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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 1. Juni 2012
Beim Lesen der Rezensionen zu diesem Film ist mir aufgefallen, dass die meisten Rezensenten die Romanvorlage von Charlotte Brontë, Jane Eyre, gelesen haben und natürlich Vergleiche zum Buch ziehen. Ich habe das Buch noch nicht gelesen (habe es mir aber kürzlich im englischen Original und in deutscher Übersetzung besorgt, um das nachzuholen) und konnte mir diesen Film daher unvoreingenommen ansehen, ohne die Möglichkeit zu haben, ihn mit dem Buch zu vergleichen und mich darüber zu ärgern, was alles ausgelassen wurde und ob die Adaption dem Roman gerecht wird, wie ich es sonst so oft mache.

Überzeugt haben mich bei dieser Verfilmung die atmosphärische Dichte, die visuelle Umsetzung, die musikalische Untermalung und natürlich die Darsteller/innen, allen voran Mia Wasikowska, Michael Fassbender und Dame Judi Dench. Nur Jamie Bell, den ich ansonsten für einen hervorragenden Schauspieler halte und der mir in Filmen wie Billy Elliot - I Will Dance und Hallam Foe - Anständig durchgeknallt sehr gut gefallen hat, halte in der Rolle des St. John Rivers für fehlbesetzt.

Die Hauptrolle hat die junge Australierin Mia Wasikowska übernommen. Sie ist mir erstmals in der Serie IN TREATMENT Complete Series 1 [2008] aufgefallen, wo sie überzeugend eine Olympiaturnerin aus zerrütteter Familie dargestellt hat. Sie spielt ihre Rolle als Jane Eyre mit einem hohen Maß an Würde und Intensität, ist stark und verletzlich zugleich. Das gilt auch für den Deutsch-Iren Michael Fassbender, der seinen Edward Rochester gefühlvoll und leidenschaftlich anlegt. Die weiteren Rollen, etwa das kleine französische Mädchen oder Helen, Janes beste Freundin aus Kindertagen, sind ebenfalls gut besetzt.

Die meiner Meinung nach gelungene Verfilmung wird durch das ausgezeichnete Bonusmaterial abgerundet, das unter anderem Interviews, Outtakes, Making-of und zwei verschiedene Audiokommentare enthält. Regisseur Cary Fukunaga, der mit Jane Eyre erst seinen zweiten Langfilm nach dem ebenso berührenden wie brutalen Sin Nombre abgeliefert hat, erzählt aufschlussreich von den Dreharbeiten und gibt dabei das eine oder andere Bonmot zum Besten. Den zweiten Audiokommentar finde ich allerdings ärgerlich, die beiden Kommentatoren ziehen in einer Tour über den Film und seine Darsteller her. Das soll wohl ironisch wirken, ich finde es aber völlig daneben, denn von den beiden habe ich nichts Neues über die Dreharbeiten erfahren und mich stattdessen über die an den Tag gelegte Respektlosigkeit geärgert.
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am 7. Juni 2017
Es ist hier schon viel über die Schauspieler und ihre Leistung gesagt worden. Dem schließe ich mich im Großen und Ganzen an. Wenn man aber die BBC-Serienverfilmung von 2006 im Vergleich kennt, bleibt mir hier nur 3 Sterne zu vergeben - hauptsächlich wegen der dort wesentlich besser dargestellten Überzeugungskraft dieser wundervollen Liebesgeschichte. Und ja, trotz Lesens des Buches.
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am 1. November 2015
Sehr gelungene Verfilmung! TOP-Besetzung und super Umsetzung. Die Schauspieler machen diese Verfilmung so gut wie perfekt.
Nur zu empfehlen! 1A
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am 27. April 2017
Ein wunderbarer Film... eine rührende Geschichte. Am Anfang nichts für Sensible...Sehr ergreifend! Tolle Schauspieler...das ganze ist sehr authentisch und nicht überdramatisiert oder kitschig. Ich kann ihn sehr empfehlen...
