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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Februar 2011
Das Geheimnis von Askir:
01 Das Erste Horn
02 Die Zweite Legion
03 Das Auge der Wüste
04 Der Herr der Puppen
05 Die Feuerinseln
06 Der Kronrat
Die Eule von Askir" (unabhängiger Roman, der mit dem Hintergrundwissen, der ersten vier Askir-Teile gelesen werden sollte)

Eingeschneit in einem Gasthof werden der Krieger Havald und die Magierin Leandra von der Außenwelt vollständig abgeschnitten. Mit ihnen zusammen noch einige andere Personen, unter anderem auch eine Gruppe von Briganten. Es ist zu hoffen, dass diese sich ruhig verhalten, aber die Lage droht sich zuzuspitzen. Doch damit nicht genug ereignet sich ein Mord, irgendetwas lauert in den Kellern des Gasthofs. Wem können Havald und Leandra trauen, welche Geheimnisse verbirgt der alte Gasthof und was hat das längst untergegangen geglaubte Reich Askir mit alledem zu tun?

Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive Havalds erzählt. Das ist zunächst vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich habe es als sehr angenehm empfunden. Diese subjektive Sichtweise hat gewisse Vorteile, auch dass nicht immer ein allwissender Erzähler präsent ist, der etwas vorwegnehmen könnte und so kann man mit dem Charakter zusammen durch die Geschichte gehen und sieht alles mit seinen Augen.
Die Charaktere werden mit der Zeit eingeführt und wer schon mal ein Pen & Paper-Rollenspiel mitgemacht hat, wird doch gewisse Parallelen entdecken, wie sich die Charaktere nach und nach kennenlernen. Es beginnt nämlich tatsächlich wie der klassische Einstieg in ein Rollenspiel-Abenteuer.
Die Geschichte ist mitreißend erzählt, so dass sich die Spannung bis zum Schluss gut aufbaut; das Puzzle setzt sich immer weiter zusammen. Dann wären da noch die einmaligen Figuren, die sehr gut gelungen sind und alle ihre Eigenarten haben. Es sind einfach Charaktere, die einem richtig ans Herz wachsen. Man fühlt sich mit ihnen verbunden.
Die Atmosphäre ist ein weiterer großer Pluspunkt. Es ist wahrlich beklemmend, wie auch schon der Klappentext verspricht. Hinzu kommen viele kleine Details, wie die Beschreibungen Havalds, die gerade durch die Ich-Perspektive so gut nachvollziehbar sind. Der Gasthof lässt sich dadurch wirklich sehr gut vorstellen, es fällt einfach leicht sich ein Bild zu machen.
Besonders gefallen hat mir der Humor des Buches, der mal durch ungewollt lustige Handlungen der Charaktere zustande kommt oder auch schlicht gewollt inszeniert wird. Man merkt, dass hier nicht alles mit tiefster Ernsthaftigkeit ablaufen muss. Es gibt immer Momente für ein Augenzwinkern und das ist sehr sympathisch.
Selbst nach mehrfachem Lesen macht das Buch immer noch Spaß und ich könnte es wieder und wieder lesen. Es hat etwas, dass mich fesselt und mich nicht so schnell aus der Hand legen lässt, jedes Mal.

Fazit: Aufbruch in eine neue Welt mit großartigen Charakteren, einer tollen Geschichte, dichter Atmosphäre und der passenden Prise Humor. Mehr kann man von einem Fantasy-Roman eigentlich nicht erwarten.
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am 1. April 2013
Ich hab bisher alle 6 "Geheimnis von Askir"-Bände und alle erschienenen "Götterkriege"-Bände gelesen.
Begonnen hab ich mit "Das Erste Horn" im Februar diesen Jahres. Jetzt nach 2 Monaten bin ich erstaund, wie schnell ich mit den Bänden durch war, obwohl ich fast zwanghaft langsam gelesen habe um jeden Satz zu geniesen. Mehrere Samstag sind sind dafür draufgegeangen. Als Schüler habe ich - gottseidank - diese Zeit. Wie man sieht bin ich süchtig geworden. Schon nach dem ersten Band wusste ich, dass ich mir wohl oder übel die gesamte Reihe zulegen werde.
Im Nachhinein, war es eine schlechte Idee die Bände so schnell zu lesen, muss ich doch bis August auf den nächsten Band warten. Ich werde ihn vorbestellen und ihn sehnsüchtig erwarten.
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Jetzt zu den Bücher an sich:

Posiv:
- runde Handlungen, die konstant ihre Spannung beibehält
- hoher Schreibstil
- sehr gut gelungener Characteraufbau und passende Enwicklung der Charaktäre
- Das Ende von Kapiteln macht immer Lust auf das Nächste, was dazu führen kann, das man das Buch nicht aus der Hand legen kann, auch wenn man weis, dass das viel vernünftiger wäre.
- Nachvollsziehbare Tagesabläufe
- sehr gut eingebaute Situationskomik
- häufige Bezüge auf vorheriges Geschehen, die die Geschichte rund und glaubhaft machen
- R. Schwartz ist immer wieder für Überaschungen gut

Negativ:
- mir kommt es ein bisschen so vor, als ob Richard Schwartz, wenn er nicht weiter weiß, neue Charakter/Fähigkeiten erschafft, die dann die schwierige Situation lösen. Man kann sagen, dass die Götter ihre Hand im Spiel haben, aber es ist manchmal zu viel des Zufalls.
- manches, was dem Leser fast sofort klar ist, zögert R. Schwartz heraus, um seine Charaktäre damit zu überaschen, obwohl es auch für die Dümmsten schon vorher offensichtlich sein müsste.
(Bsp: !!!SPOILER!!! Ein Mann mit Wolfstatoo, der plötlich jagen gehen möchte, so schnell wie ein Schiff unter vollen Segeln ist und nachts heult. Dass das ein Werwolf ist, darauf kommt nur einer der Gefährten, alle anderen sind ganz erstaunt, dass er ein Werwolf ist, als es gänzlich offensichtlich wird. Und das obwohl die Gefährten schon vorher zwei mal auf Werwölfe gestoßen sind...)
[- seltene Tippfehler - aber häufiger als bei anderen Büchern]

Was mich im Gegensatzt zu anderen nicht stört, ist, dass seine Charaktäre immer wieder komplett geheilt werden, oder auferstehen. Es ist ein wenig eine heile-Welt-Fantasy, aber mir ist es lieber so, als dass in jedem neuen Buch neue Charaktäre entstehen und liebgewonnene alte Charaktäre weichen müssen.
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Alles in allem ist es solide Fantasy, die nichts neu erfindet, aber aus altbekanntem eine schöne Geschichte aufbaut.
Die Negativen Punkte stören ein wenig, aber man kann darüber hinwegsehen.
Richard Schwarz erfindet nichts neu, bedient sich manchmal auch an Klischees, was aber von mir nicht als negativ gesehen wird, weil es die Geschichte glaubhaft macht. Die Bücher sind in nichts überragend, oder herausstechend, aber in allen Punkten sehr gut.
Die Bücher spielen eindeutig weit vorn bei der deutschen Fantasyliteratur mit.

--> Mit dem Kauf dieses Buches bzw. der Reihe werden Fantasyliebhaber ganz sicher keinen Fehler begehen!!!

PS: Ich bitte um Anmerkungen und Kritik, damit zukünftige Rezensionen besser sind. Dies ist meine erste Buchrezension...
11 Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2015
Dank einer kostenlosen E-Book-Aktion vor etlicher Zeit hatte ich dieses Buch auf meinen Reader und da ich bisher eigentlich nur Gutes über die Reihe gehört hatte, wagte ich mich schließlich mal ans Lesen.

Und habe es wahrlich nicht bereut!
Spannende Atmosphäre, sympathische Charaktere, Action, Humor und alte Rätsel bilden eine Mischung, der man sich nicht entziehen kann.

Die ersten Seiten hatte ich noch Schwierigkeiten, aber sehr schnell wuchs mir der Ich-Erzähler Havald ans Herz. Seine schonungslose, desillusionierte Art, hinter der sich ein goldenes Herz verbirgt, gespickt mit seinem trockenen Humor, machen das Lesen zum Vergnügen.

Aber auch die anderen Charakter lernt man schnell besser kennen und fiebert mit ihnen.
Die Spannung im eingeschneiten Gasthof steigert sich ständig und die Leichen häufen sich. Niemand scheint mehr sicher.
Gerade diese eigentlich klassische Krimi-Situation mit einem von der Welt abgeschlossenen engen Raum, in der ein Mörder umgeht, sorgt für viel Atmosphäre. Jeden Tag wird die Situation beklemmender. Ich konnte das Eis nahezu selbst spüren.

Obwohl die gesamte Handlung im Gasthof und seiner Umgebung spielt, so stoßen die Protagonisten jedoch auf nahezu weltbewegende Dinge. Welche, wird natürlich nicht verraten, aber eines kann gesagt werden: Der Gasthof verbirgt mehr als nur ein Geheimnis!

So steigt die Spannung immer weiter. Während man zunächst wegen der ungehobelten Söldner vor allem um die Wirtstöchter bangt, dann um alle Beteiligten wegen des nächtlich erscheinenden Monsters, so werden die Gefahren im Laufe der Handlung immer größer.
Zusammen mit Havald und den anderen löst auch der Leser Stück für Stück das Puzzle.

Zum Glück gibt es zwischendurch auch immer wieder ruhigere Szenen, bei denen sich vor allem Havald und die Halbelfe Leandra näher kommen. Aber keine Sorge: Kitschig wird es nicht.

Zwar bedient sich der Autor eher bekannter Fantasyelemente wie Elfen, Dunkelelfen, Zwerge, mittelalterliche Welt etc. aber da Richard Schwartz so gut erzählen kann, hat man nie das Gefühl zu tief in die Klischee-Kiste abzurutschen. Innovatives sollte man aber lieber nicht erwarten, stattdessen bekommt man solide und eher konventionelle Unterhaltung geboten.
Zudem liegt der Fokus eindeutig auf der Charakterentwicklung, die ihm wunderbar gelungen ist.

Die Marketing-Strategie mit dem kostenlosen Buch ist bei mir jedenfalls aufgegangen. Band 2 und 3 befinden sich schon auf meinen Reader. Diesmal zum vollen Preis.
Nun bin ich etwas skeptisch, was die Fortsetzung angeht, scheinen wir doch den Gasthof verlassen zu müssen. Da gerade der für viel Stimmung gesorgt hat, weiß ich nicht ob die Geschichte dann auch noch so gut funktionieren wird. Mal abwarten.

Fazit: Solide Fantasy-Unterhaltung!
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am 30. Dezember 2015
Ich lese gerne und viel alles aus dem Bereich Fantasy-Literatur.

Ich möchte hier keine Inhaltsangabe schreiben sondern primär darauf eingehen, was ich von dem Buch erwartet und was ich erhalten habe:

Ich habe mit einem typischen "Mitläufer-Roman" erwartet, ein Buch in dem viele Klischees verarbeitet werden aber zumindest eine neue Verpackung bietet (Es war das erste der Bücher von Richard Schwartz das ich gelesen habe.). Also eine Story die mich an vieles erinnert, dass ich bereits kenne in einem neuen Schreibstil verpackt.

Erhalten habe ich einen Ausflug in eine neue Welt, die Begegnung mit außergewöhnlichen und realistischen Charakteren, mit denen man leidenschaftlich gerne mitfiebert. Ich bin begeistert und werde diese Bücher in meine Sammlung von Büchern aufnehmen, die ich mehrmals lesen werde.

