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am 18. November 2011
"Es ist nichts mehr schön", sagt Becca (gespielt von einer hervorragenden Nicole Kidman). Sie spricht sehr bestimmt, doch ihre Stimme zittert. Becca zerbricht an dieser Wahrheit und auch ihr Mann Howard (gespielt von Aaron Eckhart) ist hilflos.
Ihr einziger Sohn ist tot - er wurde vor acht Monaten überfahren!

Sie flüchten voreinander und wollen sich in einem Kaninchenbau (Rabbit Hole - deswegen der Titel) verstecken. Aber sie kommen nicht vom Fleck.
Bleierne Schwere liegt über dem Leben von Howard und Becca, auf das die beiden keinen Zugriff mehr haben. Mit kleinen Lügen und großem Schweigen versuchen sie zurechtzukommen - irgendwie. Aber das geht nicht, weil sich die Welt draußen einfach weiterdreht. Beccas Schwester zum Beispiel hat einen neuen Freund und ist schwanger.
Wenn ein Kind tot ist, gucken alle anderen Leute immer komisch: Es ist nicht einfach für Howard und Becca, mit ihren Schmerzen umzugehen. Doch sie finden Möglichkeiten, getrennt voneinander: Howard kifft mit einer Bekanntschaft aus der Selbshilfegruppe um die Wette, Becca sucht die Konfrontation mit dem Teenager, der ihr Kind überfahren hat.
Jeder stirbt für sich allein, jeden Tag ein bisschen mehr - und verletzt dabei seine Liebsten, so sehr es geht. Doch am Ende sitzen Becca und Howie in einer berührenden, zärtlichen und hoffnungsvollen Szene nach einer Grillparty in ihrem Garten. Und das Leben geht weiter...

Wo gibt es Trost? Wo gibt es Kraft? John Cameron Mitchells einfühlsame, schmerzhafte Inszenierung ist ein essenzieller Blick in zerstörte Seelen. Unerträglich realistisch (fast schon brutal ehrlich) schildert er in "Rabbit Hole" einen schmerzhaften Prozess, ist aber mitnichten weinerlich - sondern zeichnet mit leisem, geistreichem Humor und großem Verständnis ein komplexes Doppelporträt - phänomenal gut gespielt von Nicole Kidman, die für ihre Rolle oscarnominiert war, und Aaron Eckhart.

Im insgesamt enttäuschenden Bonusteil der Disc ist lediglich der Audiokommentar interessant, der Rest eher weniger. Auch Bild & Ton können nicht wirklich vollkommen überzeugen.

