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In Sachen keyboardlastiger Melodic-Metal hatten bisher immer Skandinavier bzw. Finnen die Nase vorne. Vieles war auch schon gesagt, oft hatten Bands nichts anderes geschafft als Vorbilder nett zu kopieren. Nun kommt aber eine Band um den Nordländern diesen Thron streitig zu machen, ohne als direkte musikalischen Kopisten zu gelten! Morton stammen aus dem nicht gerade als Metalhochburg bekannten Land Ukraine (was für einen eventuellen Hype schon mal nicht förderlich ist) und bestanden eigentlich erst einmal nur aus Sänger und Gitarrist Max Morton (was für ein Pseudonym!). Der nahm als Multiinstrumentalist das Album "Come Read The Words Forbidden" komplett im Alleingang in seinem laut hören sagen professionellen Studio auf und scheint in seinem Heimatland richtig als Studiobesitzer mit einigen Bands zu arbeiten. Ursprünglich gab es eine kostenlose Download EP deren Songs nun alle auf dem Debüt gelandet sind. Nach dem Hören der Musik ist mir klar, dass hier Vergleiche mit den Finnen von Sonata Arctica aufkommen, doch Morton geben sich nicht nur beim genial-düsteren Artwork anders. Sie wechseln vom flotten Melodic Metal, auch wieder zum klassischen Metal und werden auch mal langsam und leise. Der Gesang von Max ist zwar hoch, stürzt aber nie in "Tralala" Ebenen ab. Ebenso gewinnen die Keyboards nicht die Überhand, alles hat einen gesunden Biss und die 13 Songs sind beinahe unheimlich abwechslungsreich gehalten. Hier regiert kein Pop, Kitsch, Pathos und Schmalz der uns dann als Metal verkauft werden soll. Die Jungs wollen es wissen, was ein professioneller Videoclip und anstehende Livekonzerte zeigen. Musikalisch ist den Ukrainern für mich das beste Debüt des Jahres, wenn nicht gar seit Jahren gelungen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. November 2011
Ursprünglich als reines Studioprojekt gegründet, konnte MORTON bereits durch ihre per Download verschenkte EP namens 'Grimoire' für erste Aufmerksamkeiten sorgen.
Hierdurch ergab sich relativ schnell das Ende des Projektes ' es wurde vielmehr ein beständiges Line-Up gefunden, dass durch Live-Gigs und Studiosessions mehr und mehr zu einer ausgewachsenen band zusammenwuchs.
Mit 'Come Read The Words Forbidden' legen die Jungs um Max Morton nun ein Debütalbum vor, dass sich bereits trotz der geringen Bandhistorie nicht vor den bekannten Szenegrößen zu verstecken braucht.
Sicherlich erfinden die Ukrainer das Genre nicht neu. Nichts desto trotz können sie den skandinavischen Metalgrößen zeigen, dass auch andere Länder hier mitreden können und nicht nur dem Konsum vorbehalten sind.
Erfreulicherweise tritt MORTON hierbei nicht als weitere Kopie irgendeiner nördlichen Band auf, sondern entwickelt eine eigene Stärke unter Verwendung sämtlicher bekannten Elemente. Versteckt sich mittlerweile manch Szenegröße hierbei nun hinter einem bombastischen Klangteppich, nimmt MORTON lediglich Versatzstücke, um dem Powermetal trotz Einfügung moderner als auch klassischen, melodischen Elementen treu zu bleiben. Hinzu kommt ein Reichtum an Kreativität und insbesondere Abwechslung, die sowohl mit Midtempo-, ruhigen und im Gegenzug dazu, sehr harten Stücken überzeugt.
Dadurch empfiehlt sich dieses Debüt nicht nur einer größeren Klientel, sondern es entsteht auch ein harmonisch komplettes Werk, dass den Hörer wohlig umgreift und bis zum Abklingen des letzten Tones nicht mehr los lässt.
Jürgen Seibold/13.11.11
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In Sachen keyboardlastiger Melodic-Metal hatten bisher immer Skandinavier bzw. Finnen die Nase vorne. Vieles war auch schon gesagt, oft hatten Bands nichts anderes geschafft als Vorbilder nett zu kopieren. Nun kommt aber eine Band um den Nordländern diesen Thron streitig zu machen, ohne als direkte musikalischen Kopisten zu gelten! Morton stammen aus dem nicht gerade als Metalhochburg bekannten Land Ukraine (was für einen eventuellen Hype schon mal nicht förderlich ist) und bestanden eigentlich erst einmal nur aus Sänger und Gitarrist Max Morton (was für ein Pseudonym!). Der nahm als Multiinstrumentalist das Album "Come Read The Words Forbidden" komplett im Alleingang in seinem laut hören sagen professionellen Studio auf und scheint in seinem Heimatland richtig als Studiobesitzer mit einigen Bands zu arbeiten. Ursprünglich gab es eine kostenlose Download EP deren Songs nun alle auf dem Debüt gelandet sind. Nach dem Hören der Musik ist mir klar, dass hier Vergleiche mit den Finnen von Sonata Arctica aufkommen, doch Morton geben sich nicht nur beim genial-düsteren Artwork anders. Sie wechseln vom flotten Melodic Metal, auch wieder zum klassischen Metal und werden auch mal langsam und leise. Der Gesang von Max ist zwar hoch, stürzt aber nie in "Tralala" Ebenen ab. Ebenso gewinnen die Keyboards nicht die Überhand, alles hat einen gesunden Biss und die 13 Songs sind beinahe unheimlich abwechslungsreich gehalten. Hier regiert kein Pop, Kitsch, Pathos und Schmalz der uns dann als Metal verkauft werden soll. Die Jungs wollen es wissen, was ein professioneller Videoclip und anstehende Livekonzerte zeigen. Musikalisch ist den Ukrainern für mich das beste Debüt des Jahres, wenn nicht gar seit Jahren gelungen!
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