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Mit "Crossed" liegt der zweite Teil der Matched Trilogy von Ally Condie vor. Der deutsche Titel wird heißen "Die Flucht" und wird in Kürze auf dem deutschen Markt erscheinen.

Die Flucht beschreibt auch im großen und ganzen das Buch selbst, ohne das ich hier zuviel verraten will. Die zentrale Frage die sich dem Leser stellt und die jene Spannung aufrecht erhält lautet wohl : Werden Cassie und Ky zueinander finden ?
Mehr möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht dazu schreiben.

Der zweite Teil startet auch im Englischen am Anfang sehr zäh. Wirklich viel Action wird dem Leser nicht geboten. Ally Condie verlagert hier ganz klar den Fokus auf die Innenansichten, die Personen selber. Ihre Gedanken und Gefühle, aber auch ihre Stimmungen und tempörären Befindlichkeiten sind zentrales Thema dieses Teiles. Gerade unter Betrachtung dieses Aspektes ist die englische Originalfassung natürlich weitaus angenehmer zu lesen als eine deutsche Übersetzung.
Ganz ohne Action und Spannungsmomente kommt dieses Buch natürlich auch nicht aus, meiner Meinung nach sind sie aber subtiler als noch im ersten Band.
Nichts desto trotz hat mir der zweite Band gut gefallen und mich auch in keiner Weise gelangweilt.
Die Mischung aus den Innenansichten der Personen, der englischen Originnalsprache und dem Stil der Autorin haben mich auch im zweiten Teil überzeugt.
Ich habe Englisch studiert aber um dieses Buch zu lesen muss man weder Englisch studiert haben noch ständig ein Wörterbuch zur Hand haben.
Es ist in einem leicht verständlichen aber nicht nachlässigen Englisch verfasst das eigentlich keine großen Probleme bereiten sollte.
Da die englische Ausgabe auch früher erschienen ist als die Deutsche und preislich günstiger ist (als Hardcoverversion) hatte ich keine Probleme mich dafür zu entscheiden.

FAZIT: Wer wissen will wie es weitergeht und nicht bis zur deutschen Erscheinung warten will der kann hier guten Gewissens zugreifen. Einen Stern Abzug gibt es für den zähen Anfang und die subtile Action im Vergleich zum ersten Band.
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am 17. April 2013
Seit Monaten ist Cassia nun schon in verschiedenen Arbeitslagern tätig um Ky zu finden, doch sie ist ihm noch keinen Schritt näher gekommen. Irgendwie muss sie es schaffen zu den äußeren Provinzen zu gelangen um sich dort auf die Suche nach ihm zu machen, und zwar bald. Aber wie? Als sich ihr endlich eine Gelegenheit bietet zögert sie nicht lange und nimmt ihre vielleicht einzige Chance wahr ...

Währenddessen kämpft Ky in den äußeren Provinzen täglich ums Überleben. Er und viele andere Aberrationen werden von der Gesellschaft ohne jedes Mitgefühl als Lockvögel eingesetzt und sollen den Feind glauben machen, dass die längst verlassenen Dörfer noch bewohnt seien. Doch auch Ky hat nur ein Ziel vor Augen: Zu fliehen und dann irgendwie zu Cassia zurückzukehren ...

Crossed kommt, genau wie schon Die Auswahl, eher in leisten Tönen daher. Es ist nicht wirklich spannend und verzichtet auf viel Action, dennoch wird einem nie langweilig und man hat andauernd das Bedürfnis weiter zu lesen, weil einen die Handlung auch so genug fesselt.

Man leidet sowohl mit Ky als auch mit Cassia mit, die eine ganze Menge durchstehen muss um zu Ky zu gelangen. Sie wird auf dem Weg vor einige Herausforderungen gestellt und muss mehr als einmal eine schwere Entscheidung treffen. Dadurch entwickelt sich Cassia aber auch weiter und hinterfragt schließlich nicht nur andere, sondern auch ihr eigenes Verhalten sowie ihre Beweggründe.

