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Kundenrezensionen

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Kingdom Builder ist defintiv ein Spiel das polarisiert:
Für manche ist es nichtmal ein Spiel, weil man einfach macht was eine Karte einem vorgibt, für anderen ist es ein geniales Prinzip das aus minimalen Mittlen vielfältige strategische Möglichkeiten hervorbringt. Zu welcher Gruppe man sich selbst zählt muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht auf jeden Fall: Kingdom Builder ist kein Spiel für jeden. Warum dem so ist, werde ich versuchen im folgenden zu erläutern:

Das Spielprinzip ist relativ simpel. Vor jedem Spiel werden vier von acht Spielplanteilen ausgewählt und aus ihnen ein Spielplan zusammengesetzt. Somit hat man in jedem Spiel eine andere Ausgangsbedigung. Die Spielplanteile zeigen verschiedene Landschaften: Gras, Canyon, Wüste, Blumen, Wald die besiedelbar sind, sowie nicht besiedelbare Burgen, Bergen und Wasser und verschiedene Orte. Zusätzlich werden drei Karten offen ausgelegt, die angeben was in diesem Spiel gewertet wird. Dadurch ergibt sich in jedem Spiel eine neue Zielvorgabe und es gibt keine festen Siegstrategien. Das ist an und für sich eine gute Sache.

Der Spielablauf ist dann wirklich sehr simpel. Man zieht eine Karte die eine Geländeart angibt. Auf dieses Gelände muss man man dann drei Häuser bauen. Im ersten Zug kann man sich aussuchen wo, ab dann muss man immer wenn möglich angrenzend zu seinen bisherigen Häusern bauen. Nur wenn dies nicht geht, darf man an einem anderen Ort auf der Karte auf das Gelände bauen (durch den zufälligen Spieplan gibt es immer viele einzelne Gebiete einer Landschaftsart auf der gesamten Karte).
Das wars, das sind im Prinzip alle Regeln. Erweitert wird dies noch durch Sonderplättchen die man im Spielverlauf erhalten kann, womit man etwa zusätzliche Siedlungen auf bestimmten Geländearten bauen oder auch bestehende Häuser verschieben darf.
Diese Sonderplättchen sind dann auch schon das Salz in der Suppe denn es gilt die Sonderplättchen zusammen mit der Karte für diesen Zug in Hinblick auf den weiteren Spielverlauf und vor allem in Hinblick auf die Wertungsbedingungen optimal zu nutzen.

Manche fühlen sich vom Spiel gespielt, eben weil man nur eine Karte pro Runde zieht und diese einem alles vorgibt. Andere finden es eigentlich perfekt als seichtes Strategiespiel, weil man immer genau schauen muss wo man seine Häuser hinbaut, damit man nach Möglichkeit die Anforderungen der nächsten Karte nicht erfüllen kann und mich quasi nach belieben auf dem Spielplan ausbreiten kann. Hätte man hier mehr Karten zur Auswahl würde das Grübeln über den optimalen Zug bzw. die optimal zu spielende Karte das Spiel wohl deutlich verlangsamen und noch mehr Spielspass rausnehmen. Zusätzlich gilt es die Sonderplättchen optimal zu nutzen, so dass es keineswegs so ist dass man nur vom Spiel gespielt wird. Wenn man allerdings das Pech hat und in drei Runden hintereinander die gleichen Geländekarten zieht, kann man schonmal die Lust verlieren, aber das ist dann einfach Pech. Das eben angesprochene lange Grübel kann allerdings auch so vorkommen, meistens im mittleren Teil einer Partie, so dass es durchaus ein wenig Downtime gibt. Kurze, schnelle Züge sind dann nicht die Regel. Das wäre eigentlich gar nicht so schlimm, wenn es eine spürbare Spielerinteraktion gäbe, aber die Interaktion mit den Mitspielern ist abgesehen von der Regel dass auf einem Feld nur ein Haus stehen darf quasi nicht gegeben.

