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am 30. September 2011
Ich muss zugeben, dass mich die Bulls erst mit ihrem Albeum "The Black Path" angesprochen haben. Zwar kannte ich sie schon wesentlich früher, zu Zeiten von "Angel Delivery Service" nämlich, allerdings hab ich sie damals eher nebenbei gehört, ohne ihnen große Aufmerksamkeit zu widmen. Meinen Fehler erkannte ich dann bei "The Black Path". Der Befreiungsschlag der Bulls hat auch mich erstmals umgehauen, doch auf längere Zeit klang mich der ein oder andere Song noch ein kleines wenig zu gezwungen und unausgereift. Mit ihrem darauffolgenden Album "Phoenix" konnten sie mich dann noch mehr überzeugen. Die Härte musste ein klein wenig zurückgeschraubt werden, dafür hat man ein durchdachteres Songwriting, geniale Hymnen und durchdachtere Songstrukturen gehabt.
Ihre Musik, die sich als Zusammenführung der beiden Extremen Härte und Melodie/Melancholie überzeugte vor Allem, durch den Kontrast den sie darstellt und macht das ganze wirklich interessant. Es ist bei Weitem keine große Innovation, aber die Bulls wissen damit umzugehen wie keine zweite Band, zudem haben sie nicht bei jedem Song das gleiche System, es gibt zwar, die Songs, bei denen diese Mischung aus Härte und Melodie alles ausmacht, aber jedoch auch Songs, die ruhig, gefühlvoll und sehr melancholisch daher kommen, ohne jemals zu kitschig zu wirken, oder Songs, wie "Ad Infinitum" die sehr dem Metalcorebereich angelehnt sind. Besonders die Gesangsleistungen von Christoph von Freydorf und sein gewaltiges Spektrum an Shouts, Screams, Klargesang und gefühlvollem Kopfgesang finde ich sehr beeindruckend, wnn nicht sogar einzigartig!

Oceanic reiht sich nahtlos in diese Diskografie ein. Die Extreme zwischen Härte und Melodie wurde noch weiter ausgebaut, es gibt Songs, die sowohl beide Extreme in sich vereinen, aber auch Songs, die nur auf ruhigere Momente, geülvolle cleane Gitarren und sehr vom Gesang getragene Refrains setzen, oder welche, die eine reine Abrissbirne schwingen und bei denen Moshparts nicht zu kurz kommen. Ich geh einfach mal auf die Songs ein:

1) The Concubines Of Debauchery: Ein kurzes, sehr düsteres Intro, das von Christophs Gesang getragen wird. Knüpft nahtlos an Song 2 an.

2) Epiphany: Erinnert ein wenig an "Here Comes The Fire" vom Vorgänger. Er groovt gewaltig, vom Mainriff über den Refrain und wird live wohl zu einigen Moshpits führen. Er setzt auch fast ausschließlich auf Härte, was der aggressive Gesang elegant unter Bewies stellt.

3) Between The Devil And The Deep Blue Sea: Die Vorabsingle zum downloaden dürfte jeder Bulls Fan bereits kennen. Ein kurzes elektronisches Intro wird von einem Doeble-Bass Gewitter durchbrochen. Das Mainriff ist sehr Breakdown-orientiert und wohl eines ihrer härtesten Riffs überhaupt. Allerdings hat man auch einen Refrain, inklusive Pre-Refrain, der nur so vor Epik strahlt. Grob gesagt ist es wohl die Hymne des Albums schlechthin, obwohl sie sehr hart ausgefallen ist. Auch der Breakdown kann definitiv überzeugen.

4) The Jaws Of Oblivion: Werden wohl auch schon die meisten kennen, da hierzu bereits vor einiger Zeit ein Videoclip erstellt wurde. Der Song ist eher im poppigen Rock/Metal-Bereich anzusiedeln und bietet, wer hätte es anders gedacht, einen überzeugenden Mitsing-Refrain. Auch die Riffs, die zum größten Teil clean gespielt werden und sich pefekt zu dem rockigen Refrain ergänzen, kommen gut an.

5) Not Tonight Josephine: Wieder ein etwas groovigerer, härter Song. Die Riffs sind eher in einer düstere Stimmung gehalten, während die Moshparts und der Refrain sehr auf Härte setzen. Bemerkenswerter Weise geht der Song nicht hinter den 3 überstakren Vorgängern unter, sondern kann sich dennoch behaupten.

