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Kundenrezensionen

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am 9. März 2017
Die Spezial-Ausgabe in weissem Vinyl macht sich sehr gut in einer Plattensammlung. Und die Musik ist wie nicht anders erwartet wieder mal genial.
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am 7. März 2013
Eines vorweg: Hören sie diese CD NICHT auf der Autofahrt zum Supermarkt um die Ecke!

Wer aber etwas Zeit und Muße hat, der mache es sich mit diesem Tonträger und ein paar guten Kopfhörern bequem, und der lasse sich entführen in die fantastischen Klangwelten der Skandinavier!
Die Lieder funktionieren zwar größtenteils auch einzeln, entfalten aber erst in der vorgegebenen Reihenfolge ihren ganzen Ausdruck und erzählen dann in der Gesamtheit eine Geschichte, in die es einzutauchen lohnt. Deshalb macht für mich eine Einzelrezension der Titel kaum einen Sinn.
Man wird auf der 75-minütigen Reise durch Stile und Epochen jedenfalls wirklich gut unterhalten. Schade, dass solche Werke auf diesen Zeitrahmen beschränkt sind!
Für mich persönlich wie immer ein Highlight: die vocal-parts von "Marco" Hietala als brachiale Kontraste zum weiblichen Gesang, welcher hier durch Anette Olzon wunderbar umgesetzt wird. Schade, dass sie zukünftig nicht mehr dabei sein wird, denn ich mag ihre Stimmfarbe.

Fazit: Eine wirkliche Bereicherung für meine Sammlung und eine klare Kaufempfehlung für alle, die mal etwas über den Tellerrand des heutigen musikalischen Einheitsbreis hinaushören wollen.
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am 5. Juni 2013
Ich habe Nightwish nach dem Rauswurf von Tarja boykotiert, da ich die Symbiose von Rock (Metal) und Klassik faszinierend finde. Nachdem ich aber den Film IMAGINAERUM (nach Zwang meiner Tochter) schaute, musste das Album her. Und, ich wurde nicht enttäuscht!
Ich muss dazu sagen, dass ich kein Metal Fan bin. Ich würde das Album und den Film auch nicht dort einordenen. Das Album ist eine tolle Komposition von angenehmen, melodischen und auch leise hörbaren Musikstücken. So melodisch, das diese richtig unter die Haut gehen (episch).
Dazu empfehle ich auch den Film, der nicht auf Nightwish Fans beschränkt ist. Es ist ein ganz toller Film.
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am 2. Dezember 2011
Im Prinzip ist es immer einfach mit einer Floskel eine Rezension zu beginnen. Im Falle von Nightwish wäre es wohl, dass die Band sicherlich nicht unumstritten in der Metal Szene ist, viele sie hassen oder nicht für Voll nehmen, während andere sie abgöttisch lieben. Das mag auch alles stimmen, allerdings wird wohl niemand bestreiten, dass Nightwish grandiose Musik machen und ihr Handwerk beherrschen. Zudem gibt ihnen, sofern dies ein akzeptabler Grund ist, der Erfolg Recht. Geschlagene vier Jahre sind nun seit ihrem letzten Album Dark Passion Play vergangen. Eine lange Zeit, in der viele Fans sich fragten wie es weiter gehen soll. Wir erinnern uns: Anett Olzon hatte die undankbare Aufgabe in die übermenschlich großen Fußstapfen der geliebten Tarja Turunen zu treten, die nicht nur das Gesicht der Band war sondern auch mit ihrem Gesang stilprägend für das Genre und eine Inspiration für Nachahmer, Plagiate und Verehrerinnen.
Und dann ist da noch Tuomas Holopainen, der ekzentrische Kopf und Vater der Band, der immer wieder versucht in neue musikalische Dimensionen aufzubrechen. Er ist ein Visionär und Genie, der es genießt das bisschen Größenwahn zu zeigen, welches Nightwish zu dieser einzigartigen Band macht, die sie nun mal ist.
Was kann man nach vier Jahren Wartezeit von einer Band erwarten? Die Antwort ist einfach: Alles und nichts. Im vorliegenden Falle ist es sicherlich alles. Eben dieses kleine bisschen Größenwahn, die Vision von Höher, Schneller, Weiter. Ein im Jahre 2012 geplanter Film!!! Einfach immer in die Vollen greifen. Was macht dieses Album Imaginaerum (Arbeitstitel: Imagine und schließlich Imaginarium) am Ende dann doch so unwiderstehlich, während jede andere Band für so viel Bombast, Pathos und Zuckerguss eine Rüge bekommen hätten? Ganz einfach: Es handelt sich nicht um eine andere Band, sondern um Nightwish. Die vier Jungs und das eine Mädel haben in der Hinsicht Narrenfreiheit.