Thematisch muss man sagen wirkt das Thema sehr deplaziert. Die thematische Nähe zum (ebenfalls sehr unthematischen) Dominion ist wohl Absicht und reine Marketingstrategie, wirkt aber, auch auf Grund der gewählten Wortwahl unpassend. Die Häuser Siedlungen und die Siegpunkte Gold zu nennen führt desöfteren zu Verwirrungen und fühlt sich nicht natürlich an. Das Spiel ist letztlich ein sehr abstraktes Spiel, daher wären etwas natürlicher erscheinende Bezeichnungen der Komponenten sicher besser gewesen.
Der Preis des Spiels ist meines Erachtens nach viel zu hoch und über die Vertriebspolitik von Queen Games muss man wohl nicht mehr viel erzählen. Ob sich der Verlag damit einen Gefallen tut ist fraglich.

Pluspunkte des Spiels
+ einfache Regeln
+ Gut Erweiterbar
+ sehr leicht und schnell zu erlernen
+ gutes Einsteigerspiel
+ relativ kurze Spielzeit (10-15 Minuten pro Spieler)
+ sehr, sehr taktisch

Neutral:
~ Thema ist sehr aufgesetzt
~ Spiel ist sehr abstrakt und eher ein Logikpuzzle
~ - Downtime und Grübeleien über den optimalen Zug kommen vor, aber selten

Minuspunkte des Spiels
- mangelnde Spielerinteraktion
- hoher Glücksfaktor durchs Nachziehen einer einzigen Karte
- fast nicht strategisch

Ob das Spiel nun was für einen ist muss jeder selbst entscheiden. Für die richtigen Spieler bietet es auf jeden Fall viel Spass. Für richtige Strategen und sogenannte "Eurogamer" dürfte es allerdings nichts sein, wenn denn höchstens als "Füller" der vielleicht etwas mehr Tiefe bietet als z.B. Vegas.
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am 8. Oktober 2012
Ich persönlich muss sagen, dass das Spiel - nachdem ich es nun ein paarmal gespielt habe - für mich zwar nicht unbedingt als Spiel des Jahres durchgeht, aber durchaus seine Daseinsberechtigung als unterhaltsames Spiel hat.

Andere Bewerter, die der Meinung sind das Spiel sei bar jeglicher Spannung, Logik, Unterhaltungswert etc. haben meiner Meinung nach nicht vollständig die taktischen Möglichkeiten entdeckt, die den Kingdom Builder Karten und den Sonderaktionen der "Ortsplättchen" zukommt. Dadurch, dass diese für jedes Spiel neu ausgelost werden (und ein Spiel tatsächlich nicht mehr wie 30-60 Minuten in Anspruch nimmt, natürlich in Abhängigkeit von Spieleranzahl und "Grübelfaktor"), und auch das Spielbrett für jede Partie neu zusammengestellt wird, kann auch nicht jede Spielrunde gleich bewertet werden und bietet einen hohen Wiederspielfaktor.

Andere Spiele des Jahres wie z.B. Qwirkle, Keltis, Zug um Zug, Tikal, Risiko u.a. bieten auch nicht gerade die hier oft bemängelte "fehlende Interaktivität mit anderen Spielern". Jeder spielt für sich alleine, dass muss ja auch nicht unbedingt auf ein schlechtes Spiel hindeuten.

Fans von Werken wie Siedler von Catan, Pandemie etc. denen nach einem hohen Interaktivitätsgrad dürstet, sind bei diesem Spiel allerdings falsch beraten.
Taktikern und Strategen sollte dieses Spiel eher zusagen, auch unter dem Gesichtspunkt, dass dieses Spiel wirklich keine abendfüllende Sache ist, aber eine "Revanche" zeitlich immer drin ist ;)