6) Battle Royal: Setzt genau wie "Between The Devil And The Deep Blue Sea" auf harte Riffs und einen epischen, sehr gefühlsvollen Refrain. Definitiv einer der Top-Songs des Albums, denn besonders der Refrain und die Gesangsleistung Shristophs tuts einem an. Die stark an den Metalcore erinnernden Riffs wirken keinesfalls gezwungen, sondern passen sich perfekt dem Gefüge der Bulls an. Auch der breakdown-artige Part, in dem verstärkt auf disharmonische Elemente gebaut wird, überzeugt.

7) I Bow To You: Sehr balladesk angehaucht. So ruhige und melodische Songs hatte man nicht einmal auf den Vorgängern, denn hier wird gänzlich auf jede Form von Härte verzichtet. Die Akkustikgitarre, die die Strophen trägt, passt perfekt zu Christophs rauem, aber gefühlvollem Gesang. Beim Refrain haben sie dann aber doch ein wenig zu viel experimentiert,denn die Tonartwechsel (zumindest hört es sich so an), sind gewöhnungsbedürftig. Jedoch kommt man nach 4-5 mal hören schnell in den Song rein. Hervorzuheben wäre hier noch das Solo, besonders die Sweeps gefallen mir hier.

8) We Don't Belive in Ifs: Nach dem ruhigeren Vorgänger kommt nun wieder ein Nackenbrecher, der keine Momente zum Verschnaufen gibt. Kenerlei ruhigere, cleane Momente, aber schnelle Drums, die vom Double-Bassdominiert werden und einen moshigen Breakdown und ein Uptempo-Solo. Zwar musste ich mir den Song mehrmals geben, damit er mich überzeugen konnte, aber dafür geht er richtig gut ab, wenn er sich einmal in den Gehörgang festgesetzt hat.

9) The Saddest Man On Earth Is The Boy Who Never Weeps: Ein sehr trauriger Titel und der Song ist auch dementsprechend. Von den ruhigeren Songs konnte er mich am meisten überzeugen, denn er löst Emotionen aus wie kein Zweiter. Erist nicht ganz so langsam wie Song 7, jedoch grade im Refrain sehr melancholisch. Grade wenn Christoph seine rauere Stimme einsetzt, bekommt man eine unglaubliche Gänsehaut. Genialer Song!

10) All Systems Go: Mein heimlicher Liebling des Albums. Hier haben sie ein wenig mehr experimentiert, die Riffs und Strophen werden sehr von den groovenden, eher technischen Leads der Leadgitarre beherrscht. Das kurze Solo erfüllt zwar nur seinen Zweck, allerdings haut einen der Refrain einfach nur um. Wohl der beste Bulls Refrain, zusammen mit dem von "Nothing In This World", den die pure Energie und Emotionen die er auslöst, kann man nur begreifen, wenn man ihne mal gehört hat.

11) Lessons From Losses: Läuft wieder nach dem typischen Bulls Motiv Härte-Melodie ab, allerdings nicht ganz so hart wie vergleichsweise andere Songs des Albums. Macht jedoch Spaß, selbst wenn man das Gefühl nicht los wird, dass man das schon mal gehört hat.

12) Knight in Shining Armour: Das ist dann auch wirklich der einzige Song, der nicht so ganz passt. Zu viele elektronische Parts, die den Song irgendwie wie ein billiger Kirmes-Song wirken lassen. Auch der Refrain wirkt eher wie ein klischeehafter Popsong ohne wikrlich Authentizität auszustrahlen. Aber da es der einzige Ausfall auf dem Album ist, will ich es ihnen noch einmal verzeihen.

13) Ghosts: Hier ist der Kontrast, zwischen ruhigen, verträumten Momenten und purer Härte wohl am größten. Zunächst fängt der Song sehr kitschig an, wird dann aber von einem moshigen, harten Riff durchbrochen und mündet dann in einem eher rockigen Refrain. Dieses Schema zieht sich durch den gesamten Song hindurch, wird aber komischerweise nie langweilig, da es genug Abwechslung bietet.

14) Dancing On The Moon: Die einzige "reine" Ballade des Albums, auch wenn man "I Bow To You" auch teilweise als Ballade bezeichnen kann. Hier bedient man sich dem Erfolgsrezept vom Vorgängeralbum, denn, obwohl "I Don't Belong Here" die Vorzeigerballade schlechthin ist, wirkt die doch nicht zu kitschig. Allerdings ist "Dancing On The Moon" dann doch nicht ganz so genial wie "I Don't Belong Here", da hatte der Vorgänger die Nase noch ein Stückchen weiter vorne, auch wenn man sich hier fast identischer Elemente bedient.

