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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
269
4,3 von 5 Sternen
Requiem for a dream [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 100 REZENSENTam 29. Januar 2013
Der Film ist kaum in Worte zu fassen. Beeindruckend und absolut authentisch. Schauspielerische Leistung; Hervorragend !

Requiem for a dream ist extrem deprimierend, erbarmungslos, unglaublich verstörend und geht unter die Haut. Es ist einer der besten Drogenfilme, die ich jemals gesehen habe. Es tut regelrecht weh mit anzusehen, wie die Zukunft und alle Hoffnungen der Protagonisten durch Drogen zerstört werden. Dieser Film ist keine leichte Kost und bleibt lange im Gedächtnis.

Eine unglaublich gute Verfilmung, die sehr berührt und emotional aufwirbelt. Der Film macht nachdenklich und zeigt wie leicht und häufig solche Schicksale passieren können.

Sollte man sich nicht entgehen lassen. Absolut sehenswert !
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. April 2012
"Requiem for a Dream" ist nicht einfach nur ein Film, ein guter Film, ein sehr guter Film, ein verstörender Film. es ist vielmehr eine Geschichte über die Verzweiflung des Lebens, über Menschen, die aus ihrer dunklen Welt nicht mehr herauskommen, die vielmehr mit jedem Tag tiefer in sie abtauchen. eine düstere Prophezeiung. ein Film, der das bittere, dunkle Leben zeigt, der das Leben von seiner bösen, von seiner tragischen Seite beleuchtet. nichts zum Lachen ...

der smarte 30 seconds to mars Sänger Jared Leto spielt hier Harry, der sich mit kleinen Gelegenheitsdeals über Wasser hält und sich selbst einredet, nur noch einen einzigen Deal zu machen und dann aufhört und ein normales Leben führt. er geht fest davon aus, dass er der eigenen Drogensucht locker entsagen kann, wenn er nur will ...

seine Freundin Marion ist ein hübsches Mädchen, steckt aber auch so tief im Drogensumpf, dass sie schließlich ihren Körper verkauft und sich auf bezahlten Sex einlässt, weil sie das Geld für ihre Drogen braucht.

die beiden geraten zusehends immer tiefer und tiefer in die schreckliche Heroinsucht.

gemeinsam mit seinem Freund Tyrone streckt Harry Heroin und verkauft es. auch Tyrone wird von seinen eigenen Dämonen verfolgt. träumt er doch immer wieder von seiner Mutter, die ihn in den Arm nimmt.

die vierte tragische Schicksalskandidatin ist Harrys Mutter, die den Tod ihres Mannes nicht verkraften kann und einsam, traurig und verlassen ihre Zeit nur noch vor dem Fernseher verbringt. als sie schließlich zu einer TV-Show eingeladen wird, wird ihr klar, dass sie sich ändern und verschönern muss. sie denkt an ein rotes Kleid zurück, in das sie schon lange nicht mehr hineinpasst. von einem dubiosen Arzt erhält sie Diätpillen, die sie von nun an täglich nimmt und immer tiefer in die Medikamentensucht hineinschlittert. schließlich hat sie schlimme Halluzinationen und ist nicht mehr sie selbst ...

am Ende überschlagen sich die tragischen Ereignisse auf dramatische Weise und die vier Protagonisten geraten tiefer und tiefer in ihre eigene dunkle Welt, aus der sie nicht mehr herauszukommen scheinen ...

ein düsteres Spektakel - untermalt von der sagenhaften Musik von Clint Mansell. die schaurige, melancholische Musik trägt sicherlich zum verzweifelten Verlauf dieser Geschichte bei.

dieser Film tut weh, er macht betroffen, er stimmt traurig, er macht uns klar, dass wir alle unser eigenes Schicksal in uns tragen und dass es wie ein Dämon über uns hereinbrechen kann, wenn wir es zulassen und die Sonne nicht mehr sehen können ...

wer "Requiem for a Dream" gesehen hat, wird sicherlich die Hände von Drogen jeglicher Art lassen ...
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am 23. September 2016
Nichts für schwache Nerven, denn im letzten Teil des Films wird es knallhart. In sich überschneidenden Szenen der einzelnen Beteiligten, wird hier - schockierend und schonungslos, aber durchaus auch mit Ironie, Witz und Überraschung - dargestellt, was am Ende von Sucht, und auch Tablettensucht, zwangsläufig folgt - Leid, großer Schmerz und Verlassenheit. -- Ein sehr guter Film, um vor harten Drogen eindringlich zu warnen!.
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am 27. Oktober 2014
Sehr gute Handlung, hier spielt das wahre Leben.
Ich denke diesen Film vergisst man nicht, zumindest wirkt er lange nach.
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am 14. Oktober 2014
Ein großartiger Film, der sich thematisch mit dem Drogenkonsum beschäftigt und außerdem ein Mutter-Sohn Verhältnis schildert. Dabei geht Darren Aronofsky bis an die Grenze des Erträglichen. Mit gekonnter Schneidetechnik und unter Einbeziehung von Zeitraffern (Zegg-Boom-Grrk) wird die Wirkung von Drogen eindrucksvoll dargestellt und durch Wiederholungen dem Zuschauer ins Hirn gehämmert.
Sara Goldfarb (unglaublich Ellen Burstyn) wirft für einen Fernsehauftritt Appetitzügler mit Amphetaminen ein. Ihr Sohn Harry (Jared Leto), ein Junkie träumt davon durch Drogendeals reich zu werden und mit seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) ein Modegeschäft zu eröffnen. Der Titel weist den Weg.
Wir sehen die Abwärtsspirale der Drogies. Mutter und Sohn werden parallel geschaltet. Jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam verlieren sie nach und nach die Bodenhaftung: Saras Möbel bewegen sich, Harry spritzt sich in die inzwischen offene Wunde am Arm und Marion muss sich prostituieren. Es treten Wahrnehmungsschwierigkeiten auf, alle drei halluzinieren. Die Zwangsläufigkeit ist erschreckend, vor allem weil von der Normalität ausgegangen wird. In letzter Konsequenz wähnt Sara den TV Moderator in ihrer Wohnung und sich selbst natürlich im Fernsehen. Einweisung und Elektroschocks können die Träumereien nicht beseitigen. Alle drei enden in der Embryostellung, während Mutter und Sohn ein letztes Mal in ihrem jeweiligen Traum entschweben. Sie gedenken noch einmal ihrer Träume, die in Wirklichkeit gestorben sind. Drum der Titel. Wahnsinn!
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am 28. September 2015
Nie war ein Drogenfilm derart atemberaubend und verstörend zugleich. Definitiv eines der Kronjuwelen von Darren Aronowski, der den Sprung nach Hollywood seit "Black Swan" endlich geschafft hat. - Ganz im Sinne für Fans des Genre-Films, die auch eine Sympathie für das Fantasy Filmfest hegen.

Vorsicht: Nichts für schwache Nerven!

Empfehlungen: Black Swan, The Wrestler, PI, Trainspotting, 39,90, A Scanners Darkly
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am 11. Mai 2017
Ich möchte in dieser Rezension nicht den Film an sich, sondern die Ausstattung des Filmes bewerten.

Es gibt nämlich 2 Aspekte, die meine Freunde an dem Film sehr getrübt haben.
Zum einen gibt es nicht die Möglichkeit, den Film im Originalen Ton (Englisch) zu sehen. Andere Sprachen als Deutsch stehen daher auch nicht zur Auswahl. Des weitern fehlt auch die Möglichkeit den Film mit Untertiteln zu gucken gänzlich.