Im zweiten Teil der Trilogie erfährt man des Weiteren nach und nach mehr über die Erhebung, die sich gegen die Zwänge und Kontrolle der Gesellschaft wehrt. Dabei muss man sich im Laufe der Geschichte aber auch die Fragen stellen, ob diese Erhebung wirklich so gut ist, wie die meisten, einschließlich Cassia, sie sich vorstellen und sogar, ob nicht auch das Leben innerhalb der Gesellschaft mit all ihren Regeln trotz allem gewisse Vorteile hat.
Natürlich wird die Gesellschaft, verständlicherweise, immer noch stark kritisiert, man muss jedoch erkennen, dass eben nicht alles nur schwarz/weiß ist, sondern es dazwischen auch Grautöne gibt. Die Furcht vor und der Hass auf die Gesellschaft bleiben allerdings nicht gänzlich aus angesichts der Tatsache, dass die Gesellschaft offenbar alle Aberrationen, selbst die Kinder, auszulöschen versucht indem sie sie als Lockvögel und Konenfutter in die äußeren Provinzen schickt, wo niemand lange überlebt.

Das Besondere an dieser Fortsetzung ist allerdings vor allem der ständige Perspektivwechsel zwischen Cassia und Ky, die das Geschehen abwechselnd aus ihrer jeweiligen Sicht erzählen. Obwohl man dadurch schon lange vor Cassia weiß, dass Ky noch lebt, bleibt die Handlung trotzdem interessant, da man ja nicht weiß, ob und wann die Beiden sich wieder sehen werden und gerade das möchte man erfahren.
Durch die zwei verschiedenen Blickwinkel, jeweils in Form eines Ich-Erzählers, kann man verfolgen, was mit ihnen geschieht und sie Beide gemeinsam auf ihrem beschwerlichen Weg begleiten. Außerdem lernt man so auch endlich Ky etwas besser kennen und kann sich zum ersten Mal richtig in ihn hineinversetzen. Über seine Gedanken und Gefühle erfuhr man ja im ersten Teil noch nicht sonderlich viel bzw. nur das, was er Cassia gegenüber preisgab.

Xander taucht im zweiten Band zwar leider nur einmal persönlich auf, spielt aber trotzdem eine wichtige Rolle, und das nicht nur in Cassias Gedanken, sondern auch in Kys.

Das letzte Kapitel, das sich eher wie ein Epilog liest, lässt einen, im Gegensatz zum restlichen Teil des Buches, aber etwas unbefriedigt und vielleicht sogar ein wenig unglücklich zurück, zumal es wieder sehr offen gehalten ist.
Den nächsten und damit letzten Teil der Serie wird man jedoch auf jeden Fall lesen, insbesondere um zu erfahren, wie die Geschichte um Cassia und Ky ausgeht, aber auch um zu erleben, ob es der Erhebung gelingen wird etwas gegen die Gesellschaft auszurichten. Wie gut, dass der Abschlussband der Trilogie schon Anfang 2013 erscheint.

*FAZIT*
Crossed ist eine gelungene Fortsetzung und genauso mitreißend wie ihr Vorgänger. Ally Condie gelingt es erneut den Leser sofort in ihren Bann zu ziehen und mit ihrer Geschichte um Cassia und Ky, die in ihrer Welt eigentlich nicht zusammen sein dürfen, zu begeistern.

