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am 30. März 2011
Ich habe dieses Buch trotz der vielen negativen Bewertungen bestellt, da ich mir selber eine Meinung bilden wollte und es ein Buch in dieser Richtung bisher nicht gibt. Dr. med. vet. Jutta Ziegler ist die erste Tierärztin, die sich diesem Thema angenommen hat und öffentlich dazu Stellung bezieht. Daher halte ich eine solche Veröffentlichung für sehr mutig.

Frau Dr. med. vet. Jutta Ziegler richtet sich mit diesem Buch an Tierhalter (wie sie selber schreibt) und ist daher weniger an einer wissenschaftlichen Stellungnahme interessiert als vielmehr dem einfachen Tierhalter auf Missstände und Probleme, die bei der Ausübung in der Veterinärmedizin gegeben sind, hinzuweisen. Wer sich mit dem Kauf dieses Buches also eine wissenschaftliche Ausführung erhofft, ist falsch beraten. Frau Ziegler bemüht sich darum, die Problematiken auch dem einfachen Halter verständlich zu erklären und dies gelingt ihr indem sie viele Einzelschicksale als Paradebeispiele ausführt und anhand derer auf die unterschiedlichen Problemfelder hinweist. Das Buch enthält zahlreiche Quellenangaben ist aber nicht durchgängig in jeder Aussage mit Quellen versehen. Das würde wohl auch die Lesbarkeit für den normalen Halter erschweren.

Es wird nicht nur den Problemen auf den Grund gegangen sondern auch zahlreiche Lösungen präsentiert (z.B. eine genaue Beschreibung einer gesunden, nicht krankmachenden Fütterungsform oder Kriterien, die bei der Tierarztwahl behilflich sein können).

Ich persönlich konnte keinen "Kreuzzug gegen die Veterinärmedizin" in ihrer Veröffentlichung erkennen, vielmehr plädiert Frau Ziegler für einen bewussteren Umgang mit Medikamenten, für mehr "Ursachenbehebung" als "Symptombehandlungen", eine gesunde Lebensweise für das Tier als Vorbeugung von Krankheiten und kritisiert einen Teil der Tierärzte, die weniger am Tierwohl, sondern vielmehr an einer Gewinnsteigerung interessiert sind. Und jene, die (unwissend) die Parolen der Pharma-und Futtermittelindustrie an den Tierhalter weiter geben und ganz vergessen, dass dies eigentlich Werbeschreie und keine wissenschaftlichen Aussagen sind. Wie sollen sie auch anders? Bereits im Studium wird z.B. der Lehrinhalt zum Thema Tierfütterung von namhaften Tierfutter-Firmen finanziert. Sie kritisiert nicht den Tierarzt ansich oder gar die ganze Veterinärmedizin, sondern vielmehr den Umgang mit dieser Wissenschaft.

Auch wenn einigen aufstoßen möge, dass Frau Ziegler so für das Thema Frischfütterung plädiert: Ich halte diesen Aufruf für längst überfällig. Wer würde zu einem Kinderarzt gehen, der den Eltern Dosen und Trockenklumpen für die tägliche Ernährung ihrer geliebten Kinder mitgibt und behauptet "da wäre alles drinnen"? Egal ob Mensch oder Tier: Essen heißt auch immer genießen und täglichen den gleichen Futterbrei vorgesetzt zu bekommen ist allein schon aus dieser Perspektive heraus betrachtet Unsinn. Beim Menschen ist längst bekannt, dass Fastfood und Fertignahrung der selbstgemachten Nahrung um einiges nachhängt. Auch die menschliche Fertigkost enthält die zugesetzten Vitamine und Mineralien, so dass ein Mensch auch mit einer solchen Nahrung überleben kann. Von gesunder Kost würde hier aber keiner sprechen und resultierende Erkrankungen würden keinen wundern. Warum wird also beim Tier dieser Sachverhalt so unter den Tisch gekehrt?

Danke für dieses mutige Buch! Ich kann es all den Tierhaltern, die sich für ihre Tiere interessieren und an deren Wohlbefinden interessiert sind nur wärmstens empfehlen.
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am 18. Oktober 2015
Zu meiner Person, ich bin weder Tierärztin noch verdiene ich Geld mit Futtermitteln. Ich bin lediglich Halterin eines Hundes und eines Pferdes.

Ich würde diesem Buch alleine für den melodramatischen Titel 5 Sterne geben. Für den Inhalt würde ich allerdings, wenn es ginge, 0 Sterne vergeben.

Wer dieses Buch aufmerksam liest wird zum einen feststellen dass sich Frau Ziegler ständig selbst widerspricht. Zum anderen wird jemand, der vernünftige grundlegende Kenntnisse in der Biologie besitzt, sofort sehen dass in dem Buch irritierende Aussagen getroffen werden die sich in keinster Weise mit wissenschaftlichen Erkenntnissen decken.

Aber ein paar Beispiele möchte ich gerne nennen (mir liegt das Buch in der 8. Auflage vor und auf diese beziehe ich mich auch):

S. 16 [...]Es gibt sie zwar noch, die großwüchsigen Hunde, die vereinzelt 15 Jahre und älter werden; aber solche Lebensalter erreichen sie immer seltener und wenn, dann nur als chronisch Kranke[...]
Ein paar Zeilen weiter ist dann zu lesen:
S. 16 [...]So gibt es bei unseren Hunden eine auffällige Parallele zu uns Menschen. Wir selbst werden auch immer älter, das zeigen die Statistiken[...]
Frau Ziegler sie müssen sich schon entscheiden, werden unsere Hunde jetzt durch die medizinischen Möglichkeiten immer älter oder nicht. Oben bestreiten sie das vehement. Und dann ziehen Sie so eine widersprüchliche Parallele.