Fazit:
Mir gefällt das Spiel, man muss diese Art der Spiele mögen (unberechenbarer Glücksfaktor beim Kartenzug, aber auch bei Spielen wie Siedler kann man gewaltiges Würfelpech haben, umso mehr finde ich es fordernd, wenn es die Regel erlaubt, dass Beste aus "schlechten" Karten zu machen), für mich ein gutes Spiel, aber kein Spiel des Jahres. (wohlgemerkt, das ist Qwirkle für mich auch nicht, aber was soll man machen.)
Ein Spiel dass Spass macht, aber nicht unbedingt in jede Spielesammlung gehören muss (auch nicht weil es als SdJ ausgezeichnet wurde).
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am 10. August 2013
... eine Weisheit, die mir meine Oma schon beibrachte. Und für kaum ein Spiel gilt das mehr von den letzten, die ich neu kennenlernen durfte, als für Kingdom Builder.

Worum geht es überhaupt? Nun, die negativen Kritiken hier fassen es schon nicht ganz falsch zusammen: Ich baue einen einzigen Spielfigurentyp - die Siedlungssteine - auf Hexfelder mit bestimmten Geländearten. Dabei gilt es laut Regelwerk - welches einfach genug ist, dass mein achtjähriger Patensohn es vorlesen konnte -, die Siedlungen möglichst immer angrenzend an bestehende Siedlungsfelder zu bauen. Sonderfelder geben einem zusätzliche Bauoptionen oder erlauben das Verschieben von Siedlungen, Siegkarten geben zufällig gewählt drei Siegbedingungen vor, die man auf ebenso zufällig wählbaren Spielfeldern erreichen muss.

Und genau hier beginnt das scheinbar so simple, "langweilige" Spiel überraschend komplex zu werden, bedenkt man die limitierte Ressourcenanzahl. Denn nicht nur ist es von entscheidender Bedeutung, seine erste Siedlung mit Bedacht zu setzen, um sich viele Optionen für das weitere Spiel offen zu halten; nein, je tiefer man in die Spielmechanik Einblick erhält, um so gehässigere Methoden entdeckt man, um seinem Gegner den Sieg abzuluchsen. Es sollen möglichst viele Siedlungen an Bergen gebaut werden? Dann sehe ich mal zu, die Siedlungsreihe meines Gegners, die an einem Bergmassiv entlang führt, zu unterbrechen, um selbst die restlichen Felder zu besetzen! Es gilt, an Wasser zu bauen? Dann setze ich alles daran, die Bonusaktion "Siedlung auf Wasser verschieben" zu erhalten, um von dieser ausgehend auf Land weiter Punkte sammeln zu können. Es sieht so aus, als laufe es auf ein Unentschieden hinaus? Der Kampf um die Eroberung der Burgen kann beginnen!

Am Ende erkennt man, dass es tatsächlich nur wenige Grundtaktiken gibt - doch es ist immer wieder spannend, diese neu zu kombinieren und zu variieren, abhängig vom aktuellen Spielziel. Und so ist Kingdom Builder bei uns mittlerweile ein mehrfach die Woche gespielter Feierabend-Absacker, mit dem wir den Kopf ein letztes Mal für den Tag auf Touren bringen, um zufrieden nach einem spaßigen Spiel schlafen zu können.

Von mir eine klare Kaufempfehlung, und den negativen Stimmen sei der Rat gegeben, sich näher mit den Regeln - und den bewusst gelassenen Hintertürchen - zu beschäftigen. ;)
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am 18. November 2013
Vorab muss ich zugeben, dass ich vor einem Jahr gesagt habe, dass ich Kingdom Builder auf keinen Fall haben möchte, da es so viele schlechte Beurteilungen für das Spiel gibt - nicht nur hier bei Amazon. Wir haben auch mehr als genug Spiele.

In Herne auf dem Spielewahnsinn haben wir Kingdom Builder dann einmal gespielt. Na ja. Ich fand es jetzt nicht sooo schlecht, wie viele es sehen, aber ich fand es jetzt auch nicht so toll, dass ich es mir unbedingt hätte kaufen wollen.
... trotzdem schielte ich immer wieder nach denn Rezensionen für das Spiel. Vermehrt las ich, dass man das Spiel nicht vorschnell schlecht bewerten solle, es bräuchte ein paar Spiele, bis es seinen Reiz entwickelt. Das machte mich dann nun doch immer neugirieger, weil ich dieses Phänomen (z.B. bei Navegador von Mac Gerdts) auch schon ein paar Mal gehabt habe. Als Amazon Kingdom Builder für 10 € anbot, schlug ich zu.