Das Album beginnt mit dem von Marco Hietala komplett alleine dargebotenen Takaitalvi, ein Opener, der akustisch beginnt bis schließlich die Orchestrierung einsetzt und einen sanften Fade Out in Storytime einleitet. Man muss sich klar machen, dass das was man am Ende des Openers hörte gleichzeitig auch bereits eine Andeutung darauf ist, was man in den nächsten 70 Minuten geboten bekommt. Imaginaerum wird opulent und groß.
Der sinistre, mystische Beginn von Storytime ufert schließlich in für Nightwish typische Riffs und knallige Orchesterfarben, bevor der Gesang einsetzt und der Hörer einen waschechten Power Metal Ohrwurm bekommt. Die metaltypischen Instrumente halten mit Streichern und Bläsern zumindest in den Strophen die Waage, während es im Refrain und den finalen Momenten des Lieds ein Bombastzenit erreicht wird (mit deutlichen Anleihen an Songs wie Beauty Of The Beast oder FantasMic), den wohl nur diese eine Band selbst toppen kann. Und ja: Im Laufe des Albums wird das definitv passieren. Storytime gefällt mir als Albumversion übrigens deutlich besser als die vorab bekannte Singleauskopplung und ist trotz seiner Eingängigkeit überraschenderweise ein Grower.

Das folgende Ghost River ist mein persönlicher (erster) Höhepunkt des an der Spielzeit gemessenen noch jungen Albums. Das kernige Gitarrenspiel von Emppu Vuorinen und die orchestralen Ausbrüche konkurieren, um letztendlich von Anette Olzons Gesang abgelöst zu werden, nur um schließlich in einem weiteren Ausbruch in dem von Marco Hietalas zu münden. Dieser übernimmt daraufhin den Refrain und dominiert mit seiner Aggressivität den Song, der sich von Sekunde zu Sekunde selbst aufbauscht. Ein Kinderchor setzt ein. Gänzlich unpeinlich und (was nicht jede Band schafft) passend und intelligent. Das ganze Klanggebilde wird größer, erhabener, droht jede Sekunde zu explodieren.
Slow, Love, Slow überrascht als erste Ballade damit, dass der Song der vielleicht untypischste ist, den Nightwish jemals schrieben. Barjazzelemente! Wieso eigentlich nicht? Auch wenn die Bombastkurve (Chor) gegen Ende dann doch etwas steiler wird, herrscht hier eine direkt aus dem Film Noir zu kommen scheinende Coolness. Man beachte nur den Bass, das Cello, die Trompete. Frau Olzon beweist hier eindrucksvoll die Bandbreite ihrer Stimme, was jeglichen Kritiker verstummen lassen sollte. Vorsichtig ausgedrückt: Tarja Turununen hätte Slow, Love, Slow nie im Leben so darbieten können. Ganz dicker Anspieltipp!!!

I Want My Tears Back ist eine kraftvolle Up-Tempo Nummer, welche mit seinen Irish Folk/Celtic Elementen fast schon erschreckend an Last Of The Wilds vom Vorgängeralbum erinnert. Gesanglich wechseln sich Olzon und Hietala ab, der als Slogan benutze gerufene Songtitel erfolgt wie der Refrain stellenweise unisono. Gegen Ende steigern sich die Folkelemente schließlich so weit, dass eine klare Michael Flatley Hommage entsteht. Absolut hinreißend ist übrigens Olzons Gesang in den Strophen, welcher mit seiner Zerbrechlichkeit und Zartheit an ähnliche Momente der Turunen-Ära erinnert, während ihr kraftvoller Refraineinsatz fast schon ikonisch für ihren Stil (Stichwort Amaranth oder die B-Seite The Escapist) ist. Es würde mich übrigens nicht verwundern, wenn I Want My Tears Back die zweite, oder zumindest eine folgende, Single werden würde.

Mit Scaretale folgt ein atmosphärisches Monstrum, welches mit einer gesunden Härte (Doublebass und Gitarrenorientierung in der ersten Hälfte) zuerst ordentlich Ärsche tritt, bevor der musikalische Jahrmarkt schließlich Einzug gewährt bekommt und die Andeutung des Gesamtsounds der Band zum Filmscore hin immer mehr bestätigt. Scaretale ist wohl das quintessenzielle Werk von Nightwish vom Symphonic Power Metal hin zu einem Danny Elfman auf Stromgitarre. Scaretale wird polarisieren: Es wird Öl ins Feuer der Nightwish-Gegner kippen, steht aber gleichzeitig für Opulenz und Erhabenheit. Ein schwieriger Song, der darum schreit in den Gehörgängen der Fans wachsen zu dürfen. Die gesangliche Leistung ist nebenbei phänomenal: Anett Olzon spielt ihre Rollen von bissig-böse und agressiv bishin zu abgründig-verdreht und völlig neben der Spur mit einer wundervollen Portion Erotik. Bitte, bitte mehr davon! Fast nahtlos geht der Song schließlich in das Instrumental Arabesque über, welches das musikalische Konzept des vorangegangenen Scaretale fortführt.

Die melancholische Ballade Turn Loose The Mermaids leitet die zweite Hälfte des Albums ein. Olzon schafft es mit Leichtigkeit den Hörer gefangen zu nehmen, die sanften Flöten tun ihr Übrigens, bis schließlich Trommeln immer lauter werden und in einer gepfiffenen Melodie Marke Ennio Morricone münden und diese ruhige und getragene Nummer zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Turn Loose The Mermaids wird von Mal zu Mal besser. Vielleicht der heimliche Star des Albums.
Rest Calm ist in meinen Ohren der absolute Höhepunkt von Imaginaerum. Atmosphärisch und hart steigert sich der Song zu einer erdrückenden Anspannung und wird schließlich vom wunderschönen Refrain erlöst. Das Orchester setzt ein. Dann beginnt das Spiel erneut. Immer weiter wird die Dramatik erhöht, immer wieder rettet uns Olzons Gesang. Als dieser dann mit dem des einsetzenden Kinderchors zu verschmelzen wirkt, dann ist das einer magischsten Momente, die die Band ihren Fans jemals geboten hat. Das Finale wird orchestral, bombastisch und (auch wenn ich den Begriff im Bezug auf Musik eigentlich ungerne benutze) episch. Allein für diesen Song lohnt sich der Kauf des Albums.

The Crow, The Owl And The Dove ist da ganz ähnlich. Verträumt und verführerisch bietet die Powerballade mit dem folkigen Mittelteil sowie dem Gesangseinsatz von Troy Donockley, der sich für die Arrangements der Folkelemente dieses Albums verantwortlich zeigt, Nightwish in absoluter Hochform. Lyrisch toll und ansprechend und musikalisch ungewohnt versöhnlich und unbeschwert, gleichermaßen aber tränenschwer und ultra intensiv wird The Crow, The Owl And The Dove zu einem außergewöhnlich schwelgerischen Feelgood-Song.
Fast schon traditionell ist dagegen last Ride Of The Day. Mit Bombast, Choreinsatz so wie es auch schon auf Century Child oder Once funktioniert hat, wird Last Ride Of The Day zu einer Up Tempo Nummer, die direkt neben Songs wie Dark Chest Of Wonders oder End Of All Hope eine gute Figur gemacht hätte. Eine absolute Abgeh- und Euphorienummer, gesanglich super mit knackigen Gitarren und einem Bleifuß auf dem Gaspedal: Einer dieser Songs, bei dem man dazu geneigt ist beim ersten Reinschnuppern ins Album direkt auf Repeat zu drücken anstatt streng Lied für Lied hintereinander kennen zu lernen. Klasse!

Das Grand Finale heißt dann Song Of Myself. Der Longtrack von 13 Minuten lässt sich in vier Teile splitten. Es geht orchestral und dramatisch los: Up-Tempo, Chöre, eine kraftvolle und energetische Anett Olzon. Die Dynamik des Refrains geht mal abgesehen vom Orchester im Hintergrund sogar ganz leicht in die AOR Ecke à la Europe, aber nie soweit, dass das Gesamtbild des Songs davon arg beeinflußt werden könnte. Anschließend wird es mystisch und majestätisch, düster und bombastisch. Dann ein krasser Schnitt. Balladesk und melancholisch folgt das große Finale. Song Of Myself macht seinen Namen zum Programm: Verschiedene Menschen rezitieren Situationen aus dem Leben, alles getragen vom Orchester, später dann (ganz groß!) von der E-Gitarre und Chor bis die Musik komplett verschwindet. Nightwish bewegen sich mit jenem Hörspielpart sicherlich auf einem ganz schmalen Draht zwischen Kitsch und Kunst: Es würde mich nicht verwundern, wenn der gesamte letzte Teil vom ein oder anderen Hörer komplett abgelehnt werden würde. Der eine wird verärgert darüber sein, der andere wird gebannt lauschen. Einfach selbst ein Bild machen! Ganz subjektiv gefällt es mir ziemlich gut, auf jeden Fall besser als das zumindest in Ansätzen ähnliche The Poet And The Pendulum vom Vorgänger. Die Virtuosität der Worte, wenn man es denn so ausdrücken darf, schwanken zwar qualitativ, aber ich denke, dass gerade dieser Song das Potential hat jeden Hörer ganz individuell anzusprechen und zu berühren, schon alleine weil stellenweise so viel bittere und unverblümte Wahrheit durch die Kopfhörer fließt.
Der abschließende Titeltrack bietet schließlich ein Gros der musikalischen Themen der Songs des Albums in rein instrumenteller und orchestraler Form. Hier werden nochmal alle Register gezogen und geschickt mit der Sentimentalität des Gehörten/Erlebten gespielt. Der Filmscore-Charakter wird dabei deutlich betont.

Am Ende bildet ein sich wunderbar schlüssiges und homogenes Bild, welches 13 Kompositionen bietet, die zwar als Konzeptalbum taugen, aber prinzipiell auch für sich alleine stehen könnten. Fakt ist, dass immer der Gedanke mitschwingt, dass der Film geplant ist und man im Vornherein die Projektoren seines eigenen Kopfkinos einschaltet. Aber mal abgesehen davon, wäre der Gedanke, dass das hier ein Album voller Filmmusik sein könnte auch ohne den Hintergedanken gekommen. Es liegt nicht daran, dass Nightwish schon früher immer mehr damit flirteten imaginäre Filmscores zu komponieren. Man denke nur einmal an Ghost Love Score oder Seven Days To The Wolves. Es ist eher der Fall, dass die Band, bzw. Mastermind Holopainen, den Stil konsequent fortgegangen sind/ist und auf Imaginaerum der Peak erreicht ist. Alles, was künftig von der Band erscheinen wird, wird sich wohl mit Imaginaerum messen lassen müssen, es sei denn ein krasser Stilwechsel geschieht. Wollte man das Album in ein Genre einordnen, dann würde es sich wohl um Symphonic Power Metal handeln bei dem der Schwerpunkt wie noch nie zuvor auf Symphonic liegt. Damals versuchten die Italiener Rhapsody Of Fire (ehemals Rhapsody) bzw. ihr Label Begriffe wie Symphonic Epic Hollywood Metal oder Symphonic Epic Filmscore Metal zu etablieren. Im Bezug auf Nightwish trifft das den Nagel auf den Kopf. Wie erwähnt wird das nicht jeder unbedingt begrüßen, der verbissene Metaler, dem bereits die Anfangsära der Band zu popig oder schwülstig war, sollte erst gar nicht in Imaginaerum reinhören. Alle anderen bekommen ein Album geboten, welches ganz klar in Richtung Perfektion getrieben wurde und in meinen Augen sogar das Opus summum ist, da ich unter den 13 Songs keinen Ausfall finde, was auf den Vorgängern durchaus eine Regelmäßigkeit für mich war und es tatsächlich so wirkt als sei auf Imaginaerum seit Angels Fall First konsequent hingearbeitet worden. Kompositionen wie Ghost River, Rest Calm, Song Of Myself oder das innovative Slow, Love, Slow gehören zu den feinsten Momenten der Band überhaupt.
Besonders Sängerin Anett Olzon schafft es richtig aufzutrumpfen. Sie schöpft aus Reserven, die viele wohl für nie möglich gehalten hätten. So sehr ich die Alben mit Tarja Turunen zu schätzen weiß: Olzon mit ihrer warmen und facettenreichen Stimme ist in meinen Augen der größte Gewinn, den die Band jemals machen konnte. Sie schafft es einfach ihre Leistung nie auf reine Effekthascherei zu reduzieren, gleichzeitig aber den Hörer gefangen zu nehmen, was eine ganz enorme Leistung ist. Auch die restlichen Musiker sind allesamt ein eingespieltes Team bei dem jeder seine Aufgabe so erfüllt, dass letztendlich das Konstrukt kaleidoskopartig ein farbenfrohes und faszinierendes Ganzes ergibt.
Und ja, Imaginaerum mag konstruiert wirken und als deshalb kritisiert werden. Aber es ist auch UNGLAUBLICH gut!
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...beim Hören dieses grandiosen Albums!

Zu aller erst: Ich bin ein Nightwish-Neuling, bzw. ein Symphonic-Metal-Neuling allgemein und kann somit keine großen Vergleiche zu anderen Bands oder dem Genre an sich machen. Auch zu den meisten Vorgängeralben und der Urbesetzung kann ich bislang keine Vergleiche ziehen.

Ich liebe eher orchestrale Soundtracks, ein bisschen Jazz und Ragtime. Metal geb ich mir ganz selten aus Nostalgiegründen in Form von Manowar und in Form meiner Verehrung zu Großmeister Nobuo Uematsu und dessen Meisterweke zu FINAL FANTASY.

So kam es das eine gute Freundin von mir, welche einen ähnlichen Geschmack hat, mir die Freude machte und mir "Dark Passion Play" vorbeibrachte. Und man, ich könnte sie vor Dankbarkeit dafür immer wieder knuddeln, quetschen und (liebevoll) quälen! So kam es das ich mir das neueste Album vor wenigen Tagen kurzerhand selbst zulegte. Und meine Güte, darüber bin ich verdammt froh!!!

Dieses Album ist ein Bombasterguss sonderfeinster Sorte und dabei nicht so übertrieben wie es die Leute von "Two Steps from Hell" und "Globus" mit ihren Trailermusiken des öfteren sind. Toumas Holopainen ist ein verdammtes Genie! Eines wie ich es schätze.

Fast jeder Track ist ein Ohrwurm: getragen von mächtigen Choreinlagen u. Kinderchören, dem mächtigen Spiel der Damen und Herren des LONDONER PHILHARMONIE ORCHESTERS höchstselbst und selbstverständlich mit dem wunderschönen Gesang der Leadsängering Anette Ozlons bildet sich hier ein großartiges Hörerlebnis wie ich es bei einer Band so noch nicht erlebt habe.

