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TOP 500 REZENSENTam 19. Oktober 2013
Das Thema, Grantler und Misanthrop entdeckt sein Herz oder besser, die Umstände zwingen ihn dazu, seine menschliche und mitfühlende Seite zu entdecken, ist wirklich nicht neu.

Den besonderen und reizvollen Blickwinkel macht in dieser Komödie das ausländische Mädchen aus und die damit einhergehende Sprachbarriere.

Es ist ein netter, ans Herz gehender und amüsanter Film geworden, mehr allerdings leider nicht.

Der Kritik vieler, es handle sich nicht um eine Komödie, kann ich mich nicht anschließen. Komödien sind schon seit Molière oder Tschechow, klassischen Autoren dieses Genres, mit einer ordentlichen Portion Tragik versehen und gesellschaftskritisch. Die Kritik wird nur verpackt, in amüsanten Geschichten verschleiert. Und genau das versucht dieser Film auch. Allerdings überzeugt er nicht, weil er zu sehr an der Oberfläche schrappt, zu plakativ angelegt ist.

Das kleine Mädchen (Mercan-Fatima Türköglu) spielt fantastisch.

Elmar Wepper ist schlecht zu verstehen, teils weil er nuschelt, teils weil er als Bayer versucht, Fränkisch zu reden. Das finde ich bedauerlich und überflüssig - schade drum.
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am 23. Mai 2012
Durch Verkettung unglücklicher Umstände steht die kleine Türkin Hayat völlig alleine in Deutschland da. Dazu spricht sie kein Wort Deutsch und muss sich in der für sie völlig fremden Welt einer bayrischen Kleinstadt zurechtfinden. Als sie Kontakt zu einem Taxifahrer findet, den sie schon bei ihrer Einreise nach Deutschland kennengelernt hatte, ist dieser nicht gerade erfreut. Grantig, unfreundlich und voller Vorurteile gegenüber Ausländern, dazu noch mit eigenen Problemen belastet, wehrt er sich zunächst gegen das Kind. Allmählich aber gewinnt Hayat die Zuneigung des Taxifahrers, der sich immer mehr als sehr liebevoll und fürsorglich entpuppt und Hayat in sein Herz schließt. Mit viel leisem Humor gewürzt und mit zum Teil sehr lustigen Dialogen auf bayrisch-türkisch (mit Untertiteln) wird sehr spannend die Suche nach den Eltern des Mädchens, aber auch die Sinnsuche des Taxifahrers geschildert. Das Ende des Films ist gut, aber nicht kitschig sondern realistisch. Eher zufällig sind wir, zwei Erwachsene und zwei Kinder (9 und 12) in diesen Film "hineingeraten". Unsere anfänglichen Bedenken, der Film könne zu traurig, tragisch oder schwierig für die Kinder sein haben sich bald zerstreut. Zugegeben: Die Handlung ist nicht immer lustig und die kleine Hayat muss viel durchmachen bis alles schließlich ein realistisch gutes Ende findet. Aber dafür gibt es immer wieder sehr nette und menschlich berührende und wirklich humorvolle Szenen, die uns noch lange Gesprächsstoff geliefert haben. Dreiviertelmond ist ein Film, der einem in Erinnerung bleibt, der abweicht von den kitschigen und allzu oberflächlichen Filmen, deren Titel man bereits vergessen hat, wenn man das Kino verlässt.
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am 20. Oktober 2013
Als die kleine Hayat auf einmal ganz alleine dasteht - ihre Mutter auf einem Kreuzfahrtschiff, ihre Oma im Krankenhaus - tritt plötzlich wieder Hartmut in ihr Leben, den sie von einer Taxifahrt schon kennt. Der muffelig wirkende Mann hat nur leider überhaupt keine Lust auf das türkische Mädchen, kann sich auch nicht großartig mit ihr verständigen. Er will seine Ruhe. Und seine Frau zurück. Und überhaupt klappt alles gar nicht. Es dauert seine Zeit, bis er schließlich erkennt, dass da mehr ist als der Alltagstrott, denn "Hayat heißt Leben".

Ein wirklich schöner Film, der mal traurig, mal lustig, mal ernst und mal albern daherkommt. Verläuft nicht ohne Stolpersteine und Überraschungen, unterhält und vermittelt auch was.

Ganz toll gespielt vom kleinen Mädchen, finde ich. Elmar Wepper alias Hartmut ist in seiner Rolle leider manchmal schwer zu verstehen, gerade anfangs ist alles sehr überspitzt und gewollt rabiat, präsentiert sich ansonsten aber auch überzeugend.

Fazit: nette Tragikomödie mit rührendem Verlauf.
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am 2. Mai 2012
Von Lammbock bis Dreiviertelmond ist's ein weiter Weg. Züberts Erstling war eine erstaunlich witzige Kifferkomödie und jetzt, zehn Jahre später, bedient der Würzburger Regisseur das andere Ende des Spektrums, nämlich die tragikomische Geschichte einer unfreiwilligen Freundschaft zwischen einem vom Leben verbitterten fränkischen Taxifahrer und einem sechsjährigen türkischen Mädchen, das das Schicksal in seine Obhut treibt. Großartig gespielt, humorvoll und so rührend, das es mir im zehnminütigen Abstand die Tränen in die Augen trieb. Vor allem aber ist der Film eins, und das geht den meisten deutschen Machwerken leider immer noch ab: Verdammt unterhaltsam!
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. März 2012
Ich war auf dem komplett falschen Dampfer - erwartete ich doch bei "Dreiviertelmond" eine (typisch deutsche) Filmkomödie mit regionalem Charme, zumal Teile des Films in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gefilmt wurden. Wie gut, dass ich mich geirrt habe - denn dieser Film hat mich sehr berührt, erzählt er doch die Geschichte zweier einsamer Menschen.

