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TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2013
Vorgeschichte: Das Objektiv wird original von Samyang Optics Co., Ltd. aus Korea hergestellt und unter diesem Namen grundsätzlich auch weltweit vertrieben. Hierzulande ist es auch unter dem Label Walimex und z. B. in den USA unter dem Label Rokinon zu finden. Ich habe mit Google unter allen drei Namen nach messtechnischen und praktischen Tests gesucht, natürlich auch die Rezensionen hier und beim amerikanischen Mutterhaus angesehen. Ich bin mehrfach fündig geworden und war erst einmal positiv überrascht und neugierig. Also unter allen drei Namen auch Angebote bei Amazon gesucht und bei einem Anbieter eine Version in silber mit einem sehr guten Preis gefunden. Da konnte ich nicht mehr widerstehen. Angeklickt, gekauft und sehr gespannt auf erste Eindrücke und Tests.

Mechanik: Das Objektiv ist voll mechanisch, besitzt also Blendenring und Entferungsring. Das Bajonett ist aus glänzend verchromtem Metall und bildet in der Seitenansicht auch den unteren, glänzenden Teil. Bis auf den roten Zierring (sieht bei der silbernen Version sehr gut aus) ist der Rest der Fassung aus Kunststoff. Der Farbton des Silbers ist leicht warm wie bei meinem Olympus 75 mm f/1,8 und nicht so kalt wie bei meinem Olympus 45 mm f/1,8. Der Blendenring rastet satt ein und bietet ab Blende 4 auch halbe Stufen. Das reicht sehr gut für die fotografische Praxis. Der Entfernungsring läuft ebenfalls satt. Wenn man ihn eher langsam bewegt, was bei manueller Fokussierung normal ist, empfinde ich das Gegenmoment als genau richtig und angenehm. Falls man wirklich sehr schnell den Fokusring drehen will, muss man allerdings schon mehr Kraft aufbringen, als ich als angenehm empfinde. In Unendlich-Einstellung ragt die Fassung der Vorderlinse ca. 1 mm hervor, in Naheinstellung ca. 5 mm. Dann tut sich auch ein Spalt auf. Ob der Spalt wirklich das Risiko des Eindringens von Staub oder Schmutz begünstigt, weiß ich nicht wirklich, aber ich bewahre das Objektiv immer in Unendlich-Einstellung auf. Soweit zur Mechanik. Wenn ich das Objektiv mit dem Olympus 45 mm f/1,8 vergleiche, spielt es mechanisch in der gleichen Klasse. Ein Objektivbeutel und ein gut gemachter "Snap In"-Objektivdeckel werden mitgeliefert. Da der Objektivdeckel aus hartem Kunststoff ist, kann man zur Vermeidung von Kratzern den Deckel innen noch mit etwas samtener Klebefolie auskleiden. Trotz dieser Marginalie - aus meiner Sicht alles sauber gemacht und durchaus fünf Sterne wert. Der ein oder andere würde eine Vollmetallfassung zulasten des Gewichts vorziehen. Das bleibt aber wohl immer etwas persönliche Ansicht. Mir persönlich ist eine qualitativ gute Kunststofffassung mit niedrigem Gewicht angenehm.

