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am 23. Dezember 2012
Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch nicht sehr lange durchgehalten habe, der Aufbau der Geschichte verlief mir etwas zu schleppend, es entsprach nicht so meinem Geschmack. Gut möglich, dass es im Verlauf besser geworden wäre - aber für mich war nach den ersten paar Seiten Schluss...
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... hiervon ist die Anwältin Danielle Parkmann felsenfest überzeugt. Doch alles spricht gegen den 16-jährigen Max. Da Max an Autismus leidet und selbstmordgefährdet ist, lässt Danielle ihren Sohn in die berühmte Maitland-Klinik einweisen, um ihm dort die beste Behandlung zukommen zu lassen. Kaum in die Klinik eingewiesen, wird Max' Verhalten immer aggressiver. Eines Tages findet Danielle ihren Sohn ohnmächtig und blutüberströmt in einem Patientenzimmer. Neben ihm liegt die grausam zugerichtete Leiche eines anderen Patienten und Max hält die Tatwaffe in der Hand.

Antoinette van Heugten lässt ich anfangs viel Zeit, um einen das Verhältnis zwischen Max und Danielle zu beschreiben. Danielle ist eine erfolgreiche Anwältin, steht kurz vor der Partnerschaft in einer renommierten Kanzlei und findet dennoch immer noch genug Zeit, um sich liebevoll um ihren hochintelligenten, autistischen Sohn zu kümmern. So ist es für sie auch keine Frage, Max in der berühmten Maitland-Klinik umfassend untersuchen zu lassen. Doch mit der Aufnahme von Max in die psychiatrische Klinik beginnt für Beide ein wahrer Alptraum.

Und hier fängt der Psychothriller auch an, seinem Namen alle Ehre zu machen. Zwar sind die ersten rund 70 Seiten unterhaltsam aber wenig spannend, jedoch ist die Vorstellung der Charaktere und das Verhältnis von Danielle und Max zueinander wichtig, um deren späteres Verhalten, gerade von Danielle, besser zu verstehen. Denn Danielle entwickelt sich im Verlauf des Thrillers im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Löwin, die mit allen Mitteln um ihren autistischen Sohn kämpft. Absolut davon überzeugt, dass Max unschuldig ist, setzt sie wirklich alles daran, dies zu beweisen ohne Rücksicht auf sich selbst. Diese feste Überzeugung lässt auch einen als Leser daran zweifeln, ob Max die Tat wirklich begangen hat. Doch wer soll es sonst gewesen sein? Alles, aber auch wirklich alles spricht für Max als Täter.

Danielle zur Seite stellt die Autorin ihr den überaus sympathischen Rechtsanwalt Tony Sevillas, den Danielle mit ihrer Sturheit oft an den Rand der Verzweiflung treibt. Als privater Ermittler fungiert der pensionierte Detective John Doaks. Dieser kratzbürstige, grantige, launische und doch so herzensgute Kerl, der eigentlich die meiste Zeit nur am Fluchen ist, heitert die beklemmende Atmosphäre öfter einmal auf.

Die Story entwickelt sich von Anfang an sehr rätselhaft, jeder noch so kleinen Spur wird nachgegangen und man ist immer auf dem gleichen Wissensstand wie Danielle, Tony und Doaks. Sehr eindringlich, durchaus auch einmal emotional und flüssig erzählt Antoinette van Heugten ihren Psychothriller, der sich äußerst komplex entwickelt. Die Spannung baut sich hierdurch kontinuierlich auf bis sie im letzten Drittel wirklich auf absolut hohem Niveau liegt. Da die Autorin selbst lange Jahre als Anwältin gearbeitet hat und Erfahrungen mit autistischen Kindern hat, wirken die entsprechenden Szenen im Buch auch absolut authentisch, ohne hierbei jetzt zu sehr juristisch oder medizinisch zu werden.

Fazit: Ein Psychothriller, der zwar etwas langsam beginnt, sich dann aber konsequent steigert und seinem Namen schon bald alle Ehre macht. Zudem verfügt der Thriller über eine komplexe, absolut unvorhersehbare Story und Protagonisten, die jederzeit überzeugen.
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am 16. Januar 2014
An "Mutterliebst" scheiden sich die Geister. Viele Leser fanden das Buch grandios, während mindestens genauso viele Menschen mit dem Buch nichts anfangen konnten. Da ich das Buch nun schon länger im Regal stehen hatte, wurde es endlich an der Zeit, mir selbst eine Meinung zu bilden und ich bin trotz einiger Logikfehler positiv überrascht.

Die Geschichte braucht am Anfang ihre Zeit, da man zunächst nicht genau weiß, wohin es mit der Geschichte gehen soll, denn zuerst werden ganz ausführlich die Figuren in die Geschichte eingeführt und vieles fast schon zu detailliert beschrieben. Allerdings ist dies gerade wichtig, man erkennt es nur zunächst nicht unbedingt, denn ist man erst einmal in der Geschichte drin, sind alle Einzelheiten, die man am Anfang erhalten hat, enorm wichtig. Das Leben eines Autisten wird dabei recht realistisch beschrieben, wenn auch nicht perfekt. Man merkt der Autorin hierbei an, dass sie sich sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat, aber dennoch wurde ein bisschen zu sehr übertrieben. Wenn es jedoch darum geht, eine Geschichte spannend zu gestalten, kann man der Autorin absolut nichts vorhalten, denn die Spannung war an jeder Stelle vorhanden und somit fiel es mir oftmals sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen. Was mich jedoch ein wenig gestört hat, sind die vielen medizinischen Fachbegriffe. Autismus, Nebenwirkungen bei Medikamenten und Therapien werden zwar gut und ausführlich erklärt, aber dennoch war es mir an einigen Stellen zu viel des Guten, da man den Gesundheitszustand auch viel einfacher hätte erklären können.

Die Figuren sind jedoch fast schon perfekt. Danielle und ihr Sohn Max werden ausführlich beschrieben und man lernt sie während der Geschichte gut kennen. Danielle arbeitet als erfolgreiche Anwältin und versucht sich trotz der vielen Arbeit immer um ihren Sohn zu kümmern. Max ist Autist und von daher für sie etwas ganz Besonderes. Er ist intelligent, sensibel, neigt aber auch immer wieder zu Aggressionen, sodass er u.a. deswegen in einer psychiatrische Klinik eingewiesen wird, um dort untersucht zu werden - jedoch ist Danielle mit der Diagnose alles andere als zufrieden und will nicht wahrhaben, dass Max tatsächlich immer aggressiver wird. Die Vorwürfe, die später gegen Max erhoben werden, haben mich zutiefst bewegt, da ich immer wieder hin- und hergerissen war und nicht wusste, was ich glauben sollte und was nicht. Danielle kann nicht glauben, dass Max jemanden umgebracht hat, aber gleichzeitig weiß auch sie, dass eigentlich sonst niemand für den Mord infrage kommt. Mit der Hilfe des Anwalts Tony Sevillas und dem Privatermittler John Doaks versucht sie die Wahrheit zu erfahren, allerdings stellt sie sich den Ermittlungen immer wieder in den Weg, da sie meistens immer alles besser weiß und einige Indizien nicht wahrhaben möchte.

Die Auflösung der Tat, sowie die Ermittlungen werden dabei sehr authentisch dargestellt und ich fand es besonders toll, dass die Geschichte oftmals unvorhersehbar war. Als Leser weiß man genauso wenig wie die Figuren selbst und somit löst man gemeinsam das Puzzle und sucht immer wieder nach neuen Indizien.

Dennoch gibt es auch einen Punkt Abzug, denn oftmals gab es den ein oder anderen Logikfehler, über den ich nicht hinwegsehen konnte. So wird z.B. immer wieder darauf hingewiesen, wie streng die Klinik doch bewacht wäre und selbst die Zimmer mit Kameras ausgestattet sind. Handy und Internet sind dabei streng verboten. Danielle schafft es jedoch, Max' Handy einzuschleusen, mit dem er dann mehrfach telefoniert. Wieso ist dies also z.B. niemanden aufgefallen? Diese Szene und einige andere, die ähnlich abliefen, haben dazu geführt, dass ich oftmals stutzig wurde und nicht immer mitten in der Geschichte war. Wären diese Logikfehler nicht gewesen, wäre das Buch schon fast perfekt gewesen.

Das Cover wirkt sehr düster und passt perfekt zur Geschichte, gleiches gilt für die Schriftart, denn diese rundet das Cover noch einmal ab. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls gefallen, da sie nicht zu viel verrät und die Geschichte bereits dort spannend beschrieben wird.

"Mutterliebst" konnte mich insgesamt sehr von sich überzeugen, da die Geschichte neben interessanten Figuren mit jeder Menge Spannung um die Ecke kommt. Hätten sich nicht hier und da einige kleine Logikfehler eingeschlichen, wäre die Geschichte sogar fast schon perfekt gewesen. Ich kann die Geschichte wirklich jedem empfehlen, der gerne Thriller liest oder sich mit dem Thema Autismus auseinandersetzt.
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am 15. Januar 2012
Worum geht es:

Das Max nicht ganz so gesund ist wie andere Kinder weiß Danielle. Sie weiß auch, wie die niederschmetternde Diagnose lautet: Autismus. Um ihn bestmöglich behandeln zu lassen, schafft sie es gegen Max Willen ihm einen Platz in der renommierten Maitland- Klinik zu besorgen. Doch kaum dort angekommen, verändert sich sein Zustand zusehends. Spitze des Eisberges: Die Ärzte attestieren ihm eine schwere Psychose, die sich vor allem in unkontrollierten Gewaltausbrüchen gegen andere äußert. Danielle weigert sich dies zu akzeptieren, und sucht Rat und Unterstützung bei der Mutter von Jonas, Max' Mitpatient.

Doch als Jonas brutal ermordet in seinem Zimmer gefunden wird und Max neben ihm in Jonas Blut kauert, weiß sie, dass sie für ihren Sohn kämpfen muss, denn Max kann das einfach nicht getan haben.

Meine Meinung:

So schleppend wie die ersten 50 Seiten dieses Buches waren, umso besser waren die restlichen 300. Anfänglich war ich sehr enttäuscht von den langweiligen Dialogen und den vielen teilweise nicht erklärten medizinischen Fachbegriffen, aber zeitgleich mit dem Mord an Jonas setzte die Spannung ein. Dieses Buch ist definitiv der beste Krimi- Thriller- irgendwas, den ich in den letzten Monaten gelesen habe. Obwohl ich recht früh eine Ahnung hatte durch wen Jonas sterben musste, war das was dann enthüllt wurde so unglaublich und spannend, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Es spielt sich hauptsächlich kurz vor und während des Prozesses gegen Max ab, und tröpfchenweise sickert die Tragweite von Jonas Tod durch.
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am 26. September 2012
Habe das Buch bei einer Amazon Aktion gratis auf den Kindle geladen. Das Buch hat wirklich nicht schlecht begonnen und war auch gut zu lesen. Aber schon etwa nach dem ersten Drittel ist die Geschichte immer unglaubwürdiger und die Aktionen der Hauptdarstellerin sind immer übertriebener geworden. Zum Ende des Buches hin liest man eigentlich nur mehr weiter, weil man den Grund für die Taten wissen will, die eigentliche Schuldige hat man längst erahnt.
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am 4. Juni 2015
Wenn zwar nicht das "warum" so doch das "wer" des Täters von der ersten Minute an, in der die Person in der Geschichte auftaucht, klar ist, es zweifellos Längen gibt, so ist doch die Beschreibung des Umgangs mit psychisch Kranken und des Zustandes von Psychiatrien erschreckend real und aktuell.

Leider hat nicht jeder Angehörige, die Anwälte sind, und so ist das gros der Psychiatrie "Insassen" vielerorts hinter verschlossenen Türen auf Gedeih und Verderb hilflos der Arroganz und Selbstherrlichkeit der Weißkittler ausgeliefert.

Merke: wer seinen Patienten Beruhigungsmittel gibt, will Ruhe vor seinen Patienen haben.

Ich habe das Buch jedenfalls innerhalb eines halben Nachmittages durch gelesen und das heißt bei mir schon was.
Auch wenn mir das Ende des Buches im Epilog nach Horrofilm B-Movie Manier doch arg plakativ vorkam.
Wollen wir nicht hoffen, dass dies die Einleitung zu einer Fortsetzung darstellen sollte, denn das würde das ganze für meinen Geschmack in die Trash Ecke stellen.
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am 28. September 2012
In weiten Teilen ist das Buch sehr langatmig. Zwischendurch enthält es immer wieder spannende Passagen. An einigen Stellen baut die Autorin Spannung auf, überdehnt aber den Spannungsbogen gnadenlos, so dass ich viele Seiten mit nichtssagendem Inhalt einfach überflogen habe. Besonders genervt hat mich die endlos lange Verhandlung, bei der jedes noch so kleine Detail ausgewalzt wurde.