Den letzten Teil der Trilogie kann man nach diesem Band jedenfalls kaum noch erwarten und nur hoffen, dass die Beiden darin trotz aller Komplikationen endlich ihr wohl verdientes Happy End bekommen.
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am 4. Dezember 2011
Lange habe ich auf die Fortsetzung von "Matched" gewartete. "Matched" habe ich ja regelrecht verschlungen und liebe es einfach. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Crossed" auch gewesen. Sie wurden teilweise erfüllt, um es mal so zu sagen.
Ganz besonders toll und interessant fand ich es, dass man in diesem Band auch aus Kys Sicht gelesen hat. Auf diese Weise hat man diesen Charakter noch ein wenig besser und anders kennengelernt. Zum großen Teil ist er so, wie Cassia ihn beschrieben hat. Aber das ist eben noch nicht alles. Im ersten Band scheint Ky perfekt in das System zu passen, er scheint vor nichts Angst zu haben und nimmt alles als gegeben hin. In diesem Band lernte man seine Ängste kennen und das sind nicht gerade wenige. Jede einzelne davon ist jedoch verständlich. Man erfährt über seine Familie, welchen Einfluss sein Vater hatte - nicht nur auf ihn, sondern auch auf das Dorf in dem sie lebten, über seine Mutter und die Art und Weise, wie er überhaupt zu dem Markhams gekommen ist.
Ky will eigentlich nur sein eigenes Leben führen, ohne Angst etwas falsches zu tun oder zu sagen. Und er will dieses Leben mit Cassia führen.
Nur will sie etwas ganz anderes als er. Die Rebellion, die im ersten Band schon angedeutet wurde, wird hier aufgegriffen und man erfährt mehr darüber. Nur Hintergrundwissen und nichts konkretes. Es sei aber so viel gesagt, dass Cassia Feuer und Flamme dafür ist, während Ky sich her zurückhält - aus verständlichen Gründen. Aber es gibt jemanden der Cassia diesen Wunsch erfüllen könnte.
Ihre Liebe wird dieses Mal also auf eine andere Art von Probe gestellt. Ob sie sie überwinden muss jeder selbst lesen. -.^

Zur Story an sich lässt sich nicht viel sagen. Es geht wirklich nur um ihre Flucht von der Gesellschaft und dass sie nicht erwischt werden. Dann wird es natürlich noch mal spannend, ob die beiden sich wiedersehen oder nicht. Und dann ist da noch Xander. Man darf ihn wirklich nicht vergessen und vor allem nicht unterschätzen.
Ansonsten dreht sich die Story um das Überleben und vor allem Selberfinden. Wer Kämpfe oder große Dramen erwartet, wird hier erst einmal enttäuscht werden. Man merkt dem Buch an, dass es ein Zwischenstück ist. Vielleicht die Ruhe vor dem Storm, was der letzte Teil hoffentlich wird.

Dennoch war es gut und schnell zu lesen gewesen und ich werde es sicher nicht das letzte Mal in den Händen gehabt haben.
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am 16. Februar 2012
Vorab: Obwohl ich das Buch fast am Stück, und das gerne, gelesen habe, fehlte irgendwie dieses Gefühl, das "Matched" bei mir hinterlassen hat.

Als ich "Matched" gelesen habe, habe ich Cassia und Ky wegen ihrer Leidenschaft füreinander ins Herz geschlossen. Doch in "Crossed" bekam ich das Gefühl, dass, als sie sich endlich wiedersehen und das das erste Mal ohne sich verstecken zu müssen, diese Leidenschaft nicht mehr da ist.
Zumindest seitens Cassie bin ich über ihre egozentrische Art überrascht: Vieles was sie tut ist stur und unverständlich, obwohl ich in "Matched" genau den gegenteiligen Eindruck hatte.
All die Dinge, die sie für mich menschlich gemacht haben, mit denen man sich vielleicht das ein oder andere Mal identifizieren konnte, sind verschwunden.

Über Ky hingegen erfährt man mehr als in "crossed", da viele Kapitel aus seiner Sicht geschrieben sind.
Man hat das Gefühl dass er sich innerlich dagegen wehrt, sich zu öffnen und anderen näher zu kommen, da es verletzlich macht. Denn alles was er will ist Cassia. Niemand und nichts anderes. Er hat genug Leid in seinem Leben gesehen. Doch Cassia ist in die Rebellion vernahrt, und es macht fast den Eindruck, dass Ky nur ein Vorwand war, denn meiner Meinung nach wurde es ziemlich deutlich, dass sie Ky für die Rebellion im Stich lassen würde.

Es wird zwar immer wieder gesagt dass Cassia und Ky sich lieben. Doch mehr nicht. Keine Emotionen oder Verständnis für einander.
So viele Zweifel in ihrer Beziehung, so wenig Verständnis untereinander und so viel Verständnis von jeweils anderen Personen.
Das, was ihre Liebe besonders gemacht hat, habe ich in "Crossed" nicht wiedergefunden. Ich hoffe, dass es im letzten Teil der Trilogie wieder aufkommt!
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am 3. Dezember 2011
"For tho' from out our bourne of Time and Place
The flood may bear me far,
I hope to see my Pilot face to face
When I have crossed the bar."