Ich wollte dies nur zur Information da lassen für Leute wie mich, die Filme lieber im O-Ton gucken und eigentlich davon ausgehen, dass dieser auf einer DVD mit enthalten sein sollte.
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am 26. Februar 2016
Das Jahr 2000-Millenium , die Jahrtausendwende.
Zeit Billanz zu ziehen, was wird und wurde aus unseren Träumen, unserem Streben nach Liebe und Sinnhaftigkeit , was wurde aus Zielen, Hoffnungen, der Sehnsucht und dem Suchen nach dem bisschen Glück, das uns jeden Tag aufs neue hoffnungsfroh den Tag beginnen lässt? Regisseur Darren Aronofsky hat uns auf diese Fragen noch im Millenium -Jahr eine filmische Antwort gegeben , die wie ein Peitschenhieb ins Gesicht zurückwanken lässt und dieser gequälte Schrei der Verzweifelung kommt einem emotionalen , im besten Sinne auch reinigenden Erdbeben gleich, wie sie es lieber Interessent noch nicht erlebt haben. Leise und grollend bahnt sich die Tragödie an, und wir taumeln unrettbar verloren mit vier bestürzenden Lebensschicksalen in das Verhängnis. Das Endziel ist der Untergang, der körperliche, der moralische, der geistige Verfall.
Mit nie gekannter Intensität brennt sich " Requiem for a dream" in Netzhaut, Herz und Hirn, und wie betäubt und erst einmal keines Wortes fähig verbleiben wir nach dem Abspann vor dem Bildschirm, überspült von der Wucht der schmerzvollen Ausssage, abgrundtief verwundet von der Bitterkeit und niederschmetternden Aussichtslosigkeit der umwerfend genialen Bilder.
" Requiem for a dream" ist in erster Linie eben kein oder nicht nur ein aufrüttelndes Drogendrama. Das unterscheidet ihn vehement von zweifelhaften Filmen wie " Trainspotting" . Im Grunde ist er gerade für Zuschauer gemacht, die mit herkömmlichen Drogenfilmen ihren rauschhaften Grotesken und oft verharmlosender Parodienhaftigkeit wenig anfangen können.
Das allumfassende Thema ist hier die psychische Leere und das Suchen , sei es das Suchen nach verlorener Jugend, nach Erfolg, nach Liebe, allgemein nach Sinn. Und aus Suchen folgert Sucht und Abhängigkeit , die schnellste und zerstörerischste Form ,die innere Angst, Einsamkeit, Schuldgefühle und Trauer zu betäuben. Diese Sucht, den seelischen Mangel, den emotionalen Hunger zu stillen, äussert sich in " Requiem for a dream" in verschiedenster Form: Diätsucht, Fernsehsucht, und als tödlichste Form die Drogensucht.
" Requiem for a dream" ist die allumfassende Totenmesse und aufwühlende Generalabrechung auf unsere moderne suchtfördernde Zivilisation geworden, und wie die Flammenschrift an der Wand demaskiert Darren Aronofsky all die alltäglichen Götzen, die sinnentleerten Heilsversprechen , das Konsumdenken, die falschen Leitsätze, das Streben nach Idealisierung und nach Selbstoptimierung als den Weg in die eigene Auszehrung , in den Tod von Gefühlen und den Ausverkauf der Seele. Es sind die bunten Chimären der Medienwelt, des Überflusses, der Drang nach äusserer Bestätigung, nach allem Oberflächlichen nachdem wir uns jeden Tag strecken, nach dessen Erfüllung wir lechzen ohne zu bemerken, dass die innere Aushöhlung schon längst grausam in uns Ernte hält. Das Jahr 2000 und die heutige Zeit, ein Labyrinth durch die Versuchungen, Verirrungen aus Scheinrealitäten alles durchdringender Präsenz der Medien, ein rettungsloses Hasten, Geifern, Hetzen nach allem was scheinbar die innere Leere füllt. Und die greift in den Herzen um sich. In " Requiem for a dream" ist tiefgehende Kommunikation kaum mehr möglich, und wenn dann nur noch im enthemmendem Zustand eines neuen Drogentrips. Der Mensch ist Spielball der veräusserlichten Irritationen und des gesellschaftlichen Drucks des Strebens nach Erfolg und Perfektion. Das Leben- ein Wahnsinnstrip, ein degenerierter Tanz der geplatzten Träume, Sehnsüchte und Lebenslügen.