Optik (überarbeitet nach Test eines zweiten Objektivs): Die ersten praktischen Aufnahmen aus einem Flugzeug heraus waren von der Wirkung her beeindruckend. Als nächstes interessierte mich, welche Arbeitsblenden die besten Ergebnisse bringen. Ich nutze zum Testen ganz pragmatisch die Waschbetonwand eines nahen Transformatorenhauses mit unendlich vielen eingebetteten Kieselsteinchen. Bei einem Fisheye mit einem Bildwinkel von 180 Grad trotzdem schwierig, da man in den äußersten Ecken zwangsläufig immer einen Fetzen Himmel oder Boden sieht. Zum Betrachten nutze ich einen hardware-kalibrierten 24"-Monitor von Eizo und die 100 %-Darstellung. Nun denn: Die Ergebnisse bei den Arbeitsblenden 3,5 und 4,0 sind de facto identisch. In der Mitte ist das Bild bereits scharf, zu den Ecken hin wird es zunehmend unscharf. Bei Blende 4,8 wird das Bild von der Mitte bis hin zu den Ecken einen Hauch schärfer sowie ein wenig heller und kontrastreicher. Bei Blende 5,6 werden Bildmitte und Ecken noch mal einen Hauch schärfer, vor allem aber wird hinsichtlich Helligkeit, Klarheit und Kontrast das Optimum erreicht, das wir so dann auch bei den noch kleineren Blenden vorfinden. Blende 6,7 ist mit Blende 5,6 mindestens gleichwertig, liegt ja auch nahe der förderlichen Blende 6,3 der Olympus OM-D. Bei einem weiteren Abblenden auf Blende 8 nimmt die Auflösung in der Mitte wieder einen Hauch ab (beginnender Einfluss der Beugung), die Ecken erscheinen gleich gut wie bei f/5,6 und f/6,7. Blende 8 bietet eine noch größere Schärfentiefe, sodass man bei den meisten Motiven noch eher als bei Blende 5,6 den Entfernungsring einfach auf unendlich stellt und sich das manuelle Fokussieren ersparen kann. Alles in allem: f/3,5 bis f/4,8 würde ich eher nicht nutzen, da Auflösung, Klarheit und Kontrast noch nicht optimal sind, nach verschiedenen Tests auch die Vignettierung und die CA noch nennenswert sind. F/5,6 und f/6,7 sind meine Auflösungsfavoriten, aber f/8,0 stellt trotz dessehr leichten Nachlassens in der Bildmitte zugunsten der höheren Schärfetiefe oder bei sehr viel Sonne eine sehr sinnvolle Alternative dar. Blende 11 vermeide ich mit der Olympus OM-D wegen der Beugungseffekte grundsätzlich - das hat aber nur etwas mit der Physik und nicht mit den Objektiven zu tun. Alles in allem verdient das Objektiv auch für die optischen Ergebnisse meines Erachtens fünf Sterne. Wir dürfen nicht vergessen, dass eine 100 %-Darstellung im normalen Alltag nicht vorkommt und gerade die geringen Qualitätsunterschiede im idealen Bereich f/5,6 bis f/8,0 bei normalen Bildschirmdarstellungen und Printgrößen nicht sichbar sind - die Bildergebnisse überzeugen.

Zentrierung: Nachdem immer wieder der ein oder andere Objektivhersteller glaubt, die Endkontrolle zum Endkunden verlagern zu dürfen, habe ich mir die Mühe gemacht, auch die vier Ecken eines Bildes miteinander zu vergleichen. Sie scheinen mir bei meinem Exemplar die gleiche Auflösung zu haben, was für eine ordentliche Zentrierung der Linsen spricht. Auch hier Aufatmen und fünf Sterne. Bei einem zweiten Exemplar musste ich aber leider eine große Unschärfe unten rechts beobachten - dieses Objektiv war nicht gut zentriert und ging zurück. Es ist wirklich schade - wir Endkunden müssen leider prüfen, ob die gelieferte Qualität stimmt (das trifft nicht nur Walimex).

Preis / Leistung: Der Vergleich mit dem Panasonic Fisheye-Objektiv 8 mm f/3,5 ist noch am sinnvollsten, auch wenn dieses zusätzlich einen Autofokus bietet. Das Samyang / Walimex / Rokinon 7,5 mm f/3,5 kommt in den Vergleichen im Internet gut weg, der Preis ist sowohl im Vergleich wie auch absolut sehr interessant (auch ohne Sonderangebot). Also wieder fünf Sterne.

