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Kundenrezensionen

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am 21. November 2006
Quentin Tarantino hat zwei Versionen seiner Kill Bill-Saga geschnitten bzw. schneiden lassen. Eine Version für den östlichen (Japan etc.) Markt, bei denen drastische Gewaltdarstellung in Filmen ein Stilmittel ist, welches sich aus dem kulturellen Hintergrund der dortigen Filmindustrie erklärt, und eine Version für den westlichen Markt. Dazu zählen Europa, Amerika, USA und Kanada. Ja, auch in Amerika ist die Szene im House of the Blue Leaves in Schwarz-Weiß und ein von Tarantino gewolltes Stilmittel. Deswegen wirkt diese Szene auch so gut in den Film integriert. Sie war eben volle Absicht um einer Zensur (die auch in den USA vorkommt und hier sicherlich passiert wäre) von vornherein zuvorzukommen.
Ich habe beide Versionen gesehen, also auch die Japan Version. Die Schnitte sind dabei tatsächlich nebensächlich. Es handelt sich um Sekundenschnitte, die an ganz wenigen Stellen vielleicht nicht hätten sein müssen, die man aber auch nicht vermisst, wenn man sie nicht kennt. Die s/w Szene wirkt (zugegebenermaßen) in Farbe noch drastischer und intensiver, ist dann aber auch fast nur noch eingefleischten HC-Splatter oder Japan-Schwertfilm-Fans zuzumuten (wie ich einer bin). Wer diese Szenen sehen will und sich in den genannten Genres auskennt, wird in den einschlägigen Quellen fündig und kann die Filme in den östlichen Versionen "genießen".
Allen anderen kann ich diese Box UNEINGESCHRÄNKT empfehlen. Sie enthält die Versionen, wie sie Tarantino für "uns Wessis" vorgesehen hat und sind nicht beschnitten. Der zweite Teil ist sogar im Vergleich zur Japan-Version ungeschnitten.
Man darf also bedenkenlos zugreifen...denn es ist in der Tat ein GRANDIOSER FILM (es sollte ja eigentlich nur einer werden).
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. August 2015
Ich erspare mir Kommentare über die BluRay – für mich ist der Hauptfilm das Fleisch, und dass bei einem solchen Kultfilm Qualität und Ausstattung nichts zu wünschen übrig lassen, versteht sich von selbst. Was ist aber vom Film zu halten, den man sinnvoll nur als Einheit genießen, begreifen, bewerten kann? Sehr viel. Und ich bin weiß Gott kein Tarantino-Fan. Seine oft bewusst banalen, endlosen Dialoge interessieren mich nicht (zugegeben, man kann sie nur mögen oder nicht, objektiv argumentieren geht nicht). Auch geht es bei ihm eigentlich fast nie um etwas, außer um das Kino selbst, oder um andere Elemente populärer Kultur.

Und grad dies ist hier anders, ohne dass QT, wie ihn seine Jünger ehrfurchtsvoll nennen, sich selbst verrät. Zunächst sieht noch alles wie eine stil- und kunstvolle, aber wieder einmal viel zu selbstreferenzielle Gewaltorgie aus. Die Braut (Uma Thurman) trug gelb, wie weiland Jeanne Moreau schwarz (in "Die Braut trug Schwarz" von Francois Truffaut nach dem gleichnamigen Roman von Cornell Woolrich). Und wie Sonny Chiba in den "Street Fighter"-Filmen der 1970er Jahre gelb trug. Wie immer ist das ein blühender Zitatenstrauß. Wie ihre schwarze Vorgängerin hat die Gelbe Grund zu einem Rachefeldzug; ihr Bräutigam wurde getötet. Hierbei zieht sie eine blutige Spur, vor allem durch Tokio. Diese ist aber von der malerischen Schönheit des "Lady Snowbird"-Filmes oder von dermaßen übertriebener Gewalt (ist die Wunde noch so klein, immer spritzt das Blut wie Schwein), dass das Schockierende im Grunde abgemildert wird. Zwischendurch erklärt QT in Rückblenden die Hintergründe und die Geschichten der Gegner der Braut. Geschickt endet Teil 1 mit einem Cliffhanger und hat bis dahin nicht nur virtuos metzeln lassen, sondern auch virtuos das Kino diverser Erdteile zitiert. Ich erspare mir eine klugsch**erische Liste, möchte aber vor allem die gelungene Hommage an den hochgeschätzten Brian De Palma hervorheben: In der Szene, in der Elle Driver im Krankenhaus die Braut meucheln möchte, finden sich von der Split Screen (viele De Palmas) über die weißen Krankenschwesterschuhe (Dressed to Kill) bis zur dissonanten Suspense-Musik von Bernard Herrmann (Komponist für Hitchcock und zwei Mal für De Palma; QT lieh sich aber eine sonstige Arbeit von ihm aus) alles, was einen Künstler auszeichnet: zitieren, ohne zu plagiieren!