FAZIT: Ein sehr sehenswerter Film, mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung von Nicole Kidman. Ein absolutes Meisterwerk. Unbedingt anschauen!
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am 27. Februar 2015
Wenn ein Film den Zuschauer ganz leise, mit bittertrauriger Schönheit umfängt, wenn stumm und ergriffen eine tief berührende Anteilnahme in der Seele nachhallt noch lange nachdem der Abspann vorbei ist, wenn wir gleichzeitig beglückt sind über soviel Zartheit, stille Eindringlichkeit und große Schauspielkunst, dann ist dies fürwahr ein sehr seltenes und umso schöneres Kinoerlebnis.
"Rabbit Hole" -diese kleine bedrückend traurige, und gleichzeitig so wunderbare Filmperle, ist ein weiterer Beweis für die faszinierende Intensität, die enorme Wandlungsfähigkeit der Schauspielerin Nicole Kidman.
Ihr allein gehört dieser Film, ihr und Aaron Eckhardt , der ebenfalls eine so bewegend filigran differenzierte Emotionspalette zeigt, wie man sie ihm nach dem lärmenden "Dark Knight "gar nicht zugetraut hätte.
Unzählig sind die Filme in denen mich Nicole Kidman schon begeisterte, und neben ihren komplett unterschiedlichen Rollen, gilt meine ganze Bewunderung auch immer der Tatsache ,wie sehr sich der Star zuweilen für Independent Filme einsetzt, wie sie immer bereit ist mutig Risiken auch als Produzentin mancher Nischenprodukte einzugehen.
Von "Paperboy" bis "Birthday Girl", von Triers "Dogville" bis "The Hours" und viele weitere haben wir hier eine Pallette an außergewöhnlichen Filmen, die oft ohne Kidman's Engagement nie entstanden wären.
So verhält es sich auch mit John Cameron Mitchells wehmütig tragischen "Rabbit Hole", der ohne Kidman als Produzentin und Hauptdarstellerin wohl nie das Licht der Leinwand erblickt hätte.
Ein Film, wie eine innere Einkehr in die Stille tiefer Trauer, dabei nie sentimental, kitschig oder plump , sondern eine melancholische Sinfonie der Berührung tief im Herzen.
Ein Paar, Becca und Howie gut situiert in einem Wohlstandsvorort Amerikas wird gezeigt in seinen alltäglichen Verrichtungen.
Freunde werden zum Essen eingeladen, Hausarbeit, der Garten, der gepflegt werden muß, der Mann , der jeden Tag zur Arbeit geht.
Doch von Anfang an lastet ein drückendes unausgesprochenes Verhängnis, eine tiefe Niedergeschlagenheit auf jedem Wort, jeder Geste, mühsam versteckt, mühsam verdrängt.
Wir erfahren von einer Selbsthilfegruppe, die die beiden regelmäßig in der Woche besuchen. Zuweilen im Gespräch- plötzlich abwesende Blicke, leere Gesten.
Nur langsam Stück für Stück in großer dramaturgischer Brillanz entblättert Regisseur Mitchell vor uns das ganze Ausmaß der bestürzenden Tragödie.
Was dieses Paar zermürbt, und wie ein Grauschleier der Hoffnungslosigkeit jedes alltägliche Handeln überschattet, ist der Verlust des eigenen Kindes.
Der kleine Danny lebt nicht mehr, Danny verstarb vor acht Monaten, als er den Hund verfolgte, der durch die offene Gartentür über die Straße rannte. Ein Wagen, möglicherweis etwas zu schnell, wich dem Tier aus und traf den Jungen mit voller Wucht.
Niemals zeigt uns Mitchell diesen Unfall, auch der kleine Danny ist bis auf einen kurzen Rückblick gegen Schluß unsichtbar, aber in jeder Szene gegenwärtig.
Der Tod des eigenen Kindes, in aller sinnlos, unbegreiflicher Tragik.
Das ist, als ob den Eltern, das Herz und die Seele herausgerissen wird, und sie beide fortan eher als eine leere , nur noch oberflächlich funktionierende Hülle durch das sinnentfremdete Leben taumeln.
Diese Agonie, eine Art Stillstand in allen Dingen, als wären die beiden Eltern in einem Kokon aus Verlust und Verzweiflung für immer eingehüllt, darzustellen, auch die verschiedenen oft herzzereissend zum Scheitern verurteilten Versuche, wieder ins Leben zurückzufinden überzeugend zu beschreiben, das ist die große eindrückliche Filmkunst von "Rabbit Hole", der den schmalen Grat zwischen aufgesetzter Rührseligkeit und wirklicher, tief empfundener Anteilnahme bewundernswert meistert.
Dabei ist "Rabbit Hole" keinesfalls ein Starvehikel . Kidman und Eckhardt verschreiben sich mit all ihrer Schauspiel-Brillanz den Charakteren, gehen vollkommen auf in ihren schwierigen Rollen, zeigen in jedem kleinsten Zucken der Mundwinkel, jedem traurig verstörten Augenaufschlag, auch in jedem Versuch von Fröhlichkeit und aufgesetzter Unbeschwertheit frappierende Authentizität.
An ein normales Leben ist nicht mehr zu denken, und die vielen kleinen Versuche das Schicksal zu meistern, machen tief betroffen.
Mitchel findet dafür wunderbar einfühlsame Szenerien.
Der Versuch der Beiden beispielsweise wieder Intimität aufzubauen, der kläglich scheitert.
Die Tatsache, daß Howie immer noch einen Kindersitz auf der Hinterbank des Autos hat, im verzweifelten Hoffen, vielleicht noch einmal ein Kind zu haben, was den Verlust aufwiegen könnte.
