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Kundenrezensionen

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am 29. August 2016
Zunächst als Warnung an alle, die eine Metal-Platte erwarten: Es ist keine, es ist Rock. TDB meinen den ganzen Satanskram ausnahmsweise wirklich ernst, im sprirituellen Sinne - also keine Texte über Blutsexorgien...Wer sich damit intensiver auseinandersetzen möchte, findet sowohl im reichhaltigen Artwork als auch in den Texten interessanten Input, der allerdings ein gewisses Vorwissen bzgl. z.B. Symbolik, Magick usw. voraussetzt. LaVey gelesen zu haben reicht auf alle Fälle nicht...Alle anderen bekommen eine musikalisch abwechslungsreiche und schlicht saugeile (Psychedelic?)-Rock Scheibe. Leider ist der Mastermind der Band, Selim Lemouchi, mittlerweile von uns gegangen, es kommt also nichts mehr nach. Ein echter Verlust. Absolute Kaufempfehlung für die Vinyl-Version.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. September 2012
Die Tatsache, daß sich die Band vor jedem Gig rituell mit Schweineblut besudelt geht mir genauso am Allerwertesten vorbei wie die -zugegebenermaßen recht befremdliche- Weltanschauung von Gitarrist und Hauptsongwriter Selim Lemouchi. Viel wichtiger finde ich, daß man von den holländischen Satansrockern in allen Belangen ehrliche handgemachte Mucke geboten bekommt, die einen völlig unverkrampften Retro-Flair versprüht und in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung und Verkommerzialisierung einen wohltuenden Kontrast darstellt.

Auch das aktuelle Werk "The Thousendfold Epicentre" macht diesbezüglich keine Ausnahme. Im Gegenteil, die Band präsentiert hier ihre ausgereifteste musikalische Leistung. Insbesondere Frontlady Farida Lemouchi alias The Voice Of Satan singt hier facettenreicher denn je. Auch wenn man gerade zum Ende hin so manche versponnene und verkiffte Soundorgie über sich ergehen lassen muss, kann man sich das Album an einem Stück geben, ohne sich genötigt zu fühlen, die Skip-Taste zu drücken, wie es beispielsweise auf dem Vorgänger "The Time Of No Time Evermore" sporadisch der Fall war. The Devil's Blood machen nunmal keine Musik, die man sich mal eben zwischen Tür und Angel reinzieht. Zudem hat man mit "On The Wings Of Gloria", "Die The Death" und vor allem dem perkussiv-hypnotischen "Cruel Lover" wieder einige akustische Wundertüten geschaffen, die sich in die Riege der Band-Classics wie "Voodoo Dust", "The Antikosmic Magic" und "A Waxing Moon Over Babylon" einordnen.

Hervorheben sollte man auch die geschmackvolle Gestaltung des Limited Artbook, welches allerdings formatmäßig so gar nicht in ein CD-Regal passen will und sich somit einen Ehrenplatz in den eigenen vier Wänden erschleicht. Na, wenn das mal nicht beabsichtigt war....;-)
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Eines vorweg: ich werde in diesem Review ausschließlich auf die Musik von The Devil's Blood eingehen, die Hokuspokus-Texte interessieren mich nicht, daher lasse ich sie außen vor.
So, nun geht es aber los. Der Vorgänger "The Time Of No Time Evermore" wurde zwar vielerseits bejubelt, konnte mich jedoch nur bedingt überzeugen (siehe mein Drei-Sterne-Review von damals). Ein wenig skeptisch stand ich also "The Thousandfold Epicentre" gegenüber, allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Album besser gefällt als jenes von 2009. Stilistisch hat sich dabei eigentlich nicht viel verändert, noch immer wandeln The Devil's Blood auf den Pfaden von Spätsechziger-/Frühsiebziger-Okkult-Rock-Bands wie Black Widow, Coven und -obwohl die nicht wirklich Finsterlinge waren- Jefferson Airplane. Auch der Sound klingt entsprechend "retro", auf modernen Hochglanz poliert ist da nix. Was genau ist denn nun aber besser auf dem neuen Werk? Die Songs an sich, wie ich finde. Auf "The Time Of No Time Evermore" gingen sie bei mir teilweise zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus, ohne wirklich hängenzubleiben. Poppig-eingängig ist zwar immer noch nichts (das wäre auch nicht angebracht), aber man kann sich dieses Album problemlos am Stück anhören, was bei dieser hohen Gesamtspielzeit schon etwas wert ist. Es wird weder nervig noch langweilig, einige Details erschließen sich einem gar erst nach mehrmaligem Hören.
Man sollte übrigens nicht dem Chefredakteur eines gewissen großen deutschen Rock- und Metalmagazins bedingungslos glauben, was er in seinem Review zu diesem Album schreibt, da er ein knallharter The-Devil's-Blood-Fanboy ist und relativ wenig Objektivität an den Tag legt, wenn es um seine Lieblingsband geht. "The Thousandfold Epicentre" ist ein gutes, aber nicht überragendes Album. Eine Steigerung zum Vorgänger ist jedoch, wie bereits erwähnt, vorhanden.
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am 28. Dezember 2011
... man sollte nicht alles glauben, was ein von mir an sich sehr geschätzter Chefredakteur eines bekannten deutschen Metalmagazins dazu schreibt. Dessen Review zu dieser Platte ist dermaßen mit Superlativen überfrachtet, dass es schon fast lächerlich wird. Vor diesem Hintergrund ist es etwas schwierig, sich der Platte einigermaßen unvoreingenommen zu nähern, obwohl ich diese Stilrichtung eigentlich mag.