Hinweis zur manuellen Fokussierung: Ich habe bei meiner Olympus OM-D die Taste "Fn 2" neben dem Auslöser mit der Lupenfunktion belegt und die Lupe auf Faktor 5 gestellt. Damit ist es vergleichsweise einfach möglich, die Entfernung manuell genau einzustellen. Bis auf die obigen Testzwecke habe ich aber bisher auf eine manuelle Entfernungseinstellung verzichtet. Bei einer Einstellung auf die sog. Hyperfokalentfernung sind Vorder- und Hintergrund gleichermaßen scharf abgebildet. Bei einer Brennweite von 8 mm (erst recht hier bei 7,5 mm) und bei einer Blende 5,6 beträgt sie 1,27 m, bei Blende 8 beträgt sie 0,89 m. Ich habe einmalig die Entfernungen 1,30 m und 0,90 m exakt manuell eingestellt und sie mit einem schwarzen Marker so auf der Entfernungsskala markiert, dass sie mit dem Strich vom Unendlich in Deckung gebracht werden können. Die neuen Punkte habe ich mit etwas dokumentenechtem Tesaband abgedeckt. Mit dieser Lösung kann ich elegant leben. Außerdem habe ich in gleicher Weise das echte Unendlich an meiner persönlichen Kombination von Kamera und Objektiv gekennzeichnet. Achtung: Das vom Hersteller vorgegebene Unendlich manueller Objektive stimmt leider nie genau (die Erklärung würde hier den Rahmen sprengen).

Fazit: Aus heutiger Sicht gebe ich auch in Summe eine volle Empfehlung mit fünf Sternen. Das Fisheye-Objektiv bleibt in meiner Ausrüstung und ergänzt mein Olympus 9 - 18 mm nach unten. In Summe kostet mich die Kombi weniger als das Panasonic 7 - 14 mm alleine, bietet aber aus meiner persönlichen Sicht mehr Flexibilität. Auch das ist aber wieder eine persönliche Meinung, und vielleicht werden einige Kommentatoren aus ihrer Nutzersicht eine andere Ansicht haben.

Last, but not least: Falls meine Rezension hilfreich ist, würde ich mich über ein Anklicken des "Rezension war hilfreich"-Buttons freuen. Dann weiß ich, dass mein Aufwand wirklich auch anderen geholfen hat. Danke!

p. s.: Nach und nach schreibe ich in meinen Rezensionen auch andere Komponenten meiner Olympus-Ausrüstung.
22 Kommentare| 483 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. November 2014
Bin sehr zufrieden. Eröffnet eine Reihe von außergewöhnlichen perspektivischen Möglichkeiten
und es stört überhaupt nicht, dass die Automatikfunktion nicht greift. Ganz im Gegenteil, eine Einladung
für die sogenannte "slow fotografie" = bewusstes Auswählen und komponieren des Motivs!
Service war auch perfekt!
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Es ist mein drittes Fisheye (für die beiden 10 mm und 8 mm habe ich entsprechende Rezensionen hier verfasst) und - was die Bildqualität angeht - bislang mit Abstand das beste. Es handelt sich um ein so genanntes Vollformat- oder auch Diagonal-Fisheye. Das bedeutet, dass das ganze Bildformat - in diesem Fall Micro-Four-Third - ausgenutzt wird, im Gegensatz zu zirkulären Fischaugen, die einen mehr oder weniger vollen Kreis auf dem Sensor zeichnen, während den Rest drumherum schwarz bleibt. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile, je nach dem Verwendungszweck.

Gleich im Vorweg: das Wichtigste bei einem Objektiv - die Bildqualität - ist bei dem Walimex überraschend hoch. Vor allem im kritischen Bereich der chromatischen Aberrationen (purple fringe) zeigt sich das Objektiv extrem gutmütig - selbst bei starken Kontrasten (der Klassiker: Äste gegen den hellen grauen Himmel) gibt es so gut wie keine Magenta-Farbverschiebung. Das habe ich bei doppelt bis dreifach so teuren Fisheyes von Sigma und von Panasonic/Leica ganz anders erlebt. Diese Qualität hätte ich, ehrlich gesagt, nicht erwartet - zumal das sonst fantastische, luxuriös ausgestattete Lumix 8 mm sich in diesem Punkt deutliche Schwächen leistet und geradezu giftige Farbverschiebungen produziert.