Fazit: Ich würde dazu tendieren, es zusammen mit "Phoenix" als das beste Bulls Album zu bezeichnen, da es sowohl die härtesten, als auch die ruhigsten Songs der gesamten Bulls-Diskografie besitzt. Es sind sowhol Hymnen des Kalibers "Newborn", "Nothing In This World", "The Most Evil Spell" und "When God Was Sleeping" enthalten, als auch Nackenbrecher und balladeske Stücke. Die Hitdichte ist noch ein kleines wenig höher als bei den Vorgängern. Ob es nun das beste Emil Bulls Album ist, entscheidet wohl jeder für sich selbst, entscheiden kann ich mich noch nicht ganz, aber eines ist klar: Ich will auf keinen Fall auf eines dieser Alben verzichten. Warum der Metalhammer Machine Heads "unto The Locust" als Album des Monats bezeichnet, ist mir bei einem so stakren Bulls Album nicht klar.
5/5 Sterne!

Anspieltipps:
Epiphany
Between The Devil And The Deep Blues Sea
The Jaws Of Oblivion
Battle Royal
The Saddest Man On Earth...
All Systems Go
33 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2015
Ein sehr gutes Album von den Bulls, bisher hat mich noch kein Album von ihnen enttäuscht.
Warum nur 4 Sterne? Nur etwa jedes 2. Lied gefällt mir richtig gut. Da reicht es nicht für die Bestwertung. Außerdem ist kein Lied dabei, welches mich dazu bewegt, das Album Mal wieder anzuhören. Meistens gebe ich den anderen Bulls-Alben deshalb den Vorrang.
Insgesamt jedoch ein sehr stimmiges Album. Die härteren Lieder sind etwas milder wie die, der Vorgängeralben. Es sind wieder mehrere ruhige Lieder eingesäht. Alle Lieder haben wieder Mitsing-Charakter.

Fazit: Wem die Vorgängeralben gefallen haben, der wird hiermit keinen Fehler machen. Es ist ein ganz kleines Quäntchen softer, aber dennoch ein hartes Album.
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am 8. Dezember 2011
Ich verfolge die Bulls schon seit Ihren Anfängen und obwohl ich sagen muss dass mir das ein oder andere Album oder "Projekt" nicht wirklich zugesagt hat (....der Flamingo lässt grüßen..) haut mich dieses Album erneut aus den Socken.

Auch wenn manche ein "Muster" erkennen und es die Typischen "Kracher" auf dem Album gibt die es halt nunmal braucht, muss ich sagen dass sie sich wieder einen Schritt weiterentwickelt haben.

Wie sich der erneute Bandcrew auf das kommende Album auswirken wird, werden wir sehen.Bisher kam er, ohne den alten Membern nahe zu treten zu wollen, den Bulls zu gute.

Ich kann nur immer wieder sagen, wenn ich jemanden die Bulls empfehle, dass er zumindest 1 Live-Auftritt von Ihnen sehen soll, den die Bulls sind eine von mittlerweile wenigen Bands die sich selbst Live mindestens genauso gut anhören wie auf der CD.

Für jeden alten Emil Bulls Fan ein Must have der Extraklasse made in Bavaria
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am 5. Dezember 2013
Die Jungs von Emil Bulls sind wirklich Genies. Jetzt werdet ihr sagen, das ist eine sehr subjektive Behauptung. Das stimmt natürlich, aber ich werde mit dieser Rezension versuchen zu zeigen, warum sie auch ein Stück weit objektiv ist.

Ich fasse dieses Album als eine Art Konzeptalbum auf, da sich ein auffälliger roter Faden durch den Verlauf des Albums zieht. Vielleicht ist das auch nur Zufall und ich überinterpretiere hier, aber der Gedanke hat mir eine interessante neue Sichtweise auf das Album gegeben.
Erst einmal gleich der Einstieg in das Album: Das zarte, einminütige „Concubines of Debauchery“, das in einem nahtlosen Übergang in das düstere, aggressive „Epiphany“ übergeht.
Und dann geht’s richtig los. Die folgenden Songs werden alle dem Titel „Oceanic“ gerecht und bilden eine gewaltige Assoziationskette darum. Das Thema wird in einer faszinierenden Bandbreite an Motivik und Metaphorik immer wieder aufgegriffen und bezieht sich auf die unterschiedlichsten Themen.