Den zweiten Teil der Trilogie um Cassia und Ky habe ich nach einjähriger Wartezeit innerhalb von zwei Tagen verschlungen.

Ein Jahr haben alle darauf gewartet, was nun mit Cassia, Ky und Xander passiert ist und passieren wird.
"Crossed" war hierbei für mich eine gelungene Fortsetzung, wenn ich es auch an manchen Stellen und vorallem am 'Ende' nicht so stark fand, wie den ersten Teil.
Vom Ende werde ich euch aber natürlich nichts verraten. Aber eins sei gesagt, ich freue mich auf den dritten Teil jetzt schon mehr, als ich mich auf den zweiten gefreut habe und kann kaum erwarten, dass das Jahr vorüber geht.

Ally Condie behält ihren besonderen Schreibstil, der wie schon bei Matched, nie richtig Langeweile aufkommen lässt. Auch die Wechsel zwischen Cassia und Ky's Perspektive fand ich sehr gelungen und sehr passend gewählt, auch wenn mich am Anfang etwas irritiert hat, dass die Zeitachsen der Beiden nicht parallel zu verlaufen schienen.

Wir lernen übrigens auch ein paar neue, sehr interessante Charaktere kennen, die man schnell ins Herz schließt und man lernt sehr vieles über schon bekannte Charaktere wodurch man sie nur noch mehr liebt. (Das klingt jetzt sehr wage, aber ich spoilere nicht gerne ;) )

Besonders anmerken möchte ich gerne auch noch das Cover:
Da ich den ersten Band auch nur als broschierte Ausgabe hier stehen habe, war ich von dem Paperback von Crossed sehr begeistert, es sieht einfach schick in meinem neuen Regal aus. :)

Mein Fazit: Crossed ist ein gelungener zweiter Teil einer fantastischen Trilogie. Den einzigen Punktabzug gebe ich, weil ich die Geschichte nicht so stark fand, wie ich sie mir vielleicht gewünscht hätte.
Der größte Minuspunkt ist jedoch, dass wir jetzt wieder ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten müssen. ;)
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am 26. Dezember 2011
Aufgrund der vielen nicht so guten Rezensionen wollte ich Crossed zuerst nicht bestellen. Jetzt bin ich sehr froh, es gelesen zu haben. Ich finde Crossed ist eine sehr schöne Fortsetzung von Matched und gerade in diesem Buch hat mir der poetische Schreibstil von Ally Condie besonders gut gefallen. Auch die Idee der Autorin, in jedem Kapitel abwechselnd Ky und Cassia ihre Sicht der Dinge erzählen zu lassen, fand ich toll.
Ky wurde in die Outer Provinces versetzt um hier gegen den "Feind" zu kämpfen. Man versichert ihm, nach 6 Monaten sei dieser Einsatz vorbei und er erhält seinen Status als voller Bürger der "Gesellschaft" zurück. Ky muss jedoch bald feststellen, dass diesen Krieg niemand 6 Monate lang überleben kann und er flieht mit seinem Freund Vick und dem 13-jährigen Eli, um den Weg zurück zu Cassia zu finden. Auch Cassia ist auf der Suche nach Ky und nachdem auch sie in die Outer Provinces versetzt wird, erfährt sie dort, wohin Ky unterwegs ist. Cassia beschließt Ky zu folgen und nach einer beschwerlichen Reise zu Fuß durch die Canyons können sich beide endlich wieder in die Arme schließen.
Matched war mir teilweise etwas zu schwülstig, in Crossed fand ich jedoch die unzähligen Auszüge aus Gedichten passend und sehr schön und auch die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich konnte mich mit allen Charakteren sehr gut identifizieren und auch die Gefühle und Handlungen der Hauptfiguren waren schlüssig. Natürlich kann man sich wundern, warum Cassia, die ihr Leben in der Stadt verbracht hat, auf einmal perfekt klettern kann, aber die Geschichte ist halt Fiktion und da darf die Heldin - finde ich - schon mal was auf Anhieb können dürfen. Wer jedoch in diesem Buch wilde Action sucht, wird enttäuscht werden, Matched war ja aber auch nicht unbedingt eine actionreiche Geschichte. Die Autorin ist einfach eine Frau der leisen, subtilen Worte und man kann das mögen, muss man aber nicht. Wie gesagt, ich bin froh, diese Fortsetzung gelesen zu haben und kann jedem, dem Matched gefallen hat, nur empfehlen, das auch zu tun.
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am 7. Dezember 2011
Monate sind ins Land gezogen, seit Cassia den Menschen verloren hat, den sie liebt, aber niemals lieben hätte sollen. Ihr Leben war perfekt. Das System hatte ihr eine sichere Zukunft versprochen, mit Xander, ihrem besten Freund als zukünftigen Ehemann. Doch durch einen unerklärbaren Fehler ist sie auf Ky aufmerksam geworden, einen Niemand, einen Menschen, der durchs System fällt. Dieser kleine Fehler hat alles verändert, Cassias Leben, ihr Denken, ihr Fühlen, ihre sichere Zukunft und ihren Glauben an alles Bisherige. Das einzige was ihr nunmehr bleibt ist ihr Glauben an Ky, keinen vollwertigen Bürger, sondern eine Aberration, der weit entfernt von Cassia als menschlicher Köder in den Äußersten Provinzen um sein Leben kämpfen muss.