Im Prinzip spielen TDB Rockmusik, die knietief in den 60ern/70ern verwurzelt ist.
Die Gitarren unternehmen zwar auch hin und wieder mal Ausflüge in Richtung etwas härterer Gefilde (alte KISS, ganz alte Judas Priest), aber das Fundament ist Rockmusik, kein Metal. Die Produktion ist angenehm unmodern und passt somit gut zum Songmaterial, ebenso wie der weibliche Leadgesang.
Richtig gut gefallen mir TDB, wenn sie ordentlich grooven und ihre Songs mit tollen Gitarrensoli anreichern. Dann rockt die Scheibe ordentlich und hat mit She, The Thousandfold Epicentre und Fire Burning auch ein paar richtige Hits am Start.
Wenn sie dieses Niveau über die ganze Albumsdistanz halten könnten, wären sicher 4 oder gar 5 Sterne drin gewesen, aber leider fällt die Platte gegen Ende stark ab und driftet in Richtung Space Rock davon.
Da gibt's dann überwiegend spaciges Gitarren- bzw. Synthiegewaber, ein bisschen Gitarrengeklimper und entrückten Gesang.
Vielleicht muss man dazu was eingeworfen haben oder es ist toll zum Chillen nach dem anstrengenden Ziegenschlachten beim satanistischen Ritual, keine Ahnung. Mir gibt das dann nicht mehr so viel

In diesem Zusammenhang ein paar Worte zum Textkonzept:
Ob die satanistische Weltanschauung, die hier demonstriert wird, Ernst gemeint ist oder eher Marketingzwecken dient, kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist mir das aber auch ziemlich egal, da ich für derlei Hokuspokus nicht empfänglich bin. Aber wer heute noch glaubt, damit provozieren oder schockieren zu können, ist wohl nicht nur muskalisch in den 70ern hängen geblieben. Außerdem wundere ich mich dabei, dass die Texte im Booklet auch diesmal wieder extrem schwer zu lesen sind, wenn doch die Botschaft so wichtig sein soll.

Ich kann verstehen, wenn man die Platte gut findet, ja sogar, dass man sich dafür begeistern kann. Sie aber als Meilenstein der Rockmusik zu verklären und TDB in den Rock Olymp zu den echten Göttern zu erhöhen, halte ich für einigermaßen vermessen. Vermutlich ist das satanistische Image doch nicht aufgesetzt und TDB haben besagten Chefredakteur mit einem finsteren Ritual in eine willenlose PR-Marionette verwandelt. Jetzt ist der arme Mann gezwungen, TDB bis ans Ende seiner Tage zu hypen, welch trauriges Schicksal. Ist aber nur so eine Theorie ;o)