... Ich bin total begeistert. Vielleicht auch, weil ich mit eher geringen, skeptischen Erwartungen an das Spiel gegangen bin. Zu Zweit spielt es sich recht fix und flüssig, und ich finde schon das Grundspiel bietet tolle strategische Möglichkeiten, die ich noch gar nicht ganz durchblicke. Ich empfinde das Spiel als herrlich innovativ und trotz selben Autors auch ganz anders als Dominion.
Ich schiele schon sehr stark nach den Erweiterungen :-) ...

Mein Mann findet das Spiel nicht schlecht, ist allerdings nicht ganz so begeistert wie ich.
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am 17. März 2014
nachdem in Vielspielerecken Häme über den simplen Mechanismus (eine Karte ziehen, drei Häuser, ähem ich meine Siedlungen setzen) kam, habe ich zunächst einen Bogen um dieses Spiel gemacht. Als ich es dann ausprobierte war ich angenehm überrascht, wieviel Spaß es macht und wieviel taktische Tiefe dahintersteckt. Wenn man es dann oft spielt, merkt man, dass sich die taktischen Möglichkeiten gegenüber sehr komplexen Spielen doch eher in Grenzen hält. Ich bin trotzdem ein Fan dieses Spiels:
Es gibt viele Variablen. Die Spielpläne werden immer neu zusammengesetzt, es gibt in jedem Spiel neue Kombinationen von Siegpunkt-Bedingungen und neue Kombinationen von Plättchen, die helfen, mehr Siegpunkte zu erreichen.Für noch mehr Abwechslung sind die Erweiterungen toll.
Dieses Spiel ist super geeignet, um als Aperitif oder Absacker an einem Spielabend gespielt zu werden. Die Spieldauer ist wirklich sehr kurz.
Das Regelstudium ist minimal für ein so taktisches Spiel. Auch ein Vielspieler mit großer Spielesammlung möchte mal etwas spielen, in das man sich auch nach langer Pause nicht neu einarbeiten muss.
Es ist absolut genial, um Gelegenheitsspieler mit an den Tisch zu holen, ohne das Gefühl zu haben etwas banales zu spielen. Selbst meinen Mann, der ein absoluter Spielemuffel ist, habe ich zum Spielen bekommen. Er durfte aussuchen und hat sich ohne jegliche Begeisterung für das Spiel mit der kürzesten Regel entschieden. Anschließend wollte er noch eine Partie spielen und noch eine, worüber das Essen kalt wurde:)

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am 12. Juli 2012
Am Montag wurde Kingdom Builder als Spiel des Jahres gekürt. Da ich diese Spiele eigentlich immer blind kaufe, habe ich dies auch bei Kingdom Builder getan. Nach der ersten Runde sitze ich nun da und bin etwas ratlos. Das war's? Kaum angefangen ist es auch schon wieder vorbei. Gespielt wurde zu zweit, nachgedacht fast gar nicht. Ich kenne mehrere dutzend Gesellschaftspiele, weiß aber nicht, wie ich dieses hier einordnen soll.

