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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 26. Mai 2012
... mit schrägem, realen Aufhänger", so die junge amerikanische Regisseurin Tanya Wexler über ihren Film Hysteria, zu Deutsch "In guten Händen". Als Vorbilder dienten die herrlichen Screwball-Comedys aus den 1930- bis 1950-Jahren, wobei dieser Film in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielt. Der Film handelt von der Erfindung des Vibrators durch einen jungen Arzt und seinen exzentrischen Freund, vor allem aber von der Liebesgeschichte zwischen besagtem Arzt und einer freiheitsliebenden Frau, die nicht gewillt ist, ein konventionelles Leben zu führen.

Als ich den Film bestellt habe, habe ich einen feinen, kleinen Film mit ernsten Untertönen erwartet, der für mildes Amüsement sorgt und als Extra eine kurze Dokumentation über das Leben des echten "Dr. Granville" und die Erfindung des elektromechanischen Vibrators enthält. (Mechanische Dildos und Phalli gibt es ja bereits seit Jahrtausenden, Dildos wurden schon im alten Ägypten, China, Griechenland usw. zum Lustgewinn verwendet.)
Nicht erwartet habe ich, dass ich öfters aus vollem Halse loslachen würde, weil einige der Szenen einfach köstlich sind, etwa wenn eine Patientin durch die "Perkussion" durch den alten Doktor Dalrymple "hysterielösende Krämpfe" bekommt und dabei den Arzt wegkickt!

Der Film hat mir von den ersten Szenen an wunderbar gefallen. Der Kontrast zwischen den beiden Töchtern Dalrymples, die eine, Emily, ganz viktorianische Lady, die andere, Charlotte, eine selbstbewusste Kämpferin, bringt den beginnenden Kampf der Frauen um Gleichberechtigung zur Geltung. Während Charlotte sich gegen die allgemein gültigen Konventionen auflehnt, ist die gutgehende Praxis ihres Vaters voll mit unzufriedenen Frauen, die kein Selbstbestimmungsrecht über ihr eigenes Leben haben.

Die Ehemänner dieser Frauen hatten keine Ahnung von der weiblichen Physiologie, außerdem sollte der Sexualakt braven Ehefrauen ohnedies keine Lust bereiten, sondern nichts als Pflichterfüllung sein, welche die Damen mit zusammengebissenen Zähnen über sich ergehen lassen mussten. Dazu passt, was der Forscher Richard Burton, der im 19. Jahrhundert in Indien stationiert war, über die Liebeskunst britischer Männer aus Sicht ihrer indischen Geliebten geschrieben hat: Er habe keine einzige Geliebte kennengelernt, die die Engländer nicht gehasst habe, weil sie sich wie die Tiere über die Frauen geworfen und ausschließlich ihre eigene Lust befriedigt hätten.

Aber zurück zum Film: Eines der erfreulichen Details ist die Tatsache, dass die Frauen, die zum Höhepunkt "perkussiert" werden, nicht mit jungen Hollywoodschönheiten besetzt sind. Die Rollen sind, angefangen von den Hauptrollen bis in die kleinste Nebenrolle, großartig besetzt und die "Hysterie-Patientinnen" sehen so aus, wie "gewöhnliche" Frauen eben aussehen: Manche sind jung, andere alt, manche sind dünn, andere mollig ...

Diese und viele andere Details machen diesen Film in meinen Augen so liebenswert. Die Darsteller, die Ausstattung, die Kostüme, die Frisuren, die Einrichtung, alles ist wunderbar gelungen. Das Einzige, was nicht ganz stimmig ist, ist der Enthusiasmus von Charlotte Dalrymple, die etwas zu modern angelegt ist. Darüber kann man aber hinwegsehen, denn durch ihr Verhalten wird eine Verbindung zu modernen Frauen geschaffen. Außerdem gab es "Suffragetten", die noch viel weiter gegangen sind als Charlotte, sich etwa beim Pferderennen vor die Tiere geworfen hatten, um mit ihrem Tod ein Zeichen zu setzen und der Gesellschaft klarzumachen, dass sich die Situation der Frauen ändern muss.

Zum Schluss wie versprochen noch einige Details zur DVD: Inklusive Abspann dauert der Film rund eine Stunde 36 Minuten und kann im englischen Original sowie auf Deutsch gehört werden. Er hat deutsche Untertitel und enthält als Bonusmaterial vier Filmtrailer und nette Interviews mit den wichtigsten Hauptdarstellern und der Regisseurin.