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am 12. August 2015
" Ein Klassiker für eine neue Generation" thront als Werbespruch auf dem Cover der Bluray.
Das weckt schlimmste Befürchtungenn hier nun eine modernisiert stylish verblödete Neufassung eines nach dem Mainstream schielenden Untalents zu erleben. " Jane Eyre 2.0 reloaded " möglicherweise. Ein Machwerk, das nichts mehr mit der Atmosphäre und Kunstfertigkeit des wildromantischen Klassikers von Charlotte Bronte zu tun hat.
Ganz weit gefehlt und wie berauscht, beglückt und tief im Herzen angefasst sitzt der Zuschauer hier nach zwei Stunden , die eines eindrücklich beweisen : Das Wunder leidenschaftlicher Kinoadaptionen, die in jeder Sekunde brillant einen Romanstoff in fesselnden prachtvollen Szenerien auf die Leinwand bringen, die mit umwerfend berührenden Schauspielleistungen, sorgfältigem Fingerspitzengefühl und packender Dramatik überzeugen, das gibt es zuweilen noch.
Der junge Regisseur Cary Jiji Fukunaga erschafft hier womöglich sogar die beste Leinwandversion des unzählige Male verfilmten Stoffes, kann mit seiner hervorragend ausbalancierten Inszenierung in meinen Augen sowohl die alte Version mit Orson Welles und vor allem auch die BBC Version hinter sich lassen. Natürlich muss auch er den 600 Seiten Roman straffen, muss Teile hinzufügen, andere negieren, um seine " Jane Eyre" zu einem zweistündigen hochsensiblen und atemberaubend spannenden Filmkunstwerk zu formen.
Die Mühe und die traumwandlerische Perfektion in allen filmischen Bereichen hat sich gelohnt.

Gleich zu Anfang wirft der Regisseur uns in die Geschichte. Ohne Einleitung saugt uns der Film ein in seine düster verhängnisvolle Faszination.
Ein englischer Landstrich , Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.
Donnergrollen, windumtoste Schluchten , karge Hügellandschaften, riesige krallenartige Bäume, die sich im peitschenden Regen biegen.
Die junge vor Angst panisch zitternde Jane Eyre ( Mia Wasikowska) flieht in wehenden durchnässten Gewändern von einem finsteren Anwesen.
Es ist der alte Adelssitz Thornfield von dem sie voller Entsetzen über das gerade Erlebte flüchtet.
Tragisches Unglück und wankelmütiges Schicksal , das hier seinen Ausgang nahm.
Fast am Ende ihrer Kräfte klopft sie an das Holztor einer kleinen einsamen Behausung. Der junge Missionar John Rivers ( Jamie Bell) wird ihr Zuflucht gewähren.
Hier in der Abgeschiedenheit umsorgt von dem Geistlichen und seinen Schwestern wird sich Jane Eyre zurückerinnern. Im Schein des Kaminfeuers werden die düster traurigen Stationen ihres jungen, und doch schon so bewegten Lebens wieder schattenhaft lebendig.
Ein Leben voller leidvoller Askese und Zucht, voller Erniedrigung und systematischen Demütigungen im Waisenhaus, die schon damals darauf ausgelegt waren die eigentlich freigeistige Seele des jungen Mädchens zu brechen.
Eisig, düster und ein Martyrium ist der strenge Alltag, bis Jane als ausgebildete Lehrerin eine Anstellung als Privaterzieherin im Thornfield Anwesen erhält.
Ihr Dienstherr, Mr. Rochester ist nicht nur launisch und ungehobelt, auch eine tiefe geheime Seelenqual scheint immer wieder hinter seiner gramzerfurchten Stirn zu wühlen. Gespenstisch ist zuweilen das Anwesen in Vollmondnächten und im flackernden Schein der Kerzen scheint sich langsam eine sorgsam versteckte Zuneigung zwischen dem lebensbitteren Grafen und dem jungen Mädchen anzubahnen.
