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am 9. Juni 2014
das buch war für den 18. Geburtstag meines Sohnes, kam leider etwas zu spät aber hat trotzdem alles übertroffen kann man nur empfehlen
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am 11. Januar 2005
Ich möchte hier nicht über das Werk selbst urteilen, auch wenn die 5 Sterne ein doch recht deutliches Indiz darstellen, ich will auch nicht schreiben das ich die Übersetzung von Margaret Carroux der neunen vorziehe, wie das schon ausreichend viele vor mir taten,
ich möchte vielmehr darauf hinweisen (und das bezieht sich auf die Hardcover Version, erschienen im Klett-Cotta Verlag), dass die Anhänge und Register in dieser Version, wie auch im englischen Original, im dritten Buch inbegriffen sind. Dies wollte ich an dieser Stelle vermerken, da ich diese Information beim Kauf dieses Werkes hier vermisst habe.
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am 17. August 2015
Wer bei meiner (der 473.) Rezension angelangt ist, möchte vermutlich keine weitere Zusammenfassung des 1374 Seiten langen Werks lesen. Eine Bemerkung zur Interpretation sei aber erlaubt: Weil Tolkien selbst der Deutung seiner Erzählung als Allegorie der beiden Weltkriege widersprochen hat, ist eine darauf bezogene Interpretation heutzutage anscheinend verpöhnt, obwohl eigentlich offensichtlich. Die Unterwerfung der Mittelerde-Welt durch einen bösen Herrscher mit seinen Monster-Untertanen, der Ring als Mittel umfassender Macht, das von Gandalf bewusst verschmäht wird, sind schon sehr starke Hinweise auf eine Prägung des Autors durch seine Zeit. Dennoch ist der Roman kein Schlüsselroman, und viele Elemente und Aspekte dieser historisch schweren Zeit kommen darin auch überhaupt nicht vor.

In der Fantasywelt Tolkiens geht es um die persönliche Moral angesichts einer terrorisierenden und korrumpierenden Macht, um Mut und Tapferkeit in einer scheinbar nicht enden wollenden Düsternis und Depression, um den Wert von Bildung, um Anerkennung des bestehenden bunten Reichtums von Lebensformen und um die Ehrfurcht vor dem Leben. All dies vor dem Hintergrund einer romantischen Phantasie mit Elben, Hobbits, Zauberern, großen Königreichen, herrlichen Landschaften und selbst erfundenen Sprachen.

Tolkiens Meisterwerk, an dem er fast zwei Jahrzehnte gearbeitet hatte, kam erstmals 1954 in England heraus und wurde für eine neue Ausgabe 1968 vom Autor nochmals überarbeitet. Berühmt wurde es erst durch eine Taschenbuch-Raubkopie 1964 in den USA. Ins Deutsche übersetzt wurde das Werk 1969/70 durch Margaret Carroux , die darin enthaltenen Gedichte durch Ebba-Margareta von Freymann. Die hier präsentierte aktuelle Ausgabe wurde neu durchgesehen von Lisa Kuppler, zusammen mit dem Lektor Stephan Askani, dabei wurden als Grundlage die neueste engische Ausgabe von 2004 verwendet, Ortsnamen nach aktuellen Erkenntnissen erneuert und die Rechtschreibung revidiert.

Margaret Carroux war zur Zeit der Übersetzung des 'Der Herr der Ringe' beinahe Sechzig, eine erfahrene Übersetzerin. Ihre Sprache entspricht natürlich dem Zeitalter, in welchem sie selbst lebte; sie war zwanzig Jahre jünger, als der Autor des 'Herrn der Ringe', kannte beide großen Kriege und die Nachkriegszeiten, wie auch Tolkien. Ihre Übersetzung erfolgte in einer Zeit, als in Deutschland die Aufarbeitung der Nazizeit erst richtig begann und Studentenunruhen aufkamen, also noch vor der Zeit der Hippies, vor der Zeit der New Wave, vor den schicken 90ern und den abgeklärten 2000ern (der spätere Übersetzer Wolfgang Krege ist Jahrgang 1939, seine aufgeblasene und alberne Übersetzung stammt aus 2000).

