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am 5. Mai 2015
realtitätsnah, und humorvoll gemacht.. schwarzer, ehrlicher Humor von den Inseln. zeigt was wirklich hinter den Kulissen der dritte-welt-Politik abläuft. die Darstellung des alternden Reporters, alleine der typ ist genial. da sehr viele Journalisten diesem ähneln.
schade, dass es nicht mehr folgen gibt. die briten sind in dieser Aufarbeitung und Darstellung von Sachverhalten sehr gut. da kommt ihnen niemand nach, in Sachen Humor.
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am 30. September 2014
Witzig gemacht und gerade in der politischen lage vielleicht gar nich soo weit her geholt auch oder gerade weil sich da bilder und berichte mit der Realität ähneln viele dinge sind im englischen da besser
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Dezember 2011
Die britische Sitcom "Taking the Flak - Reporter auf Kriegsfuß" ist eine schwarzhumorige Mediensatire vom Feinsten: Herrlich böse und voller versteckter Anspielungen wird die Welt der Auslandskorrespondenten aufs Korn genommen! Besonders pikant dabei ist, dass Erfinderin und Co-Autorin Tira Shubart selbst seit zwei Jahrzehnten als Fernsehjournalistin tätig ist.

HANDLUNG
In Karibu, einem fiktiven afrikanischen Staat, wird Erdöl entdeckt. Sonst hätte sich die Welt wohl auch kaum für den unbedeutenden Zwergstaat interessiert. Als ein Bürgerkrieg zu eskalieren droht, steht die BBC natürlich in der ersten Reihe, um live und exklusiv über das Geschehen zu berichten. Jedenfalls, bis es einen größeren Skandal irgendwo auf der Welt gibt.

Korrespondent vor Ort ist der junge Journalist Harry Chambers (Bruce MacKinnon), der sich dank der politischen Entwicklungen bereits die Karriereleiter erklimmen sieht. Live-Reportagen aus dem Kriegsgetümmel, weltweite Medienaufmerksamkeit - ein absoluter Traum für den Newcomer. Prinzipiell. Doch dann geschieht das, was Neulinge mehr fürchten als Krieg und Terror: Ein Medienliebling und BBC-Veteran schnappt ihm die Story weg. Der erfahrene Chefauslandskorrespondent David Bradburn (Martin Jarvis) nimmt zusammen mit Produzentin Jane Thomason (Doon Mackichan), Kameramann Rory Wallace (Damian O'Hare) und der unter Dauerdurchfall leidenden Radioreporterin Margaret Hollis (Joanna Brookes) das Zepter in die Hand.

Ehe er sich versieht wird Harry Chambers zum macht- und einflusslosen Zuschauer innerhalb des Medienspektakels, in dem Können nichts zählt und Kontakte alles bedeuten. (Nicht zuletzt ist das auch der Grund für Chambers' eigene Affäre mit der hübschen Hotel-Rezeptionistin Grace. An Einheimischen nah dran sein, das kann sich als Vorteil erweisen.) Geschickt nutzt der selbstverliebte Bradburn Einheimische, später auch Harrys Informanten, für seine Zwecke. Denn über fundiertes Faktenwissen verfügt er nicht. Er weiß nichts über den Staat, kennt sich nicht mit der aktuellen Situation aus. Und es gibt wohl nicht viel, was den Fassadenkünstler und Frauenhelden noch weniger interessiert als Politik und menschliche Schicksale. Doch sobald die Scheinwerfer ihn erfassen, schwingen selbstverständlich gut geheucheltes Mitgefühl und tiefes Interesse in Mimik, Gestik und Tonfall Bradburns mit. So werden Storys gemacht!

Auch die übrige Entourage ist eher mit sich selbst als mit der Situation vor Ort beschäftigt: Die füllige Radiokorrespondentin Margaret arbeitet sich von einer Toilette zur nächsten. Insgeheim sehnt sie sich nach einer heißen Affäre. So wie ihre Kollegen. Die unter Dauerstress stehende Produzentin Jane und der abgebrühte Kameramann Rory haben Mühe, zum Zug zu kommen, während Margaret ihr stilles Örtchen blockiert.