Zwei Seelen, die im Gleichklang schlagen, auch wenn das Schicksal furchtbare Verwerfungen für sie bereithalt.
Der Fortgang der Story geht an die Nieren, ist von bittersüsser schmerzhafter Wehmut , dunkel nebulöser Intensität und voller tragischer Überraschungen, gekleidet in einen prachtvollen filmischen Augenschmaus mit opulenten Kostümen, exzellentem Dekor und durchdrungen von der verhangen, einsam betörenden Atmosphäre englischer Hügellandschaften.
Nichts Genaueres sollte hier nun Erstsehern verraten werden.

Das Klassenbewusstsein der viktorianischen Gesellschaft wird hier einmal mehr zum Hinderungsstein einer tiefen unterdrückten Liebe. Ein erstickendes Korsett aus festen Normen, ehern verankertem Rollenverständnis mit vernichtenden Konsequenzen für den einzelnen, der sich Autonomie und Individualität ein Stück weit bewahren möchte.
Selbstbestimmte Lebensperspektiven - zwanghaft geopfert einem starren System, das jedes kurze Aufbäumen gegen Regeln mit gesellschaftlicher Isolierung bestraft und Menschen zuweilen bis in die eigene Auslöschung treibt.
Nicht nur Charlotte Bronte auch Thomas Hardy, Jane Austen, Charles Dickens etc. hielten mit ihren filigran bitteren Gesellschaftsanalysen des viktorianischen Englands ihrer Zeit einen Spiegel vor.
Hier im Charakter der Jane Eyre, von Mia Wasikowska, so hinreissend anmutig verkörpert, so beherrscht und doch in der Seele so warmherzig fühlend , hinter ihrem gleichmütigen Antlitz unendlich zart, sanft und tiefgründig und doch selbstbewusst und ungebrochen , zeigt sich die ganze Tragik eines Frauenschicksals dieser Zeit.
Wie bleibt man/ frau sich selbst, seinen Gefühlen treu und wie kann das eigene tief empfundene Lebensglück überhaupt in einem erstickenden vorgefertigten Lebenskorsett gedeihen ?
Wie kann die Seele nicht schaden nehmen in diesem repressiven Kosmos, der die Luft zum Atmen nimmt? Und wie gehen wir unverfälscht und nicht korrumpierbar durch die rastlosen Wirren der Zeit. Was ist der Preis ,den man für Opportunismus zahlt ?
Jane Eyre , einer der eindrücklichsten Frauenfiguren der Weltliteratur wird , obwohl sie fast nie die äussere Contenance verliert oft innerlich zerbrechen, wird nur mit den Mundwinkeln zucken, die traurigen Augen senken, obwohl der Wunsch nach Liebe und Freiheit ihr Herz verbrennt, und in ihrem Blick , in kleinen Gesten sehen wir ihre Qual und Sehnsucht. Aber sie wird wieder aufstehen, strahlender , kraftvoller in der aufrechten Reinheit ihres Wesens als zuvor, fast ein wenig überirdisch während die Menschen, denen sie im Leben begegnet in zermürbenden Schicksalsspiralen um sie kreisen .
Mia Wasikowska kommt uns hier mit ihrem fabelhaften Schauspiel so nah, dass wir in jeder Szene mit ihr mitfühlen, mit ihr lächeln, mit ihrem Unglück weinen , uns fürchten , bestürzt, unendlich bewegt sind bis am Ende die Tränen rinnen.

Diese " Jane Eyre" Verfilmung ist so wunderbar ruhig, elegant von dunkler funkelnder Kraft und fokussiert sich voll und ganz auf den Ausgangsstoff ,getragen vor allem von dieser phantastischen Hauptdarstellerin .
Sie schultert quasi den Film schon ganz allein, wird jedoch überragend facettenreich unterstützt von Michael Fassbender als Mr. Rochester, aber auch grossartigen Nebendarstellern, wie Judy Dench oder Jamie Bell.
In einem Film über ein verhindertes schicksalshaftes Liebespaar muss hundertprozentig die Chemie zwischen beiden Hauptprotagonisten stimmig sein, muss das Blut des Zuschauers selbst bei jedem Dialog und Blickaufschlag in Wallung geraten , muss die Luft knistern und wir ebenfalls so emotional erschüttert werden, dass wir um einen glücklichen Ausgang für die Liebenden förmlich beten. Fassbender und Wasikowska erreichen mit ihrem komplexen Schauspiel genau das. Sie ergänzen sich hier so authentisch in ihrem versteckt lodernden Seelenfeuer, dass wir andächtig ergriffen jedem ihrer Worte lauschen, jede Berührung zaghafter Hände selbst auf der Haut spüren.
Diese " Jane Eyre" erinnert in der Magie der Ästhetik an alte Gemälde, so wundersam detailliert in jeder Stoff- Falte, so verzaubernd in jedem glitzernden Morgentau , in den arabesken Mustern schwerer Teppiche, und dem Wehen der Vorhänge, dass man sich das Kunstwerk fast in einzelnen Standbildern anschauen möchte.
Wehmütig , spröde, dann wieder das Herz vor Schönheit zerreissend, brausend wild wie das Meer- die pointiert eingesetzte Musikuntermalung.
" Jane Eyre" ist das, was wir leider nur noch selten im Kino erleben. Ein Film, der uns in eine andere Welt zieht, uns eine Gänsehaut nach der anderen vor emotionaler Sogkraft beschert, so schmerzhaft wundervoll, dass er noch lange in den Sinnen nachhallt.
Verwandte Seelen, umarmt über alle Widerstände hinweg.
Alles immer und vorbestimmt ? Wer möchte nach diesen zwei Stunden daran zweifeln.
Kino, das glücklich macht, und eine Literatur-Adaption, die in Wortduktus, Stimmung und Ernsthaftigkeit mitnichten dem heutigen schnellen Zeitgeist huldigt, sondern aus einem Guss den Bronte Klassiker zu berauschendem Leben erweckt.
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am 9. März 2016
Der vielleicht am häufigsten verfilmte Roman von Charlotte Brontë erhält hier von Cary Fukunaga fast so etwas wie eine Neuinterpretation. Angeführt von zwei großartigen Hauptdarstellern Mia Wasikowska und Michael Fassbender kann sich auch das übrige Ensemble durchaus sehen lassen. (Sally Hawkins, Imogen Poots u.v.a.).
Die Handlung ist geschickt zerschnitten, bis sich Vergangenheit und Gegenwart wiedertreffen. Janes Vorgeschichte wird nur kurz beleuchtet, aber mit ersten deutlichen Hinweisen auf ihren Charakter: offen, freimütig, hilfsbereit und hart im Nehmen aber auch zart im Gefühl. Atmosphärisch ist der Film meist in blasses Grau oder überhaupt düstere Farben gehüllt und erhält gelegentlich einen Anflug von Horror. Neben der Landschaft, die der Heimat der Vorlage gut nachempfunden und großartig ins Bild gesetzt wurde, gibt es hier breiten Raum für die Dialoge, was den Film ganz nah an die eine der Bronté Schwestern heranrückt. Fukunaga stellt Jane viel deutlicher als im Roman zwischen zwei Männer: ihre große Liebe Sir Rochester (Fassbender) und den Geistlichen John Rivers (Jamie-Billy-Elliot-Bell). Klar für wen sie sich am Ende entscheidet. Aber da gibt es noch Ehehindernisse, die hier wie Überraschungsschocker in die Handlung eingebaut sind. Bigamie steht im Raum. Als guten Geist des Hauses Rochester sehen wir Judi Dench, die am Ende Jane gute und schlechte Nachrichten überbringt und den Zuschauer darüber aufklärt, was passiert war. Einen Aspekt, den Charlotte Bronté immer wieder betonen, ist auch hier enthalten: Janes Unabhängigkeit und finanzielle Selbständigkeit. Sie arbeitet als Erzieherin und Dorfschullehrerin. Und im Sinne von Charles Dickens wird ihr da noch nachgeholfen: sie erbt eine große Summe. Das passt gerade, denn Rochesters Haus liegt in Schutt und Asche. Manchmal sitzt da auch ein Schalk in Charlotte Brontés Nacken, wenn man Sätze hört wie ‘Die Schönheit des Mannes liegt in seiner Kraft.‘ Schön, dass es noch solche Filme gibt.