Der Roman "Die Flucht" von Ally Condie ist die Geschichte einer Suche. Cassia verlässt die Sicherheit ihrer Familie um Ky wiederzufinden. Freiwillig lässt sie sich in die Äußersten Provinzen versetzen. Dort gelingt ihr das Unmögliche, sie flieht, genauso wie Ky. Nach einer endlosen Suche in der Wildnis treffen sie wieder aufeinander. Doch was sollen sie nun machen? In der Gesellschaft ist kein Platz für beide zusammen. Welche Möglichkeit bleibt also? Sich der Revolution gegen das System anzuschließen, von dessen Existenz Cassia immer mehr überzeugt ist?

Als ich den Roman "crossed" ausgepackt hatte, habe ich sofort begonnen zu lesen, und war nach wenigen Seiten wieder absolut gefangen von der poetischen Sprache Ally Condies. Doch leider ist es bei den ersten Seiten geblieben. Schon im Mittelteil musste ich mich selbst motivieren, um weiterzulesen und auch gegen Ende wurde es nicht besser: Kurzum, der Roman hat mich enttäuscht.

Warum? Ally Condie schildert die verzweifelte Suche der Liebenden sowohl aus Cassias, als auch aus Kys Sicht, was für den Leser erstmals eine Bereicherung ist. Nunmehr ist es möglich, Einblick in die Gefühlslage beider Protagonisten zu erhalten, mit ihnen zu lieben, zu leiden und zu hoffen.

Dabei baut Condie eine enorme Erwartungshaltung auf: Die Wiedervereinigung des ungleichen Paares in der Ausgesetztheit der Wildnis ist wie eine scheinbare Erlösung. Doch nur nach wenigen Seiten stellt sich Resignation ein: Die Liebeschwüre wirken schwerfällig, oberflächlich. Allzu schnell holt der Alltag die beiden in den öden und immer gleichen Szenen in der Äußersten Provinz ein: Die Gruppe überwindet eine gefährliche Kletterpartie nach der anderen, windet sich durch Höhlen, sucht nach Andeutungen eines Aufstandes und das Seite um Seite um Seite' Durchbrochen wird diese Routine nur durch innere Monologe Cassias und Kys, ihre Dialoge hingegen sind nichtssagend. Ein Lichtblick in dieser stetigen Monotonie sind allein die Figuren von Eli und Indie, die ebenfalls auf der Flucht sind.

Unausgesprochen bleibt aber über den gesamten Roman hinweg: Was will Cassia wirklich, eine Zukunft mit Ky oder eine Aufgabe als Teil des Aufstandes gegen das System? Noch immer wirkt es, als hätte sie sich nicht endgültig entschieden. Und auch Xander tritt immer wieder als Rivale auf, der trotz seiner Abwesenheit als perfekter Gegenpart des zukunftslosen Kys gezeichnet wird. Das Gift dieser Unsicherheit nagt an Ky und beeinflusst sein Handeln und Denken. Der Leser schaut immer ungläubiger auf das sich Entwickelnde, auf eine Cassia, die doch gefunden hat, was sie wollte, doch immer noch sucht, auf einen Ky, den die Unwesen seiner Vergangenheit wieder einzuholen scheinen, auf zwei Menschen, die scheinbar füreinander bestimmt sind, sich jedoch verlieren, kaum dass sie sich berührt haben.