Dennoch kommt mir persönlich Carroux' Stil nicht altbacken vor, sondern intelligent und feinsinnig. Ihre Übersetzung ist einfühlsam, meiner Einschätzung nach dient sie dem Original. Ihr Sprachduktus ist flüssig und abwechslungsreich. Ich finde zudem, dass sie die verschiedenen Personen und Charaktere sehr passend übersetzt hat, und hier geht es nicht nur um die Dimension Schichtenzugehörigkeit (oft wird argumentiert, Kreges Übersetzung weise eine realitätsnähere Sprache der verschiedenen Personen auf). Wer das Original gelesen hat, weiss, wie viele Wörter der geniale Sprachwissenschaftler Tolkien kannte. Nur ein Teil der von ihm verwendeten Wörter ist in Dictionnaries zu finden, manche kann man nur in Spezialverzeichnissen finden, ich selbst bin bei meiner Suche oft gescheitert. Wer probiert hat, auch nur einige wenige Sätze von Tolkien zu übersetzen, weiss selbst, wie schwer er zu übersetzen ist.

Soll man sich einem Publikum anbiedern, indem man seine Sprache und sein Denken imitiert, oder ist es sinnvoll, eine junge Leserschaft an die Literatur, wie sie eben ist, heranzuführen? Wer aus dem großartigen und bedeutenden Werk Tolkiens eine Abenteuerromanze schmieden möchte, verdirbt 'der Jugend' eine Chance, einen höchst intelligenten, kritischen und eben auch lebendigen, philosophisch nennenswerten Beitrag kennenzulernen.
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am 12. Mai 2017
Macht wirklich Spaß zu lesen. Sehr viel Geschichte drum herum. Kann für manche Leute vielleicht abschreckend wirken, wer aber Spaß an dem Genre und viel Hintergrund-Nebengeschichten hat für den sind die Bücher Top!
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am 21. Januar 2003
Mal vorneweg, ich habe das Buch 1982 gelesen (als ich 14Jahre alt war) später nocheinmal und nachdem nun die Movie-Hysterie ausbrach, habe ich es nocheinmal zur Hand genommen: Es ist schlichtweg eines der besten Bücher (wenn nicht das Beste) die ich je gelesen habe.
Die Handlung ist extrem komplex und kompakt, dass man (endgegen manchen Kritikern hier) das Gefühl hat, kein einziger Satz könnte ausgelassen werden. Jedes einzelne Kapitel hat an sich Stoff für komplette Geschichten und ich stimme mit Tolkins Vorwort überein: das Buch ist zu kurz!
Und damit zum eigentlichen Anlass meiner Kritik: Das Buch ist ein Märchen, aber nicht wie es aus der Übersetzung Wolfgang Krenges hervorgegangen ist, eines in banaler Comicsprache. Es ist unglaublich wie jemand ein Buch ruinieren kann. Die etwas altmodische dafür aber der Geschichte angemessene Sprache Magret Carroux's gibt der Geschichte etwas feierliches und den handelnden Personen etwas Würdevolles. (Grimms-Märchen in der Sprache von Clever&Smart o.ä. würden auch deutlich an Charme verlieren).
Krenge hat aus dem Herrn der Ringe ein banales Kinderbuch gemacht. Wenn sich trotzdem noch jemand an der Geschichte begeistern kann, dann spricht das nur für die Stärke der Geschichte.
Fazit: Auf die "richtige" Übersetzung achten!!! Nur wo Margret Carroux draufsteht ist auch "Herr der Ringe" drin!!!!
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TOP 500 REZENSENTam 5. Juli 2017
Was soll man zum Klassiker „Herr der Ringe“ noch schreiben? Es gibt wenig, dass nicht gesagt worden wäre. Humphrey Carpenter legte die Biografie (J. R. R. Tolkien: A Biography) vor und editierte sein Briefwerk (The Letters of J. R. R. Tolkien). Lewis- und Tolkien-Forscher Duriez zeichnete u. a. die Geschichte der Freundschaft mit Lewis nach (Tolkien und C. S. Lewis - Das Geschenk der Freundschaft) und verfasste einen kompetenten Führer in die Welt von Mittelerde (A Guide to Middle Earth: Tolkien and The Lord of the Rings). Peter Kreeft handelte systematisch 50 Bereiche der dahinter liegenden Weltanschauung ab (The Philosophy of Tolkien: The Worldview Behind the Lord of the Rings). Louis Markos verfolgte die Spur der Tugendethik (On the Shoulders of Hobbits: The Road to Virtue with Tolkien and Lewis). Womit schon gesagt wäre, dass ich mit Sekundärliteratur gut versorgt auf die Reise nach Mittelerde startete.

