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am 1. Juni 2016
die den Kauf dieses Albums inklusive der Bonus Tracks rechtfertigen:
01) Das "Hauptalbum" strotzt nur so von Abwechslung und eingängigen Melodien. Da wäre mal der Nr. 1 - Hit "Miss you" und eine weitere Hitsingle "Beast of Burden". Klasse auch "When the Whip comes down" und "Some Girls". Waschechten Country gibt es mit "Far away Eyes" und Freunde des Punk dürften Gefallen an "Shattered" finden. Der Rest gutes Mittelmaß.
02) Die Bonustiteln alleine würden ein Klassealbum ergeben, also wer da was von Resteverwertung oder Ausschussware schwafelt, der sollte in einer ruhigen Stunde sich diese Musik nochmals zu Gemüte führen. Keine einzige schwache Nummer, besonders gelungen sind "Claudine" und "You win again".
Dieses Album rechtfertigt jedenfalls alle Lobeshymnen.
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am 26. November 2012
Gute Qualität- Klang super- Verpackung genial- ein Schwachpunkt - die Titel werden auf dem Autoradio nicht angezeigt- das ist etwas schade
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Januar 2007
Zu "Some Girls" ist im Grunde bereits alles gesagt worden. Sehr bestätigt fühle ich mich hier speziell bei den 3-Sterne-Rezensionen.
Das Hauptproblem der Platte: Sie hört sich kalt, distanziert und mitunter auch "platt" an. Hinzu kommt noch, dass teilw. der Albumcharakter etwas verloren geht - so richtig harmonisch klingt "Some Girls" für meine Ohren jedenfalls nicht. Und die vermeintlichen "Punk-Einflüsse" vergessen wir ganz schnell lieber wieder - "Respactable" ist mir als Stones-Fan bis heute ein unerklärliches Phänomen geblieben! Warum wird das bloß so sehr gemocht? Mir unverständlich.
Dasselbe gilt im Prinzip auch für mein Verhältnis zum Album als Ganzes. Insgesamt halte ich SG für hochüberschätzt, wenngleich es natürlich einen wichtigen Platz in der Karriere der Stones einnimmt.

Für weitere Kommentare zum eigentlichen SG-Album bitte ich meine andere Rezension dazu zu lesen! Nun zu den Songs auf SG:
(Bewertung mit 1 bis 5 Sternen, wobei 1 Stern = mies / 5 Sterne = grandios).

"Miss You" - Mag ich nicht und werde ich wohl auch nie mögen. Dennoch ist diese Studioversion noch am ehesten die, mit der ich mich einigermaßen anfreunden kann. Der Sound passt zu diesem Song eigentlich auch. * * *

"When The Whip Comes Down" hingegen ist eigentlich ganz gut - hier passt der Sound auch! Nur halte ich es eher für einen klassischen Stones-Rocker (und nicht unbedingt für einen Punksong). * * * *

"(Just My) Imagination" ist einer der besseren Songs auf dem Album. Die Gitarren schmiegen sich hübsch an. Dennoch gefällt mir die Live-Version auf SHINE A LIGHT beispielsweise deutlich besser (da hört man Chuck Leavell's Keyboard schön heraus - das dabei einen beträchtlichen Anteil am Rhythmuspart hat). OK! * * * *

"Some Girls": War lange Zeit (neben "Shattered", aber dazu später mehr) mein Favorit auf SG. Der Titelsong besticht durch einen schönen Rhythmuspart (eine Art Melange aus Blues, Country und Pop) und großartig aufbereitete Übergänge. Allerdings machen sich zwischendurch immer wieder einige zähe Überlängen bemerkbar. Hier hätte etwas mehr "Wärme" ganz gut getan.
Übrigens: Der Text ist natürlich legendär... * * *

"Lies": Wozu? Schaut, wir sind die Stones und spielen jetzt Punk!? Uninspirierter, unterkühlter Schnell-Schneller-Am-Schnellsten-Song, der a. die vorher geschaffene Stimmung (die noch überwiegend positiv war) zerstört und b. die Scheibe somit insgesamt nach unten zieht. Schwach (leider)! *

"Far Away Eyes" habe ich bis heute nicht verstanden. Und selbst die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Parodie handelt hat nichts daran ändern können. Platter Country-Sound. Ein Stück, das weder ernstgenommem werden will noch kann! (Und dabei haben die Stones auch im Bereich "Country/Rock/Pop" so viele schöne Perlen geschaffen! Für mich jedenfalls enttäuschend! Der Refrain entschädigt wieder ein wenig! * *

"Respectable" habe ich bereits oben erwähnt. Ich verstehe bis heute nicht, wieso das in manchem Kreisen als "Stones-Klassiker" geführt wird... Ein bisschen frech-punkig anmutend und insgesamt der wohl einzige gelungene Punkversuch der Stones. Hier passt die kalte Klangfarbe wiederum ganz gut zum Song. Insgesamt aber keine Offenbarung. * *