Fazit: Ganz netter Okkultrock, aber man sollte nicht zu viel erwarten
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ich habs mit dem vorgängeralbum ja auch ein paar mal versucht und irgendwie sind die songs nicht unbedingt mies aber sie sind irgendwie immer nur kurz davor gut zu sein. man hat ständig das gefühl der korken will nicht raus. alles dümpelt irgendwie so vor sich hin ohne auf und abs, plätscher plätscher, die musik hat irgendwie keine power. unterstützt wird diese labberige kraftlosigkeit von der säuselnden stimme der sängerin. das gitarrenspiel ist teilweise gar nicht mal unkreativ aber auch hier platzt der korken nicht.

harmloser kuschelrock mit satans-attitüde, mehr ist das nicht. wem's gefällt ... .

warum dann 2 sterne? weil sie fast gut sind. aber da hör ich eben lieber die originale (sabbath, jefferson airplane, it's a beautiful day, deep purple jethro tull ...) die hatten irgendie mehr feuer im hintern.
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am 22. Mai 2015
Da ich schon alle anderen Alben habe, musst du das neue natürlich auch her. Also wählt auf diese Art von Musik steht wird es mit Reisen ohne Ende kann ich nur weiter empfehlen leider ist ja der Gitarrist nun tot. Schade ich hätte gerne noch mehr von dieser Band erlebt. Traurig
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am 9. Dezember 2011
Bei so einem satanistischen Hintergrund ein kurzes Wort vorab: Ich respektiere den Glauben der Band. Es mag jeder glauben was er will, solange er niemandem seinen Glauben aufzwingt oder böswillig Schaden zufügt. Betet meinetwegen Else Kling an oder Opa Hoppenstedt und werdet glücklich damit! Dennoch geht mir das derart offensichtliche "Satanisieren" zugegebenermaßen manchmal doch sehr auf den Cookie. Es hat halt jeder so seine unausgesprochenen Unverträglichkeiten.

Aber: DAS hier ist eigenständig, mutig, konsequent, besonders und spannend. Es hat -kurz gesagt- Charakter. Und das ist weit mehr als 99,98% der neuen Bands mit 70er-Jahre-Hintergrund uns bieten. Dass hier nur abgekupfert oder nachgespielt wird, kann niemand ernstlich behaupten - schon gar nicht nach dem zweiten Album, das deutlich unkommerzieller und weniger zugänglich ist, als das erste.

Was immer Devil`s Blood sind - authentisch und schonungslos offen sind sie auf jeden Fall. Hier existiert kein "Fake": Wer mit Musik nur Geld machen will, würde einfach das erste Album wiederholen oder gleich auf Volksmusik setzen.

Allein der Umstand, dass man sich mit der Band beschäftigt und sie kontrovers diskutiert, gefällt mir außerordentlich. Da ist das alte -ja: magische- Feeling der 70er Jahre wieder. Liebt es oder hasst es - in dem Wissen, dass es etwas bedeutet. Nicht anders war es bei Black Widow, Black Sabbath, den frühen Jethro Tull oder Hawkwind. Oder bei Blue Cheer, Sir Lord Baltimore oder(der Band) H. P. Lovecraft bzw. Coven, falls diese Namen jemandem noch etwas sagen.

Kurz und gut: Wer die in den Vorbewertungen genannten Bands mag, KANN hier nicht falsch liegen. Wenn er sich ebenso auf Devil`s Blood einlässt wie seinerzeit z.B. auf Hawkwind, nimmt ihn die Band mit auf eine -nicht immer einfache- Reise. Aber das Gefühl, in unbekannte Bereiche aufzubrechen. Das hat was! Aufpassen sollte man bei so etwas ja immer, nicht wahr?
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am 14. Februar 2012
Ich muss zugeben dass ich extrem verliebt in dieses Album bin. Es hat seit Erwerb vieles an Musik von meinem Player in Bedeutungslosigkeit zurückgelassen... Ergo brauche ich wohl über die Musik nichts mehr zu schreiben =)

Die Aufmachung hat mich aus den Socken gehauen. Sehr gross mit Artbook und viel Liebe zum Detai, lädt diese Ausgabe dazu ein immer mal wieder rein zu schauen und einfach den Blick schweifen zu lassen.

