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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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Wer Hits am liebsten so hört, wie er sie vom ersten Hören vor (mitunter) schon Jahrzehnten her kennt, wer Remakes und Cover-Versionen, die das Lied neu erfinden und komplett umgestalten, als Verrat am heiligen Original betrachtet, ja als Vergewaltigung und Schändung, der kann beruhigt "Ich bin" ein- oder auflegen (ja, auch auflegen, denn es ist das erste HRK Album seit genau 20 Jahren, was auch wieder als Schallplatte erhältlich ist - dickes Lob!) und wird glücklich sein.

Die Mühe, alles noch einmal neu einzuspielen, hätte man sich im Grunde auch sparen können. Das Verwenden der alten Original-Spuren und ein Herausschneiden von Kunzes Stimme an ein oder anderer Stelle und Hinzumischen der neuen Duettpartner, hätte im Wesentlichen dasselbe Album ergeben. Das ist etwas übertrieben, zugegeben, aber die Neuerungen muß man schon mit einer Ohren-Lupe suchen. Die Arrangements, die Strukturen (man vergleiche die Liedlängen Original vs. Remake), bis hin zu Gitarren-Soli, sind perfekt vom Blatt gespielt. Sofortige Wiedererkennung garantiert!

So ist "Ich bin" letztlich nicht viel mehr geworden, als das, was es eigentlich nicht sein wollte, ein normales Best of Kunze Album. Daher auch, trotz aller Kritik, vier Sterne, denn die Songs sind gut, publikumsgeprüft und nicht grundlos Hits geworden.
Auch wenn Kunze aus tiefstem Herzen Verehrende sicherlich andere Songs als die Besten auswählten, die hier versammelten sind schon im Kern die bedeutenden Hits die (hoffentlich) jeder kennt. Und 13 Jahre nach der letzten Kopplung "Nonstop - Das bisher Beste" ist ein neues Best of auch legitim. Doch so, wie es angekündigt wurde, hatte ich mir eben mehr versprochen.

Die Unterschiedlichkeit zu den Original-Versionen hängt letztlich nur an der Stimmfarbe der Duettpartner. Je weiter sie stimmlich von Kunze entfernt sind, umso deutlicher emanzipiert sich das Remake vom Original. Daher sind "Meine eigenen Wege" mit Achim Reichel, "Die Welt ist Pop" mit einem RRRammstein artig das "r" rrrollenden Joachim Witt und ein nur kraft seiner Stimme Soul gewordenes "Wenn du nicht wiederkommst" mit Stefan Gwildis, schon als Gewinn zu verbuchen.

Und dann das immer schon sterbensschöne "Lisa"! Im Original damals 1984 ohne Umweg über's Tonstudio gleich auf die Bühne und rauf auf's erste Live-Album "Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde". Da war es schon ein Glanzlicht, und dann noch feiner, ergreifender in der nachgeholten Studiofassung von 1993. Jetzt ist es nur noch anbetungswürdig! Die dreckig, verkommene Stimme von Jan Plewka (Selig) im Kontrast zu Kunzes glasklaren stimmlichen Möglichkeiten, machen dieses Duett zur überirdischen Erfahrung - ganz groß!

Die anderen Duette mit Pe Werner (Dein ist mein ganzes Herz) oder Reinhard Mey (Ich bin immer für dich da 1) etc. heben sich, aufgrund zu großer stimmlicher Nähe, von den alten Versionen nicht sonderlich ab. Songs gut - die Idee des Duetts charmant und sympathisch - Ergebnis gut, aber unauffällig.
Besonders ärgerlich ist die Mutlosigkeit bei "Mit Leib und Seele" mit Julia Neigel. Was kann die Frau rocken, wenn man sie lässt. Und tatsächlich sind das Intro und die musikalische Gestaltung während der Strophen hier verhältnismäßig stark vom Original abweichend, treibender. Man erwartet großes, denk der Refrain hebt jetzt gleich völlig ab - denkste! Es klingt als singen Julia und Heinz relaxt vom Sofa aus und kuscheln ein wenig. Ich gönn's ihm ja, aber für die Aufnahme hätte beide ja mal kurz aufstehen können...

Sollten zwei Männer "Ich hab's versucht", diese einzigartige Hymne der aufrichtigen Reue, Selbsterkenntnis und der Bitte um Verzeihung, im Duett singen? Nein! Und sie tun es auch nicht. Erleichtert liest man schon im Booklet, daß Heinz den Mund hält, Klavier spielt und das Mikrophon allein Hartmut Engler überlässt. Gute Entscheidung, denn als Gesangs-Duett würde dieses Lied textlich nicht funktionieren.

Zwei der vierzehn Lieder der Platte sind keine alten Bekannten, sondern gänzlich neue Songs, die Kunze auch allein singt. "Fair play" und der Titelsong "Ich bin" sind beides Hochkaräter, wundervolle Nummern, die die Enttäuschung über die Mutlosigkeit der Neuaufnahmen gut abmildern.
"Ich bin" ist eine augenzwinkernde Selbstbespiegelung, wie sie nur Kunze zustande bringt, textlich und musikalisch wirklich groß. Ein Mann jenseits der 50 stellt fest, dass das Leben, wenn man es nicht so ernst nimmt, gar nicht so schlimm ist und er sich eigentlich ganz gut leiden kann.

Und "Fair play", mal wieder eine neue Komposition von Heiner Lürig, eine kraftvolle Ballade mit Mut zum Pathos und Mut zu klaren pro Europa Aussagen, wie ich sie von der Kanzlerin seit Monaten erwarte und nicht höre!
Textauszug: "... damit dieser Kontinent nie mehr an sich selbst verbrennt, braucht es Mut von Marathon (in Griechenland) bis nach Berlin! Ich sag Vive la différence, nein wir sind nicht alle gleich, aber das und gerade das macht uns so reich!"
Für solche Zeilen könnte ich ihn umarmen! Die Unterschiede betonen und als gemeinsamen Gewinn begreifen, anstatt eine politisch korrekte Egalität an der Oberfläche zu pflegen, eine Gleichmacherei die den Völkern das Zusammenwirken verleidet. Menschen sind nicht gleich, ganze Völker noch viel weniger. Europa als politische Einheit ist ein Gewinn, wenn wir die Unterschiede zum Nutzen aller addieren und nicht mit ausuferndem Bürokratismus egalisieren, wenn aus dem politischen auch ein erlebbarer, erfühlbarer Gewinn für die Menschen wird. Ein gemeinsames Europa kann nicht nur in den Köpfen erdacht, es muß vor allem in den Herzen der Völker entstehen. Das ist der Weg zur Akzeptanz, und ohne Akzeptanz wird es nie funktionieren. Ohne Pathos lässt sich so etwas kaum in Worte fassen. (Verzeihen Sie diesen kleinen politischen Exkurs, aber derzeit wird soviel auf der europäischen Idee herumgetrampelt, dass ich mir dieses kleine Plädoyer nicht verkneifen wollte, auch wenn es natürlich nicht wirklich in eine Plattenkritik gehört.) Das Lied taugt jedenfalls zur Europa-Hymne!

Abschließend leider noch eine schallende Ohrfeige. "Hunderttausend Rosen", Single vom Vorjahres-Album "Die Gunst der Stunde" ist hier nicht nur kein Duett, wie alle anderen Remakes, es ist auch kein Remake! Es ist exakt die Aufnahme von 2011! Was soll das?
War das Studio-Budget erschöpft? Keine Zeit mehr? Keine Lust? Ganz weglassen wäre dann jedenfalls die bessere Lösung gewesen, so fühlt man sich doch ein wenig verklappst.

Alles in allem, ein durchweg sympathisches Album, was aber zu sehr auf Nummer sicher geht und leider die Möglichkeiten, die sich ihm künstlerisch boten, nicht ausschöpfte.