Nachdem Frau Ziegler im weiteren Verlauf des Buches mehr als deutlich auf die Minderwertigkeit von Fertigfutter und ins besondere Trockenfutter hinweist, möchte ich hier mal anmerken das Frau Ziegler selbst alle Formen von Fertigfutter verkauft.
Aber es kommt auch eine Erklärung warum das Futter so schlecht ist.
S. 36 [...]WARUM? Jedes Trockenfutter wird bei der Herstellung mechanisch bis zur Unkenntlichkeit zerkleinert und stark erhitzt. [...] Dabei werden jedoch die für die Verdauung so wertvollen Enzyme zerstört, Eiweiße werden denaturiert und die für die Verdauung wichtigen und wertvollen Bakterien haben keine Chance zu überleben.[...]

1. Das ist bei Frau Zieglers Trockenfutter genauso, auch wenn es kalt gepresst ist.
2. Enzyme sind eine Untergruppe der Proteine (Eiweiße), die müssen also nicht extra erwähnt werden. Es macht sich aber natürlich besser, da man so mehr aufzählen kann.
3. Denaturierung ist keine Zerstörung sondern die Überführung eines Proteins aus seiner Tertiär - oder Quartiärstruktur in die Primärstruktur. Das ist überhaupt nichts Schlimmes und das wissen Sie auch, sonst hätten Sie dem Leser erklärt was Denaturierung ist. Proteine werden in unserem Leben an vielen Stellen denaturiert. Wenn sie ein Ei kochen wird das Eiweiß weiß und hart, das ist nichts weiter als eine Denaturierung in diesem Fall übrigens auch durch Hitze. Kämen Sie jetzt auf die Idee dass man das Ei nicht mehr essen kann??? Essen Sie Ihr Fleisch immer brav im rohen Zustand? Sollten Sie es kochen oder braten denaturieren sie das Protein. Im Magen passiert ebenfalls nichts anderes, Magensäure tut nichts anderes als ein Protein zu denaturieren. Eine weitere Zerlegung des Proteins findet erst durch darauf spezialisierte Enzyme im Darm statt. Und keine Angst wenn ein Protein schon denaturiert im Darm ankommt wird es nicht weiter „zerstört“, das kann die Magensäure nicht, es wird dann einfach weitergeleitet.

Im Weiteren erklärt sie das Trockenfutter Allergien auslösen kann, auch gegen Inhaltsstoffe die im Normalfall niemals eine Allergie auslösen würden.
S. 37 [...]Dies gilt auch für Inhaltsstoffe, die im Normalfall niemals eine Allergie auslösen könnten wie z.B. Rindfleisch.[...]
Dies erklärt Frau Ziegler anhand eines Hundes der Allergien gegen diverse Futtermittel hat. Das Kuriose an der Sache ist aber auf Seite 38.
[...]Allergien auf bestimmte Fleischsorten, wie etwa bei Paule das Rindfleisch, gelten oft nur für das industriell verarbeitete Produkt[...]Was er tatsächlich nicht verträgt ist das Lammfleisch.[...]
Warum ein Hund im Normalfall keine Allergie gegen Rindfleisch entwickeln kann, es aber dann völlig normal ist das er auf Lammfleisch allergisch reagiert entzieht sich mir jeglicher Logik. Warum kann ein Hund gegen die eine Fleischsorte (Lamm) ohne Probleme eine „natürliche“ Allergie entwickeln gegen die andere (Rind) aber nur durch Trockenfutter?

Wie nicht anders zu erwarten sind bei Frau Ziegler auch alle Knochen- und Gelenkerkrankungen auf Trockenfutter zurückzuführen. Dazu gehören bei ihr natürlich auch ED und HD. Die Frage warum bestimmte Rassen deutlich mehr Probleme damit haben als andere wird hier gar nicht gestellt, denn dann müsste man ja einsehen das das Futter anscheinend das geringste Problem ist, denn es werden ja nicht nur Schäferhunde und Labradore mit Trockenfutter ernährt. Aber sie hat noch ein weiteres Beispiel: OCD (Osteochondrosis dissecans)
Natürlich ist bei Frau Ziegler auch hier das Futter Schuld. Diese Erkrankung gibt es aber auch bei Menschen. Beim Menschen wurde lange angenommen dass das Risiko einer Erkrankung durch Dauer- und Überbelastung der Gelenkflächen erhöht wird. Neuere Studien gehen von einem Gendefekt aus. Das dürfte beim Hund wohl nicht anders sein.

Im weiteren Verlauf des Buches geht es vermehrt um BARF, denn Frau Ziegler verkauft ja nicht nur Fertigfutter (Nass- und Trockenfutter) sondern auch BARF. Ein Schelm wer Böses dabei denkt :-)
Aber jetzt kommt eine Aussage die ist einfach nur herrlich:
S. 63 [...] Natürlich ernährte Hunde und Katzen werden nicht dick, oder haben sie schon einmal einen übergewichtigen Wolf oder eine fette Wildkatze gesehen?[...]
Frau Ziegler ich danke Ihnen für den Lachanfall den sie mir damit verschafft haben. Für alle die nicht verstehen warum ich jetzt so herzhaft lache. Ein Wolf oder eine Raubkatze jagen ihr Futter selbst. Mal abgesehen davon das der Jagderfolg selten so groß, ist dass die Tiere fett werden könnten. Sollte das doch in einem seltenen Fall mal passieren können diese Tiere, wenn sie zu fett sind, nicht jagen und haben somit auch keinen Jagderfolg und damit auch keine Nahrung. Das heißt sie nehmen zwangsläufig ab bis sie wieder jagen können, oder sterben.