Das einzige, dass mich etwas stört ist das Buch "die Eule von Askir" die sich chronologisch in die Saga reinzwängt. Natürlich wollte ich chronologisch vorgehen, aber von den Charakteren die man bereits lieb gewonnen hat und mit denen man so intensiv mitfiebert weggeführt zu werden hat meine Leselust zwischenzeitlich etwas gesenkt, erst nach etwa der Hälfte des Buches konnte ich mich damit abfinden und wieder dem Finale der Saga entgegen fiebern.

Lasst euch entführen und von diesen wundervollen Charakteren in ihren Bann ziehen, ich genieße jedes Mal wenn ich eines der Bücher in die Hand nehme!
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am 26. Februar 2008
Für alle, die gute deutschsprachige Fantasy lesen wollen, kann man diesen Roman durchaus empfehlen. Es ist, wie merhfach gesagt, gute Handwerksarbeit mit klassisch vorgefundenen und gut verwendeten Standard-Elementen und plastischer, flüssig erzählter Handlung, die es an Spannung nicht mangeln lässt. Eine nähere Betrachtung offenbart aber mehr.

In der Tat ist das Setting ein sehr klassisches Fantasy-Setting, um es noch deutlicher zu formulieren, ein klassisches Rollenspiel-Setting.

Ein einsamer, zugeschneiter Gasthof hoch in den Bergen an der Grenze zu anderen Reichen und auf den Fundamenten älterer Zivilisationen. Man sieht: Fantasy.

Ein abgeschlossener Handlungsraum mit einer begrenzten Anzahl an Personen verschiedener, leicht deutbarer Handlungshintergründe, dazu eine begrenzte Zahl (noch) unergründlicher Charaktere. Ein Mörder, den es zu finden gilt und der inmitten des Gasthofes lauert. Man sieht: ein klassisches Rollenspielszenario.

In der Tat wurzelt die Geschichte irgendwo dazwischen, verwendet beides immer wieder und durchaus plausibel, kann auch erstaunliche Hintergründe historischen Fachwissens aufweisen und erstaunlich flüssig mit in den Erzählgang einbauen, hat z.B. durchaus klare Vorstellungen von mittelalterlichen Wohn- und Lebensgepflogenheiten und führt, wenn man genau darauf achtet, auch in die Grundbegriffe der Numismatik (Münzkunde) ein. Daneben sind feudale Strukturen und althergebrachte Gottesvorstellungen eingebaut, die ebenfalls gut recherchiert sind. Ob man das in einem Fantasy-Setting haben will, ist Geschmackssache, stören tut es nicht.

Die Handlung ist, wie gesagt, derart flüssig und konzentriert erzählt, dass es einem nicht schwer fallen dürfte, das Buch an einem Stück zu verschlingen, der Handlungsbogen ist geschickt mit Spannung versetzt, die leider manchmal, da gebe ich einem Vorrezensenten recht, in Hohlbeinsche Manier abdriftet. Aber das mag für einen Newcomer auf dem Gebiet auch durchaus ein Kompliment sein, mit Hohlbein verglichen zu werden.
Alles in allem also gute Arbeit.

Leider gibt es aber doch einige negative Punkte, die auch schon angesprochen wurden. Dem Autor gelingt es sichtlich nicht immer, die Anleihen aus anderen Fantasy-Settings (die durchaus gestattet sind) kreativ umzuarbeiten und schlittert manchmal arg in eine klischeehafte Beschreibung ab. Gerade die Beschreibung der Zwerge klingt sehr nach Standardliteratur und auch andere Beschreibungen von Fantasy-Rassen könnte man genauso auch anderswo gelesen haben. Positiv dagegen ist die Einbindung eines Magiesystems, das relativ kreativ dasteht. Was aber meines Erachtens stärker ins Gewicht fällt ist die Geschichte selbst, deren Entwicklung manchmal etwas drastisch harmonisch und bunt wird, so z.B. die Liebesgeschichte um die Hauptfiguren oder die Wirtstöchter.

Insgesamt muss ich anmerken, dass das in den ersten Kapiteln kreierte Potential an darkfantasy später kaum mehr genützt, manches sogar schnell wieder über den Haufen geworfen wird, sodass dann doch klassische heroische Fantasy in den üblichen Schilderungen und einer am Ende eher weniger überraschenden Story präsentiert wird. Darkfantasy hätte mir hier besser gefallen und auch besser zum Setting gepasst, gerade weil die ersten Anklänge derart vielversprechend waren. Die Horror-Einlagen wirken später nicht mehr glaubhaft. Meine Erachtens, aber das ist natürlich Geschmackssache, ebenfalls eine Prise zu viel Hohlbein.

Die besten Passagen des Romans sind die Kapitel zwei bis elf. Da kribbelt es bei allen Fantasy-Freunden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. September 2013
"Als die Länder vor langer Zeit besiedelt wurden, stammten die Siedler alle aus dem gleichen Ort, dem legendären Reich des Nordens."
"Askir", hauchte Lea. (Seite 161)

Jeder, der einmal Pen&Paper-Rollenspiele gespielt hat oder anderweitig damit in Berührung gekommen ist, wird der Anfang und das Setting dieser Geschichte irgendwie bekannt vorkommen: Eine bunt zusammen gewürfelte Truppe an Charakteren trifft zufällig aufeinander. Sie müssen miteinander auskommen und dann ein Abenteuer bestehen. Hier besteht die Gruppe hauptsächlich aus Menschen, unter anderem ein Räuberhauptmann, eine naive Wirtstochter, ein Händler, aber auch zwei Elfen, davon eine zynische Dunkelelfe. Sie alle werden mit weiteren Gästen eines Gasthauses durch einen Schneesturm eingeschneit und schnell zeigt sich, dass ein blutrünstiges Monster sein Unwesen unter ihnen treibt.
Soweit so gut. Erzählt wird die Geschichte komplett aus der Perspektive des Kriegers Havald, der eine mächtige Klinge sein eigen nennt und seinem Handwerk eigentlich abgeschworen hatte. Bis hierhin nicht viel Neues. Aber man findet sich zügig in die Geschichte ein. Sie ist gut geschrieben, leicht erzählt und schneller als man sich versieht, hat sie einen in den Bann gezogen.
Auch ähnlich wie bei Rollenspielen sind es die Charaktere, die diesen ersten Band aus der Feder von Richard Schwartz zu etwas Besonderen machen. Sie haben alle natürlich ihre Eigenarten, wollen alle ihre Ziele durchsetzen und harmonieren am Ende viel besser miteinander, als man es zunächst vermutet hätte. Zu Beginn werden sie hauptsächlich vorgestellt. Die Handlung plätschert mehr vor sich hin. Es gibt erste Entwicklungen und schon jetzt ist die Liebe ein Thema. Sie wird unkompliziert in die Geschichte eingewoben und ist dann ein selbstverständlicher Teil von ihr, ohne dass es zu allzu kitschigen Szenen gekommen wäre.

"Ihr, Ser Havald", sagte Leandra, als sie sich in ihren gewohnten Stuhl sinken ließ, "seid ein Schwindler. Ich habe Euch entlarvt. Ihr gebt euch ungerührt, aber das ist nicht mehr als eine Maske." (Seite 146)

Erst im letzten Drittel kommt dann richtig Spannung auf. Da man die Charaktere nun sehr gut kennen gelernt hat, muss der Leser sofort mit ihnen und um sie bangen. Aufgelockert wird die gesamte Geschichte von Beginn an mit amüsanten Szenen, insbesondere durch freche Dialoge oder sarkastische Kommentare Havalds, die dem Leser präsentiert werden, da aus seiner Sicht erzählt wird.
Am Ende haben unsere "Helden", also die Charaktere, die sich hier zufällig zusammengefunden haben, ihr erstes Abenteuer überstanden, aber jedem Leser wird klar sein, dass hier nur der Grundstein für etwas viel Größeres gelegt wurde. Die ersten Hinweise und Informationen wurden in diesen Band gestreut. Den Anstoß für die neue Geschichte findet man schon am Ende dieses Bandes und so ist klar, dass man - hat man einmal begonnen - noch einige Bücher lesen muss, denn die Charaktere sind einem innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen.

"Menschen. Die Männchen sind schlimmer als die Weibchen. Man muss ständig auf sie aufpassen." (Seite 152)

Fazit: Hier wird der Grundstein für etwas Großes gelegt. Richard Schwartz entführt den Leser in sein Fantasyreich mit seinen Charakteren. Beides könnte einem Rollenspiel-Setting entsprungen sein. Schnell findet man sich in die Geschichte ein und lernt die Charaktere kennen. Und am Ende bleibt das Gefühl, dass hier ein guter Auftakt geschrieben wurde, der aber noch so viel mehr für die weiteren Bände verspricht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Februar 2008
Gleich vorweg. Dies ist kein Zerriss. Im Gegenteil. Das Buch hat mir Spaß gemacht und das ist ein dickes Lob an einen Autor, der a) aus Deutschland kommt, und b) ein Erstlingswerk abliefert, das erfolgreich fortgeführt wird (so denke ich).

Das Setting: Tja, lieber Herr Schwartz, ich denke ihnen sind die Kane Geschichten von Karl Edward Wagner bekannt. So hoffe ich jedenfalls. Das wäre wahrlich keine Schande, denn das Setting das Sie gewählt haben, der einsame Gasthof, der Schneesturm, der Werwolf' kommt mir doch sehr bekannt (und gut) vor. Wagners Storys Rabenhorst (engl. Raven's Eyrie) und Ein Spiegelbild für den Winter seiner Seele (engl. Reflections for the Winter of My Soul) haben hier wohl Pate gestanden. Aber das macht nichts, denn beide sind hervorragende Storys in einer düsteren, kalten Welt, die ich nur jedem Leser empfehlen kann.

Der Humor. Ich habe oft und herzlich gelacht. Tolle Tage in Atlantis von John Jakes (glaube ich) ist ähnlich humorig geschrieben wie der erste Askir-Band. Und das finde ich ziemlich herzerfrischend. Joe Abercrombie und seine First Law Triologie hat ähnliche Züge ' obwohl bei Ihm die Stimmung im zweiten Teil sichtlich abdriftet. Zudem glaube ich nicht das der Autor die Geschichte als bitterernste, düstere Geschichte konzipiert hat. Da gibt es zu viele Anleihen, bzw. Figuren, die zu sehr überzeichnet wirken um völlig ernst genommen zu werden.

Fazit: Das Buch lässt sich prima lesen, und ich bin mal gespannt wie es im Szenario Hitze weitergeht. Ich lasse mich da einfach mal überraschen. Das Geheimnis von Askir ist kurzweilige, augenzwinkernde Unterhaltung ohne den großen Anspruch auf Eigenständigkeit.
Es hat einfach Spass gemacht und dann ist es allemal legetim.
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am 17. Juni 2011
Meine Rezession bezieht sich auf die komplette Reihe, also vom ersten Horn bis zum Kronrat und wie alle Rezensionen gibt sie nur meine subjektive Meinung wieder.

Im Kern erzählt uns die Serie eine epische Heldensaga, fast im Stil der alten nordischen Sagen, rund um den Krieger Havald.
Dieser alte Krieger hat sich eigentlich vorgenommen nur noch in Ruhe an Altersschwäche zu sterben, doch seine neu angefachte Lust auf schöne Frauen und ein sich schnell zuspitzender Konflikt an seinem Rückzugsort, das abgeschiedene Gasthaus, zeigen ihm, daß er weniger lebensmüde ist als gedacht.
Unter Havalds Führung formt sich aus einigen widersprüchlichen,ungleichen Chrakteren eine unsichere Gemeinschaft.
Zunächst wird die Gruppe "nur" durch Gier,Rachewünsche und reinen Überlebenstrieb zusammengehalten, doch jede überstandene Bedrohung läßt die Gruppe weiter zusammenwachsen bis eine echte Gemeinschaft geformt ist.
Jeder Erfolg, jede beantwortete Frage..offenbart neue Probleme und neue Unklarheiten...

Noch während des ersten Bandes wird dann die Bedrohung durch "DAS BÖSE";) offenbart, zunächst noch ohne "Farbe" und Details gewinnt das Bild "DES FEINDES" zunehmend an Klarheit und immer deutlicher wird die Notwendigkeit "DEM BÖSEN" gegenüberzutreten.

Insgesamt ist das Wissen um die Welt und andere Charaktere zumeist auf das beschränkt was Havald weiß oder erfährt, so daß viele der Charaktere zunächst flach wirken oder klischeehaft wirken.

Ob ein Charakter dann mit tiefergehend Leben erfüllt wird hängt immer davon ab, ob Havald sich weiter mit der Figur auseinandersetzt oder nicht. An einigen stellen wird der klischeehafte Eindruck durch, meiner Ansicht nach, bewußt überspitzte Darstellung und Havalds eigene Sicht der Dinge verstärkt.

Neben den überspitzeten Darstellungen wird der epische/heroische Aufbau der Geschichte wohl der größte Streitpunkt sein, die Gruppe ist im Besitz mehrerer Bannschwerter...magische Waffen mit eigenem Willen, welche normale Rüstungen wie Papier zerscheiden und mind. 1 besondere Fähigkeite haben...und schon früh im ersten Band gibt es zusätzlich Ereignisse welche die Macht der einzelnen Gruppenmitglieder deutlich verstärken.
Insbesondere da die Welt insgesamt eher arm an Magie und besonderen Gegenständen ist, wird den Helden und ihren dunklen Widersachern ein halbgöttlicher Status eingeräumt.
Normale Soldaten sind daher nur in großer Zahl oder aufgrund besonderer Ausrüstung eine Bedrohung und die "echten" Kämpfe spielen sich dann auch überwiegend zwischen der Gruppe und den dunklen "Helden" der Gegenseite ab. Hier sind die Helden dann zumeist im Nachteil doch gute Zusammenarbeit, Kreativität, Glück und göttlicher Wille lassen sie trotzdem siegreich aus den Konflikten hervorgehen...doch nicht ohne Opfer...

Bis hierher... etwa guter Durchschnitt, was die Serie jedoch für mich zu etwas besonderen gemacht hat war
-der flüssige,mitreißende Erzählstrang
-die interesante Gruppe samt den unterschiedlichen Betrachungs/Herangehens-weisen
-die gut aufgebaute(wenn auch teils geklaute:) Hintergrundgeschichte
-die interne Logik der Welt ist stimmig
-ein guter Anteil Humor
-eine angenehme Portion Satire&Sarkasmus
(gleichgültig ob die überspitzten/überzeichneten Darstellungen Absicht waren oder nicht)
-der ingesamt hohe Unterhaltungswert

Fazit:
Wenn man epische Fantasy mag oder über überspitzte Darstellung schmunzeln kann, dann sollte man an dem Geheimnis von Askir nicht vorbeigehen und ich gebe eine klare Kaufempfehlung.
Je schlechter man mit überspitzen Darstellungen in Romanen umgehen kann, je mehr man die Stirn über Protagonisten mit "halbgöttlichen" Kräften runzelt desto gründlicher sollte man sich den Kauf überlegen.
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am 3. Dezember 2012
Der 1. Teil einer High Fantasy Saga und er hat mir richtig gut gefallen.
Allein schon die Idee, diesen Auftaktband nur in einer Schänke während eines Schneesturms spielen zu lassen, und wirklich nur in der Schänke, finde ich total klasse und faszinierend.
Und das zeugt für mich schon von einem hohen schriftstellerischem Talent. Und von steigendem Einfallsreichtum, in dem sich die Story grandios entwickelt.

Die Story ist sehr spannend geschrieben, die Charaktere sind authentisch und abwechslungsreich. Und trotz dem, vermeintlich etwas eingeschränktem Handlungsschauplatz, reißt der Spannungsbogen nicht ab sondern zieht sich durch das ganze Buch. Die Protagonisten sind lebensecht beschrieben und auch hier hat der Autor einen irren Ideenreichtum, damit sich alles immer weiterentwickelt und kein Stillstand aufkommt.
Erstklassig gemacht und sehr empfehlenswert.

Ich habe mir das Buch vor ein paar Monaten während einer Kindle-Aktion gratis als eBook runterladen können.
Und in diesem Fall ist der Zweck dieser Aktion voll aufgegangen:
Ich werde mir mindestens noch Teil 2 und 3 zu Weihnachten wünschen. Und wenn mir die dann auch so gut gefallen wie "das erste Horn" wird es damit nicht aufhören.
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am 28. August 2015
Vorweg möchte ich sagen: Ich bin großer Fantasy Fan und lese begeistert Bücher von George R.R. Martins oder Joe Abercrombie. Für dieses Bucht kann ich jedoch keine Empfehlung aussprechen.

VORSICHT SPOILER!

Am Anfang fand ich das Buch sehr interessant, es fesselte mich sehr und die ersten Kapitel führten langsam in einer interessante Welt ein. Harvald und Leandra sind sehr interessante Charaktere. Es gibt ein anfangs, glaubwürdiges Magiesystem, bei dem z.B. der Magier seiner Kräfte beraubt wird wenn er zu starke Zauber wird. Doch auf einmal (ca. bei der Hälfte) wird alles über den Haufen geworfen. Die Dunkelelfe ist viel zu mächtig, kann einfach alles (heilen, kämpfen, zaubern, schweben ), auf einmal können Leute durch Wände gehen, Vergewaltiger werden zu Kameraden, Tote stehen wieder auf und jeder hat auf einmal ein magisches Schwert.

Zusätzlich kam ich mir manchmal vor wie in einem schlechten Jump and Run Computerspiel, in dem man über Walzen und schwingende Äxte und andere Fallen springen muss.

Am Anfang wurde alles haarklein erzählt (Havald brach sich eine Rippe und starb fast daran, weil seine Lunge davon durchbohrt wurde...darüber verlor der Autor fast ein ganzes Kapitel). Dann auf einmal bricht er sich sämtliche Knochen, verliert sein Augenlicht und sein Gesicht wird komplett verbrannt und eine Seite später ist der Bösewicht tot und er und seine Freunde wieder unversehrt (WTF??!!). Auf einmal kam einem alles vor wie in einem Spiel wie Diablo oder Warcraft. Character wirkt Zauber X, wird komplett vermöbelt und schwer verletzt, trinkt einen Heiltrank und sieht aus wie neugeboren...

Ein weiterer Punkt der mich stört ist, dass viel zu wenig über die Welt erklärt wird, in der die Personen sich bewegen. Man wird mit lauter Namen von Königen oder Ländern konfrontiert, aber es wird kein Wort darüber verloren, wer in welchem Verhältnis steht, noch wo sich die Reiche befinden oder wie groß die Welt ist.

Ich habe mich mühevoll bis zum Ende gekämpft aber diese Reihe ist wirklich nichts für mich.
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