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Kundenrezensionen

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am 7. Dezember 2015
»Als Abderrafi Diouri seinen Wagen abschloss, fiel sein Blick auf die schöne Tasnim, die keine dreißig Meter entfernt aus dem Bus stieg. Er wusste, dass es kein Zufall war, sondern Schicksal – gerade noch hatte er an sie gedacht.
Die Siebzehnjährige trug eine knallgelbe Tasche an einem Riemen über der Schulter und schlenderte die Strasse entlang.
Kein Blick zu ihm herüber. Und keinen Hijab – sie trug das Haar schamlos zur Schau.
[…]
Vielleicht sollte er mit Tasnims Bruder reden.
Rafi ärgerte sich, dass ihn der Gedanke an eine Frau so plagte, obwohl er längst wusste, dass das irdische Leben nicht zählte. Nicht Partys, nicht Alkohol, sondern ausschließlich Allahs Wort und das Beispiel des Propheten.«

Rafi will sein Leben für den richtigen Glauben geben. Und die Ungläubigen dafür strafen, was sie den gläubigen Muslimen antun. In Palästina, im Irak, in Afghanistan.
Die Ehrenfelder CDU will derweil einen Moscheeneubau verhindern.
Moritz Lemke wird Pressesprecher der Freiheitlichen. Die wollen ihren Ruf als rechte Partei ablegen und in der Mitte der Gesellschaft wildern. Mit der islamischen Bedrohung auf Stimmenfang gehen.
Dazwischen stehen Martin Zander und Anna Winkler von der Mordkommission, die einen alten Fall aufklären wollen. Vor eineinhalb Jahren wurde Rafis Bruder ermordet.

Was sich wie ein superaktueller Krimi nach dem Paris-Anschlag anhört, ist in Wirklichkeit 2009 erschienen. Aber inklusive Bombenanschlag auf ein Stadion. Inklusive einer rechten Gruppe, die sich seriös gibt, der AfD ähnelt, obwohl es diese Partei noch gar nicht gab, als Horst Eckert den Roman schrieb. Und Salafisten die dieser neuen Partei die Wähler zutreiben.

Horst Eckert lässt seine Figuren leben, wir können ihnen folgen, verstehen sie. So schwierig das auch ist, wenn es sich um mordbereite Salafisten, Populisten á la Pegida oder um Industrielle handelt, die Nazi-Devotionalen sammeln. Und er nimmt sie ernst. Da wird nichts verharmlost, aber auch nicht die islamische Gefahr an die Wand gemalt.

Deshalb klingt diese Geschichte von 2009 so aktuell, als hätte der Autor eine Zeitreise ins Heute gemacht, als wäre das Buch gerade erst erschienen, als sollte es eine Antwort auf die aktuellen Ereignisse sein.

Ein spannender Roman mit bedrückendem Zeitkolorit und einem realistischen Einblick in die Mechanismen, mit denen sich Pegidas, Salafisten und Neonazis die Bälle zuspielen. Ich kenne keinen Roman, der so detailliert die Konflikte rund um islamistischen Terror und Pegida-Populismus schildert und gleichzeitig seine Personen derart ernstnimmt, auch wenn es schmerzt.

Hans Peter Roentgen
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am 4. Juni 2009
.... mit diesem Gefühl legt man nach einer durchlesenen Nacht den neuesten Roman
von Horst Eckert bedauernd aus den Händen. Eindeutig das beste Werk in dieser
Krimireihe, beeindruckend und fundiert aktuell,sprachlich brilliant,
der Spannungsbogen bis zur letzten Seite kunstvoll gewölbt.
Die Charaktere gebrochen wie eh und je und echte Anti-Helden, aber sprachlich
wunderbar konturiert und lebendig und damit auf ihre Art sympatisch und lebendig.
Beeindruckend die in jeder Hinsicht beeindruckende Detailkenntnis des Autors,
sowohl was die Polizeiarbeit als auch das dem Roman zugrunde
liegende gesellschaftspolitische Szenario angeht.
Kurz, ein Stoff der süchtig macht.....
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am 5. Mai 2011
Vielfältig sind die Erzählfäden, die Horst Eckert in ebenso klarer wie temporeicher Sprache spinnt. Lange Zeit wie unverbunden stehen die Handlungsstränge nebeneinander, bevor sich im letzten Drittel des Buches nach und nach alles zusammenfügt, bis zur letzten Seite aber jederzeit überraschende Wendungen in den Raum stellt.

In drei Richtungen beginnt Eckert seinen Roman.