S. 66 Mittlerweile geht es um Nahrungsergänzung und natürlich wieder um Trockenfutter.
[...]Auch der Rohascheanteil (8,2%) ist zwar ein Garant für harten Kot, führt aber gleichzeitig zu einer enormen Belastung der Nieren (insbesondere bei gleichzeitiger Verwendung von synthetischen Vitaminen) Der Rohascheanteil sollte daher nicht mehr als 5% betragen.[...]
Frau Zieglers Trockenfutter enthält durchweg mehr als 5% Rohasche. Trockenfutter mit Rind 6,9%, mit Ente 7,2%, mit Huhn 6,95%, mit Fisch 7,6%. (Stand Oktober 2015) Insbesondere bei gleichzeitiger Verwendung von synthetischen Vitaminen heißt das nichts anderes als dass es in dem Fall schädlicher ist, ohne diese synthetischen Vitamine aber auch schädlich ist. Nur damit jetzt nicht jemand auf die Idee kommt dass es bei kaltgepresstem Trockenfutter anders zu verstehen sein könnte.
Übrigens bei den vielen Nahrungsergänzungsmitteln, die Frau Ziegler verkauft, habe ich ein Mittel zur Entgiftung gefunden. „Basis Leber Mischung“, dieses Mittel enthält 16,8% Rohasche. Nach welchem Prinzip geht man hier vor? Man entgiftet die Leber und vergiftet die Nieren?

Mal abgesehen davon findet Frau Ziegler die Nahrungsergänzungsmittel in Trockenfutter ja eh „schrecklich“ und es gibt ja auch keinen Nachweis dass sie wirksam sind, behauptet sie zumindest. Als Beispiel nennt Frau Ziegler hier Grünlippmuschelextrakt. (S. 66/67)
S. 67 [...]Den meisten Verbrauchern ist nicht bewusst, dass Nahrungsergänzungsmittel keiner Zulassungspflicht unterliegen und auch nicht auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit hin untersucht werden. Die von den Pharmafirmen angeführten Studien werden von diesen selbst finanziert und sind somit keinesfalls aussagekräftig. Unabhängige Studien gibt es hierzu nicht.[...]
Warum verkauft Frau Ziegler dann duzende von Nahrungsergänzungsmitteln unter anderem natürlich auch Grünlippmuschelextrakt, wenn deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist? („Basis Gelenk Spezial“ heißt das eine Produkt bei ihr und Grünlippmuschelextrakt pur in Pulverform gibt es auch)

Das Thema Impfung.
[...]Eine Tollwutimpfung ist nur für Hunde und Katzen notwendig, die ins Ausland reisen.[...]Der Impfschutz hält aber viel länger als drei Jahre[...]
Das stimmt nicht, häufig hält er nicht mal drei Jahre. Das wird jeder Tierarzt schon festgestellt haben, der häufig Titer Messungen bei Hunden gemacht hat.

Bei vielen Impfungen behauptet sie dass es keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gibt wie lange der Impfschutz anhält. Gleichzeitig behauptet sie aber dass er länger hält als angegeben. Woher weiß sie das wenn es keine Untersuchungen dazu gibt?
Da sie dann auch noch die Titer Messung als nicht aussagekräftig in Bezug auf einen Impfschutz deklariert, nimmt sie sich auch noch jegliche Möglichkeit einer Überprüfung. Beziehungsweise sie nimmt auch jedem anderen die Möglichkeit eines Nachweises. Sehr praktisch Frau Ziegler aber leider überhaupt nicht wissenschaftskonform.

S. 79 [...]Bei einer Impfung werden auch sogenannte Gedächtniszellen gebildet, die nicht nachgewiesen werden können[...]
Woher weiß Frau Ziegler das diese gebildet werden wenn sie nicht nachgewiesen werden können??

S. 84 [...]Die Impfung kann die Infektion oft nicht verhindern sondern nur abschwächen[...]
Das Prinzip der Impfung scheint hier nicht verstanden zu sein. KEINE Impfung kann eine Infektion verhindern. Wohl aber eine Erkrankung abschwächen oder ganz verhindern. Das kommt auf die Impfung an. Bei Tollwut muss z.B. sichergestellt sein das die Erkrankung nicht auftritt. Infektion bedeutet lediglich, daß Krankheitskeime auf jemanden oder etwas übertragen werden.

S. 89 [...]Sinnvoll für den Hund sind nur Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvo und, wenn nötig, Tollwut. Gegen diese Krankheiten sollten alle Hunde Grundimmunisiert sein. Sie kommen zwar kaum noch vor, aber zum Schutz vor infizierten Welpen aus gewissenlosen Massenzuchten, die an der Autobahn verkauft werden und die Krankheit ins Land bringen können, sollte man auf diese Impfungen nicht verzichten.[...]

S. 92 [...]Impfungen schützen nur, solange keine Ansteckungen möglich sind. Bricht jedoch eine Epidemie aus, erkranken Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen. Und bei Seuchen, gegen die geimpft wird, verhindern Impfungen gerade deren Ausrottung[...]
Mal abgesehen davon das die Aussage natürlich jeglicher Grundlage entbehrt und einfach nur falsch ist, frage ich mich dann warum Frau Ziegler (siehe Zitat darüber) für eine Grundimmunisierung ist.
Aussagen dieser Art (gegen Impfungen) werden gerne von Impfgegnern gemacht, manche gehen sogar dazu über zu behaupten dass es gar keine Viren und Bakterien gibt. Sondern diese nur von der Pharmaindustrie erfunden wurden. Menschen die das gerne glauben wollen (glauben ist ja auch nicht wissen) wird es auch weiterhin geben dagegen kann man nichts tun. Wer sich allerdings wirklich eingehend mit dem Thema Immunbiologie auseinander setzt wird recht schnell feststellen das alle Aussagen dieser Art jeglicher Grundlage entbehren auch die hier zitierte Aussage von Frau Ziegler auf von S. 92.

