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Kundenrezensionen

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am 11. Januar 2015
Ich habe den Film vor einiger Zeit das erste mal im Fernsehen gesehen und mich dann entschieden: den möchte ich zu Hause haben.
Ich habe mir den Film auf Blu-ray Disc bestellt und wurde nicht entäuscht. Wenn man sich die Botschaft des Films auf der Zunge zergehen lässt, ist dieser Film sehr aktuell und passt ganz wunderbar in unserer heutige Zeit.
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am 31. Januar 2012
Wie in anderen Amazon-Rezensionen zu lesen war, hatte die Bluray von "Metropolis" einen unglücklichen Start, da sie technische Defekte aufgewiesen haben soll. Defekte Exemplare waren zurückgenommen worden, und eine korrigierte Neuauflage wurde gepresst. Bei dieser Neuauflage endlich kann man bedenkenlos zugreifen. Sie ist ihr Geld vollauf wert. Der Film selbst ist ein großartiges Meisterwerk der Filmkunst, das auch heute noch ungeheuer beeindruckend ist. Über die Aussagen des Films wurde seit Jahrzehnten trefflich gestritten, aber ästhetisch, handwerklich und technisch ist der Film über jeden Zweifel erhaben.

Der Film ist auf dieser Bluray endlich in der fast vollständigen Originalfassung zu sehen, die im Januar 1927 in Berlin zu sehen gewesen war, bevor "Metropolis" für alle weltweiten Märkte (auch Deutschland) stark beschnitten wurde. Nachdem 2008 in Argentinien in einem Filmmuseum unversehends eine fast vollständige Kopie der Originalfassung ausgegraben worden war, konnte die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit diesem (leider stark beschädigten) Material den Film aufwendig restaurieren. Der Film ist jetzt 2:30 h lang, es fehlen etwa 8 Minuten. Bis auf die "argentinischen" Partien, die nicht mehr vollends "gesäubert" werden konnten und einige Bildfehler enthalten (Kratzer, Schlieren etc.), ist das Bild absolut brilllant. Die neu eingespielte, großartige originale Filmmusik, die damals von Gottfried Huppertz komponiert wurde, passt sich dem Film perfekt an. Film und Musik werden so zu einem wundervollen Genuss.

Die 3-Disc-Bluray gehört zu den besten, die ich in letzter Zeit erworben habe. Sie enthält dankenswerterweise ein Wendecover, ein umfangreiches Booklet und üppiges Bonusmaterial. Auf Disc 2 finden sich

- Metropolis: Die Restaurierung eines Filmklassikers (von Christian Ehrhardt, ca. 28 Min.)
- Metropolis Refound (Doku in argentinischem Spanisch mit dt. Untertiteln, sehr sehenswert, ca. 47 Min.)
- Die Reise nach Metropolis (von Artem Demenok, ca. 53 Min.)

Disc 3 enthält Arbeitsbeispiele zur Restaurierung, eine Bildergalerie und Mini-Features zur Tricktechnik; Letztere sind nur auf einem Computer mit Bluray-Laufwerk abspielbar. Die dritte Disc wirkt etwas mager, und ich frage mich, ob ihr Inhalt nicht mit auf die zweite Disc gepasst hätte, aber das ist letztlich ja egal.

"Metropolis" ist jedem Cineasten nur wärmstens zu empfehlen und hat auf dieser Bluray eine würdige Veröffentlichung erfahren. Ich hoffe, dass die Murnau-Stiftung in gleicher Weise auch Fritz Langs jüngst restauriertes, zweiteiliges "Nibelungen"-Epos von 1924 veröffentlicht.
1010 Kommentare| 86 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. August 2015
Die resataurierte Form dieses alten Films ist wirklich sehenswert.
Berücksichtigt man einmal die technsichen Möglchkeiten von darmals.
Für Fans alter Filme ein absolutes Muss.
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TOP 1000 REZENSENTam 7. Oktober 2015
Als Paula Felix Didier 2008 die Leitung des Filmmuseums in Buenos Aires übernah, ahnte sie noch nciht, dass sie dort einen verschollenen Filmschatz finden sollte. Denn dort - in diesen 45.000 Filmrollen - befand sich eine Version von Fritz Langs "Metropolis" mit fast allen Szenen, die seit 80 Jahren vermisst wurden.