"Before They Make Me Run" ist mittlerweile mein Liebling auf SG geworden und gleichzeitig (u.a. neben "Happy", "The Worst" oder "Thru & Thru" sowie "You Got The Silver") zu einem meiner Keith-Lieblinge avanciert! Die Stimme passt zum Inhalt des Songs und der wiederum ergänzt sich wunderbar mit dem Sound, der hier mal ausnahmsweise ein wenig wärmer kling (dabei allerdings immer noch viel zu kalt)! Hierzu gibt's ebenfalls eine Live-Aufnahme, die ich um ein Vielfaches besser finde, weil noch atmosphärischer und warmherziger! * * * *

"Beast Of Burden": Eine klassische Fast-Ballade, die lustigerweise, wenn man sie nebenher (also im Autoradio oder als Filmhintergrundmusik) hört, viel, viel besser rüberkommt - wenigstens mir geht's so damit. In dieser Form ganz passabel, aber kein echter Klassiker (auch, wenn mir da viele Fans widersprechen werden). * * *

"Shattered". Ein super Song, der belebt! Kälte und Wärme verschmelzen hier ineinander quasi. Während die Nummer insgesamt sehr kühl und nüchtern klingt (samt Gesang), bringt Richards Rhythmusgitarre einen zarten Hauch Glückseligkeit mit ein! Als Gesamtkomposition ein wirklich schöner Song; neben "Before They Make Me Run" ist es für mich der beste auf SG. * * * *

Fazit: Das Originalalbum besticht weder durch hervorragende Einzelstücke (obwohl das oftmals am eben eigenartigen Sound liegt), noch (sogar weniger noch) durch seine Gesamtkonzeption. Ich empfinde SG jedenfalls eher als eine Songsammlung, denn als Konzeptwerk.

Anm.: "Black & Blue" (dir. Vorgänger, 1976) & "Goats Head Soup" (1973, Nachfolger des genialen EXILE...) würde ich mindestens eine Stufe über SG stellen!

Anmerkungen zur Deluxe-Version: Wie gesagt (Überschrift) wertet die im Deluxe-Set enthaltene Bonus-Disc die Veröffentlichung (2011) insgesamt auf! Im Gegensatz zur (für mich wenigstens) etwas enttäuschenden Exile-Deluxe-Bonus-Disc, schlägt die hiesig beigelegte voll ein! Die Aufnahmen klingen allesamt viel "intimer", "wärmer" und "näher" - nach Stones halt. Wenn man sich das so anhört, fragt man sich, warum SG so eigenartig hat werden müssen...
Die Bonus-Disc klingt ein bisschen nach einer Fortsetzung von EXILE... - ein buntes Kreativgemisch aus Blues, Country, Pop, Rock und jeder Menge Spaß!!

Also (Tipp/Fazit): Wenn man zu "Some Girls" greift, dann bitte unbedingt zur ausführlicheren Deluxe-Edition! Zwar habe ich mich in das Originalalbum nach wie vor nicht verlieben können (und das wird wohl auch so bleiben, nichts für ungut) und ich verstehe (ich liebe die Stones!) den rundherum reproduzierten "Hype" darüber auch überhaupt nicht, dennoch hat das Album durch die Veröffentlichung des Bonusmaterials eindeutig an Qualität hinzugewonnen!

Deshalb: 4 STERNE geradeaus. (3 schwache für "Some Girls", 4 starke für die Bonus-Disc!)
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am 28. Dezember 2016
Lange habe ich mit mir gerungen ... nach der LP jetzt noch die dritte CD-Version? Aber da Some Girls eine meiner Lieblingsscheiben ist, blieb bei einem Preis von unter 10 € keine Wahl --- und das Geld ist gut angelegt! Egal, bei welchen Sessions die Songs übergeblieben sind, es gibt keine Ausfälle und richtig gute Stones-Musik! Nicht das Xte Outtake oder rough mixes wie bei Led Zeppelin ....