Vielleicht könnte ein Blick in die leuchtenden Gesichter meiner Söhne – deren Zahl ist fünf – mehr sagen als alles andere. Dass mein Achtjähriger nach dem „Silmarillion“ (der von Christopher Tolkien definitiv zusammengestellten Sammlung der Geschichten aus dem ersten Zeitalter von Mittelerde) verlangte, erstaunte mich nicht. Für die Lektüre von „Herr der Ringe“ behalfen sie sich mit Hörbuch, bemächtigten sich der beiden roten Ausgaben von „Der Herr der Ringe“ (ich stockte infolge Interesse auf) und nahmen auf die Bahnfahrten ihren E-Reader mit, um dranzubleiben. Fragte ich in die Runde, was sie denn an dieser Welt faszinierte, kamen präzise Antworten in Form von einzelnen Szenen und vor allem Charakterbeschreibungen. Das heisst, sie konnten sich in die einzelnen Figuren und Szenen ein-fühlen, mitleiden und – was wirklich nicht selbstverständlich ist – auch wieder auf Selbstdistanzierung gehen und sagte, was sie bewunderten und was sie erschauern liess.

Ich nehme Sie mit in einige Impressionen meinerseits. Wenn man den Text auf den Begriff „Baum“ durchsucht, dann spuckt die Suchmaschine knapp 500 Stellen heraus. Es handelt sich nicht um endlos wiederholende Naturbeschreibungen im Stile Karl Mays, sondern um ein besorgtes Mit-Atmen mit den grünen Teilen der Erde. Tolkien bedauerte die Industrialisierung und Technisierung, die mit dem Verlust von vielen Grünflächen – u. a. seiner eigenen Jugend – Hand in Hand ging, zutiefst. Bäume haben in Mittelerde ein Eigenleben. Den Baumhirten (Ents) kommt in der Erzählung gar eine Heldenrolle zu. Die Baumszenen fand ich also richtig zum Eintauchen und Durchatmen.

Gehen wir zum Gegenteil des Durchatmens: Zum Bedrückenden. Auch hierin mag Tolkien voll zu überzeugen. Der schwer gehende Atem, die dunklen schweren Wolken, die Enge, die einem ans Herz greift: Die auf die Machenschaften Saurons zurückführenden Ereignisse und Manöver liessen auch mein Herz mit einem leisen Druck belegen. Das Auge, das dich (fast) immer sieht, dein Unheil will, und dessen Späher überall auftauchen, die Reiter schnell, die Schläge, die in der Regel tödlich sind, zeigen auf, was ich als Christ im Kopf schon weiss, mir aber viel zu wenig bewusst bin: Die Realität der unsichtbaren Welt und der Kampf des Fürsten der Finsternis gegen Den, der das Licht geschaffen hat und Menschen zum zweiten Mal neues Licht bringt.

Wie schon „Der Hobbit“ liest sich der Herr der Ringe als Reiseerzählung. Er reiht sich damit in die vielen Klassiker seit Homers „Odysseus“ oder der „Pilgerreise“ von Bunyan ein. Sie entspricht dem Charakter unseres Lebens: Wir leben immer in der Gegenwart und setzen einen Schritt vor den anderen. Gleichzeitig prägen Erinnerungen und Gewohnheiten unseres bisherigen Weges unser Denken und Handeln. Wir blicken auch in die Zukunft und nehmen sie vorweg. Wir hoffen und verzagen gleicherweise. Die Parallelwelt von Mittelerde lässt uns bewusster auf die vertrackte, an manchen Stellen unübersichtliche, von vielen Einzelsträngen durchzogene Lebensreise werfen: Den Start, die ersten Strapazen, unerwartete Lichtblicke, ersehnte Zwischenhalte, in Erinnerung bleibende Feste, Freundschaften und Verrat derselben, Etappen der Krankheit und des Verlustes. Bleibend sind einzelne Begegnungen, die Überraschungen und Enttäuschungen in sich bergen.

