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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
54
4,5 von 5 Sternen
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am 10. August 2015
Es herrscht Schweigen, wo nie ein Laut sein darf.
Wo nie ein Laut war.

Und immer noch kann und darf sich DAS PIANO unter den ersten zehn Plätzen
meiner absoluten Lieblingsfilme halten.
Wenn Ada anmutig und verliebt über die Tasten ihres Pianos streicht,-
ja, dann durchströmt mich jedes Mal aufs Neue dieses wunderbare, wunderschöne
und vertraute Gefühl, das ich schon damals im Kino erleben durfte.
Die Geschichte einer Frau nämlich- verstörend, unberechenbar- aber auch
verzaubernd, gewaltig gefühlvoll und unglaublich stark.
Es ist mir unmöglich, der Verlockung des Pianos zu widerstehen.
Unmöglich, der beeindruckenden, schauspielerischen Leistung sämtlicher Darsteller
zu entfliehen.
Und unmöglich, Ada`s Gefühle, die sich mittels ihrer Gestik und ihrer Musik
lesen wie ein offenes Buch, nicht mit ihr zu teilen.
Ein melancholisches Drama, das eine perfekte Symbiose aus den Bildern, der
Musik und dem Schauspiel bildet.
Und Harvey Keitel ist ja eh ein gut gebauter und nicht schlecht aussehender
Charakterkopf. Für mich.

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Story:

Neuseeland im 19. Jahrhundert:
Die stumme Ada ( Holly Hunter ) reist mit ihrer Tochter ( Anna Paquin )an,
um die arrangierte Ehe mit dem Farmer Alisdair ( Sam Neill ) einzugehen.
Doch diese Liebe ist scheinbar von ersten Moment an zum Scheitern verurteilt,
da Alisdair seine Zukünftige zwingt, ihr Piano am Strand zurückzulassen.
George ( Harvey Keitel ), ihr Nachbar, erkennt die Chance, mittels des geliebten
Musikinstruments das Herz der stummen Ada zu erobern. Er schlägt ihr einen
Handel vor; gegen gewisse Zuwendung darf sie in seinem Haus auf dem Piano
spielen..........................................

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Fazit:

" Ich will dich berühren- wieso darf ich nicht? Magst du mich nicht? "
Selten sehe ich Filme, die so schnell zu berühren wissen. Die so polarisieren,
weil sie im nächsten Moment zärtliche Worte mit brutalen Handlungen zerreissen.
Die Liebe und die Eifersucht, die Liebe und der Hass.
Die Sehnsucht und die Verzweiflung.
" Jetzt, da du gehst, fühle ich mich furchtbar. Wieso das? "
Der Ungeliebte als Märthyrer- der Geliebte die ewige Versuchung.
" Ada- liebst du mich? Wenn es dir ernst ist, dann komm` wieder....."

Was für ein Tod.
Was für eine Möglichkeit.
Was für eine Überraschung.

" Mag sein, dass du mich ja mit der Zeit liebgewinnst...."
Uffz, was für ein Film. Ein wunderbarer Film. Ein anspruchsvoller Film.
Und doch so erschreckend. Und doch so ehrlich.
2121 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2016
DAS PIANO ist seit langer Zeit einer meiner Lieblingsfilme und der erste, den ich mir als DVD nachgekauft habe.
was soll ich sagen: der Film wirkt über 20 Jahre nach seiner Erscheinung fast noch mehr auf mich. Die wunderbaren Bilder & das Spiel mit feinen Nuancen in der Mimik sind ein Traum!!!
Leider kann ich der DVD nur 1 Punkt geben: Die Bild- und Tonqualität ist schlechter als bei der VHS, und es gibt keine Extras, Trailer oder sonstiges. Ein wahrhaft enttäuschender Kauf.
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am 16. September 2015
D as piano ist fur mich ein absulutes Meisterwerk den muss man gesehen haben mit atemberaubenden Bildern hervorragenden Schauspieler die ihre Rollen sehr gut verkörpern die bluray hat ein sehr sauber Bild der Ton ist auch perfekt
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am 23. Mai 2013
Neuseeland, vor langer Zeit. Man denkt man wäre live dabei vor Ort, der Film ist teilweise eine Dokumentation über das Land Neuseeland und es vermittelt einen guten Eindruck der Verhältnisse die dort damals herrschten. Die Bilder sind teilweise sehr künstlerisch angehaucht. Der Film ist spannend erzählt und wer das Buch gelesen hat wird ihn bestimmt mögen. Eine der besseren Literaturverfilmungen. Allein die Idee mit dem Klavier durch die halbe Welt zu reisen begeistert. Die Hauptdarstellerin spricht fast kein Wort während des gesamten Films, das ist in so fern interessant, weil der schauspielerische Aspekt des Textlernens und Wiedergebens somit hier keine Rolle spielt, viel mehr verleiht sie dem ganzen einen besonderen Ausdruck der Stille und Pantomime und bringt so Ihre Kunst des Schauspiels zum Ausdruck. Bildgewaltiges Epos, welches man sich immer und immer wieder ansehen kann.
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am 31. August 2015
Ich liebe diesen Film. Er überzeugt durch die Bilder. Gerade die eher langsamen Schnitte überzeugen und geben den Charakteren genügend Raum sich zu entfalten. Geht voll unter die Haut. Nicht nur für Frauen. Auch für romantische Männer ;)
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am 29. Juni 2013
Das warten hat sich gelohnt! Endlich ist dieser Bildgewaltige Film auf Blue-ray erschienen! Die Bildqualität ist gegenüber der DVD erheblich gesteigert worden! Einer meiner Lieblingsfilme! Sollte in keiner Sammlung fehlen!
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am 27. Dezember 2008
Der Film selbst ist wundervoll und verdient absolut zurecht 5 Sterne. Doch hier wird nicht nur der Film bewertet, sondern auch die DVD und diese ist von unterirdischer Qualität.

Ton:

Es ist eine absolute Frechheit vom Publisher, solch einen Schund zu veröffentlichen. Die englische Version enthält neben der klassischen DD 5.1 zusätzlich noch eine DTS Tonspur. Was wird in Deutsch geboten? Nichts, nur eine lächerliche Stereo Tonspur für dieses Meisterwerk, was so sehr von seiner musikalischen Untermalung lebt. Das ist eine bodenlose Frechheit. Man wird regelrecht genötigt, den Film auf Englisch zu schauen.

Bild:

Hier wird das Tonfiasko noch einmal gnadenlos übertrumpft. Da haben selbst VHS Bänder eine bessere Qualität. So wirken zum Beispiel die Berge bei der Ankunft an der Küste Neuseelands wie ein hässlicher grüner Fleck. Das Bild ist derart verschwommen, unscharf und vergrisselt (ich hoffe das Wort gibt es überhaupt), so das man sich fast schon angewidert vom Bildschirm wegdreht. Ich habe wirklich den Eindruck, und das ist kein Scherz, dass hier nur von VHS auf DVD überspielt wurde. Grauenhaft und einem solchen Film in keinster Weise würdig.
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Mitte des 19. Jahrhunderts kommt die stumme schottische Witwe Ada (Holly Hunter) mit ihrer neunjährigen Tochter in die britische Kolonie Neuseeland, wo ihr Vater eine Heirat mit dem britischen Siedler Alistair Stewart (Sam Neill) arrangiert hat. Im Gepäck hat sie ihr geliebtes Klavier, das für sie ein Kommunikationsmittel ist. Stewart hat dafür wenig Verständnis, belässt das Instrument am Strand und veräußert es später an seinen Bekannten George Baines (Harvey Keitel). Baines stimmt das Klavier und bittet Ada um Unterricht, womit sie das Klavier Taste für Taste zurück verdienen könne. In Wahrheit sucht er damit nur mehr und mehr die körperliche Nähe der spröden jungen Frau ...

Jane Campion (*1954) schuf mit ihrem dritten Film ein poetisches Meisterwerk über die Selbstfindung einer Frau in einer Zeit der unterdrückten Gefühle. Daneben erforscht THE PIANO die Wurzeln der neuseeländischen Kultur zur Zeit der Ansiedlung der ersten Europäer und deren Zusammenleben mit den Maoris. Der bildgewaltige Film erhielt 1993 die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes sowie 1994 drei Oscars - unter anderem für Holly Hunter als beste Hauptdarstellerin.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität und enthält zusätzlich eine Hörfilmfassung für Sehbehinderte, die direkt nach Start aktivierter ist. Optional sind deutsche Untertitel verfügbar. In den Extras ist ein sehenswertes Interview mit Jane Campion und Produzentin Jan Chapman, das 2003 für die DVD-Veröffentlichung produziert wurde (76 min, englisch, optionale deutsche Untertitel) und zahlreiche entsprechend erläuterte Filmszenen beinhaltet. Der Audiokommentar mit Regisseurin und Produzentin über die komplette Filmlänge verfügt ebenfalls über deutsche Untertitel. Making of (15 min) und der Original-Kinotrailer vervollständigen das Material. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung für anspruchsvoller sortierte Sammlungen!
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am 28. Mai 2017
Ein Film,der sehr interessant gemacht ist und in einer interessanten Zeit spielt,was eigentlich ein guter Schulfilm für Pärchen ist,die nur des Geldes oder wegen Einsamkeit heiraten.
Denn dieser Film hätte auch gut mit der Sarah Lombardy gedreht werden können,worüber sich ja alle Möchtegernmoralapostel aufregen,weil ja wie immer die angeblich böse,böse Frau fremd geht,weil gewisser Mann meint,mit materiellen Dingen Alles kaufen zu können.
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am 4. Juli 2010
Der neuseeländischen Filmemacherin Jane Campion gelang 1993 mit "The Piano" ein historischer Triumph. Als erste Frau gewann sie bei den Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme für ihr Porträt einer stummen Außenseiterin, die sich in selbstgewählter innerer Emigration nur noch virtuos durch die Klänge ihres Pianos artikuliert und dennoch entgegen aller widrigen Umstände ihre Individualität verwirklicht.

1850 strandet die stumme Ada (Holly Hunter), die mit sechs Jahren aus ungeklärten Gründen mit Sprechen aufhörte, mit ihrer unehelichen Tochter Flora (Anna Paquin) an der neuseeländischen Küste, um sich mit dem fremden Siedler Mr. Stewart (Sam Neill) zu verheiraten, der ihr zugewiesen wurde. Bei sich führt sie neben ihren Koffern auch ein sehr sorgfältig verpacktes Piano. Als Stewart am nächsten Morgen Ada zusammen mit seinem Freund Baines (Harvey Keitel) und ein paar Maori am Strand empfängt, weigert er sich plötzlich das Piano in sein Haus zu transportieren und lässt es zu Adas Verärgerung am Strand zurück. Baines zeigt Interesse an dem Klavier und es kommt zu einem sinisteren Handel: Er kauft Stewart das Piano ab und erhält dafür zusätzlich Unterricht von Ada. Anstatt Baines zu unterrichten, spielt Ada ihm jedoch vor und gestattet ihm dabei vertrauliche Intimitäten, um so das Piano Taste für Taste von Baines zurückzukaufen. Aus dem dubiosen Geschäft entbrennt eine ekstatische Liaison mit dramatischen Folgen.

Plot und Struktur des Films erinnern jeweils stark an das klassische angelsächsische Drama. Die in streng puritanischer Kleidertracht zugeschnürte junge Ada, die sich sehnsüchtig nach Liebe darbend über das Piano offenbart, könnte auch der Fantasie der Bronte-Schwestern entsprungen sein. Wenn Ada in den Schlamm der Wildnis ihre Spitzenröcke eintaucht und mit Baines heimlich zum Strand zu ihrem Instrument zurückkehrt, um in der Brandung zwischen den Wirbeln des Ozeans und den Schlingen des Urwalds mit strudelnden Klavierläufen das Stück "The Heart Asks Pleasure First" aus den Tasten zu schälen, wird das Piano zu ihrer inneren Stimme und zum befreienden Klangkörper von Adas Seele, der auch physisch untrennbar mit ihr verbunden ist. Denn als der Flügel von Adas verständnislosem Ehemann, der intuitiv erkennt, dass das Piano ein Symbol für deren Individualität ist, am Strand zurückgelassen wird, trennt er sie unweigerlich von ihren Gefühlen und treibt so latent einen Keil zwischen sich und seine Frau. Weil Ada die Musik nutzt, um sich in diesem Refugium bewußt von ihrer Umwelt abzukapseln und so eine Freiheit zu erlangen, die sie von anderen Menschen trennt. So schwebt die Melodie des Pianos über einem unaufhaltsam mäandernden Strom von Ereignissen ähnlich wie die minimalen Regungen in Adas Gesicht über die Gewalt ihrer unterdrückten Emotionen, wenn sie ihre zarten Hände über den Flügel gleiten lässt. Zwischen ihren Fingern und den Tasten entsteht eine verschlungene Sinnlichkeit der Musik, die Adas Seele eine Sprache verleiht. Sodass selbst die bigotten und emotional abgestumpften Siedlerfrauen des Ortes monieren: "Sie spielt das Klavier nicht so wie wir das tun. So ein Klang, der in einen hineinkriecht, ist äußerst unangenehm!" So wird Adas Schweigen zu einer konsequenten Rebellion gegen das verquere Konzept puritanischer Sinnenfeindlichkeit. Ihr Piano geriert zum Epizentrum seelischer Wunden, wenn Baines über die Tasten ihren Körper erpresst und Stewart mit der Verstümmelung ihrer Hand ihr Verlangen und den Ehebruch bestraft. Adas Loslösung von ihrem geliebtem Instrument wird schließlich zum lebensbejahenden Ausbruchsversuch aus dem engen Korsett einer sittenstrengen Kolonisatorenfamilie englischer Tradition.

Jane Campion macht aus dieser emanzipatorischen Befreiungsgeschichte ein sehr persönliches Sittengemälde mit einer grandiosen Bildsprache (das elegante Piano inmitten der unkultivierten Wildnis), wunderbaren Darstellern und sehr subtilen Stimmungen. Ohne Brüche verknüpft sie mit irritierenden Akzenten eine sich seltsam begebende "Amour Fou" mit der Schilderung eines Frauenschicksals und der fremden Welt der Maori. Im Score begleiten den Zuschauer stets in zirkulierenden Mustern verlaufende Piano-Soli, auch wenn Ada nicht spielt. Die polyrhythmische Dynamik und die melodischen Wendungen der romantischen Motive korrespondieren mit der ungebändigten Natur und dem Innenleben der Protagonistin. Sie artikulieren Adas Sichtweise, deren erzählendes "Ich" in Form der minimalistischen Solopianistik als Voice-Over die Geschichte einrahmt, ohne die geheimnisvolle Würde ihres Schweigens in der Handlung aufzubrechen. Nur ganz selten orchestriert Michael Nyman einmal mit mehreren Instrumenten.

Die Bild- und Tonqualität leidet bei dieser Veröffentlichung etwas. Wer darauf und auf eine üppige Ausstattung Wert legt, sollte zur Arthaus Premium Edition greifen. Dort liegt die Tonspur in deutlich verbesserter Form vor.
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden