholen wird...
Danke !
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am 12. März 2012
Er könnt es sich ja leicht machen, der Boss. Auf Nummer Sicher gehen und ohrwürmige, direkt treffende Rocker und Balladen a la BITUSA aus dem Hemdsärmel schütteln, Stadionrock und Radioseeligkeiten liefern, auch ohne E-streeter und den Big Man.
Tut er aber nicht. Stellt die fans vor eine Gedulds- und Gefühlsprobe. Nimmt man ihm diese multikulti Stilelemente ab und identifiziert sich noch mit dem Verfechter aller Gelackmeierten und Gedemütigten - nicht nur in USA, denn ein wenig USA sind wir doch alle...?
Die Frage wie glaubwürdig als Sprachrohr des Volkes ist man als Multi-Millionär, stellt sich nicht wirklich. Jeder
Superstar vedient sich diamantene Sporen, aber nicht jeder erinnert sich seiner Herkunft, oder er verdrängt es eben.
Da muss man nicht Bruce Springsteen heranziehen. Fakt ist, er berührt, bewegt, hat sich aus eigener Kraft dahin gebracht wo er heute ist, und damit ist nicht ein Spitzenplatz in der Riege der Overkillstars gemeint. Jeder der sich schon mal ganz besch.... gefühlt hat, wird musikalischen Trost und Verständnis gefunden haben - in den verlässlichen auffangenden karobehemdeten Armen vom Boss. Wie oft lief Bruce Springsteen im Hintergrund wenn man persönlich - Land unter, plain fields - war ?
Manchmal bleibt es eben einem nur übrig, sich an seinem Idol zu orientieren, sich nicht auszuruhen an altbewährten
bequemen Mustern, go ahead, another chance, another songs....
Der - Wreckin Ball - schlägt ein mit Power, Dynamik, Subtilität und einem energischen druckvollen Boss.
Man mag Bruce 2012 oder nicht, aufhalten und in s Jahr 1984 zurückbeamen wird ihn niemand. Love it or leave it.
Und ich beharre immer noch drauf, dass er in den Blackhills seinen eigenen Felsen bekommen sollte.
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