M.E. wäre diese Variante, etwas anderes zusammengestellt und etwas "poliert", durchaus z.B. an Physical Graffiti von LZ herangekommen (Ketzerei?), wo ähnliches Ausgangsmaterial zu einer Doppel-LP "verwurstet" worden ist. Das soll jetzt nicht LZ abwerten, sondern die Bonus-Titel in Relation setzen (und ich wage gar nicht daran zu denken, wie genial eine Einfach-LP Physical Graffiti geworden wäre).
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am 25. Juli 2012
Mit "Some Girls" platzierten sich die rollenden Steine 1978 wieder in den Charts: Mit "Miss You" eroberten sie die Diskotheken und auch die anderen Titel "When The Whip comes down, "Beast Of Burdon", "Shattered" wirkten wie eine Rock'n-Roll Frischzellenkur. Die 12-unveröffentlichten Songs der Deluxe-Version gehen da nicht weiter und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck (im Gegensatz zu den Extra-Stücken der "Exile On Main Street-Deluxe Version).
Nun kommt aber das Hauptärgernis: Der Klang ist ungenießbar. Hier wurde einfach digital überspielt, statt die Originalstücke einem notwendigen Remix zu unterziehen. Als Resultat dieser preiswerten Unternehmung gibt es keine hörbare Transparenz, keine Tiefe und eine Höhenlastigkeit, die den Klang eines Transistorradios zu Ehren reichen würde.
Wenn schon "Some Girls", dann als CD-Produkt von 1995, bei Virgin. Billiger und besser!
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Januar 2011
Ja, ich bin bekennender Stones-Fan. Ja, ich habe fast alle Stones-Alben zuhause im CD-Schrank stehen. Und dennoch fällt es mir schwer, die Begeisterung über SOME GIRLS mit Millionen anderer Fans weltweit zu teilen...
Interessanterweise habe ich mich bei den hierzu (Remaster 2009) veröffentlichten Rezensionen bestätigt gefühlt. SOME GIRLS ist sicher keine schlechte Scheibe, aber verglichen mit anderen Platten, die die Steine auf den Markt gebracht haben, ist es meines Erachtens keine Offenbarung.

Das liegt - am vielleicht schon ziemlich entscheidenden - Ersteindruck: Das vielseits beliebte "Míss You" eröffnet Some Girls und verpasst dem Album von Beginn weg einen befremdlichen Disco-Stempel.
"When The Whip Comes Down" hingegen ist wieder solide schmutziger Rock `n` Roll - eine typische Stones-Single halt. "Just My Imagination" geht wieder in die sanftere Richtung und macht schon den Beginn der Platte zu einem stilistischen Wechselbad der Gefühle (obwohl das live eine wirklich nicht schlechte Nummer ist, wie man beispielsweise auf SHINE A LIGHT hören kann...).

Und so ähnlich geht es dann auch weiter. Zwar blitzen zwischendurch immer wieder Highlights auf, allen voran sind dies für mein persönliches Empfinden vor allem der Titeltrack sowie das wunderbare "Before They Make Me Run" (K. Richards) und "Shattered", das meiner Meinung nach die glücklichere Eröffnungsnummer für SOME GIRLS gewesen wäre, aber dennoch bekommt man (oder besser gesagt ich) nie wirklich eine Gänsehaut, wenn man sich das Album am Stück anhört.

Eigentlich habe ich erst (und ich verehre die Stones durchaus schon länger) seit dem Live-Soundtrack SHINE A LIGHT begriffen, warum so viele Leute so sehr an den Songs von SOME GIRLS hängen... In Liveperformance machen beispielsweise das zuvor schon erwähnte "Just My Imagination" und "Far Away Eyes" wirklich was her. Am für meinen Geschmack leicht unterkühlt und eher "platt" produzierten SOME GIRLS empfinde ich diese Nummern (Fans der Scheibe mögen mir bitte verzeihen!) aber lediglich als "Füllmaterial".

Insgesamt ist es ein kleines Dilemma, was das Verhältnis zwischen SOME GIRLS und meiner Wenigkeit betrifft. Irgendwie mag ich's und andererseits fällt es mir ja doch sooooo schwer, mich in diese Platte zu verlieben. Irgendwie ist es - zumindest für meinen Geschmack - kein wirklich rundum gut gelungenes Album. Eher empfinde ich SOME GIRLS als zusammengestückeltes Singles-Projekt. Dass trotzdem eine solche Fülle an bekannten und auch live oft dargebotenen Songs darauf zu hören ist, ist vielleicht letzten Endes das, was den Charme - wenn man der Platte sowas überhaupt abgewinnen kann - von SOME GIRLS ausmacht. Und, klar: Die Aufmachung der Scheibe mit den verunstalteten Promi-Ladys hat auch etwas für sich.

Resümee: Alles in allem ist SOME GIRLS - soweit ich das als glühender Stones-Fan sagen darf - kein Glanzpunkt in der Stonologie. Es mag sein, dass es die GROSSE 70er-Jahre-Ära von Jagger und Co. beendet hat (was nüchtern betrachtet aber wohl schon eher nach EXILE ON MAIN STREET 1972 der Fall war) und im Sog der größenteils verunglückten 80er-Jahre-Alben noch etwas heller nachstrahlen durfte. Mit den wirklich, wirklich guten Stones-Alben aber kann sich SOME GIRLS in keinem Fall messen, wie ich finde. Und: Ich persönlich schätze den Vorgänger BLACK & BLUE, den ich aufgrund seines nicht gerade berauschenden Rufes, erst sehr spät meiner Sammlung hinzugefügt habe - wenigstens in Anbetracht auf die Kunstform "Konzeptalbum" (obwohl die Stones sowas eigentlich nie gemacht haben, mit Ausnahme von THEIR SATANIC MAQUESTIES REQUEST vielleicht) - beinahe um eine Stufe höher ein, und das, obwohl da mit "Hot Stuff" ebenso discoverdächtig eröffnet wird, wie mit "Miss You" auf SOME GIRLS.