Verhärtete Fronten, weil Becca die schmerzhaften Erinnerungen auch durch den Verkauf des Hauses loswerden will, während Howie einen aufwühlenden Nervenzusammenbruch erleidet, weil ihm ein kleiner, so kostbarer Handy Film mit seinem verstorbenen Sohn verloren gegangen ist, oder er den Tränen nahe ist, als mögliche Nachmieter das unangetastete Kinderzimmer seines Sohnes durchforsten.
Das sind Szenen, die voll wehmütiger Traurigkeit und Trostlosigkeit in die Seele schneiden.
"Das Leben ist nicht mehr schön" sagt Becca und verflucht in einer Szene Gott als unglaublichen Sadisten.
Psychische Stadien der Traumatisierung, die wohl jeder der schon einmal Verwandte, Freunde, oder andere liebgewonnene Menschen verloren hat nachempfinden kann.
Die Sehnsucht danach, wieder die Zeit zurückzudrehen, die Vergeblichkeit, Unausweichlichkeit, Hilflosigkeit, die lange braucht um überhaupt real wahrgenommen und vielleicht einmal überwunden zu werden.
"Mit der Zeit wird es besser. Die Trauer ist wie ein Stein in deiner Tasche, den du dein Leben lang mit dir herumträgst", sagt Beccas Mutter.
"Mit der Zeit wird er leichter zu tragen sein, doch plötzlich spürst du ihn wieder , wenn du in die Tasche greifst."
"Wir wissen, wir ihr euch fühlt" so die beflissen gut gemeinte Aussage vieler und obwohl "Rabbid Hole" eine kleine zutiefst bestürzende Tragöde erzählt, die leider jedem Menschen widerfahren kann, läßt er keinen Zweifel daran, daß Trauer immer nur individuell in großer innerer Einsamkeit erlebt wird. Weder kann sie abgewogen, verglichen oder pauschalisiert werden.
"Dein Bruder starb als dreißigjähriger Heroinabhängiger, ich weiß was du durch machst", sagt Beccas Mutter.
"Mein Kind war vier Jahre alt, das ist nochmal ein Unterschied", -die Sinnlosigkeit, wie sich hier Mutter und Tochter um die Wertigkeit von Trauer streiten, läßt erzittern.
Eine Welt aus den Fugen für alle Zurückgebliebenen.
Dies unterstreicht auch die Tatsache, daß Becca mit dem jugendlichen Unfallfahrer, der das Auto lenkte, Kontakt aufnimmt und Howie sich in den Armen einer anderen Besucherin der Selbsthilfegruppe wiederfindet. Hilfloses Streben nach Formen von Erlösung, Vergebung und Neuorientierung.
Die feinsinnige Ambivalenz , die in jeder kleinen Szeneanordnung steckt, kann hier nur dürftig in Worten wiedergegeben werden.
Das Erfühlen des ständigen Scheiterns im Alltag nach diesem Verlust, der immer neue Versuch wieder aufzustehen, wieder zu Boden zu fallen, und doch aufs neue weiterzumachen, in der Hoffnung auf eine wie auch immer geartete Form mit Tod und Trauer umzugehen, das ist es, was dieses würdevoll einzigartige Werk so herausragend macht.
"Rabbit Hole" findet Gott sei Dank keine plumpe Antwort auf den Umgang mit Schmerz. Wie könnte es auch ?
Ein große Leistung von Regisseur Mitchell ist es ebenfalls, trotz aller Tragik sein filmisches Kleinod nie in bleierne Depressivität abgleiten zu lassen, oder es inhaltlich zu überfrachten (man denke an weniger gelungene ähnliche Werke wie "Broken Circle") noch übertreibt er es mit jeglicher Form von überzähligen Gefühlsausbrüchen.
Sein Werk ist gerade in seiner ruhigen Eleganz unglaublich pointiert, bittersüß und von höchstem Niveau.
"Was tun wir am Wochenende ?"
Und mit einem hauchzarten Lächeln, das allen Schmerz beinhaltet antwortet Becca:
"Nun wir werden vielleicht eine Grillparty geben. Wir werden viele Gäste einladen, damit sich der einzelne auch wohlfühlt.
Wir werden so tun als würden wir uns für die Geschichten anderer Leute interessieren und dann, irgendwann wird das Gespräch auf Danny kommen, und wir werden versuchen den Abend zu überstehen.
Und am nächsten Morgen sind wir wieder alleine, und ein neuer Tag bricht an."
Dabei fassen sich die beiden nach langer Zeit wieder an den Händen, berühren sich in stillem Einverständnis.
Ein Tal der Tränen, das letztendlich nur gemeinsam durchwandert werden kann.
Und niemals wünschte man zwei Menschen mehr alles erdenklich Gute, Schöne und ein wenig Sonnenlicht in dieser Welt .
"Rabbit Hole"- einer der berührendsten Filme der letzten Jahre
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am 28. September 2015
......" Wir müssen es so sehen, dass das nun mal Gottes Plan war.
Gott musste sie holen, weil er einen Engel brauchte. "
Wofür lebt man eigentlich noch? Und wie? Wenn das geliebte eigene
Kind stirbt. Einfach so. So unfassbar unnötig. Warum nur?
" Es ist acht Monate her......" - " Aber du willst mich rumkriegen- du willst Sex.
Ich bin noch nicht soweit. Verstehst du? "- " Ich wollte es schön für uns machen. "-
" Es ist nicht mehr schön, Howie! "
Sie leiden. Beide. Er schaut sich die Videotapes von seinem Sohn an.
RABBIT HOLE lässt mitleiden und mitsuchen. Nach der glücklichen Zeit, als die
Familie noch vollständig war.
" Willst du den Kindersitz ewig im Auto lassen? Es fühlt sich nicht gut an. -
Nein- ich will kein neues Baby. "

