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am 31. Juli 2011
Über den Autor:

David Foenkinos, 1974 geboren, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne. "Nathalie küsst" (heißt im französischen "La Delicatesse") ist sein achter Roman, der in Frankreich einen sensationellen Erfolg hat, wird gerade von Foenkinos' Bruder Stephane Foenkinos, mit Audrey Tautou in der Rolle der Nathalie, verfilmt. Seine Werke erscheinen in über 15 Ländern und wurden bereits für alle wichtigen französischen Literaturpreise nominiert.

Die Liebesgeschichte mit viel Gefühl fängt richtig harmonisch, fast kitschig an, wird dann aber je geändert, als François nicht vom Joggen zurückkehrt, weil eine Blumenhändlerin ihn überfahren hat. Nathalie, eine liebreizende und schöne Frau, muss jetzt erst einmal allein ihr Leben meistern. Sie muß sich der Neugier der Kollegen und der Aufdringlichkeit ihres Chefs Charles in der schwedischen Firma, in der sie als leitende Angestellte arbeitet, erwehren. Aber dann, eines Tages, betritt ein Mann namens Markus ihr Büro. Nathalie packt ihn impulsiv und unvermittelt und küsst ihn.

Damit beginnt eine erotische und nicht kitschige Liebesgeschichte, wie sie empfindsamer und zärtlicher nicht laufen kann. Diese Absicht des Autors geht auch aus einem Interview in youtube mit Foenkinos hervor.

Nach meiner Auffassung ist "Natalie küsst" Foenkinos bisher schönste Liebesgeschichte und unbedingt lesenswert, wenngleich der französische Titel "La Delicatesse" aufregender klingt, ist der Inhalt doch identisch.
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am 11. September 2012
Ich muss zugeben, eigentlich mag ich französische bücher nicht sehr gern.
Doch dieses ist anders.

Dieser einfühlsame Roman, der von der bezaubernden ersten Begegnung und von der Magie des ersten Kusses spricht berührt und lässt nicht mehr los.
Mit viel Einfühlungsvermögen, Leitigkeit und Humor wird von Nathalis lieben erzählt, über ihre Verluste, ihre großen Glücksmomente,der Melancholie unddie Leere in welche sie fällt, nachdem ihr Mann gesorben ist.
Doch statt einen Roman ala "P.S. Ich liebe Dich" findet man sich in einem leben einer starken, sensibelen und verwundbaren Frau wieder. Sie ist nicht die typische Witwe (wenn es das überhaubt gibt), sie sieht nach vorn, aus einem Ende wird ein neuer Anfang, aus der Einsamkeit wird Zweisamkeit und aus der Niedergeschlagenheit wird Magie. Eine Magie die den Leser verzaubert und ihn mit nimmt zu Nathalie und ihrer wunderschönen Geschichte.

Fazit:
Es gibt nicht viele Bücher, die einen berühren und nicht mehr los lassen, dieses ist eines davon. Lassen Sie sich verzaubern.
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am 14. Mai 2012
Was mir an "Nathalie küsst" sofort absolut positiv aufgefallen ist, ist der unverwechselbare Schreibstil. Man möge mir den Vergleich verzeihen, doch bei Audrey Tautou auf dem Cover liegt er wirklich nah: Jeder, der mal den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" gesehen hat, hat bestimmt noch den Erzähler im Ohr, der uns in Amélies Welt hineinführt und auch später das Geschehen ab und an kommentiert - immer etwas distanziert, fast märchenhaft, mit Blick auf die besonderen Kleinigkeiten im Alltag. Und genau diesen Erzähler hatte ich im Ohr, sobald ich "Nathalie küsst" in die Hand genommen habe!

Mit einer kleinen Vorgeschichte beginnt das Buch recht gemächlich, David Foenkinos stellt uns zunächst das Paar Nathalie und François vor, berichtet in etwas überspitzt-ironischer Weise vom Alltag der beiden Protagonisten und bringt uns in ganz zauberhaften Episoden näher, was die beiden verbindet. Gespickt ist das Buch dabei mit vielen kleinen Kapiteln und Fußnoten, die dem Leser - eingeschoben in den Fluss der Geschichte - besondere Ereignisse oder Zusammenhänge näher bringen.

Als nach dieser gelungenen Einführung François plötzlich stirbt, bricht für Nathalie eine Welt zusammen und der Leser kann auf jeder Seite ihre bedrückende Trauer nachempfinden. Fortan konzentriert sie sich nur noch auf ihren Job, und bald geht es in der Welt dieser kleinen schwedischen Firma sehr turbulent und unterhaltsam zu: Der Chef will etwas von Nathalie, Nathalie küsst aus einer Laune heraus den wenig attraktiven Markus, die Kolleginnen reden hinter ihrem Rücken - kurz gesagt: die für französische Geschichten ebenso berühmten wie berüchtigten verworrenen Verhältnisse sowie das Pariser Flair lassen sich ab sofort auf jeder Seite spüren!

Doch ganz allmählich entwickeln sich auch die leisen Töne in diesem Buch - denn Nathalie beginnt sich ernsthaft aufs Neue zu verlieben, ganz vorsichtig, unkitschig und sehr authentisch. Und da die beiden Liebenden oft etwas unbeholfen einander gegenüberstehen und sich so wirklich absurde Situationen ergeben, kommt auch der Humor in diesem Buch nicht zu kurz. Das Ende lies mich aufseufzen und zufrieden über den Buchdeckel streicheln - und genau sowas wünsche ich mir von einem bewegenden Liebesroman!

Mein Fazit:
Eine zarte Liebesgeschichte mit unverwechselbarem Erzählstil, Humor, Trauer, tollen Charakteren und dem gewissen "Etwas". Von David Foenkinos werde ich sicher bald wieder ein Buch in die Hand nehmen!
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am 21. April 2013
Da ich den Film nicht gesehen habe, konnte ich mich der Geschichte ganz unbefangen und objektiv annähern. Der Titel 'Nathalie küsst' wirkt ja nun nicht gerade so, daß man das Buch als 'must have' erkennen könnte, aber so ab und an zwischen schwerer Kost und Fachliteratur ist eine Liebesgeschichte zum entspannten Lesen willkommen und angesagt. So also diese. Und diese so ganz anders als man es gemeinhin erwartet. Wer jemals einen geliebten Partner verloren hat, weiß um die Leere, die Trauer und das Denken, daß es angesichts dieser verlorenen Einmaligkeit nie mehr möglich sein würde, eine Liebe zu leben und ein Pendant zu finden, das dem verlorenen auch nur annähernd das Wasser reichen könnte. Auch Nathalie empfindet so und füllt ihre Leere durch engagiertes Tun. Die Avancen ihres Chefs weist sie entschieden zurück, im Kollegenkreis wirkt sie unberührbar und exotisch. Das ruft die Voyeure auf den Plan, deren klatschhafte Neugierde gerade nicht dem tätigen Mitgefühl entspringt, sondern der Unsicherheit des Nichtwissens, wie man mit so einer zwischenmenschlichen Situation umgeht. Die Dramaturgie verlangt nach emotionaler Action, also tritt der Kollege auf den Plan, der in Nathalie den sympathischen Kurzschluss auslöst, daß sie ihn intuitiv küsst und sich und ihn somit ins bunte Leben zurück katapultiert. Da ich - wie gesagt - den Film nicht kenne, würde ich ihn mir bis zu dieser Kussszene in schwarz-weiß vorstellen und ab hier jetzt in Farbe. Es kommt wie es kommen muß. Nach einigen herrlich amüsanten Irrungen und Wirrungen 'kriegen sie sich'. Ich habe es ihnen von Herzen gegönnt und das Buch mit einem Lächeln zugeklappt.
Das Buch ist leicht zu lesen, an keiner Stelle kitschig, aber voll aus dem Leben und gerade deshalb so unerhört sympathisch.
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am 7. September 2011
Eine Art Kussimpuls - ein Kuss als grundloser, unmotivierter Akt - steht im Mittelpunkt dieser klugen und bezaubernden Geschichte, die mit Leichtigkeit über die Liebe erzählt. Genauer gesagt handelt es sich um zwei Geschichten über die Liebe, zweier erfüllter Lieben ganz unterschiedlicher Natur.

Die zartfühlende, zaghafte Nathalie verbringt sieben glückliche Jahr mit Francois. Das Geheimnis ihres Glücks ist, dass jeder Tag ihres gemeinsamen Lebens noch immer Spuren der ersten Tage aufweist. Diese besondere Form der Liebe zerbricht, als Francois ums Leben kommt. Es folgen drei Jahre der Trauer und Melancholie. Bis Nathalie aus heiterem Himmel Ihrem Kollegin Markus im Büro einen nicht zu erklärenden Kuss gibt. Markus, ein bodenständiger Schwede und der Inbegriff einer gemütlichen Sphäre steht im Kontrast zu der mädchenhaften Französin Nathalie. Es dauert etwas, bis die Beiden zueinander finden. Da die Liebe aber bekanntlich unbezwinglich ist, wird aus dem Kuss "Liebe auf den zweiten Blick".

Voller französischem Esprit und Poesie gestaltet sich der Roman von David Foenkinos so anmutig wie ein Bühnenstück. Dabei ist es dem Autor gelungen, ohne Pathos und Kitsch über die Liebe zu schreiben. Der eigenwillige Zauber der Geschichte ist mit feinsinnigem Humor durchzogen. Was diese Liebesgeschichte von anderen gängigen Erzählungen am Markt unterscheidet, sind die minimalistischen Einschübe, in denen Aspekte aus den vorangegangenen Kapiteln aufgegriffen werden. Diese unterbrechen den Text; mal feststellend, mal philosophisch, aber stets ungewöhnlich werden Fußnoten oder Statistiken zum Besten gegeben. Der Text bricht sozusagen immer wieder aus und lässt den Leser verwundert schmunzeln.
Vom Cover sollte man sich nicht in die Irre führen lassen; im Buch steckt mehr als es den Anschein weckt. Und der Kuss ist nur das Vorwort ...

>Nathalie küsst< ist ein modernes Märchen über die Fügung und das Leben mit allen Irrungen und Wirrungen. Und nicht zuletzt über die Macht des Kusses. Reizvoll!
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am 9. Mai 2013
Als ich begann, das Buch zu lesen, erfasste mich zunächst Langeweile, ich dachte die ganze Zeit wie es wohl mit der Erzählung der Liebe zwischen Francois und Nathalie weitergehen könne, ob ich wohl irgendwann noch gepackt werden könne von Buch und Handlung und erwog schon, das Buch zur Seite zu legen. Und genau da passierte es. Spannend, anrührend und packend wird das Buch nach Francois' plötzlichem Tod. Fast zeitgleich tritt sein Nachfolger Markus ins Geschehen ein und man fühlt sich direkt gepackt und in die Handlung eingebunden. Ab dem Punkt wurde ich von Handlung und Sprache so gefesselt, ich wollte immerzu weiterlesen und konnte das Buch bis zum Ende fast nicht mehr zur Seite legen.

Markus als ein unscheinbarer Mann überzeugt eher mit seinen inneren Werten, Nathalie ist eine sehr attraktive Frau, die als erstes mit ihrer Optik überzeugt. Wenn ich jetzt mehr schreiben würde, würde man zu viel vom Ende des Buches erfahren.

Vielleicht hat mich genau diese Thematik so in ihren Bann gezogen, weil man sich wünscht, dass die inneren Werte das Gegenüber überzeugen mögen.

Ich kann das Buch sehr empfehlen und werde es mit Sicherheit verschenken.
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am 21. November 2012
Die Geschichte ist ja eigentlich ganz interessant. Nathalie verliert Ihren geliebten Mann..

Doch ich fand es zu Melancholisch, es war so platt die Figuren und ihre Gefühle waren so unrealistisch. Das Gefühl der Trauer sowie die Anfängliche oder spätere Verliebtheit kam einfach nicht rüber. Sie sieht so gut aus das alle Männer sie vergöttern. Die Verehrer sind sehr oberflächlich, sie verlieben sich in erster Linie in sie weil sie so toll aussieht und sie weiss es anscheinend auch. Alles andere weiss man von ihr nicht, ausser das sie gerne Bücher liest und ab und zu Schuhe kauft. Welche Frau küsst einfach einen Mann auf der Arbeit weil sie ein "Blackout" hatte und sich vergisst? Danach konnte/wollte sie sich nicht mehr erinnern - Zack, der Beginn einer neuen Liebe, total unromantisch und unrealistisch. Da von Ihrer Seite nicht wirklich Interesse bestand.

Dann wurde man gerade am Anfang auf den Tod schon vorbereitet, man konnte sich nicht überraschen lassen. "Der Tag an dem es passiert ist..." Zum Schluss war auch überhaupt nichts interessantes ausser das die Charaktere öfters zusammen Essen waren und man sich die restlichen Seiten sparen könnte da in der Mitte schon klar war was kommt, nämlich gar nichts.

Daher leider leider nicht das Wahre, zu Poetisch angehauchte Erzählung ohne tiefe Berührungen. Viele nebensächliche uninteressante Kapitel zwischendurch z.B. Sternzeichen der Charaktere, Französische Gedichte, ein Rezept usw. Sachen die etwas ablenken von der Story. Vielleicht Geschmackssache die einen findens toll mein Fall war es nicht da habe ich schon was besseres gelesen.
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am 1. Oktober 2011
Leben reißt Nathalie in die Wirklichkeit zurück. Von nun an, muss sie sich der Avancen ihres Chefs erwehren. Als Markus, der Quoten-Schwede ihr Büro betritt, lässt sie sich hinreißen, ihn zu küssen. Warum Markus, warum sie gerade ihn erwählt hat, bleibt ihr fürs erste selbst verschlossen. Doch ganz langsam klärt sich diese zarte Liebesgeschichte auf ...

Zu diesem Buch gibt es für mich nur ein Wort mit zehn Buchstaben: Wundervoll! Es kommt daher auf ganz leisen Sohlen und schleicht sich in dein Herz. Ein kleines Buch, das mehr sagt, als ein Buch mit 800 Seiten. Es wir nicht viel geredet, dafür um so mehr erzählt. Mal traurig, mal lustig, ganz oft tiefsinnig erzählt David Fenkinos die Geschichte von Nathalie und zeigt uns auf, kein Weg läuft immer nur geradeaus, muss es auch nicht, so lange die Begleitung stimmt! Wundervolle 10 Punkte!
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. September 2012
Nathalie liebt François, doch eines Tages kommt ihr geliebter Mann nicht mehr vom Joggen zurück. Er hatte einen Unfall und liegt im Koma. Ein Koma aus dem er nie wieder aufwachen wird.
Drei Jahre zieht sich Nathalie vollkommen in sich selbst und in die Arbeit zurück. Doch dann betritt, der eher unattraktive Schwede, Markus ihr Büro und Nathalie küsst ihn aus einem Impuls heraus. Sie hat den Kuss gleich wieder vergessen, doch in Markus hat sie etwas erweckt und nun scheint das Leben mit aller Macht wieder in Nathalies abgeschottete Welt zu brechen.

Dieser französische Roman hat dank Stefan Kaminski eine wunderbare Stimme bekommen. Das Hörbuch ist so angenehm gesprochen, dass man geradezu in die Geschichte gesogen wird. Mit wunderschöner und warmer Stimme lässt er den Text vor dem inneren Auge lebendig werden und entführt in eine Welt, in der Küsse ebenso magisch sind wie im Märchen.

Dieses Buch dreht sich um Trauer und deren Bewältigung. Langsam sehen wir, wie Nathalie sich selbst wachküsst und langsam wieder auftaut, nachdem sie sich Jahre lang abgekapselt hat. Der Kuss, den sie aus einen Impuls heraus gibt, reißt ganz unerwartet alle Mauern nieder und zieht sie zurück ins alltägliche Chaos. Dabei empfinden sie gar nichts für den jungen Schweden, der so unbedacht in ihr Büro geschlendert war.
Im flotten und angenehmen Tempo nehmen wir Anteil an den Gefühle von Nathalie, Markus und ihrem Chef. Feinsinniger Humor begleitet einen durch das ganze Buch hindurch und zaubert so manches Lächeln auf das Gesicht des Hörers.
Die Liebesgeschichte kommt ohne große Gefühle, Spezialeffekte und Kitsch aus, sondern entsteht langsam, leise und zärtlich.
Man möchte einfach dabei sein, wenn Nathalie sich der Welt gegenüber öffnet, ebenso wie man wissen will was aus dem scheuen Markus wird, jetzt da er von seiner Traumfrau geküsst wurde. Und was wird eigentlich ans Nathalies Chef Charles, der seine Mitarbeiterin doch so sehr liebt und nun durch den Büroklatsch erfährt, dass Nathalie einen anderen Mann geküsst hat?

Dieses Hörbuch richtet sich an alle Menschen, die eine Liebesgeschichte hören wollen, die nicht pompös, aber dafür trotzdem wunderschön ist. Sicherlich eins der leiseren Bücher, aber dennoch von bezaubernder Schönheit.

Ich habe das Hörbuch in vollen Zügen genossen.
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am 11. Januar 2012
Über die Geschichte an sich ist schon vieles gesagt. Die schöne, glückliche und erfolgreiche Geschäftsfrau Nathalie verliert durch einen Unfall ihren Mann. Es scheint, dass es nach ihm keinen anderen wird geben können. Zeit vergeht und ohne dass Nathalie selbst es steuern oder begreifen könnte, verliebt sie sich in den unscheinbaren Markus, einen Schweden, unerfahren in Liebesdingen, ausgezeichnet durch seine Schlichtheit und sympathischen Eigensinn. Beide müssen zunächst lernen, sich aufeinander einzulassen.

So nacherzählt ist die Geschichte wie viele andere Liebesgeschichten. Foenkinos gelingt es sie allerdings, sie thematisch so zu wenden, dass sie dennoch etwas Neues erzählt. Er erzählt ganz nebenbei eine Geschichte der Zufälle, die allzuoft gar nicht wie Zufälle erscheinen. Zufall ist, dass Nathalies Ehemann beim Joggen vor ein Auto läuft. Zufall ist aber auch, dass Markus eben in jenem Moment ihr Büro betrifft als sie eben beginnt, ihren Körper wieder wahrzunehmen. Zufall sind aber auch Fußballergebnisse, Zeitungsartikel in den Lokalnachrichten und Filmdialoge, die den Protagonisten begegnen. Obwohl beide Liebesgeschichten wie vorbestimmt wirken, sind sie doch geprägt durch Zufälle. Wirklich sympahtisch wird die Geschichte allerdings durch die Anspruchslosigkeit ihrer Helden, die nichts erwarten und vielleicht gerade deshalb alles bekommen, die sich auf nichts verlassen als auf sich selbst und das, was das Leben ihnen an Situationen zuspielt. Zufall oder Bestimmung, streben oder harren - was führt zum Liebesglück? Genau das wird im Hintergrund mit thematisiert. Und allzuoft ist es nicht die Bestimmung und auch nicht das Streben, das die Figuren ihrem Glück näher bringt. Glück ist nicht self made.

Foenkinos erzählt mit viel Witz und ohne große Worte. Das macht die Lektüre des Romans entspannt und kurzweilig.

Leider hinterlässt der Roman auch viele lose Enden, deren Bedeutung unklar bleiben. Warum manche Szenen überhaupt erzählt werden, bleibt dunkel.

Mit Nathalie ist zwar eine schillernde Hauptfigur geschaffen, in die man sich auch als Leser sofort verliebt, sie ist allerdings auch so vollkommen makellos, dass man darüber stolpert. Könnte sie nicht einen kleinen Fehler haben?
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