Zunächst in „Between The Devil And The Deep Blue Sea“, wo die weite See als Sinnbild für tiefe Trauer und als einzige Möglichkeit, um der Gewalt und der Rache („The Devil“) zu entgehen, verwendet wird.

Ganz unterschiedlich die Deutung dagegen in „The Jaws Of Oblivion“: Hier wird die menschliche Ungeduld mit einer reißenden Flut verglichen, die mit verheerenden Folgen alle Dämme der Vernunft brechen und alles überfluten kann („Dysfunction will drown your way, when the floodgates break“). Die kluge Schlussfolgerung daraus: „Patience's gonna die when you're too fast.
We gotta save her to build the things that last – forever“.

„Not Tonight Josephine“ kann vermutlich als „Kernstück“ des Albums gesehen werden und behandelt die prägende Thematik: Verlust und Verlassenheit. Gleich mehrfach finden sich hier Rückbezüge auf den Albumtitel. Die erste Line „I slowly exsanguinate into an ocean of despair“ (Ich blute langsam in einen Ozean aus Verzweiflung) nutzt die schiere Endlosigkeit eines Ozeans zur Darstellung der tiefen emotionalen Zerrissenheit, zu der ein Mensch nach einer Trennung fähig ist; außerdem werden Realitätsverlust („I'm floating towards nowhere“) und Angst („Below the sharks are waiting for a feeding frenzy“) mit Metaphern aus den Tiefen des Meeres beschrieben. Die Beziehung geht so weit auseinander, dass sich beide nicht mehr sehen wollen und scheinbar keine Gemeinsamkeiten mehr haben („Josephine what the hell happened to us? Josephine there's an ocean between us!“) - es tut sich ein Ozean zwischen ihnen auf!

Hass und Verzweiflung reichen so weit, dass der „Protagonist“ sich in „Battle Royal“ sogar wünscht, die untreue Ex-Gefährtin („Love oh love, you're just a sneaky dog from hell“) mit einem Lachen auf ihrem Gesicht in seinen Armen zu erwürgen („die in my arms, die with a smile as bright as the sun“).

Ganz anders dagegen die in „I Bow To You“ (Ich verneige mich vor dir) Angebetete: sie ist inspirierend („The rivers of your works nurture fields of joy“), treu und klug („Your mind is ocean-sized“). Tja, da kann es sich eigentlich nur um eine handeln: Die Musik! („Captain, my captain, thy name is music“). Eine schöne Hommage an die wohl beste Freundin, die man sich wünschen kann.

Auch in allen weiteren Songs finden sich assoziationsreiche Bilder und jede Menge Leidenschaft; aber ich will das Werk gar nicht tot reden, denn dazu ist es viel zu brillant und am meisten liebe- volle Details findet man immer noch, wenn man sich selbst auf die Suche macht.