------------------------------------------------------------------------------------

Geschichte:

Das Ehepaar Becca und Howie ist glücklich verheiratet.
Doch als die Tragödie geschieht, beginnt für beide eine düstere Zeit
des Trauerns. Und ihr Leben droht zunehmend zu zerbrechen.........
..............................................................

_____________________________________________________________________________________

Fazit:

" Der einzige Ausweg ist, durch die Hölle zu gehen. "
In RABBIT HOLE geht es darum, schreckliche Dinge zu verarbeiten. Veränderungen zu
aktzeptieren. Dem einen gelingt das schneller, beim anderen dauert es länger. Oder er
schafft es nie.
RABBIT HOLE macht diesen Verlust spürbar. So sehr, dass es mir als Zuschauer weh tut.
" Geht das irgendwann weg? " - " Nein. Doch es verändert sich- irgendwann wird der Schmerz
erträglicher, verwandelt sich in etwas, unter dem du rauskriechen kannst............."
Verarbeiten und Aufräumen- der Film macht deutlich, was wichtig ist. In unserem Leben.
Hervorragende Schauspieler...und ein einfühlsames Drehbuch. Und darüber hinaus versteht es
RABBIT HOLE, nie zu melodramatisch zu werden.

Danny lebt hier nicht mehr. Danny starb, als er seinen Hund verfolgte, der durch das
offen gelassene Gartentor auf die Straße rannte.................................................
als sie sich den Trümmern ihres Lebens hingeben will, trifft Becca sich mit dem jungen Mann,
der an diesem besagten Tag hinterm Steuer des Unfallwagens saß...............
wenn ich dies nicht getan hätte........wenn ich das nicht getan hätte.............................
schwer nachzuvollziehen, alles. Auch für mich. Aber wer selber in dieser Situation ist..........,
wird sicher für andere unverständlich handeln..........................oh, mann, hab` ich geweint.......
______________

Lauflänge: 83 Minuten ( o. Abspann )!

Extras ( Englischkenntnisse v. Vorteil ):

- Hunter den Kulissen= 5.20 Minuten!

- Deleted Scenes= 2.50 Minuten!

- Interviews, Deutscher Trailer, Originaltrailer!

