Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen PrimeMusic BundesligaLive longss17



am 3. Oktober 2017
Die Buchserie von Wolf Schreiner über die kriminaltischen Aktivitäten von Pfarrer Senner ist unterhaltsam und spannend geschrieben. Die Darstellung der handelnden Personen weist einen hintergründigen Humor auf, der den einzelnen Geschichten die Würze gibt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2013
Als ich den Klappentext gelesen hatte, war "der Fisch im Netz", wie der Bayer sagt, und ich musste das Buch gleich kaufen.
Aber meine Erwartungen hat der Krimi nicht so recht erfüllen können.

Land und Menschenschlag werden genau beobachtet, aber nicht immer liebevoll; manchmal hatte ich das Gefühl, es wird etwas billig mit den üblichen Versatzstücken gearbeitet, etwa dass der (Nieder-) Bayer am Stammtisch per Rauferei kommuniziert, haha, naja. Immerhin, die Sammlung niederbayerischer Schimpfwörter klingt ganz authentisch (z.B. "Dreckhamme"), wenn ihre Häufung denn doch auch wieder übertrieben ist.

Insgesamt fand ich den Krimi bei guten Ideen und Anlagen handwerklich zu schwach. Ein Pfarrer erfährt in der Beichte Hinweise auf ein Verbrechen - tolle Ausgangsposition mit Superpotential für den Gewissenskonflikt und eine spannende Aufklärung im Alleingang, doch die innere Verarbeitung hat mich nicht gefesselt. Der innere Aufruhr war in der Form, wie er geschildert wurde, für mich unrealistisch und mehr gewollt als gekonnt. Tatsächlich erscheint mir die Hauptfigur des sich mit Weihrauch zukiffenden Pfarrers farblos und konstruiert, obwohl sich der Autor alle Mühe gibt, ihn in vielen menschelnden Facetten zu zeigen. So hat mich auch die immer wieder angedeutete, halbherzig geschilderte Liebesgeschichte (Pfarrer und Zölibat - was für ein tolles, aktuelles Thema!) nicht überzeugt, sondern eher genervt. Der Mörder ist rasch zu erahnen, und auch der Typ des psychopathischen, irre kichernden Mörders ist abgedroschen und trashig, aber leider weder witzig noch parodistisch-treffend.

Mein Fazit: Wer im Krimi gern in unterschiedliche Regionen der Welt reist, der kommt mit diesem Buch auch in den schönen Bayerischen Wald, aber ein anspruchsvoller Krimitipp ist er leider nicht.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 5. Juli 2016
In einer kleinen Gemeinde in Niederbayern geht ein Racheengel um. Baltasar Senner ist der neue Pfarrer in der Gemeinde, ein spezieller Typ, der Bestattungen samt Leichenschmaus liebt, Rockmusik und den Duft von Weihrauch. In seinem Beichtstuhl erfährt er von den Mordabsichten einer Frau. Durch das Beichtgeheimnis ist er zur Verschwiegenheit verpflichtet. Als der Sparkassendirektor getötet wird, gerät er selbst in den Kreis der Verdächtigen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Nachdem mir "Lammfromm" so gut gefallen hat, habe ich mir den ersten Band dieser Krimireihe aus dem bayrischen Wald vorgenommen.

Baltasar bekommt eine neue Haushälterin, die Polin Teresa. Doch leider sind ihre Kochkünste nicht gerade großartig, die alten Rezepte ihrer Großmutter finden bei Baltasar nicht auf großen Anklang.
Da geht er lieber zum Leichenschmaus und der wöchentlichen Bibelrunde und hört dem Tratsch und Klatsch seiner Gemeindeschäfchen zu. Als er für den geplanten Jugendtreff ein Haus der Gemeinde erwerben will, macht ihm der Sparkassendirektor Veit einen Strich durch die Rechnung.
Kurz darauf stirbt Veit.

Diese Krimireihe erinnert an die legendären Fälle des Pater Brown. Auch hier ermittelt ein Pfarrer, steckt seine Nase in die kriminellen Handlungen seiner Gemeinde und wird durch sein häufiges Auftreten am Handlungsort verdächtigt, selbst in die Kriminalfälle verwickelt zu sein.

Auch wenn Pastor Senner mit seiner Vorliebe für ausgefallene Weihrauchsorten an einen Junkie erinnert, so bleibt doch sein Charakter recht unauffällig und unglaubwürdig gezeichnet. Wie er einem Sterbenden seine Hilfe verweigert und lediglich die Sterbesakramente verteilt, passt nicht zu seinem Amt. Auch die anderen Charaktere haben nicht die Ecken und Kanten, dass sie dem Leser bildhaft vor Augen stehen.
Mir fehlt auch der regionale Hintergrund und die landschaftliche Schilderung der Umgebung. Es ist mit Straßennamen nicht getan. Man lernt eine Dorfgemeinschaft kennen, die schnell ihre Probleme typisch männlich mit Fäusten ausdiskutiert. Allerdings halten sich die Frauen dabei zurück und agieren mehr im Hintergrund. So ist die Täterin eine gläubige Katholikin, die ihre Mordabsichten in der Beichte ankündigt. Aber ohne Absolution kein Mord.
Senner erkennt natürlich die drohende Gefahr, recherchiert, um die Täterin zu finden, nicht aber, um weitere Mordfälle zu verhindern.
Daher kommt auch die Spannung nicht so recht in Fahrt. Das ist schade, denn die Geschichte bietet hier eigentlich viel Potential.

