Hier klicken Sale Salew Salem Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren 30 Tage lang gratis testen Cloud Drive Photos Learn More Learn more Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic Autorip longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 28. Oktober 2011
Das Buch habe ich aufgrund der vielen positiven Rezensionen bestellt und ich muss sagen: Das war ein Fehler!

Es gibt in der Geschichte, insbesondere am Anfang, immer wieder spannende bzw. interessante Abschnitte (nur deshalb vergebe ich 2 Sterne), die jedoch im Verlauf des Buches stark nachlassen. Stattdessen werden Situationen, wie skurile Bettgeschichten oder die Geburt eines Kindes, in epischer Breite dargestellt. Hätte ich etwas mehr Zeit, würde ich hier am liebsten noch einige schwülstige - oder sollte ich sagen "pseudoromantische" - Passagen zitieren.......

Jedenfalls habe ich bisher wesentlich bessere historische Romane gelesen und es ist das erste mal in der Kategorie "Bücher", dass ich trotz guter Rezensionen solch einen Reinfall erlebe.

Ich weiß, Geschmack ist bekanntermaßen subjektiv und bei meiner Beurteilung mag es auch eine Rolle spielen, dass ich keine Frau bin, jedoch würde ich, insbesondere den männlichen Fans historischer Romane, von dieser klebrigen Geschichte abraten.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2017
Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich einmal historische Romane lese, aber in diesem Buch steht so viel, es passiert auf jeder Seite etwas, wird nie langweilig und ist etwas ganz schönes für das liebe Herz. Man erlebt ein längst vergangenes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Ein sehr ergreifender Roman. Kann man nur weiterempfehlen...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2008
Da über den Inhalt des Romans bereits einiges geschrieben wurde, werde ich mich auf meinen persönlichen Eindruck beschränken. Zu meinem grossen Schrecken musste ich feststellen, dass ich mich dem allgemeinen Begeisterungstaumel nicht ohne weiteres anschliessen kann, obwohl mir die Geschichte, der Inhalt und das Erzähltempo gut gefallen haben. Genauso wie die farbigen Beschreibungen der Personen, deren Komplexität und die sympathische Heldin. Ausserdem fand ich den Roman hervorragend recherchiert und die Orte gut beschrieben.

Insgesamt gesehen gab es jedoch einige Punkte, die mich wirklich gestört haben. Dazu gehört z.B. der ErzählSTIL. Die Autorin schafft es gekonnt Spannung aufzubauen und hochzukochen. An der Stelle allerdings, wo dann die Auflösung erfolgen sollte, endet jedoch meist das Kapitel und ein Ort- bzw. Zeitsprung erfolgt. So wird der Leser erstmal im Regen stehen gelassen, und erfährt dann erst sehr viel später, was denn nun aus der Situation geworden ist. Das passiert oft, und in einem Fall muss man sich 350 Seiten gedulden, um die Auflösung zu bekommen.
Die Informationsvergabe war überhaupt ein Punkt, an dem ich an manchen Stellen zu knabbern hatte. Zwar wird die Geschichte aus Sanchias Sicht beschrieben, aber dennoch bekommt man nicht alle Informationen mitgeteilt, die der Heldin zugetragen werden, wie in dem Fall, als die Kurtisane Giulia ihrer Freundin Sanchia am Krankenbett in das Geheimnis von Lorenzos Familie einweiht. So ist es schwer, Sanchias Position einzunehmen und sich mit ihr zu identifizieren, wenn immer wieder Informationen zurückgehalten werden und man Sanchia dadurch nicht folgen bzw. sie verstehen kann.

Ein weiterer Punkt, den ich als störend empfand, war die Einbettung der historischen Daten, Fakten und Personen in die Geschichte. Besonders die historischen Personen waren für meinen Geschmack nicht in den Roman integriert, sondern wirkten aufgesetzt. So kreuzen namhafte Künstler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Albrecht Dürer Sanchias bzw. Lorenzos Weg - aber ohne jeden Sinn. Diese Begegnungen brachten weder die Geschichte noch den Inhalt nach vorn, sondern verwirrten mich irgendwann, weil sich mir die Bedeutung nicht erschloss, und sich daraus auch nichts entwickelte. Das gleiche gilt für die historischen Daten und Begebenheiten. Sie sind zwar wirklich gut recherchiert, aber lenken meiner Ansicht nach von der Story ab. So hätte man z.B. auf die ganze Borgia-Episode in Rom verzichten können, da sie weder mit Sanchia noch mit Lorenzo etwas zu tun hat, von der eigentlichen Handlung aber ablenkt, und auch später nicht mehr vorkommt. Sie hat für den Roman keinerlei Relevanz. Dadurch verliert jedoch die Dramatik der Geschichte an Kraft und verwässert den Handlungskern in gewisser Weise, was ich sehr schade, weil überflüssig, fand. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