Auch ansonsten bietet der Koreaner mit vielen Namen (Samyang, Walimex…) keine bösen Überraschungen. Fokus und Blende sind manuell wie Anno Dazumal, wer also früher manuell/analog fotografierte, fühlt sich schnell wieder zu Hause. Sowohl der Fokus- als auch der Blendenring lassen sich mit einem gesunden Widerstand "satt" drehen. Der Blendenring rastet alle halbe Blende ein - bravo.

Da das Objektiv mit der Kamera elektrisch nicht kommuniziert, muss der Anwender an die Blendeneinstellung selbst denken und beim Fokussieren die Lupe im Sucher selbst einschalten. Bis einschließlich f/5.6 kann man mit EVF mit Lupe fokussieren, darunter wird es unmöglich - also heißt es, Blende auf - schärfen - Blende zu (Klicks zählen!). Wobei das Fokussieren bei einem Fisheye eher symbolisch sein kann: Schärfe kurz vor "Unendlich" einstellen, Blende auf 5.6, schon haben wir - grob gerechnet - von 75 cm bis unendlich alles scharf. Bei Blende 8 kann man - wie es die alten Hasen tun - beide Ringe mit Tape fixieren und das Fokussieren vergessen. Mit Schärfentiefe zu spielen hat bei Fisheye sowieso selten die oberste Priorität. Alleine schade, dass eine Schärfentiefenskala am Objektiv fehlt. Diese war zu analogen Zeig unentbehrlich und wäre heute wieder recht hilfreich - wenn nicht schon am Tubus eingraviert, dann bitte wenigstens als PDF im Netz, alternativ als App, was weiß ich.

Das Objektivgehäuse besteht aus Kunststoff. Ob schwarz oder silber, ist Geschmackssache. Silber ist so drollig Retro, für mich unwiderstehlich. Es werden Erinnerungen an das Look and Feel der Produkte von VEB Pentacon und Zenith wach. Die Bajonettfassung ist aus Metall - in dieser Preisklasse nicht immer selbstverständlich. Als Zubehör wird ein Transportbeutel mitgeliefert - bei Olympus gibt es nicht mal Sonnenblende dabei. Am Walimex ist diese übrigens, wie bei den meisten Diagonal-Fisheyes, fest dran - technisch bedingt. Der ebenfalls Fisheye-typische "topfartige" Deckel rastet sicher ein - da hat jemand gut mitgedacht.

Das Objektiv nutze ich hauptsächlich für 360°-Panoramen auf einem SLANT-Adapter mit einer Olympus E-P3. Sechs bis acht Aufnahmen auf dem Slant ergeben die volle Kugel mit Zenit und Nadir. Im Übrigen lässt sich mit dem Objektiv ganz passabel filmen: in 16:9 HD ist der Wölbungseffekt - je nach Motiv - kaum wahrnehmbar und gar nicht störend, es bleibt ein extremer Weitwinkel-Effekt ohne dass dem Zuschauer schwindlig wird.

Fazit: die Bildqualität, und um die geht es ja primär bei einem Objektiv, ist zurzeit nicht nur in dieser Klasse konkurrenzlos. Das Retro-Handling kann spontanes Fotografieren erschweren und erfordert vom Fotografen etwas Aufmerksamkeit und Handarbeit. Für spontanes Fotografieren unter Umständen weniger geeignet. Das Design ist etwas "ostalgisch", die Verarbeitung dafür ordentlich (wie zeitstabil, muss sich erst zeigen). Einziges Manko: keine Schärfentiefenskala am Tubus (und sonst nirgends). Alles in allem eine vernünftige Entscheidung.
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Mit dem Samyang / Walimex 7,5mm für mFT eröffnen sich völlig neue Abbildungsmöglichkeiten. Ich benutze das Objektiv an meiner Olympus OM-D E-M5 und bin begeistert.
Zunächst: Es handelt sich um ein Produkt des südkoreanischen Herstellers Samyang, welches unter verschiedenen Markennamen vertrieben wird.
Das Objektiv ist völlig manuell zu bedienen - Schärfe und Blende werden also von Hand eingestellt. Für Fotos ab ca. 35cm Motiovabstand dient aber bereits die Einstellung "Unendlich", sodass es nicht all zu schwierig ist, damit umzugehen. Wer nahe heran will, kann dies bis auf 9cm (ab Sensor).

