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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
10
4,3 von 5 Sternen
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am 7. März 2002
Die Kölner Band Can (gegründet 1968) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Krautrocks, jener Musikrichtung die sich zu Beginn der 1970er Jahre in Deutschland etablierte. Das Besondere an dieser neu aufkommenden Stilrichtung war die Unabhängigkeit und die Autonomie gegenüber der britischen und amerikanischen Musikhegemonie. Viele Bands begnügten sich bis dato Imitate des angloamerikanischen Vorbildes zu sein; dieser Zustand wurde nun aber durch die avantgardistische Krautrockbewegung durchbrochen. Erstmals reifte eine deutsche Klangwelt selbständig heran und erreichte weltweite Beachtung.
Can zeigen mit ihrem Album „Tago Mago“, welches ursprünglich als Doppel-LP erschien, in digitalisierter Form allerdings auf einem Tonträger zusammengefasst ist, eindrucksvoll zu welcher unglaublichen Schöpfung die „Krauts“, wie die entsprechenden Musiker im englischen Sprachraum scherzhaft bezeichnet wurden, befähigt waren.
Das Album durchbricht das konventionelle Rockschema und errichtet eine tosende Geräuschkulisse, deren Essenz aus frei assoziierten Klangbildern, Echo-Sequenzen und den Lauten herkömmlicher Instrumente geformt ist. Das Resultat dieser experimentellen Kreation ist ein beeindruckendes, psychedelisches Meisterwerk, welches die Definition des Wortes Krautrocks akustisch vermittelt: Der Hörer findet sich während des Konsums des Tonträgers in einer bizarren Welt aus Soundcollagen und grotesken Lyriken wieder.
„Tago Mago“ ist ein durchaus empfehlenswertes Stück deutscher Musikgeschichte, das auch Krautrockfremde in berauschende Klangwelten entführen kann.
Einziger Kritikpunkt: Das Album ist nicht „Digitally Remasterd“, wie man es von vergleichbaren Pink Floyd- oder Tangerine Dream CDs behaupten kann. Der Klang erinnert also im Vergleich zur heutigen digitalen Musiktechnik im wahrsten Sinne des Wortes an Dosensound; aber wahrscheinlich ist dieser Effekt notwendig um die exakte Authentizität des Krautrocks zu erreichen, indem man sich so in das akkustische Reich der guten, alten, analog-dominierten 70er zurückversetzt.
11 Kommentar| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 18. Juli 2009
Can, die einzige deutsche Band, die man wirklich als innovativ bezeichnen kann, und deren Einfluss noch heute, überall auf der Welt, relevante Impulse zu setzen vermag.
In Deutschland wird immer noch rumgeunkt, siehe diverse Re-zensionen hier... Schrecklich sowas...

Tago Mago hat sehr viel zu bieten. An Stimmungen und auch an gelungenen Experimenten, die immer noch exotische Einzigartigkeit versprühen.
Auch die künstlerische Radikalität und Expression der Gruppe ist unübertroffen. Sie haben mit einer Hingabe für "die Kunst" gelebt, die vieles andere völlig obsolet macht.
Wenn man von musikalischer Bewußtseinserweiterung spricht, dann gehört dieses Werk eindeutig dazu. Natürlich kann man das auch Krautrock nennen, aber man sollte sich nicht völlig verschätzen...