Wer hier nicht mitfühlt...............................................
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Oktober 2013
John Cameron Mitchell ist ein sehr interessanter Filmemacher, der mir schon mit dem sehr unkonventionellen "Shorbus" gefilel und inzwischen den Independent Sektor verlassen hat, weil er in "Rabbit Hole" mit dem Filmstar Nicole Kidman bereits als potentieller Oscarkandidat gehandelt wurde. Er hat zwar eine Nominierung verpasst, aber seine Hauptdarstellerin durfte sich freuen. Eine weitere Nominierung für die Oscarpreisträgerin aus "The Hours".
"Rabbit Hole" ist aber ein Film, der nicht gerade zum Lachen ist. Das Drama ist durchweg traurig, hat aber doch einige Hoffnungsschimmer zu bieten. Das Drehbuch ist eine Adaption des Theaterstücks von David Lindsay Abaire aus dem Jahr 2005.
Dabei geht es um das Trauma eines Ehepaars, das vor 8 Monaten ihren kleinen Sohn durch einen tragischen Autounfall verloren hat. Sowohl Becca (Nicole Kidman) und Howie (Aaron Eckhard) versuchen das Schicksal gemeinsam zu verarbeiten, doch das will den beiden leider nicht besonders gut gelingen. Sie besuchen eine Selbsthilfegruppe, dort lernen sie auch Gabby (Sandra Oh) und ihren Mann kennen, die auch ein Kind verloren haben und schon 8 Jahre die Gruppe besuchen. Becca kann nicht vom Gruppengeschehen profitieren, sie verlässt die Gruppe und versucht immer mehr das Geschehene zu ignorieren, indem sie versucht sämtliche schmerzliche Erinnerung an das Kind auszuradieren. Selbst der Hund der Familie hält sich zur Zeit bei Beccas Mutter (Dianne Wiest) auf, weil Becca den Anblick nicht ertragen kann. Als Izzy (Tammy Blanchard), Beccas Schwester schwanger wird, verstärkt sich das Problem noch zusätzlich, die Ehe steht bald auf der Kippe. Da trifft Becca zufällig auf den Student Jason (Mike Teller). Der junge Mann ist der Unglücksfahrer und zeichnet Comics zum Thema Parallelwelten...
"Rabbit Hole" ist ein leiser, ruhiger Film, der seinem Thema sehr gerecht wird und schon gar keine Allerweltslösungen anbietet, er macht aber Hoffnung, dass die Zeit ein bisschen die Wunden heilen kann und er legt auch offen, dass es mehrere Herangehensweisen gibt, um mit diesen traumatischen Ereignissen weiter leben zu können. In einem der besten Momente des Films erzählt Beccas Mutter, gespielt von der zweifachen Oscarpreisträgerin Dianne Wiest, wie sie mit dem Drogentod ihres Sohns umgegangen ist und nennt das Beispiels eines Steins, den sie immer - ihr ganzes Leben lang - mit sich tragen wird und das es bezogen auf den geliebten Menschen, den man verloren hat, sogar wertvoll und gut ist, dass es diesen Stein gibt, der schmerzvoll wirkt.
"Rabitt Hole" ist auch ein Schauspielerfilm, sehr gut die Leistungen von Kidman und Eckhard, die sich bemühen ihre Liebe zu retten, auch wenn dies angesichts dieses grausamen Schicksals zukünftig offen bleibt.
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am 29. Oktober 2011
So denkt Becca(Nicole Kidman) über Gott, seit ihr Sohn bei einem Autounfall ums Leben kam. Niemand hatte Schuld, keiner konnte es verhindern, aber der Tod des Jungen vor acht Monaten liegt wie ein Fluch über der Ehe von Becca und Howie(Aaron Eckart). Die beiden reden nicht über den Tod des Sohnes, sie schlafen nicht mehr miteinander und auch die gemeinsamen Abende in der Gruppe von Eltern, die ihre Kinder verloren haben, helfen Becca nicht. Sie bricht ab und stürzt sich in ihre eigene Art von Trauer. Fast schon obsessiv mischt sie sich in die Schwangerschaft ihrer Schwester Izzy(Tammy Blanchard) ein und versucht nebenbei alle Spuren des eigenen Sohnes verschwinden zu lassen. Letztendlich nimmt sie sogar Kontakt zu dem jungen Unfallfahrer Jason(Miles Teller) auf, ohne genau zu wissen, warum sie das tut. Howie verzweifelt an Becca. Er denkt darüber nach, sie zu verlassen oder einen Seitensprung zu begehen. Eines ist Howie in jedem Fall klar: So kann es nicht weiter gehen...

Nach dem Bühnenstück von David Lindsay-Abaire hat Cameron Mitchell seinen Film -Rabbit Hole- inszeniert. Der Sprung von der Bühne ins Medium Film, der schon so manchem Regisseur misslungen ist, hat bei Mitchtell gut geklappt. -Rabbit Hole- ist zwar ruhig, ernst, dramatisch und alles andere als aktionslastig, aber er ist ein "echter" Film. Nicole Kidman und Aaron Eckart sollen sich die Bälle des schwierigen Dramas zuspielen. Es ist vor allem Eckart, der die Produktion trägt. Wie er Howie Corbett gibt, das ist wirklich lebensnah und stark gespielt. Kidman überzeugt größtenteils durch gutes Schauspiel, allerdings wirkt sie in einigen Szenen wie ein ziemlich "dünner Kleiderständer" dem man die verzweifelte Mutter irgendwie nicht so ganz abnimmt. Die Nebenrollen des Films sind exquisit besetzt.