Das gleiche gilt für das Buchende. Irgendwann wurde Sanchia einfach zu oft nach dem Leben getrachtet, dass ich es auch noch beim dritten und vierten Mal ebenso dramatisch hätte erleben können, wie beim ersten Versuch. Das war mir dann zuviel des Guten und hat bei mir keine Spannung mehr erzeugen können, sondern wurde lediglich zur Kenntnis genommen.

Nichtsdestotrotz fand ich den Roman gelungen und auch lesenswert. Ich hätte mir allerdings zahlreiche Kürzungen gewünscht, damit die eigentliche Geschichte zwischen Sanchia und Lorenzos Familie besser zur Geltung gekommen wäre, ohne die vielen Nebenhandlungen, die meiner Ansicht nach der Geschichte abträglich waren und auf mich störend wirkten.

Trotz der Kritikpunkte war das für mich ein guter und 'gehaltvoller' Roman, den ich gerne weiterempfehlen möchte.
1111 Kommentare| 57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2007
Als süffig bezeichnet man umgangssprachlich einen gut trinkbaren, angenehm schmeckenden, spritzigen und erfrischenden Wein. Ein derartiger Begriff müßte für den ersten historischen Roman Die Madonna von Murano" von Charlotte Thomas noch erfunden werden!

Venedig, 1475. Eine junge, hochschwangere Frau versucht in den verwinkelten Gassen der Stadt verzweifelt ihren Verfolgern zu entkommen, aber ihre Häscher holen sie ein. Bevor sie stirbt, bringt sie noch eine Tochter auf die Welt, Sanchia, die von einem zur Hilfe herbeigeeilten Glasmalermeister nach dem Tod der jungen Mutter an Kindes statt aufgenommen wird. Früh muß Sanchia feststellen, dass ein dunkles Geheimnis auf ihrer Herkunft liegt. Als sie den jungen Patrizier Lorenzo kennen und lieben lernt, holt sie die Vergangenheit ihrer Mutter wieder ein und die Situation spitzt sich dramatisch zu.

Der Klappentext verspricht zunächst einen historischen Roman, der das derzeit gängige Motiv einer starken Frau, die sich trotz großer Widerstände im Leben durchsetzen muss, thematisiert, scheint also nicht viel Neues zu bieten. Dennoch hat mich der Roman in kürzester Zeit in seinen Bann gezogen und ich habe die über 1000 Seiten geradezu verschlungen. Charlotte Thomas verfügt über ein erzählerisches Talent das selbst alltäglichste Verrichtungen in einem Leben zur Zeit der Renaissance interessant macht. Hinzu kommt, dass sie auch ihren Nebenfiguren Raum und damit Lebendigkeit gibt, so dass es neben der Protagonistin Sanchia eine Vielzahl interessanter Figuren und Charaktere gibt, ähnlich einem Gemälde der Renaissance. Die Schicksale von Adligen, Klerikern, Kaufleuten, Handwerkern, Künstlern, Kurtisanen und Heilkundigen hat die Autorin geschickt verwoben und so mit der Serenissima des ausgehenden 14. Jahrhunderts verknüpft, dass ein farbenprächtiges, üppiges Bild des Venedigs der beginnenden Renaissance entsteht. Einer Zeit der Lagunenstadt, die geprägt ist vom aufstrebenden Seehandel, Kunst, Pracht aber auch von polititschen Intrigen, Krieg, Sklaverei, Gewalt, Pest, Elend, Glaube und Aberglaube. Gepaart mit dem spannungsgeladenen und geheimnisvollen Familiengeheimnis, das Charlotte Thomas uns erzählt, erlebt der Leser einen regelrechten Leserausch.

Charlotte Thomas Roman ist in einer angenehm, flüssigen Sprache geschrieben, die mich ebenso wie die Erzählkraft der Autorin sehr an die Romane von Rebecca Gablé erinnert hat.