Die Stimmung, die sich durch das ganze Album zieht ist eine Mischung aus Melancholie, tiefster Depression und Wut, dennoch sollte man es unbedingt einmal erlebt haben, denn genau das macht es seltsamerweise so wunderschön.
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am 20. August 2014
Geniale CD. Typischer Emil Bulls Sound. Gute Aufnahme. Klare Kaufempfehlung
Besonders der Wechsel zwischen ruhig und hart ist ihnen wieder sehr gut gelungen. Schade, dass kein Autorip dafür verfügbar ist.
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am 7. Oktober 2011
Ich weiß nicht genau, ob man dieses Album mit anderen Alben der Band vergleichen muss... die Band entwickelt sich konsequent positiv weiter, die Stärken der Bulls kommen in diesem Album voll zum Tragen. Zum Einen härtere Stücke, zum Anderen melodischere Stücke. Der Kauf lohnt auf jeden Fall. Am besten gleich das Phönix Album mitbestellen, sofern es noch nicht im Besitz ist.
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am 15. September 2014
Von Hart bis herzlich ist auf dieser Scheibe alles drauf. Absolut Emfpehlenswert für jeden, der es zwischen harmonischem, eingängigen Gesang auch gerne mal krachen hört! Anspieltipps: Between The Devil And The Deep Blue Sea, Knight In Shining Armour, Battle Royal & Lessons From Losses!
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am 10. November 2012
Eigentlich kenne ich die Bulls schon seit ihrem A-Ha-Cover, zu der Zeit muss ich so um die vierzehn gewesen sein^^ Damals hat ihre Musik bei mir keine überschwänglichen Begeisterungsstürme ausgelöst und ich hab sie wieder aus den Augen verloren. Aber man entwickelt sich ja weiter und die Band hat dies ebenfalls getan. Mit "When God Was Sleeping" aus ihrem (ebenfalls grandiosen) Album "Phoenix" (der Name deutet die Wandelbarkeit der Band bereits an) habe ich sie dann wiederentdeckt und mich sofort in ihren Sound verliebt. (Dafür hab ich sogar meine Skepsis gegenüber allem was aus Bayern kommt komplett über Bord geworden ;) Für mich gibt es nur ganz wenige Bands, die Härte und Melodie zu so einer gekonnten, abwechselungsreichen Mischung vereinen können. Dies ist nicht zuletzt ihrem Sänger/Shouter Christoph von Freydorf zu verdanken, der eine so vielseitige Stimme besitzt, dass er sich vor der amerikanischen "Konkurrenz" (Chester Bennington, Corey Taylor etc.) in keinster Weise verstecken muss.
Auch auf Oceanic wird die ganze Bandbreite der Band sichtbar, so ist "Knight in Shining Armour" zum Beispiel ein sehr gelungenes, eher elektronisches Experiment, während "We Don't Belive in Ifs", "Between The Devil And The Deep Blue Sea" und "Battle Royal" mit der gewohnten Härte überzeugen. Aber auch die ruhigeren Songs (z.B. "The Saddest Man On Earth Is The Boy Who Never Weeps") können durch ihren Tiefgang voll überzeugen. Das Gleiche gillt für das Songwriting. Wer denkt bei "Knight in Shining Armour" geht es um diese typische Heavy-Metal-Thematik der 1970er Jahre mit "Warriors" gegen "Drachen" und das lahme Klischee von "good vs. evil" irrt sich. Mit mittelmäßigen High-Fantasy-Kram haben die Texte der Bulls nichts zutun, dazu sind sie viel zu bodenständig. Mir persönlich gefallen alle Songs des Albums, daher kann ich nur sagen "I Bow To You" Emil Bulls :)
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am 12. Januar 2014
Das Teil pumpt mächtig. Nach dem kurzen, epischen Intro geht es gleich mit „Epiphany“ in die Vollen, ein wütender Stampfer erster Güte. Darauf folgen die bereits vorab ausgekoppelten „Between the devil and the deep blue sea“ und „The jaws of oblivion“ ( cooler, Billy-Talent-artiger Refrain ), die als Bonus auch am Ende des Albums als Acoustic-Versionen auftauchen. Schon beim ersten Durchlauf fallen Kracher wie „All systems go“ und „Lessons from losses“ auf, die mit großartigen Refrains gesegnet sind, sonst aber gut auf die Zwölf gehen ( „Battle royal“ ). Dazwischen werden immer mal wieder ruhigere, epische Stücke wie „The saddest man on earth is the boy who never weeps“ ( Kandidat auf den Songtitel des Jahres ) und „I bow to you“ eingestreut.

Ein wenig aus dem Rahmen fällt „The knight in shining armour“, das elektronischer als die übrigen Songs angehaucht ist. Aber ein Ausfall ist auf dem Album beim besten Willen nicht auszumachen. Das ganze Album wirkt verdammt homogen und rockt gewaltig. Das dürfte live wieder gut ins Bein gehen und für Alarm vor und auf der Bühne sorgen. Und so endet das reguläre Album eher gemächlich mit „Ghosts“ und „Dancing on the moon“.

Auf der limitierten Version im schnieken Digipak folgen nun die bereits erwähnten 2 Acoustic-Songs, die sich doch erheblich von ihren Originalen unterscheiden. Danach wird das Tempo mit den beiden übrigen Bonüssen noch mal gut angezogen, vor allem „Tell me o muse“ groovt amtlich, die Demo-Version von „Parachute“ kommt eher freaky daher. Das Album ist sehr abwechslungsreich, punktet einerseits durch stilistische Vielfalt, ist aber dennoch als Ganzes kompakt. Macht 18 Songs und eine Stunde gute Laune. Ein würdiger Nachfolger für das königliche „Phoenix“ ( 2009 ).
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am 27. Mai 2014
Für dieses Album im Besonderen (und die Band im Allgemeinen) kann man wirklich ncihts anderes, als Kaufempfehlungen aussprechen. Absolut grandiose Songs, von wütenden Brechern bis zucksüßen, sanften Tönen ist für jeden Geschmack etwas dabei, ohne dabei nicht in sich stimmig zu sein. Das Emil Bulls-typische Prinzip "Zuckerbrot und Peitsche" auf einem neuen Level!
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