Und so steht man am Ende des Romans wieder vor der Frage, die man doch schon lange geklärt zu haben geglaubt hat: Gibt es einen gemeinsamen Weg für Cassia und Ky? Findet Ky seine Bestimmung? Als Teil der Revolution, wohlmöglich als ihr Anführer? Oder gibt es irgendwo den Ort, denn er sich für ein Leben mit Cassia wünschen würde, einen Platz außerhalb des Kampfes des Systems?
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am 22. November 2011
Meine Enttäuschung startete bereits, als ich das Buch auspackte. Es war viel dünner, als der erste (deutsche) Band.
Crossed beginnt einige Wochen nach dem ersten Band und Cassia arbeitet nicht mehr in der Stadt, sondern außerhalb und ist schon auf der Suche nach Ky. Sie muss aber noch weiter in Richtung der äußeren Provinzen gelangen.
Leider schafft es das Buch nicht, weder die Spannung noch den Elan des Ende des ersten Buches aufzufangen. Es beginnt eine Flucht zu und durch die Carvings. Eine Höhlen- und Bergenlandschaft. Das gesamte Buch erstreckt sich dadurch.
Natürlich findet Cassia Ky, jedoch ist nichts von dem Bann der beiden übrig. Die meiste Zeit fand ich es schlichtweg langweilig, in die Länge gezogen. Die beiden Hauptpersonen schienen mir beinahe unbeteiligt zu sein.
Einzig die Figur Indie hat etwas Schwung rein gebracht und einzige die Unterhaltung zwischen Indie und Ky in einem der alten Häuser hat mir gut gefallen.
Zudem passt der deutsche Titel "Die Flucht" thematisch auch besser. Ändert aber nichts am Inhalt.
Sehr Schade.
Das Ende ist leider vorhersehbar. Quasi endet es so ähnlich, wie schon das erste Buch. Allerdings ohne Schwung, völlig lautlos. Der Weg zum dritten und letzten Teil, hat sich die Autorin auf diese Weise jedoch sehr schlecht geebnet. Besonders gespannt, bin ich darauf nicht.

Fazit: Ich war enttäuscht und gelangweilt.
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Vorbei ist die Zeit in der Cassia und Ky ihre heimlichen Treffen genießen konnten. Zur Strafe für ihre Rebellion wird Ky in die äußeren Provinzen geschickt, wo der Krieg wütet und keiner mehr lebend herauskommt. Cassia gibt aber nicht auf und folgt ihm an den Rand der Gesellschaft, wo sie einen weg sucht aus den Arbeitslagern zu entkommen. Als ihr endlich die Flucht gelingt, muss sie feststellen, dass Ky selber bereits geflohen ist und sich nun in den einsamen Canyons der Grenzgebiete befindet. Die Sicherheit der Abgeschiedenheit ist trügerisch, denn dort liegt zwar das Versprechen auf die Rebellion zu treffen, doch genauso sind sie dort den Angriffen des Krieges ausgesetzt. Während die beiden in der Wildnis nacheinander und nach den Rebellen suchen, liegt ein beschwerlicher und gefährlicher Weg vor ihnen. Und nicht zuletzt schwebt ein Geheimnis von Xander über den beiden, das alles noch einmal verändern könnte.

Die Fortsetzung von Ally Condies "Die Auswahl" dürfte polarisieren. In jeden Fall handelt es sich um einen überraschenden zweiten Band, der vollkommen anders als sein Vorgänger ist.

Ich finde es daher auch etwas schwer eine richtige Rezension zu schreiben. Schon "Die Auswahl" war eine leise und ruhige Erzählung, die hauptsächlich von ihren gefühlvollen Beschreibungen und starken Charakteren lebte. Ohne viel Action erzählte Ally Condie die Geschichte einer aufkeimenden Liebe in einer Gesellschaft der Zukunft, in der es keine Unberechenbarkeit mehr gibt. Als Cassia und Ky sich aber verlieben, ist das gegen alle Vorbestimmung und wirbelt das Leben der beiden Jugendlichen auf, macht sie zu Rebellen.

In "Crossed" (dt.: "Die Flucht") wird der Fortlauf der Handlung noch einmal verlangsamt, beinahe auf Stillstand reduziert. Anstatt eine atemberaubende, actiongeladene Flucht vor der Gesellschaft und ihren Pflichten zu beschreiben, beschränkt die Autorin sich auf ein größtenteils psychologisches Profil ihrer Charaktere. Besonders, da dieses Mal abwechselnd aus Cassias und Kys Sicht erzählt wird, gewährt sie dem Leser tiefe Einblicke in ihr Gefühlsleben.

Und so wenig es mir gefallen hat, dass die Handlung in diesem Folgeband sehr auf der Strecke bleibt, fand ich es doch faszinierend, mit welcher Akribie Ally Condie hier ihre Charaktere ausarbeitet. Sie erlangen einen Realismus, der geradezu erstaunlich ist. Denn anders als in anderen Büchern verläuft die Entwicklung der beiden jungen Aufständigen nicht geradlinig. Sogar als sie sich endlich finden, gibt es kein Happy End sondern nur noch mehr Probleme und Zweifel. Ist ihre Liebe wirklich all das wert? Wie viel sind sie bereit zu opfern und können sie über ihren eigenen Schatten springen? So leidet man doch mit Cassia und Ky mit und bleibt allein durch ihre Gefühlsachterbahnen an der Geschichte interessiert.

Leider reicht es allerdings nicht aus, um in dem Maße zu begeistern, wie es 'Die Auswahl' noch konnte. Dafür fehlt hier einfach zu sehr der Fortschritt, das Vorwärtskommen der Handlung. Es beschleicht einen doch das dumpfe Gefühl, dass der 2. Teil ein Lückenbüßer wurde und die Zeit bis zum Finale überbrücken muss.
Eigentlich sehr schade, denn Ally Condies Schreibstil ist gewohnt bildhaft und stark. Es bleibt zu hoffen, dass sie im letzten Band dann endlich die Stärken von Teil eins und zwei zusammenführt und uns Lesern ein mitreißendes Finale bietet.
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am 24. Mai 2014
Cassia und Ky wurden von der Society voneinander getrennt - natürlich darf und kann niemand wissen, was die beiden füreinander empfinden. Schließlich ist auch Cassia sich noch nicht ganz im Klaren, was sie von ihren Gefühlen halten soll - denn auch Xander ist ihr wichtig und ihr vorgegebener "Match".
Cassia hat beschlossen, an verschiedenen Orten Arbeit anzunehmen, um so mehr über Kys Aufenthaltsort herauszufinden. Und schließlich ergreift sie die Chance und macht sich in die Outer Provinces auf. Dort verpasst sie nur ganz knapp Ky, der die Flucht angetreten hat. Cassia hat keine Wahl, sie muss ihm in die gefährliche Hügellandschaft von "The Carving" folgen.

Ganz typisch für den zweiten Band einer Trilogie geht es in diesem um einen Übergang oder Reise. Im gesamten Buch gibt es jetzt nicht unbedingt viel Handlung - jedenfalls keine weltverändernden Enthüllungen - dafür aber jede Menge Charakterentwicklung, welche den Weg für neue Erkenntnisse und eine Menge Action im Finale bahnen.
Interessant ist vor allen Dingen die Opposition, in die Cassia und Ky geraten. Beide wollen der Society entfliehen, doch nicht auf die gleiche Weise. Cassias Wunsch ist es, die Rebellion zu finden und sich ihnen anzuschließen, wohingegen Ky der Organisation misstraut, da er auch deren weniger schöne Seiten erlebt hat.
Das Gefühl von Übergang und Bewegung ist vorherrschend in diesem Band der Trilogie. Alles ist fließend und geschieht weniger abrupt. Getragen wird die Handlung vor allem von Cassias Erkenntnis ihrer inneren Stärke und den Rückblenden und Einblicke in Kys Vergangenheit.
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