Zu bemängeln habe ich lediglich, dass das Familiengeheimnis für mich nicht ganz so dramatisch und reißerisch hätte sein müssen, um Die Madonna von Murano" zu genießen, was aber der Lesefreude auch nicht abträglich war. Nicht unbedingt notwendig ist meines Erachtens auch, dass Sanchia sehr vielen historischen Figuren zum Teil auch nur kurz begegnet.

Charlotte Thomas hat mit ihrem ersten historischen Roman ein prächtiges Bild der Serenissima der beginnenden Renaissance entwickelt, das sich wie im Flug liest, kaum aus der Hand zu legen ist und die Leser mit Haupt- und Nebenfiguren mitleben, -lieben und -leiden lässt. Ich bewerte "Die Madonna von Murano" mit 4,5 Sternen und wünsche der Autorin viel Erfolg mit diesem historischen Roman. Das allerdings nicht uneigennützig - ich hoffe jetzt schon auf einen weiteren Roman. Wer weiß, vielleicht ist die Geschichte von Sanchia ja noch nicht zu Ende erzählt und wir dürfen uns auf eine Fortsetzung freuen?
0Kommentar| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Januar 2011
Venedig im Jahre 1475: Sanchia wird mit letzter Kraft von einer im Sterben liegenden Sklavin zur Welt gebracht, die von Häschern niedergestochen wurde. Der Glas- und Spiegelmacher Piero und dessen Frau Bianca nehmen sie bei sich auf. Doch nach glücklichen Jahren holt Sanchias Herkunft sie ein und Sanchia wird in ein Kloster gebracht, wo sie neben der Heilkunst auch Lesen und Schreiben lernt. Durch Zufall lernt sie den reichen Patrizersohn Lorenzo kennen und lieben. Doch die Vergangenheit hängt wie ein dunkler Schatten über den Liebenden und entzweit sie mehr als einmal, zudem gerät auch Sanchias Leben dadurch in Gefahr - und alles scheint mit den goldenen Ton ihrer Haare zusammenzuhängen.

Ein faszinierendes Epos, welches das Venedig der damaligen Zeit wiederauferstehen lässt und Leser mit detailgetreuen Schilderungen verzaubert oder schockiert - je nachdem, ob Architektur oder Heilmethoden beschrieben werden. Sanchias Leben ist abwechslungsreich und aufregend, kommt sie doch nach Florenz und besucht Rom - nicht ohne bekannte Gestalten wie den missionarischen Dominikanermönch Girolamo Savonarola oder die schillernde Papsttochter Lucrezia Borgia zu treffen. Viele Nebencharaktere beleben das Buch, seien es ihre Zimmergenossin Eleonora, die für das Kochen und Backen lebt, oder Pasquale, der mit seinen raubeinigen Charme den Leser für sich einnimmt. Besonders die Kurtisane Julia wartet mit einem faszinierenden Charakter auf.

Dieser Reigen der Renaissance ist bildgewaltig und mitreißend. Besonders bezaubernd fand ich die Idee mit den Tauben, welche als Kommunikationsmittel eine entscheidende Rolle spielten. Toll auch die Einblicke in die Glas- und vor allem Spiegelherstellung. Dennoch gibt es für mich einige Kritikpunkte: Fast immer, wenn es wirklich interessant wurde, brach die Szene ab und es erfolgte ein Zeitsprung. Nun müssen sicherlich Liebesszenen nicht bis ins kleinste Detail geschildert werden, aber nach drei Sätzen zu unterbrechen empfand ich schon fast als Betrug am Leser. Aber auch bei anderen Themen sprang die Handlung einfach weiter - und das Wissen, was Sanchia erworben hat, erfährt der Leser dann mehrere hundert Seiten später. Ebenso war ich etwas angenervt von der Tatsache, dass sich Sanchia und Lorenzo ständig fanden, bloß um wieder getrennt zu werden - einmal war ich wirklich schon fast am Ende meiner Geduld, als es mit dem Wiederfinden sehr lange dauerte. Außerdem war mir Sanchia entschieden zu oft in Lebensgefahr - sie hatte mehr Leben als eine Katze. Die Rom-Episode war recht unterhaltsam, aber dür die Geschichte überhaupt nicht relevant. Der Showdown war ohne Frage überraschend und ich habe ihm so nicht kommen sehen, auch wenn er im Rückblick sehr logisch ist. Aber ehrlich gesagt war es mir etwas too much. Zudem fehlte mir noch ein Hinweis auf Jacopos wahre Rolle in der ganzen Geschichte, aber vielleicht ist das auch der Hörbuchkürzung zum Opfer gefallen. So bleiben die Motive dieser Figur für mich nebulös.