Wenn man dieses Stück mit dem aktuellen Standard der Veröffentlichungsqualität vergleicht, bekommt man im Gegensatz zu einem kleinen, lieblosen Faltblättchen einen "ECHTEN" Mehrwert für sein Geld. Für solche Veröffentlichungen bezahle ich sehr gern ein paar Euro mehr und habe etwas tolles im Schrank stehen.
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am 8. Januar 2012
In den letzten Jahren hat eine Band aus den Niederlanden besonders für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Rede ist von THE DEVIL'S BLOOD. Nach der ersten Demo "The Graveyard Shuffle" und der darauf folgenden EP "Come, Reap" hat sich schon angekündigt, dass die Geschwister Selim und Farida Lemouchi vor einer erfolgreichen Zukunft stehen. So konnten sie mit ihrem Langspieler "The Time Of No Time Evermore" vor zwei Jahren ebenfalls die Fans überzeugen. Musikalisch wird die Welle von Okkult-Bands der späten 60er Jahre zitiert und mit einer Prise 70er- und Anfang 80er-Rock garniert. Die Vorreiter zuerst genannter Bewegung war die Band COVEN, deren "Witchcraft Destroys Minds & Reaps Souls" noch heute zu Recht als absolutes Kult-Werk gilt. Damals reichte ein provokantes Covermotiv und eine angeblich echte Satansbeschwörung auf dem Album aus, um zu schocken. THE DEVIL`S BLOOD setzen da noch einen drauf und präsentieren sich absolut humorlos. Sie zelebrieren ihre Konzerte als ernst gemeinte Rituale und sympathisieren mit dem Misanthropic Luciferian Order, dessen bekanntestes Mitglied Jon Nödtveidt von DISSECTION ist. Ich erwähne dies nur, weil es mir echt schwer fällt, "The Thousandfold Epicentre" ohne Beachtung der Ideologie dahinter zu besprechen.
Das Material ist rein musikalisch gesehen, wirklich gut geworden und dokumentiert die konsequente Weiterentwicklung. Die Scheibe besticht durch tolles Songwriting und einen nahezu genialen Aufbau des Ganzen. Direkt nach der Einführung bietet "On The Wings Of Gloria" ein unheimlich starkes und eingängiges Riff und kann weiter durch dichte Atmosphäre und psychedelische Klänge überzeugen. Auch der Gesang von Farida ist wieder über jeden Zweifel erhaben. "Die The Death" geht ebenfalls richtig gut ins Ohr und stellt sich nach mehrmaligem Hören als kleiner Hit der Scheibe heraus. Die Melodie im Refrain wird man so schnell nicht vergessen. Bei "Cruel Lover" erinnern Schlagzeug und Bass an das großartige "Barracuda" der Band HEART. In den letzten drei Stücken der Scheibe nehmen THE DEVIL`S BLOOD den Hörer schließlich auf eine epische Reise mit etlichen sphärischen Klängen mit. Hier steht man den großen psychedelischen, LSD-geschwängerten Sounds der 60er Jahre in nichts nach. Unterm Strich gibt es an den knapp 74 Minuten Musik wenig auszusetzen. Wer die ideologischen Hintergründe ausblenden kann und schon mit den vorangegangenen Veröffentlichungen Spaß hatte, kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich persönlich habe so meine Probleme mit den Ansichten des Herrn Lemouchi und kann daher, trotz der wirklich gelungenen Töne, keine außergewöhnlich hohe Bewertung vergeben.
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am 17. November 2011
Kaum eine andere Rock/Metal-Band hat die Lager in den letzten drei Jahren sooo gespalten wie die Niederländer THE DEVIL'S BLOOD. Selten gingen die Meinungen derart auseinander - eine Band, die wirklich polarisiert! Mir persönlich ist es relativ egal, dass etliche Kritiker die Combo seit je her als überflüssiges "Produkt" in die Hype-Ecke stellen, und Haupt-Chaos-Magier Selim Lemouchi dabei als geistesverwirrten Schwafler verurteilen. Der musikalische Gehalt toller Retro/Rock-Scheiben wie "Come, reap" oder "Time of no time evermore" steht eigentlich für sich. Die düstere Melange aus BLUE OYSTER CULT , DEEP PURPLE , JEFFERSON AIRPLANE , BLACK SABBATH , COVEN und feinen NWOBHM-Melodien mag sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein...diese Band steht dennoch komplett abseits des Mainstreams, und lässt - wenn man dieses okkulte Satansgehabe mal ausklammert! - einfach nur den musikalischen Geist der 60er/70er/80er-Jahre hochleben. Was kann daran falsch sein ?
