find Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 10. September 2017
Ein richtig interessantes Buch!
Man wird sensibeler anderen gegenüber und macht sich mehr Gedanken. Ich würde es ganz klar weiter empfehlen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eigentlich war es der Untertitel dieses Buches, der mich gefesselt hatte: ""Die Welt aus Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt". Diese eigenartige Formulierung - "als hirntot gelten". Gelten. Das heißt, nicht "hirntot sein", sondern für hirntot gehalten werden. Was für eine Geschichte mag sich hinter einem solchen Titel verstecken?

"Als er zwölf war, riss ihn eine rätselhafte Erkrankung" aus dem Leben, lese ich in der ""Note über den Autor", er verlor die Kontrolle über seinen Körper und alle dachten, er sei auch geistig auf dem Stand einer Pflanze. Doch der Schein trug. Nur drei Jahren war Martins Geist abwesend, als er zwölf war "verschwand er zwar in irgendeiner Welt", in der er sich verloren hatte, doch als er sechzehn wurde, kehrte er zurück in seinen Körper, nachdem er eine klassische Nahtoderfahrung erlebt hatte: er hatte das Gefühl, als steige er auf, verließ seinen Körper, bewegte sich zur Decke des Zimmers empor, begegnete beruhigenden Wesen, die ihm Mut zusprachen und ihn auffordern, ihnen zu folgen... Doch er hat es nicht getan, im letzten Moment entschied er sich, nicht zu gehen, "um seine Familie nicht zu verlassen", erinnert er sich. War das aber der echte Grund gewesen? Oder Vorahnung eines Schicksal, dem er nicht entrinnen durfte, eines Schicksal, das auf ihn wartete, das erfüllt werden wollte? "Die Dinge geschehen zur rechten Zeit", sagte später Joanna, seine Frau, "für jeden von uns gibt es einen Plan".

Der Tragödie zweiter Teil: Martin hatte sein Bewusstsein wieder, doch die Kontrolle über seinen Körper hatte er nicht. "Mein Geist war in einem nutzlosen Körper gefangen, Arme und Beine waren außer Kontrolle, meine Stimme blieb stumm. Ich konnte weder Zeichen noch Geräusche von mir geben, um irgendjemanden wissen zu lassen, dass ich das Bewusstsein wiedererlangt habe. Ich war unsichtbar - der Geisterjunge". Es dauerte keine drei Jahre - da war er inzwischen neunzehn - und sein Geist war völlig funktionsfähig. Er erinnerte sich zwar überhaupt nicht an seine Kindheit(!), aber sonst war er hellwach: "Ich wusste, wer ich war, wo ich mich befand, und war mir darüber im Klaren, dass ich eines echten Lebens beraubt war ... ich war lebendig begraben, gefangen im eigenen Körper", "gefüttert und getränkt, abgerieben und geputzt". "Doch Notiz nahm man von mir nicht."

Die Erinnerungen an diese Zeit bilden den mit Abstand düstersten Teil dieses Buches: denn zu der natürlichen Ohnmacht, die durch die Krankheit verursacht wurde, gesellten sich noch die Misshandlungen in dem Heim, in dem er sich vorübergehend aufhalten musste, als sein Vater auf Reisen war: er wurde gedemütigt und gemartert, während andere zuschauten, und durch eine Mitarbeiterin des Heimes sexuell missbraucht: "Sie ist ein Parasit, der sich in meine Seele gebohrt hat. Wenn ich im Dunkeln in meinem Bett liege, frage ich mich, ob ich sie jemals loswerde", erinnert er sich nach Jahren. Gefangen in seinem Körper, unfähig, sich mitzuteilen, ausgeliefert an Menschen, die ihn wie ein lebloses Objekt missbrauchten, erniedrigt. Die Zeit der Finsternis.

Die Krankheit, die ihn um sein Leben gebracht hatte, hat in dem Buch keinen Namen, "ich befand mich in einer Art von Wachkoma, für das niemand eine Erklärung hatte, da die Ärzte nicht feststellen konnte, wodurch es verursacht worden war", er hätte die Grenzen medizinischen Verständnisses überschritten, hieß es, man sprach von einer "degenerativen neurologischen Störung", die Ärzte haben seinen Eltern geraten zu warten, bis der Tod ihn erlösen würde. Doch die Eltern gaben ihn nicht auf. Was wäre passiert, wenn sein Vater die Kraft nicht aufgebracht hätte, sich um ihn zu kümmern? Wenn man ihn in einem Pflegeheim untergebracht hätte, in dem er zu Grunde gegangen wäre? Eins steht fest, das Wunder, über dieses Buch berichtet, wäre nicht passiert: Dreizehn und ein halbes Jahr nach dem Beginn seiner Krankheit hatte Virna, eine neue Pflegekraft, entdeckt, dass er bewusst sei und mit der Welt kommunizieren kann. "Der Mantel der Unsichtbarkeit", in den er elf Jahre lang eingehüllt war, wurde durchtrennt, man betrachtete ihn nicht mehr wie ein "leeres Gefäß", und auch nicht wie ein "armes Ding", sondern als Person, als einen Menschen, dem geholfen werden kann, in das Leben zurückzukehren. Martin, unterstützt durch seine Eltern und Freunde, erfüllte auch diese Hoffnung, die in ihn gesetzt wurde, überwand seine Angst vor der Welt, erkämpfte sich seinen Platz im Leben, lernte, es zu genießen.

Der dritte Teil ist nicht mehr tragisch: Martin wird zwar nicht gesund, er ist weiterhin unselbständig und an den Rollstuhl gefesselt, lernt aber mit Hilfe eines Computers die Kommunikation, wird immer selbstbewusster und gliedert sich Schritt nach Schritt in die menschliche Gemeinschaft ein. Wir bewegen uns in Richtung Happy Ende: Martin beendet einen Universitätskurs mit einem Hochschulabschluss, bekommt Arbeit im Kommunikationsinstitut und im Wissenschaftlichen Forschungsinstitut, engagiert sich in wissenschaftliche Projekte, gewinnt das Gefühl, nützlich zu sein, und zum Schluss begegnet er einer Frau, ohne die er nicht mehr leben will. Sie heiraten. Diese Liebesgeschichte bildet den vierten Teil dieses Buches. Wäre sie erfunden, hätte man gesagt, sie wäre zu kitschig, doch das Leben hält sich nicht an die Regeln, denen sich Schriftsteller beugen müssen und traut sich, kitschig zu sein. Ein Glück.

"Du musst ein bisschen Salz essen", sagen südafrikanische Mütter ihren Kinder, erzählt Martin (er kommt aus Johannisburg), wenn diese heulend nach Hause kommen, weil ihnen auf dem Spielplatz Unrecht geschehen ist. Damit machen sie ihren Kindern klar, dass man im Leben immer Schwierigkeiten begegnen wird." Salz hatte Martin im Leben genug gegessen, also sei ihm der kitschige Zucker gegönnt. Ilona Banet

P.S. Ich habe bei YouTube einen kurzen Film über die beiden gefunden - sie wirkten glücklich.

P.P.S. Ich habe inzwischen noch ein ergreifendes Buch gefunden, das einen ähnlichen Fall beschreibt: Angele Lieby mit Herve de Chalendar, "Eine Träne hat mich gerettet Sie hielten mich für tot, aber ich kämpfte mich zurück ins Leben."
Y
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 15. Dezember 2011
Martin Pistorius (1975- ) beschreibt sein Leben als Junge dem es zu dem damaligen Zeitpunkt unmöglich war mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Als Kind erkrankte er und wurde zu einem Pflegefall und galt als Hirntot, nur noch der Körper schien zu funktionieren. Die Mediziner waren nach vielen Behandlungen und Untersuchungen am Ende mit ihrem Latein und die Außenwelt hoffte auf ein schnelles Ende für ihn.
Seine Familie ahnt auch nicht, dass er trotzdem geistig völlig anwesend war und alles mitbekam. Aber da waren noch sein Vater, der einen unglaublichen Glauben und ein tiefes Vertrauen hatte und eine Krankenschwester die einfach ihrer Intuition folgte. Was der Autor alles in diesem Zustand erlebt hat ist für den Leser schon sehr berührend!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juni 2017
Die Liebe ist das größte! Spannend und einfühlsam geschrieben. Man kann nicht aufhören zu lesen! Eine Ermutigung für jeden, der meint, das Leben wäre zu schwer
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2017
Das Buch hat zwar eine längere Lieferzeit, dann warten jedoch lohnt sich. Wer sich für das Thema Wachkoma interessiert, sollte es sich mal durchlesen. Richtig interessant und lebhaft geschrieben. An manchen Stellen leidet man meiner Meinung selber auch mit dem jenigen mit.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 26. März 2016
"Als ich unsichtbar war", das ist der Titel dieses Buches mit der weiteren Bezeichnung "die Welt aus der Sicht eines Jungen, der elf Jahre lang als hirntot galt."