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am 15. April 2017
Jane Eyre ist eine gelungene Verfilmung des großartigen Romans von Charlotte Bronte. Das Schauspieler-Ensemble ist sehr gut besetzt und verleiht den Figuren Tiefe. Besonders gelungen ist die Darstellung der Mädchenschule Lowood, die in ihrer düsteren Trostlosigkeit oft an Charles Dickens und seine Beschreibungen englischer Waisenhäuser im viktorianischen England erinnert. Michael Fassbender und Jamie Bell als männliche Helden hätten von Charlotte Bronte nicht schöner ausgedacht sein können. Auch wer den Roman nicht kennt wird diesen Film lieben.
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am 5. Oktober 2014
"Jane Eyre" ist die Geschichte einer jungen Frau, die im ländlichen England des 19. Jahrhunderts unter sehr harten, ja grausamen Erziehungsmethoden in einem Internat aufwächst. Trotz allen Bemühens, ihren Willen zu brechen, bewahrt sie ihr freies und unabhängiges Wesen, obgleich es wie ein Vogel in ihr eingesperrt bleibt. Als sie schließlich eine Stelle als Gouvernante für ein französisches Kind in wohlhabendem Haus annimmt, findet sie im dortigen Hausherrn ihre große Liebe. Der Standesunterschied und ihre eigenen Moralvorstellungen hindern Jane jedoch daran, diese auszuleben.

Großartig inszeniertes Porträt einer starken jungen Frau, musikalisch wunderbar untermalt mit gefühlvollen Klaviertönen. Die Stimmung wird durch die düsteren Bilder, die zeitweise von ein paar lichten Szenen aufgehellt werden, eindrucksvoll transportiert. Das alte England zur Zeit der Kolonialherrschaft wird lebendig. Die steifen Umgangsformen und starren gesellschaftlichen Normen lassen kaum Nähe zu, sodass sich die Liebesgeschichte langsam entwickelt und ohne Kitsch auskommt.
Ein empfehlenswerter Film für all jene, die auch mal ruhigere Töne vertragen und eine starke Frau sehen wollen.
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am 3. Mai 2012
Es ist mir schon fast peinlich, nach all diesen guten Kritiken etwas nicht so positives über die Neuverfilmung des Klassikers von Charlotte Bronte zu schreiben. Ich habe die DVD heute super gespannt angeschaut und habe wirklich erwartet hier ebenfalls auf eine gemischte Resonanz zu stoßen...
1) Was macht eine gute Literaturverfilmung eines Klassikers aus, der sich mit einigen Vorgängern messen lassen muss? Na, entweder er wird richtig werkgetreu umgesetzt oder es handelt sich um eine komplette Neuinterpretation. Ich bin als Kenner des Buches auf der Seite der Werktreue, aber leider fand ich zu viele Dialoge so verändert,dass sie die Stärke des Originals nicht mehr hatten-. Fand ich echt schade und unnötig. Auch die Kürzungen der Dialoge fand ich nicht optimal. Manchmal kam man dann ohne Vorwissen gar nicht aus. Teilweise fehltem eine regelrecht Informationen.