Mit vier von acht Quadranten wird ein Spielplan aufgebaut. Das hexfeldartige Wabenmuster dieser Quadranten mit den unterschiedlichen Landschaften erinnert an Siedler von Catan. Auf diese Hexfelder werden pro Spielzug je drei Siedlungen gesetzt. Analog zu Siedler geschieht dies mittles Rohstoffkarten. Davon besitzt man jedoch jeweils nur eine und diese erwürfelt man sich auch nicht sondern zieht sie blind von einem Stapel. Gebaut werden MUSS immer auf die entsprechende Landschaft und nach Möglichkeit immer angrenzend an bereits bestehende Siedlungen. Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler alle seine 40 Siedlungen verbaut hat. Vor Spielbeginn werden aus einem gemischten Stapel drei sogenannte Kingdom Builder-Karten gezogen. Diese beinhalten Bauregeln, für die es Sonderpunkte gibt. So besagt zum Beispiel der Fischer, dass man für jede Siedlung am Wasser am Ende einen Extrapunkt bekommt. Als weiteres Spielelement gibt es Aktionsplättchen. So sind auf dem Spielplan Sonderfelder aufgedruckt (eine Oase, eine keltische Kultstätte etc.) Wer an diese Felder anbaut bekommt ein Plättchen mit einer entsprechenden Sonderaktion. Diese darf zu jeder Runde erneut ausgeführt werden. Sonderaktionen sind unter Anderem das Setzen einer zusätzlichen Siedlung oder das Versetzen einer bereits bestehenden Siedlung.

Liest sich alles ziemlich einfach, oder? Ist es bisher auch. Hier konnte (bis jetzt) kein strategischer Tiefgang entdeckt werden. Man baut angrenzend seine Siedlungen und sieht, wie diese sich über den Plan schlängeln. Die Kingdom Builder-Karten geben zwar Orientierungspunkte wie man bauen sollte, um mehr Punkte zu erhalten, im Spiel zu zweit lies sich das aber wegen des großen Platzangebotes auf dem Spielplan mühelos umsetzen. Alles an diesem Spielmechanismus erscheint bisher belanglos. Dass ein einfaches Regelwerk nicht gleich Belanglosigkeit bedeuten muss, bewies der letztjährige Sieger Qwirkle. Dieses Spiel ist nochmal deutlich einfacher was die Regeln anbelangt aber mindestens doppelt so fordernd wie Kingdom Builder. Lediglich das Material des Spiels wird der Auszeichnung gerecht. Holz statt Plastik und schön gezeichnete Landschaften und Karten. Ich werde es aber weiter testen und gegebenenfalls die Rezension überarbeiten, sollte noch die große Taktik erscheinen. Bisher lässt mich dieser Preisträger doch etwas ratlos zurück - insbesondere bei dem Preis.

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Edit 13.7.2012

Wir sind hier jetzt mit mehreren Runden durch und der Eindruck hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil. Zunächst bestand die Hoffnung, dass nur ein "unglücklicher" Aufbau des Spielfelds und eine ungünstige Mischung der Kingdom Builder-Karten Ursache des drögen Spielverlaufs waren. Dem scheint aber nicht so. Zu zweit plätschert das Spiel eher belanglos vor sich hin. Negativ auffalend ist, dass einige Aktionsplättchen unfaire Vorteile bringen. So dürfen bei Besitz der Farm und des Turmes jeweils eine Siedlung zusätzlich errichtet werden. In einem Spiel ergab sich daraus die Situation, dass ein Spieler pro Runde fünf Siedlungen errichten durfte, der andere nur die regulären drei. Wegen der Regel angrenzend bauen zu müssen bestand für ihn nicht die Chance, auch in den Besitz eines dieser Aktionsplättchen zu kommen. Als der eine Spieler das Spiel beendete (da er alle 40 Gebäude verbaut hatte), hatte der andere immer noch rund zehn auf der Hand. Dass am Ende trotzdem der andere Spieler gewonnen hatte war reiner Zufall, da man die Rohstoffkarten blind zieht und dementsprechend fast gar keinen Einfluss hat, denn über allem steht die Regel, angrenzend bauen zu müssen. Ich würde also sogar eher mit der Wertung noch heruntergehen. Mir ist bislang unerklärlich, wie dieses Spiel das höchste deutsche Prädikat erlangen konnte. Ich bin froh, dass es im örtlichen Laden falsch ausgezeichnet war und ich es so deutlich unter dem (hier) üblichen Preis erwerben konnte.
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am 29. Dezember 2015
Wir sind große "Siedler von Catan" Fans und suchten mal ein anderes Spiel, was schneller geht und auch gut zu zweit spielbar ist. Wir sind fündig geworden! Natürlich kann man Kingdom Builder nicht mit Siedler vergleichen, nur weil es hexagonale Landschaftsfelder hat, es ist aber halt auch ein Aufbauspiel - was wir so gerne mögen.