Manches freilich wirkt mal wieder arg übertrieben, z.B. die doch platte Einführung der Schulmädchen-Kämpferin "Gogo" (wie originell: Ein Mann möchte in sie eindringen und ihr Schwert dringt in ihn ein…). Warum die Braut nach 4 Jahren Koma den gesamten Oberkörper sofort perfekt bewegen kann, aber alles unterhalb der Gürtellinie erst wieder mühsam in Schwung bringen muss, bleibt QTs Geheimnis. Und dass hier irgendwie jeder krank ist, auch der Krankenpfleger, der sich für das Gestatten von Sex mit der Komatösen bezahlen lässt, ist wieder so eine tarantinoeske Spinnerei, die schon in der Folterszene aus Pulp Fiction eine wenig glaubwürdige "Jeder Biedermann ist Brandstifter"-These mit dem Holzhammer war. Oder einfach nur Quark, weil QT ja nicht den Anspruch erhebt, die Realität abzubilden. Gut unterhalten kann Teil 1 gleichwohl, locker vier Sternleinchen.

Dann kommt die Offenbarung.

Und das in einem Film(teil), der es deutlich ruhiger angehen lässt. Wie gesagt, der Cliffhanger: Bill hatte die Braut ins Koma geschickt, als sie schwanger war, und am Ende von Teil 1 erfährt sie, dass ihr Kind noch lebt. Jetzt geht es um etwas. Eine Mutter tut alles, um ihr Kind wiederzubekommen – und warum sollte man das auch nicht tun? Auch hier überlebt die Braut wieder absurd viel, auch hier komplettieren Rückblenden das komplexe Gesamtbild (und erklären, warum sie z.B. aus einem Grab wieder herauskommen kann). Aber zwei Dinge, die in Teil 1 angedeutet wurden, kommen hier erst voll zum Tragen. Erstens: Das ist eine Liebesgeschichte. Zweitens: Die Braut ist gespalten zwischen zwei Identitäten, Superkillerin und Mensch. Und sie muss sich entscheiden. Das hatte sie anscheinend schon zu Beginn getan, als sie unter falschem Namen einen Mann heiraten wollte, der von dieser Killer-Vergangenheit nichts wusste und nichts wissen sollte. Doch bereits am Anfang des ERSTEN Teils (es ist wunderbar, wie sich rückschauend alles zusammenfügt) drischt die Braut in einem Kampf auf die bonbongrellen Symbole der Spießbürgerlichkeit ein: Eine ihrer Attentäterinnen hat nun Heim, Garten, Mann, Kind (das – wie wir später erfahren – etwas das Alter des Kindes der Braut hat). Das dürfte symbolisch gemeint sein: Auch die Braut ist nach dem gescheiterten Spießerversuch wieder Killerin geworden und kämpft wohl auch gegen sich selbst. Als sie erfährt, dass ihre Tochter noch lebt, dreht sich die Sache wieder, und so ist es kein Zufall, dass der zweite Teil eine ganz andere, ruhigere, Tonlage hat und doch eine Einheit mit Teil 1 bildet. "Ich war die gefährlichste Killerin der Welt, aber als ich das (= den Schwangerschaftstest) gesehen habe, wollte ich nur noch Mutter sein." Als sie meinte, das Kind sei tot, wieder Killerin. Und als sie erfuhr, dass das nicht stimmt, wieder Mutter.