Mit einem schönen Intro namens "Taikatalvi", welches zunächst in Form einer aufgezogenen Spieluhr in sanftes Gitarren-und Flötenspiel übergeht, wird dieses Mammutwerk eingeleitet- begleitet von den Streichern des Orchesters und dem märchenhaften Chor.
Und mit "Storytime" (in welches nahtlos übergegangen wird) kommt schon der erste Hammersong! Megasound gepaart mit eingängiger Melodie. Wobei ich sagen muss das es mich dann doch ein Stück weit an die Epik-Mukke von "Two Steps from Hell" erinnert hat (und davon beliebiger Track).

Spätestens aber nach dem mächtigen "Ghostriver" war ich vollends davon überzeugt das sich diese Investition mehr als gelohnt hat. Denn schon die anschließende, unglaublich schöne Jazznummer "Slow Love, Slow" ist ein kleines Meisterwerk. Hatte mich wirklich überrascht und nachhaltig beeindruckt.

Das morbide "Scaretale" (welches eindeutige Anleihen zu Danny Elfmans Werken aufweist) stellt einen meiner absoluten Favoriten dar: Wie aus einem Horrorfilm setzten hier Kinderchor und Musicbox ein und lassen trügerischen Jahrmarkts- oder auch Zirkusflair aufkommen. Dann steigert sich das ganze in eine dramatische Bombastnummer in welcher Ozlon absolut böse ihre ebenso fiesen Zeilen runtersingt- sehr, sehr stimmungsvoll und genial rüber gebracht!

Das anschließende Instrumental-Stück "Arabesque" reiht sich auch zu meinen Lieblingen dieses Albums. Mit den mächtigen Klängen aus Tausend-und-einer-Nacht ist es eines der temporeichsten Stücke.

Einer der besten Songs überhaupt stellt wohl "Rest Calm" dar: Alter Falter, wer den Gänsehaut-Epic-Flash sucht wird hier mehr als fündig! Großartige Melodie und fetter Bombastsound unterstrichen vom Kinderchor... In diesen Song habe ich mich regelrecht verliebt.

Und dann erst die mächtige Klimax mit "Last Ride of the Day" und "Song of Myself" welche einen nur noch in den heimischen Sessel drücken und geflasht mit dem einen oder anderen Ohrorgasmus zurück lassen. (wobei, wie ich finde, beide nicht ganz mit "The Poet and the Pendulum" aus dem Vorgängeralbum mithalten können).
Für Filmmusikliebhaber wird besonders der orchestrale Instrumental-End Credit "Imaginaerum" interessant sein, welcher ganz Soundtrack-gemäß alle wichtigen Themen des Albums vereint und nochmals aufführt.

Der einzige Song der mich nicht überzeugen will ist "The Crow, the Owl and the Dove".

Verpackung:

Allmählich finde ich echt gefallen an schmucken Covern und extravaganten Verpackungen allgemein. Diese Deluxe-Edition kommt mit wirklich schönem Pappschuber daher. Darin eingebettet die beiden Silberlinge. CD1 mit dem normalen Album und CD2 welches einzig mit den Instrumentals daherkommt (was für mich allein schon ein Kaufgrund ist). Ganz im Stile des wunderschönen Covers ist auch das Booklet gehalten, mit allen Texten der Songs und nebst den tollen Artworks von Janne und Gina Pitkänen gibt es Fotos der einzelnen Bandmitglieder zu bestaunen. Auch ein Poster mit selbigen Cover-Aufdruck gibt es noch als Dreingabe dazu.

Fazit:

Wie ich gelesen habe fungiert dieses Album selbst als Soundtrack für einen kommenden Film. Damit wird dieser zumindest in musikalischer Hinsicht ein Meisterwerk! Für mich ein echter Lichtblick. Denn im Grunde könnte Holopainen ganze Filme selbst vertonen. Wenn ich daran denke wie sehr es mittlerweile an echt guten Einflüssen in der westlichen Welt in diesem Bereich mangelt so kommen Nightwish mit ihren wunderschönen Songs richtig frisch und abwechslungsreich daher! Sie beeindrucken durch wirklich schöne Musik. Und das schaffen bei mir derzeit nur gewisse namhafte japanische Künstler.