" Du bist ein Sieger-", gellt uns schon in der ersten Sekunde die plärrende Stimme des Fernsehmoderators einer Quishow ins Ohr. Doch in dieser Welt, die nur aus den klischeehaften, nicht hinterfragten Extremen , Plattitüden ohne Zwischentöne, den Abziehbildern und heuchlerischen Idolen besteht, gibt es zunehmend nur noch Verlierer, Gestrandete, Einsame, Suchende, die sich wie der sprichwörtliche Hamster im Rad nur noch in ihrem eigenen steten Elend winden, eingeschlossen in ihrem hermetischen Gefängnis , um sich schlagend und sich nur noch gegenseitig oder sich selbst verletzend .
Es fällt schwer überhaupt Worte zu finden, die nur annähernd einen Eindruck vermitteln können von diesem vielleicht brillantesten und scharfsichtigsten Films des neuen Jahrtausends. " Requiem for a dream" ist so derart atemberaubend in seiner Bildsprache, seinen Metaphern und Symbolen , dass es die Sprache verschlägt. Ganz im Gegensatz zu vielen Kritikern halte ich Aronofskys Opus Magnum jedoch keinesfalls für kaltherzig und gefühllos. " Requiem for a dream" ist vielmehr mit der seziererischen, zornigen Unerbittlichkeit eines Visionärs ( ein wenig an Lars von Trier erinnernd) inszeniert , dessen Seele über dem Gezeigten selbst blutet, der mahnen, bewegen, aufzeigen will. Nicht mit erhobenem Zeigefinger sondern einfach mt der Kraft der überwältigenden Bilder, Szenerien und der Empathie, die der Film zu allen vier Gestrandeten zu erzeugen vermag.
Der amerikanische Traum , das wissen wir hier schon bald , ist eine Farce und die Möglichkeit der Selbstbestimmung ein Ammenmärchen.