Lasst mich hier einhängen – bei den Begegnungen. Tolkien hat, geschickt wie kein Zweiter, mannigfaltige Charakteren eingebaut. Man mag kaum mit einer Person gänzlich mitgehen. Am ehesten vielleicht noch mit Sam, dem treuen Freund. Aragorn heischt Bewunderung. Mit Frodo leiden wir mit. Gandalf taucht zeitig zu Unzeiten auf. Doch keine Figur ist vollkommen. Die Grundspannung zwischen dunklen Kräften und edlem Mut bleibt. Es gibt zahlreiche Tugenden, die uns das Buch so treffend darstellt: Natürlich den hohen Wert der Freundschaft. Alleine kommt letztlich niemand ans Ziel. Tapferkeit ist gefragt, oft auch überraschend für die Person selbst, oder nach Momenten der kompletten Verzagtheit. Uneigennützigkeit kontrastiert mit Begierde und Eigennutz. Das beherzte Zugreifen folgt Strecken der minimalen Versorgung. Körperliche Ausdauer und Widerstandsfähigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung rücken ins Zentrum. Nicht im (post)modernen Sinne, als ob unser Körper das Zentrum der Welt wäre. Doch eine gesunde Körperwahrnehmung und das Spüren der eigenen körperlichen und psychischen Grenzen gehören in eine gesunde Lebensschule. Wie kommt sie zu kurz in unserem Zeitalter der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung!

Etwas hätte ich fast vergessen. Es gibt Schätze, für die es sich zu leben und zu sterben lohnt. Die einen Schätze muss die Freundestruppe loswerden. Der Ring, vom Feinde heiss begehrt, gehört ins Feuer der Vernichtung. Nicht mehr der Goldschatz der Hobbits, sondern die Rückführung der gefährlichen Begierden ist gefragt. Auffällig ist die Anfälligkeit der Ringträger. Sie widerstehen kaum der drückenden Last, ebenso wenig dem gedanklichen Sog, den der Ring entwickelt. Hohe Opfer, ja der Tod, wird eingefordert und bezahlt. Überhaupt ist dies meinen Söhnen aufgefallen: Der Weg zum Schicksalsberg ist ein Weg der Kämpfe, der Schlachten und der Opfer. Zu meiner Frau meinten sie: „Wenn du das liest, musst du dich auf viele grauenvolle Szenen vorbereiten.“ Damit meinten sie nicht abscheuliche Szenen der zeitgenössischen Bildgebung, die dazu aufgebaut werden, um die Bildsüchtigen in ihren Bann zu ziehen. Vielmehr geht es um heimtückische Überfälle und tapfere Abwehr von Mann zu Mann. Einzelne Helden exponieren sich. Es wird mit Schwert, Lanze und Bogen gekämpft, nicht mit ferngesteuerten Raketen.

Vieles in dieser Welt entspricht einem christlichen Weltbild und steht damit dem Bild unserer Zeit entgegen: Ja, es gibt zwei Mächte, die einander bekämpfen, jedoch nie in einer Gleichwertigkeit bzw. Gleichrangigkeit. Ja, es gibt persönliche Tugenden und ihr Gegenteil: Die Laster. Unser Leben ist eine Reise, die unabänderlich auf ein Ziel angelegt ist. Ohne Hilfe von aussen würden wir es nie erreichen. Freundschaft ist ein teures Gut. Unsere Feinde sind real. Es will wohl überlegt sein, welche Nahrung wir zu uns nehmen. Unsere Kräfte sind begrenzt. Tolkien sprach von einem vor-christlichen Universum. Er, der die Welt der nordischen Mythen wie seine Hosentaschen kannte und seine Sprachen beherrschte, sah ab von einer eintönigen Kopie (wie sein Weggefährte C. S. Lewis übrigens auch).