Nun würde ich gerne erzählen, dass die DVD ein Making-of oder Outtakes, eine kurze Doku oder einen Rückblick in die Geschichte enthält. Nur: Das alles kann ich nicht schreiben, weil es einfach nicht zutrifft. Die einzigen Boni sind die oben erwähnten Interviews und vier Filmtrailer. Über die mageren Extras bin ich enttäuscht, aber da es hier hauptsächlich um den Film geht, gebe ich ihm die volle Punktzahl, da er mir persönlich sehr gut gefällt.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. April 2012
Wie entstand eigentlich ein Vibrator? Und wussten Sie, dass dieser ausgerechnet von einem Mann konzipiert wurde? Na ja, jedenfalls fast oder so ungefähr. Und ich wusste nichts davon. Jedenfalls nicht, bevor ich diesen Film gesehen habe:

In einem heiteren Mix aus Tatsachen und Fiktion über Wissenschaftswahn und die Entstehung des Vibrators, gelingt hier ein unterhaltsames Stückchen Film, der so manche Wahrheit und gleichfalls manches Augenzwinkern enthält.Und es ist noch gar nicht so sehr lange her, da gehörte neben dem Selbstbestimmungs- und Wahlrecht auch die sexuelle Erfüllung einer Frau wohl eher nicht in die vorwiegend von Männern dominierte Weltanschauung, was unweigerlich auf Dauer zur Frustration und Verhaltensauffälligkeiten führte. Kurzerhand wurde den betroffenen Damen damals eine handfeste "Hysterie" diagnostiziert, was als ernstzunehmende Erkrankung galt und damit für alle nur denkbaren bis undenkbaren Gemütszustände verantwortlich war. Allerlei verschiedene "Therapien" - vom Eisbad bis zur Zwangsjacke - wurden für dieses "schwere Frauenleiden" zur Ausheilung erprobt. Zeigte eine Frau unliebsame Symptome, gleich welcher Art, war schneller Handlungsbedarf von Nöten.

Genau in dieser Zeit löst der fortschrittlich interessierte junge Arzt Mortimer - der eher aus der Not denn aus ehrlicher Überzeugung in einer solchen Einrichtung für "hysterische Frauenleiden" untergekommen ist- wahre Entzückungsstürme bei der händischen Massagetherapie zur Bekämpfung der Hysterie in der Damenwelt aus. Bald schon ist der Terminkalender voll und der junge Arzt - ob der vielen "Handarbeit" vor allem körperlich - ziemlich überfordert. Die Nachfrage steigt stetig, die Schmerzen in den Händen des jungen Arztes ebenfalls. Und schließlich entsteht aus der Not heraus aus einem Staubwedel der erste elektrisch betriebene Massagestab "Jolly Molly" und erfreut sich recht schnell wachsender Beliebtheit. Mehr als ein Jahrhundert später hat sich der Vibrator längst etabliert - während über dessen Entstehungsgeschichte kaum ein Wort verloren wird oder auch bekannt ist.

"In guten Händen" ist ein amüsanter Film, der mein Allgemeinwissen wieder ein kleines Stückchen erweitert hat. Man lernt ja niemals aus. Charmant und souverän von den Darstellerin umgesetzt. Insgesamt ist dieser Film recht kurzweilig und trotz des heiklen Themas keineswegs geschmacklos inszeniert. Manchmal vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, daher 4 von 5 Sterne.
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am 12. Juni 2012
...handelt Tanya Wexlers Film -In guten Händen- irgendwie auch. Aber eigentlich geht es doch um etwas ganz anderes. Die Geschichte aus dem viktorianischen London des Jahres 1880, nach einer wahren Begebenheit, erzählt Wexler so witzig, charmant, unterhaltsam und mit einem leichten Augenzwinkern, dass man sich als Zuschauer in den allerbesten Händen fühlt. Also gleich vorab: Diesen Film sollten sie sich unbedingt anschauen!