Gestört haben mich auch etliche unrealistische Szenen und Fehler.
- So ist es unglaubwürdig, dass es Danielle gelingt, die Fußfessel los zu werden, die Stadt zu verlassen, in einen anderen Bundesstaat zu reisen, und dort zu recherchieren.
- Sehr verwundert war ich auch, dass im iPhone-Zeitalter noch Disketten für den Computer verwendet werden und dass es der Protagonistin gelingt, selbige in ihrem Laptop zu lesen.
- Max darf in der Klinik weder Handy noch Computer benutzen. Danielle schmuggelt sein iPhone in die Klinik. Und trotz Überwachungskamera im Zimmer fällte es keinem auf, dass er mit dem iPhone telefoniert, sms versendet und im Internet surft.
- Zunächst ist die Rede davon, dass die Überwachungskamera im Mordzimmer ausgeschaltet war und es wird gerätselt, wer sie ausgeschaltet hat. Am Ende taucht das Videoband mit dem Mord auf, welches aus der Kamera entwendet wurde. War das den Ermittlern nicht aufgefallen? Mal abgesehen davon - was war das für eine vorsintflutliche Kamera, die noch auf Videofilm, statt digital, aufzeichnet?!?!
- Ohne jegliche medizinische Erfahrung gelingt es Danielle, von Max eine Blutprobe zu nehmen...

Die Darstellung der einzelnen Charaktere ist eindimensional und beschränkt sich auf schwarz oder weiß, auf gut oder böse - ohne Zwischentöne. Dadurch wirkt alles sehr oberflächlich.

Danielle, die Mutter von Max, ist ein Mensch, der immer wichtig sein will, im Mittelpunkt stehen will. Nur sie kann ihrem Sohn helfen, nur sie kann den Fall lösen. Auf die Art macht sie ihren Sohn von sich abhängig, denn ohne sie, die Über-Mutter, kann Max ihr Meinung nach nicht leben. Eine schreckliche Frau!

Marianne, die Mutter des anderen Kindes, ist gnadenlos überzeichnet und ihre Taten in dieser extremen Form unglaubwürdig. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit: Die Idee zu der Story ist gut. - Die Umsetzung ist mangelhaft. Schade. Der Stoff hätte das Zeug zu einem spannenden Roman gehabt.
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Antoinette van Heugtens Roman „Mutterliebst“ wird vom Verlag als Thriller beworben, es dauert aber zunächst eine ganze Weile bis sich beim Lesen ein leichtes Spannungsgefühl einstellen will. Zwar nimmt der Prolog bereits den ersten dramatischen Wendepunkt der Geschichte vorweg, danach widmet sich die Autorin aber erst einmal der besonderen Situation ihrer Protagonisten: Auf der einen Seite arbeitet Danielle Parkman hart an ihrer Karriere als erfolgreiche Anwältin und muss sich in ihrer Kanzlei täglich aufs Neue beweisen und dem Druck standhalten, auf der anderen Seite wartet zuhause aber mit ihrem autistischen Sohn ein kleiner Pflegefall, für den Danielle immer wieder vieles opfern muss. Die ersten Seiten wirken daher ein wenig, als würde sich van Heugten hier an einer Art Autismus-Drama versuchen, allerdings beschreibt sie die Entwicklungsstörung des Jungen für meinen Geschmack ein wenig oberflächlich und klischeehaft, sodass die ersten Kapitel der Geschichte kaum überzeugen können.

Mit dem schrecklichen Ereignis in der Maitland-Klinik nimmt die Geschichte dann aber eine ganz andere Richtung und plötzlich finden auch erste Spannungselemente den Weg in die Geschichte. Danielle sieht sich auf einmal mit dem Rücken zur Wand und muss alles dafür geben, um Max gegen schlimme Vorwürfe zu verteidigen und die Unschuld ihres Sohnes zu beweisen. Ab diesem Zeitpunkt ist Danielle verstärkt in ihrer Funktion als Anwältin gefragt und muss mit nur geringer Unterstützung in einem sehr persönlichen Kriminalfall ermitteln – gegen alle Widerstände und eine schier erdrückende und ausweglose Beweislage. Die Protagonisten wird dabei zwar nicht zur ganz großen Sympathieträgerin, der unermüdliche Einsatz für ihren Sohn nötigt aber Respekt ab und je tiefer man sich mit der Anwältin in den Fall einarbeitet, desto mehr schlägt man sich beim Lesen auch auf Danielles Seite.

So zieht die Spannungsschreibe langsam aber sicher immer mehr an, bis die gelernte Anwältin Antoinette van Heugten im Schlussdrittel schließlich ihre langjährige Erfahrung ausspielen kann und „Mutterliebst“ in Form eines packenden Justizdramas seine eindeutig stärkste Phase erreicht. Hier macht sich all die Geduld und das Durchhaltevermögen vollends bezahlt und man möchte beim dramatischen Finale kaum noch das Buch aus den Händen legen. Man merkt eindeutig, dass sich die Autorin im Gerichtssaal deutlich wohler fühlt als im Umgang mit psychischen Störungen und medizinischen Diagnosen. Was als etwas missglücktes und oberflächliches Autismus-Drama begann wird somit zu einem letzten Endes überzeugenden Justiz-Thriller, den man nach dem eher schleppenden Anfangsdrittel in dieser Form kaum noch für möglich gehalten hätte. Somit ist „Mutterliebst“ für alle, die sich von dem Autismus-Thema zwar grundsätzlich angesprochen fühlen, davon aber nicht mehr als den Aufhänger zu einem Unterhaltungsroman erwarten, sicherlich eine Empfehlung wert.
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am 28. August 2012
Krass. Einfach krass, diese Geschichte von zwei Müttern, zwei Jungen in einer psychiatriaschen Klinik und einem Mord, die am Anfang so wenig spannend und fast schon langatmig daher kommt.

Zuerst war ich etwas irritiert von der Schreibweise, von dem analytisch beschreibenden Präsens, in dem "Mutterliebst" verfasst ist. Am Anfang packt einen die Geschichte auch noch nicht wirklich, weil man nicht sieht, worauf sie hinauslaufen soll.
Doch dann geschieht der Mord und alles kommt ins Rollen. Die Story nimmt eine Wendung, die sorgsam vorbereitet und trotz ihres Ausmaßes nicht mehr ganz überraschend kommt. Inhaltlich abzusehen ist sie nur in Spuren.

Die menschlichen und krankhaften Abgründe, die sich nach dieser Wendung auftun, sind abstoßend und Ekel erregend. Das Buch lässt sich aber dennoch ohne Würgereiz lesen.
Am Ende folgt sogar eine recht glaubwürdige und medizinisch begründete Aufklärung, die inhaltlich kaum Fragen offen lässt. Einige Dinge hätte ich mir vielleicht noch im Epilog gelöst gewünscht, aber die Geschicht ist auch so abgeschlossen.

Zurück bleibt man mit einem Bedürfnis, bestimmte Krankheitsbilder zu googlen, und mit der Frage, ob so was auch in Wirklichkeit wahrhaft möglich ist - undgeachtet der Überzeugung, dass es so ist.

Über den Inhalt möchte ich nichts weiter sagen. Jedes weitere Wort könnte Spannung und Gänsehaut vorwegnehmen.

Ein bisschen Psychothriller, ein bisschen Who dunnit, auch wenn man schnell einen Verdacht hat, der dann auch bestätigt wird, ein bisschen Jura-Roman. "Mutterliebst" bietet interessante Unterhaltung auf hohem Niveau, die man konzentriert und mit gesundem Magen genießen sollte. 4 Sterne.
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am 23. Oktober 2014
Max ist Autist. Inzwischen ist er 16 und hat gewalttätige Züge. Seine Mutter möchte ihn beschützen, aber nachdem sie sein Tagebuch findet und erfährt, dass er Selbstmordgedanken hat, weiß sie, dass der Psychologe recht hat: Max braucht Hilfe in Form einer Einweisung in die psychiatrische Klinik. Dort wird er eines Tages neben einem toten Jungen gefunden.

Das Buch ist unterteilt in drei Bereiche. Im ersten geht es um die Einlieferung von Max in die Klinik. Der zweite Teil handelt von dem toten Jungen und den Nachforschungen Danielles. Und im dritten Abschnitt dann die Aufklärung - eine grausame Wahrheit kommt ans Licht.

Das Buch ist spannend geschrieben und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Danielle ist mir sehr sympathisch und ich kann sie sehr gut verstehen. Ihre größte Sorge gilt ihrem Sohn. Er hat das Asperger Symptom und wird in einer Klinik behandelt. Dort stellen die Ärzte weitere düstere Diagnosen. Danielle zweifelt an dem Wahrheitsgehalt. Außerdem sitzt ihr ihr Arbeitgeber im Nacken. Ohne die in Aussicht gestellte Beförderung kann sie die Klinikbehandlung nicht bezahlen.
Als sie ihren Sohn aus der Klinik holen möchte, findet sie ihn bewusstlos neben einem toten Jungen. Das Tatwerkzeug hält er in der Hand. Danielle ist von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei bewegt sie sich nicht immer in der Legalität, aber sie hat Erfolg. Was sie herausfindet, ist erschütternd. Das Ende war schrecklich und es kam eine grausame Wahrheit ans Licht. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil die eigentliche Täterin entkommen ist. Ansonsten fand ich das Buch und das Ende klasse. Weshalb ich 4,5 Sterne gebe.
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