Die Schärfe ist bis in die Randbereiche wirklich sehr gut. Selbst bei völlig geöffneter Blende ist die Leistung erstaunlich. Meist nutze ich Blende 5.6. Die Aspherische Linse sorgt für wenig chromatische Aberration. Ich bin mit den Ergebnissen an der OM-D sehr zufrieden und würde es in jedem Fall weiter empfehlen. Der Abbildungswinkel liegt bei ca. 132-134° und nicht bei 180°, dennoch ist natürlich aufzupassen, dass keine Kameragurte, Füße oder ähnliche Dinge in das Motiv rutschen ;)

Die Verarbeitung ist im Grunde hochwertig. Zu bemängeln ist aus meiner Sicht die Befestigung des Objektivdeckels an der - fest am Objektiv sitzenden - Gegenlichtblende. Der Klemmmechanismus verkratzt die Geli leider sehr. Das schaut bereits nach kurzer Zeit sehr schäbig aus. Da man die Geli nicht tauschen kann, ist es um so ärgerlicher, weshalb ich hierfür den letzten Stern abziehe.

Alles in allem ist das Samyang / Walimex 7,5mm ein Top-Objektiv zu einem günstigen Preis, dass sich jeder mFT Nutzer näher anschauen sollte.
Es müssen auch nicht immer die großen Panoramen sein, die man mit solch einem Objektiv erzeugt. Mit etwas Phantasie lassen sich spannende Blickwinkel (siehe Beispielbild) erzeugen.

4 Sterne und eine Kaufempfehlung.
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am 21. April 2016
Habe mir das Objektiv als Blitzangebot geschnappt um an meiner Lumix mit MFT Sensor ein Super-Weitwinkel zu haben.

Durch den Crop-Faktor von 2 ist es bei mFT Sensoren natürlich nicht ganz so leicht, günstig viel Weitwinkel zu bekommen, daher ist dieses Objektiv eine Top-Wahl für wenig Geld.

Der Blenden- & Fokusring sind sehr gut zu bedienen. Das haptische Feedback beim Blendenring ist meiner Meinung nach perfekt.
Der Fokusring könnte mMn ein klein wenig leichter laufen - ist für mich aber eigentlich zu vernachlässigen, da ich es hauptsächlich für Architektur oder Landschaft verwende, also starre Objekte.

Wie hier auch schon einige geschrieben haben ist die Schärfe ab f5.6 mittig sehr gut, bei f8 ist auch die Randschärfe für ein Objektiv in der Preisklasse sehr sehr gut.

Durch die kompakte Größe und das geringe Gewicht passt es sehr gut zu den mft Systemkameras von Panasonic oder Olympus. Einen Stabilisator vermisse ich bei der Brennweite und dem Anwendungsgebiet nicht.

Die CAs sind, je nach Motiv und Lichtsituation mal mehr mal weniger gut in der Nachbearbeitung weg zu kriegen, Meistens hatte ich jedoch keine Probleme.

Durch einen recht guten Dynamikumfang sind auch Aufnahmen gegen die Sonne gut möglich. Das angehängt Bild vor dem Schloß Schönbrunn in Wien ist nur eine einzelne Aufnahme, kein HDR.

An den von mir angehängten Bildern könnt ihr euch selber ein Bild von der Abbildungsleistung des Objektivs machen.
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am 10. März 2012
Seit ich vor Jahren mal eine Fisheye-Vorsatzlinse - mit grauseligen optischen Eigenschaften, aber faszinierenden Perspektiven - ausprobiert habe, stand fest: ein Fisheye muss mal her. Von dem Samyang/Walimex 8 mm 1:3.5 habe schon viel Positives gelesen, das 7,5 mm 1:3.5 für mFT war mir neu und ich habe auch nicht viel Informationen finden können. Habe mir beide gleichzeitig bestellt, um sie an meiner Vollformat-Canon und meiner Lumix zu testen. Bei dem 8 mm Objektiv war mir schon klar, dass ich am PC den Crop auf 1.6 machen muss aber auch die Option habe, die Sonnenlichtblende zu entfernen, um den vollen Bildkreis (29 mm) zu bekommen.