Auf dem Wege dahin wird aber durchaus noch gekämpft, und dass der Weg der Braut so schwierig ist, hat mit etwas zu tun, dass man QT irgendwie nicht zugetraut hätte: mit der Liebe und echten, großen Gefühlen. Das ist nämlich eine Liebesgeschichte zwischen Bill und der Braut, auch wenn der ihr Vater sein könnte. Schön, dass er in Teil 2 auch in Gänze zu sehen ist, eine Hauptrolle hat, und dass David Carradine eine beinahe zärtliche Vorstellung in der Rolle des charismatischen Killerchefs geben darf. QT erzählt glaubhaft, dass seine schändliche Tat an der Braut ihn mehr geschmerzt habe als sie, denn er liebt diese Frau und sie wird auf ihn als fürsorglichen Vater treffen; die beiden werden Dialoge von unendlicher Zartheit und Zuneigung führen. Auch dies ist glaubhaft; die beiden sind eben Partner, haben sich jahrelang mehr als nur wertgeschätzt und auch in den Rückblenden ist klar, dass das mehr als ein Mentor-Spitzenschülerin-Verhältnis ist. Doch bei der Hochzeit wollte die Braut zu den Guten wechseln und Bill sagt von sich, im Herzen und im Leben immer ein Halunke zu bleiben. Daher weiß er, dass die Braut, wenn sie diesen Schritt tut, für ihn für immer verloren ist. Daher schießt er sie ins Koma. Daher tut es ihm tatsächlich mehr weh als ihr.

In einem dieser ansonsten nicht so sehr von mir geliebten QT-Monologe bringt Bill das auf den Punkt. Superman sei der beste aller Superhelden. Er sei nicht der Biedermann, der in die Rolle des Superman schlüpfe, sondern er sei schon mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten geboren und schlüpfe – mühsam – in die Biedermannrolle Clark Kent. So wie Bill meint, die Braut sei von ihrer wahren Natur her Killerin und solle besser nicht in die falsche Haut der Normalo-Frau und Mutter schlüpfen. Doch wegen der Tochter B.B. (wohl für Bill und den wahren Namen der Braut, Beatrix, stehend) ist noch lange nicht entschieden, ob Bill da wirklich Recht hat. Die Auflösung ist ebenfalls sehr zärtlich und ziemlich traurig irgendwie auch; für alle, die den Film noch nicht kennen, sei nur soviel gesagt: Bill wird in der Braut "seinen Meister" finden, weil sie eine Fertigkeit beigebracht bekommen hat, die selbst Bill - und der kann schon sehr viel – nie gelernt hat. Dass die beiden als Sieger und Besiegter auseinandergehen und nicht zusammenkommen können, schmerzt beide ungemein. Wie man sich das im Einzelnen vorzustellen hat: selbst sehen; ich möchte hier noch genug Geheimnis lassen.

Auf viele Details dieses extrem facettenreichen Filmes bin ich nicht eingegangen, die Rezension ist auch so schon lang genug. Das sind aber alles Dinge, die QT in jedem Film virtuos beherrscht. Aber diesmal kann er auch große Gefühle darstellen und eine Geschichte erzählen, die jenseits des Kinokosmos eine Wirklichkeit eigener Art enthält (bei aller äußeren Künstlichkeit). Das berührt. Kill Bill ist ein ungemein emotionaler Film; das macht ihn gerade stark statt schwach. Eine wunderschöne Ausgabe der "steadycam"-Filmzeitschrift nannte ihren Kill-Bill-Schwerpunkt "Explodierende Herzen"; dies sagt einiges (und so etwas kommt übrigens passenderweise tatsächlich im Film vor). Verena Lueken von der FAZ schrieb kürzlich sinngemäß, QT habe von Sam Peckinpah vieles gelernt, außer, dass Töten und Sterben immer etwas bedeute und nie leicht sei. Ich stimme ihr zu – außer eben bei Kill Bill. Da ist auch der Superman Tarantino auf einmal Mensch geworden. Und das ist als Kompliment gemeint, als was für eines!
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TOP 500 REZENSENTam 20. September 2006
Das Warten auf den Director's Cut geht also weiter - aber er wird kommen, da bin ich mir sicher. Auch wenn es dabei gar nicht um den (Auseinander-)Schnitt geht sondern um das Wiederzusammenfügen dessen, was zueinander gehört.

Irgendwie ist es albern, diesen Film, den ja doch jeder kennt, noch besprechen zu wollen. Und auch die Tatsache, daß Kill Bill EIN Film sei, ist hinlänglich verbreitet worden. Und doch, allenthalben heißt es, der erste Teil sei der bessere und Teil zwei wäre demgegenüber abgefallen. Ich hoffe sehr, daß diese Box und später der unvermeidliche Director's Cut helfen werden, den wahren Geniestreich Tarantinos zu verdeutlichen.

Zweifellos ist Kill Bill ein hervorragender Actionfilm. Doch das außergewöhnliche daran ist, daß er entgegen unseren Sehgewohnheiten umgekehrt aufgebaut ist. Eigentlich beginnt er mit dem bzw. den Showdowns, deren zwar noch etliche folgen, die sich aber stetig abschwächen, anstatt sich zu steigern. Die Handlung bzw. die Begründung für die 'Eskalation' wird erst später geboten, wenn der Zuschauer auch tatsächlich wissen will, was da wohl passiert sein mag.

Und es funktioniert: Während man sonst gelangweilt eine Pseudohandlung über sich ergehen läßt, um dann immer heftigere Actionkaskaden bis zum Showdown am Ende des Films sprichwörtlich zu er-"warten", hat man hier keine Ahnung, wie der Film wohl endet - obwohl der Titel "Kill Bill" von der ersten Minute an nie einen Zweifel ließ.
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am 7. Mai 2012
Nachdem Handlung, Bonusmaterial usw. nach knapp 10 Jahren bekannt sein sollte, reduzier ich die Rezension mal ausschließlich auf die Box:

Die Box ist ordentlich verarbeitet, liegt gut (schwer) in der Hand, der FSK18-Aufkleber geht vergleisweise gut ab. Innen erwarten einen drei Postkarten, ein Was-noch-so-bei-uns-erschienen-ist-Heftchen, und natürlich die beiden Plastikscheiben.
Einlegen, es erscheint eine Länderauswahl (UK (voreingestellt), D), nicht überspring/spulbare Copyright und sonstige Lizenzmeldungen (ca. 15 Sekunden - wieso machen die das!?), dann gibts StudioCanal und Miramax-Logos, und gleich das Hauptmenü, ohne Werbung oder nervende Trailer (wenigstens etwas). Film starten, läuft.

An Bild und Ton ist nichts auszusetzen, fast Referenzqualität; sogar das Filmkorn hats mit auf die Scheiben geschafft. Man merkt, dass wohl davon ausgegangen wurde, dass die "Zielgruppe" den Film zu schätzen weiß, und hat es im wesentlichen dabei belassen, ohne irgendwelche Extras. Reicht auch.

Wer die BluRays noch nicht hat und seine Sammlung um einen Klassiker erweitern will, kann hier getrost zugreifen.

Bilder werden bei Gelegenheit folgen.

Hatte allerdings nicht über Amazon gekauft. 5€ Spezialversand mit allen damit verbundenen Einschränkungen und Nachteilen seh ich nicht ein und werde ich auch nie "kaufen". Wenn man mal seinen Ausweis an Amazon schicken müsste, und das ganze auch über Packstationen laufen würde, ok (ist ja per PostIdent, PIN usw. gesichert), aber nicht so. Im G**lmarkt um die Ecke hat der Verkäufer nach 10 Minuten suchen und dreimal den Computer befragen ein tief vergrabenes Exemplar gefunden, sogar günstiger als das Angebot hier.
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am 3. April 2012
Der Film

Kill Bill Vol. 1 & 2 gehören ohne Zweifel zu den besten Filmen unserer Zeit. Kill Bill ist eine Hommage an all die Filmgenre, die Tarantino als Regisseur und Mensch beeinflusst haben, um mal einige zu nennen, das Genre des Italo-Westerns, der italienische Giallo, das Hong Kong Action Kino der Kung Fu Film und natürlich der Samurai Film. Zur Story möchte ich nicht mehr viele Worte verlieren, da diese eigentlich mittlerweile bekannt sein sollte. Kill Bill ist im grunde eine Rache Geschichte und einer der stylischsten und best gedrehtesten Filme die ich kenne. Uma Thurman ist in Ihrer Rolle einfach fantastisch, Sie spielt "die Braut" einfach mit vollem Einsatz und sehr viel Feuer, auch Lucy Liu und alle anderen liefern einen tollen Job ab. Vol 1. ist definitiv der Actionlastigere Film und hat speziell zu seiner Zeit(2003) fur offenen Münder gesorgt. Vol 2. hingegen lässt sich mehr Zeit für Charaktere und Story, Action kommt aber natürlich auch hier nicht zu kurz. Quentin Tarantino hat einmal gesagt:"Vol. 1 ist die Frage, Vol. 2 die Antwort", dass bringt es eigentlich genau auf den Punkt.

Die Blu-ray

Aufmachung: Das Steelbook ist wirklich sehr edel und matt gehalten, im Innenbereich gibt es ein Artwork und Platz für die Zwei Discs. Außerdem liegen noch Drei Postkarten bei. Der FSK Flatschen ist nur aufgeklebt und leicht entfernbar.

Bild: Die Bildqualität ist bei beiden Teilen referenzverdächtig. Farben und Schärfe sind sehr knackig, an einige Stellen wirken die Farben ein wenig zu intensiv, dass ist aber Kritik auf höchstem Niveau und wirklich sehr selten der Fall. Der Schwarzwert ist sehr kräftig, insgesamt also ein absolut bombastisches Bild!

Ton: DTS 5.1, traumhaft gut abgemischt, kraftvoller Bass, man spührt jeden Schlag oder Tritt. Die Dialoge sind sehr klar und vorallem die Stimme von Bill bereitet mir immer wieder Gänsehaut. Musik, welche natürlich ein wichtiger Aspekt im Film ist kommt ebenfalls sehr sauber und kraftvoll aus den Boxen! Auch hier wie beim Bild also die volle Punktzahl!

Extras: Der schwächste Teil der Veröffentlichung. Leider gibt es keine neuen HD Extras. Die Extras wurden 1:1 von der DVD Version übernommen, es gibt auf beiden Discs ein ca. 20 minütiges Making of, ein paar Musikstücke bzw. Videoclips und eine Trailershow mit weiteren Tarantino Filmen. Bei Vol. 2 gibt es außerdem noch eine Zusätzliche Szene mit Bill(ca. 4 min). Schade ich hätte mir ähnlich wie bei Pulp Fiction oder Jackie Brown neue Extras gewünscht.

Fazit

Kill Bill gehört zu den Filmen, die man sich immer wieder anschauen kann. Leider können die Extras nicht überzeugen, dass ist für mich aber kein Grund nicht die volle Punktzahl zu vergeben, denn dieser Film, ich sage bewusst nicht Filme, da Vol. 1 & 2 ganz klar zusammen gehören sind einfach nur Pflicht und Kino auf höchster Ebene! Die Blu-rays bieten brilliantes Bild und Ton. Dazu kommt noch das schöne Steelbook und der wirklich gute Preis. Jetzt gibt es keine Grund mehr diese Filme nicht in seiner Sammlung zu besitzen!
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am 7. April 2012
Zuerst einmal will ich sagen, dass ich mit dieser Blu-ray sehr zufrieden bin. Sie weist ein viel schärferes Bild als die DVD auf. Da Kill Bill einer meiner Lieblingsfilme ist, wollte ich diesen natürlich in bester Qualität haben. Das Steelbook sieht ebenfalls schick aus, wirkt nur leider etwas wackelig. Das finde ich aber nicht ganz so schlimm.

Nun, ich finde es falsch zu sagen, dass Vol. 1 hier "nicht ungeschnitten" ist. Für Japan gab es lediglich eine "erweiterte" Fassung, die noch mehr auf Splatter zielt. Zudem sind aber auch Szenen verändert, z.B. das Gespräch mit Vernita Green. Es mag Leute geben, die es sehr freut, dass das Teehaus-Massaker in Farbe ist, aber ich fand es gerade toll, dass es schwarzweiß wurde. Das gab der Szene eine bestimmte Stimmung. Als es dann wieder farbig wurde, die Braut das Ausmaß ihrer Verwüstung betrachtete und der Boden fast komplett rot war, war man ein wenig geschockt.

Also: Kill Bill Vol. 1 ist auf dieser Blu-ray ungeschnitten, jedoch liegt nicht die erweiterte Japan-Fassung vor (welche nebenbei auch keine deutsche Tonspur hat).

Wer auf jeden Fall mehr Bluteffekte braucht, der sollte diese Blu-ray nicht kaufen und lieber auf die Japan-Version zurückgreifen. Wer den Film in dieser Fassung mag, der kann getrost zugreifen.

Ein Manko der Blu-ray ist leider, dass nervige Untertitel sich in der deutschen Sprachausgabe nicht ausschalten lassen. Die Kapitel erscheinen in Form von englischen Textcharts, die ein deutscher Sprecher dann vorliest. Dass dann auch noch ein hässlicher gelber Untertitel eingeblendet wird, ist überflüssig. Auch andere, banale Dinge werden untertitelt. Ich habe es leider nicht geschafft, diese auszublenden.

Leider ist auch etwas enttäuschend, dass kein weiteres Bonusmaterial für die Blu-ray rausgekommen ist. Es ist dasselbe, wie auf den ersten DVDs von 2004.
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am 5. April 2009
Quentin Tarantino ist ein immer wieder gern diskutiertes Thema unter Filmfans weltweit. Seine Technik wird seit seinem Durchbruch mit "Pulp Ficiton" auch von alteingesessenen Regisseuren immer wieder gern kopiert und auf diese Weise wurde der Halbautodidakt der wohl einflußreichste Filmschaffende der letzten 20 Jahre. Jedesmal, wenn ein neuer Tarantino - Film im Kino Premiere feiert, streiten sich die Experten: Ist es nun hohe Kultur oder ist es Müll? Ist Tarantino der große Neuerer der Filmwelt oder klaut er einfach nur aus unzähligen, meist längst vergessenen Streifen und fügt die Einzelteile virtuos zusammen? Nähme man die ganzen Zitate und in anderer Form schon einmal gesehenen sensationellen Szenen einmal weg, bliebe dann vom großen Tarantino noch irgendwas übrig? Von seiner Fähigkeit, unvergessliche Szenen zu bauen über sein Gespür für den optimalen Einsatz von Musik bis hin zu seinem Fußfetischismus gibt es unzählige Exegesen über sein gemessen an anderen Meisterregisseuren noch recht schmales Werk und bis bei diesen Diskussionen etwas auch nur ansatzweise Brauchbares herauskommt, habe ich mich entschieden, seine Filme einfach nur zu lieben. Tarantino hat einen untrüglichen Instinkt für dramatische Wirkung einer Szene, einen unbestechlichen Blick, was Rollenbesetzungen angeht und verhalf nicht nur Uma Thurman zum endgültigen Durchbruch, sondern kurbelte auch die stagnierten Karrieren von Bruce Willis, John Travolta, Michael Keaton usw. wieder an. Seine Filme liebt man oder haßt man, man wird kaum jemanden finden, dem sein Werk egal ist.
"Kill Bill" ist meiner Meinung nach bislang sein Meisterwerk. Insgesamt vier Stunden lang zeigt Tarantino eine epische Geschichte um ewige Themen: Schmerz, Verbrechen, Rache, Liebe und Erlösung. Ursprünglich als ein Film geplant (was wahrscheinlich zu einem ähnlichen Desaster geführt hätte, wie seinerzeit Michael Ciminos "Heaven's Gate"), entschied man sich nach konsequenter Weigerung des Regisseurs, "Kill Bill" um mindestens eine halbe Stunde zu kürzen, für eine Veröffentlichung in zwei Teilen. So bekommt man hier zwei inhaltlich zwar klar verbundene, in Machart und Aussage jedoch recht unterschiedliche Filme, von denen jeder für sich auf seine Art ein Hochkaräter ist.
Im 1. Teil steht klar die Action im Vordergrund. Als einstmals wichtigstes Mitglied des "Deadly Viper Assasination Squad" macht sich Uma Thurman als zunächst namenloser Racheengel auf die Jagd nach ihren einstigen Komplizen und ihrem frühreren Geliebten, dem vorerst recht mysteriösen Bill, nachdem diese ihre Hochzeit in ein Blutbad verwandelt und die schwangere Braut selbst mit einem Schuß ins Gesicht ins Koma geschickt haben. Nachdem die Braut im Krankenhaus wieder zu sich gekommen ist und festgestellt hat, daß sie ihr Baby verloren hat, besorgt sie sich auf recht unkonventionelle Art einen fahrbaren Untersatz, fertigt eine Todesliste an, fliegt nach Tokyo und überredet den Meisterschmied Hattori Hanzo, der eigentlich der Herstellung von Mordinstrumenten abgeschworen hat, zu einem letzten Meisterschwert. Mit dieser tödlichen Katana ausgestattet geht es in einem beeindruckenden Showdown im "Haus der Blauen Blätter" gegen die "Crazy 88" und den Boss der Bosse der Yakuza, die einstige Mitkillerin O - Ren Ishii (Lucy Liu). Teil 1 besticht durch das rasante Erzähltempo (natürlich wieder mit Tarantinos bewährtem Stilmittel, die zunächst völlig unklare Handlung mittels Rückblenden zu erhellen), virtuosen Einsatz verschiedener Filmtechniken (Schwarzweiß - Überblendungen an prägnanten Stellen, ein Anime - Film usw...), martialische und hervorragend choreographierte Kampfszenen und unvergessliche Bilder wie das finale Duell zwischen O - Ren und der Braut im verschneiten Hof des Restaurants.
Im 2. Teil geht es entschieden subtiler und dialoglastiger zu Werke. Ich kann mich noch gut erinnern, wie sich im Kinocenter in Celle die versammelte (meist männliche) Jugend mit großer Vorfreude auf ein weiteres Schlachtfest versammelt hatte und schließlich mit langen Gesichtern das Kino verließ. "Kill Bill Vol. 2" beleuchtet das Innenleben der Figuren, man bekommt eine bestens aufgelegte Uma Thurman, die eine ausgezeichnete schauspielerische Leistung liefert, einen unnachahmlich lakonischen Michael Madsen, eine Daryl Hannah, die sich in beeindruckender Weise von der 80er - Jahre - Standard - Blondine zur Charakterschauspielerin gewandelt hat und einen absolut coolen (wenn auch etwas wackeligen) David Carradine als Erzbösewicht mit weicher Seite zu sehen.
Kritik und Publikum sind noch immer gespalten, was "Kill Bill" angeht. Viele sehen eine logische Weiterentwicklung in Tarantinos Werk und erklären den Film (für mich funktioniert er in der Tat nur als ein Film) zu seinem Meisterwerk. Diejenigen, die auf ständiger Wiederholung beharren und auch von Tarantino erwarten, daß er "Reservoire Dogs" und "Pulp Fiction" wieder und wieder dreht, sehen sich von ihrem Idol (das wohl schon seit "Jackie Brown") verraten und im Stich gelassen. Wie auch immer, die beständige Diskussion hält einen Film am Leben und in Erinnerung und "Kill Bill" ist ein Film, der nie in Vergessenheit geraten sollte, dazu ist er zu genial inszeniert.
Auf beiden DVDs gibt es die (für den europäischen Markt) ungekürzten Versionen des Films mit diversen Extras (Making Of zu beiden Filmen, Musikvideos und entfallene Szenen) in bester Bild - und Tonqualität zu sehen, leider bekommt man keine weiteren Extras im Unterschied zu den ursprünglichen Kauf - DVDs dazu. Aber keine Sorge, der Director's Cut wird bestimmt eines Tages in den Läden stehen.
Bis dahin kann man nur sagen: Ein wunderbarer, vielschichtiger, actionreicher und mit Humor der tiefschwarzen Sorte getränkter Film, den man immer wieder sehen kann. Unbedingte Empfehlung.
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am 19. September 2014
Was soll man zu diesen beiden Meisterwerken sagen? Die waren schon immer klasse und sind es auf Blue-Ray erst recht. Obacht aber bei der 18er Fassung - die wird nur persönlich und unter Vorlage des Ausweises ausgehändigt. Wer also befürchten muß selbst und höchstpersönlich nicht daheim zu sein hat auch mit Vollmacht oder einem Familienangehörigen wie der eigenen Frau oder des Vaters keine Chance das Teil zu bekommen. Da ich selber nicht zur Post komme wegen der ungünstigen Öffnungszeiten habe ich die Scheiben gar nicht erst abgeholt und somit zurückgehen lassen und sie mir woanders gekauft. Schade. Trotzdem sehr zu empfehlen!
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TOP 500 REZENSENTam 28. Juni 2014
Der Italowestern ist so muss ich sagen mein absolutes Lieblingsgenre. Und mit seinem Racheepos „Kill Bill“ schafft es Tarantino dieses wunderbare Filmgenre des Westens mit dem Martial-Arts-Genre / Hong-Kong-Kino gekonnt zu verweben. Der Osten trifft auf den Westen und der Westen auf den Osten, wenngleich auch Volume 1 mehr im Osten ist. Im ersten Teil geht es vor allem um die Umkehrung der Realität. Die Frau in der Küche ist eine fürsorgliche Mutter – doch auch das krasse Gegenteil kann der Fall sein: sie ist eine Killerin. Die Müslischachtel wird zum Versteck für eine Pistole. Das Schulmädchen ist die abgebrühteste Killerin ganz Tokios, ein einfacher Sushibarbesitzer ist der Schwertmeister schlechthin.
Zum anderen ist die Geschichte einfach nur genial. Tarantino erzählt die Geschichte eigentlich geradlinig, wenn auch mit der Ausnahme von Nummer 2 auf ihrer Hitlist und der Anime-Vorgeschichte von Lucy Liu. Diese Idee mit der Anime-Szene finde ich übrigens mehr als genial. Den Rest der Geschichte spinnt Tarantino gekonnt weiter bis hin zum furiosen und einfach wunderbaren Finale in diesem Club von „Charlie Brown“. Diesen Kampf unterteilt Tarantino in verschiedenste Abschnitte, die dieses abnormal lange Metzeln für den Zuschauer angenehmer und erträglicher Machen. Einmal ist es schwarz-weiß und ein anderes Mal vor blauem Hintergrund. Die Brutalität dieser Kämpfe ist so dermaßen überzeichnet, sodass man es fast schon einen sarkastischen Kommentar nennen könnte.
Im Making-of zu Teil 2 sagt Quentin Tarantino, dass man Volume 1 als Frage verstehen soll, und Volume 2 gibt die Antwort. Für mich ist diese Aussage wunderbar, da sie das Ganze mitten ins Schwarze trifft. Ich persönlich finde den Zweiten ja noch um einiges besser. Der Film macht jedoch enorm viel Spaß und steigert sich im Laufe der Geschichte immer mehr und wird besser und besser. Er heizt den Zuschauer enorm auf den zweiten Teil an.
“Revenge is never a straight line. It's a forest, and like a forest it's easy to lose your way... To get lost... To forget where you came in.“
Quentin Tarantino zaubert hier einen weiteren fraglosen Kultfilm der in vielen Jahren einmal ein Klassiker sein wird. Seine pure Lust und Freude am kino und am Filmemachen kommt deutlich zum Vorschein und wird für uns Zuschauer in jeder Sekunde spürbar. Als besonderes Schmankerl hat er für einen Italowesternfan wie mich noch die in oder andere bekannte Filmmusik eingebaut. Dann noch dieser eine Cliffhanger am Ende und schon fertig ist das Meisterstück.
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am 18. November 2014
Ich habe mir vor einiger Zeit diese Steelbook Edition von Kill Bill gekauft. (Allerdings nicht über Amazon, aber es ist ja dieselbe...)
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Kill Bill Filme einfach liebe. Die sind einfach kult, die Charaktere sind absolut genial, es gibt viel Action und Spannung und der Soundtrack ist auch klasse. Ein paar Extras sind auf den DVDs auch dabei, so gibt es z.B. bei Volume 2 eine Extra-Szene. Leider nur eine einzige, aber naja, besser als nichts, wie ich finde. Auch sind bei den Extras Making-Ofs der beiden Teile dabei.
Mir persönlich gefällt die Steelbook Edition sehr gut, auch das Aussehen finde ich ganz schick. Es ist zwar schlicht aber eben typisch im Stil von "Kill Bill", Kiddos gelber Anzug fällt sofort auf. Ich hab mir diese Box übrigens gekauft ohne den 2. Teil je gesehen zu haben und kann jetzt, nachdem ich ihn schon einige Male gesehen habe, nur sagen, dass er auch absolut top ist. Die beiden Filme sind einfach klasse und ich kann sie jedem Action-Fan empfehlen ;)
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