Die 13 Songs vergehen wie im Fluge und machen Lust auf mehr! MEEEEEEEEEEHR!!!

Ein absolut überwältigendes Gesamtkunstwerk welches ich schlicht jedem ans Herz legen kann. Ich liebe es einfach!!!
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am 2. April 2015
Als ich mir das aktuelle Album von Nightwish "Endless Forms Most Beautiful" angehört hatte und ich es einfach nur super fand, habe ich bei Metal Hammer geschaut, welche Alben eine gute Bewertung bekommen haben. Und siehe da, "Imaginaerum" hat 7 von 7 Punkte, d.h. ich muss es mir holen!

Jetzt hat "Imaginaerum" einen mindestens genauso guten Eindruck wie "Endless Forms Most Beautiful" hinterlassen. Es bietet richtig viel Abwechslung und kann alles aufweisen, was ein sehr gutes Album ausmacht. Es ist mal hart, dann wieder etwas weicher, es macht viel gute Laune und dann kann es wieder total verrückt sein. Ich liebe es! Die Stimme von Anette Olzon passt wunderbar zu diesem Album und sie schafft es die Abwechslung und Vielseitigkeit voranzutreiben. Das beste Beispiel dafür ist "Scaretale", was ab jetzt definitiv zu meinen Lieblingssongs von Nightwish dazugehört.

Um es kurz und bündig zu sagen: dieses Album ist ein echtes Meisterwerk!!! Jeder, dem Vielseitigkeit und Komplexität zusagen, sollte sich dieses Album anhören bzw. sich darauf einlassen! Es ist mein absolutes Lieblingsalbum von Nightwish.