(Anmerkung zur Vinyl-Edition: Doppel-Vinyl im Klapp-Cover, sehr gut + CD, noch mal sehr gut, Eischubtaschen leider nur in weiß, nicht gut, bedruckt mit Liedtexten wäre noch schöner gewesen, aber gut, immerhin zum ersten mal wieder HRK auf Vinyl seit "Draufgänger" (1992), da überwiegt die Freude!)
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am 9. April 2015
Für alle Fans sowieso ein Muss, für alle anderen auch durchaus empfehlenswert. Die Titel von HRK sind auf jeden Fall absolute Klassiker schon heute. Tonqualität ist Top und auch die mitwirkenden Künstler machen Ihre Sache wirklich mehr als nur gut! Alles in allem ohne Einschränkungen einfach super. HRK in Topform.
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am 20. September 2015
Entgegen den üblichen "Tribute"-Alben singt HRK hier Duette mit mehr oder weniger bekannten Künstlern. Entgegen den üblichen Duett-Alben sind hier aber Interpreten unterwegs, die wirklich zur HRK-Art passen. Tolles Album und extrem abwechslungsreich.
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am 9. Oktober 2015
Seine besten Lieder von iim mit seinen besten Kollegen eingespielt ! Toll und sehr empfehlenswert !
Einer den man trotz der vielen Jahre nicht vergessen sollte ... immer brandt aktuell ! Danke
Kunze eben ...
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am 24. April 2012
Ein genuß für die Leute, die Heinz-Rudolf aus den kennen und mochten!
Die Gäste bereichern die Lieder ungemein, man hört viele Stimmen,
von denen man länger nichts mehr gehört hat, besonders zu erwähnen Herrmann van Ven!
Macht Spaß, mal was anderes.
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am 15. März 2016
Hatte schon lang nix mehr von Herman Van Veen gehört. Umso überraschter war ich nicht nur Hermann zu hören. Ein sehr gelungenes Album. Es gibt ein Interview zur Entstehung desselbigen hat mir im Vorfeld meine Kaufentscheidung erleichtert.
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am 28. Dezember 2012
Mir fehlte noch etwas von Heinz Rudolf und ich habe mich bewusst für die Duett Ausgabe entschieden.
Denn erstens kennt man die Lieder aus dem Radio oder der ein oder anderen guten alten Party die Originale ja schon rauf und runter.

Zweitens gibt es hier viel neues zu entdecken, wie klingt es wenn Heinz Rudolf seine Liedermacherfreunde ins Studio zum Singen einlädt? Ergebnis Sehr, sehr gut! So tummelt sich da neben Reinhard Mey auch Achim Reichel, Herman van Veen, Pe Werner, Joachim Witt, Gwildes

Drittens sind sie musikalisch dicht beim Original.

Man sollte sich beim kurzem Reinhören in die Titel nicht vom Kauf abschrecken lassen, denn in voller Länge hören sich die Titel nämlich wesentlich besser an, als es in 30 Sekunden möglich ist.

Man wünscht sich eigentlich nur noch das ein oder andere Lied mehr...
Lola z.B.

Aber auch so kann ich nach dem kompletten Durchhören der Lieder diese
Cd/Download guten Gewissens empfehlen. Am Besten gefiel mir der Titel "Wenn du nicht wieder kommst" das Duett mit Gwildes

Viel Freude...
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am 26. März 2012
Die Idee die eigenen Hits als Cover-Duette neu aufzulegen ist sicherlich interessant, die entstandenen Ergebnisse sind aber sehr differenziert zu sehen, da alles dabei ist von "absolut genial" bis "unterirdisch".

Das auch als Single ausgekoppelte "Dein ist mein ganzes Herz" mit Pe Werner ist wie die meisten der Songs sehr nahe am Original, aber besticht dennoch durch die kraftvolle Unterstützung Werners weiblicher Stimme. Kein absoluter Hit, aber gut gelungen, würde ich sagen. "Meine eigenen Wege" zusammen mit Achim Reichel ist ähnlich zu beurteilen: Reichels Stimme gibt dem Lied eine neue Note, aber viel anders als Kunze allein ist es eben auch nicht.

Absolut traumhaft ist das Duett mit dem Großmeister der deutschen Musik Reinhard Mey: wenn die beiden "Immer für dich da 1" ins Mikrofon hauchen, dann ist man sich sicher ein besseres Lied hätte er für diesen Duettpartner nicht aussuchen können. Absolut fantastisch wie die beiden den Text dahinschmachten, allein für dieses Lied lohnt sich der Kauf der CD, denn das ist Gänsehaut pur.

Ganz anders, aber ebenso gelungen ist die Aufnahme von "Aller Herren Länder" zusammen mit Hermann van Veen, den ich sonst nicht sehr schätze. Aber hier bringt er seine markante Stimme gekonnt ein.

Dazwischen ist noch die Ballade "Ich hab's versucht" platziert, die jedoch kein Duett ist, sondern von H.Engler allein eingesungen wird. Das klingt dann wie eine bessere PUR-Ballade, nicht schlecht, aber man muss es eben mögen.

"Längere Tage" ist eine einzige Enttäuschung: Purple Schulz, der mit seiner "Sehnsucht" einst so unfassbar gut ebendieses Gefühl musikalisch und stimmlich umzusetzen wusste, und Josef Piek singen hier völlig uninspiriert und so plätschern die knapp vier Minuten so vor sich hin und die einzigen positiven Elemente setzt HRK selbst.

Soulbarde Stefan Gwildis macht seine Sache da schon besser, wobei auch "wenn du nicht wiederkommst" kein Geheimtipp ist, aber vielleicht liegt es auch einfach am Lied selbst, dass mir einfach nicht so gefällt.

Mit "Hunderttausend Rosen" ist einer der wenigen airplaychart-kompatiblen Kunze-Hits unverändert auf der CD drauf. Das mag für manche ein "Ärgernis" darstellen (siehe andere Rezensionen hier), für mich ist es ein nettes Geschenk an die Fans, die dieses charmante und tiefgehende Lied noch in ihrer CD-Sammlung vermissen. Schön dass man es unverändert übernommen hat.

Jan Plewka von "Selig" (never heard) hat eine einprägsame Stimme, mit der er "Lisa" zu neuen Horizonten führen will, anfangs klingt das interessant, aber ab dem Moment wo HRK selbst mit einsteigt wird einem wieder klar wie dieses Lied interpretiert werden sollte und ab dem Moment ist klar wie Plewka das Lied verhunzt (anders kann ich es wirklich nicht formulieren) hat. Ein so sinnliches Lied so völlig ohne Gefühl und stimmlich derart mies vorzutragen gehört nicht auch noch mit einer Veröffentlichung honoriert.Ich frag mich wirklich was Kunze da geritten hat.

"Mit Leib und Seele" versöhnt einen da schon wieder. Jule, Verzeihung Julia Neigel bringt bei ihren Soloeinsätzen ihre markante Stimme gekonnt ein. Im Refrain geht sie dagegen leider etwas unter. Dennoch eine gelungene Nummer.

Joachim Witts dröhende Stimme verleiht "Die Welt ist Pop" eine ganz neue Note und besonders sein "Hohoho, weg mit dem alten Plunder" ist natürlich allererste Sahne. Man muss seine abgehackte Singweise vermutlich mögen um damit was anfangen zu können, aber hier brillieren Kunze und Witt wie einst Witt und Heppner ("Die Flut").

Die beiden neuen Kunzelieder "Fair Play" und "Ich bin" sind - wie gewohnt - gut gemachte Stücke, die man gerne auch mehrfach hört und bei denen zumindest beim erstgenannten auch durchaus eine Botschaft dahintersteckt. Ungewöhnlich mag lediglich der englische Refrain sein.

Bleibt noch etwas zu "Finden Sie Mabel" zu sagen. Hier übernimmt Tobias Künzel (Prinzen) die Leadstimme und führt so gekonnt hindurch, dass man sich fast wünscht auch hier hätte Kunze sich zurückgenommen und ihn allein singen lassen oder nur beim Refrain mitgesungen. An manchen Stellen fühlt man sich dennoch unweigerlich an "Gaby und Klaus" erinnert, was den Hörgenuss wieder etwas eintrübt.

Alles in allem also eine durchwachsene Sache diese CD: von absolut bombastisch (Duette mit R.Mey oder J.Witt) bis hin zu unterirdisch (Plewka, Purple Schulz) ist alles vertreten und somit ist die CD nur bedingt weiterzuempfehlen. Stattdessen empfehle ich dringend jedem interessierten in Ruhe in die Songs reinzuhören , bevor man sich die CD zulegt.
Schade auch dass das Booklet sehr dünn geraten ist und kaum Infos enthält.
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am 27. Februar 2012
...ist es, sich jetzt noch mal die alten und auch neueren CDs und vor allem die paar noch nicht geschändeten Hits anzuhören, die hier fehlen: "Alles was sie will", "Ich brauch Dich jetzt" oder auch "Regen in Berlin" wurden hier verschont.
Hartmut Pur und die "Verstärkung" haben hier so ziemlich alles hingerichtet, was HRK ausmacht: Stil, Originalität, eine gewisse
Fragilität, aber auch Rock'nRoll "...oder wie das heißt".
Jan Plewkas "Lisa"', die zwei neuen Songs und die beiden auf der regulären Version nicht enthaltenen Bonustracks seien von
dieser Kritik ausgenommen und auf's Ausdrücklichste gelobt!
(Bonus "Knoblauchlimonade" bei iTunes u. "Ihr findet keine Insel" auf der "Saturn"-Limited Version)
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am 25. Februar 2012
Der gute Heinz hat es seinen treuen Fans nie leicht gemacht. Viele Platten von ihm waren unbequem und brauchten seine Zeit, bis man sie richtig zu schätzen wusste. Der gute Heinz ist auch bis dato der Einzige geblieben, der klammheimlich Schlagermusik in meinen CD-Schrank schmuggeln durfte. Aktzeptiere ich auch immer noch nur bei ihm und hat bei mir keine neue Leidenschaft für diesen Musikstil entfacht. In den letzten Jahren hat der Schlager immer mehr Einzug in Heinz Repertoir gehalten. Nach und nach schleifen sich immer mehr Ecken und Kanten ab und die Auftritte bei Carmen Nebel und Co. häufen sich. Eine Ecke, wo ich immer noch nicht wahr haben will, dass er dort hin gehört. Nach dem Schlager erobern nun Künstler wie Reinhard Mey, Achim Reichel und Herman van Veen meinen CD-Schrank. Wieder eingeschmuggelt vom guten Heinz. Wie mit Schlager werde ich auch mit diesen Künstlern zukünftig nichts weiter anfangen. Mögen es mit die Fans der genannten Künstler verzeihen, aber die gesanglichen Duett-Beiträge von diesen "Sängern" klingen für mich teilweise wie ironische Überzeichnungen. Vor allem Achim Reichel lässt jedes Gefühl für Timing und Gesangsrhythmik vermissen. Mey klingt so pathetisch, dass es fast schon weh tut und mit dem Gesang von van Veen kann ich so gar nichts anfangen. Die Songs mit Pe Werner und Purple Schulz (fast nicht als Duett erkennbar) bieten wenig Mehrwert. Lichtblicke hingegen sind die Beiträge von Stefan Gwildis (würde mich nicht wundern, wenn dieser den Song in sein Live-Reportoir aufnimmt), Jan Plewka (top, passt wie die Faust auf`s Auge), Julia Neigel und Tobias Künzel. Warum der Schlager "Hunderttausend Rosen" unverändert auf dieses Album gerutscht ist, hinterlässt ein Fragezeichen. Die beiden neuen Songs sind ordentliches Mittelmaß.

Insgesamt bleibt "Ich bin" verzichtbar, schadet aber auch nicht. Ich hätte mir eine andere Duett-Partner-Auswahl gewünscht. In der deutschen Musikszene bewegt sich derzeit soviel, wie lange nicht mehr. Da wären Song-Interpretationen von Leuten wie Clueso, Poisel, Montag (die auch schon einen Reinhard Mey Song perfekt gecovert haben) Thees Uhlmann etc. mit Sicherheit spannender gewesen.
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