Anne Moll ist eine hervorragende Sprecherin und versteht es wunderbar mit ihrer Stimme zu spielen. Allerdings wurde es so dadurch schon etwas schwierig, beispielsweise Betrunkene zu verstehen. Die italienischen Namen wurden formvollendet ausgesprochen, was etwas zu Lasten des Verständnis ging. Aber da fast alle Namen wiederholt auftauchen und die Stimmen relativ eindeutig sind, ist das kein entscheidendes Handicap und nur am Anfang störend. Manchmal fragte ich mich ein wenig, was für üppige Schilderungen ich durch die gekürzte Fassung verpasse, aber bis auf Jacopo blieb für mich nichts ungeklärt oder offen. Ein wenig störend waren die recht langen Pausen beim jeweiligen Kapitelende.

Insgesamt ein schönes (Hör-)Buch, welches einem in die Glanzzeit der Serenissima entführt und mit einem lebendigen Einblick in die damaligen Gegebenheiten besticht. Es hat durchaus Schwächen, welche aber zumindest in der Hörbuch-Version für mich nicht zu schwer wogen.

4,5 von 5 Sternen
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hörbuchrezension, "Die Madonna von Murano" gelesen von Anne Moll, 12 CDs, 2 Jewel-Cases, 781 Minuten Laufzeit ( Bearbeitete Romanfassung).

Beim Stöbern nach historischen Prachtschmökern blieb ich an dem Hörbuch "Die Madonna von Murano" hängen, erfuhr leider denkbar wenig über die Handlung, noch gab es Rezensionen darüber. Soweit so *Abenteuer*. Und das war es schließlich auch - aus mehreren Gründen! Einerseits zieht sich diese "Bearbeitete Romanfassung" immerhin über 781 Minuten; das sind ziemlich genau 13 Stunden - untergebracht auf 12 CDs, mit 125 Tracks. Hätte ich nicht dieser Tage eine schwere Bronchitis auskurieren müssen, ich hätte "Die Madonna von Murano" wohl nie zu Ende gehört, denn angefangen habe ich mit diesem Hörbuch schon vor etlichen Monaten. Dann lagen die beiden Jewel-Cases (zu je 6 CD's) lange und beinahe schon verstaubt auf dem CD-Player ...
Dabei fängt die Geschichte um das Mädchen Sanchia, recht spannend an. Beinahe so spannend, wie die Geschichte "Der Medicus" von Noah Gordon, oder die Geschichte von Tom Bulider, die Ken Follett in seinen "Säulen der Erde" so effektvoll erzählt.
Doch die Sache hat einen Haken und das ist diese liebe brave Erzählstimme von Anne Moll. Leider bin ich seit ich die verhörbuchten Ergebnisse der Iny-Lorentz-Schmöker, wie "Die Wanderhure" oder "Die Kastellanin", kenne, kein großer Fan von Anne Moll.
Das sollte Sie, liebe interessierte Kundin, freilich nicht davon abhalten, denn die oben genannten Parallelen zu den "Säulen der Erde", zum "Medicus" und auf jeden Fall noch zu den Bestsellern von Iny Lorentz sind dieser Tage doch mehr Auszeichnung, als K.O.-Kriterium.

Die "Madonna von Murano" ist definitiv ein gefälliger, prachtvoller Bilderbogen. Ein für unsere Zeit (Lese- und Hörgewohnheiten) perfekt inszeniertes Sittenbild des 15. Jahrhunderts, wo Macht, Intrigen, aber auch Glaube und Liebe in allen Extremen vorkommen, bzw. zelebriert werden. Neben Vergewaltigungen und Morden, gibt es heiße Liebesszenen, oder ergreifende Heilungen und Niederkünfte. Und das alles spielt sich vor dieser romantisierten historischen Kulisse namens Venedig ab. Tauben kommen in der Handlung übrigens auch vor. (;-)
Was dem Buch noch eine Art Diadem aufsetzt ist, dass die Autorin auch historische Personen, wie Savonarola oder der Papst Alexander Borgia und Lukretia Borgia in die Handlung mit einbindet.

