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am 10. Juli 2017
Jeder Song auf dem Album ist genial - man kann es wirklich ruhigen Gewissens kaufen, weil man alt bekannte ASP - Art wieder findet und tüchtig genießen kann. Absolute Kaufempfehlung.
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am 7. März 2016
Diese CD ist einfach toll, würde sie sofort wieder kaufen und kann sie jedem empfehlen. ASP ist einfach Mega. .
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am 4. Mai 2017
ich bin Fan, mag die Musik und bin mit der Ware sehr zufrieden, was soll ich da noch mehr zu schreiben ?
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am 14. Dezember 2011
Nach 3 Jahren erschien ende Oktober endlich das neue ASP Album "fremd". Das ist nun schon ein wenig her, ich kann das Album also - theoretisch - ein wenig abseits der anfänglichen Euphorie betrachten. Die ganze Wahrheit ist aber: Ich bin noch immer begeistert, zumal das Album wie ein Wein reift.

Die optische Aufmachung ist dabei sdchon das erste Schmankerl. Die Limited Edition präsentiert sich im edlen Buchformat, die normale Version als genauso edles Digibook, von außen schön gestaltet mit einer fühlbaren Schmetterlingsflügelstruktur, die man bereits von der Wechselbalg-Single kennt. Das Cover trifft ansonsten sehr meinen Geschmack, es ist sehr schlicht gestaltet, der Schmetterling ist dennoch ein Hingucker. Im Booklet gibt es sehr viel zu entdecken. Neben den Texten und sehr gelungenen Fotografien befinden sich dort einige Details, die man erst im rechten Licht richtig betrachten kann. Ich wünsche da viel spaß beim suchen ;)

Zu den Songs:
1. A Prayer for Sanctuary
... stellt so etwas wie das Intro des Albums da. Beginnend mit schaurigen Pianoklängen steigert sich das Lied immer weiter, bis es zum Schluss in einer Gitarrenwand seinen Höhepunkt findet. Asps Stimme wirkt dabei wie ein okkulter Chor, was unheimlich viel Eindruck macht.

2. Wechselbalg
... kennt man ja nun schon von der Single und stimmt auf die Thematik des Albums ein. Ich werde da nicht mehr viel zu sagen, der Song ist sehr gut, allerdings empfinde ich ihn irgendwie als den schwächsten Song des Albums ein, was jetzt schon viel über den Rest des Albums sagt.

3. Eisige Wirklichkeit
Dies ist einer der Songs, der wie ein Wein reifen. Beim ersten hören gefiel er mir noch nicht so, aber mit jedem Hören gefällt er besser. Das Synthie-Intro hat irgendwie unheimlichen Stil, mit Einsatz der Gitarren haben die Synthies gar etwas piratiges. Die Strophen haben etwas sehr rhytmisches, der Refrain wirkt kraftvoll. Allerdings muss ich sagen, dass der Text der ersten strophe irgendwie gezwungen wirkt, die zweite ist da wesentlich stärker, u8nd auch der Refrain. wirklich interessant ist dabei Asps Art zu Reimen, die nicht nur bei diesem, auch bei anderen songs auffällig und sehr geschickt ist.

4. The Mysterious Vanishing of the Foremar Family (A real gothic Tale)
Wohl einer der längsten Songtitel überhaupt* und eins der Stimmungsvollsten Intros der Musikgeschichte. Zu düsteren Gitarrenklängen stimmt Asp im Sprechgesang auf die Geschichte des mysteriösen Verschwindens einer Familie ein. Diese wird in dem Song erzählt, dabei entsteht ein starker Kontrast, da die Strophen wirklich sehr stimmungsbvoll und düster sind, wohingegen der Refrain sehr poppig wirkt. Das kann gefallen, es gelingt ASP auch wirklich, aber ich schätze, das wird nicht jedem gefallen.

5. Rücken an Rücken
... beginnt mit einem gesprochenen Intro, bei der ersten Zeile denkt man noch irgendwie an Rammstein ("Liebende Kinder, gebt fein acht..."), aber in den folgenden lässt man das hinter sich. Der Song prangert die Beziehungsfeindliche Welt an, in der man es schwer hat, zueinander zu stehen. Die Grundthematik erinnert dabei leicht an Biotopia. Die gesamte Metaphorik ist dabei jedoch eine andere, es wird deutlich gemacht, dass, trotz der ferne, eine Art Verbindung besteht, und die Sehnsucht, alle Widrigkeiten hinbter sich zu lassen und sich einfach nahe zu sein.
Bei diesem Lied fragt man sich aber unmittelbar, inwieweit die Trennung von Gitarrist, Produzent und Freund Matthias Ambre da mithineinspielte. ("Und, solang man kann, vergeben und dann gehen, aus freien Stücken")

6. Angstkathedrale
Vergesst alles dagewesene. Dieser Song ist unglaublich beeindruckend. Man ist ja in diesem Sinne viel von ASp gewohnt, aber "Angstkathedrale" schlägt sogar "Die Ruhe vor dem Sturm".
ASP zeigen hierbei das gesamte können. Asps selbst zeigt hierbei sein gesamtes gesangliches Können, beginnend mit dem unheimlich (dies ist zu betonen) schweren Gesang in der ersten hälte, über die schwungvollen Parts, den mehrstimmigen Chorpart bis hin zum recht hohen, stimmungsvollen Schluss. Der Text selbst hat Ecken und Nischen wie eine große Kathedrale, die Zeilen brennen sich ins Bewusstsein ein, die Metaphorik überzeugt. Dies schlägt sich auch im Songaufbau nieder, hier passt alles zusammen. Insgesamt fühlt sich der Song wie Flucht und Gefangenschaft gleichermaßen an, er ist wie eine Flut, mitreissend, überwältigend. In sich selbst ein Meisterwerk, meiner Meinung nach eines der grandiosesten Musikstücke aller Zeiten. Allein dafür hätte das Album 6 Sterne verdient. Allerdings muss man zugeben, dass man die erste Hälfte auch erstmal überleben muss, aber es lohnt sich, den nur so entfaltet sich die ganze Wirkung.

7. Schön, schön, schön
...erinnert vom Text her irgendwie an "Teach me war", ist aber anders eingefärbt, eher kritisierend. Der Klang ist irgendwie für ASP ein wenig ungewöhnlich, das pendelt sich aber ein. Seinen Höhepunkt findet der Song in der dritten Strophe, man muss ihn aber auch erstmal verstehen. Dafür muss man, so denke ich, allerdings erst bestimmte Erfahrungen machen, die wünsch ich aber niemanden. Niemand ist gerne ein Spielzeug.

8. FremdkörPerson, erstens
Sehen wir von dem ungewöhnlichen Titel mal ab. Das Intro kling Folkig-Melancholisch, wer hier aber eine ballade vermutet, liegt falsch. Hier wartet einer der Energiegelandensten Songs von ASP überhaupt, "FremdkörPerson" steckt sogar "Werben" in die Tasche. Der Text beschreibt das Fremd sein wunderbar und in kluger Metaphorik und ist rundum gelungen. Die Instrumentalisierung des Refrains hat dabei was von einem B-Moviesoundtrack, im positiven Sinne. Oh, und da der Song "erstens" heißt, freue ich mich schon auf "FremdkörPerson, zweitens".

9. Unverwandt
Der neunte und letzte Song des Albums ist die Antithese zu "Angstkathedrale", nicht die Flut, sondern sanfter Regen. Er erweckt den Eindruck eines emotionalen Nachbebens, und beschreibt sich durchaus selbst: "Hör nur, wie es klingt, als hätte man die Einsamkeit vertont" Ein textliches Highlight ist der Song allemal, und musikalisch wird man von melancholischen Gitarren und einer wunderbaren Geigenmelodie (gespielt von Ally) erobert. Große Klasse.

Bonussong: Wouldn't it be good
Ein Coversong, von dem ich zuerst dachte, ich würde ihn nicht kennen., Dies stellte sich als falsch heraus. Ich dachte "Wie? ASP covern einen Song, der so ohne weiteres iom Radio gespielt wird?! Wirklich?!". Das ist allerdings ganz gut so, da man so mal dazu kommt, sich mit so einem Song näher zu befassen. Wenn man das tut, fällt einem auf, das der Text gar nicht mal so ungut ist, und die ASP Fassung überzeugt alle mal.

Summa Summarum ein unheimlich gelungenes Album, wirklich ein Meisterwerk, das mit starken Texten und gefühlvollen wie kräftigen Songs überzeugt. Absolute Kaufempfehlung, ohne Wenn und Aber.

*Aber zugegebener Maßen weit hintr "Ich werde mein Leben lang üben, dich so zu lieben, wie ich dich lieben will, wenn du gehst" von Wir sind Helden...
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am 26. Mai 2013
Ich als Fan, kann da nur sagen einwandfrei!!
Ich bin immer wieder angetan und begeistert von seiner Stimme!
Geniale Songs + phantastische Melodik.
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am 22. Oktober 2011
ASP macht kein Geheimnis daraus, dass der neue Zyklus "Fremder" ein quasi direkter Nachfolger zu "Der Schwarze Schmetterling" ist und dies wird bereits bei der Covergestaltung mehr als deutlich. Hier wird nämlich niemand Geringeres als eben der besagte Schmetterling in all seiner Pracht dargestellt. Da wir es also mit einer zusammenhängenden Novelle zu tun haben, die ihren Anfang vor nunmehr 11 Jahren nahm, werde ich nicht nur die Musik bewerten, sondern auch etwas auf die Texte eingehen und versuchen, sie in Relation zur ASPs Geschichte zu setzen.
Um hierbei eines vorweg zu nehmen: Meines Erachtens gibt es hier viel Licht, aber auch über diesem Licht liegt auch etwas Schatten.

Den Beginn macht der Titel "A Prayer for Sanctuary", welches recht unscheinbar ruhig und vor allem elektronisch beginnt, nach etwas mehr als der halben Spielzeit jedoch dem metallischen Rock verfällt. ASPs Gesang hat bei diesem Titel den bereits bekannten, sakralen Charakter. Textlich haben wir es hier mit einer Anrufung, einer Beschwörung zu tun, sich endlich zu befreien.
Ein recht schwermütiger Song, der bei einigen Hörern wohl ein paar Anläufe brauchen wird, bis er endgültig zündet.

Danach folgt sogleich die erste Single-Auskopplung "Wechselbalg", eine sehr ASP-typische, vorwärts treibende Hymne. Inhaltlich ist das Stück als erste Single sehr geschickt gewählt worden, denn der Kampf gegen das fremde Ich / den schwarzen Schmetterling im Inneren der Seele scheint verloren und der noch immer namenlose Protagonist erwacht in einer fremden Welt. Doch was kommt nun?

Darauf gibt der nächste Titel "Eisige Wirklichkeit" noch keine Antworten. Stattdessen wird geschildert, wie ASPs Alter Ego die neue, die eisige Wirklichkeit wahrnimmt. Dabei stellt man fest, dass wohl schon "Die Ruhe vor dem Sturm" aus dem Album "Weltunter" einen Ausblick auf diese fremde Welt gegeben hat, denn es werden ganz ähnliche Bilder heraufbeschworen.
Ebenso wie die Single, so ist auch dieses Lied sehr treibend, mit schnellen Rhythmen und eingängigen Melodien.

Weiter geht es mit "The Mysterious Vanishing of the Foremar Family", ein recht ruhig beginnendes Lied, welches sich nach einiger Zeit in eine Midtempo-Nummer wandelt. ASPs Gesang hat hier Erinnerungen an den Krabat-Liederzyklus wachgerufen, vor allem im Refrain.
Der Titel wird als "A Real Gothic Tale" angepriesen und das ist keinesfalls übertrieben. Es geht hier um die titelgebende Foremar-Familie, die in einem Herrenhaus lebte und plötzlich verschwand. Konkret gibt es keine Verbindung zum schwarzen Schmetterling, zum Thema dieses Albums passt die Geschichte aber wie die Faust auf's Auge, denn es wird auch vom geistig erkrankten Cousin erzählt, der von der Familie als Fremdkörper angesehen und isoliert, gefangen gehalten wurde. Zweifellos muss sich auch der Cousin fremd gefühlt haben. Das Ende der Geschichte bleibt wie im Titel versprochen rätselhaft, es werden nur Hinweise geliefert - wenn es denn überhaupt Hinweise sind.

Lied Nr. 5 - "Rücken an Rücken". Hier lassen sich wieder direktere Bezüge zur Hauptgeschichte herstellen. Allerdings wurde das hier behandelte Thema schon zur Genüge besungen, nur diesmal mit dem besonderen Augenmerk auf "fremd". Es geht wieder einmal um das erzwungene Bündnis zwischen dem Protagonisten und dem Schmetterling, seinem zweiten Ich. Es geht um den gemeinsamen Kampf, ohne sich dabei gegenseitig akzeptieren zu wollen. ASP singt hier aus Sicht des Schmetterlings und gibt diesem eine Seele. Exemplarisch sei hier kurz die letzte Strophe zitiert:
- Der Rettungsplan, ich kam Dich holen.
So, wie ich gelobte!
Wir haben uns der Welt gestohlen,
wenn der Sturm auch tobte.
Vom Regen in die Traufe.
Flohen, dachten, es kann glücken. -
In diesen wenigen Zeilen hat der schwarze Schmetterling meines Erachtens mehr Profil, mehr Persönlichkeit bekommen als im gesamten 1. Liederzyklus. Eine grandiose Leistung!

Nun kommen wir zum Herzstück dieses Albums, zum 17-minütigen monumentalen Epos "Angstkathedrale", welches in der Canterbury Version zu hören ist. In den ersten fünf Strophen singt ASP sehr monoton, schwer, im wahrsten Sinne des Wortes Angst einflößend. Die Gitarrenwände sind doomig, erdrückend, unheilschwanger. Dann, nach knapp der halben Spielzeit, kommt ein instrumentaler Akustikpart, der sich mehr und mehr in eine ASPsche Rocknummer verwandelt, dann der Schritt zurück zum Doom, nur kurz!, schließlich wieder die Rocknummer, nur um anschließend einen verrückten Mix aus beidem zu liefern und am Ende wieder die erdrückende Schwere des Dooms, nur noch mit leichten Rockattitüden versehen.
Musikalisch ist ASP hier ein Meisterwerk gelungen, ein geniales Monument. Schwer zugänglich, aber großartig arrangiert. Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, aber Einsamkeit ist ein ganz großes Thema hier. Bei "Angstkathedrale" habe ich mich auch an die "Ballade von der Erweckung" erinnert gefühlt, wenngleich völlig unterschiedliche Atmosphären vorherrschen. Bei der "Ballade von der Erweckung" war die Stimmung eher orientalisch / naturverwoben und dadurch trotz aller Traurigkeit recht leichtfüßig. Bei "Angstkathedrale" geht es schonungslos tief in die Abgründe einer jeden menschlichen Seele.

"Schön, schön, schön" ... dass es dieses Lied gibt? Hier geht es um die Schwarze Szene und vor allem die, die sich dieser dazugehörig fühlen und doch keine Ahnung davon haben. In ähnlicher Weise wurde das Thema auch schon im Klassiker "Einheitsschritt" der Band ISECS behandelt. Für jeden "echten Goth" ist dieses Lied von ASP ein Ohrenschmaus und dennoch ist es irgendwie entbehrlich. Clubtauglich ist es aber allemal.

Das achte und somit vorletzte Stück heißt "FremdkörPerson, erstens". ASP setzt sich hier kritisch mit dem Protagonisten sowie dem schwarzen Schmetterling auseinander. Zwei Charaktere, vom Schicksal verbündet und doch so fremdartig zueinander, so gegensätzlich.
Musikalisch eines der ruhigeren Lieder mit einem sehr schönen akustischen Intro mit mittelalterlichem Flair, welches von einer tollen Flötenmelodie getragen wird.

Nun kommen wir leider schon zum Ende: "Unverwandt". Ein unglaublich melancholisches, 10-minütiges Stück. ASP hat sich hier wohl beim Mythos über Phönix, dem Feuervogel, bedient und diesen auf seine eigene Geschichte übertragen. Der immerwährende Kreislauf zwischen Erwachen und Ruhen, zwischen Kampf und Frieden.
Musikalisch gesehen ebenfalls eher ruhig, mit vielen Instrumentalparts und immer wieder zaubert sich ein phantastisches Geigenspiel in die Gehörgänge. Wunderschön.

Fazit zur Musik:
Wie bereits eingangs erwähnt, bietet der erste Teil vom Fremder-Zyklus viel Licht, aber auch ein wenig Schatten.
Das Licht sind die einmaligen Kompositionen, die wunderbaren Texte sowie der wie ich finde nochmals verbesserte Gesang von ASP (er singt jetzt hin und wieder auch etwas höher).
Der Schatten ist die fehlende Weiterführung der Hauptgeschichte. Gerade nach "Wechselbalg" und "Eisige Wirklichkeit" möchte man unbedingt wissen: Wie geht es weiter? Aber da kommt nichts mehr. Andererseits beschäftigt sich ASP stattdessen intensiv mit dem Inneren seiner Charaktere, lässt sie dadurch glaubhafter und nachvollziehbarer erscheinen. Das ist natürlich sehr positiv!
Außerdem ist ja gerade das Schöne an ASPs Texten, dass man sie nicht zwingend in Relation zur Hauptgeschichte setzen muss, sondern sie auch völlig frei und unabhängig voneinander interpretieren kann.

Da die Rezension schon sehr ausführlich ist, werde ich die Gestaltung der Limited Edition sowie die Bonus-CD nur kurz anschneiden.
Die LE ist sehr hochwertig verarbeitet, das geht schon aus der Produktbeschreibung hervor und wer ASP und seine Liebe zum "Gesamtpaket Musikalbum" kennt, der muss sich sowieso keinerlei Sorgen machen. Das Booklet ist ein wahrer Augenschmaus. Dies beginnt bei der sehr ästhetischen Schriftart und endet mit den vielen zusätzlichen Texten, die nur durch den richtigen Lichteinfall deutlich werden.
Auch die Bonus-CD ist ein absolutes Must-have. Alleine die alternativen Versionen zu "Unverwandt", "Angstkathedrale" sowie "The Mysterious Vanishing of the Foremar Family" sind absolut hörenswert, da sie völlig anders instrumentiert wurden, sehr viel ruhiger und akustischer sind. Außerdem gibt es ein Cover eines 80er-Jahre-Hits ("Wouldn't it be good"), einen Remix zu "Wechselbalg" sowie zwei Live-Videos.

Jetzt bin ich aber wirklich am Ende angekommen. Das hier war meine mit Abstand ausführlichste Besprechung zu einem Musikalbum. Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten und kauft euch jetzt dieses großartige Album.
Vielen Dank für's Lesen.

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Auszug aus "Angstkathedrale":
- Und alle sind längst vergangen,
und Tränen laufen dir
über deine Wangen,
unkontrolliert.
Verlangen
regiert. -

(Das Verlangen nach dem nächsten Kapitel aus dem Fremder-Zyklus)
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am 7. September 2013
Dieses Album ist mein absoluter Favorit sowohl unter den ASP-Alben als auch allgemein. Das ist das Album, bei dem für mich einfach alles stimmt, weil jedes Lied ein Treffer ist.
Ein schön-böser Opener, danach was Eingängiges, was Erzählerisches, was Schwärmerisches, einfach alles, was ich an ASPs Musik mag, ist in diesem Album vertreten. Und am großartigsten von allen Stücken ist die Angstkathedrale. Selbst wenn alle anderen Lieder Mittelmaß wäre (was sie nicht sind), würde dieses eine vermutlich noch reichen, damit ich vier Sterne auf das Album gebe. Ein 17 Minuten langes Stück zu konstuieren, das zwischendurch nicht abfällt und in dem jeder Teil, auch wenn er für sich betrachtet vielleicht gar nicht so meins wäre, einen notwendigen Platz ausfüllt, ist ganz große Kunst. Da wird viel passieren müssen, bis ein anderes Album dieses von meinem persönlichen Platz 1 schubsen kann. ;)
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am 15. Februar 2013
Eine absolute Hammer-CD. Nicht nur für Gothicfans, sondern auch für alle Fans von großartiger Musik mit tiefschürfenden Texten. Auch das Artwork ist absolut beeindruckend.
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am 21. Oktober 2011
Als erstes möchte ich anmerken, dass die Qualiät und Aufmachung der Limitierten Ausgabe überdurchschnittlich ist und viele Interpreten sich hier eine Scheibe von abschneiden könnten. Ich möchte nur sagen, dass man die Versprechen die gemacht wurden alle eingehalten hat. Alle Punkte sind vorhanden, von dem Zertifikat mit Unterschrift, dem umfangreichen Booklet sowie der gesamten Aufmachung der Hardcover-Verpackung. Wirklich toll gemacht, man hat wirklich das Gefühl etwas ganz Besonderes in der Hand zu haben (was man letztendlich ja auch hat), eine CD welche man eigentlich gar nicht in die normale CD Sammlung stellen möchte, sondern eher an einen ganz besonderen Ort.

Vom Umfang der CD's wird man auf den ersten Blick auch erschlagen, die Haupt CD geht mit 1 Stunde und 6 Minuten ins Rennen. Die Bonus CD legt mit 50 Minuten noch eine ordenliche Schippe drauf. Wer jetzt meint:"jaja, viel kram, besteht bestimmt aus Füllern und Intros, Outros und Wiederholungen", der wird beim hören eines besseren belehrt. Zwar sind viele Stücke von der Atmosphäre her recht gleich (dunkel, düster), was man aber damit begründen kann, da es ja immer um das gleiche Thema geht (Fremd). Dennoch setzt ASP immer wieder Akzente die allen Stücken die nötige Portion Eigendynamik verleihen.
Abschließend kann man sagen, das Hauptalbum ist etwas langsamer, tiefer und ein wenig düsterer als das was man vom Schwarzen Schmetterling gewohnt ist. Gerade durch Angstkathedrale wird die Finsternis welche beim Hören dieses Albums zu erdrücken droht fast materiell. Es ist wohl das elementarste Stück der CD, welches als Maßstab des hier angewandten Musikstils genommen werden kann.

Die Bonus CD enthält den Coversong "Wouldn't it be good", der in gewohnter ASP Manier veredelt wurde. Die Neuinterpretationen oder Abwandlungen(wenn man es so will) wirken für mich teilweise etwas unausgegoren (gerade Wechselbalg) wenn man den Musikstil ändert sollte auch der gesungene Text angepasst werden. Hier wirkt es etwas halbgar und nicht ganz passend. Geschmackssache.

Wer etwas ganz Besonderes haben will, Fan ist und vor allem wem die Wechselbalg EP gefallen hat, der kann (wenn das nötige Kleingeld stimmt) bedenkenlos zur Limitierten Ausgabe greifen. Alle anderen sollten erstmal reinhören. Natürlich ist Musik Geschmackssache, aber handwerklich gibt es an dem Hauptalbum nichts zu meckern und von mir eine klare Kaufempfehlung.
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am 6. April 2013
Nach dem grandiosen Zyklus um den schwarzen Schmetterling und dem ebenso großartigen Krabat-Album musste ich mir natürlich auch das Album "Fremd" sofort bestellen.

Allerdings hat es einen Grund, warum ich erst so lange Zeit nach Erscheinen des Albums eine Rezension schreibe. Mir war lange nicht klar, was mich an diesem Album stört. Nun denke ich, ich weiß es.

"Fremd" beginnt äußerst beeindruckend und vielversprechend mit dem bedrohlich-beschwörenden "A prayer for sanctuary", das eine Atmosphäre erzeugt, die ich sehr liebe und die mich stark an ältere Werke von ASP erinnert hat. Ich fühlte mich fast wieder wie bei einem erneuten Besuch im dunklen Turm. Leider endet dieses Intro nicht auf seinem Höhepunkt, sondern schwächt sich zum Ende hin ab und geht in sich mehrmals wiederholende Zeilen über. Passt zwar zum Text ("I hear voices of a stranger, echoing..."), zerstört für mein Empfinden aber die Atmosphäre dieses eigentlich sehr schönen Stückes.

"Wechselbalg" ist eine recht asp-typische Rocknummer, die sicherlich auch livetauglich ist, deren tieferer Sinn und Zusammenhang sich mir jedoch nicht ganz erschließt.

"Eisige Wirklichkeit" ist eine der Härteren Nummern, die mir auch musikalisch recht gut gefällt. Allerdings enthält dieses Lied (jedenfalls nach meinem Sprachgefühl) einen grammatikalischen Fehler, der mir die Freude daran verdirbt und mich dazu bringt, mir dieses Lied nicht mehr anzuhören.

"The mysterious vanishing of the Foremar family" fällt irgendwie komplett aus dem Konzept des Albums heraus. Englische Songs haben mich bei ASP sprachlich noch nie wirklich überzeugt, aber hier hört man ganz besonders stark, dass Englisch definitiv nicht die Muttersprache des Sängers ist. Es ist ein düsteres Werk über das mysteriöse Verschwinden einer Familie, was überhaupt nicht zur verworrenen Innenansicht der anderen Stücke passt.

"Rücken an Rücken" steht wieder in einer Linie mit "Wechselbalg" und "Eisige Wirklichkeit". Ganz im Stil des literarischen Expressionismus. Die Strophen gefallen mir gut und sind auch recht stimmungsvoll, werden aber durch den Refrain unglücklich auseinandergerissen. Insgesamt ist es trotzdem ein Lied, das ich mir gern anhöre.

"Angstkathedrale" ist mit Sicherheit das "größte" Lied des Albums "Fremd", nicht nur aufgrund der schieren Länge. Der Song hat ein ganz eigenes Konzept und ist eigentlich ein Werk in sich, auch wenn es sich thematisch an die vorhergehenden Lieder anreiht. Der Text bildet den kreuzförmigen Grundriss einer Kathedrale ab. Form und Inhalt passen hier sehr gut zusammen, eine Tatsache, die ich eigentlich von ASP gewohnt bin und bisher auf dem Album vermisst habe. Dennoch kann mich "Angstkathedrale" auch nicht überzeugen, weder textlich noch musikalisch.

"Schön, schön, schön" hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ein belangloses Lied über die Klischees in der schwarzen Szene (Lack und Leder, Unterwürfigkeit etc.). Warum?

"FremdkörPerson Erstens" ist wohl eines der bezeichnenden Stücke dieses Albums. Es geht mal wieder darum, sich in dieser Welt fremd zu fühlen, sich nicht einzufügen und nicht dazu zu gehören. Das Versmaß ist für mich mehr als unbequem und unangenehm anzuhören. Von lyrischer Ästhetik keine Spur.

"Unverwandt" ist ein kleiner Lichtblick am Ende des Albums, der meines Erachtens die schönste Geigenmelodie aller ASP-Songs enthält. Die Strophen sind wunderschön, die Lyrik auf dem Niveau, das ich von ASP erwarte. Dieses Lied hat das größte Potential aller "Fremd"-Songs. Nur leider ist der Refrain auch hier wieder sehr unglücklich gewählt. Die fast schon einlullende Stimmung wird jäh zerrissen durch den beinahe geschrienen Chorus. Vielleicht ist es Absicht, mir gefällt es nicht. Das Lied wäre so schön gewesen...

Insgesamt ist "Fremd" für mich ein äußerst unbefriedigendes und enttäuschendes Album, das seinen Vorgängern nicht ansatzweise das Wasser reichen kann. Passenderweise wirkt es für mich wie ein rauer, kalter Fremdkörper in der sonst so schwarzromantischen ASP-Welt.

Und ich weiß auch endlich, was ich vermisse: Die grandiose Lyrik, die eingängige Musik, die mitreißenden Geschichten, das Eintauchen in andere Welten, den Kampf Gut gegen Böse. Einfach alles, was mich an den älteren Werken so begeistert hat. All das fehlt hier. Und das macht mich traurig. Man hört ziemlich schnell, dass Matze Ambrè die Band verlassen hat, auch wenn Asp der kreative Kopf des Ganzen ist, stellt man doch recht schnell dieses fehlende Element fest. Sehr schade, aber wohl nicht zu ändern.

Ich werde den nächsten Alben noch eine Chance geben, in der Hoffnung, dass man sich im Hause ASP wieder auf die alten Tugenden besinnt. Und falls nicht, bleiben mir ja noch die alten Meisterwerke.
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