Gleich zu Anfang lernen wir den vielleicht neunzehnjahrigen Harry Goldfarb ( Jared Leto) und seine alte Muttter Sara Goldfarb ( oscarnominiert Ellen Burstyn) kennen .
Zank und Streit gibt es um den Fernseher der alten Dame . Wie schon so oft nimmt der Sohn der Mutter die Flimmerkiste, die den einzigen Lebensinhalt der Frau noch darstellt einfach weg, und verpfändet für ein paar Tage den Kasten bei einem Gebrauchthändler , bis Mutter Goldfarb das Gerät dann wieder auslöst. Der Grund ist bitter, denn Harrys Mutter lebt hinsichtlich ihres über alles geliebten Sohnes in einer Traumwelt . Nichts ist dran an seinen Erzählungen vom abgeschlossenem Studium, von einem aussichtsreichen neuen Job und einer hoffnungsvollen Zukunft. In Wirklichkeit ist Harry ein kleiner Drogendealer, der stets mit seinem Kumpel Tyron davon träumt das schnelle Geld auf illegalem Weg zu machen, und der gepfändete Fernseher einmal wieder die letze Möglichkeit , um überhaupt ein paar Dollar zu bekommen. Wenn die beiden Kleinkriminellen auf einem wackeligen Wägelchen den alten Fernseher der Mutter durch verlassene abgetakelte Strassen eines Provinznestes zu dem Händler schieben, wähnen wir uns bereits in einer surrealen Anderswelt, während dunkel die Streichermusik zum Intro aufspielt. An riesigen pflanzenüberwucherten verrotteten Achterbahnen und einem geisterhaft in den Himmel ragenden Riesenrad führt der Weg vorbei. Was für ein Bild für den Stillstand , für Hoffnungslosigkeit und zerbrochenes Glück, diese stummen Ruinen eines lange geschlossenen Vergnügungsparks, in dem einst das Leben und die Freude pulsierte. Derlei Bildmetaphern für das innere Elend und die Verlorenheit der Protagonisten findet Aronofsky zuhauf und immer treffen sie mitten ins Herz und verstärken mit unterschwelliger Intensität die Aussagekraft. " Requiem for a dream " lässt uns intuitiv verstehen, und bringt uns alle Darsteller mit ihren Wünschen, Träumen und Ängsten so unglaublich nah , dass wir sie nie mehr vergessen werden.
Drei der vier Reisenden in die Hölle der Verzweifelung haben wir nun schon kennenglernt. Die vierte ist die anmutige Marion ( Jennifer Connelly) , die Freundin von Harry. Aus gutem Haus stammend, wurden ihr Lebensüberdruss und ihre Depressionen bisher von einem schmierigen Psychologen, der mehr an ihrem Körper, als an ihrem Leid interessiert ist, behandelt, und auch sie ist schon längst der Faszination von Drogen verfallen, die so schnell alle Schwermut und jede Leere vergessen lassen .
" Du gibst mir das Gefühl etwas wert zu sein, das Gefühl schön zu sein."
" Du bist ja auch das schönste Mädchen auf der ganzen Welt,... mein Traum" ,- wie hinreissend zärtlich und bewegend zeigt Aronofsky eine so vergängliche Liebesszene zwischen Harry und Marion, dann, wenn vieles halbwegs noch in Ordnung scheint. Zarte Lippen, streichelnde Hände , Blicke, die verschmelzen - und doch auch hier versetzt Aronofsky schon perfekt den Zuschauer in Irritation, verdeutlicht in eindringlicher Weise, die emotionale Isolation der Charaktere, die selbst die Liebe nicht durchbrechen kann und die wirkliche Intimität verhindert. Beide Gesichter und Lippen berühren sich nur scheinbar, und können es doch nicht, sind in ihrem eigenen Bildausschnitt gefangen , da Aronofsky das Bild in Splitt -Screen aufteilt und minimal verschiebt.
Solche Verdeutlichung von Seelenzuständen und unterschwellige Effekte gibt es in " Requiem for a Dream " tausende und es wäre müßig diese inszenatorische Brillanz aufdrüseln zu wollen. Man muss es selbst sehen ,um diese Filmmagie zu glauben. Es wird einer der letzten intimen Momente des Paares sein, denn die stets immer drängendere Heroinsucht schickt beide in eine Odyssee die keine Erlösung und Hoffnung kennt.

" Requiem for a dream" ist in seiner schockierenden angsteinflössenden Kompromisslosigkeit so betroffen machend, verschlingt uns das grausame Monster Drogensucht selbst so nachhaltig , dass wir erstarrt vor dem Bildschirm ausharren.
Parallel dazu wird auch das Schicksal der alten Frau Goldfarb in tiefschürfender Form erzählt. Denn während ohne ihr Wissen ihr Sohn immer weiter in den Drogensumpf gerät, ist in ihrem einsamen Leben eine bestimmte Fernsehshow der Höhepunkt ihres Daseins.
" Du bist der Sieger" - ruft der Fernsehmoderator jeden Tag vom Bildschirm, und tatsächlich eines Tages erhält Mrs. Goldfarb einen Anruf vom Fernsehsender , sie sei ausgewählt in der grossen abendlichen Quizshow als Kandidatin aufzutreten.
Die alte Dame ist ausser sich vor Glück, doch nun heisst es auch dort vor den Kameras eine gute Figur zu machen und vor allem in das schöne rote Kleid wieder zu passen, dass sie seit ihrer Hochzeit nicht mehr trug. Sehr bald greift sie zu Appetitzüglern, die in kurzer Zeit Schlankheit versprechen Auch ihr trauriges Leben wird schneller eskalieren , und in vollkommener Umnachtung enden, als für möglich gehalten.
Das ganze Leben und die Gesundheit zerstört, wozu ? ... " Um einmal im Fernsehen aufzutreten, es ist für mich ein Grund noch zu leben, zu lächeln und aufzustehen, dass ich irgendwannn einmal wieder in das rote Kleid passe und dort auftrete....." , spricht am Ende das zerstörte Wrack, das einst Sarah Goldfarb war.