Ein unterhaltsamer, relativ gemütlicher Krimi um einen von Weihrauch trunkenen Pfarrer! Hätte spannender sein können!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2017
Pfarrer Balthasar Senner hält eine Beerdigung. Bevor der Trauerzug zum Grab aufbricht, wird er in den Beichtstuhl gebeten. Eine ihm unbekannte Frau erzählt von ihren Mordgelüsten am Sparkassendirektor. Kurz darauf hat dieser einen Unfall und stirbt. Hat die Frau etwas damit zu tun? Aber wie soll der Pfarrer herausfinden, wer da im Beichtstuhl saß? Außerdem ist er an das Beichtgeheimnis gebunden...

Das Buch ist angenehm geschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Balthasar war mir sehr sympathisch. Und der Sparkassendirektor hatte nicht nur Freunde.

Balthasar ist ein neugieriger Mensch. Durch die Beichte der Frau wusste er, dass der Unfall nicht zufällig passiert ist. Aber durch das Beichtgeheimnis war er gebunden und konnte niemanden informieren. Also suchte er selbst nach Informationen. Dadurch deckte er eine Verschwörung auf und konnte am Ende sogar eine alte Geschichte aufdecken.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und das Ende war schlüssig. Alles wurde aufgeklärt und abgeschlossen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 11. Februar 2012
Pfarrer Senner fühlt sich recht wohl in seiner Gemeinde im Bayrischen Wald. Er ist allerdings, eher der Erde verhaftet ist, als dem Himmel. In seiner praktischen Art liebt er Beerdigungen, denn die sie untrennbar verknüpft mit gutem Essen und einem Gläschen Wein, oder zwei. Was könnte da störender sein, als eine Frau, die ausgerechnet bei der Bestattung eines Mitgliedes der Dorfprominenz, auf die Abnahme der Beichte besteht. Doch Senner ist mit sich selbst nicht im Reinen, ob die auferlegte Buße, den gewünschten Erfolg haben wird. Diese Frau wird geplagt von dem Wunsch nach Gerechtigkeit und möchte zu gerne jemandem das Lebenslicht ausblasen, doch das ist erst der Anfang. Pfarrer Senner ermittelt auf eigene Faust, um dem selbsternannten Racheengel, das Handwerk zu legen.