Damit ist "Metropolis" von 118 Minuten nach diesem sensationellen Filmfund endlich wieder auf 145 Minuten aufgestockt und kommt der am 10. Januar 1927 präsentierten, etwas zweieinhalbstündigen Premierenfassung sehr nahe. Da der Film damals durchfiel wurde er für eine erfolgreichere Kinoauswertung schon im Erscheinungsjahr auf gut zwei Stunden gekürzt. Die restaurierte Fassung der Murnau Stiftung feierte nun am 12. Februar 2010 ihre Premiere bei der Berlinale im Friedrichstadtpalat und in der Alten Oper Frankfurt.

"Metropolis" ist sicherlich einer der bekanntesten deutschen Filme überhaupt, vielleicht sogar der einflussreichste überhaupt. Denn viele große Filmklassiker, vor allem des Science Fiction Genres, schöpften aus dem reichhaltigen Fundus dieses legendären Stummfilms. Verweise findet man in den Zukunftsszenarien aus "Matrix" (Wachowski Brothers), "Blade Runner" (Ridley Scott), in "Die Zeitmaschine" (George Pal), in "Das fünfte Element (Luc Besson), "Dark City" (Alex Projas) oder auch in "Star Wars" (George Lucas). Ein Orwellscher Vorläufer ? Lang selbst nahm aber auch viele Vorbilder in sein monumentales Epos auf, da wirkt die Dystopie bedrückend wie in den Geschichten von Frank Kafka und horrormäßig wie in Mary Shelleys "Frankenstein". Ein echtes Sammelsurium also...und um noch mehr Verweise zu bieten, die Stars der Popkultur (Madonna, Lady Gaga, Queen, Adam Ant, Kraftwerk, Janelle Monae, Sepultura, Propaganda, Soap and Skin, Anne Clark, Whitney Houston, Haddaway und und und) lechzten nach den Bildern und Motiven des Films und veredelten damit ihre Song-Clips oder LP Covers.

Um was geht es: Metropolis ist die Stadt der Zukunft und ist streng unterteilt in zwei Bezirke: Oben an der hellen Oberfläche ragen kühne Hochhäuser wie der Turm zu Babel in den strahlenden Himmel, dort leben die "Herrenmenschen".
Diese privilegierte Oberschicht lebt in absolutem Luxus. Im "Klub der Söhne“ genießt die Jugend der Elite in ihren Türmen und in "Ewigen Gärten“ paradiesische Verhältnisse und lebt für Sportveranstaltungen und rauschhaftes Vergnügen, während die Arbeiterklasse, die an riesigen Maschinen für den Gewinn der Reichen schuftet, ganz tief unten...unterhalb der Stadt haust. Diese Menschen sind Sklaven und agieren wie Ameisen, sie arbeiten bis sie umfallen. Dann gibt es noch eine Art Puffer zwischen diesen beiden Welten, ebenfalls in der "unteren Welt" angesiedelt befinden sich die für beide Klassen unentbehrlichen Maschinen. Alleinherrscher dieser Welt ist Joh Fredersen (Alfred Abel), der wie Gott Vater die Stadt überwacht und regiert. Die Arbeiter, die seine Stadt gebaut haben, sind für ihn Untermenschen und dort angesiedelt, wo sie hingehören. Der Tag der Arbeiter ist in 20 Stunden aufgeteilt, ihre Zehnstundenschichten dauern also den halben Tag, während der Tag für die Oberschicht 24 Stunden hat - eine Welt mit zweierlei Uhrwerk und daraus resultierend zweierlei Maß.
Sein Sohn Freder (Gustav Fröhlich) sympathisiert allerdings mit der unterdrückten Arbeiterklasse, seit er das Mädchen Maria (Brigitte Helm) gesehen hat. Sie gilt als die Heilige der Unterdrückten und ihr Motto heißt "Der Mittler zwischen Hirn und Hand kann nur das Herz sein". Diese harmonische Botschaft hält den Mob noch im Zaume. Ebenso ihre Weißssagung, dass bald ein "Mittler" kommen wird, der die Befreiung der Arbeiter durch die Allmacht der Liebe prophezeit und eine auf Verständigung aufgebaute Partnerschaft mit den Herrschenden erhofft wie predigt. Fredersen erkennt die Gefahr dieser neuen spirituellen Strömung und beauftragt den Erfinder Rothwang (Rudolf Klein Rogge) einen Roboter, eine Mensch-Maschine, herzustellen nach Marias Ebenbild. Dieses Geschöpf entwickelt sich nach dem Willen ihres Schöpfers, der auch noch Fredersen vernichten will, zur Hure Babylon, bekleidet mit Purpur und Scharlach mit einem goldenen Becher in der Hand. Das Weib soll das Blut der Heiligen trinken, also die Arbeiter aufwiegeln und die Arbeiter zur Revolution aufhetzen. Bald steht Metropolis unter Wasser. Ein harter Kampf entbrennt, die untere Stadt wird durch die Dummheit der Arbeiter überflutet, die Kinder der Untermenschen könnten ertrinken, wenn da nicht die richtige Maria wäre, die gemeinsam mit Freder die vielen Kinder rettet. Doch der Mob sieht sie inzwischen wegen der Doppelgängerin als Hexe, die am Scheiterhaufen brennen muss...

