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Kundenrezensionen

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Es ist sehr zu bedauern, daß diese wunderbare Aufnahme inzwischen fast in Vergessenheit geraten ist. Das hat sie nicht verdient. Der Hauptgrund ist vermutlich, daß es sich noch um eine Mono-Produktion handelt. Obwohl die EMI seit Mai 1955 in England Stereo-Aufnahmen produzierte (z.B. Schuberts Unvollendete, Beethovens Achte und Brahms' Zweite mit Karajan), war die deutsche Tochterfirma Electrola im Juni 1955, als vorliegende Einspielung entstand, dazu noch nicht bereit oder in der Lage. Schade.
Trotzdem muß man der alten Produktion nachdrücklich das Wort reden. Da sind zunächst einmal die Gesangssolisten: Elisabeth Grümmer und Dietrich Fischer-Dieskau. Beide sind bis heute in ihren Leistungen nicht übertroffen worden. Frau Grümmer gestaltet den 5. Satz "Ihr habt nun Traurigkeit" mit solch einer reinen, klaren Stimme, dazu noch in allen Lagen makellos und ganz werkbezogen, daß selbst eine Elisabeth Schwarzkopf (bei Klemperer) oder Gundula Janowitz (bei Karajan) in die zweite Reihe zurücktreten müssen, und das will bei deren exhorbitanten Leistungen schon etwas heißen. Auch dem (damals) jungen Dietrich Fischer-Dieskau ist eine so vollkommene Gestaltung gelungen, daß er sie in der schon erwähnten Klemperer-Aufnahme, so gut er dort auch singt, nicht mehr ganz erreichen konnte. Hinzu kommt der Chor der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale, der in den 1950er Jahren eine absolute Spitzenformation war, wozu sein langjähriger Chorleiter, Prälat Karl Forster, nicht unerheblich beigetragen hat. Über die Berliner Philharmoniker braucht man ohnehin kein Wort zu verlieren. Das alles trägt zu der einzigartigen Qualität der Aufnahme bei, und trotzdem ist das Ganze noch mehr als die Summe seiner Teile. Und da komme ich zu dem Dirigenten der Aufnahme, dem unvergessenen Rudolf Kempe. Sein Anteil kann nicht besser bezeichnet werden als mit einem Zitat von Christoph Ecke aus seinem "Ewigen Vorrat klassischer Musik": "In der Interpretation von Rudolf Kempe besitzen wir eine Leistung, wie sie auch diesem großen Dirigenten nicht immer gelingt. Es ist, als ob er den Geist, der die Aufführung beherrscht, aus einer anderen Welt herbeigeholt hätte, um dem Hörer den Ernst, aber auch den Trost, der von dem Werk ausgeht, nachdrücklich zu vermitteln und sie zum bleibenden Gewinn zu machen".
Es handelt sich um eine originale EMI-Aufnahme. Zur technischen Beschaffenheit der CD ist zu bemerken, daß die digitale Übertragung gut gelungen ist. Allerdings bleibt es zu bedauern, daß durch die Monotechnik bei einem so großen Apparat an Chor und Orchester manches auf der Strecke bleibt und die Durchhörbarkeit zu wünschen übrig läßt. Daran kann auch das beste Re-Mastering nicht viel ändern. Die Textbeilage ist leider recht schmal ausgefallen.
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am 19. März 2012
Die erste Aufnahme des Requiems machte Gardiner im Jahr 1990. Dies ist eine Aufnahme aus der Usher Hall in Edinburgh aus dem Jahr 2008:"After an absence of almost ten years, authentic performance pioneer John Eliot Gardiner returns to the Edinburgh Festival with his Monteverdi Choir and Orchestre Revolutionnaire et Romantique. Performing Brahms' Ein Deutsches Requiem and Begräbnisgesang (Funeral Hymn), with Schützs Musikalische Requiem sandwiched between, he has evidently been drawn to death as a recurring theme."

Sehr überzeugend, das Requiem mit Vertonungen von Heinrich Schütz zu kombinieren, ist Brahms doch ein grosser Schütz-Kenner und Sammler gewesen und in gewisser Weise auch sein geistiger Erbe.

Die Stücke von Heinrich Schütz, nicht in der Usher Hall aufgenommen, sondern ein Jahr zuvor in Paris, sind grossartig wiedergegeben. Den einzigen Wunsch,den man äussern kann, ist, dass Gardiner doch mehr Schütz einspielen möge.

Als seine Version des Requiems seinerzeit kam, wurde diese Interpretation als recht kühl angesehen,allerdings auch freudig begrüsst:"Die absolute Transparenz des Klangbildes, das der Monteverdi Choir mit einem wahren Nonplusultra an Leuchtkraft, Homogenität und Elastizität ergänzt, realisiert schlichtweg alle Nuancen der Partitur. Höchste Bewertungen für Interpretation, Klangqualität und Repertoirewert." meinte seinerzeit stereoplay.

Wie sieht es mit der zweiten Interpretation aus?

Den Monteverdichoir zu loben, hiesse Eulen nach Athen tragen. Seit Jahrzehnten einer der besten Chöre der Welt.
Die Solisten sind gut anhörbar. Allerdings gibt es angemessenere: Grümmer, Schwarzkopf, Battle oder Dawson bei den Damen und Fischer-Dieskau, Hampson, Quasthoff bei den Herren.

Mir sagt die Interpretation von Gardiner nicht unbedingt zu. Es klingt mir zu wenig nach Requiem, evident im letzten Satz, bei Gardiner wird geradezu positivistisch die Trauer verjagt. Immerhin ist es ein Requiem. Eine Idealversion ist auch nach zwanzig Jahren für mich immer noch Norrington. Sein Chor singt nicht so perfekt wie der Monteverdichoir,aber die schlichte Trauer, die Melancholie kommt besser zur Geltung.

Auf hohem Niveau, aber nicht meine erste Wahl.
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am 26. September 2015
Die Aufnahme von Brahms deutschem Requiem hat auch heute nichts von ihrer Beispiellosigkeit verloren. Trotz der Monoqualität, die das Alter verrät, wirken hier an jeder Stelle Spitzenkräfte. Kempe selbst dirigiert das Werk mit dem nötigen Respekt, was Ausdruck und Wahl der Tempi angeht, die Berliner Philharmonier spielen an jeder Stelle brilliant und aufmerksam. Der semiprofessionelle Chor der St-Hedwigskathedrale gehörte zum Zeitpunkt der Aufnahme zu einem der besten Klangkörper für Chormusik. Die Transparenz und Dynamik ist maßstabsetzend.
Auch standen mit Fischer-Dieskau und Elisabeth Grümmer zwei weltklasse Solisten zur Verfügung. Die Grümmer singt ihr Solo als wär es das einfachste von der Welt (immer schön piano in den schwindelerregendsten Höhen) und der intuitive Gestaltungsinstinkt Fischer-Dieskaus war, gepaart mit schön klingendem und ausdrucksstarkem Bariton damals schon ausgezeichnet. Wenn er beispielsweise davon singt, dass die Menschen am Ende ihres Lebens alle "verwandelt" werden, möchte man all seine Hoffnung in diese tröstenden Worte legen. Wenn ein Deutsches Requiem, dann auf jeden Fall dieses.
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am 25. November 2012
Diese Aufnahme weiß einfach in ihrer Klarheit und Schönheit zu gefallen. Der Chor mag manchem schon fast zu perfekt sein - mir gefällt's!
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