S. 106 [...]Futterallergene werden meist im Verdauungsvorgang nur ungenügend zerlegt und gelangen über die Blut-Hirn-Schranke direkt ins Gehirn, [...]
Wenn ein Stoff ungenügend zerlegt wurde heißt das dass er größer ist als er es wäre wenn er genügend zerlegt wurde.
Durch die Blut-Hirn-Schranke kommen nur Stoffe die fettlöslich und besonders klein sind. Das dürfte bei einem ungenügend zerlegten Stoff wohl nicht der Fall sein. Denn genau davor schützt die Blut-Hirn-Schranke. Nur mal am Rande, etwa 98 % der potenziellen Neuropharmaka scheitern daran die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Frau Ziegler wirft der Pharmaindustrie in ihrem Buch immer wieder vor, daß alle von ihr (der Pharmaindustrie) herausgegebenen Studien gefälscht sind. Frau Ziegler liefert in ihrem Buch zu allen ihren eigenen Aussagen aber nicht mal eine Studie.

S. 128 [...]Wenn man seinen Hund oder seine Katze natürlich ernährt, ihm oder ihr also regelmäßigen Zugang zu rohem Fleisch gewährt, gibt es mit Würmern ohnehin viel weniger Probleme als bei einem rein mit industrieller Nahrung ernährten Tier.[...]
Wo ist hier die Studie?

S. 130 [...]Bei einem gesund ernährten Tier nimmt auch der Flohbefall nicht solch immense Formen an wie bei industriell gefütterten Hunden oder Katzen[...]
Wo ist hier die Studie?

Im weiteren Verlauf führt Frau Ziegler alle chronischen Erkranken wieder auf Fehlernährung und Wurmkuren und Impfungen zurück. Und natürlich sind diese Faktoren laut Frau Ziegler auch an der Häufung chronischer Erkrankungen schuld.
Seit dem viele Hunderassen nicht mehr nach Leistung gezüchtet werden sondern nach Aussehen schleichen sich immer häufiger Schwächen im Skelettaufbau ein. Solche Hunde würden bei einer Leistungszucht nicht weiter eingesetzt und „vermehrt“, da diese Schwächen eben zu einer schlechteren Leistung und später auch zu gesundheitlichen Problemen führen.. Wird aber nach Aussehen gezüchtet fallen diese Schwächen zu spät auf, häufig erst dann wenn sich diese Schwäche durch Zuchtselektion nicht mehr leicht beheben lässt.
Leider gibt es auch noch zu viele Züchter die mit chronisch erkrankten Hunden züchten. Ich erlebe, da ich in einem Forum für Halter mit epilepsiekranken Hunden bin, dass diese kranken Hunde häufig aus Zuchten kommen in denen schon die Elterntiere an Epilepsie leiden oder litten. Trotzdem wird mit diesen Hunden weiter gezüchtet.
Und ein besonders gutes Beispiel für die Zucht von fast ausnahmslos kranken Hunden ist die Zucht von Möpsen. Dass heutzutage kaum noch ein Mops genug Luft beim Atmen bekommt, liegt wohl eher an der zu kurzen Schnauze und am zu langen Gaumensegel und nicht am Futter, an Wurmkuren oder Impfungen. Der Mops ist ein weiteres Beispiel für die Folgen die entstehen können wenn ein Hund ausschließlich nach der Optik gezüchtet wird.

Ich könnte jetzt noch reihenweise weitere Beispiele von Frau Ziegler aufzählen in denen sie sich widerspricht oder die wissenschaftlich einfach nicht korrekt sind.

Ich möchte aber nur noch eine Sache ansprechen. Frau Ziegler wirft in ihrem Buch allen Tierärzten, die Futtermittel verkaufen vor, dass sie das nur aus Geldgier tun. Die meisten Tierärzte verkaufen die Futtermittel nicht online.

ABER Frau Ziegler tut das. Sie hat einen großen Onlineshop für Futtermittel und Nahrungszusätze aller Art. Frau Ziegler hat sogar einen Geschäftsführer, mindestens einen Mitarbeiter für ihren Vertrieb, 5 Mitarbeiter für die Beratung und den Verkauf und mindestens zwei für den Versand. (Stand Oktober 2015 auf Ihrer Internetseite)

Ich frage mich wer hier eigentlich nach ihrem so viel zitierten Motto „Monetik statt Ethik“ praktiziert. Ich halte Frau Zieglers Handeln für viel schlimmer als das ihrer Kollegen, die sie so vehement angreift in ihrem Buch. Denn wenn hier wirklich jemand Geld mit Futtermitteln verdient, dann ist das Frau Ziegler, spricht sie doch einen viel größeren Verbraucherkreis an als es ein Tierarzt je könnte der Futtermittel nur in der Praxis verkauft.

Natürlich gibt es, wie in jeder Berufsbranche, auch bei den Tierärzten schlechte. Und natürlich machen auch Tierärzte Fehler. Auf diese Missstände kann man auch gerne aufmerksam machen.
Allerdings gewinnt man beim Lesen dieses Buches eher den Eindruck, dass es geschrieben wurde, um die eigenen Produkte besser an den Mann zu bringen, als Aufklärung zu leisten.
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am 2. Mai 2012
Zwei Tage nachdem wir unseren Welpen mit 12 Wochen von einer VDH-Züchterin geholt haben, wurde er krank. In den nächsten Wochen und Monaten hatten wir wenig Freude an unserem Hund.Natürlich hatten wir einen Sack "gutes" Trockenfutter mit gekauft von der Züchterin und gaben dieses auch. Unser Hund litt unter Durchfall und kratzte sich ständig. Wir wechselten das Trockenfutter. Es besserte sich nichts. Wir waren gern gesehene Patientenbesitzer. Der Kaufpreis unseres kleinen Lieblings wurde noch einmal an die Tierärzte bezahlt. Mittlerweile waren wir beim 4 Tierarzt. Unser Hund wurde alle paar Wochen mit Antiobiotika behandelt und es wurde uns in Aussicht gestellt, dass unser Hund wohl sein Leben lang spezielles Futter (käuflich beim Tierarzt) benötigt. Hinzu kam mal wieder ein Antibiotikum: Baytril. Wer Lust hat, kann es ja mal googeln. Wir suchten nach Alternativen, gaben das Baytril wieder zurück (Kaufpreis 30€) und stellten verzweifelt unseren mittlerweile 7 Monat alten Hund auf Frischfleisch und Gemüse mit fleischigen Knochen um. Bereits die erste Mahlzeit versschlang er mit großem Genuss und wälzte sich anschließend zufrieden auf dem Teppich. In den folgenden Wochen und Monaten hatte unser Jungspund keinen Durchfall mehr und das Kratzen verflüchtigte sich. Aus unserem traurigen Welpen wurde ein fröhlicher gesunder und sehr ausgeglichener Hund, der mittlerweile 1 Jahr alt ist. Alles das, was Frau Dr. Ziegler beschreibt, haben wir selbst erlebt. Das Buch hat uns die Augen geöffnet und Mut gemacht, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Unser Hund bekommt keine prophylaktischen Wurmkuren mehr sondern bestenfalls wenn ein Test Würmer bestätigt. Auch prophylaktische jährliche Impfungen wird es nicht geben. Danke an Frau Dr. Ziegler für Ihr mutiges Buch. Mir ist klar geworden, was für eine gigantische Industrie hinter unseren Haustieren steht und wie man sich und sein Tier davor schützen kann. Bei den Tierärzten gibt es m.E. solche, die es wirklich nicht besser wissen und solche, die einen ganz bewusst abzocken. Diese schreien hier am lautesten. Ersparen Sie Ihrem Tier unnötige Giftgaben und unangenehme oder auch schmerzhafte Untersuchungen - nur Sie können es! Unsere Tiere können sich nicht wehren. Werden Sie unbequem beim Tierarzt! Ihr Tier und Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken. Dafür ist diese Buch eine gute Investition.
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am 20. November 2015
Ich muss vorwegschicken, dass wir zu Hause, sowohl meine Großeltern wie auch meine Eltern immer Hunde der unterschiedlichsten Rassen hatten. Angefangen vom DoKö über Spitz,Neufundländer in doppelter Ausführung, und einer Deutschen Dogge. Diese Hunde wurden alle über 10 Jahre alt, die Dogge war sogar schon 12, der Spitz 16 und die Neufundländer 10 und 11 als sie EINGESCHLAFEN sind. Warum kauft also jemand der mit Hunden aufgewachsen ist dieses Buch? Das ist doch blöd denn eigentlich müsste so jemand doch wissen wie es geht, oder?
Tja nach der Schule hatte ich leider keine Zeit mehr mich um div. Vierbeiner zu kümmern, man zieht aus, das Leben verändert sich und 20 Jahre waren dann doch eine ziemlich lange Zeit in der wir keinen Hund hatten.
Es hatte sich in der Zwischenzeit, so einiges geändert.
Plötzlich gab es Hundeschulen, Hundesportvereine, Diverse Tierärzte, (wir mussten früher sehr lange warten bis der Doc mal endlich da war wenn man ihn brauchte, heute gibt es richtige Kliniken für die Vierbeiner), und..... es gibt plötzlich (was ich von früher überhaupt nicht kannte) Fertigfutter für den Vierbeinigen Freund. In div. Sorten, für groß und klein, ja sogar Rasse spezifisch und natürlich praktisch in der Anwendung.

Wir, mein Mann, unser Sohn (damals 13) und vor allem ich, wollten also einen Hund.
Mein Mann dürfte die Rasse aussuchen, er hatte ja schon so seine Vorstellung wie sein Traumhund denn sein sollte, und wurde nach kurzer Zeit auch fündig. Zwei Wochen später zog er bei uns ein.
Er war 13 Monate alt, und direkt vom Züchter. Wir waren stolz wie Bolle und es hat von Anfang an alles super geklappt.
Natürlich ist man der Futterempfehlung des Züchters gefolgt und hat gefüttert was die Spürnase auch vorher bekommen hat, denn da ist ja alles drin was Hund so braucht.
Im Alter von 3 Jahren bekam er dann eine Allergie. Riesige Hot Spots, erst auf der einen Kopfseite, dann später auch auf der anderen.
Alle Tierarztbesuche, alle gut gemeinten Ratschläge zu anderen Futtersorten, alle teuren Sensitiv Futter, alle Spritzen usw. usw. haben NICHTS gebracht. Wenn wir ein neues Futter "empfohlen" bekommen haben, trat kurzfristig eine Besserung ein und danach war es das selbe wie vorher, der Hot Spot blühte regelrecht auf. Dann gab es die nächste ach so tolle Futtersorte und das ganze ging von vorne los. Nach der 13 oder sogar 14 Sorte hat es dann gereicht. Ich wollte einfach nicht mehr ständig zum Tierarzt rennen, unseren Hund wieder einmal als Versuchskaninchen zu Verfügung stellen und dafür auch noch teuer bezahlen.

Dann habe ich mir einfach mal die Frage gestellt:"Waren die Hunde die wir früher hatten anders, robuster, gesünder?"
Die Antwort ist ganz einfach, NÖ !!!..... unsere Hunde waren genau so, wie die Hunde heute sind. Ich habe versucht mich zu erinnern was wir mit den Vierbeiner so angestellt haben und wie haben wir ohne Fertigfutter unsere Hunde satt bekommen, was gab es denn eigentlich in den Napf?? Ganz einfach, Kartoffeln, Gemüse, etwas Souce wenn übrig und Fleisch !!! Meine Großeltern und meine Eltern hatten Enten- und Hühner. Da gab es dann auch ab und zu vom Schlachten mal ein Herz, einen Magen, der vorher natürlich nicht geleert wurde, und alle anderen Abfälle die so übrig blieben, allerdings, und das ist das Entscheidende an der Sache, immer roh!!!

Tja, der eine oder andere wird jetzt den Kopf schütteln und sagen die spinnt doch. Ganz ehrlich, damit kann ich gut leben, denn ich habe nach diesem Wochenende an dem ich überlegt, mit Oma und Mama telefoniert und mir so den einen oder anderen Gedanken gemacht habe, eine Entscheidung getroffen, die unser und auch das Leben unserer Hunde total verändert hat.
Ich hab das Trockenfutter in die Tonne gekloppt, mir über das Internet einen Lieferanten für Rohfutter, sprich Fleisch und Knochen, rausgesucht und das entscheidende..... ich habe auch bestellt.
Seit nunmehr 5 Jahren bekommen unsere Hunde was sich jeder Wolf und Fuchs auf den Speiseplan wünscht..... rohes Fleisch und Knochen direkt vor die Nase.
Und nein.... unsere Hunde sind dadurch nicht scharf geworden (ich habe noch alle Körperteile und mich hat übrigens auch noch kein Fuchs im Wald angefallen), stinken nicht (im Gegenteil) und haben auch kein struppiges, unansehnliches Fell. Nein das glänzt wie gerade eingeölt und ist total weich und kuschelig.

Das Buch habe ich mir aus einen einzigen Grund gekauft... ich wollte meinen Verdacht bestätigt wissen, nämlich dass wir unsere Hunde, (mittlerweile drei an der Zahl.. und ja BARF ist auch für drei Hunde billiger als das beste Trockenfutter), krank gemacht und regelrecht vergiftet haben mit dem was da so in den Napf kam.

Wir können durch die Futterumstellung die drei Jahre falscher Ernährung nicht wieder gut machen, aber die Situation mit dem Hot Spot hat sich deutlich gebessert.
Auf einer Seite ist er ganz verschwunden und auf der anderen Seite, die die deutlich länger "befallen" war müssen wir das Fell einfach kurz halten, vor allem wenn es draußen nasses Wetter hat.
Die damals ständig eiternden Stellen haben die Haut an dieser Stelle irreparabel geschädigt. Leider.....
Allerdings haben sich sämtliche Diagnosen die wir zuvor durch Blutuntersuchungen erhalten haben, und für die wir natürlich auch teuer bezahlen mussten, nicht bestätigt. Unser "Großer" hat keine "Pollen- und Hausstaubmilbenallergie" wie uns mehrfach nach Blutuntersuchungen gesagt wurde, sondern nach einer sehr langen Zeit hat sich einfach gezeigt dass er auf jegliche Art von GETREIDE (welches in Fertigfutter immer vorhanden ist) heftig allergisch reagiert. So einfach ist das...

JEDER der so den einen oder anderen Zweifel hat, JEDER der einen Allergiker zu Hause hat, JEDER der einen Hund mit ständigen Verdauungsproblemen die sich in Durchfall und übel riechenden Gasen zeigen zu Hause hat, mit Gelenkproblemen, ja sogar mit Fressattacken usw. sollte sich diese Buch kaufen.
Es war jeden Euro wert die Bestätigung schwarz auf weiß zu lesen.
Den Entschluss diese Geldmacherei der Futtermittelkonzerne und auch, da muss man wirklich sagen leider, der Tierärzte, nicht mehr zu unterstützen haben wir vor 5 Jahren getroffen, aber es dann auch noch von einer Tierärztin bestätigt zu lesen war einfach nur Klasse.... und irgendwie auch gruselig.
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TOP 50 REZENSENTam 12. September 2015
Frau Zieglers Buch ist eine wichtige und höchst interessante Streitschrift, die eine Unzahl an grassierenden Missständen in vielen Tierarztpraxen aufdeckt und diese offen und in aller Schärfe kritisiert. Dennoch argumentiert sie differenziert, denn sie verweist immer wieder darauf, dass es sich um keine Generalabrechnung mit ihrem Berufsstand und der Schulmedizin an sich handelt.
Sie verurteilt aber in aller Deutlichkeit die nicht zu leugnenden Missstände und Auswüchse: Tierärzte die rein primär aus monetären und wirtschaftlichen Aspekten handeln und sich willentlich zu Erfüllungsgehilfen von Pharma- und Futtermittelindustrie machen. Dies aufzudecken und anzuprangern ist sowohl sehr wichtig, als auch moralisch absolut notwendig und nachvollziehbar.

Basierend auf langer Praxiserfahrung und zahlreicher erschütternder Fallbeispiele zeigt Frau Ziegler die Missstände einer rein an Symptombehandlung und Profitstreben orientierten Tiermedizin auf. So entstehen viele Krankheiten erst durch die Verwendung von großteils völlig minderwertigen Industriefuttermitteln, chemischen Wurmkuren, unnötigen und teils sogar kontraproduktiven Impfungen und der oftmals flächendeckenden und verantwortungslosen Übermedikation mit Kortison, Schmerzmitteln und Antibiotika.

Aufgrund eigener Erfahrungen als Hundebesitzer, kann ich viele der angesprochenen Missstände leider auch persönlich bestätigen. Das Spiel mit der Angst, Unsicherheit und Unwissenheit vieler Tierbesitzer bei Wurmkuren und Impfungen funktioniert leider immer noch allzu gut. Auch ich und mein Hund mussten mehrfach sprichwörtlich bitteres Lehrgeld zahlen, bis sich nach einer Ernährungsumstellung, Bitterkräutern zur Entwurmung und einiger sonstiger natürlicher Maßnahmen viele Beschwerden sehr rasch in Luft aufgelöst haben.

Jedoch will auch ich die Schulmedizin nicht per se verteufeln, denn sie hat bei Darmverschlüssen meinem Hund schon zweimal das Leben gerettet. Doch die Instrumentalisierung von Tierärzten durch die Konzerne der Pharma- und Futtermittelindustrie ist ein untragbarer Missstand, gegen den sich dieses Buch richtet und über den Tierhalter informiert sein müssen, um verantwortungsvoll für die Gesundheit des eigenen Tieres handeln zu können.

