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Kundenrezensionen

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am 12. April 2013
Leider erwarten sich viele anscheinend von "Super" etwas anderes - eine (Action-)Komödie, einen Superhelden-Film, ein Kick-Ass 2 (leider auch fälschlich am Cover verglichen).

"Super" ist jedoch nur bedingt in diese Kategorien einzuordnen. Ich sehe den Film als waschechtes Drama. Der Film hat einige großartige Momente, lustige Momente, aber keine Slapstick-Comedy. Die Story hält sich an der Realität - Die "Guten" sind nicht unbedingt gut, und wenn jemand mit einer Rohrzange anderen den Schädel einschlägt schaut es nun mal nicht schön oder heroisch aus. Frank & Libby haben Probleme, Probleme die sie nicht lösen können oder wollen. Es geht in "Super" nicht um die Kostüme. Es geht nicht um Gadgets oder Verfolgungsjagden. Der Mensch hinter der Maske ist die Thematik.

Ich hätte gerne mehr über Libby erfahren - Warum ist sie so drauf? Frank hat eine Motivation, eine Mission. Aber Libby? Ellen Page spielt wunderbar, aber die Motivation hinter ihrem Verhalten als Superheldin wird leider zu wenig beleuchtet.

Beim Anblick einer der extremsten Szenen (gegen Ende) habe ich mich gefragt - Warum? Es hat mir keine Ruhe gelassen. Bis ich erkannt habe dass das Ende so wie es ist einen guten Abschluss stellt. Super ist anders. Und genauso realistisch die Wunden nach einer Rohrzange sind, genauso realistisch ist das Ende. Hart.

Fazit: Super ist kein Film für zwischendurch. Es ist ein Low-Budget Movie welches es in seiner Form nie nach Hollywood geschafft hätte. Und das ist gut so. Super ist ein Film, bei dem man auch noch am nächsten Tag darüber nachdenkt was man gesehen hat. Großartige Schauspieler, nachvollziehbare Charaktere, "realistische" Darstellung von den Folgen von Gewalt.

Sehenswert.
33 Kommentare| 72 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2014
"Super" ist ein Drama. Kein Actionfilm, keine Komödie, kein lustiger Partyfilm!! Eine deprimierende und traurige Anklage gegen soziale und zwischenmenschliche Zustände!
Unfassbar, wie sehr mich dieser Film runtergezogen hat. Genauso unfassbar, wie sehr das Cover, der Klappentext und die gesamte Aufmachung einen VÖLLIG FALSCHEN (!!!) Eindruck suggerieren. Das ist in etwa so, als würde man versuchen, "Schindlers Liste" als Familienkomödie oder "Susi und Strolch" als Splatter-Horror zu verkaufen! Extremst ärgerlich!!

***********************Spoiler*******************************

"Super" ist weder lustig, noch seicht und auch nicht unbeschwert. Das Charakterportrait eines Verlierers, der ein Verlierer bleibt und am Ende hoffnungslos, niedergeschlagen und ohne jede Perspektive zurückgelassen wird.
Er kämpft verzweifelt um seine (moralisch total verkommene und absolut wertlose!) Ehefrau, die in ihm nur einen Trottel sieht und ihn wie einen Trottel behandelt. Und am Ende der Geschichte, als er sie unter Lebensgefahr gerettet hat, bedankt sie sich, indem sie ihn verlässt, mit einem anderen Mann glücklich ist und ihm regelmäßig Karten und Familienbilder schickt, wie glücklich sie doch ohne ihn ist.
Und ironischer weise wird die Frau, die ihn wirklich bewundert und geliebt hat, bei der Befreiungsaktion dieses ekelhaften Miststücks von Ehefrau getötet. Am Ende bleibt dem "Helden" zum Dank eine leere Wohung und kahle Wände mit bunten Kinderbilder einer Familie, die er gerne gehabt hätte und nicht haben wird.