Vier Menschen, keine Klischeefiguren, sondern so lebendig und echt, als könnten wir sie selbst kennen, und ihr schrittweiser, subtiler, dann immer schneller drehender Taumel ins Verderben. In dieser Art und Weise hat man eine Vehemenz der Bilder, Töne und originellen inszenatorischen Einfälle noch nicht gesehen. Revolutionäre Kamerafahrten, aufsehenerregende Montagetechniken, die Brillanz der Schnitte - " Requiem for a dream" ist ein Kunstwerk geworden. Dabei ordnen sich alle visuellen und akkustischen Effekte der einen Sache unter, nämlich Emotionen, Stimmungen, Entscheidungen körperlich spürbar und erfahrbar zu machen, und das ist kaum einem Werk der Filmgeschichte so spektakulär gelungen wie diesem.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. In einer Szene kann Aronofsky plastisch unzählige filigrane , extrem starke Emotionen verbildlichen, die wir tatsächlich verstehen und von der Wucht überwaltigt sind. Das ist phänomenal und einmalig.
Zu einem perfekten Film gehört auch die perfekte Besetzung. Jared Leto, Ellen Burstyn und Jennifer Connelly spielen so ergreifend und intensiv , dass wir sie und ihre Verzweifelung mit Händen berühren können, ihre Aussichtslosigkeit uns Tränen vergießen lässt . Jeder dieser Menschen ist ein zutiefst fühlender, sensibler Charakter, jeder versucht ein wenig Glück für sich und den anderen zu finden und wie gnadenlos zerstört die Tatsache im Leben die falsche Abzweigung genommen zu haben , jede Hoffnung.
Die hypnotische Musik rundet letztendlich dieses umwerfende Meisterwerk der Filmkunst ab . " Requiem for a dream" gehört mit seiner extravaganten Stilistik, seinem Ensemble, den unzähligen psychologischen Facetten, die er anspricht und seiner fast nie erlebten starken Wirkung auf den Zuschauer für mich zu den besten und auch wichtigsten Filmen aller Zeiten. Er ist tatsächlich Anfang und Ende von allem . Er schnürt uns die Kehle zu, lässt uns im Schock verharren und tatsächlich danach freier atmen, weil wir ein Stück weit etwas schwer in Worte zu fassendes, etwas Universelles das Leben und damit uns betreffend gesehen und verstanden haben.
Das letzte Bild zeigt alle vier, jeder für sich in seiner eigenen Agonie und Hoffnungslosigkeit, wie er oder sie sich in Embryostellung auf ihrer Liegestatt zusammenkrümmen. Menschen, die so sehr nach Wärme und Geborgenheit verschmachten. Kleine grosse Säuglinge so hilflos im Strom der heutigen Wahnsinnswelt. Wir schreiben das Jahr 2000, und die Träume sind nur noch ein stiller Ort der verlorenen Illusionen, von Moos überwuchert und ein Relikt, wie die Gondeln eines lange verrosteten Riesenrades, in die niemand mehr einsteigen wird.

" Alles was ich wollte, ist ein bisschen Friede und Glück".
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am 18. August 2017
Eigendlich schreibe ich gerne längere Rezensionen; in diesem Fall möchte ich lediglich kurzgefasst meine ungefilterten Gedanken schreiben, wie ich sie nach dem Ansehen des Filmes hatte:

Requiem for a Dream warnt vor der Abhängigkeit von harten Drogen und dem damit einhergehenden Zerfall der Persönlichkeit. Und damit das auch jeder versteht (und nie mehr vergisst) gibt's visuell und akustisch so richtig eins in die Fresse. Mit Anlauf. Und das mit Erfolg; ich zumindest werde das Gesehene und Gehörte so schnell nicht vergessen (können). Aus diesem Grund reicht mir der Film wohl auch einmal für's Leben und schaue mir denmächst zum wiederholten Mal Trainspotting an.
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am 29. August 2017
Darren Aronofski erschuf mit Requiem for a dream ein eindringliches und besonder düsteres Dorgen-Drama, dass polarisiert! Ein zum Kult anvancierter Klassiker, der weh tut..
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