Die Reise nach Mittelerde prägt mich, weil sie mir einen geschärften Blick auf die von Gott geschaffene Wirklichkeit zur Verfügung stellt. Sie lässt mich in eine neue Art von Dialog mit meinen Söhnen treten. Denn Mittelerde vermittelt Bilder und Bewertungen, die wir gemeinsam teilen können.
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am 20. März 2003
Der Oxford-Professor John Ronald Reuel Tolkien schrieb über Jahrzehnte hinweg neben seiner Arbeit an der Geschichte einer von ihm erdachten Welt. Dieses Urwerk der modernen Fantasy-Literatur unterscheidet sich von seinen Genre-Verwandten durch seine schier unglaubliche Komplexität, seine Dichte und Detailfülle.
Und letztlich ist jeder heutige Fantasy-Autor dazu verdammt, in irgendeiner Weise von Tolkien abzukupfern. Denn allein schon die Idee, eine eigene Welt in diesem keltisch-antiken Stil zu schaffen, geht auf Tolkien zurück. Von den unzähligen anderen Ideen, wie der der Existenz verschiedener Rassen, ganz zu schweigen. Insgesamt betrachtet, ist "Der Herr Der Ringe" eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts.
Die Geschichte dürfte spätestens seit den beiden Kinofilmen, die übrigens sehr gut umgesetzt sind, auch Nicht-Fans zumindest im Groben bekannt sein, deshalb will ich hier nicht näher auf sie eingehen.
Es empfiehlt sich, vorher den "Hobbit" gelesen zu haben, denn obwohl die vorangegangene Geschichte vom Ringfund in der Einleitung beschrieben wird, führt einen der "Hobbit" einfach stimmungsvoller und interessanter in den Geschichtskomplex ein.
Das Buch liest sich insgesamt sehr gut, sprachlich ist es unerreicht stimmungsvoll und vermittelt dem Leser eine geschichtliche und atmosphärische Dichte, wie sie bisher noch keinem Autor zu erzeugen gelungen ist. Tolkiens deskriptive Fähigkeiten sind einfach begnadet. Natürlich hat auch diese Buch seine Längen, für deren Durchstehen man aber mehr als entlohnt wird.
Die Geschichte lässt sich übrigens nicht auf ein einfaches Gut-gegen-Böse-Schema reduzieren, wie oft behauptet wird, da der Ring auch von den "Guten" Besitz ergreift und diese auch ansonsten zahlreiche Schwächen zeigen und keineswegs immer strahlende, charakterlose Superhelden ohne dunkle Seiten darstellen.
Ich könnte noch unendlich viel schreiben, doch ich belasse es bei diesem Fazit : Das beste, spannendste und mitreißendste Buch, das ich je gelesen habe.
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am 14. Januar 2003
Da zum Inhalt schon genug gesagt ist, möchte ich hier nur noch auf die Frage nach der besseren Übersetzung eingehen.
Es ist erstaunlich: Gelegentlich findet sich immer wieder jemand, der eine Lanze für die Krege-Übersetzung bricht. Man hört oder liest dann sogenannte Argumente wie
"Schließlich ist die alte Übersetzung 50 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß"
oder
"Durch eine modernere Sprache soll das Werk neuen Leserschichten zugänglich gemacht werden"
Lassen Sie sich nicht durch solchen Unsinn blenden. Das Original wird auch nicht neu geschrieben. Mir ist auch nicht bekannt, daß die Werke Goethes oder Shakespeares alle 50 Jahre den jeweiligen Sprachmoden angepaßt werden. Und wer ein so gestörtes Verhältnis zu seiner Muttersprache hat, daß er mit der Carroux-Übersetzung nicht klar kommt, der sollte ohnehin besser die Finger vom Herrn der Ringe lassen. Die eher vulgärsprachlich orientierte Action-Comic-Generation erreicht übrigens auch Wolfgang Krege nicht.
Margaret Carroux hat die erste, in vielen Bereichen noch mit Tolkien selbst besprochene deutsche Übersetzung vorgelegt. Ihre Sprache ist athmosphärisch stimmig, sie ist angemessen. Für eine Neuübersetzung gab und gibt es keinen Bedarf. Die vorliegende Ausgabe kann also mit Fug und Recht als "Originalübersetzung" angesehen werden. Für mich ist es jedenfalls die einzig "gültige" Übersetzung, an der alle anderen Versuche sich messen lassen müssen.