Eine gelungen-gefällige Komposition, die den Zuhörer über viele Stunden ganz schrecklich nett zu unterhalten - leider nicht regelrecht zu "fesseln" -, weiß. Ich hab "Die Madonna von Murano" genau so genossen, wie ich meine daily soap genieße - die "Reich und Schön" heißt. ("Reich und Schön" kommt von der Handlung her dem hier rezensierten Historienschinken, was die kruden Familienverhältnisse betrifft auf jeden Fall, sogar ziemlich nahe. ;-)

----------------------------------------------------------------------------
Hörbuch- /Hörspielbewertung:
----------------------------------------------------------------------------

Inhalt: *** | Sprecher: *** | Hardware: **** | Preis/ Leistung: ****

----------------------------------------------------------------------------
auf meiner persönlichen Horchlatte: ***(*)
-----------------------------------------

Apiculas Horchlatte: * - unerhört, ** - überhörbar, *** - eintönig, **** - hörenswert, ***** - hörrlich!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Oktober 2013
Habe das Buch geschenkt bekommen. Mein erster historischer Roman und absolut spannend und unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Seite. Trotz der über 1000 Seiten wird der Roman nicht langweilig. Absolut empfehlenswert eine tolle Geschichte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Madonna von Murano ist der erste von 4 Bänden ' spielend in Venedig und mit den Hauptcharakteren ' und einer sich durchziehenden Geschichte spielend in Venedig, Florenz Rom und anderen Gegenden auf Reisen.

Kurze Leseprobe:
=============
Der Schnitt an ihrer Wange hatte auch wieder angefangen zu bluten, und die Stelle, an der ihr Ohr aufgeschlitzt worden war, fühlte sich nicht länger taub an, sondern pochte wie von einem eigenen Herzschlag erfüllt. Zum ersten Mal, seit sie den Palazzo verlassen hatte, wagte sie, die Verletzungen zu berühren. Sie hob zögernd die Finger und legte sie zuerst auf
den Schnitt, der sich quer über ihre Wange zog, und dann auf die wunde Stelle an ihrer Ohrmuschel. Sie zuckte vor Schmerz zusammen, doch zu ihrer eigenen Überraschung
waren die Wunden weniger tief, als sie angenommen hatte. Vor lauter Erleichterung stiegen ihr Tränen in die Augen. Sie hatte gefürchtet, entstellt zu sein und ihm nicht mehr zu gefallen. Bei dieser Überlegung konnte sie kaum ein hysterisches Lachen unterdrücken. Es dürfte ihm wohl gleichgültig sein, ob ihr Gesicht und ihr Ohr zerschnitten wären, wenn sie mit
einer Dolchwunde im Leib tot aufgefunden würde!

Inhalt:
=====

Es geht um Sanchia, sie heißt wie ihre Mutter, die eine Sklavin war. Sanchias Ziehvater ist. Piero, er ist seines Zeichens Glasbläser und seine Frau heißt Bianca. Nicolo und Marino sind die Lehrjungen. Alle anderen Personen sind im Vorfeld des Buches aufgelistet.

Das Buch ist in 9 Teile gegliedert. Danach folgen die Nachbemerkungen, die man unbedingt auch gelesen haben sollte. Es folgt eine sehr interessante und aufschlussreiche Zeittafel und danach das Glossar mit den Begriffserklärungen.

Wir steigen ein, als in Venedig Karneval gefeiert wird. Wir schreiben das Jahr 1475. Sanchia versucht in den engen Gassen der Stadt ihren Verfolgern zu entkommen. Sanchia erwartet ein Kind und drei Maskierte verfolgen sie. Sie kann sich denken, dass diese ihren Tod wollen. Sie schafft es nicht, sich diesen Drei zu entziehen. Aber noch bevor sie sie töten können, bringt sie ihre Tochter zur Welt '

Sanchia kommt beim Glasmacher und seiner Frau unter, aber die Vergangen holt sie ein. Viele Jahre später lernt sie Lorenzo kennen, er ist der Sohn des Patriziers. Eigentlich dürfen die Beiden sich nicht treffen ' wegen der Standesunterschiede ' aber sie finden einen Weg '

Aber diese Tatsache sorgt dafür, dass sich alles zuspitzt und sie in eine noch gefährlichere ausweglosere Lage gerät.

Meine Meinung zum Buch:
====================

Die Liebesgeschichte von Sanchia und Lorenzo ist wahrlich nicht alles, was das Buch lesenswert macht. Es ist das Buch im Gesamten gesehen, welches fasziniert. Mich hat es sehr in Beschlag genommen ' gefangen genommen, weil man so sehr schnell und so tief in die Handlung involviert wird. Die Personen erstehen vor dem geistigen Auge auf Grund der bildhaften Schreibweise und die Stadt Venedig wird ebenfalls lebendig.

