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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 29. November 2013
Diese alte Musketier-Version ist einer der besten, hervorragend von den Schauspielern herübergebracht und mit viel Humor gewürzt. Nachfolgende Remakes gab es schon zur Genüge, viele davon sehr gut, viele davon nahmen sich dabei zu ernst.

Wenn man sich erst über die Urheberrechtsdialoge und FSK-Hinweise nach Einlegen der BR's hinübergelangweilt hat, darf man sich überraschen lassen.

Bei dieser BR-Fassung sind die ersten zwei Teile der Musketiere-Trilogie enthalten. Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut, war überrascht bei solch alten Filmversionen. Die kleinen Verunreinigungen im Bild bringen den alten Filmsehern so etwas wie Filmqualitätsnostalgie nahe. Aber das Bild ist scharf und ich freute mich beim Zusehen dieser Qualität.

Der zweite Teil enthält Filmszenen die in der damaligen Kinofassung nicht enthalten waren, ist im Originalton mit deutschen Untertiteln versehen.

Filmlängen beider Teile: Teil 1: 107 Min. Teil 2: 106 Min.

Der dritte Teil, der zwar mit den selben Schauspielern gedreht wurde, kam nicht so gut an. Obwohl dieser die altertenden Musketiere mit einer guten Story aufwartete. Aber dieser ist, soweit mir bekannt, auch noch nicht auf DVD herausgekommen. Da die Filme jedoch in sich abgeschlossen sind, ist das Ansehen der ersten beiden Teile kein Problem.

Zu Amazon kann ich nur sagen: "Wow! - so rasch war eine Bestellung (innerhalb einer Woche nach Österreich) noch nicht da.
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am 3. November 2015
Der altbekannte Stoff, der in allen bekannten Versionen in einem Film verwendet wurde ist hier auf 2 Filme ausführlich gestreckt worden. Nichts desto trotz ist er nahe am Originalstoff der Literatur. Sehr gut besetzte Rollen, sehr schöne Aufnahmen. Hier ist alles was das Herz begehrt dabei. Manchmal hat man halt einige Längen in den 2 Filmen dabei, dafür ist man aber eben sehr nahe an den Büchern und auch Einzelheiten oder Nebenschauplätze werden erwähnt und gezeigt die in den anderen Filmen nicht verfilmt wurden. Wer ein leichtes Lustspiel mit fast tänzerischen Einlagen erwartet wie Gene Kelly wird enttäuscht sein, dafür aber ist der film näher an der Vorlage
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am 23. Oktober 2013
Zunächst hatte ich gezögert diese Box zu kaufen, aber im Nachhinein bin ich sehr zufrieden, da diese Filme sich jetzt in doch toller Umsetzung präsentieren. Der erste Film - Die drei Musketiere ist - wie ich finde - vom Bild her hervorragend gelungen und ein für heutige Ansicht glänzender Genuss. Hier würde ich trotz der Vergleiche mir Referenz-BluRays doch folgende Bewertung geben: 4,5 von 5 Punkten. Vom Ton kann man keine Wunder erwarten- somit 2,5 von 5 Punkten. Die erneute Verfilmung vor ein paar Jahren ist eine Blaupause dieses Films von vor über 30 Jahren. Der zweite Film - Die vier Musketiere - folgt thematisch im Anschluß. Ist aber nicht so gut vom Bild - aber immer noch gut zu schauen. Bild : Ich würde 3,5 von 5 Punkten hier geben. Ton bleibt bei 2,5 von 5 Punkten. In der Gesamtbewertung vier Sterne .
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am 19. März 2012
1973 & '74 inszenierte der Beatles-Regisseur Richard Lester unter Zuhilfenahme eines interationalen Star-Ensembles (Oliver Reed, Charlton Heston, Richard Chamberlain, Michael York, Faye Dunaway, Raquel Welch, Christopher Lee, Frank Finlay, Jean-Pierre Cassel, Geraldine Chaplin & der österreichische Erotik-Export Sybil Danning) mit "Die drei Musketiere" & "Die vier Musketiere" die wohl witzigsten Verfilmungen der weltberühmten Dumas-Vorlage. 15 Jahre später wurde mit der nahezu identischen Darsteller-Riege noch ein heute wenig bekannter dritter Teil ("Die Rückkehr der Musketiere") nach Dumas' Roman "Zwanzig Jahre später" gedreht, bei dessen Dreharbeiten Roy Kinnear, der Darsteller des D'Artagnan-Dieners Planchet, tragischerweise ums Leben kam, was für Lester der Anlass war, seine Regie-Karriere zu beenden.

Bereits vom Label Kinowelt wurden die ersten beiden Teile des öfteren im Doppelpack auf DVD veröffentlicht (Musketier Edition [2 DVDs], Musketiere Box (Die drei Musketiere, Die vier Musketiere) [2 DVDs]). Nachdem Kinowelt von Studiocanal aufgekauft worden ist, sah man sich beim französischen Label anscheinend genötigt, die zwei Filme gleich nochmals in neuem Gewand herauszubringen, da Kleider ja bekanntlich Leute (& vielleicht auch DVD-Editionen) machen. Wer Böses denkt, könnte Studiocanal dies als Geldmacherei auslegen, allerdings werden die älteren Editionen nicht mehr vertrieben & sind auch hier bei Amazon nur noch über Dritt-Anbieter zu erstehen - insofern war eine Neuauflage für Kunden, die noch nicht über eine der Kinowelt-Ausgaben verfügen, durchaus gerechtfertigt.

Außerdem ist die Aufmachung dieser Edition sehr gelungen: als Verpackung wurde ein sehr schickes querformatiges Digipak im Pappschuber mit identischem Cover verwendet. Das FSK-Logo am Schuber ist nur aufgeklebt & somit problemlos entfernbar, das FSK-Logo am Digipak ist allerdings fix aufgedruckt. Auch das Innere des Digipaks ist sehr elegant, da die Motive der Silberscheiben dem Design der DVD-Halterung entsprechen.
Das Innenleben der Edition ist nicht ganz so originell oder neu wie deren Aufmachung: die DVDs entsprechen (von der Beschriftung der Silberscheiben abgesehen) inhaltlich 1:1 den oben bereits erwähnten Ausgaben von Kinowelt. Man hätte sich bei Studiocanal zumindest die Mühe machen & auch Lesters dritten Teil mit ins Set nehmen können.
Bild- & Ton-Qualität sind einer DVD & auch des Alters der Filme entspechend ok. Deutsche UT sind bei bei Filmen vorhanden, aber leider gibt es keine englischen UT, welche (mir zumindest) beim Filmgenuss im O-Ton recht hilfreich sein können.
Bonusmaterial gibt's, von den Trailern abgesehen, leider keines (danach sucht man aber auch bei ausländischen Veröffentlichungen vergebens).
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am 13. Januar 2016
War ein Weihnachtsgeschenk für meinen Vater (75 Jahre). Bei beiden DVD's war die Tonspur defekt (starke Geräusche, leises Stimmengewirr).
Sehr schade! So kann ich dieses Produkt niemanden empfehlen. Die Filme selbst sind natürlich von der Berwertung ausgeschlossen und bleiben Klassiker und liebe Erinnerungen. Ich werde mich nach Alternativen umsehen.
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TOP 500 REZENSENTam 21. März 2012
Die Drei Musketiere
Die Story braucht man eigentlich keinem zu erklären, aber der Vollständigkeit halber:. Der junge Gascogner d'Artagnan kommt nach Paris und muss mit seinen neuen Freunden Porthos, Aramis und Arthos Intriegen am französischen Königshof überstehen.
Was Richard Lesters Film auszeichnet ist einfach, dass man der Story ihre Schlichtheit gelassen hat, aber mit guter Inszenierung aufwarten kann. Auch gibt's nebenbei noch diverse gute Gags, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt immer als solche bemerkt.
Dazu ist das Ganze noch mit einer exzellenten Darstellerriege mit Michael York (Logan's Run"), Oliver Reed (Gladiator"), Richard Chamberlain (Shogun"), Christopher Lee (Der Herr der Ringe"), Charlton Heston (Planet der Affen") und Faye Dunaway (Bonnie & Clyde") besetzt.
Die Bildqualität ist für einen Film von 1973 exzellent, aber auch der Mono-Sound schlägt sich gut.

Die vier Musketiere
In dieser nur 1 Jahr später entstandenen Fortsetzung hat man es in der Tat geschafft, die gesamte Spitzenbesetzung aus Teil 1 wieder an Bord zu haben. Und das ist nicht das einzigste Highlight. Denn der zweite Teil ist noch rasanter und unterhaltsamer, als der Vorgänger, wenn es wiedermal darum geht, dunkle Pläne von Richelieu und Rochefort zu vereiteln.
Mit gemischten Gefühlen muss man hier aber die Synchronisation beatrachten. Zum einen haben nahezu alle Darsteller andere Sprecher und auch wenn der Film deutlich mehr Wortwitz hat darf man das dem Klamaukgehalt der deutschen Synchro verdanken/anlasten. Sprüche wie ,Ein Königreich für eine Hottehüh' klingen doch sehr unglücklich eingedeutscht. Porthos verkommt hier gar teilweise zum Pssenreißer, von dem der eben erwähnte Spruch stammt.
Vielleicht muss man das hier echt der deutschen Synchro von TV-Serien dieser Zeit wie Die Zwei" oder Spencer-Hill-Filmen zuschustern, dass auch die Musketiere hier etwas klamaukiger gemacht wurden. Man kann mit der Synchro aber im großen und Ganzen leben, merkt das leichte über die Stränge schlagen, aber am Ende des Films. Hier ist eine geschnittene Szene in englisch eingefügt, in der es um das Ende von Mylady de Winter geht und diese Sequenz beinhaltet keinen Funken Humor, steht somit völlig im Kontrast zum Film.
Technisch ist der zweite Film wie der erste in Punkto Bild- und Tonqualität.

Anmerkungen zur Box insgesamt:
Beide Filme tragen als Boni den Trailer.
Fans gezeichneter Kinoplakate weden an dieser Box ihre helle Freude haben, da als Cover offenbar ein original Plakatmotiv verwendet wurde.
Negativ ist aber, dass diese Edition nicht ganz vollständig ist. Man hätte sich hier bemühen können, den 14 Jahre später entstandenen 3. Teil Die Rückkehr der Musketiere" noch dazu zu nehmen., in dem es die älter gewordenen Recken in Originalbesetzung mit der Tochter von Mylady de Winter zu tun bekommen.
Zwar hat dieser Film nicht ganz die Klasse der ersten beiden, aber gehört als Abschluss halt doch schon dazu.
Nichts desto trotz gehören die beiden ersten Teile neben der Verfilmung mit Gene Kelly zu den besten Musketierfilmen, die es gibt.
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am 26. Februar 2013
Die Musketiere - Einer für alle, alle für einen [2 DVDs]
Ob Richard Chamberlain,Geraldine Chaplin oder Michael York,
alle diese Schauspieler spielen gut in diesen Filmen.
Starbesetzung eben.
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am 5. Februar 2014
Diese Filme waren (sind) so herrlich albern, haben aber doch eine Portion Spannung und Erotik und nehmen das ganze Mantel-und-Degen-Genre ein bißchen auf die Schippe. Keine durchtrainierten Helden und ebenso kampfstarke Amazonen, sondern Intrigen und menschliche Schwächen bestimmen das Bild, am Ende siegt aber das Gute, was sonst? Soviel zum Inhalt.
Die technische Umsetzung dieser nun schon in die Jahre gekommenen Filme ist was besonders den Ton angeht leider mangelhaft. Der Ton ist nur Mono (mit dem Vermerk Dolby Digital!) und eine rechte Kinoathmosphäre will so nicht aufkommen. Das Bild ist von der Kopie her o.k. hat aber auch keine weitere digitale Bearbeitung erfahren. So bleibt: Inhalt hui, Hülle pfui
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Diese Verfilmungen der Musketiere, von 1973 und 1974, gehören zu den wirklich genialen Highlights der 70er. In anderen Rezensionen über Filme jener Epoche habe ich es schon einmal angemerkt, die 70er hatten es filmisch in sich. Es gab viel Schund, Trash, teilweise sogar mit Kultstatus und Werke, die einen heute eher schmunzeln oder traurig grienen lassen. Es gab natürlich, wie eingangs schon erwähnt, absolute Highlights, die noch heute ihresgleichen suchen. Dazu gehören die Bond-Filme jener Zeit. Auch ein seltenes Juwel namens "Rivalen unter roter Sonne", mit Toshiro Mifune, Charles Bronson, Ursula Andress und Alain Delon, gehört dazu. Es handelt sich um einen "Samurai-meets-the-wild-West-Film", meine Rezension dort spricht für sich. Es gab noch etliche gute Filme, hier will ich sie gar nicht alle aufzählen. Diese Musketier-Verfilmung gehört eben auch dazu, sie ist superb, ironisch-witzig ohne albern zu sein, actionreich, selbst für heutige Verhältnisse!, hat eine Prise schöner Erotik - dezent!, vom Ambiente, den Kostümen, der ganzen Szenerien her gelungen. Man merkt die 70er hier deutlich, aber es ist aber nicht störend, es ist rustikal-erfrischend und für einen wie mich, der seine Jugend in jener Zeit mit jenen Filmen erlebt hat, Nostalgie pur.
Zu der Geschichte muß man eigentlich nicht viel sagen, es ist die Geschichte der Musketiere mit dem bekannten Faden der Handlung. Es sind aber Stellen/Situationen eingebaut, an die Alexandre Dumas in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht haben wird. Lustige Stellen. Gelungener Slapstick, alle Protagonisten sind rein moralisch gesehen etwas verdorben, auch die "Guten". Jeder hätte gern ein Tete-a-Tete mit irgendwem und ist auf seinen Vorteil bedacht. Die Kämpfe sind nicht so rokoko-mäßig elegant wie in vielen anderen Verfilmungen. Sie sind derber, ruchloser, weniger edel und oft wuchtiger, sie sind aber dadurch in vielen Teilen sogar realistischer, denke ich. Vor allem kämpfen die Darsteller nicht nur mit ihren Degen, jeder Gegenstand wird bei den Fights, wenn nötig, zur Waffe umfunktioniert, genial. Die Stars werden bei den Dreharbeiten jedenfalls echten Schweiß vergossen haben, mein Wort drauf! Macht wirklich Spaß, sich das anzusehen. Der Spirit der Zeit wird glaubwürdig rüber gebracht, die Landschaft, gedreht wurde in Panama, ist romantisch und könnte besser nicht sein. Von den großen Stars jener Zeit sind ausgerechnet die Darsteller der Feinde der Musketiere die absolute Würze der beiden Verfilmungen. Charlton Heston als absolut unschlagbarer Kardinal Richelieu, Faye Dunaway als mega-scharfe Lady de Winter und Christopher Lee- Dracula!!! - als Rocheford, Mörder in den Diensten des Kardinals und dessen wandelnde Klinge, sagenhaft!
Wer bereit ist sich auf eine ungewöhnliche Seventies-Verfilmung, eine spitzenmäßige wohlgemerkt, einzulassen, der bekommt hier eine richtig gute Musketier-Geschichte serviert. Der Musketier Porthos fungiert auch als Erzähler im Hintergrund, sehr ironisch und mit treffsichererem Witz. Es lohnt sich genauer hin zu hören, was er da so von sich gibt. Schade nur, der später gedrehte dritte Teil ist nicht dabei, macht aber nichts, diese beiden Teile sind in sich geschlossen und bieten alles, was man von guten Filmen erwartet. Erlauben Sie mir noch den kleinen Hinweis:
Das Finale vom 2. Teil - "Die Rache der Mylady", oder auch "Die 4 Halunken der Königin" - betitelt, hat ein grandioses Finale, verdammt heiß im wahrsten Sinne des Wortes. Spektakulär mit einem weiten Bogen an Action, Dramatik und Romantik, wie schon gesagt, damals mußten Stars noch wirklich ran und schwitzen, Bluescreen und so etwas gab es nicht. Der Showdown ist unschlagbar!
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am 31. August 2013
Unter den zahlreichen Umsetzungen von Dumas abenteuerlichem Historienschinken nimmt Richard Lesters Verfilmung „Die drei Musketiere“ (1973) und „Die vier Musketiere“ (1974) einen besonderen Platz ein. Tatsächlich gelingt diesem Zweiteiler ein erstaunliches Kunststück: Statt einfach nur einen weiteren klassischen Kostümfilm zu produzieren, wagten Drehbuchautor und Regisseur eine Adaption, in der Abenteuer und Komik ständig ineinanderfließen. Trotz mannigfacher Humoreinlagen folgen beide Filme stilsicher und durchaus werkgetreu der literarischen Vorlage: Noch hinter gelegentlichen Slapstick-Einlagen schimmert so etwas wie liebevoller Respekt vor dem Heldenmythos. In feiner Übertreibung agieren die Musketiere schon mal wie Aufschneider und Dilettanten, doch stets bleiben Intrigen und Gefahrenmomente der Erzählung erhalten.
Die Choreographie der Fechtkämpfe hat nichts mehr von der tänzerischen Eleganz alter Hollywood-Kostümfilme und schon gar nichts vom Effektgewitter heutiger Produktionen. Die Duelle sind höchst abwechslungsreich gestaltet und an ausgefallenen Schauplätzen inszeniert, bisweilen münden die Scharmützel auch in blutig-raues Handwerk.
Für die Produktion stand ein üppiges Budget zur Verfügung und das sieht man auch. Ständig spießt die Kamera pittoreske Alltagsszenen auf: Zuhauf bevölkern Handwerker, Musikanten, Bettler und Marktschreier die Straßen und Plätze. Das einfache Volk vergnügt sich bei seltsamen Wettkämpfen, der Hochadel sucht Zerstreuung in dekadenten Prunkspielen. So staunt der Zuschauer wie ein Kind beim ersten Rummelplatzbesuch über die bunte Vielgestalt einer längst vergangenen Zeit.
Die Besetzung ist bis in kleine Nebenrollen hinein hochkarätig. Eigenwillig mutet die Wahl des schmächtigen Frank Finlay an, der den Hünen Portos mimt. Aber selbst das funktioniert irgendwie ganz prächtig, weil das intelligente Drehbuch den agierenden Figuren ausreichend Raum gibt, und weil ausnahmslos alle Darsteller in ihren Rollen aufgehen und ihr Vergnügen an den Zuschauer weitergeben. So ist dies die einzige Adaption, in der die Musketiere Portos und Aramis nicht zu bloßen Statisten verkümmern. Das Spiel von Finlay und Richard Chamberlain bleibt ebenso im Gedächtnis wie die kraftvolle Darbietung von Oliver Reed als Athos und die jugendliche Unbekümmertheit von Michael Yorks d’Artagnan. Faye Dunaway gibt die wohl sinnlichste Mylady de Winter der Filmgeschichte. Endlich einmal ist ihre von Dumas beschriebene Verführungskunst adäquat ins Bild gesetzt: ein blondgelockter Engel, der selbst bei asketischen Tugendwächtern ungeahnte Begierden weckt.
Leider fühlte sich die deutsche Synchronisation seinerzeit bemüht, den feinen Wortwitz des Originals ein kräftiges Stück weiterzudrehen. Das Ergebnis ist schauderhaft. Vor allem im zweiten Teil klopfen die Akteure mitunter entsetzlich blöde Sprüche („Weiterfeiern, äh weiterfeuern“, „Gleich gibt’s was auf den Popo!“). Eine düstere Szene gegen Filmende war dieser künstlich erzeugten Klamaukstimmung so abträglich, dass man sie gleich ganz herausschnitt. Notgedrungen wechselt die Blu ray hier etwa zwei Minuten lang zum englischen Originalton, einfach weil es keine deutsche Synchronisation gibt.

Die Bildschärfe ist befriedigend bis gut, echtes HD-Feeling will aber nicht so recht aufkommen. Einige Szenen wirken leicht überbelichtet, aber das ist wohl eher dem Dreh unter spanischer Sonne zuzuschreiben als fehlerhaftem Mastering. Es sind auch kaum Verschmutzungen und Kratzer auszumachen. Leichtes Filmkorn ist durchgehend präsent, was allemal besser ist als der ungehemmte Einsatz von Rauschfiltern. Zweifel sind beim Bildausschnitt angebracht: Das Original-Kinoformat von 1,85:1 sollte auf dem TV eigentlich sehr schmale schwarze Streifen oben und unten zur Folge haben, statt dessen sieht man ein formatfüllendes Bild in 1,78:1. Hier wurde möglicherweise ganz leicht eingezoomt.
Das Amaray Case für beide Silberlinge ist platzsparend aber lieblos gestaltet. Andere Labels haben vorgemacht, wie man ältere Klassiker mit einem schönen Mediabook und ausführlichen Bild- und Textmaterial zusätzlich aufwerten kann. Und warum man den beiden Filmen bei dieser Neuveröffentlichung nochmals den Sammelnamen „Die Musketiere“ verpasst hat, wissen allein die Marketing-Manager von Studiocanal.
Die unverändert schlechte deutsche Synchronisation, der nicht ganz zufriedenstellende HD-Transfer und das Fehlen jeglichen Bonusmaterials kosten einen Bewertungsstern. Gleichwohl kann man dem Filmfreund nur raten, hier zuzugreifen. Die schönste aller Musketierverfilmungen hat man in dieser Qualität zuvor noch nicht gesehen.
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