Es fällt mir zwar nicht leicht, aber in Anbetracht auf das, was die Stones sonst noch zu bieten haben, ist SOME GIRLS für meinen Geschmack nicht mehr als ein 3-Sterne-Album. Die natürlich sind aber ehrlich verdient...

----------------ANHANG zur Deluxe-Version-------------------------------

Ich habe mir mittlerweile die DELUXE-Edition mit der Bonus-Disc zugelegt. Meine Meinung zur Originalfassung hat dies zwar nicht geändert, jedoch würde ich aufgrund des starken Bonusmaterials für diese Ausgabe 4 STERNE vergeben. Im Gegensatz zur EXILE-Deluxe-Veröffentlichung ist der Erwerb der Bonusscheibe in diesem Falle wirklich empfehlenswert.
Es wäre wohl wirklich interessant gewesen, wenn der eine oder andere Track der Bonus-CD einst anstelle eines Titels der Originalalbumfassung auf SOME GIRLS Platz gefunden hätte. Aus meiner Sicht ist das Klangbild der Zusatz-Disc viel wärmer und nahbarer - ein Sound, der meiner Meinung nach den Stones besser steht, als jener, der vorwiegend auf SOME GIRLS herrscht.
STARKES Bonusmaterial (auf der 2011er-Ausgabe!).

Ich habe diesen Kommentar verfasst, um ev. Missverständnisse (die versch. Ausgaben des Albums betreffend) aus dem Weg zu schaffen.
Die Original-Rezension bezieht sich lediglich auf die 2009-Remaster-Veröffentlichung, die nicht mit Bonusdisc ausgestattet war!
Und da man zu einem Album nicht mehr als eine Rezi veröffentlichen darf, wollte ich das schlussendlich nur mal loswerden!

Also: SOME GIRLS (Originalfassung): ***
SOME GIRLS (Deluxe-Set mit Bonusdisc): ****

--------------------ANHANG für Fans & Interessierte--------------------------

Abschließend möchte ich noch kurz auf die einzelnen Songs eingehen und so einen subjektiven Überblick geben bzw. oben Geschriebenes damit untermauern. Als Grundlage für die Bewertung dient die amazon-Skala (1-5 Sterne).

1. MISS YOU +++
Ein Allerwelts-Everbody's-Darling-Hit, der mir schon allein wegen seiner anbiedernden Disco-Note nicht so sehr zusagt. Freilich groovt der Einstiegstrack ordentlich vor sich hin und auch die Harp verleiht dem Song einen nicht unangenehmen Flair, aber trotzdem gibt's für mich mindestens 100 bessere Stones-Titel. Wenigstens scheinen ein paar eingefleischte Fans meine Meinung zu teilen. Die Studioversion gefällt mir dennoch am besten. Jene Live-Sets, die ohne "Miss You" auskommen, sind mir immer lieber, aber leider rar...

2. WHEN THE WHIP COMES DOWN +++/++++
Ein knackiger Stones-Rocker mit passendem Schmuddelfaktor, der aber live um einiges besser funktioniert. Hierauf schadet der etwas unterkühlte Sound dem ansonsten ordentlichen Track ein bisschen. Einer der besseren Songs auf SOME GIRLS...

3. JUST MY IMIGINATION +++
Ich hab ja zugegebenermaßen erst nach dem SHINE-A-LIGHT-Film (samt dazugehörigem Doppeltonträger) verstanden, was in diesem Track tatsächlich steckt (vor allem dank Chuck Leavells großartigem Keyboard-Spiel). Hierauf kann sich der Song aufgrund mangelnder Klangatmosphäre (zu kühl, zu clean, zu unnahbar) jedoch nie vollends entfalten, weshalb ich ihn - im Gegensatz zu eben besagter Live-Fassung - eher enttäuschend finde. Das Schicksal, ins falsche Soundkorsett gezwängt worden zu sein, teilt "Just My Imigination" aber mit einigen anderen Titeln auf SOME GIRLS...

4. SOME GIRLS ++++
Der Titeltrack ist neben "Shattered" (dazu im Anschl. aber ohnehin mehr) eigentlich mein Liebling am Album. Schöner Groove, tolle Gitarrenarbeit (sehr stoneslike), wunderbar-böser Text - und das alles in ein angenehm raues, aber dennoch herzerwärmendes Klanggewand geschnürt. Auch live ist "Some Girls" eine Wucht und sogar noch eine Spur besser, wie ich finde - man höre bzw. sehe diesbez. ebenfalls SHINE A LIGHT!