Anspieltipps: Storytime, Ghost River, I Want My Tears Back, Scaretale, Last Ride Of The Day, Song Of Myself
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am 4. Juni 2015
So viel muss ich vorausschicken: Ich bin erst seit "Dark Passion Play" ein Fan von Nightwish, was mit Blick auf die Band-Historie ja eine relativ kurze Zeit ist. Aber da ich nun immerhin drei Alben kenne, erlaube ich mir hiermit, meine erste CD-Rezension zu schreiben. :-)
Wie gesagt, "Dark Passion Play" war der Einstieg - die Musik ging schon stark in Richtung Filmmusik, und auch die Folk-Songs ("The Islander" und "Last of the Wilds") hatten es mir angetan.
Dann kam "Imaginaerum", und die im Vorgänger-Album begonnene Entwicklung Richtung Soundtrack-Musik wurde fortgeführt. Und das aus gutem Grund, da ja auch ein Film gleichen Titels produziert wurde. Genial ist schon der Einstieg mit dem ruhigen "Taikatalvi", der dann in den ersten Knaller "Storytime" mündet - besser kann man den Anfang einer Musik-CD kaum gestalten! Der nächste Song "Ghost River" war für mich gewöhnungsbedürftig, dürfte aber vor allem den Metal-Jüngern mit am besten gefallen. Inzwischen zählt er aber auch zu meinen Favoriten. Das jazzige "Slow, Love, Slow" ist ein stilmäßiger Ausreißer auf dem Album. Mir als Jazz-Allergiker sagt der Song nicht besonders zu, aber es gibt ja genügend Leute, die diese Musikrichtung mögen, warum also mal nicht ein bißchen experimentieren? Der nächste Track ist eines meiner persönlichen Highlights: "I Want My Tears Back" ist ein wirklich brillianter Folkrock-Song, der einfach mitreißt. Kann man durchaus in Endlosschleife hören...;-) Das folgende "Scaretale" war anfangs eher "naja", hat sich aber inzwischen ebenfalls zu einem Liebling entwickelt. Der Gesang ist musical-ähnlich (und dabei mag ich Musicals eigentlich gar nicht :-)), und die Orchester-Elemente sind einfach genial. Nach dem auch sehr schönen Instrumental "Arabesque" folgt ein weiterer Höhepunkt des Albums mit "Turn Loose The Mermaids" - eine Ballade mit einer wundervollen Melodie, die einfach fasziniert und berührt. "Rest Calm" ist wieder etwas härter, "The Crow, The Owl And The Dove" eher ein Vertreter aus der Akkustik-Abteilung. Dann kommt mit "Last Ride Of The Day" ein Track, bei dem nochmal richtig "die Post abgeht", wie man so schön sagt. Hiernach folgt das obligatorische "Überlängen-Stück" mit dem Titel "Song Of Myself". Dieser gefällt mir persönlich besser als "The Poet And The Pendulum" auf der Vorgänger-CD, ist aber wie immer Geschmackssache. Zum Ausklang wurde noch das reine Orchester-Stück "Imaginaerum" angefügt, eine Art Zusammenfassung des Albums.
Mein Fazit: Dieses Album ist für mich der bisherige kreative Höhepunkt des Schaffens von Nightwish. Ich verstehe es, wenn Metal-Anhängern dieses Werk zu soft oder orchesterlastig geraten ist. Für Leute, die genau diese klassischen Elemente mögen, ist diese CD aber genau richtig. Man merkt den Songs an, dass bei deren Entstehen ein paar echte Genies am Werk waren - und zwar durchgängig vom Anfang bis zum Ende.
Und wem "Imaginaerum" gefällt, dem sei Tuomas Holopainens Solo-Album "The Life And Times Of Scrooge" ebenfalls wärmstens ans Herz gelegt.
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am 11. Dezember 2011
für meinen Geschmack ist dieses Album noch besser gelungen als der Vorgänger 'Dark Passion Play' und eines meiner neuen absoluten Favoriten-Alben überhaupt! Für jeden Nightwish-Fan (auch ohne Tarja!) ein MUSS
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am 5. Dezember 2011
Ich darf mich als Nightwish-Fan der ersten Stunden bezeichnen, Oceanborn und Wishmaster sind nach wie vor meine Lieblingsalben. Dark Passion Play hatte mir schon nicht mehr so gut gefallen, und auch von Imaginaerum war ich beim ersten Probehören nicht begeistert.
Aber dann habe ich nochmal reingehört. Und ein drittes Mal. Und mir das Album gekauft. Jetzt läuft es seit ein paar Tagen schon jeden Abend.

Man muß einfach mal ein paar Dinge klarstellen: Nightwish hat sich weiter entwickelt. Sie klingen halt nicht mehr wie die x-te Variante ihrer ersten Alben. Tarja ist nicht mehr dabei. Und Anette macht ihren Job nicht schlecht: auf dem Vorgängeralbum klangen die Lieder noch sehr danach, als seien sie für Tarja geschrieben. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, Imaginaerum paßt viel besser zu Anettes Stimme.
Die barocken Harmonien, von denen z.B. Wishmaster sehr stark geprägt gewesen ist, gibt es halt nicht mehr. Das Album hat viele instrumentale Arrangements, ist aber nicht mehr so experimentell.

Inzwischen gefällt mir das Album wirklich gut! "Slow, Love, Slow" halte ich übrigens für den totalen Knaller, obwohl (oder grade weil?) dieser jazzige Blues-Sound etwas ist, das man von Nightwish überhaupt nicht erwartet.

Fazit: Gebt dem Album ne Chance! :)
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am 14. Juli 2013
Ich bin ja eher jemand der härtere Musik mag, ab und zu kann es dann auch mal ein wenig ruhiger zugehen. Leider ist dieses Album ohne nennenswerte Höhepunkte für mich. Es plätschert da so vor sich hin. - Bis auf eine Ausnahme: "Slow, Love, Slow", die mich kurz aufhorchen ließ. - Dieses Stück finde ich noch am Besten gelungen, ansonsten reißt mich nix vom Hocker. Als Hintergrundmusik ganz okay, mehr ist es aber für mich nicht.
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