Leider leistet sich Fritz Lang mit seinem Happyend einen dicken Minuspunkt - im Schlußbild reichen sich Johann Fredersen und der Führer der Arbeiter, gespielt von Heinrich George, symbolhaft die Hände...dies obwohl ja Fredersen mit seiner jahrelangen Unterdrückung ein ganz fieser Schurke war. Lang unterstreicht dieses komische Ende auch noch, da er mit Rothwang scheinbar für das Publikum noch einen hassenswerteren Bösewicht erkoren hat, denn der unterdrückt zwar nicht die Massen, aber er hat sogar die Gabe einen "Führer" zu manipulieren und ein Doppelspiel zu spielen. So spielt dieser Alchemist, der aus dem 15. Jahrhundert entsprungen scheint, einerseits der Kompagnon von Fredersen, hat aber insgesamt den perfiden Plan im Kopf ihn zu vernichten. Und für diese persönlichen Rachegelüste macht es ihm nichts aus, wenn die gesamte Welt in "Metropolis" zerstört wird. Fredersen ist da aber einer der am Leben hängt und eben mit diesem kitschigen Schlußpart sämtliche Verbrechen der Vergangenheit abgegolten hat...dank der Liebe und dem festen Händedruck zweier Partner. Ansonsten ist "Metropolis" aber ein extrem beeindruckendes Filmerlebnis, denn vor allem die Bilder und die Optik machen aus der Geschichte des Roboters mit einem menschlichen Körper ein Highlight. Dabei wandelt Fritz Langs Dystopie in einer furiosen futuristischen Szenerie immer mal wieder abwechselnd prophetisch und mythisch. Elemente aus Architektur, Industrie, Design und Politik der 20 Jahre sind reichhaltig eingestreut, dazu mischte Fritz Lang mittelalterliche wie auch biblische Elemente hinein. Nicht umsonst erinnert man sich an Langs 3 Jahre vorher entstandenen Filmklassiker "Die Nibelungen", der ähnlich superlativ, opulent, großartig und beinahe auch größenwahnsinnig genial ausgefallen ist.

Interessanterweise ist dieser opulente wie auch trashige Filmhybrid, dieser seltsame Mix aus Gothic, Melodram und Utopie, wie aus einem Guss. Und gerade in der neuen Kinolandschaft treten schon wieder Filme ihren Siegeszug an, die auch an die Machart dieses Klassikers erinnern: Die äusserst erfolgreichen Zukunftsspektakel der Marvel Comics mit ihren ausufernden Setdesigns, ebenfalls mit reichlich Kitschpotential versehen. Wenig Dialog, auch dies eine Verwandtschaft zu einem Film des Jahres 1927, als das Kino noch stumm war, keine Dialoge kannte und vor allem die Bilder die Story schufen.
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am 11. September 2015
Wie erwartet tolle Blu-ray, super Bild, grandioser Ton und schöne extras mit Dokumentation, Restaurierung und Fotos. Muss man einfach haben
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am 1. November 2015
Der zeitlose Klassiker in der Special Edition ist auf jeden Fall zu empfehlen. Tolle Bluray Qualität und auch schöne Extras.
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am 17. Dezember 2014
Ein Zeitloser Klassiker mit grandiosen Bildern und wegweisend für alle künftigen (düsteren) Science Fiction Filme.
Die Pflicht für jeden Cineasten.
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am 14. Januar 2015
Einer der besten Filme aller Zeiten, auch die IMDB 250 Liste bestätigt dies.
Es handelt sich hier um einen Film den jeder Filmfan gesehen haben muss.
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am 31. Dezember 2016
Die weitläufige Stadt Metropolis ist in der Zukunft ein Ort, in dem vieles modern ist. Doch die Gesellschaftsordnung ist immer noch ziemlich archaisch. In den unteren Regionen, wo es eng und düster ist, müssen die Arbeiter ihr Dasein fristen, während oben, in den weitläufigen Gebieten und den vielen Einrichtungen die reiche Elite sich tummeln kann. Beherrscht wird das Ganze von Joh Fredersen (Alfred Abel). Sein Sohn Freder (Gustav Fröhlich) ist ein begehrter Junggeselle. Als er eines Tages eine Gruppe von Arbeiterkindern in einen abwärts fahrenden Aufzug steigen sieht, beschliesst er, ihnen zu folgen. So verschlägt es ihn vor die ungeheuerliche Moloch-Maschine. Und wie es der Zufall will, geschieht dort ein Unglück. Freder wird Zeuge, wie die Maschine überhitzt. Zahlreiche Arbeiter, die an der Maschine gearbeitet haben, kommen ums Leben. Noch halb unter Schock eilt er nach ganz oben zu seinem Vater, um seine Eindrücke zu schildern. Aber er muss feststellen, dass dieser von dem Unglück noch nicht einmal Kenntnis hat. Dieser hat zwar Verständnis, aber zeigt sich nicht sonderlich beeindruckt. Er entlässt aber Josophat (Theodor Loos), den leitenden Angestellten, der es versäumt hat, für die Übermittlung der Nachricht zu sorgen. Freder will wieder zurück nach unten, um zu helfen. Unterwegs trifft er Josophat und sagt, er werde sich für ihn einsetzen, wenn auch Josophat zu ihm halte. Wieder unten trifft er den Arbeiter 11811 (Erwin Biswanger), der an der Maschine kaum noch nachkommt, um zu verhindern, dass auch sie durchbrennt. Er erklärt sich bereit, die Arbeit von 11811 zu übernehmen, damit dieser Alarm schlagen kann. Zuvor gibt es aber noch Kleidertausch, damit man 11811 überhaupt bis nach oben durchlässt. Inzwischen zerbricht sich mitten in Metropolis in einem uralten Haus Rotwang (Rudolf Klein-Rogge), der Erfinder, seinen Kopf, wird aber von Joh Fredersen dabei gestört. Rotwang führt Joh Fredersen in ein Versteck, von dem aus die beiden beobachten können, wie eine Frau namens Maria (Brigitte Helm) den Arbeitern, unter die sich auch Freder gemischt hat, alte Legenden erzählt und sie am Sinn des herrschenden Systems zweifeln lässt. Rotwang plant bereits Gegenmassnahmen. Diese bestehen darin, aus Maria einen Roboter mit menschlichem Antlitz zu machen, der das Volk von Metropolis entzweien soll.
Für viele gilt „Metropolis“ (Ufa, 1926) immer noch als der beste Film von Fritz Lang. Das an dieser Stelle zu bestreiten oder zu bestätigen ist müssig. Jedenfalls ist es sehr eindrucksvoller Film, aber auch einer, der in der Filmgeschichte Spuren hinterlassen hat. Zudem erzählt er eine spannende Geschichte und schafft es, diese in eine Umgebung zu versetzen, die man sehr wohl als originell und einzigartig bezeichnen kann. Fritz Langs beruflicher Werdegang als Architekt hat da bestimmt seinen Einfluss gehabt. Die Geschichte bringt eines von Fritz Langs prägenden Motiven, nämlich die Auseinandersetzung eines Individuums mit einem ihm widersprechenden System, sehr anschaulich zur Geltung. Das ist aber nur einer von vielen erwähnenswerten Vorzügen von Metropolis, einem der teuersten Filme, die je in Deutschland entstanden sind. Hinzu kommen die vielzitierten Bilderwelten und die optischen Effekte des Films, die ihm einen besonderen Reiz verleihen. Wer Stummfilme für langweilig und angestaubt hält, dürfte sein Urteil nach Metropolis noch einmal überdenken.
Die DVD-Ausgabe von Warner Home Video setzt dem Film in der restaurierten Version von 2011 ein weitgehend würdiges Denkmal. Auf der Hauptfilm-Disc besteht der Inhalt hauptsächlich aus dem Hauptfilm selbst. Die vorliegende restaurierte Fassung dauert 144 Minuten und beinhaltet auch Angaben zur Restauration und Vervollständigung des Films und am Ende gibt es natürlich einen entsprechend erweiterten Abspann. Das schwarz-weisse Bild hat man mit grossem Aufwand überarbeitet, musste aber bei einigen Sequenzen mit Material Vorlieb nehmen, das nur noch in schlechtem Zustand erhalten war, aber das wahrscheinlich das einzige, das bis dahin überlebt hatte. Zu sehen ist Bild im Seitenverhältnis 1,33:1, das aber in ein 16:9-anamorphes Format 1,85:1 gepasst, weil die restaurierte Version auch im Kino gezeigt worden war. Den Ton gibt es wahlweise in Stereo und in Dolby Digital 5.1. Beide Tonspuren enthalten die extra neu eingespielte Musik, die sich stark die damaligen Kompositionen anlehnt, für die man erfreulicherweise noch Partituren ausfindig machen konnte. Was der Filmpräsentation leider fehlt, sich optionale fremdsprachige Untertitel zu den natürlich in deutscher Sprache verfassten Texttafeln, die während des Films zum Einsatz kommen. Auf der Hauptfilm-Disc hielt man das Zusatzmaterial knapp, denn es besteht nur aus Texttafeln, die kategorisierte Produktionsdaten zum Film und ein DVD-Impressum umfassen. Die beiden zusätzlichen Discs enthalten hingegen eine ordentliche und äusserst informative Ansammlung von Zusatzmaterial.
Disc 2: Hier gibt es zunächst eine knapp 28 Minuten lange Dokumentation zu sehen, in der die für die Restauration zuständige Murnau-Stiftung sich bei der Arbeit über die Schulter blicken lassen und in der verschiedene Fachleute zu einzelnen Stationen der Restaurierung Auskunft geben. Zusätzlich wird ein fast 47 Minuten langer Bericht (mit optionalen deutschen Untertiteln) geboten, in dem man Näheres zum unerwarteten Fund von Filmmaterial in Buenos Aires erfährt. Dank dieses Fundes war es möglich, den Film wieder so weit wie möglich zu komplettieren. Zur Abrundung des Programms auf dieser Zusatz-Disc dient eine sehr aufschlussreiche TV-Dokumentation von 52 Minuten Länge, in der die Entstehungsgeschichte von Metropolis vom Konzept über die Dreharbeiten bis hin zu verschiedenen Anläufen der Restaurierung umrissen wird. Die Beiträge sind alle mehrheitlich deutschsprachig, nur beim 2. gibt es, wie erwähnt, deutsche Untertitel, dort, wo andere Sprachen zu hören sind.
Disc 3 besteht aus mehreren kurzen Beiträgen. Zunächst ist ein 14 Minuten langer Beitrag zu sehen, in dem Bildmaterial aus verschiedenen Quellen und Bearbeitungsstufen verglichen wird. In einem weiteren Beitrag, der knapp 36 Minuten lang ist, wird die Rekonstruktion an Beispielen verdeutlicht und auf die Bedeutung der Dokumente zur Filmmusik in diesem Zusammenhang aufmerksam gemacht. Danach gibt es einen 10 Minuten langen Beitrag, der sich mit der Rekonstruktion der Zwischentitel beschäftigt und die Problematik aufzeigt, dass beispielsweise der damalige argentinische Verleiher noch solche anfertigte, die in der Originalfassung keine echte Entsprechung hatten. Ein weiterer Beitrag, der ca. 9 Minuten lang ist, beschäftigt sich mit dem Metropolis-Komponisten und Nebendarsteller Gottfried Huppertz, indem Ausschnitte aus seinen Auftritten in Filmen von Fritz Lang gezeigt werden. Auch im nächsten Beitrag, der knapp 7 Minuten lang ist, spielt Musik eine Rolle. In diesem wird am Beispiel von Ausschnitten gezeigt, wie die Musik aus Metropolis wenige Jahre später für einen anderen Film, der nicht von Fritz Lang war, adaptiert wurde. Ein weiterer Beitrag, der knapp 12 Minuten lang ist, zeigt Ausschnitte aus einem Film, der knapp 10 Jahre nach Metropolis entstanden ist und in dem einige Motive aus Metropolis für Bühnennummern adaptiert wurden. Die Originalmusik von Metropolis ist dann der zentrale Aspekt in einem weiteren Beitrag von knapp 9 Minuten Dauer. Es ist die Wiedergabe einer Schellack-Platte, die kurz nach der Veröffentlichung des Films auf den Markt kam. Darauf spricht zunächst Fritz Lang persönlich in einiger Ausführlichkeit zum Film, bevor dann schliesslich das „Metropolis-Motiv“ ertönt. Abschliessend gibt es Bildergalerien (jeweils manuell zu bedienen) mit Werkfotos, Architekturskizzen, Kostümentwürfen und Plakaten. Die Disc enthält ausserdem eine ROM-Sektion mit Beiträgen, die im Jahr 2010 anlässlich einer Ausstellung zum Film zu sehen waren. Ergänzt wird die Edition mit einem 32 Seiten langen Prospekt, der einige Themen aus den Dokumentationen zusammenfasst und illustriert und zudem allerlei technische Angaben auflistet.
Insgesamt ist es umfassende und inhaltlich sehr ansprechende Edition zu einem äusserst sehenswerten Film geworden. Für eine Edition, die mit dem Ausdruck „Deluxe“ aufwartet, hätten es allerdings noch etwas mehr Untertitel sein dürfen. Es reicht insgesamt sicher für vier von fünf Lichtringen und eine Runde im Padernoster.
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am 9. Mai 2014
Der film ist über jeden zweifel erhaben wer nur ein bisschen etwas mit stummfilme anfangen kann sollte sich dieses Sahnestück nicht entgehen lassen.Da ich nicht gern spoilere werde ich aucht nicht die geschichte hier reinschreiben selber entdecken macht mehr spass.Aber nun zu der blu ray es befinden sich insgesamt 3 disc in einer blu ray hülle die mit sehr viel extras aufwarten und den film in einer fast vollständigen version (150 min ca) präsentieren 8 min sollen noch fehlen.225 minuten bonus z.b restauration des klassikers.Das bild ist bis auf die neu eingefügten szenen gut.Mit der orginal musik von Gottfried Huppertz.Der einzige minimale kritikpunkt man hätte den film in ein schönes mediabook verpacken können.Aber ansonst klare kaufempfehlung.Eine bessere fassung wirds vermutlich nicht mehr geben.
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