Das Faszinierende ist : Der Autor schreibt über sich selbst ! Über sein eigenes Schicksal und wie er zurück in sein Leben finden konnte.

Im Vorwort wird es verraten : Er, Martin Pistorius, 1975 in Johannisburg geboren, wurde ab seinem 12. Lebensjahr plötzlich seltsam krank. Er wurde gelähmt, konnte sich nicht mehr verständigen, doch sein Gehirn erholte sich -- von den Ärzten unbemerkt -- schnell vollständig.

Eine Wende erfolgte im Jahr 2001, als Martin Pistorius, meist in einem Rollstuhl in einem Pflegeheim aufgebahrt sitzend, per Computer kommunizieren durfte.

Bis dahin blieb sein Verstand hellwach, selbst als alle Leute meinten, er als Person wäre nur eine "leere Hülle". So musste er sich täglich die selben albernen TV- Serien einschließlich der Teletubbies anschauen. Sein Geist blieb, wie der Autor über sich selber schreibt, "in einem nützlichen Körper gefangen, Arme und Beine waren außer Kontrolle, die Sinne blieben stumm." (S.12).

In Kapitel 2, nur 4 Seiten lang, wird beschrieben, wie es zu der seltsamen Krankheit kam.

Im Folgenden hört der Patient die Prognose seiner Ärzte, bald sterben zu müssen. Seine Versuche, Körperzeichen zu geben, werden nicht bemerkt.

Der Text besteht aus 333 Seiten, unterteilt in 65 Kapitel einschließlich Danksagung. Es gibt viel wörtliche Rede, von den Personen stammend, die es mit ihm zu tun haben. Die Leute sprechen mit ihm oder über ihn oder beides. Seine eigenen Hauptängste, seine "drei Furien" (Kapitel 18), waren "Frustration, Angst und Einsamkeit."

Obwohl die einzelnen Kapitel kurz und bündig gestrafft sind und durch die wörtliche Rede auch lebendig wirken, kann das Lesen auf Dauer leider doch eintönig werden, da manche Beschreibungen und Dialoge sehr ins (unwesentliche) Detail gehen. Deshalb einen Stern Abzug.

Wenn man sich aber auf die bewegende Thematik einlässt, so bekommt man authentisch geschilderte Einblicke in die Wahrnehmung eines scheinbar "Unsichtbaren", der seine (Um-) Welt zwangsläufig genau betrachtet und der auch teilweise mehr an seinen Bezugspersonen bemerkt, als diese an sich selbst.

Somit ist das Buch ein Mutmacher für Betroffene und Angehörige -- und ein Anstupser für jedermann, ein vorliegendes ungewöhnliches Schicksal auch mal aus einer völlig anderen Perspektive betrachten zu wollen.
22 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2017
Ich bin durch eine tv Sendung auf das Buch aufmerksam geworden. Die Geschichte ist so traurig und schön zugleich, das Buch liest sich so weg und würde ich weiterempfehle.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2012
Als Arzt habe ich dieses Buch mit besonderem Interesse gelesen, zumal es aussergewöhnlich sachlich und ehrlich geschrieben ist. Ein ganz ungewöhnlicher Fall, der nachdenken lässt über eigenen Umgang mit cerebral gestörten Menschen, die sicher oft mehr verstehen, als man als Ausenstehender vermutet. Auch die soziale Seite in der Familie mit allen Problemen wird nachvollziebar dargestellt. Buch sehr zu empfehlen für alle, die sich für die Thematik interessieren.
0Kommentar| 198 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. April 2017
Etwa die ersten 30 Seiten hatte ich fast durchgehend die Pisse in den Augen stehen. Bin jetzt circa mit 2/3 des Buches fertig und kann nur sagen das es bisher das beste Buch dieser Art ist, dass ich gelesen habe. Es besitzt eine unwahrscheinliche Aussagekraft. Einzelne Abschnitte oder Bemerkungen lassen sehr tief in Martins, aber auch die menschliche Seele an sich blicken. Dazu ist es noch ausgezeichnet geschrieben.

Mit tiefbewegend hat die Sunday Times das Buch ausgezeichnet in Worte gefasst.

Das Buch stellt für jeden der es liest ohne jeden Zweifel eine Bereicherung dar, für die man sich nur bei Martin bedanken kann.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2017
Ein wundervolles Buch , ich bin so begeistert diese Buch ist spanend und fesselt einen , es ist unglaublich schön geschrieben und ich habe es gleich auf einmal lesen müssen weil ich es einfach nicht weglegen konnte !
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Gesponserte Links

  (Was ist das?)