Hype hin, dunkle Magie her. Ich selber bin seit 25 Jahren begeisterter Fan von Stromgitarren-Musik, wobei die Betonung hier eindeutig auf dem Wort "Gitarren" (!!!) liegt. Und gerade in dieser Disziplin sind THE DEVIL'S BLOOD wahre Meister ihres Fachs, deren spielerischer bzw. kompositorischer Eleganz derzeit nur wenige Bands das Wasser reichen können - wenn überhaupt.
Das lange Warten hat ein Ende. Knapp zwei Jahre nach dem tollen "Time of no time evermore" steht mit dem taufrischen "The thousandfold epicentre" nun der nächste THE DEVIL'S BLOOD-Longplayer in den Startlöchern. Man vermutet es schon: Die Okkult-Rocker um Mastermind S.L. haben sich erneut übertroffen und ein 74minütiges Meisterwerk "eingetütet", für welches man der Band eine Weiterentwicklung auf allen Ebenen attestieren kann. Speziell beim Songwriting haben sich die Niederländer diesmal noch "breiter aufgestellt". So wurde vermehrt mit traditionellen Hammond-Sounds, tiefgängigen Orchester-Passagen oder Chören experimentiert, an die der Hörer sich bei den ersten Durchläufen erstmal gewöhnen muss. Doch trotz der ausladenden Instrumentierung haben THE DEVIL'S BLOOD das Kunststück fertiggebracht, dass die typischen Song-Trademarks dadurch noch näher zusammenrücken. Das musikalische Herzstück neuer Glanztaten wie "Within the charnel house of love" , "She" , "Die the death" , "Fire burning" oder "The madness of serpents" bilden natürlich immer noch die begnadeten Triple-Gitarren, mit denen die Sechssaiter erneut die komplette Klangpalette des Retro-Hardrock abbilden. Melodieverliebt wie nie zuvor gibt Zeremonienmeister Selim Lemouchi stets den Ton an, und kann sich blind auf seine kongenialen Mitmusiker verlassen. Die fein-glänzenden RAINBOW/IRON MAIDEN-Vibes sind hier fast schon körperlich greifbar...das blinde, fast schon orchesterhafte Verständnis ist Grundvoraussetzung. Zwischen treibenden Riffs, großartigen Melodiebögen und psychedelischen Arrangements gibt es immer wieder akustische Momente zum Abtauchen, die der Hörer am besten dazu nutzt, seine Gefühle wieder "in die Spur" zu bekommen. Doch selbst bei größter Anstrengung, seine Gedanken aufs nötigste zu fokussieren: Spätestens bei den unfassbar detailverliebten "On the wings of gloria" (gegen Ende fast schon RUSH-verdächtig!) , "The thousandfold epicentre" (grandioser Chorus!) und "Cruel lover" (Mega-Hit!) brechen alle Dämme, und THE DEVIL'S BLOOD haben entgültig die Kontrolle über dich gewonnen. Perfekt!
Gewöhnungsbedürftig ist hingegen der abschließende Longtrack "Feverdance", der seinen Namen völlig zu Recht trägt. Wie im Fieberwahn steigert sich die Band in einen atmosphärischen Endlos-Jam, und steht teilweise kurz davor, den musikalischen Faden zu verlieren. Im Stile alter Klassiker wie "Voodoo dust" oder "The anti-kosmik magick" gelingt den Musikern letztlich doch noch der entscheidende Schlenker, so dass dieser 11-Tracker den gewünscht brillianten Abschluss findet. Ach ja, verschweigen sollte man nicht die gewohnt agile Gesangsleistung von Frontfrau Farida, die dieses Rock-Wunderwerk auch gesanglich auf höchstem Niveau hält...wobei die Kritikermeinungen auch hier gern weit auseinander gehen.
Fazit: THE DEVIL'S BLOOD sind und bleiben eine einzigartige Band, die mit "The thousandfold epicentre" einen weiteren Schritt gen Rock/Metal-Weltspitze getan hat. Im Vorfeld wurde dieses Album bereits mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, wobei das Album insgesamt sogar noch einige Nuancen stärker ausgefallen ist. Doch allen Jubelstürmen zum Trotz...diese Band wird auch weiterhin bodenständig und unnahbar in ihrer eigenen Welt bleiben. Die Gedanken eines Genies bleiben all zu oft unverstanden.
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