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Eigentlich ist es ja ein Wahnsinn, dass das Label Oehms Classic fast parallel die Ring-Zyklen aus Hamburg und Frankfurt veröffentlicht. Wie es sich rechnet, braucht den Kunden nicht zu interessieren. Der Frankfurter Ring hat dabei die Nase eindeutig vorne. Sowohl sängerisch als auch vom Dirigat konnten die bisherigen Hamburger Veröffentlichungen nicht überzeugen, wobei der Siegfried schon etwas fesselnder war, mit Falk Struckmann als überraschend menschlichen Wanderer und Catherine Foster zwar textunverständlich, aber stimmschön in der ja undankbaren, extrem hohen Brünnhilde im Siegfried.
In dieser Götterdämmerung haben nun endlich Simone Young, das Orchester und die Aufnahmetechnik zueinander gefunden, so dass ich für den letzten Tag des Bühnenfestspiels eine Lanze brechen möchte. Udo Bermbach gibt eine fundierte Einführung im beigefügten Booklet, deutet die Götterdämmerung als Wagners radikale Abrechnung mit dem politischen System seiner Zeit, ein Niederbrennen ohne Hoffnung, ohne Vision. Die käme nach Bermbach dann erst mit Meistersingern und Parsifal. So suggestiv das geschrieben ist, bleibt es doch auch unbewiesen, die Musik nach Hagens "Zurück vom Ring" spricht für mich eine andere Sprache. Simone Young greift das aber auf und gestaltet die Götterdämmerung in düsteren, schwarzen Farben. Schon Sonnenaufgang und Siegfrieds Rheinfahrt sind düster blechgepanzert, dazu im ersten Akt langsame Tempi, Weltuntergangsstimmung von Anfang an. Hagens Wacht wird so zum schaurigen Höhepunkt. Der Veteran John Tomlinson gestaltet das mit den ihm verbliebenen Stimmmittel absolut rollendeckend, eine würdige Abschiedsvorstellung (?) für diesen großen Sängerdarsteller.
Deborah Polaski und Christian Franz sind ja auch Veteranen, vom schweren Wagnerdienst schon gezeichnet. Wie Tomlinson macht die Polaski daraus eine Tugend, singt schöne Piani, mogelt sich geschickt in der Höhe durch. Christian Franz Stimme klingt eigentlich frischer, aber ständig forciert er, schreit regelrecht,hält die gesangliche Linie nie lange durch, Siegfrieds Tod gesanglich grenzwertig - warum lässt die Dirigentin das durchgehen? Der Punktabzug geht zu seinen Lasten. Die restliche Sängerriege ordentlich, Petra Lang überzeugt mich als Waltraude auch nicht ganz. Licht und Schatten also bei den Sängern.
Dafür baut Simone Young orchestral eine gewaltige Götterdämmerung, mit Klangtürmen hoher als ein Thielemann, Freunde des schweren Blechs können sich hier satthören. Da wird extrem detailgenau musiziert, viel Stimmung erzeugt, dafür aber wenig rhythmischer Schwung. Dann aber mit dem letzten Auftritt Brünnhildes ein kleines Wunder: ganz leise tritt sie auf mit dem Götterdämmerungsmotiv, auch der erste, lyrische Teil ihres Schlussgesanges ist ganz verinnerlicht, eine schöne Alternative zu fast allen mir bekannten Fassungen, ehe der Weltenbrand monumental, fast brucknerisch hereinbricht.
Sicher nicht die Aufnahme für die einsame Insel, nicht durchgängig überzeugend, aber dann doch wieder mit vielen faszinierenden Momenten - für den Preis im Marketplace allemal.
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