5. LIES ++
Halte ich offengestanden auch nach mehrmaligem Hören für ziemlich belanglos. Hier ist es nicht allein der Sound, der mich nicht zu begeistern vermag - hier schwächelt die Komposition als Ganzes ein bisschen, wie ich finde...

6. FAR AWAY EYES +/++
Eine Country-Parodie, die sich selber offenkundig nicht ganz so ernst nimmt. Live geht "Far Away Eyes" ja noch halbwegs (ebenfalls auf SHINE A LIGHT), aber in hiesiger Fassung - tut mir leid - einfach nur unnötig. Und dabei harmonieren Stones und Country für gewöhnlich gar nicht so schlecht miteinander... Brrrrrrr.

7. RESPECTABLE +/++
Ein vermeintlicher "Klassiker", den ich wohl mein ganzes Leben einfach nicht begreifen werde. Weder diese Studioversion noch im Live-Format konnte mich dieser Song jemals überzeugen. Was soll das sein? Der Beweis etwa, dass man so schlampig sein konnte wie die Sex Pistols? Meines Erachtens eine unnötige und gleichermaßen hochgradig überschätzte Anbiederung an die damals gehypte Punk-Szene, ohne die der Steine-Gesamtkatalog auch nicht ärmer gewesen wäre... Leider schwach!

8. BEFORE THEY MAKE ME RUN ++++
Nach den eher unrühmlichen Vorgängertracks ein fast schon unerwartet starker Keith-Beitrag, der im Ganzen stimmig klingt und mit zu den besseren Beiträgen der Stones-Seele zählt. Schade, dass es das melancholisch-schöne "We Had It All" (auf hiesiger Deluxe-Draufgabe zu hören) einst nicht aufs Original-Album geschafft hat. Es wäre, wie dieser Song hier, eine Bereicherung für die Platte gewesen. "Before They Make Me Run" gibt's auch live - auf SWEET SUMMER SUN...

9. BEAST OF BURDEN +++
Als ich den Song einmal als Hintergrundmusik in einem Film hörte (welcher das auch immer war), gefiel er mir sehr gut. Ein atmosphärisches Stück, das Mick gefühlvoll interpretiert, mich insgesamt dennoch nicht so ganz überzeugen konnte. Auch live finde ich den Track offengestanden nicht überwältigend... Alles in allem aber OK!

10. SHATTERED ++++
Wäre meines Erachtens der bessere/glücklichere Opener fürs Album gewesen. Zwar wirkt die Songstruktur zunächst ein bisschen einfallslos und fad, aber die sich stetig wiederholenden Riffs machen beinahe süchtig und lösen gemeinsam mit dem unwiderstehlichen Sexy-Groove ein Tanzbedürfnis im verzückten Hörer aus. Der eher (obligatorische) kühle Sound passt zu diesem Track ausnahmsweise sehr gut. Sie können's also doch noch...
Von "Shattered" gibt's Live-Versionen sehr unterschiedlicher Qualität. Am besten gefällt mir die Veröffentlichung auf SHINE A LIGHT (als zweite Nr. im Set).

Endresümee: SOME GIRLS wird wohl nicht mehr zu meinem persönlichen Stones-Liebling avancieren, obwohl es gar nicht so wenige Songs enthält, die zumindest live sehr gut funktionieren.
Ich halte die Platte nach wie vor für ziemlich stark überbewertet. Selbst die Tatsache, dass SOME GIRLS angeblich Mick Jaggers Lieblings-Stones-Album sein soll, ändert nichts daran, dass sich meinerseits kein rechter Herzenszugang einstellen will.

Nur zum (band- und jahrzehntsinternen) Vergleich: STICKY FINGERS und EXILE spielen sowieso in einer anderen Liga, aber auch GOATS HEAD SOUP oder BLACK & BLUE sind mir mittlerweile stärker ans Herz gewachsen als SOME GIRLS. IT'S ONLY R+R, das ich trotz starkem Beginn ebenfalls für überbewertet halte, würde ich in etwa auf einem Level mit SOME GIRLS sehen.

Nicht schlecht, aber keinesfalls so toll und/oder aufregend wie es von vielen (inkl. der sogenannten Fachpresse) gerne gemacht wird!

P.S. Die Deluxe-Disc gefällt mir recht gut, was vor allem am deutlich wärmeren Klangbild der Scheibe liegen dürfte.
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bis auf "Tattoo You" natürlich, aber das ist ja eigentlich nur ein großer fake, bestehend aus auf aktuell-polierten Studio-Resten...
Das war schon eine große Sache, damals, 1978, als die degenerierten, unmusikalischen Punk-Rotzbengel
und die Disco-Weicheier uns vormachen wollten, was gute Musik sei - und Band wie die Kinks, die Who
und die Stones diesen pubertären Dreiakkordehoch-Möchtegerns die Antworten um die Ohren krachten, das es eine reine Freude war -
und zwar genau da, wo es wirklich weh tut, nämlich an der Spitze der Charts...