2) Die Schauspieler- für sich genommen toll. Die Figur der Jane Eyre, wie Mia W. sie umsetzt -richtig gut. Auch Michael Fassbender gefällt mir für sich genommen:launisch, düster, etwas zu jung und hübsch- aber ok. Leider stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern überhaupt nicht! Irgendwie wundert man sich, warum die beiden auf einmal verliebt sein sollen- es wirkt zerstückelt und zu hastig. In der Romanvorlage fühlt man das Prickeln, die unterdrückte Leidenschaft- was zum Beispiel in der BBC Version von 2006 zwischen Ruth Wilson und Toby Stephens heftigst zu spüren ist.
3)Die inhaltlichen Schwerpunkte die in der Neuverfilmung gesetzt wurden, empfinde ich zu Teil als etwas unglücklich:
a) Janes Werdegang ist mir zu schnell erzählt, man bekommt noch nichtmal richtig mit, dass sie Lehrerin ist und wie und warum sie nach Thornfield Hall kommt.
b) Man erfährt zu wenig über die mysteriösen Vorgänge im Haus- die schaurige Atmosphäre will gar nicht aufkommen.
c) Das Leiden Janes im Moor ist wiederum zu lang und rückt ihren Charakter in ein zu zerbrechliches Licht.
d) Das Ende ist für mich ganz schön bitter- Jane hat sich zu einer recht selbstsicheren Frau entwickelt und trifft auf einen zerstörten, erblindeten Rochester in seinem Haus im Wald.Das ist so schön im Buch erzählt, aber auch in der 2006er BBC Verfilmung gelungen. Dieses Wiedersehen ist soo toll- warum musste es ganz heraus genommen werden und einem lieblosen Ende am hellichten Tag im Garten weichen?
e) Warum hat man ihre VErwandtschtsbeziehungen verändert- war das nötig?
Ich könnte ewig so weiter machen möchte als Fazit sagen, dass es ein handwerklich guter Film ist- aber mit Sicherheit nicht die beste Jane Eyre Verfilmung aller Zeiten- da gibt es bessere,zum Beispiel die mehrfach erwähnte BBC Miniserie.
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am 8. Oktober 2014
Ich glaube selbst wenn man das Buch nicht kennt, würde man diesen Film nicht mögen. Weil die handelnden Personen gar keinen Sinn ergeben würden ohne ein paar Informationen zusätzlich. Aber das kann ich schlecht einschätzen und möchte niemandem zu Nähe treten. Aber wer das Buch kennt und liebt sollte sich auf gar keinen fall den Film ansehen! Angefangen bei Mr. Rochester, dessen Figur tatsächlich nicht besonders attraktiv rüber kommt, dennoch aber sonst so gar nichts mit der Romanfigur gemein hat. Respekteinflösend und wild? Wohl kaum. Es tut mir ja wirklich Leid, aber Michael Fassbender wird der Figur einfach nicht gerecht, da finde ich ja St. John beeindruckender. Die Handlung ist so stark im Wesentlichen gekürzt, dass man gar nicht nachvollziehen kann wie es zu der starken Vertrautheit zwischen Jane und Edward kommt. Nach etwa drei Gesprächen und dem Vorfall mit Mr. Mason folgt schon die Schlüsselszene im Garten, welche in keiner Weise der im Buch gerecht wird. Die Worte verlieren sich in Bekanglosigkeit. Nichts von dem inneren Kampf beider Charaktere, in dem Ehrgefühl, Gottesfürchtigkeit, Liebe und Egoismus miteinander kämpfen.
Mir ist klar das man ein Buch nie zur vollen Zufriedenheit aller umsetzen kann und natürlich kann man keine seitenlangen inneren Monologe in bewegten Bildern fassen, aber es gibt ja durchaus gute Verfilmung von viktorianischen Romanen.
Ich ärgere mich, dass ich nicht darauf verzichtet habe den Film anzusehen.
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