Can sind der Nukleus des freien Gedanken- und Musiziergutes. Die Jungs sind der Hammer! Unschlagbar für alle Ewigkeit!!!
Gruß und gesegnete Momente damit!!!
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am 17. Oktober 2014
Über Tago Mago etwas vernünftiges zu schreiben, wenn ich ehrlich bin, ist nicht wirklich machbar. Tago Mago muss man fühlen oder man muss es sein, zumindest zeitweise. Über die Entstehungsgeschichte ranken sich viele Mythen ob wahr oder nicht - Drogen haben hier auf jeden Fall gewirkt. Aaaaauuuummmmgggnnnnn ... sagt so ziemlich alles. Oder vielleicht doch lieber Peking O ? Ja ja, es gibt auch so was wie Songstrukturen zu entdecken auf Tago Mago - Paperhouse zum Beispiel. Da erahnt der Zuhörer, das Can auch traditionellen Progrock spielen kann. Ich weiß nicht, wie die Platte 1971 in der Musikwelt ankam, bei mir war es so etwas wie eine Offenbarung, daher wurde es auch meine Lieblingsplatte von Can.
Zur Vinylausgabe kann ich nur sagen: Hallöchen all Ihr "Möchtegernpresskünstler" dieser Welt!, hier ist ein Glanzstück der Presskunst, an dem ihr euch mal 'ne Scheibe im wahrsten Sinne des Wortes, abschneiden könnt. Glasklarer unverzerrter Klang ohne lästige Nebengeräusche. Absolutes Topp-Produkt!!!
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Als 1971 Tago Mago von Can erschien war ich 13 Jahre alt. Mein älterer Bruder kaufte sich damals die Doppel LP. Meine Güte, was war das für mich damals eine Strapaze diese Musik mit anhören zu müssen. OK. Musik wie Alice Cooper, T. Tex, Slade oder Deep Purple gingen ja noch in mein Ohr. Aber Can verkörperten damals für mich völlig abgedrehte und unzumutbare Musik. Wenige Jahre später war es dann so weit. Die Früchte der frühen Bekanntschaft mit Can machten sich bemerkbar und ich schaffte mir das Werk „Tago Mago“ selbst an. Heute bin ich 58 Jahre alt und „Tago Mago“ höre ich immer mal wieder sehr gerne. Wenn man jeden Ton dieses Albums kennt wirkt die Musik gar nicht mehr so avantgardistisch. Nein, sie ist im Laufe der Jahre mir sehr vertraut geworden und ich möchte sie nicht mehr missen. Die Musik klingt gar beruhigend und durchaus harmonisch. Mein Lieblingssong von „Tago Mago“ ist über die Jahre hinweg „Halleluhwah“ geblieben. Keine Sekunde dieses 18:28 Minuten langen Songs möchte ich missen.
Über den Einfluss von Can und insbesondere „Tago Mago“ auf die heutige Musik muss man eigentlich nichts mehr sagen. Jeder weiß, dass der Keyboarder Irmin Schmidt und der Bassist Holger Czukay bei Karl Heinz Stockhausen studiert haben. Jeder weiß auch, dass Bands wie Radiohead von Can stark beeinflusst wurden.
Krautrock hin, Krautrock her: „Tago Mago“ lebt weiter und ist absolut einzigartig.
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am 11. November 2016
Was für eine Zeit war das - einerseits noch stock-konservativ; auf der anderen Seite schien alles möglich zu sein.
Viele probierten sich aus, aber nur wenige hatten auch musikalisch etwas Neues zu sagen.
CAN war definitiv ein Vorreiter. CAN war hypnotisch, mitreissend, spannend. CAN war definitiv anders.

Wer treibende Stücke wie "Mother Sky" mag, sollte sich unbedingt "Oh Yeah" anhören -
allein wegen dieses Stücks lohnt sich der Kauf der Platte schon!
Gibt es übrigens live, als Schwarzweiß-Film bei YOUTUBE: "CAN - Live in Germany, Soest 1970"
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am 24. Februar 2010
In ferner Zukunft wird die Musikwelt erst dieses Ausnahmealbum einer deutschen Ausnahmeband verstehen.
Dies ist das eigentliche Debüt des Strassensängers Kenji "Damo" Suzuki bei Can, der nicht nur für mich, DIE Can-Stimme war und ist.
Er singt nicht, seine Stimme ist das fünfte Element, das fünfte Instrument. Das erklären auch seine Texte; sinnlos, unverständlich (kann kaum englisch...), teils Rückwärtslaufend...