Das Spiel ist einfach erklärt und schnell erlernt. Man setzt Siedlungen auf Landschaftsfelder, deren Karte man gerade gezogen hat - Fertig. Punkte gibt es je nach Aufgabe, und davon gibt es pro Spiel jeweils 3 (aus 10 insgesamt) Dadurch ist jedes Spiel völlig unterschiedlich, weil die Aufgaben jedesmal wechseln. Interessanterweise widersprechen sich die Aufgaben manchmal sogar ("baue die größte Siedlung" und "baue viel kleine Siedlungen"). Und da gibt es eine kleine, gemeine Sonderregel - man muss immer an bestehende Siedlungen anbauen.

Was wirklich einfach zu spielen ist entpuppt sich nach mehrmaligen spielen als höchst tiefsinniges, aber trotzdem kurzweiliges Spiel. Die Spieldauer ist nie über 60 min, eher kürzer. Auch zu zweit macht es genau so viel Spaß, bei mehreren Spielern wird das Feld halt schnell voller und man kann eher die Mitspieler ärgern, in dem man sie behindert.

Was bei Siedler halt besser ist: Es ist deutlich kommunikativer. Aber dauert halt auch 3-mal so lange. Wir sind begeistert und haben ein zweites Lieblingsspiel.
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am 23. Dezember 2013
Habe das Spiel selbst schon seit einem Jahr und es nun verschenkt. Das Spiel enthält viele Einzelteile und eine lange Anleitung, die ich am Anfang erst mal gar nicht lesen wollte, weil es mir zu aufwendig ist. Es ist aber gut erklärt und kann bei einmaligem Durchlesen sofort verstanden werden. Die Einzelteile sind alle aus stabilem Karton und auch nach mehrmaligem Spielen ist nichts umgeknickt o.ä. Auch die Aufmachung und der Druck sind schön und aufwendig. Da es in dem Spiel verschiedene "Aufträge" gibt, die unterschiedlich kombiniert werden, wird es nie langweilig, auch noch mehrmaligem Spielen. Das Spiel kann als eine Mischung aus "Die Siedler von Catan" und risiko beschrieben werden. Es ist ein Strategiespiel, bei dem man auch ein bisschen Glück braucht udn das definitiv nie langweilig wird. Ein Spiel dauert ca. 45 Minuten. Den Preis "Spiel des Jahres" hat es definitiv verdient!
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am 13. Dezember 2014
Spiele werden meiner Meinung nach zu kritisch bewertet! Da schreiben Leute von „schlechten, unverständlichen Spielanleitungen“; kritisieren fehlende Transparenz am Spielablauf; rügen die Punktevergabe und natürlich „hau-drauf -Kritik“ wegen Spiel des Jahres. Und wieso wird das mit anderen Strategiespielen (wie Siedler) verglichen? -Das ist ein eigenständiges Spiel!
Sind die Regeln zu einfach, ist es schnell langweilig; sind die Regeln zu umfangreich, will sich keiner das antun; lassen die Regeln Freiheiten, wird sich beim Spielen gestritten. -Wem kann man es denn Recht machen?!
Wir haben etwas gebraucht, bis wir das Regelwerk verstanden haben und mussten immer die Kurzregel hinzuziehen. Aber dann saß es und wir haben alles erlebt: schnelles, taktisches Spiel, bis hin zum stundenlangen strategischen Kampf (weil es wohl überlegt sein musste, wie die dicksten Punkte zu erhalten sind). Und wir konnten -was einwandfrei möglich ist- auch Siedlungen an anderen Stellen bauen.
Für den spaßigen Spielabend mit Nachbarn und Freunden ist das Spiel nicht zu empfehlen, da man wirklich seinen Grips anstrengen muss. Aber für das Spiel am verregneten Abend bein ner schönen Tasse Tee -absolut top. Und der Preis ist für die Ausrüstung, Spielgedanke (Entwicklung) und Aufmachung mehr als top! Wenn schon Vergleiche mit taktischen Spielen erstellt werden, dann würde ich das Spiel eher mit Schach vergleichen. Und wer spielt schon am geselligen Abend Schach?
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am 17. März 2015
Ich mochte das Spiel anfangs nicht und hätte es mir, wäre es hier nicht für ca. 15,- € angeboten worden, sicher nicht gekauft.