Natürlich ist "Some Girls" keine "typische" -Stones Platte; "Black & Blue", der geniale Vorgänger, war eine solche -
aber selbst bis heute hat es kaum jemand gemerkt - man konstatierte nur den komerziellen Mißerfolg, auf den die
Stones reagieren mußten und eine Antwort zugleich auf den Disco-Sound (Micks Weg) und auf den Punk (Keith`
Weg) kreirten, die ihresgleichen sucht. "Moment mal" - ruft uns diese Platte zu - "Wir, die Stones, haben das
Rebellentum und die musikalische Härte (zusammen mit den Kinks und den Who) erfunden, - euer Verdienst soll das sein?
Dass wir nicht lachen!!!" Und ab ging`s...Eine nicht in allen, aber in den meisten Songs gelungene Frischzellenkur, die
die Band auf die Höhe der Zeit katapultierte. "Some Girls" ist für mich die letzte richtige Stones-LP, die hörenswert ist; ich
stimme zu, "Emotional Rescue", obgleich zu 90 Prozent von den gleichen Sessions in den Marconi-Studios, Paris
1977/78 stammend wie "Some Girls" ist eine wirklich schlechte Platte (unverständlicherweise aber die erfolgreichere),
aber was kommt denn danach? Nur der Reste-Sampler "Tatto You" ist noch hörenswert; alles spätere ist schlechte,
uninspirierte, abgedroschene Musik, die die Welt nicht gebraucht hätte...(nein, Verzeihung, die ich nicht brauche, die
kritiklosen Alles-Sammler mögen sich an hohlen Scheiben wie "Voodoo Lounge" erfreuen, wenn`s sie`s so wollen...)

Die rechtlichen Probleme bezüglich der Kläger, die sich auf dem Cover wiederfanden, existieren wohl noch immer, so daß man nur -
wohl wegen der "ungefährlicheren", weil kleineren Auflage von Bill Wymans Buch "Rolling Stones - Story" eine Ausnahme riskierte,
denn dort findet man das unzensierte, ursprüngliche LP- cover (zufällig?) genau in cd-booklet-größe.

Viele Bonus-Titel wären neben "Everything Is Turning To Cold" möglich gewesen, angefangen mit "Claudine" über "Stuck In The Cold", "You Left Me", "I Think I'm Going Mad", den beiden anderen,
von Keith gesungenen Titel: "We Had It All" und "I Need You" bis hin zu den (kürzeren) Single-Fassungen von "Miss You" und "Shattered" bis zum (längeren) Dance- Mix von "Miss You"- Respectable wurde wohl auf Micks Wunsch als Single ausgekoppelt, damit Bianca Jagger es auch sicher im Radio hört und sich
gründlich darüber ärgert, als jemand bezeichnet zu werden, der sich auf dem
Rasen des Weißen Hauses flachlegen lässt...
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am 18. November 2011
Nachdem neue CDŽs von den alten Stones immer seltener werden und Mick sich mit SuperHeavy" zu verjüngen versuchte (was ihm meiner Ansicht nach ob des dünnen Songmaterials nicht wirklich gelingt), erschien nun fast heimlich still und leise diese De-Luxe Version von Some Girls. Heimlich still und leise, wenn man es mit dem Rummel vergleicht, der anlässlich des Re-Releases von Exile on Main Street verursacht wurde. Und vor allem in Hinblick auf die neuveröffentlichten Songs, die nach langen Jahren in den dunklen Abgründen der Bootlegger nun ins helle Licht des offiziellen Stones Himmels gehoben wurden. Und siehe da: Die neuen" Songs sind diesmal von erstaunlicher Qualität. Eigentlich besser als die neuen alten" von Exile. Mick soll sie ja alle neu eingesungen haben, was er großteils auch bei Exile machte, aber diesmal klingt seine Stimme nicht so affektiert wie bei den Exile Songs. Weniger ist immer besser, hat er sich wohl diesmal auf die große Stoneslippe geschrieben.
Eines ist allerdings bei all diesen Neuveröffentlichungen von damals nicht veröffentlichten Songs grundsätzlich zu beachten: es gab definitiv einen Grund, warum man sie damals nicht ins offizielle Album genommen hat. Meistens ist die Komposition an sich nicht ausgereift und/oder der richtige Text wollte einfach nicht einfallen und/oder auch keine so rechte Melodie und/oder alles zusammen trifft zu. Denn meist handelt es sich bei diesen Songs um Improvisationen, wo um zwei, maximal drei Akkorde herumgeschrumpelt wird. Passiert letzteres, so handelt es sich um das beliebig modifizierbare Bluesschema. Im ersteren Fall saßen einfach ein paar Musiker in einem Studio und spielten sich die Finger an diesen beiden Akkorden wund und die weiterführenden Akkordfolgen, die daraus einen passablen Song gemacht hätten, wollten einfach nicht einfallen. Dass es dann einer dieser Songs trotzdem auf ein Album schafft, wie zum Beispiel in unserem Fall das unsägliche When The Whip Comes Down" ist dann wohl meist ein Zufall.
Man hört, dass ursprünglich das nun veröffentlichte Claudine" auf Some Girls einen Platz hätte finden sollen. Aber die Stones hätten dann doch zurückgezogen, da der Anwalt der echten Claudine Longet mit Klagen gedroht hatte, wenn man den Song veröffentlichen würde. Schließlich ging es hier um einen brisanten Kriminalfall, in dem Claudine Longet des Mordes an Spider" Sabich freigesprochen wurde. Der Richter hielt die Sache für einen Unfall und Longet bekam nur 30 Tage Haft, die sie an den Wochenenden absitzen durfte. Die Stones nehmen aber hier deutlich eine andere Position ein als der Richter und scheinen nicht so ganz von ihrer Unschuld überzeugt zu sein. Vielmehr dringt durch, dass der Richter - wohl geblendet durch ihre Schönheit - zu einem milden Urteil kam. Und auch der Protagonist des Liedes fürchtet, dass sie ihn, sollte er jemals was mit ihr haben, erschießen würde. Dass blieb Mick allerdings erspart, denn Claudine heiratete später ihren Anwalt. Nun also wurde der Song veröffentlicht. Offensichtlich ist Gras über die Sache gewachsen und es gab nun keine rechtlichen Bedenken mehr. Der Song hätte sicher nicht schlecht auf die originale Platte gepasst, aber so ein richtiger Kracher ist er auch nicht. Aber allemal besser als When The Whip Comes Down".
Und dann gibt es da noch We had it all". Gesungen von Keith Richards. Ein Cover eines Songs von Waylon Jennings. Das hätte wirklich veröffentlicht gehört. So beseelt wie Keith von seiner verflossenen Liebe singt ... Großartig! Man nimmt ihm jedes Wort ab und spürt in seiner Stimme, dass er die Verflossene immer noch liebt. Ich glaube, dass das die Originalstimme KeithŽs aus den Siebzigern ist und dass er den Song nicht neu eingesungen hat. Vermutlich gab es zwei Gründe, dass der Song nicht aufs Album kam: Erstens regierte damals König Punk und die Stones wollten dem insofern Rechnung tragen, als sie nicht zu viele Balladen ins Register fließen ließen. Und zweitens war das auch eine Fremdkomposition und mit Just My Imagination" hatten sie bereits eine auf dem Album. Besser eine schwache eigene Nummer als eine gute fremde. Das bringt mehr Tantiemen.
Aber auch alle anderen neuen Songs sind durchaus gut und hörenswert. Keep Up Blues" ist ein beseelter Bluesrock, einzig Charlies Doppelsnareschläge zu exakt dem Zeitpunkt, als Mick mit der Stimme einsetzt, sind etwas deplaziert, aber vermutlich hat man sie aus der Tonspur nicht mehr rausbekommen.
Alles in allem: hört euch die neuen Songs an. Und kauft euch die CD. Sie ist wirklich gut und die neuen Songs eine schöne Ergänzung zu den schon bekannten.
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am 31. Juli 2014
Muss leider den Leuten Recht geben, die an der Klangqualität dieser Abmischung herumkritteln.

Für mittelmäßige Küchen- oder Autoradios ist der Klang vielleicht in Ordnung. Wer die CD allerdings laut hören will und dafür halbwegs gute und große Lautsprecher zur Hand hat, der steht im Regen.

Man hat den Eindruck, die Musik bestünde nur aus Bässen und Hochtönen. Der Mitteltonbereich, der Musik erst richtig zum Leben erweckt, scheint hier völlig abhanden gekommen zu sein. Und auch die Dynamik wirkt eingeengt. Wenn da mal kein Dynamik-Kompressor drübergefahren ist, damit die Musik auch im letzten 10 Euro Radio noch irgendwie erträglich klingt…

Schade!
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Überall in der einschlägigen Literatur wird "Some Girls" als eine DER Stones-Platten gefeiert, zumindest soll sie es von den Verkaufszahlen her sein. Nach der matschigen "Love you live" ein Jahr zuvor und mit einem Keith Richards, der auf dem Weg war, clean zu werden, stellt das Album auch zweifellos eine Frischzellenkur im Stones-Katalog dar und gab ihrer Karriere einen gewaltigen Schub. Ich kann jedoch aus mehreren Gründen die allgemeine Euphorie nicht teilen. Die Platte hat gute Kompositionen und weist zweifellos eine lang vermisste Frische auf. Keith mag sich gewehrt haben, aber Mick setzte durch, dass erstmals Einflüsse aus Disco, Punk und Wave etc. Eingang auf ein Stones-Album fanden, und das funktionierte auch (anders als bei "Emotional Rescue" zwei Jahre später).