Die Preisgestaltung zeigt die wahren Absichten des Verlages: Kasse machen! Leider ist dieses Konzept aufgegangen. Wie ich, so dürften viele HdR-begeisterte sich die neue Übersetzung gekauft haben - die meisten sicher nicht zu ihrer Freude. Alle von Krege enttäuschten, die sich die Carroux-Übersetzung neu anschaffen möchten, müssen nun sehr tief in die Tasche greifen (siehe oben)!
Aber dennoch: Alle, die HdR zum erstenmal lesen wollen, sollten (sofern sie nicht ohnehin der englischen Originalausgabe den Vorzug geben) DIESE UND NUR DIESE AUSGABE KAUFEN!
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am 8. August 2003
Mir ist es wie vielen ergangen. Nachdem ich die beiden ersten HdR-Kinofilme gesehen hatten, konnte ich die Spannung nicht mehr ertragen und habe mir die Romane zugelegt - und wie sich herausstellte war das die richtige Entscheidung.
Wenn man sich einmal durch die ersten Seiten gekämpft hat, die einem etwas langatmig erscheinen mögen, wenn man „Die Gefährten" bereits gesehen hat, zieht einen der erste Teil schnell in seinen Bann, unter dem man auch noch nach dem Ende des dritten Teils steht.
Tolkien hatte eine unglaubliche Phantasie, an der er den Leser in „Der Herr der Ringe" teilhaben lässt, indem er ihm eine wunderbar abwechslungsreiche Welt vor Augen führt, die so durchdacht und einmalig beschrieben ist, dass man daran zweifeln könnte, ob es „Mittelerde" wirklich nicht gibt. Abwechslung bieten aber auch die zahlreichen Abenteuer, die die Helden der Geschichte erleben (müssen) und um so weiter die Erzählung fortschreitet, desto mehr nehmen die Geschehnisse an Dramatik zu.
Den (genialen!) Filmen haben die Bücher eines im Besonderen voraus, denn man wird beim Lesen über einige Szenen stolpern, die zwar nicht auf die Leinwand gebracht wurden, aber nicht weniger gut sind. Allein um deretwillen lohnt sich die Anschaffung.
Dass alle Figuren sehr gut charakterisiert sind und von „flachen Typen" meilenweit entfernt sind, sodass die Geschichte dadurch an Tiefe und Einzigartigkeit gewinnt, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen.
Am liebsten hätte ich alle drei Bände am Stück gelesen, aber leider muss der Mensch ja hin und wieder auch mal schlafen :)
Noch eine kleine Anmerkung zur Übersetzung. Manche sagen, die alte Übersetzung von Margaret Carroux sei relativ mühsam zu lesen, aber ich kann diese Meinung nicht teilen, im Gegenteil: der Schreibstil ist flüssig und passt zur Geschichte wie die Faust aufs Auge. Deshalb würde ich jedem Erstleser die Version von Carroux empfehlen, um sich noch mehr in die Geschichte hineinversetzten zu können.
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am 2. März 2000
Als ich, praktisch per Zufall,auf die Sendepremiere des Hörspiels im WDR aufmerksam wurde, war mir nach wenigen Minuten klar, daß ich das mitschneiden muß. Seither habe ich, ein "Mehrmals-Verschlinger" der Romanvorlage, dieses Hörspiel, welches die Vorlage um Längen besser wiedergibt/umsetzt als alles andere, was nicht der Roman selbst ist (sprich Filme wie der von Bakshy o.ä.), mehrmals gehört, und mir wurde nie langweilig. Vieleicht auch deshalb, weil es in der Natur des Hörspiels liegt,immernoch Freiräume für die eigene Phantasie zu lassen, und diese wird ja bei Tolkien geradezu gefördert und angeregt, es ist eben zu recht DER Phantasy-Klassiker, der hier in einer seiner Natur als Hörspiel entsprechenden kongenialen Fassung vorliegt.
Nach kurzer Gewöhnung, an die Tatsache das Personen, die sonst nur in meiner Phantasie, beim Lesen des Buches, eine bestimmte Stimme/Tonfall hatten, machte und macht mir dieses Werk eigentlich nur Spaß, wenngleich es, natürlich, viel zu kurz ist. Soll heißen: es trifft das Buch so gut, daß ich mir eigentlich, auch in dieser Art, mehr davon wünsche!
Allen voran möchte ich die Besetzung/Stimme Gandalfs als gelungen und eindrücklich herrausstellen.
Meiner Meinung nach natürlich kein "Muß", wie vieles eigentlich nicht wirklich ein "Muß" ist, aber eine wirkliche Bereicherung auch für absolute Fans der Romanvorlage (seiner Werktreue wegen), und für Freunde guter Hörspiele
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