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am 15. August 2016
Die Thematik hätte vielleicht einiges her gegeben. So tümpelt der Film in Durschschnitts-TV-Qualität so vor sich hin und wird einzig seinem pädagogischem Ziel, nämlich der Bekämpfung von anti-polnischen Vorurteilen gerecht. War im übrigen vor 20 Jahren sicher aktueller als jetzt.
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am 3. Dezember 2017
Ich will mich kurzfassen: An sich ist der Film nicht schlecht. Die Geschichte, die hier erzählt wird ist nicht unbedingt unrealistisch und lädt zum nachdenken ein. Man kann sich in die Charaktere, ihre Motive und Wünsche hineinversetzen, die musikalische Untermalung ist stimmig und die Bilder gut getroffen.
Aber: Zum einen krankt der Spannungsbogen in diesem Film extrem. Man hat zuweilen das Gefühl, dass dieser entweder beim Drehbuchschreiben oder filmen völlig abhanden gekommen ist. So plätschert der Film die meiste Zeit so vor sich hin.
Außerdem weiß man am Ende nicht, ob der Film nun eine Komödie seien wollte und keine geworden ist oder ob der Trailer eine ankündigt, obwohl hier ein Drama versucht wurde. Man muss nur selten schmunzeln, die meiste Zeit ist man eher betroffen oder nimmt die Handlung einfach hin.
Dies tritt vor allem bei dem sehr unbefriedigenden Ende doch sehr stark zu Tage, denn der Film endet recht plötzlich und ohne die Handlung so richtig abzuschließen. Ohne zu spoilern lässt sich dies nicht weiter beschreiben, aber jeder der den Film gesehen hat, wird mir da wohl zustimmen können.
Abschließend würde ich sagen: Für einen verregneten Tag, an dem man nichts besseres zutun hat ist der Film wohl geeignet, aber man sollte hier keine krachende Komödie erwarten, viel mehr eine rührende Geschichte, die zu realistisch rüberkommt, als das man wirklich über sie lachen könnte.
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am 16. Oktober 2016
Das Positive zuerst: die Schauspieler sind toll. Müssen sie auch sein, denn das Drehbuch und die Geschichte sind eine Zumutung. Kann die positiven Kritiken und Rezensionen nicht nachvollziehen. Habe etwas auf dem Niveau von "big greek wedding" erwartet. Was man bekommt, ist eine Aneinanderreihung von miesen Klischees. Polen klauen, brten, machen "Geschäfte", saufen und die Frauen sind gläubig und vollbusig. Leider werden diese Vorurteile eben nicht aufgelöst, sonsern eher untermauert. Die Botschaft ist eher: mei, so sind sie hslt, die halbwilden, aber irgendwie doch putzig. mein Fazit: Könnt einPropagandafilm der Afd sein. Ist aber nur billiger Mist. Und eine Beleidigung dieser intelligenter Menschen und eines sehr gastfreundlichen Landes. Im Gegensatz zu diesem Film haben die Menschen dort soviel Herz und Niveau, dass sie sogar über diesen Mist lachen werden. Aber wie gesagt: die Schauspieler sind gut..
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am 2. Februar 2012
"Polnische Ostern" profitiert in erster Linie von der großartigen Performance eines Henry Hübchen, der erneut seine geballte schauspielerische Erfahrung in die Waagschale werfen darf. Er mutiert zum ständig nörgelnden, total vereinsamten alten Mann, dem niemand etwas Recht machen kann, für den die Reise nach Polen letztlich zum Selbstfindungstrip wird und auch zur Erlösung auf der Suche nach ein wenig Liebe und Zuneigung. Aber bei aller Übertreibung bleibt der Regisseur immer liebevoll und fair zu seinen handelnden Personen. Besonders erwähnenswert ist, dass der Regisseur es schafft, richtig viel Humor, aber vor allem mit viel Melancholie einzubauen.

Die Kameraführung ist ruhig, fast statisch, Bewegung findet nur vor der Linse statt. So kann man sich voll und ganz auf die Protagonisten konzentrieren, deren ausgefeilten Charaktere auf diese Weise voll zur Geltung kommen.

Fazit:

Der Regisseur hat es geschafft, deutsch-polnische Aufklärungsarbeit zu leisten. Und das auf äußerst humorvolle Weise. Unbedingt zu empfehlen!
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am 20. Mai 2015
Der Film war nicht lustig, der Spannungsbogen eher schwach. Der Film hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Mein Mann hätte nur einen halben Stern vergeben.
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am 9. Mai 2013
Diesen Film mag man, wenn man die leisen Zwischentöne liebt. Dinge, die man erahnt, aber nicht deutlich ausgesprochen werden. Die Anspielungen auf die Klischees auf beiden Seiten sind köstlich und gut ausgewählt und dargestellt.
Henry Hübchen ist sowieso unschlagbar.
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am 18. Februar 2012
...Ich bräuchte mal Deine Hilfe." Mit diesen Worten stellt sich der Bäckermeister Werner Grabosch(Henry Hübchen) uns vor. Da spaziert er durch Czestochowa, einen katholischen Wallfahrtsort in Polen. Dort ist nämlich seine kleine Enkelin Mathilda(Paraschiva Dragus) gelandet. Und das kam so:

Graboschs allein erziehende Tochter Katrin starb bei einem Autounfall. Ihre Tochter Mathilda stammte aus einer Urlaubsbekanntschaft mit dem Polen Tadeusz(Adrian Topol). Jetzt hockt Grabosch mit Mathilda in Rendsburg. Auf dem Kamin teilen sich die Urnen von Graboschs Ehefrau und Katrin den Ehrenplatz. Da meldet sich das Jugendamt. Tadeusz möchte Mathilda zu sich nehmen. Grabosch wehrt sich dagegen, kann aber nicht verhindern, dass Tadeusz Mathilda mit nach Polen nimmt. Aber das lässt Werner Grabosch nicht auf sich sitzen. Er macht sich auf nach Polen, um Beweise zu sammeln, dass Mathilda dort nicht bleiben kann. Mit Videokamera und einem fiesen Plan nistet sich Grabosch bei Tadeusz und seiner Frau Agnieszka(Barbara Wysocka) ein. Auch die Großmutter und Tadeusz Mutter Irena(Grazyna Szapolowska) leben in der kleinen Wohnung im Plattenbau. Da geht es dann auch schon los: Tadeusz hatte behauptet, er besäße ein Haus. Das war aber nicht seine einzige Lüge. Auch mit dem Job gibt es Probleme und Mathildas Zimmer ist alles ander als ein Traum. Für Grabosch ist klar: Mathilda muss wieder nach Rendsburg. So setzt er seinen Plan in Gang und der geht(natürlich) voll in die Hose. Aber was noch viel schlimmer ist, der Atheist Grabosch wird an jeder Ecke mit der Religiösität der Polen konfrontiert, findet plötzlich Gefallen an Irena und hält es irgendwie doch für möglich, dass es einen Gott gibt...

Es sind mehrere Faktoren, die Jakob Ziemnickis Film -Polnische Ostern- so anschauenswert machen. Zum einen ist das die wirklich gute Geschichte um Familie, Trauer, Tod und Schicksal. Dazu kommt das wunderbare Spiel mit all den Klischees, die Deutsche und Polen umgeben. Vor allem aber ist es Henry Hübchen, der "seinen" Werner Grabosch mit so viel Herzblut spielt, dass man ihm jede Geste abnimmt. Die deutsch-polnische Produktion überzeugt weiterhin mit hervorragend besetzten Charakteren in allen Nebenrollen. Für mich gab es da absolut nichts zu meckern.

"Man kann das Leben nicht kontrollieren", sagt Irena zu Werner. Genau das ist Werners Problem. Er kann all das, was ihm im Leben etwas bedeutet, nur festhalten, wenn er es loslässt. Ob der Rendsburger Bäckermeister das hinbekommt? Schauen sie es sich einfach an. Sie werden es bestimmt nicht bereuen...
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am 17. April 2015
für mich eher keine Komödie und wenn dann bestens eine Tragikkomödie. Schauspielleistungen der Hauptdarsteller super! nun noch fünf Wör ter
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am 9. Juni 2014
süßer lustiger und auch trauriger Film.. hab ich als Geschenk gekauft.. und hätt ihn doch auch ganz gerne in meinem Schrank..
kann man sich mehrmals ansehen.. tiefe Emotionale Gefühle.. bittersüß und lustig.
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am 2. Dezember 2011
War anfangs etwas skeptisch, da ich bisher kein besonderer Fan von Henri Hübchen war - das hat sich seit diesem herrlich makabren Film geändert. Spätestens, nachdem ich dem polnisch abstämmigen, aber schon seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Regisseur zuhören durfte (mit Lachtränen in den Augen), welche Situationskomik er mit diesem Schauspieler während der Dreharbeiten erlebt hat, sind mir beide unglaublich ans Herz gewachsen. Für den Jungregisseur (humorvoll, sympathisch, absolut natürlich,dem man gern zuhört)freut es mich sehr, wieviel Erfolg er bei Max Ophüls und anderenorts hatte. Das Publikum gab gerührt stehende Ovationen. Man merkt, dass einige durch und durch skurrile Szenen tatsächlich aus dem Leben und dem eigenen Erfahrungsschatz des Polen gegriffen sind (die beiden Polizisten, die einen Strafzettel erlassen, wenn man stattdessen neben dem Auto kniet und betet - um danach einen kleinen Christopherus vom Polizisten persönlich überreicht zu bekommen... kein Scherz, laut Regisseur!!). Henri Hübchen als knurriger Kerl mit Schnodderschnauze, der sich gegen alles wehrt, was auch nur annähernd mit Religion und Kirche zu tun hat. Der aber zum (wie er glaubt) Schutz der Enkeltochter, die nach dem Tod der Mutter beim Vater in Polen leben soll, in selbiges, hochkatholisches Land fährt, um sich ein Bild über die furchtbaren Zustände zu machen, die in der polnischen Familie seiner Meinung nach herrschen müssen. Zu dumm, dass ihm eben gerade diese Familie immer mehr ans Herz wächst und er einsehen muss, seine Meinungen und Vorurteile zu revidieren...
Kurz: Lachtränen und bisweilen ungläubiges Kopfschütteln sind garantiert!
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