John Cameron Mitchell hat mit -Rabbit Hole- ein schwergewichtiges Drama auf die Filmrolle gebannt. Das wird Freunde dieses Genres sicher begeistern. Für die schnelle Unterhaltung zwischendurch ist der Film jedoch ungeeignet. Ich persönlich habe ein wenig gebraucht, bis ich in der Story war, dann hat sie mich jedoch mitgenommen. "Viel Spaß" kann man hier beim Zuschauen wirklich nicht wünschen, dafür behandelt der Film ein viel zu ernstes Thema. Den Kern der Trauer und den Schwierigkeiten, diese zu verarbeiten, hat John Cameron Mitchell, mit Hilfe von Kidman und Eckart, in jedem Fall sehr gut erfasst.
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am 10. Juni 2012
Vor acht Monaten verlor das Ehepaar Becca und Howie Corbett durch einen tragischen Autounfall ihren vierjährigen Sohn Danny. Die beiden leben fortan traumatisiert nebeneinander her. Auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe führt die beiden nicht aus der Sackgasse. Instinktiv suchen beide nach neuen Gesprächspartnern und finden sie auch. Becca trifft sich heimlich mit dem jungen Jason, der das Unfallauto steuerte. Der introvertierte Jason gibt sich die Schuld an den Ereignissen und verarbeitet sie auf seine weise in dem er eine Comic-Geschichte kreiert. Howie trifft sich mit Gabi, einen Selbstgruppe-Mitglied, das vor acht Jahren ein Kind verlor. Doch Becca und Howie merken, das sie einander brauchen um gemeinsam weiter leben zu können.

Die Geschichte wird einfühlsam erzählt. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und bringen feine Charakterzüge zum Vorschein. Schlichte Szenarien lenken nicht von den Figuren ab. Regie und Schauspielern ist eine feine Filmperle gelungen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. September 2013
Am Anfang fragt man sich als Zuschauer, ob man denn unbedingt dabei sein muß, wenn ein Ehepaar, dessen kleiner Sohn von einem Auto überfahren wurde, die Lebensfreude verliert, wenn die Mutter keinen Trost finden will und in unrettbar depressiver Stimmung sich und anderen das Leben noch schwerer macht. Auch wenn man sich am Anfang vielleicht einen anderen Film wünschte, schaltet man doch nicht ab, weil es ja die großartigen Hauptdarsteller Nicole Kidman und Aaron Eckhart sind, die dieses Ehepaar in ihrer mißlingenden Trauerarbeit so authentisch spielen.

Die beste Szene ist die, als Nicole Kidman in der Selbsthilfegruppe von Eltern, die alle ein Kind verloren haben, die religiösen Selbsttröstungen eines anderen Paares ohne die geringste Empathie kritisiert. Das hatte sich damit getröstet, daß Gott einen neuen Engel brauchte, und deswegen ihr Kind zu sich geholt hätte. Da läuft Kidman schauspielerisch zur Hochform auf. "Why didn't he just make one, another angel?", giftet sie entnervt und mit funkelnden Augen. Er ist doch immerhin Gott, er hätte sich doch einfach einen neuen Engel erschaffen können. Einfach so, schnippt sie mit den Fingern und schaut triumphierend - ohne Rückschicht auf die Gefühle der anderen, einschließlich ihres fassungslos daneben sitzenden Ehemanns.

Ohne Details zu verraten, läßt sich immerhin soviel sagen, daß am Ende auch die Filmheldin einen gewissen Trost findet. Sie entdeckt eine andere als die Gott-brauchte-einen-neuen-Engel-Geschichte, eine nicht-religiöse, aber - und das ist vielleicht eine schöne humanistische Pointe - eine nicht minder phantastische, nur halt eine, die zu ihr paßt.