Zunächst wird ein alter Fall in Düsseldorf aufgerollt. Der schon länger zurückliegende Mord an einem marokkanischen Drogendealer beschäftigt den 52jährigen Kommissar Martin Zander und seine junge Kollegin Anna Winkler. Zander, der es zu Zeiten mit dem Gesetz nicht allzu genau nahm, selber damit ins Zwielicht gerät und erpressbar wurde, der in der Gegenwart noch in seinen Ermittlungen durchaus auch unkoschere Wege zu gehen versteht, hat im Auftrag des Polizeidirektors dringlich aufzuklären, wer im damaligen Mordfall die undichte Stelle seiner ehemaligen Abteilung war. Denn es gab eine.

Moritz Lemke, gerade arbeitslos gewordener, freier Journalist erhält das Angebot, für die eher rechts stehende Partei 'Die Freiheitlichen' eine Kampagne zu entwerfen und anzutreiben, die einerseits einen Imagewechsel installieren soll und andererseits die Partei über die 5% Hürde zu hieven hat. Eine Arbeit, die ihn vor eine private Zerreißprobe in mehrfacher Hinsicht stellen wird.

Rafi, Said und Yassin haben sich dem fundamentalistischen Verständnis des Islam zugewendet und planen einen Anschlag zu. Da explodiert bei einem ihrer konspirativen Treffen eine Bombe. Paul Veller, Landeskriminalamt, beginnt mit den Ermittlungen. Schnell steht der Verdacht im Raum, dass ein massiver Terroranschlag in Düsseldorf geplant war. Ein Verdacht, der den 'Freiheitlichen' massiven Auftrieb verleiht, der Martin Zander und Anna Winkler dem Ermittlungsteam um Veller hinzufügt (eine Zusammenarbeit, die auch private Folgen haben wird), währenddessen Zander mehr und mehr unter Druck gerät und nebenher die Puzzelstücke des damaligen Informanten seiner Abteilung versucht, zusammenzufügen.

Und dann kommt doch alles anders, als die Protagonisten (und der Leser) dachten.

Temporeich, gründlich recherchiert, mit Figuren versehen, die differenziert und voller Eigenwendungen im Raum stehen bietet der Roman ein nicht nachlassendes Lesevergnügen. Klar und präzise versteht Eckert, zu formulieren und aufzuzeigen. Sowohl die Traditionen und Lebensweisen arabisch stämmiger Gemeinschaften in Düsseldorf mitsamt der zunehmend kritischen Reaktion der deutschen Bevölkerung, als auch die Ermittlungsarbeit der Polizei, wie auch die politischen Verschachtelungen und Ränkespiele, hintergründige Absichten und gegenseitiges Misstrauen. Wie er den morbiden, rechten Hintergrund der besseren Gesellschaft darstellt und ins Spiel bringt, das hat eine überzeugende Kraft im Roman. Ebenso, wenn er ungefiltert das Zerlegen einer Leiche darstellt.
Denn nicht jeder der Protagonisten, bei denen es Eckert gelingt, jede der Hauptfiguren zu einem Sympathieträger zu gestalten, wird das Ende des Romans erleben.
Zudem legt Eckert wert auf eine Entwicklung seiner Personen, die deutlich erkennbar im Roman stattfinden.

Sei es die junge Polizistin, die einige klare, private Entscheidungen zu treffen haben wird, sei es der ehemalige Grüne und grundsätzlich liberale Journalist Moritz Lemke, der an ganz anderem Ort zum Schluss anlangen wird, als er es zu Beginn sich hätte vorstellen können.