Dieses Buch ist somit ein wichtiger Baustein für die Aufklärung von Tierhaltern über zweifelsfrei existierende Missstände. Der oftmals sarkastische und anklagende Tonfall ist meines Erachtens aufgrund der Dimension der Missstände zum einen verständlich und zum anderen wohl auch nötig, um das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu erreichen.
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In gewisser Weise kann dieses etwas zu reißerisch aufgemachte Buch ein Augenöffner für all jene werden, die Ärzten, ob nun für Menschen oder Tiere, bisher mehr oder weniger blind vertraut haben. Ärzte müssen in Deutschland wie Unternehmer denken und geraten deshalb leicht immer wieder in ethische Konflikte, die sie dann für sich lösen müssen, gelegentlich entweder im Sinne der Patienten oder im Sinne ihres Geldbeutels.

Was die Autorin den meisten ihrer Berufskollegen in diesem Buch vorwirft, lässt sich leicht zusammenfassen: Erstens wird eine grundsätzlich falsche Ernährung für Hunde und Katzen toleriert oder aktiv unterstützt. Dass diese Fehlernährung Krankheiten auslöst, wird kaum erkannt oder gar in Kauf genommen. In der Folge kommen teure diagnostische Verfahren zum Einsatz, um danach die Symptome, aber nicht die Ursache von Krankheiten zu behandeln. Anschließend beginnt nach temporärer Scheingesundung der Kreislauf von vorne.

Zweitens zerstören unnötige Präventiv-Maßnahmen wie permanente Impfungen und Wurmkuren das Immunsystem der Tiere, was die vorher beschriebene Situation noch drastisch verschärfen kann. Die Autorin verleiht ihrer Botschaft dadurch Nachdruck, dass sie immer einen tragischen Krankheitsverlauf eines ihrer Patienten schildert und dabei die ganze Misere detailliert beschreibt.

Menschen wie Tiere sind von der Evolution nur dafür geschaffen, alles, was sie zum Leben brauchen aus natürlicher und artgerechter Nahrung aufzunehmen. Selbst der Zusatz sogenannter Nahrungsergänzungsmittel stellt einen möglicherweise folgenschweren Eingriff in die natürliche Biochemie des Körpers dar, die bei allen Fortschritten der Wissenschaft bisher nur in Ansätzen verstanden wird.

Wenn also beispielsweise das industriell hergestellte Trockenfutter für Katzen ein gepresstes Gemisch aus minderwertigem Restmüll toter Tiere und einem extrem hohen Getreideanteil ist, der dann noch mit synthetischen Vitaminen, anderen Chemikalien, Ölen und Geschmacksstoffen garniert wird, dann kann das einfach nicht gesund sein. Katzen sind reine Fleischfresser und würden folglich niemals nach Getreide verlangen, weil ihr Verdauungssystem damit nicht zurechtkommt. Man muss kein Mediziner sein, um zu begreifen, dass eine Dauerernährung mit diesem Zeug nicht besonders gesundheitsfördernd sein kann. Man stelle sich nur einmal eine analoge Ernährung für den Tierhalter vor.

Die Autorin wird nicht müde, ihre beiden Botschaften immer wieder an den geschilderten Fällen zu verdeutlichen. Am Ende bleibt der Leser mit der Erkenntnis zurück, dass er sein Tier bisher vielleicht bequem und relativ kostengünstig ernährt hat, es aber dadurch eventuell krank macht. Möglicherweise wird er dann auch nicht mehr jährlich mit Hund oder Katze zur "Auffrischung" von Impfungen rennen, weil ihm durch ein wenig Nachdenken klar wird, dass er das ja selbst auch nicht mit sich machen lassen würde.

Leider ist dann Schluss. Die Hinweise der Autorin auf eine bessere Ernährungswelt sind recht dürftig. So wird der eine oder andere ratlose Leser am Ende etwas verstört alleine gelassen.

Fazit.
Dieses Buch ist ein Augenöffner für all jene, die bisher gedankenlos der Futtermittelindustrie und manchen Tierärzten vertraut haben und nun vielleicht den einen oder anderen Hinweis auf mögliche Ursachen für die Krankheiten ihres Hundes oder ihrer Katze finden werden. Leider geht das Buch über die Beschreibung dieser beklagenswerten Zustände nicht wesentlich hinaus.
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am 13. Mai 2016
Habe einen Hund und eine Katze. Ich habe das Buch als Geschenk für meine Mutter gekauft, die auch einen Hund hat. Allerdings musste ich es mir selber durchlesen, bevor ich es eingepackt habe, weil mich das Thema sehr interessiert hat.
Hätte ich meine Tiere nicht schon vorher gebarft, würde ich es spätestens jetzt tun. Impfen lasse ich die beiden auch nicht mehr, es sei denn, wir verlassen das Land, dann würde ich nur noch gegen Tolwut impfen lassen. Am Ende muss jeder selber wissen, was er mit den Infos macht, die in dem Buch stehen. Aktuell ist das Buch an jemanden verliehen, der heute früh seinen Welpen vom Züchter holt. So kann er gleich von Anfang an alles richtig machen, wenn er das möchte.
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am 1. Juli 2016
Tierärzte in völlig neuem Licht (bzw. Schatten) Die Machenschaften der "Tierfutter-Mafia" schonungslos aufgedeckt. Von krank bis tot füttern !! Hier wird mit gewissenlosen Marketing Strategen abgerechnet, die ausschließlich Gewinn orientiert sind! Wissenschaftlich fundierter Hintergrund und eine Menge Selbsterfahrung, mit vielen Fallbeispielen untermauert. Die Autorin, ist eine voll kompetente Idealistin, von denen es leider viel zu wenige gibt. Wer sein Tier liebt, liest dieses Buch!
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am 15. März 2011
In diesem Buch stecken einige traurige Wahrheiten: falsche Ernährung schadet der Gesundheit, es gibt schlechte Tierärzte, es wird zu viel geimpft und bei der Anwendung von Medikamenten werden häufig weder der Indikation noch möglichen Nebenwirkungen Beachtung geschenkt.
Damit hat sich der Gehalt des Buches aber schon erledigt. Frau Ziegler hätte gut daran getan, dieses Buch fachlich korrekt und sachlich zu verfassen. Dann hätte es ein großer Wurf werden können. So ist es ein polemisches Pamphlet, voller fachlicher Fehler und Halbwahrheiten. Das Quellenverzeichnis enthält keine Primärliteratur, sondern nur Laien- oder veraltete Sekundärliteratur. Die meisten ihrer (teils richtigen, teils falschen) fachlichen Behauptungen sind in keiner Weise belegt. Sie kreidet Futtermittel- und Arzneimittelindustrie sowie Tierärzten Korruption und Desinteresse an der Gesundheit der Patienten an und lehnt gängige Fütterungs-, Impf- und Therapieverfahren ab - teilweise zurecht. Aber ihre Gegenvorschläge sind wissenschaftlich genau so wenig fundiert wie die derzeitige Situation. Wir wissen einfach nicht, wie häufig unsere Tiere geimpft werden müssen. Wir wissen auch nicht, woraus die optimale Fütterung besteht. Und der Einsatz von Medikamenten muss in jedem Einzelfall sinnvoll abgewogen werden. Es ist gut, darauf aufmerksam zu machen, aber das allein füllt kein Buch. Frau Zieglers völlig unkritische Empfehlung der Rohfleischfütterung, die falsche Darstellung verschiedener Erkrankungen, die ständigen Angriffe auf ihre (unsere) Kollegenschaft - was meint sie, damit zu erreichen? Sie ist "Fachtierärztin für Homöopathie" und selbsternannte Spezialistin für Tierernährung. Warum hat sie sich nicht von Spezialisten für Chirurgie, Dermatologie, Innere Medizin, Immunologie und Endokrinologie beraten lassen? Warum meint sie, es besser zu wissen als alle Spezialisten, führt aber keine prüfbaren Quellen auf? Warum macht sie auf so wichtige Probleme wie den Impfwahn oder den unglaublich leichtsinnigen Umgang mit Glukokortikoiden und Antibiotika aufmerksam und verdirbt sich gleichzeitig die Message durch ausgedehnte tränenrührige Geschichtchen, fachlichen Nonsens, Beschimpfungen und wissenschaftlich unfundierte Gegenvorschläge?
Um diesem Buch Niveau zu verleihen, müssten auf jeder Seite 20 Fußnoten mit wissenschaftlichen Untersuchungen stehen. Die ständigen plumpen Beschimpfungen ihrer in ihren Augen dummen und korrupten Kollegenschaft müssten weg fallen. Die Autorin müsste auch die Risiken der von ihr favorisierten Fütterungsempfehlungen erwähnen. Die Ausflüge in die Fachwelt hätten von Spezialisten des jeweiligen Fachgebietes auf sachliche Fehler geprüft werden müssen. Außerdem hätte das Buch einer erheblichen Sprachkorrektur bedurft. Nicht zu Ende geführte Schachtelsätze, Rechtschreibfehler - unabhängig vom Inhalt macht das Lesen einfach keinen Spaß.
Leider werden die meisten Leser Laien sein und daher die richtigen Aussagen nicht von den falschen unterscheiden können. Ob damit den Tieren wirklich geholfen ist, bleibt dahingestellt. Denn hierfür hätte sie ein Buch schreiben müssen, das auch Tierärzte ernst nehmen könnten und sie dazu veranlassen würde, ihre bisherige Praxis zu überdenken. Aber wer nimmt schon eine Autorin ernst, die noch nicht mal weiß wie man Katheter schreibt? Und wer hat Lust, sich über Vorschläge einer Kollegin Gedanken zu machen, die einem ständig vorwirft, man würde Tiere bewusst krank machen um anschließend Geld damit zu verdienen? Frau Ziegler geht es wahrscheinlich nicht um die Sache. Ihr geht es darum, möglichst viele Tierbesitzer in ihre Praxis zu locken, wo die Welt noch in Ordnung ist. Sie bedient sich dabei der gleichen Methoden, die sie bei anderen anprangert: Angstmacherei, Verdrehung von Tatsachen und Polemik. Schade. Wirklich. Und das nächste Opus wird in diesem Buch bereits angekündigt: eine Aufklärung über die Schulmedizin. Das ist, als würde ein Internist das Volk über die Fehler der Chirurgen aufklären.

Rezension eines "Fachidioten" (Spezialist für Kleintierchirurgie)
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am 15. November 2015
Meines Erachtens eine Pflichtlektüre für jeden Hunde- oder Katzenbesitzer, um sich einmal kritisch mit der ganzen Chemie auseinanderzusetzen, die im Laufe eines Hunde-oder Katzenlebens ja laut den meisten Tierärzten vom Tier benötigt wird. Mein Hund ist 2 1/2 und wird jetzt jedenfalls nicht mehr geimpft! Und Wurmkur gibt es nur noch bei tatsächlichem Befall, der durch Stuhlproben belegt ist. Und dann auch nur mit natürlichen Kräutern ohne Chemie- es wirkt!! Und unser Hund wird mit Fleisch, pürriertem Gemüse und Obst, wertvollen Ölen und Kräutern plus Hüttenkäse, Joghurt oder Kefir ernährt. Er dankt es uns mit Gesundheit und Vitalität! Ist auch nicht teurer als angeblich gutes Fertigfutter. Und bis jetzt auch kein Parasiten- oder Flohbefall dank Kokosfett und Schwarzkümmelöl und guter Pflege, ganz ohne Chemie! Danke Frau Ziegler!
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