Bemerkungen zur Ausstattung:
• Die englischen Untertitel fehlen;
• man vermißt sie einmal mehr, als die deutschen Untertitel unzuverlässig sind: "another angel" muß in dem Kontext natürlich mit "einen neuen Engel" oder mit "einen weiteren Engel", aber nicht mit "einen anderen Engel" übersetzt werden.
• Bei den Interviews von Kidman und Eckart (unter den Extras) gibt es überhaupt keine Untertitel und zu allem Überfluß fehlen auch die Fragen, man hört nur ihre Antworten und muß sich zusammenreimen, was sie gefragt wurden.
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am 20. März 2013
Habe diesen Film auf gut Glück bestellt und wurde positiv überrascht. Ein sehr netter, einfacher Film, in dem bloß die nicht mehr vorhandene Mimik von Nicole Kidman (Botox) irritiert. Sie spielt trotzdem ganz gut, keine Sorge:)
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am 2. Dezember 2011
Dieser Film wäre sicherlich erheblich bemerkenswerter, wenn er nicht im Schatten zweier Ehedramen stünde, die die beiden Hauptthemen - Entfremdung zwischen Ehepartnern in einer Krisensituation und Tod eines geliebten Kindes - kurz zuvor bereits ziemlich eindrucksvoll fürs Kino abgedeckt haben, nämlich Zeiten des Aufruhrs mit dem Duo DiCaprio/Winslet und Zeit der Trauer mit Pierce Brosnan und Susan Sarandon. Im Vergleich zu diesen beiden muss man John Cameron-Mitchell, dem Regisseur von "Karnickelloch", immerhin zugute halten, dass er der Versuchung Handlungselemente einzubauen, die vom Kern des Dramas wegführen, aber vielleicht etwas Abwechslung in die lähmende Tristesse bringen könnten, weitgehend widersteht und sich ganz auf die Qualitäten seiner Hauptdarsteller konzentriert. Aaron Eckhart vermochte mich dabei, wie schon Pierce Brosnan, sein Pendant in Zeit der Trauer, nicht in jeder Szene zu überzeugen. Manche Geste wirkte auf mich wie mit einer aufgesetzten Maske gespielt, aber das mag auch daran liegen, dass mir dieser Schauspieler zum ersten Mal in Danke fürs Rauchen aufgefallen ist und ich den Zyniker, den er in diesem Film spielt, seither nicht mehr so ganz auszublenden imstande bin, wenn ich ihn auf dem Bildschirm sehe. Nicole Kidman profitiert bei ihrer starken Darstellung freilich auch von dem interessanteren Drehbuch-Part: Wenn sie sich als Becca mit dem Unfallfahrer trifft, der den Tod ihres Sohnes verursacht hat, und man sich im Rätselraten betätigen darf, wohin sie mit dieser brisanten Beziehung steuert, ist das von bedrückender Intensität. Ob man in der Reduktion der Handlung - phasenweise fühlt man sich in den Allzeit-Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? versetzt, ein reines Zwei-Personen-Stück - gerade die Stärke des Films sieht oder, da dies eine gewisse Eindimensionalität mit sich bringt, die viele Zuschauer heute so nicht mehr gewohnt sind, den entscheidenden Schwachpunkt, da wird am Ende jeder zu seiner eigenen Einschätzung kommen.

Wem dieser Film gefallen hat, dem seien auch Das Zimmer meines Sohnes und Ein einziger Augenblick ans Herz gelegt.
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TOP 500 REZENSENTam 21. März 2015
Was ist eigentlich, wenn das einzige Kind hinten einem Hund herläuft und auf der Straߟe üœberfahren wird?

Genau das ist passiert, auch wenn es im Film nicht gezeigt wird. Der Film befasst sich mit dem, was 8-12 Monate danach kommt. Er enthält keine Gewaltszenen, Actionszenen, Erotikszenen, oder Ähnliches. Es geht nur um das Zwischenmenschliche nach dem tödlichen Unfall.

Finden die trauernden Eltern wieder zurück ins Leben?
Können sie den Verlust des Kindes verarbeiten?
Hilft ihnen eine Selbsthilfegruppe?
Machen sie sich gegenseitig Vorwürfe, weil sie seinerzeit den Hund kauften und versehentlich das Gartentor zur Straße hin aufließen?
Geben sie dem Fahrer des Wagens eine Schuld, können sie ihm verzeihen?
Zerbricht die Ehe der Eltern?
Geht ein Elternteil fremd, weil es keine Zuneigung vom trauernden Partner mehr erhält?

Als das sind zentrale Fragen des Filmes, in dem Nicole Kidman wieder einmal zeigt, was für eine tolle Schauspielerin sie ist.

Zu den Extras kann ich nichts sagen, weil ich nur die Beilagen-DVD der Zeitschrift "Audio Video Foto" habe. Dort sind keine Extras drauf.

Den Film kann ich empfehlen.
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