Um es vorwegzunehmen: ich habe das 7,5 mm mFT behalten.

Das 7,5 mm hatte ich zuerst erhalten und es hat mich überrascht. Einwandfreie Verarbeitung, Fokusring und Blendenring laufen sauber und angenehm, das Bajonett passt präzise. Obschon bis auf das Bajonett alles aus Plastik ist, wirkt es nicht minderwertig. Es sieht genauso gut aus wie mein Olympus 45 mm 1:1.8, welches auch aus silberfarbigen Kunststoff ist. Es ist etwa 1/4 kürzer als das Lumix 14-45 Zoom, dafür ein wenig breiter im Durchmesser. Das Gewicht ist in vergleichbar.

Das Fehlen jeglicher Automatik ist kein Manko. Schärfeeinstellung ist bei der kurzen Brennweite kein Problem, dann noch Zeitautomatik (A) eingestellt und die Belichtungsmessung passt. Messung durch Offenblende und Arbeitsblende beim Auslösen gibt's auch nicht. Man arbeitet wie ganz ganz früher. Der Lumix muss erlaubt werden ohne Objektiv auszulösen.

Die ersten Testaufnahmen waren überraschend. Schon bei Offenblende bildet das Objektiv erstaunlich scharf ab. Abgeblendet auf den Bereich von 5.6 bis 11 wird es richtig knackig scharf, auch in den Randbereichen. Ab Blende 16 lässt die Schärfe dann nach, bei Blende 22 ist es dann eindeutig matschiger als bei Offenblende. Insgesamt sehr praxisfreundliche Ergebnisse wie ich meine. Wenn's nicht anders geht kann man runter bis Blende 4 oder 3.5, nur Blende 16 und 22 sollte man durch kürzere Zeiten meiden.

Was aber auch sofort auffällt ist der Bildwinkel, der augenscheinlich weit entfernt von den beworbenen 180 Grad ist. Eine schnelle Pi-mal-Daumen-Messung lieferte mir ca. 134 Grad. Nun ja, das ist gewiss kein Halbkreisblick, aber verglichen mit den 62 Grad des Zooms bei 14 mm doch schon ein Wort - und kreativ nutzbar.

Nächster spannender Punkt ist die chromatische Aberration. Die wird wie bei allen mFT groß sein, nur dass sie bei einem völlig dummen und stummen Objektiv sichtbar wird. Bei Standard-mFT-Objektiven wird es in der Kamera weggerechnet oder die Korrekturparameter werden in den Roh-Sensordaten mitgliefert, so dass wir es nie sehen. Und ja, eine CA ist da und recht deutlich sichtbar. Aber die gute Nachricht ist, sie läßt sich in Lightroom (und sicher auch in jedem anderem Programm) perfekt wegrechnen. In LR muss man lediglich unter 'Objektivkorrekturen' das Häkchen bei 'Chromatische Aberation entfernen' setzen und gut ist. Thema erledigt (siehe Beispielbilder).

Am nächsten Tag kam 8 Linse mm für die Canon SLR. Die Verarbeitung ist genau gut wie bei der kleinen Schwester. Allerdings bekommt man für's gleiche Geld eine Menge mehr Glas und Gewicht. Das Objektiv ist auch mit mFT-Anschluss erhältlich, was für mich aber nicht in Frage kam. Ein 400 g Glas an einem mFT-Body widerspricht irgendwie dem Klein- und Mobil-Konzept. An der Canon-SLR stimmen die Verhältnisse.

Bei den ersten Testaufnahmen fiel sofort der größere Bildwinkel auf. Eine Messung ergab ca. 154 Grad. Auf dem angehängten Vergleichsfoto ist es gut zu sehen. Ohne Gegenlichtblende wäre für quadratische Bildformate in der Höhe noch mehr nutzbar.