Der junge Arzt Mortimer Granville(Hugh Dancy) fliegt aus fast jeder Anstellung heraus. Zu modern, zu anständig, zu sehr Arzt. So einen Typen will 1880 kein Chefarzt in seinem Krankenhaus haben. Nach langer, erfolgloser Jobsuche landet er bei Dr. Dalrymple(Jonathan Pryce), der sich um Frauenleiden, vor allem die Hysterie, kümmert. Dalrymple hilft seinen Patientinnen, die an Depressionen, Stimmungswechseln oder Langeweile leiden mit, zugegeben sehr intimen, Unterleibsmassagen hinweg. Mortimer wird eingestellt und sofort füllt sich das Wartezimmer mit "hysterischen Frauen", um von dem jungen Arzt "behandelt" zu werden. Es läuft bestens für Mortimer. Auch als Dr. Dalrymple ihm seine Tochter Emily(Felicity Jones) mehr oder weniger verspricht. Sie ist die vorzeigbare Tochter von Dalrymple. Die zweite Tochter, Charlotte(Maggie Gyllenhaal) ist aus der Art geschlagen. Aufmüpfig und selbstbewusst leitet sie ein Armenhaus und hat für die Arbeit ihres Vaters nicht viel übrig.
Aber es kommt alles anders. Völlig überarbeitet fällt Mortimers rechte Hand aus. Er kann sie nicht mehr nutzen und seine Patientinnen sind komplett enttäuscht. Gut, wenn man da einen Tüftler und Visionär wie Sir Edmund St.John-Smythe(Rupert Everett) zum Freund hat. Der experimentiert mit elektrischen Geräten und sorgt dafür, dass Mortimer eine Idee hat...

Eine wunderbar leicht und locker erzählte Geschichte, mit einem Schuss Moral und vielen guten Lachern. So habe ich -In guten Händen- empfunden. In Old-School-Manier führt uns Wexler durchs prüde London und lässt ihren Helden Mortimer Granville ein paar Mal satt ins Fettnäpfchen treten. -In guten Händen- zeigt wieder einmal, dass die besten Geschichten das Leben schreibt. Zudem ist der Film erstklassig besetzt und absolut kurzweilig.

Wer mag, kann die Geschichte der "Hysterie" im Internet recherchieren und sich dabei über die medizinischen Anischten kurz vor 1900 wundern und staunen. Immerhin haben diese Ansichten für Mortimer Granville die Grundlage einer sicheren Existenz geschaffen. Tanya Wexler hat diese Story brilliant auf die Leinwand gebannt. Ach ja... zum Schluss noch ein Tipp: Verpassen sie auf gar keinen Fall den Abspann!
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am 23. April 2013
Eine wunderbare Geschichte, ein wunderbarer Ausschnitt der Zeitgeschichte und eine wunderbare Gelegenheit um ueber uns Menschen zu lachen oder uns im Heute in Frage zu stellen!

Es ist wohl so, dass wir Menschen dazu tendieren etwas als "gesichert" anzunehmen, wenn nur genuegend von uns daran glauben. Gerade in den Wissenschaften ist ein Rueckblick von 100 bis 150 Jahren mehr als erheiternd.

Nun haette ein Film mit so einem authentischen, historischen Anspruch auch gute Chancen gehabt langweilig zu werden, aber genau das ist er nicht.

Es geht um nicht weniger als die Erfindung des Vibrators.

Wie man sich vorstellen kann ist diese Geschichte, inmitten einer Zeit als Elektrizitaet noch ein Abenteuer war, Telefonie als Pionierleistung gefeiert wurde und eigentlich jede weibliche Gefuehlsregung als "Hysterie" diagnostiziert wurde, von unglaublichem Unterhaltungswert.

Ein Historienfilm mit dem Anspruch der Authentizitaet, einem Thema das jeden Menschen erreichen kann und Darstellern, die einfach genau auf ihre Rollen passen. Unbedingt kaufen und geniessen!
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am 1. Juni 2012
Wer die Dampfmaschine, das Radio oder die ersten Flugzeuge erfunden hat, das füllt ganze Bücher. Dem Erfinder des Vibrators wurde hingegen bislang wenig posthume Ehre zuteil. Vielleicht ändert sich das ein Kleinwenig nach diesem Film.

Er führt uns in das vor Prüderie und Bigotterie überbordende London von 1880. In der Praxis seines Schwiegervaters in spe behandelt der junge Arzt Dr. Mortimer Granville vermeintlich hysterische Frauen auf ganz besondere Weise: er massiert hauptberuflich ihre Genitalien. Bei den gut situierten Damen der Gesellschaft sorgt das für Wohlbefinden.

Das Leben Mortimers scheint durchgeplant auf der Erfolgsspur dahinzugleiten - bis er nähere Bekanntschaft mit Charlotte, der aufmüpfigen zweiten Tochter seines Förderers schließt. Ihr Einsatz gilt den Rechten der Frau und sie rackert sich für die notdürftige medizinische Versorgung der Arbeiterklasse ab. Blasierte Salongesellschaft meets Armenhaus.

Es wäre keine romantic comedy, würden sich Mortimer und Charlotte nicht anziehend finden. "In guten Händen" ist eine leichtfüßig erzählte Geschichte, die auf unkonventionelle Weise soziokulturelle Historie bietet als auch Schmetterlinge im Bauch flattern lässt.

Hugh Dancy als Mortimer ist nett und hübsch, aber farblos. Maggie Gyllenhaal verleiht ihrer Charlotte den nötigen Pfiff. Die Nebenrollen sind sehr gut besetzt, wenngleich der Film von der Erzählstruktur einem sehr einfachen Muster folgt. Nichts Außergewöhnliches, aber Schmunzelunterhaltung, bei der der eigentliche Star, der Vibrator, erst relativ spät ins filmische Geschehen eindringt.
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am 11. August 2012
Wer schon immer wissen wollte wie der Vibrator entstanden ist und vor allem von WEM der Vibrator erfunden wurde, für den ist diese aufklärende Liebeskomödie ein Muss.
Mich hat der Film von Anfang an begeistert, die Darstellung ist sehr gut gelungen und umfasst neben der Erfindung des Vibrators auch damalige Hygienevorstellungen und das Umdenken in Bezug auf viele medizinische Dinge z.B. Keime.
Wer sich einmal amüsieren will, für den ist dieser Film auf jeden Fall gut geeignet.
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am 2. Dezember 2014
Ich liebe die Gyllenhaal. Sie begeistert mich einfach mit ihrem Temperament, ihrem Aussehen und ihrer Schauspielkunst. Felicity Jones steht ihr wenig nach und Sheridan Smith macht das Trio weiblichen Reizes voll. Die Geschichte strotzt von englischem Humor, was dem wahren Hintergrund keinen Abbruch tut. Die sexuelle Verklemmung der britischen Gesellschaft in nahezu allen Schichten wird aufs Korn genommen und das freie Geständnis des Richters bei Verkündigung seines Urteils im Finale setzt dem Ganzen die Krone auf. Seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts soll sich, wie man gelegentlich hört, einiges, doch längst nicht alles geändert haben. Wenn man die Körpersprache der Margaret Thatcher beobachtet hat, weiß man, was ich meine. So mag denn der Vibrator ein klägliches, aber bitter nötiges Surrogat für echte, menschliche Zuwendung und Erfüllung bilden. Seine Beliebtheit und der Absatz in den modernen Sex-Shops stellen der Gesellschaft auch heute noch kein gutes Zeugnis aus. Männer, reißt euch zusammen!
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am 21. April 2012
Der junge Arzt Mortimer Granville möchte nach neuen modernen Ansichten im Krankenhaus keimfrei arbeiten und stößt dabei
auf resistenten Schmutz sowie auf einen bildungsresistenten Chefarzt, was seine Entlassung nach sich zieht.

Auf der Suche nach einer neuen Anstellung wird er im Haus eines auf Hysterie spezialisierten Doktors fündig.
Seine neue Hauptaufgabe ist es, mit besonderer Vulvamassage "Anfälle" zu erzeugen. Die Frauen stehen für diese Behandlung Schlange und die Ärzte sind beide
überzeugt, dass es sich um eine notwendige medizinische Maßnahme handelt, da Frauen "da unten" eigentlich nichts spüren, außer ein Mann penetriert sie.
Der Praxisinhaber ist mit seinem jungen Angestellten sehr zufrieden und bietet ihm eine aussichtsreiche Zukunft, was die spätere Übernahme der Praxis
und auch die Hand seiner lieben braven Tochter Emily beinhaltet, was Mortimer überglücklich macht.

Soweit so gut.
Jedoch bekommt der junge Arzt zunehmend Probleme mit seiner Hand, da er nun den ganzen Tag diese spezielle Massage ausführt.
Zudem kreuzt auch noch eine junge aufrührerische Dame seinen Weg, die ihn auffordert seine Fähigkeiten als Arzt sinnvoller einzusetzen und nicht nur
reichen Damen bei einer angeblichen Krankheit zu helfen, die im Grunde ein Luxusproblem ist.
Diese verwirrende Frau, Charlotte (Maggie Gyllenhaal), hat zudem noch die Emanzipation im Kopf und ist zu allem Überfluß die zweite Tochter seines Arbeitgebers.
Sie kämpft in den Arbeitervierteln Londons für bessere Lebensbedingungen der Armen und überwirft sich dafür mit dem Vater.
Mortimer findet die aufrührerische Dame zwar unerträglich, aber irgendwie auch faszinierend.
Sein reicher Freund Edmund (Rupert Everett) experimentiert derweil mit Elektrizität und denkt über elektrische Staubwedel nach.

Als die Patientinnen zunehmend unzufrieden werden, da sich Mortimer Fehler bei der Behandlung einschleichen, schmeißt Dr.Dalrymple ihn enttäuscht raus.
Bei seinem Freund spricht er sich aus und erleichtert sein Herz, während er mit dem elektrischen Staubwedel herumspielt.
Dabei hat er eine zündende Idee: Die Vibrationen und Bewegungen des Staubwedels sind auf seiner Hand angenehm, warum nicht einmal die Wedel entfernen und
nur die Vibrationen auf der Haut wirken lassen? Und warum nicht mit einem elektrischen Gerät die mühsame Vulvamassage von Hand ersetzen?

Beim ersten Versuch an einer Hausangestellten haben Edmund und Mortimer einen rießengroßen Erfolg und eine äußerst zufriedene Frau vor sich.
Daraufhin stellen sie Dr. Dalrymple das Gerät vor und auch dieser nimmt fasziniert zur Kenntnis, dass man mit diesem Gerät die erwünschten "Anfälle" in
viel kürzerer Zeit errreicht, als bei der manuellen Massage.
Die Herren haben den Vibrator erfunden und haben damit einen rießengroßen Erfolg.
Zeitgleich wird Charlotte ihre Überzeugung zum Verhängnis, da sie sich mit der Obrigkeit anlegt und wegen ihrer angeblichen Hysterie kurz vor der Zwangseinweisung
in eine geschlossene Anstalt steht und noch schlimmer: von der Anordnung zur operativen Entfernung ihrer Gebärmutter bedroht wird.
Mortimer wird als Sachverständiger in Sachen Hysterie vor Gericht berufen. Seine Aussage wird entscheidend sein.
Wie wird er sich wohl äußern?

Ein äußerst humorvoller und unterhaltsamer Film mit klasse Schauspielern. Sehr sehenswert.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!
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am 27. August 2014
Trotz des etwas süffisanten Themas schafft es der Film und die Darsteller, vor allem Maggie Gylenhaal, die Behandlung der Hysterie zur Jahrhundertwende unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern darzustellen. Auch die Problematik der weiblichen Emanzipation, untrennbar mit der sexuellen Selbstbestimmung verbunden, wird zeitgemäß umgesetzt. Und dies alles in eher leisen und mit britischem Humor gewürzten Tönen. Ein köstlicher Film, der sich in eine Reihe mit "Grasgeflüster" oder "Lang lebe Ned Divine" stellt. Gesellschaftliche Tabuthemen humor- und niveauvoll darzustellen, ohne erhobenen Zeigefinger, gelingt dem britischen Kino eindeutig besser als allen anderen Nationen. Und Maggie Gyllenhaal als "Expertin" für das Thema sexuelle Emanzipation ist auch hier, wie schon in "Secretary", ein Traum! Uneingeschränkt empfehlenswert!
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am 22. Januar 2013
Ein herrlicher Film der das sagt was tausende von Frauen vermutlich denken.

Der Vibrator als kleine Hilfe für anscheinend "hysterische" Frauen dessen prüde Männer
schlichtweg nicht in der Lage sind sie ordentlich zu "lieben"...oder es oft genug zu tun.

Vielleicht sollte das den Männern unserer Generation zu denken geben ;)

Auf jeden Fall ist dieser Film mehr als nur empfehlenswert.
Humorvoll, interessant und in jeder Hinsicht spannungsgeladen, mit Charakteren die
nicht hätten unterschiedlicher sein können.
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