Fazit: Ein trostloser, trauriger und unglaublich deprimierender Film, der noch sehr lange nachklingt und die Verkommenheit und Undankbarkeit der Menschen sehr deutlich darstellt. Nochmals: Bloß nicht ansehen, wenn man sich amüsieren will!!!
55 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2012
Nein! "Kick Ass" und "Super" entstanden ziemlich zeitnahe, weswegen man diesem Streifen auch keinen Abklatsch vorwerfen kann. Zudem behandelt "Super" ein etwas anderes Thema, als "Ich will ein Superheld sein und den Menschen helfen!". Doch zunächst muss ich sagen, dass ich nicht viel erwartet habe von diesem Film, bis zum ersten Trailer, der mich doch sehr positiv gestimmt hat. Außerdem hat mich der großartige Cast neugierig gemacht, ich mein Kevin Bacon, Liv Tyler und Ellen Page in einem Superheldenfilm, gewürzt mit etwas Splatter und Humor?! Das muss doch gut werden!

Der vermeintliche Loser Frank D'Arbo verliert seine wundervolle Frau Sarah an einem Drogenboss, der sie für seine dreckigen Geschäfte missbraucht. Frank beschließt seine Frau zu retten und sich für die Gerechtigkeit einzusetzen, in dem er einen Superhelden kreiert: Der feuerrote Blitz! Dieser trifft sogar bald auf eien enthusiastische Helferin, die seine Assistentin werden will und sich selbst "Blitzie" nennt. Doch das Leben als Superheld ist härter, als Frank zunächst dachte... und um einiges brutaler!

James Gunn, der Regisseur, schuf einen sehr interessanten und durchgeknallten Film über das Thema "Superheld". Hier steht Frank als Figur mehr im Zentrum, wobei es bei "Kick Ass" doch mehr um das Thema Verbrechensbekämpfung und Zivilcourage geht. Hier rastet Frank total aus und lässt seinen inneren und aggressiven Triebe manchmal unüberlegt aus. Doch alles für einen guten Zweck, denn die Regeln unserer Gesellschaft müssen beachtet werden, dazu gehört auch sich nicht vorzudrängeln!
So kommt auch eine gute Portion Ernsthaftigkeit und Dramatik mit, besonders Rainn Wilson macht siene Sache super, als typischer Verlierertyp, der sich selbst hasst und denkt, er wäre auserwählt, seine Frau zu retten. Und oft verblasst die Grenze zwischen Gut und Böse, auch wenn Jacques (Kevin Bacon), als ekelhafter und brutaler Drogenboss schon der klare Fiesling in der Geschichte ist, so ist man doch immer wieder erstaunt über Franks Gewalttaten! Aber steckt nicht in uns allen ein kleiner Psycho? Auf jeden Fall steckt er in der kleinen Libby (Ellen Page), die durch Franks Superheldengetue richtig in Fahrt kommt und sich richtig an der Verbrechensbekämpfung aufgeilt!

Der Film ist voll von verrückten und skurrilen Figuren, wie zum Beispiel der heilige Rächer aus der religiös, fanatischen Fernsehsendung. Doch irgendiwe gewinnt man alle lieb, allein durch die wundervollen Opening Credits. Der Comicstil macht viel aus und natürlich finden sich auch unzählige Comiczitate, die Vergleiche mti Batman oder Iron Man sind grandios!

Die anderen Darsteller machen ihre Sache ebenso hervorragend, wie Wilson. Bacon lebt seine fiese Seite aus und wirkt trotzdem nicht klischeehaft. Liv Tyler kauft man ihre Drogensituation nicht gaaaaaaaanz ab, dennoch passt sie gut ins bIld, der hilflosen Frau, die gerettet werden muss. Doch mein Liebling ist Ellen Page, als hyperaktive und hyperattraktive Blitzie! Der Star aus Juno macht hier eine mehr als gute Figur und macht den ganzen Film um einiges interessanter, denn ihre durchgeknallte und makabere Figur zeichnet den Streifen und die Thematik aus. Auch wenn ich sehr über das Ende schockiert bin (So einen Twist hätte ich nicht erwartet!), so passt das Finale doch sehr gut ins Gesamtbild.

Unglaublich aber wahr, der Film wurde mit 2,5 Millionen Dollar produziert. Heutzutage fast schon unvorstellbar, aber hey: Dem Streifen sieht man davon überhaupt nichts an! Die Action ist gut, die Special Effects sind manchmal echt haarsträubend und die Optik macht ebenfalls einiges her, besonders der Mix aus Comic und Realfilm.

Eine sehr gute Figur macht auch die Musik, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat! Tyler Bates komponierte einen atmosphärischen und fetzigen Score, der ebenfalls an "Kick Ass" erinnert, aber doch ganz anders funktioniert. Dazu gesellen sich viele coole und stimmige Songs, verschiedenster Interpreten.

Doch was ist nun besser, "Kick Ass" oder "Super"? Tja, also ich bin erhlich, beide Filme haben was sehr Mitreißendes und sie ähneln sich nur sehr bedingt. Doch "Kick Ass" hat einfach ein wenig mehr Charme und zudem besseren Humor, einige Witze in "Super" sind ziemlich albern und Over the Top! Ein bisschen weniger "Haudraufhumor" wäre wahrscheinlich nicht schlecht gewesen, obwohl es wirklich grandiose Stellen gibt:
"Du sitzt den ganzen Tag hier rum und wartest auf Verbrechen?"
"Jap!"
"Gott, ist das langweilig!"

Beide Filme sind besonders und "Super" lobe ich vor Allem wegen den einzigartigen Figuren, dem mitreißenden Finale und der interessanten Sicht auf die "Superhelden". Auch wenn es einige Macken gibt, der Film hat mich doch total überzeugt! Dieser Film ist mehr als nur eine nette Abendunterhaltung und wem "Kick Ass" zu "soft" war, der sollte schnellstens zu "Super" greifen.
11 Kommentar| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2012
Eigentlich geht es gar nicht anders, Super spaltet in zwei Lager. Es ist schon wirklich schwierig Super so richtig zu mögen und um so einfacher es nicht zu tun...das direkt vorweg!

Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist der Verweis auf Kick-Ass. Es macht schon Sinn, ihn in der DVD-Sammlung links oder rechts daneben zu platzieren, aber niemand, der beide Filme gesehen hat, würde jemanden sinngemäß folgendes sagen: "Wenn du Kick-Ass magst, schau dir Super an. Ist das gleiche in grün." Also hinkt der Vergleich dann doch.

zum Film:
Super ist in seinen besten Momenten ausgesprochen kreativ und dann meist auch witzig. Nachdem der Protagonist kurz einen Hentai im Fernsehen sieht, in dem sich Tentakeln an einem Mädchen vergreifen, sind es ebensolche Tentakeln, die ihm in seinem Traum erscheinen. Hier sind sie aber sozusagen der verlängerte Arm Gottes. Das wirkt nicht nur extrem lächerlich sondern ist irgendwie auch auf eine tiefschürfende Weise lustig, zumindest empfinde ich das so.

In seinen nicht ganz so guten Momenten, wird Super sehr anstrengend. Wenn Ellen Page wiederholt für Frank posiert und nicht mehr an sich halten kann, das ganze in einer absurden Vergewaltigung gipfelt, dann ist das irgendwie noch eben so auf der Grenzbefestigung des guten Geschmacks.

In den schlechten Momenten ist Super jedoch zu brutal. In einigen Szenen ist die Brutalität noch dramaturgisch nachvollziehbar. Immerhin soll Frank kein Held per se sein. Es soll verdeutlicht werden, dass ein handelsüblicher Superheld keine schillernde Figur sein kann. Das ist auch noch in Ordnung. Auch der Splatteranteil kann Liebhabern des Genres Spaß machen. Aber warum in der ein oder anderen Einstellung so lange draufgehalten werden muss, erschließt sich mir nicht ganz. Da hätten ein paar Sekunden weniger mehr Freude bereitet.

Schlussendlich enttäuscht auch das Drehbuch an manchen Stellen. Viele Aspekte der Handlung werden einfach fallen gelassen, nachdem die Pointe erzählt ist. Dies gipfelt in der ein oder anderen Ungereimtheit (Wieso wird nicht mehr auf den ermordeten Polizisten eingegangen?). Das Ende jedoch ist in seiner Form relativ konsequent und auch wenn es nicht im engeren Sinne gefällt, empfand ich es als absolut passend.