Die Schärfe war allerdings entäuschend, denn alle Testfotos waren deutlich unscharf. Bei genauerer Betrachtung war zu erkennen, dass die Schärfe mit kleiner werdender Blende zunahm. Das deutete auf einen Fokussierfehler hin. So war es dann auch: Der Fokusring war falsch justiert. Um weit entfernte Objekte scharf abzubilden, musste die Entfernung auf 0,7 m eingestellt werden. Da haben die Koreaner anscheinend ein Problem bei der Endkontrolle. Einige Bilder, mit der korrekten Entfernungseinstellung gemacht, waren dann auch hier richtig scharf. Einen signikfikanten Unterschied zum 7.5 mm mFT konnte ich nicht erkennen. Hier traten eher die Leistung der Sensoren in den Vordergrund. Die Lumix rauscht z.B. deutlich stärker als die Canon, vor allem in den Schatten, wenn leicht eine leichte Unterbelichtung angehoben wird, was man auf den angehängten Bildern gut erkennt. Das Canon-Foto wurde zwar mit der fehlerhaften Unendlich-Einstellung gemacht, ist aber scharf, weil bei Blende 16 aufgenommen.

Wie das mFT zeigt das 8 mm ebenfalls eine deutliche chromatische Aberration, wenn auch etwas geringer bei horizontalen Kanten (Dachfirst gegen Himmel). Auch hier kann Lightroom den Fehler gut wegrechnen.

Ohne Labortests, nur an normalen Sujets beurteilt, ist schwierig zu sagen, welches der beiden Objektive besser ist. Ich war mit beiden zufrieden. Lediglich der weitere Bildwinkel ist ein eindeutiges Plus des Walimex 8 mm. Dem steht allerdings die Größe und Gewicht entgegen. Ich hab mich schlussendlich für klein und mobil des mFT-Systems entschieden in der Annahme, dass ich es dann öfters dabei habe und benutzen werde. Die etwas schlechtere Qualität des Lumix-Sensors nehm ich einstweilen hin (die Lumix wird eh bald etwas besserem weichen).

Es ist erstaunlich, welche Leistung bei einem für ein Fisheye vergleichsweise niedrigen Preis geboten wird. Ich gebe knapp 5 Sterne für das Preis/Leistungsverhältnis. Einen halben Punkt ziehe ich gedanklich für den geringen Bildwinkel ab. Jedem, der mal mit Fisheye-Perspektiven experimentieren und vorzeigbare Resultate möchte ohne gleich ein Vermögen zu investieren, kann ich das Objektiv sehr empfehlen.

Übrigens läßt sich mit geeigneten Objektivkorrekturprofilen eine Entzerrung vornehmen, sodass eine klassische Weitwinkelperspektive entsteht. Leider konnte ich für das 7,5 mm Objektiv keine Profile finden. Als Kompromiss mit akzeptablen Ergebnissen läßt sich das in Lightroom mitgelieferte Profil für das Nikkor 10,5 mm Fisheye verwenden. Noch bessere Resultate lassen sich mit Profilen für das Samyang 8 mm erreichen. Bei allen Profilen muss man allerdings zusätzlich die Verzerrung auf einen Wert von 160% oder höher einstellen.

Ich habe die Profile und einige weitere Bildbeispiele hier abgelegt: goo.gl/7BJ25Y

Nachtrag: Mittlerweile habe ich Profile für das 7,5 mm Objektiv gefunden. Habe sie mit Quellenangabe in den Dropbox-Ordner gelegt.
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am 2. Dezember 2016
Habe das Objektiv heute bekommen und meine ersten Eindrücke sind sehr gut.

Das Objektiv fühlt sich hochwertig an, der Schärfenring läuft weich und die Bildqualität ist gemessen am Preis hervorragend. Man kann sehr nah an ein Motiv herangehen um es scharf abzubilden. Es eignet sich also auch für trendige Fisheye-Makro. Die angegebene Naheinstellgrenze von 9cm scheint sich hierbei eher auf die Unendlich-Einstellung zu beziehen, für den Fal,l dass im Bild alles scharf sein soll. In der Praxis kann man aber näher ran wenn der Hintergrund unscharf werden darf. Sehr gut!

Für alle die Probleme mit der Schärfe haben: Wenn Ihr eine Kamera mit eingebauten Stabilisator benutzt, müsst Ihr diesen auf 8mm einstellen. Da das Objektiv ja keinerlei Elektronik besitzt, weiß die Kamera nicht welche Brennweite das Objektiv hat. Ist in den Einstellungen meinetwegen ein 50mm-Objektiv hinterlegt, wird der Stabi überkompensieren, was zu einer Unschärfe im Bild führt. Darauf muss man unbedingt achten sofern man mit Stabi fotografiert.
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am 22. Februar 2014
Ich kann den positiven Kommentar nur zustimmen

Bitte empfehlt das Objektiv bei DXO zur Korrektur

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Zu den Preis das wohl betse Ultraweitwinkel am Markt
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am 15. Januar 2016
Also Sorry, ich kann mir die positiven Bewertungen nicht erklären.
Ja, das Objektiv ist von der Verarbeitung und den verwendeten Materialien her klasse.
Dafür gibt es einen Stern.
Aber das war es dann auch.
Ich habe die Panasonic GX8.
Mit allen Objektiven erziele ich Top Ergebnisse.
Aber mit dem Walimex waren die Bilder kontrastarm und matschig.
Was nützt mir eine tolle Verarbeitung, wenn die Bilder nichts taugen?
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am 12. Juni 2017
Das 7.5 mm Samyang f/3,5 (MFT) aus Korea habe ich unter vier Labels gesehen: Samyang, Walimex, Rokinon, Bower. Damit lassen sich viele Reviews und Beispielbilder finden.

Als ich Reviews und Bildchen mit denen vom 8 mm Panasonic verglich (das Modell von Olympus war noch nicht erschienen), kostete bei der Amazone so ein Samyang 289, als Walimex 310, das Panasonic 715 €ier.

Allerdings bietet das Pana eine Blend-Lamelle mehr, 180° statt 175° diagonalen Blickwinkel, und schließlich die Steuerung von Autofocus, Blende (und ggfs. internem Stabilisator) über die Camera.

Im Ergebnis erschienen mir die Unterschiede bei Bildqualität und Schärfe minimal, leichte CAs (Farbsäume) in der 1:1-Betrachtung liefert meine Immer-Drauf-Linse (Pana 14-140) auch, ein Rezensent hier hat mit einem Pana-Modell schlimmere Farbsäume gefunden, der Blickwinkel ist mit also gut 130° (quer) einen Hauch weiter als das Pana 7-14, mit Focus-Peaking wird Scharfstellen am Flimmerbild zum Vergnügen.

Den entscheidenden Unterschied macht die Anzahl der Lamellen. Bei einer krummen Zahl (Pana) bekommt ein Lämpchen einen kleinen "gezupften Heiligenschein", bei einer geraden Zahl (Samyang) sind es augenfällige Strahlen. Die sehen bei ein, zwei, drei Laternchen superb aus, aber ein paar Dutzend Minilämpchen an der Saaldecke drängeln sich unruhig und unbescheiden in den Vordergrund.
Dieser "eigenen Look" der Linse ist nicht dem Geiz geschuldet, eine Lamelle einzusparen, er ist beansichtigt. Mensch kann das mögen oder für die Ersparnis hinnehmen, das gibt es gratis, sobald im Bilde Lichtlein brennen.

Haptik: Das Baby lässt sich sauber bedienen. Der Blendenring bietet ab Blende 4 halbe Blend-Stufen, rastet satt genug ein. Der Fokusring ist fest, aber angenehm und wackelfrei. Genau das, was es braucht, um sich darum nur einmal kurz zu kümmern, und dann mit den vielen kleinen Besonderheiten und Tücken der Fischaugen-Fotographie Spaß zu haben.

Insgesamt gibt es für kleines Geld eine Linse, die mit weitaus teureren mindestens gut mithält.
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