Inzwischen mag ich es aber zumindest ausreichend um ihm in meiner Sammlung einen Platz einzuräumen.

Das Prinzip ist simpel: Jede Runde werden mindestens drei Pflicht-Siedlungen auf einem Spielbrett mit Hexagonfeldern platziert. Hierbei bestimmt eine Karte, die pro Runde gezogen wird, auf welcher Art von Terrain man diese Siedlungen platzieren darf. Neben das Feld werden zusätzlich drei Karten gelegt, die bestimmte Ziele für das jeweilige Spiel festlegen und bei der Endauszählung Extrapunkte bringen.
Während des Spiels kommt es nun darauf an, durch das Bauen neben bestimmten Orten, die einem zusätzliche Möglichkeiten geben, die eigenen Optionen zu erweitern, sodass man nicht nur in dem Rahmen handeln und bauen muss, den einem die gezogene Terrainkarte vorgibt

Sich diese Möglichkeiten zu verschaffen und diese Möglichkeiten auch clever einzusetzen, macht den Kern des Spiels aus, da einem die Terrainkarten sonst wie eine Einbahnstraße vorgeben, wie man zu spielen hat. Das Spiel gewinnt dadurch aber keine besondere Tiefe. Auch das man sich eine hohe Anzahl verschiedener Spielbretter zusammen basteln kann, ändert daran nichts. Das Spiel ist elegant und glatt konstruiert und jede Runde fühlt sich gleich an. Höhepunkte sucht man vergeblich.

Letztlich ist das der Plus- und Minuspunkt des Spiels. So wenig abwechslungsreich es ist und so sehr es einen besonderen Tiefgang vermissen lässt so angenehm ist es zu spielen, wenn man genau das für zwischendurch mal sucht und einfach eine entspannte halbe Stunde haben möchte, ohne das Gehirn völlig abzuschalten. Es handelt sich als weniger um einen no-brainer als einen low-brainer. Selbst allein kann man das Spiel recht gut spielen, wenn man eben alle Parteien selbst spielt.

Die Einführung neuer Spieler ist entsprechend einfach. Aber es mag nicht überraschen, wenn ich anmerke, dass die meisten es wahrscheinlich nicht sehr spannend finden werden.

Die Komponenten sind insgesamt sehr gut, rechtfertigen den Preis von normaler Weise 40,-€ aber nicht. Die Siedlungen bestehen aus bemaltem Holz und die Spielbrettkomponenten aus solider Pappe. Das Design ist so solide aber unspektakulär wie das Spiel selbst. Wenn ich aber überlege, was ich bei anderen Brettspielen für den Normalpreis von 40,- € oder auch schon 30,- oder 20,- € bekomme, ist Kingdom Builder im Vergleich schlicht enttäuschend. Für die 15,-€ die ich bezahlt habe, kann ich mich aber nicht beschweren.

Ich kann das Spiel also nur bedingt empfehlen und würde anregen, sich nochmal Videos dazu anzusehen, bevor man sich entscheidet, es zu kaufen, denn auch wenn ich es inzwischen zu schätzen weiß, frage ich mich immer noch, wie Kingdom Builder Spiel des Jahres werden konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Spiel in einigen Jahren noch vielen bekannt ist.
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