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am 27. Januar 2004
Diese Aufnahme der Winterreise besitzt für mich eine absolute Ausnahmestellung unter allen Einspielungen. Ein Sänger, Dietrich Fischer-Diskau, der so oft zu hören war, oft umstritten, z.B. bei Opernaufnahmen, dessen größte Stärke aber seit jeher die Interpretation von Kunstliedern, vor allem von Schubert war, dazu ein Pianist, der eine große Karriere als Solist gefeiert hat: Alfred Brendel. Diese Kombination zweier Stars bringt hier eine Aufnahme der Winterreise hervor, die an Souveränität und Geschlossenheit kaum zu übertreffen ist. Schubert selbst nannte den Liederkreis "schauerlich"; damit meinte er wohl diese verzweifelte Grundstimmung, die uns hier immer wieder deutlich gemacht wird, der umherirrende Jüngling wird uns vom ersten bis zum letzten Lied bewusst. Brendel und Fischer-Diskau bilden eine perfekte Symbiose, die Interpretation ist vom ersten bis zum letzten Lied vorbildlich. Die beiden Künstler verfallen nie in hemmungslose romantische Schwämererei und tun dem Gesamtwerk damit einen riesigen Gefallen. Mein Tipp: Kaufen, vor allem zu diesem Preis
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am 2. August 2005
Fischer-Dieskau hat die Winterreise oft gesungen und oft eingespielt. Seine erste Aufnahme war 1948 mit dem Pianisten Billing. Diejenige mit Brendel war nun über 30 Jahre später. DFD ist nicht gut bei Stimme. Aber schadet dies der Winterreise ? Es ist ein Zyklus schauriger Lieder- dessen Charakter man ruiniert, wenn man zu glatt und schön singt ( Hampson) DFD hat im Laufe der Jahrzehnte immer mehr Gefühl aus dem Zyklus genommen, fand seine eigenen frühen Interpretation später nicht mehr gelungen, weil zu gefühlig. Gerade in der persönlichen Gebrochenheit liegt die Bedeutung dieser Aufnahme. Brendel ist ohnehin ein tiefsinniger Schubert-Interpret. Von daher eine ideale Kombination.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Mai 2012
Über 30 Jahre nach seiner ersten Einspielung ging der damals 60-jährige Dietrich Fischer-Dieskau noch einmal ins Studio, um Schuberts Winterreise aufzunehmen, ein Werk, dass ihn wie kein anderes über seine ganze Karriere hinweg begleitete und beschäftigte. Sein Begleiter war diesmal kein gelernter Begleiter, sondern mit Alfred Brendel ein Pianist, der als Solist und Schubert-Spezialist einen ähnlichen Rang innehatte wie der Sänger selbst. Das Ergebnis wurde von der Kritik zwiespältig aufgenommen:

Anlass zur Kritik bot zunächst der Zustand von Fischer-Dieskaus Stimme, ihre Zerbrechlichkeit und Brüchigkeit, durch die vor allem hoch liegende und laute Passagen kein wirklicher Genuss mehr sind ("Mut"). Zu dem zerissenen Charakter des Winterreisenden passt das aber durchaus. Lieder wie "Das Wirtshaus" oder gar "Der Leiermann" sind von einer ganz eigenen Authentizität.

Interpretatorisch hat Fi-Die nach eigenen Worten "das Legato wieder entdeckt," nimmt seine Wort-Interpretation gegenüber früheren Einspielungen stark zurück zugunsten der musikalischen Linie.

Das mag auch am Pianisten liegen:

Alfred Brendel begnügt sich (natürlich) nicht damit, den Sänger einfach zu begleiten, sondern setzt sehr eigene Akzente, übernimmt teilweise gar die Führung. Das ist mir persönlich etwas zu viel, zumal sein blühend voller Klavierton nicht ideal zur brüchigen Stimme Fischer-Dieskaus passt.

So spannend die Aufnahme ist - ich höre Fischer-Dieskau lieber in älteren Aufnahmen mit intakter Stimme. Meine Favoriten sind die beiden Aufnahmen mit Gerald Moore - 1955 mono (EMI) stimmlich frisch und männlich, 1971 stereo (DGG) mit sehr ausgefeilter Interpretation. In beiden Aufnahmen harmoniert der Pianist besser mit dem Sänger.

Ein Geheimtipp: Eine Radio-Aufnahme von 1952 aus Köln mit (und trotz) Hermann Reutter am Klavier.
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TOP 1000 REZENSENTam 8. Dezember 2010
Franz Schuberts Liederzyklus "Winterreise" D 911 nach Gedichten von Wilhelm Müller ist der wohl populärste Liederzyklus der klassischen Musik. Schubert selbst soll seinen Freunden angekündigt haben: "Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen." Wenige andere Kompositionen des deutschen Komponisten sind so durchgängig düster und schwermütig wie die "Winterreise". Die Geschichte vom jungen Gesellen, der von seinem Liebchen betrogen wird und infolgedessen seine sinistre, widrige Reise durchs verscheite Land antritt, um über seinen Verlust hinwegzukommen und sich schließlich resigniert seinesgleichen anzuschließen, hat viele andere Komponisten inspiriert.
Der berühmte deutsche Bariton Dietrich Fischer Dieskau hat sich zeit seines Lebens mit der "Winterreise" auseinander gesetzt. Mit verschiedenen Pianisten hat er zusammengearbeitet, bedeutende Einspielungen liegen mit Jörg Demus oder seinem Stammpianisten Gerald Moore vor. Die vorliegende Einspielung an der Seite von Alfred Brendel entstand mitten in der Sommerhitze des Jahres 1985 in Berlin und erfreut sich heute noch bester Tonqualität. Auch was den künstlerischen Aspekt betrifft, steht diese Aufnahme immer noch in vollem Glanze.

Schuberts kompositionstechnische Meisterschaft ist über jeden Zweifel erhaben. Dem torkelnden, benommenen Sänger gibt er eine unsichere, forschende Klavierstimme bei. Das führt dazu, dass gleich das erste Lied des Zyklus, "Gute Nacht", zu einem seiner besten überhaupt wird. Gekonnt benutzt er die "Wetterfahne", um den Wankelmut die Geliebte seines Protagonisten darzustellen. Intensiver Schmerz und Verzagtheit kennzeichnen auch die folgenden Lieder, erst im "Lindenbaum", einem der berühmtesten deutschen Volkslieder, findet der Wanderer Einhalt, schwelgt in Erinnerungen und lindert seine Schmerzen ein wenig. Mit welcher Liebe, mit welcher Empathie Schubert Müllers Vorlage umsetzt - man könnte meinen, er habe seine Todesahnung hier bereits mit eingeflochten.
Fischer Dieskau als blendender deutscher Bariton füllt seine Rolle mit Leben und Wärme. Das ist in den folgenden Liedern besonders wichtig. Schubert führt hier das bei ihm immer wiederkehrende Motiv des Baches ein. Dieser ist hier aber nicht verständiger Begleiter, sondern eisiger Freund: Erstorben und vereist liegt er da. Schubert verharrt in seiner Traurigkeit, gleitet im verzagten "Irrlicht" gar ins düsterste h moll ab. Fischer Dieskau scheint dem Leid des Protagonisten nachfühlen zu können. Auch in den leisesten, tristesten Episoden bleibt seine Intonation klar und gut verständlich. Er setzt passende, forsche Akzente, die auf seine lange Vertrautheit zu Schuberts Zyklus verweisen. Farben- und Kontrastreichtum stehen ihm zur Verfügung. Selten beispielsweise habe ich den "Frühlingstraum" spannender, niederschmetternder erlebt. Harsch und unerbittlich wird sein Tonfall, wenn er seinen Protagonisten die letzte Würde verlieren lässt und die "Letzte Hoffnung" dahinschwinden lässt.
Brendel hingegen hält den Vortrag stets transparent und differenziert, spielt sich nie in den Vordergrund und übernimmt das extrem wichtige Fundament des Zyklus'. Seine gewaltige Leistung wird besonders in den letzten Liedern deutlich, wo der eigentlich tief traurige, hoffnungslose Bariton zu recht versöhnlich klingenden Klavierakkorden singt. "Mut!" spricht sich der Wanderer zwar zu, doch es nutzt nichts. In den beinahe halluzinogen anmutenden "Nebensonnen" scheint er den Verstand vollends zu verlieren, im "Leiermann" schließlich einen Gleichgesinnten zu finden, der barfuß schiefe Töne auf seiner Leier produziert. Brendel empfindet diese Töne trefflich, besser als jeder andere, nach. Vor allem hier zeigt sich die perfekte Harmonie zwischen Brendel und Fischer Dieskau.

Fazit: Vielleicht nicht die allerbeste Einspielung dieses unergründlichen Zyklus', auf jeden Fall aber die kongenialste!
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am 14. Juli 2013
Unheimliche Klarheit in der Artikulation und ein wunderbares Klavier dazu. Dieskau und Brendel spielen Schubert, was gibt es besseres?
Es ist so genial wie man es sich vorstellt.
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am 20. Februar 2013
Die Winterreise von Fischer-Dieskau ist ein Juwel in der deutschen klassischen Musik und es ist erfreulich,daß die Tonqualität noch so gut erhalten ist.
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am 22. November 2013
Wegen des Werkes an sich, wegen der Interpreten und der Interpretation im Besonderen und weil ich in der Berliner Philharmonie damals einen denkbar ungünstigen Platz hatte - im Rücken des Sängers. Geht gar nicht!
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