Tago Mago ist das was für die Beatles das weiße Album, für die Stones Exil On Mainstreet, für Pink Floyd Dark Side Of The Moon, Fleetwood Mac Tusk oder Genesis`Lamb Lies Down On Broadway ist, sind, waren, bleiben. Die Visitenkarte, der erste Eindruck, das was bleibt, worüber man nachdenkt hui oder pfui. In diesem Falle ein große H U I!!

Seitenlange Tracks, wie meist in langen Jams entstanden (wie gerne hätte ich so was mal als Bonus auf den CDs... Herr Czukay wie wärs!?).
Leider galt der Prophet im eigenen Land nicht viel, so mußten auch Can den Umweg über England nehmen um endlich Lorbeeren zu kassieren.
Viele Kritiker fanden Tago Mago zu lang, zum wummernd (obwohl Monster Movie wummeriger war), zu textlich nichtssagend usw usf
Verständnis? Null! Das sind Can. Keine Hitparadenlieferanten, sondern aus dem Jazz kommende Metronome (Liebezeit), Stockhausen-Schüler (Schmidt, Czukay). Der einzigste Rock`n`Roller ist Karoli (leider R.I.P.), selbst der spielt nicht normal Gitarre.

Verwirrende Rezesion? Verwirrende Sounds laufen gerade im Hintergrund...
Und das ganze ohne Drogen... Musik ist die Droge. Ich war Drei als dieses ehemalige Doppelabum erschien. Soweit ich weiss war ich 12 oder 13 als ich es mir gekauft hatte.
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am 7. April 2015
Auf ihrem zweiten Werk entwickelten die Kölner Avantgarde-Rocker ihren ureigensten Stil. "Tago Mago" enthält einerseits strukturierte Stücke wie "Paperhouse" und "Mushroom", bei denen über einem ziemlich gleichförmigen vor sich hin mäandernden Grundrhythmus Michael Karoli der Gitarre die merkwürdigsten Töne entlockt und Sänger Damo Suzuki eigenartige Wort- oder Satzfetzen ins Mikro schreit oder flüstert. Es gibt auch ruhige, fast schon schwebende Songs und es erinnert schon ein bisschen an frühe Pink Floyd Stücke.

"Tago Mago" ist für mich ein Klassiker der deutschen Prog Musik, in seiner Radikalität und Kompromnisslosigkeit ist es aber sicherlich nicht immer leicht verdaulich. Es ist halt Krautrock.

Die Qualität der Pressung und des Covers ist sehr gut gelungen, das 180 Gramm Vinyl läuft plan und klingt toll
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am 29. Juni 2013
aber der Klang ist leider etwas blechern. Die Aufnahme müsste überarbeitet werden. Ansonsten gehört die Aufnahme zu den Klassikern avantgardistischer Musik.
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am 17. Februar 2014
Die genießbaren Stücke auf Tago Mago sind schon sehr klasse, allerdings finde ich "Aumgn" und "Peking O" reichlich überflüssig, die größtenteils aus Soundexperimenten bestehen, welche aus heutiger Sicht eher ungelenk rüber kommen.
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am 19. November 2004
Für mich ist die Gruppe genau wie dieses Album völlig überbewertet.
Die Lieder haben einen durchgehend monotonen Rhythmus, viele Bezüge zum Free Jazz inkl. Freien Gesang. Wobei das Wort Gesang nicht zutreffend ist da nur Wörter und Geräusche erzeugt werden die ohne jede Melodie sind und wenn Melodien auftauchen schafft er es nicht sie auf die Tonart anzupassen. Man hört der Musik deutlich an das sie mehr im Drogenrausch als aus Kreativität entstanden ist. Allesamt sind großartige Musiker, aber das was sie hier fabrizieren ist kaum hörbar. Aufgrund der vielen Parallelen zum amerikanischen Free Jazz der 60er verstehe ich nicht warum sie immer wieder als Wegbereiter neuer Formen genannte werden. Ich meine, Miles Davis und Co. Sind den Weg schon Jahre zuvor gegangen und das wesentlich erfolgreichen.
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