Rasant, spannend, realistisch und logisch aufgebaut gilt zu recht, was hr2 Kultur formuliert: 'Eckert braucht den Vergleich zu Grisham und John le Carré nicht zu scheuen'.
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am 19. Juni 2009
Ein arbeitsloser Journalist, der seine große Chance sieht, als ihn eine neue, rechtspopulistische Partei als PR-Mann anheuert. Einen Migrantensohn, der nach dem Tod seines großen Bruders mit dem Leben nicht zurechtkommt und sich dem Islam in seiner radikalsten Variante zuwendet. Ein Polizist, der seine korrupte Vergangenheit verdrängen will und einen Verräter in den eigenen Reihen jagt.
Wie Horst Eckert in 'Sprengkraft' diese drei Schicksale zu einem hochaktuellen Bild unserer Zeit verknüpft, zwingt die Leser zum atemlosen, nägelkauenden Immer-Weiter-Lesen. Dazu trägt auch Eckerts Sprachstil bei, er ist knapp, prägnant und ungekünstelt. Vorwärtstreibende Spannung, lebendige Figuren und politische Bezüge, die zum Nachdenken anregen. Ein Thriller erster Güte, packend und wahrhaftig, voller Sprengkraft eben.
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am 26. Mai 2009
Endlich ist der neue Eckert auf dem Markt. Die lange Zeit des Wartens ist vorbei. Spannend und realitätsnah fängt der Autor Stimmungen und Strömungen im Deutschland des ausgehenden ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ein, ohne sich plump irgendwelcher Schablonen zu bedienen. Am Schluss bleibt die alte Frage: Wer sind die wirklich Guten? Wer ist tatsächlich ohne Fehl und Tadel? Eckert macht es sich nicht einfach mit Zuordnungen. Routiniert aber nicht abgedroschen bearbeitet er das sensible Thema Terrorismus und den vermeintlichen Kampf dagegen, der so oft den Eindruck erweckt ganz andere Ziele zu erfassen. Das bewährte Figurenensemble der Düsseldorfer Kriminalpolizei begleitet den Leser bzw. die Leserin durch einen schier undurchdringlichen Dschungel aus Verschleierung und Täuschung. Wie immer hat der Meister des deutschen Polizeikrimis eine solide und zum Nachdenken anregende Arbeit mit literarischem Anspruch abgeliefert. Da seien sogar die gar zu offensichtlichen Anleihen aus der jüngsten österreichischen Zeitgeschichte verziehen.
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am 15. Juli 2009
Das Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes Dynamit (hätte man auch als Titel wählen können....) und absolut brisant !!!!!

NRW-Politik pur (kann aber auch in jedem anderen Bundesland spielen) und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen beabsichtigt.... Ich bin der Meinung, das der Autor in diesem Buch vieles anspricht, was uns bewegt: unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung wird die Angst der Mitbürger geschürt und einige Gesetze und Erlasse auch durch Herrn Schäuble auf den Weg gebracht, die uns mal zum gläsernen Menschen machen (George Orwell 1984 : Big brother is watching You.... Lässt grüßen) und wir haben dann den perfekten Überwachungsstaat.

Klar ist auch, dies wird durch den Autor ja auch angesprochen, dass dadurch auch in die Hände der Rechten gespielt wird, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es leider einige muslimische Mitbürger gibt, die es mit unserer Rechtsauffassung nicht so haben, aber man sollte halt nicht alle über einen Kamm scheren.

Uns wird auch in diesem Thriller schön vor Augen gehalten, wie politische Macht funktioniert und das diese auch noch teilweise für per sönliche Vorteile ausgenutzt wird, auch wenn's mit unlauteren Methoden ist.

Ich bin der Meinung, der Thriller ist nicht fiktiv, sondern das wahre Leben vor unsere Tür !!!!

Meine Hochachtung und Hut ab vor Herrrn Eckert, dass er diese Themen in einem Thriller verpackt hat, bin auch der Meinung, dass es bislang sein allerbestes Buch (die anderen sind ja schon Klasse) ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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am 2. Juni 2011
...aber gut unterhalten hat mich dieser Krimi.

Und mich nun hier dazu zu äußern stellt mich vor die Grundanforderung einer Krimikritik, die da ist, dem Buch gerecht zu werden, ohne durch zu viel Preisgabe der Auflösung den Leser zu vergrämen, ihn zu "verspoilern". Im Wesentlichen folgt nun also meine Begründung für "quatre points": Über weite Strecken fand ich den konsequent durchgehaltenen Gedanken, in Deutschland könne sich eine anti-islamistische Parteigründung vollziehen, nicht nur realistisch, sondern auch von den Figuren her recht glaubwürdig erzählt. Eine Dame, die mich als in Bayern lebende Person, sehr an Frau Pauli erinnert, wird zur Gallionsfigur, die nicht nur im Rockerkostüm sondern auch im Rock-Kostüm populistisch gut ankommt. Als Schwäche der Veranstaltung habe ich aber immer wieder empfunden, dass die "Protagonisten" entweder zu vorhersehbar, zu oberflächlich oder eben sogar zu realitätsnah gestaltet waren. Auch gab es Hinweise auf mögliche Verstrickungen, die nicht nur zu dick aufgetragen, sondern auch zu zaunlattenmäßig bei mir ankamen, weshalb ich z.B. schon sehr zu Beginn ahnte, wer die gesuchte "Wühlmaus" im Polizeiapparat war....tja, und mehr sage ich hier nicht, um die Spannung, die trotz dieser meiner Voraussicht nicht entfleuchte, nicht anderen Lesern zu nehmen.
Trotz dieser Einwände nämlich war ich neugierig auf die schlußendliche Urheberschaft des Attentats und auch amüsiert über etliche Einfälle des Autors, die mit Nazi-Devotionalien zu tun hatten. Wer also wissen möchte, wer "Borghild" ist, und welche Rolle sie in dem Ganzen spielt, dem sei "Sprengkraft" gerne ans Herz gelegt.....wenngleich mich die Auflösung auch ein wenig enttäuschte.
Dass ganz am Ende neue Attentate geplangt werden, das war dann auch nicht wirklich überraschend, daher von mir nur vier statt fünf möglicher point(s), nicht point-iert genug für cinq.
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TOP 500 REZENSENTam 6. April 2010
"Sprengkraft"war mein erstes Buch von Horst Eckert, das mich aber so überzeugt hat, dass ich sicher andere folgen lassen werde.

Ein intelligenter Politthriller wurde mir serviert, der es an Nähe zur Realität nicht fehlen lässt.Ein Thema, das immer wieder aktuell ist wird aufgegriffen, nämlich,die Gefahr, die vom Extremismus unter Islamisten ausgeht, aber auch welche perfiden Machenschaften in Politik und Wirtschaft daraus enstehen können.Da wird einem klar, dass ein geschickt eingesetztes Ereignis zur rechten Zeit, den braunen Sumpf wieder auferstehen lässt, der als "Schläfer"wohl nicht so selten in unserer Gesellschaft schlummert.Einflussnahme durch die Wirtschft in politischen Dingen ist uns nicht fremd und wird uns eigentlich in regelmäßigen Abständen in den Medien präsentiert.Aber auch die Möglichkeit, den Islamismus dazu zu nutzen,unsere Privatsphäre aufzuweichen und uns zum gläsernen Menschen zu machen, greift Eckert geschickt in seinem Thriller auf.Ein korrupter Polizeiapparat, der sicherlich das eine oder andere schwarze Schaf auch in der Realität aufweist, lässt mich immer wieder an das Zitat denken"Wenn ich an Deutschland denke in der Nacht.....".

Für mich war dieses Buch ein rundrum gelungenener Thriller,der teilweise superspannend war und mich nachdenklich zurück läßt. Was kann man mehr von einem Buch erwarten ?
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am 5. Juli 2009
Eckert legt mit "Sprengkraft" einen furiosen Krimi vor, der wie immer mit einem spannend gezeichneten Figurenensemble und einem atemberaubenden Spannungsbogen aufwartet. In diesem - vielleicht seinem besten - Roman sind es, neben einigen bereits bekannten Figuren aus der Polizeiszene Düsseldorfs, insbesondere Leute mit islamistischem Background, die zum Geschehen beitragen. Deren abgründige ideologische Verfasstheit wird subtil und mit viel Hintergrundwissen beschrieben. Die rasant sich entfaltende Handlung mit politisch aktuellem Bezug lässt ein Panoptikum präzise beschriebener Psychopathologien Revue passieren. Dabei nehmen sich die gespenstisch korrupte politische Klasse und die vorzivilisatorisch und menschenverachtend daherkommenden Islamisten in ihrer moralischen Verkommenheit nichts.
Zur Handlung kein Wort mehr, es würde den Lesegenuss und den Überraschungseffekt beeinträchtigen. Man muss diesen Krimi gelesen haben um zu spüren, wie man Spannung und gesellschaftlichen Bezug auf meisterliche Weise zu einem reinen Lesevergnügen vereinen kann.
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am 13. September 2009
Horst Eckert ist einer der besten deutschen Hardboiled-Krimi-Autoren. Da geht's zur Sache und am Ende ist die Scheidelinie zwischen Gut und Böse etwas verwischt. Nach einer Reihe exzellenter Krimis könnte sich Routine eingeschlichen haben, aber eben diese Routine zeigt hier den Könner, wenn es um das sensible Thema Terrorismus geht. Wer kämpft eigentlich gegen wen und was? Die gebeutelte Truppe der Düsseldorfer Kripo muss sich durch ein Tohuwabohu aus Lügen und Drohungen, Verschleierung und Täuschung kämpfen.

Die Charaktere sind dem Genre gemäß gebrochene Typen, lakonisch, hart und doch verletzlich und lebendig. Über die Jahre sind auch die Kenntnisse des Autors über die Polizeiarbeit gewachsen, so dass er in diesem Buch mit sicherer Hand Details einfügt, die einem das Gefühl der Authentizität geben. Wenn man das Buch aus der Hand legt, möchte man das Nächste lesen.
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