Mein Haupteinwand ist, dass die Platte insgesamt einfach zu kalt klingt, und das gilt vom ersten bis zum letzten Titel: wo sind die vollen, warmen, fetten, dreckigen Gitarrensounds aller Vorgängeralben hin?? Der Gesamtsound läßt mich emotional recht kalt und ist definitiv ein Verlust. (Richtig schlimm wurde das dann bei "Emotional Rescue"; sie sollten sich aber bald wieder erholen.)

Bei diesem Album sind nur wenige, aber erlesene Gastmusiker mit an Bord: Ian McLagan (Faces) ersetzte Billy Preston an den Tasten, Mel Collins Bobby Keys am Saxophon (schade!), und mit Sugar Blue haben die Stones einen tollen Mundharmonika-Virtuosen aufgegabelt! Mick Jagger spielte im Studio so viel Gitarre wie noch nie zuvor, und es war die erste Platte mit Ron Wood als vollwertigem Mitglied (selbst wenn es noch lange Jahre dauern sollte, bis er auch als solches bezahlt wurde).

Miss you war ein Riesenhit und erschloss den Stones sicher neue Käuferschichten. Für mich wird es aber nie in die Klasse von Brown Sugar oder Tumbling Dice etc. aufsteigen. Just my Imagination und Shattered klingen gegen die Interpretationen auf "Still Life" ('82) lediglich wie Entwürfe, und gerade die Live-Fassung von When the Whip comes down (auf "Sucking in the Seventies") fegt die Studio-Version einfach an die Wand!

Lies und Respectable (unverständlicherweise eine Single!) werden überall als hoch energetische Rocker bejubelt, die den Punks mal zeigen sollten, dass auch alte Säcke noch wissen, wo der Hammer hängt. Sind für mich einfach nur lärmige, hohle Kracher mit einfältigen Texten - energetisch ist was anderes.

Richtig gelungen sind die Country-Parodie Faraway Eyes (selbst wenn Keith Jaggers Gesang zu Recht affektiert fand) und der humorige Titelsong; die Empörung über den anzüglichen Text kommentierte Jagger nur trocken mit "if you can't take a joke, it's too f***ing bad". Before they make me run ist ein authentischer, aufrichtiger Keith-Rocker, und Beast of Burden wird immer einer meiner Stones-Lieblinge bleiben - hier passen die cleanen Gitarren zum Inhalt.

Im CD-Zeitalter fände ich es angebracht, endlich mal ein paar Bonustracks mit drauf zu packen: vorneweg die Single-Version von Miss you sowie die Maxi-Version (ihre erste überhaupt), Everything is turning to Gold (die B-Seite von Shattered) und vielleicht noch den Single-Edit von Faraway Eyes... Platz genug wäre ja noch!

Ach ja, bevor ich's vergesse: leider wieder keine Texte wie bei der LP, aber zur Abwechslung mal eine der geilsten Stones-Plattenhüllen überhaupt! Das kam vor allem bei der Original-LP mit der beidseitig bedruckten Innenhülle voll zur Geltung.

Auf der 2. CD der Deluxe Edition von 2011 finden sich 12 Outtakes, die mir allesamt besser gefallen als die auf der "Exile"-Bonus-CD, bei denen es sich überwiegend um Songskizzen handelte. Diese hier sind sämtlich gut ausgearbeitet und produziert, die Stones frönen neben dem Rock'n'Roll hauptsächlich dem Blues und Country, und vor allem: die Songs weisen neben ihrem guten Maß an Humor jene fast ungestüme Ausgelassenheit auf, die dem Stammalbum immer nachgesagt wird, das dagegen fast etwas bemüht wirkt, es der Rockwelt so richtig zu beweisen. Hier und da wurde wieder dezent mit aktuellen Overdubs nachgebessert, aber der Ausgelassenheit in Songs wie So young (den ich erst '94 als Outtake auf der Love is strong-Maxi kennenlernte) oder Tallahassee Lassie hört man die Erleichterung über Keiths neu gewonnene Freiheit an, und hier ist der Gesamtsound auch wieder wärmer. CD 2 der "Some Girls"-Deluxe Editionen ist die interessanteste Stones-Platte, die ich in letzter Zeit gehört habe. Von einer Deluxe Edition hätte man aber auch erwarten dürfen, dass sie die diversen o.g. Single-Versionen enthält, die immer noch über verschiedene Sampler verstreut sind.
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