KRITIK UND HINTERGRUND
Man kann in dem aufwendig produzierten Comedy-Drama "Taking the Flak" eine Satire auf John Simpson, einen Auslandskorrespondenten der BBC News, vermuten. Optisch und was die journalistische Erfahrung angeht, sind sich Simpson und der fiktive Hauptcharakter Bradburn nicht unähnlich: John Simpson berichtete immerhin live aus rund 120 Ländern, darunter auch aus etwa 30 Kriegsgebieten.

Hier wird sein Berufsstand nun tüchtig auf die Schippe genommen, Bradburns Part allerdings satirisch überspitzt dargestellt. Gedreht wurde in Kenia und Tansania. Dadurch, dass Drehbuchautoren und Produzenten wirklich wissen, worüber sie schreiben, bewegt sich "Taking the Flak" oft erschreckend nah an der Realität.

Oberflächliche Witzeleien und Tiefgang halten sich innerhalb dieser Mini-Serie die Waage. So amüsieren die Namen der Afrikaner eher wenig. Die Charakterisierung der Protagonisten bleibt leider eindimensional auf ihre Funktion reduziert. Die Darstellung der adipösen, einsamen Radiokorrespondentin als Witzfigur ist besonders unpassend und ihre häufigen Durchfälle von bestenfalls flacher Situationskomik.

Die Dialoge allerdings sind wahre Feuerwerke! Das ist keine Serie, die man als Nebenbei-Berieselung ansehen kann. Sie erfordert volle Aufmerksamkeit. Wer erst einmal Feuer gefangen hat, kann ohnehin nicht mehr abschalten. Da jagt ein Spruch den nächsten. Man lacht und schluckt, gefangen zwischen Satire und Ernst, vor und hinter den Kulissen.

EPISODENFÜHRER
Episode 1: "Endlich live"

Bei der Arbeit an einer Reportage über Kindersoldaten geraten David Bradburn und sein Kameramann in Gefangenschaft. Die Koordinatorin des Projektes "Sons without Guns' eilt ihnen zu Hilfe. Derweil gerät Margaret Hollis in ein Minenfeld und jagt unbeabsichtigt einen Hund in die Luft.

Episode 2: "Die amerikanische Freundin"
Das BBC-Team in Karibu bekommt Gesellschaft von einem amerikanischen Sender. Leiterin des Konkurrenzteams ist ausgerechnet eine alte Rivalin David Bradburns.

Episode 3: "Tiger im Tank"
Jack verstärkt als neuer Kameramann fortan das BBC-Team. Außerdem gibt es eine Live-Reportage, als Jane durch Zufall mitbekommt, dass sich eine chinesische Erdölgesellschaft die Förderrechte für das Erdöl in Karibu gesichert hat.

Hotelrezeptionistin Grace beschließt, Harry Chambers endlich ihrem Vater vorzustellen. Die Begegnung verläuft für den jungen Journalisten anders als erwartet.

Episode 4: "Schwarz oder weiß"
Das BBC-Team plant ein Interview mit einer Einheimischen, die ein Perlenprojekt durchführt.

Episode 5: "Feuerpause"
Margaret und David geraten in einen Schlagabtausch zwischen Regierung und Rebellen.

Episode 6: "Kollegenschweine"
David Bradburn bekommt Konkurrenz von einem Kollegen aus Brüssel. Harry Chambers gibt sich als berühmter Korrespondent aus und bemüht sich, einem jungen afrikanischen Journalisten das Handwerk beizubringen.

Episode 7: "Von Löwen und Despoten"
Kriegsende! Auf den Straßen Karibus wird gefeiert. Harry führt ein Interview mit dem Präsidenten. Am Ende verlässt die BBC Karibu.

DVD-BOX
Auf insgesamt zwei DVDs bekommt man in dieser Staffelbox rund 264 Minuten herrlich-bösen TV-Spaß geboten. Als Extras sind sehenswerte Outtakes dabei, außerdem nicht verwendete Szenen.

FAZIT
"Taking the Flak" ist eine britische Sitcom für alle, die sich für Satire begeistern und hintergründigen Humor schätzen. Über gewisse Oberflächlichkeiten und Slapstick lässt sich hinwegsehen. Wem es vorher nicht klar war, der weiß es hinterher: Eine gewisse Medienskepsis ist auch bei den Nachrichten durchaus angebracht.
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am 4. Januar 2012
Despoten, Krieg und Korruption. Für Auslandskorrespondenten ist Afrika ein unerschöpfliches Land an Meldungen, die nur für kurze Zeit sensationell erscheinen. So erhält die zentralafrikanische, fiktive Republik Karibu nur deshalb Nachrichtenwert, weil sich Russen und Amerikaner plötzlich öffentlich mit humanitären Aktionen übertreffen wollen. Ein Grund dafür könnten die Ölfelder sein, die das Land besitzt.

Als daraufhin eine Horde BBC Reporter ins Land einfällt, ist niemand vor ihnen sicher. Das Hotel "Waterbuck" für ausländische Journalisten bietet weder Komfort noch die sichere Zusage eines Zimmers. Wer mehr zahlt, erhält den Zuschlag und fließendes Wasser kann nicht garantiert werden.

Die Einwohner Karibus nehmen das Chaos in ihrem Land betont locker. Der Krieg zwischen der diktatorischen Regierung und den Rebellen ist lediglich dann spannend, wenn man zufällig mittendrin ist. So werden Granaten-Explosionen nur noch mit Galgenhumor kommentiert oder wahlweise sogar provoziert.

BBC Korrespondent Harry Chambers (Bruce Mackinnon, "Jekyll") lebt schon seit zwei Jahren in Karibu - für den Fall der Fälle. Die Sprache kann er zwar immer noch nicht, aber dafür kennt er Land und Leute, behauptet er. Dass seine erfolgreichen Kollegen sein Wissen nicht nutzen wollen, frustriert ihn. Auf der permanenten Suche nach einer Story, die ihn wenigstens für ein paar Sekunden in die sechs Uhr Nachrichten bringt, befindet er sich letztlich immer nur im Selbstgespräch.

Der renommierte BBC Kollege David Bradburn (Martin Jarvis, "EastEnders") stellt sich allerdings auch nicht gerade clever an und wird bei einem Interview mit Kindersoldaten schon mal für YouTube-Spaß-Videos missbraucht. Die Öko-Gutmensch-Missionierungs-Blondine Samantha Cunningham-Fleming (Lucy Chalkley, "Jinx") nutzt die Anwesenheit der Journalisten, um auf ihr Projekt "Sons Without Guns" aufmerksam zu machen, das Kindersoldaten eine Wiedereingliederung ins normale Leben ermöglichen soll. Dass ihre Schützlinge trotzdem immer noch mit ihren Waffen unterwegs sind, scheint sie nicht wirklich zu interessieren.

Schonungslos und auf erfrischende Weise politisch unkorrekt wirft "Taking the Flak" einen Blick auf fragwürdige Politik mithilfe egozentrischer und bisweilen dusseliger Journalisten. Ob humanitäre Hilfsaktionen, Kindersoldaten, marode Wirtschaft oder Flüchtlingslager. Der berühmte schwarze Humor der Briten macht vor keinem noch so brisanten Thema Halt. Die BBC nimmt sich dabei auch gerne selbst auf die Schippe und lässt sogar echte BBC Mitarbeiter auftreten oder den schwer unterbeschäftigten Desk Producer Nigel Bagwell (Mackenzie Crook, "Fluch der Karibik 2") kleine Daleks aus Kaffee-Pappbechern basteln.

Wie auch schon bei "Free Agents" und "How Not to Live Your Life" hat sich tellyvisions hier eine kleine, britische Serien-Perle herausgepickt, um sie mit einer sehr gelungenen DVD-Ausstattung zu veröffentlichen. Man kann es nicht oft genug betonen. Das Angebot von optionalen englischen und deutschen Untertiteln - nicht nur bei den Episoden, sondern auch bei allen Extras - lässt das Herz jedes interessierten Käufers höher schlagen. Und auch beim Bonusmaterial gibt es einiges zu gucken - Outtakes, entfernte Szenen, eine äußerst amüsante Dancing Sequence und ein alternativer Titel-Vorspann. Außerdem wieder dabei ist eine Gratis-DVD mit Episoden anderer Veröffentlichungen des Labels. (ausführliche Rezension inklusive Bildmaterial auf BritTV.de)
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