Auf der einen Seite ist das sechsjährige türkische Mädchen Hayat, das von seiner Mutter nach Nürnberg gebracht wird, damit die Großmutter auf Hayat aufpassen kann, während die Mutter mehrere Wochen auf einem Kreuzfahrtschiff ihr Geld verdient. Auf der anderen Seite der zirka 65 jähirige Taxifahrer Hartmut Mackowiak, der nach dreißig Ehejahren von seiner Frau verlassen wird, obwohl er ihr doch gerade erst eine Einbauküche mit Soft-Close-Schubladen gekauft hat. Durch puren Zufall (der glaubwürdig erzählt wird und eben nicht durch Screwball-Elemente passiert) muss der fränkisch-pelzige Helmut auf das türkisch sprechende Mädchen aufpassen, nachdem dessen Großmutter komatös im Krankenhaus liegt und die alleinerziehende Mutter per Handy nicht erreichbar ist. Der Taxler, ein sehr unzugängiger, verschlossener und ziemlich bitterer und latent ausländerfeindlicher Charakter freundet sich mehr oder minder mit Hayat an, und findet durch die Erlebnisse mit dem Mädchen, das übersetzt Leben heißt, in das eigene Leben zurück...

Ich war enorm gerührt von dieser Geschichte. Elmar Wepper als grantelnder Taxifahrer und (die so putzige wie überzeugende) Mercan Türkoglu als Hayat haben mich mit ihrem Spiel direkt berührt und die Einsamkeit des jeweiligen Charakters glaubhaft dargestellt. Allenfalls lokal verortete Kritik könnte ich am Film anbringen, denn viele Szenen (beispielsweise das Krankenhaus und das Wohnhaus der Großmutter) wurden nicht in Nürnberg sondern in Fürth gedreht, die Dönerbude ist in Wirklichkeit ein türkischer Obstladen (der sich ebenfalls in der Nachbarstadt Fürth befindet) und Elmar Weppers "Fränkisch" wirkt in meinen Ohren nicht sehr authentisch. Hier hätte ich mir als Franke eher gewünscht, dass Wepper seinen eigenen Augsburger Dialekt gesprochen hätte. Doch das wird wahrscheinlich nur Franken und Menschen mit Ortskenntnis stören.

Das Blu-ray-Bonusmaterial zeigt noch kurze Impressionen der Kinopremieren in Nürnberg und Hamburg, Testaufnahmen mit Mercan Türkoglu, ein gut 20 minütiges Making-of und ein Fotoalbum. Zudem finden sich noch eine handvoll Trailer auf der Scheibe. Somit komplett durchschnittliches aber dennoch sehenswertes Zusatzmaterial.

Insgesamt von mir volle fünf Sterne für diesen berührenden und glaubhaft dargestellten Film.
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am 29. Dezember 2012
Wegen der lustigen Szenen im Trailer habe ich diesen Film gekauft. Leider ist er Film viel zu traurig und als Familienunterhaltung völlig ungeeignet. Das Mädchen und der Taxifahrer haben wirklich nichts zu lachen. Elmar Wepper als Franke ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Ein Happy-End hätte versöhnlicher gestimmt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 19. Dezember 2014
Der Verstand könnte sagen, dass da doch viel an den Haaren herbeigezogen ist. Ein mürrischer, fränkischer Taxifahrer um die 60, der dank - Nomen est omen – der sechsjährige Hayat (was "Leben" auf türkisch bedeutet) tatsächlich noch einmal eine Wende in seinem Leben hinbekommt. Irgendwie quasi dreiviertelzufriedenstellend. Aber zum Glück, ja zum Glück, geht es in diesem Film nicht um kopfmenschige Wahrscheinlichkeiten. Es geht um das Herz. Das Fühlen. Wunderschön. Wunderschön.
(Kleine Kritik in der Klammer: Nürnberg könnte weiß Gott besser dargestellt werden als in diesem Film. Die Szenen, die im Kebab-Restaurant und in der Wohnung von Hayats Oma spielen, wurden gar in Fürth gedreht! Am Filmanfang fährt Mackowiak, Hartmut vom Flughafen über das Dokuzentrum nach "Gostanbul" (-> der Nürnberger Stadtteil Gostenhof), was totaler Unfug ist. Nun ja, beim nächsten Mal bitte mehr Nürnberg in echt).
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am 17. Dezember 2014
Sorry, but it is much easier for me to write in English...
This movie is absolutely charming. It is not available on Amazon.com so I had to write the review here on the German site. Five stars!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 21. August 2012
Die Abbildung auf der DVD-Umschlaghülle erweckten in mir den Eindruck, dass es sich bei diesem Film wohl um eine Art Komödie handelt, bei der die - sicherlich komplizierte - Beziehung der beiden doch so ungleichen Personen (deutscher Taxifahrer einer-, türkisches Kleinkind andererseits) im Mittelpunkt steht, für Erheiterung sorgt. Entsprechend gespannt war ich. Tatsächlich dreht es sich aber mehr um die gescheiterte Ehe des Taxifahrers und seinen Frust hierüber. Das Mädchen tritt zwar in dessen Leben ein, spielt aber tatsächlich und damit entgegen der Ankündigung als eine der Hauptdarstellerin, im Grunde nur eine Nebenrolle. Folgerichtig war ich über diese so empfundene Gewichtung des Geschehens und die damit m.E. mangelnde Stimmigkeit des Fimaufmachers mit dessen Inhalt doch schon einigermaßen enttäuscht.
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am 6. Januar 2014
Eine sehenswerte, berührende Geschichte! Es sollte mehr solche Filme geben, die ohne große Action und Gewalt auskommen und einen sofort gefangen nehmen.
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