Ob der Pfarrer Senner nach dem Geschmack der katholischen Kirche ist, wage ich zu bezweifeln, aber mir hat er sehr viel Vergnügen bereitet. Er hat eine Vorliebe für teuren Weihrauch, den er gerne mit anderen Kräutern mischt und der ihm die nötige Entspannung verschafft. Sein bester Freund ist ein Atheist, sehr zum Leidwesen seiner Vorgesetzten. Wenn er Musik hört, zieht er dem frommen Klang der Orgel, Deep Purple und Led Zepplin vor. Zu seinem Leidwesen bekommt er eine Haushälterin zugeteilt, vor deren kulinarischen Genüssen, er nur die Flucht ins Gasthaus ergreifen kann.
Der Pfarrer ist mehr Mensch als Hochwürden und ist sich auch durchaus der Reize, von Frau Stowasser, der Wirtin des Gasthauses bewusst. Er ist aber auch ein sehr engagierter Geistlicher und setzt sich sehr für sein Herzensprojekt, einen Jugendtreff ein. Doch nachdem sein Traum vom Jugendtreff zu platzen droht und der erste Mord geschieht, muss er einsehen, dass er es nicht nur mit braven Schäfchen zu tun hat, sondern auch ein paar Wölfe im Schafspelz in seiner Gemeinde umgehen und bald wird er selber verdächtigt, an den Morden beteiligt zu sein.
Gern würde ich den Pfarrer Senner weiterverfolgen und kann nur hoffen, dass dem Autor noch ein paar brisante Fälle für Hochwürden einfallen.
0Kommentar| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Februar 2012
Da wird ein katholischer Pastor zum Detektiv. Ganz im Stile des guten Pater Brown klärt er ein lokales Verbrechen auf, das es in sich hat. Zumindest hat sich das Autor Wolf Schreiner wohl so gedacht. Leider ist sein Protagonist, der Weihrauch-Junkie Pastor Senner, aber so dermaßen unscharf ausgefallen, dass die Geschichte über das ganze Buch hinweg nur plätschert.
Nun ist sicherlich auch ein Pastor nicht ohne Fehl und Tadel, aber der Charakter, den Schreiner hier entwirft, wirkt allzu konstruiert und unglaubwürdig. So fußt die Geschichte auf der Tatsache, dass Pastor Senner recht früh im Handlungsstrang durch unterlassene Hilfeleistung den Tod eines seiner Schäfchen, Korbinian Veit, billigend in Kauf nimmt (keine Sorge, damit ist der Plot noch nicht erreicht und ich habe nicht zu viel verraten). Im Krankenhaus hatte jemand die Sauerstoffversorgung des Unfallopfers abgezogen, das nun sich aufbäumend und röchelnd erstickt. Senner kommt das ganz zupass, hatte er doch vor dem Unfall mit eben dieser Person einen heftigen Streit gehabt. So unternimmt er nichts, außer Veit das Sterbesakrament zu erteilen. Das ist dann doch etwas zu einfach.
Schreiner schafft es leider nicht, Senner und die anderen Akteure so markant zu gestalten, dass sie ein Eigenleben bekommen. Das ganze Buch über bleiben sie konstruierte Charaktere, die meist recht farblos und unscharf durch die Story laufen. Noch etwas macht die Sache schwierig: Zwar trägt das Buch den Untertitel "...aus dem Bayerischen Wald", es könnte aber überall spielen. Schreiner beschränkt sich im Bezug auf den Baerischen Wald auf Plattitüden: Z.B. eine potenziell Bereitschaft der Bevölkerung, Auseinandersetzungen schneller mit Fäusten zu regeln als woanders. Diese These wird durch zahlreiche Wiederholungen untermauert und hinterlässt dadurch noch einen stumpfsinnigeren Eindruck. Ob der Autor das wohl mit "Ortskenntnis" und den Straßennamen aus verschiedenen Orten des Bayerischen Walds wieder gut machen wollte? Mich interessiert aber nicht, ob Senner in der Bachgasse oder der Zwieseler Straße parkt - es hilft mir als Leser nicht, mir die Gegebenheiten vorzustellen. Auch das macht das Buch farblos. Eine greifbare Beklommenheit wie z.B. bei Tannöd will sich nicht einstellen.
Schreiner versucht auf der Welle der "Landstrich"-Krimis mit zu reiten. Das ist völlig in Ordnung, jedoch reicht er bei weitem nicht an die Originalität eines Kluftinger oder den fiesen Humor der Maurer-Krimis heran. Immerhin druckt Schreiner Hühner auf den Einband - und nicht ein erfundenes Verkehrsschild.
Da die Geschichte hinter der Erzählung aber durchaus einiges an Potenzial hat, sind drei Sterne noch so gerade angemessen.

Fazit: Ein großer Treffer ist das ganz sicher nicht, aber die paar Stunden Zerstreuung sind auch keine vertane Zeit. Wer Lokalkolorit aus dem Bayerischen Wald erwartet, der wird enttäuscht. Wer auf Weihrauch kiffende und ökumenische denkende katholische Pastoren steht wird in Senner vielleicht sein Vorbild finden. Ich fand Senner vor allem eins: Konstruiert.
11 Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. November 2012
Als großer bayerischer Krimifan macht es einfach Spass Krimis aus der Heimat zu lesen, auch wenn die Angaben der örtlichen Gegebenheiten nicht immer 100% stimmen, bringen die Zeilen doch immer wieder ein amüsiertes Lächeln ins Gesicht
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2012
Ich habe selten so viel Spass beim Lesen eines Heimatkrimis gehabt.
Besonders die vielen Seitenhiebe auch unser Essen und Trinken.

Der Pfarrer Senner ist eine echter Genuß-Mensch. Er liebt gutes Essen und Trínken.
Und seine Gedanken zu den moderen Essen- und Trinkgewohnheiten sind sehr informativ.

Der Krimi ist auch sehr spannend, da mean fast immer auf dem Wissensstand des Pfarrers ist.
Nur zum Schluss wird uns der Täter noch einige Seiten verheimlicht.

Unbedingt lesenswert.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2012
Kein geübter Ermittler - im Gegenteil: er gerät selbst in Verdacht wegen seiner fehlerhaften Vorgangsweise. Und er verscherzt sich's mit dem Bischof und mit seiner Haushaltshilfe. In all dem Chaos lässt er sich ausgerechnet von einem Atheisten helfen. Dennoch löst auch dieser Pfarrer das Rätsel um mehrere Tote ...
Nicht extrem spannend, aber durchaus unterhaltend.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2012
Der Krimi hat mir gut gefallen. Der Stil ist flüssig, die Personen sind anschaulich beschrieben. Ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann. Spannend genug, um es immer wieder in die Hand zu nehmen, aber auch nicht so fesselnd, dass man nicht davon loskommt.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden