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am 23. Februar 2013
Nun, ich habe sie doch gekauft, die blaue Naxos-Box. Ein Würfel, deren Seiten ungefähr so groß wie eine CD-Hülle sind. Darin 38CDs in Pappumschlägen und ein dickes Buch.
Die CDs sind genau diejenigen, die einzeln erschienen waren, nur in einer anderen Reihenfolge.
Das Buch enthält eine Inhaltsangabe CD pro CD, eine Einführung "Schubert und seine Dichter" von Ulrich Eisenlohr, ein Kommentar zu jeder einzelnen CD, eine Kurzbiographie jedes/r Interpreten/in und eine alphabetische Liste aller Lieder mit Deutsch-Nr, Entstehungsjahr, CD-Nr und Interpretennamen. Die Kommentare sind eine erweiterte Version der Texte, die in den Booklets der Einzel-CDs gedruckt waren (wahrscheinlich umgekehrt: dort eine gekürzte Version). Sie sind teils von namhaften Kennern, teils von Ulrich Eisenlohr geschrieben (Eisenlohrs Texte sind nicht die am wenigsten interessanten). Sie sind selbstverständlich nicht so ausführlich wie die meisterhaften Kommentare von Graham Johnson für die einzelnen Hyperion-CDs aber immerhin sehr informativ. Alles in allem bietet das Buch eine wertvolle Einführung in Schuberts Liedschaffen und ist sowohl für den Newcomer als für den schon mit Schuberts Liedern Vertrauten aufschlußreich.

Jede CD ist einem Dichter /einer Dichtergruppe gewidmet. Es ist durchaus sinnvoll, denn Schubert konnte für jeden Dichter, jeden Stil eine eigene Tonsprache finden, so daß die einzelnen CDs einheitlich sind. Einige Dichter oder Gruppen, denen Schubert sich intensiv gewidmet hat (Goethe, Schiller, Mayrhofer, die romantischen Dichter ...) sind auf mehrere CDs verteilt und für jede ist ein Programm erarbeitet worden. Klar kann man die eine oder die andere Zuweisung bestreiten, es gibt auch eine CD mit "Liedern nach verschiedenen Dichten", die 9 Lieder zusammenfaßt, die man nicht anderswo unterbringen konnte, aber insgesamt gibt es weniger Misch-Masch CDs als in der ursprünglichen Hyperion Reihe.

Dazu ist jede CD in der Regel von einem Sänger gesungen, 6 mit einer männlichen und einer weiblichen Stimme, 3 mit vier Sängern - abgesehen selbstverständlich von den 3 CDs mit mehrstimmigen Gesängen. Dies macht jede CD zu einem kleinen wohl durchdachten Recital.

Alle Lieder Schuberts sind da, inklusive der Fragmente und der unterschiedlichen Bearbeitungen eines jeden Textes, auch der unterschiedlichen Fassungen jeder Bearbeitung, insofern sie sich wesentlich unterscheiden. Wenn man akribisch sucht, wird man wohl die eine oder die andere alternative Fassung vermissen (die erste Bearbeitung von Meerestille D215A z.B.) aber man kommt schon auf über 670 Titel. Im Unterschied zu Hyperion hat man, grob gesehen, mehr unterschiedliche Fassungen aber wenige mehrstimmige Kompositionen (bei Naxos sind "nur" die 46 mehrstimmigen Gesänge mit Klavierbegleitung da, die sich solistisch vortragen lassen - dies schließt Kompositionen aus, die einen Chor brauchen, unbegleitet oder mit anderen Instrumenten als dem Klavier begleitet sind. Einige davon sind bei Hyperion vorhanden). Die Tendenz bei Naxos ist, die Fragmente in ihrer fragmentarischen Form, bei Hyperion von fremder Hand vervollständigt darzustellen - hier und da gibt es Ausnahmen.

Was die Qualität der Interpretation betrifft, so bietet Naxos weniger große Namen als Hyperion. Nichtsdestoweniger hat man durchaus ein gutes Niveau, mit Ausreißern nach unten (die Schöne Müllerin von Christian Elsner ist leider eine der schwächsten der ganzen Diskographie) und nach oben (Florian Boesch, Christiane Iven oder die CD mit Holzmair/Steinberger sind Höhepunkte der Schubert Lied-Diskographie). Ulrich Eisenlohr ist der meistbeteiligte Klavierspieler. Er und Burkhard Kehring, Wolfram Rieger, Jens Fuhr sind mehr als kompetente Partner, nur Stefan Laux ist etwas schwächer (2 CDs). Was wichtig ist, jedes einzelne Stück ist mit viel Aufmerksamkeit behandelt worden und nie kommt der Eindruck auf, dies oder das wäre nur der Vollständigkeit halber aufgenommen worden.

Eine meines Erachtens gelungene Edition, welche die Möglichkeit anbietet, zu guten Bedingungen das ganze Liedschaffen Schuberts kennenzulernen. Nicht nur sind alle Lieder da, die einzelnen CDs lassen sich auch als Programm-CDs genießen. Man braucht definitiv eine andere Schöne Müllerin, Lieblingslieder wird man sicher in unterschiedlichen Interpretationen haben wollen, die Kunst anderer Sänger und Begleiter wird man auch nicht vermissen wollen, aber hier hat man 38CDs, die nicht in ihrer Box einschlafen werden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. August 2012
Ich habe die englische Ausgabe der vorliegenden Sammlung über einen Market-Place-Anbieter zum erschwinglichen Preis gekauft und musste zunächst schmunzeln. Denn offensichtlich gibt man sich hier große Mühe, drei Versäumnisse nicht zu wiederholen, die die Fans der eigentlich hervorragenden Hyperion-Kollektion vorgeworfen hatten: Dort war bemängelt worden, dass die schönen Einzelrecitals in der Gesamtausgabe aufgelöst wurden und dort alle Lieder streng in chronologischer Reihenfolge präsentiert werden. Wenn dabei etwa die Winterreise nicht am Stück gegeben wird, komme auch ich ins Grübeln. Zweitens wurde das fehlende deutsche Idiom bei den oft erstklassigen Sängern bemängelt und drittens, dass die hervorragenden Begeleittexte (liner notes) von Graham Johnson nicht abgedruckt wurden.

Hier ist dies alles anders und teilweise besser gemacht:

Die Schubertlieider erscheinen in Konzeptalben (3 CDs widmen sich etwa Goethe und 4 Schiller usw.). Dabei wird fast jede CD von einem anderen Sänger übernommen. Sämtliche Interpreten sind deutschsprachig, so dass es auch hier nichts zu mäkeln gibt. Und das üppige Beiheft bringt nicht die Liedtexte (diese stehen im Netz), sondern auf knapp 300 Seiten Essays über Schubert, die einzelnen CDs und die Künstler.

Dies alles sind jedoch Äußerlichkeiten; was zählt sind die Platten selbst. Und auch hier überzeugt das Konzept: Fast jede Platte wird - wie bereits erwähnt - durch einen anderen Sänger gestaltet (einige Künstler kommen zwei- bis dreimal vor). Die drei letzten CD umfassen Chorliede, bei denen die Künstler zT. wieder im Ensemble auftreten. r War ich noch bei der Winterreise und der Schönen Müllerin beim Anhören leicht skeptisch (hier ist einfach Fischer-Dieskau und Quasthoff noch zu sehr im Ohr), so beeindruckt die Sammlung ab den Goethe-Liedern (ab CD Nr. 4) aufs höchste. Vergleichsweise junge und unbekannte Künstler geben buchstäblich ihr Bestes, um das ihnen anvertraute Repertoire glänzen zu lassen. Von ihnen war mir nur Ruth Ziesack ein Begriff. Was aber etwa Johannes Kalpers aus dem Erlkönig herausholt und Markus Bruns aus Schillers Taucher sollte man einfach gehört haben. Als Hörer bemerkt man den Ehrgeiz der Künstler, im Wettbewerb der Aufnahmen untereinander Individuelles zu wagen. Sehr gut gefällt mir, dass die jungen Künstler meist die besonders dramatischen Zuspitzungen vermeiden, die man gelegentlich bei Fischer-Dieskau erlebt (Hectoring) und dennoch mit großem Gefühl für die Stimmung dieser Lieder werben.

So erhält man auf 38 CD im Grunde auch etliche Sängerportraits von großer Leidenschaft und lernt interessante neue Stimmen kennen. Ich kann die Sammlung daher nur empfehlen.
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