Wenn man diese Stärken und Schwächen gegeneinander aufwiegt, dann kommt für mich immer noch ein sehr ordentlicher Film heraus. Aber ich kann absolut verstehen, wenn jemand dem Film absolut nichts abgewinnen kann. Jedoch müssen sich viele Kritiker hier klar machen, dass die Darstellung von Wahnsinn nicht bedeutet, dass der Filmemacher ähnlich denkt. Denn manche negative Kritik hier lässt denken, dass wir es mit einem gestörten Filmteam und keinen gestörten Figuren zu tun haben.

Zur Technik:
Bild (getestet mit 50 Zoll LED von LG): Überdurchschnittlich gutes Bild. Sehr scharf und selbst auf meinem LED gute Schwarzwerte.

Ton (getestet mit 5.1 Heimkinosystem von Philips): Nichts zu meckern. Eher unspektakulär, man vergisst fast, dass man ein Heimkinosystem besitzt. Minimalisten können das auch gut finden.

Extras: Standardkost, weder positiv noch negativ auffallend.

Fazit:
Film 3,5/5
Bild 4/5
Ton 3/5
Extras 2,5/5
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am 30. Dezember 2014
Das Meiste wurde schon gesagt: es handelt sich hier weder um einen Superhelden- noch einen Actionfilm, sondern um eine Mischung aus Drama und absurder Komödie. Der Vergleich zu einigen Coen-Filmen wie "Fargo" bietet sich an, ebenso gibt es deutliche Parallelen zu Scorseses "Taxi Driver".

Auf jeden Fall einen Blick wert.
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am 8. Dezember 2015
Der Film hat nichts, aber auch gar nichts mit Kick-Ass zu tun. Allein die Altersbeschränkung hätte einen darauf kommen lassen sollen.

Der Film ist aber deswegen nicht schlecht. Er beschreibt, im Großen und Ganzen sehr realistisch, was passiert wenn man sich als durchschnittlicher Bürger eine Maske anzieht und das Gesetz versucht in die eigene Hand zu nehmen.
Der Film bricht an vielen Stellen gekonnt mit Erwartungshaltungen die man als Freund von Actionfilmen hat und ist dabei schonungslos bis brutal. Elemente von schwarzem Humor sind durchaus vorhanden aber doch recht dünn gesät. Insgesamt nichts für zarte Gemüter.
Interessant ist die gute Besetzung.

Abzüge gibt es für:
Die fehlende/geringe Charaktertiefe bei Nebendarstellern (-1,5 Sterne)
Die falsche Promotion durch den Bezug auf Kick-Ass (-0,5 Sterne)
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am 14. September 2015
Super wurde auch nur direkt nach Kick-Ass empfohlen und gehört absolut nicht in die Ecke.

Müsste ich den Film in einer Ecke positionieren, dann wäre es eher "In meinem Himmel" oder - angesichts der Comedy-Elemente - "Pulp Fiction".

Ich finde allerdings, dass die Tatsache, dass der Film ab 18 ist und das Cover so aussieht, wohl schon zeigen, dass es hier nicht um ein affektreiches Action-Meisterwerk geht.
... Der Film lädt dazu ein, sich selbst folgende Frage zu stellen: "Wann ist es angebracht, mal selbst der Held zu sein?"
Die Aussagen sind letztendlich allerdings wesentlich andere als bei "Spiderman" oder der anderen Marvel-Gülle...

*** SPOILER:
Das Ende ist meiner Meinung nach wunderschön, ganz einfach weil es authentisch ist. Ein Kerl wie er kriegt keine Frau, wie sie. Aber letztlich mit sich im Reinen zu sein, ist viel mehr wert als alles Gold oder Frauen&Ruhm. :)
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am 27. Juni 2014
Frank ist Koch in einem Schnellimbiss-Restaurant. Er liebt seine Frau Sarah über alles, die einen Drogenentzug hinter sich hat und alles daran setzt, nicht mehr rückfällig zu werden. Als sie dann eines Tages dem Charme eines Drogenbosses verfällt und Frank verlässt, sieht dieser rot.
Verleitet von Comic-Superhelden und Fernsehserrien näht er sich ein Kostüm und möchte nicht nur Sarah aus den Fängen des Gangsters reißen, sondern die Menschen vor allem Bösen retten.
Der selbsternannte “Blutrote Blitz” bekommt bald Hilfe von der Comic-verkäuferin Libby, die ihm als “Blitzie” zur Seite steht, um Sarah für Frank zurückzugewinnen.

*

Der Independent Film von Regisseur James Gunn zeigt eine liebevoll inszenierte “Heldengeschichte”, die mich streckenweise sogar an den Humor der britischen Komikertruppe Monty Pythons erinnerte.
Völlig abseits vom Mainstream werden wir Zeuge, wie ein sympathischer Mann (in unserer Zeit werden solche Männer dann wohl eher als Looser bezeichnet, obwohl sie eigentlich nur ihre Gefühle zeigen) um die Liebe seines Lebens kämpft und dadurch zu einem vermeintlichen “Superhelden” mutiert.

Rainn Wilson als “Blutroter Blitz” ist hervorragend besetzt, kann er uns doch einen schusseligen, liebestollen, treuherzig doofen Mann darstellen, der aber in gewissen Situationen ohne weiteres über sich selbst hinauswachsen und Mut zeigen kann. Kevin Bacon als arrganter Bösewicht ist absolut überzeugend und hat mir, wie in fast jeden Film, gefallen. Ellen Page als “Blitzie” hat durchaus die Gabe, einen zum Lachen zu bringen.

Die gekonnte Inszenierung zwischen hartem Splatterfilm, liebevoller Komödie und comicartigem Superheldenfilm gelingt Gunn mühelos. Der Film schlittert daher zwischen den Genres umher und “distanziert” sich auf sehr angenehme Weise vom üblichen Mainstream. James Gunn weiß, wie man sich den Massen entzieht und dennoch Massen begeistern kann. Das ist etwas, das mir eindeutig gefällt.

*

Fazit: Liebevoll inszenierte Pseudohelden-Comic-Splatter-Action-Komödie, die mit guten Schauspielern, einem “schönen” schwarzen Humor und passabler Handlung daherkommt. Für Fans von Monty Python und den guten, alten “Troma”-Filmen (James Gunn schrieb übrigens auch das Drehbuch zu dem fantastischen “Tromeo & Julia”) zu empfehlen.

© 2014 Wolfgang Brunner
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Januar 2015
Der 1970 geborene US-Regisseur James Gunn hat im letzten Jahr mit "Guardians of the Galaxy" einen der erfolgreichsten Blockbuster gedreht. Dieser Mischung aus Action und Science Fiction war natürlich schon alleine aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Marvel Comic Universe ein Riesenerfolg beschieden. Verglichen mit den anderen Comic Helden von Marvel sind Figuren wie Grood oder Rocket natürlich schon etwas unkonventionell. Aber dies scheint für Gunn auch einen Reiz darzustellen, denn er war 4 Jahre vorher mit "Super - Shut up, Crime" schon einmal im Superheldengenre tätig. In diesem 2010 realisierte Streifen mutieren ein Koch und eine Comic-Verkäuferin zu den Superhelden und bilden sowohl Verwandtschaft als auch Alternative zu etwa zeitgleich entstanden "Kick Ass" von Matthew Vaughn, der ja auch ein seltsames Duo gegen das Böse kämpfen lässt - einen sensiblen und verletzlichen Nerd und ein kleines Mädchen namens Mindy, die zum Hit Girl wird. Wenn man "Kick Ass" mit "Super" vergleicht, dann ist letzterer natürlich wesentlich weniger opulent in allen technischen Belangen einschliesslich der Kameraarbeit, der Ausstattung oder den Szenebildern.

"Super" wirkt da etwas trashig in B-Picture Optik, das fehlende Budget wird aber von James Gunn mit einigen subversiven Elementen ausgeglichen. So sind die besten Szenen des Films fast schon mit einem Tarantino Style versehen - etwa dann, wenn unser Superheld Frank D'Arbo (Rainn Wilson) als bereits gehörnter Ehemann naiv einen Besucher (Kevin Bacon) zum Spiegeleier-Essen einlädt, während die untreue Gattin (Liv Tyler) bereits mit diesem Besucher eine Liason hat. Immerhin wird Frank von diesem gewissen Jacques gelobt wegen seiner tollen Gabe die besten Eier der Stadt zu machen. Ansonsten fühlt sich Frank zu Recht als Loser, aber er hatte bis vor kurzem eine Lebensaufgabe. Das Leben seiner Gattin Sarah wieder mit einer guten Struktur zu versehen und sie von einer drogensüchtigen "Schlampe" in eine vorbildliche Hausfrau und vielleicht sogar Mutter umerziehen zu lassen. Das Resultat aber ist der leere Kleiderschrank, den Frank eines Morgens vorfindet. In seinem Träumen flüchtet er sich in eine Comicwelt, dort erlebt er sich durch die Geschichten vom Heiligen Rächer (Nathan Fillion) aufgewertet und wird so zum Blutroten Blitz - ein Kostüm, in dem er auch noch reichlich lächerlich aussieht, aber immerhin kann er durch seine Aktionen "das Böse zu besiegen" einigen Medienwind erzeugen. Daher wird das Interesse der Comicverkäuferin Libby (Ellen Page) auf ihn gelenkt, die ebenfalls reichlich durchgeknallte junge Frau fühlt sehr schnell, dass der unscheinbare Typ, der bei ihr die Comics kauft, dieser Rächer sein könnte. Es bahnt sich bald eine Zusammenarbeit an und aus Libby wird die Superheldin Blizzie...

dies alles ist ziemlich locker von James Gunn inszeniert worden - aber Vorsicht: Die FSK 18 Freigabe kommt nicht von ungefähr, da gibts dann doch einige sehr explizite Brutalszenen im Film. Der Film setzt auf die Wirkung seiner beiden Verlierer, die zu Helden werden und das massive Töten wird von der Satire getragen, die den Film beherrscht. Ob der Versuch gelingt die untreue Tomate von Ehefrau aus den Klauen der miesen Gangster zu retten (obwohl die Gute ja aus freiwilligen Stücken handelte) wird in knackig kurzen 92 Minuten unterhaltsam gezeigt. Gelegentlich bedauert man das geringe Budget des Films, denn man erwartet bei einer "Comicverfilmung" doch auch das opulente Szenario.
Zwisdhen 3 und 4 Sternen.
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am 18. Dezember 2013
Hahahaha, was für ein Film. Bin immer noch etwas am Grinsen wegen dem Streifen.
Der Film handelt von einem Außenseiter, dessen Frau von einem Drogenhändler auf Drogen gesetzt und „entführt“ wird. Der Ehemann will seine Frau zurückholen und greift, Aufgrund einer göttlichen Vision, zu drastischen Maßnahmen. Heißt: Er wird zum Superheld ohne Superkräfte.
Wie soll ich ihn beschreiben: Eine großes Stück „Kick Ass“, mit ein wenig Tarantino und einem Hauch „Leon der Profi“. Und natürlich alles verdammt schräg. Der Film gefällt oder er gefällt nicht.
„Kick Ass“ ist wesentlich massentauglicher als „Super“, was diesen aber für mich keinesfalls schlechter macht. Ich würde sogar sagen, mir gefällt „Super“ eine Nuance mehr. Irgendwie hat der Film was. Richtig coole Szenen und ich fand ihn an einigen Stellen wirklich enorm witzig. Es ist selten, dass ich vor dem TV laut loslache…hier ist mir das mehrmals passiert.
Schauspielerisch ist der Film durch die Bank gut besetzt. Kevin Bacon als Bösewicht ist klasse. Das klare Highlight ist aber Ellen Page. Ich fand’s genial was die Dame hier abliefert, einfach brillant. Bin schon lang nicht mehr so begeistert von jemandem gewesen. Super Rolle, super gespielt. Werde mir wohl jetzt erst mal Juno zulegen müssen. Der Film hat mich thematisch nie interessiert, aber jetzt will ich mehr von ihr sehen!!!!! (Bei Inception oder X-Men ist sie jetzt nicht so herausgestochen)
Fazit: Super Film, der vielleicht vereinzelt etwas seltsame Szenen aufweist. Nicht unbedingt für jeden geeignet, aber auf jeden Fall eine Sichtung wert.
Kurzes Wort zu Blu-Ray: Klasse Bild. Sehr scharf und schöne, satte Farben.
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