Man findet sich förmlich in den engen Gassen und Kanälen Venedigs wieder und natürlich an den anderen Schauplätzen. Sehr kurzweilig und in einem Schreibstil, der für das Genre historischer Roman passend ist, mit viel wörtlicher Rede versetzt, schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen.

Besonders ist es das Ende, dass so ganz anders ist, als man es sich während des Lesens denkt. Ich war auf eine ganz andere Fährte gelockt worden während des Lesens. Aber das ist es ja, was die Spannung ausmacht. Es sind recht viele Charaktere, die die Autorin in die Handlung einbringt, aber sie werden benötigt und dementsprechend auch gut charakterisiert.

Mir hat das Lesen sehr große Freude bereitet und ich war sehr neugierig auf Band zwei, den ich nun schon gelesen habe und bald auch dazu berichten werde. Mit der Lagune des Löwen geht die Geschichte im Jahr 1502 weiter, aber dazu später '

Es ist ein wirklich dicker Wälzer, aber man braucht sich nicht fürchten, die Seiten zerrinnen nur so zwischen den lesenden Augen, man liest von Seite zu Seite und kann nicht aufhören, weil man sich mit den Charakteren und besonders mit der Hauptperson verbunden fühlt, ihr gern helfen möchte und miterleben möchte, wie die Geschichte weiter geht.

Ein roter Faden zieht sich durch das Buch, den man wohl auch benötigt, wenn man einen solchen über 1000seitigen Wälzer zwischen die Hände nimmt, um ihn zu lesen.

Immer wieder passiert etwas, was einen weiter trägt in der Handlung und immer wieder haben die Charaktere zu guter Letzt doch Glück und können entrinnen, bis auf Sanchias Mutter natürlich. Aber es ist gut so, dass doch irgendwie immer das Gute siegt und die Oberhand hat.

Dieses ist wirklich ein Schmöker, so richtig nach meinem Geschmack, und wer ein Fan historischer Roman ist, dem lege ich diesen und auch die drei Nachfolger unbedingt ans Herz.

Die Lagune des Löwen
Die Liebenden von San Marco
Der König der Komödianten

100 von 100 Punkten und absolute Leseempfehlung !!!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Kein Buch hat mich in der letzten Zeit so gefesselt wie dieses. Alles in allem hab ich für die 1028 Seiten drei Tage gebraucht, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Sämtliche Protagonisten sind so lebendig beschrieben, dass man sich mühelos in sie hineinversetzen und mit ihnen mit lieben, leiden und lachen kann. Nebenbei lernt man einiges über die Heilkunst im Mittelalter, die Herstellung von Glas und das fast unmögliche Unterfangen, den perfekten Spiegel herzustellen.

Sanchia begegnen immer wieder Personen, die zur damaligen Zeit wirklich gelebt haben. In Venedig trifft sie auf Albrecht Dürer, in Florenz auf Savonarola und in Rom auf die Borgias.

Wer die Bücher von Rebecca Gable mag, ist bei Charlotte Thomas bestens aufgehoben.

In meinen Augen ist Sanchias Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Für mich hätte das Buch noch 1000 Seiten mehr haben können und ich hoffe sehr auf eine Forsetzung.
11 Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2013
Kurz zum Inhalt:
Im Jahr 1475 wird in Venedig zur Zeit des Karnevals eine schwangere junge Frau getötet. Kurz bevor sie an ihren Verletzungen stirbt, schenkt sie einem kleinen Mädchen, Sanchia, das Leben. Diese wird von einem Glasmacher aufgezogen, bis auch dieser ermordet wird. Fortan dreht sich die Spirale um Tod und Liebe. Was geschah mit ihrer Mutter? Warum musste sie sterben?

Der Schmöker ist 1028 Seiten lang und durchgängig spannend. Es ist nicht die klassische Liebesgeschichte, sondern fast ein Krimi. Man ahnt zwar einiges, die Zusammenhänge bleiben aber bis zum Schluss rätselhaft. Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet, sowas mag ich.

Fazit: Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen! Eigentlich mag ich Venedig nicht besonders, seit ich mal da war, aber es ist so toll beschrieben, dass ich gerne nochmal hin möchte. Auch die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Zugreifen ;)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden