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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2014
Alice Cooper, die Band, war weit mehr als eine Theaterhorrorshockgruppe. Diese Aufnahmen zeigen, wie experimentiertfreudig und innovativ die Mannen um Sänger Vincent Furnier, der sich später dann Alice Cooper nannte, in den 70ern waren. Schade und ungerecht, dass die Musikalität, der Witz und die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen später untergingen und man nur noch den Gruselkasper sehen wollte.
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am 18. Februar 2017
2.teil ,als ich das hoerte war ich erstmal skeptisch.aber diese fortsetzung ist wirklich der hammer !!!mit diesem album wuere ich am coopers stelle die karriere beenden
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am 11. Oktober 2013
habs im Flieger gehört und mir zu Hause sofort gekauft. Ehrlich...der alte Mann ist klasse, obwohl diesmal die eher soften Töne dominieren. Absolute Kaufempfehlung auch für Leute, die sonst keine Cooper Fans sind.
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am 5. Mai 2014
Alice Cooper – Welcome 2 my Nightmare (2011)

Alice Cooper ist ein Meister seines Faches. Doch nicht nur das; er ist auch ein Meister der Wandlung und der Genre-Evolution innerhalb des recht hart und schock-rockenden Bereichs. Nicht umsonst ist sein größter Hit immer noch ein launiger Sommer-Song namens School's out. Doch insbesondere ist er ein meisterhafter Entertainer, vor allem in seinen Konzeptalben. Und mit einem äußerst gelungenen Sequel findet er den Weg zurück zu seinem ersten Albtraum und dem Beginn seiner eigentlichen Entertainer-Solokarriere.

Albtraum Numero 1 Welcome to my Nightmare erschien 1975 und vereinbarte wie kein anderes seiner Werke augenzwinkernden Horror mit schlau durchdachten Arrangements. Statt purem Rock wurde eine riesige, wahnwitzige Show abgeliefert. In ihrem Mittelpunkt stand der vielzitierte Protagonist Steven. Insofern ist es nur konsequent diese Zitate insbesondere beim Sequel gekonnt einzuflechten. Die unheimlich einnehmende Klaviermelodie jenes Stückes stellt somit sogleich auch das Leitmotiv des Openers I am made of you dar. Dieses Stück ist eine, sich langsam, aber spannend entfaltende Powerballade mit vielen düsteren Elementen, einem absoluten Killersolo und ungewohnten Auto-Tune-Effekten (!).

Die rockige Umsetzung samt stampfenden Rhythmen und vorpreschenden Gitarren samt typischen cooper'schen Melodien beginnt sogleich im nächsten Stück Caffeine. Das lyrische Ich versucht sich indes durch übermäßigen Koffeinkonsum vor einem erneuten Albtraum zu schützen. Dies nützt allerdings nicht viel und so leitet das Interlude The Nightmare returns erst richtig den zweiten Albtraum ein und wieder einmal entfaltet sich das Steven'sche Leitmotiv in seiner vollen Pracht.

Welcome 2 my Nightmare ist ein Sammelsurium verschiedenster Stileinflüsse geworden, die der Meister gekonnt kombiniert und auf den Hörer loslässt. Alles im beschwingt rockigen Stil arrangiert und produziert. So sind saftige Metal-Hooks vergangener Jahre zwar Geschichte, doch dieses klassische 70er-Flair wirkt in seiner Umsetzung um einiges authentischer ohne dabei antiquiert zu wirken. Nicht umsetzt geben sich alte Recken der Alice Cooper-Band wie Steve Hunter und Dick Wagner sowie Mitglieder der originalen Band gegenseitig die Klinke in die Hand um flotte Rocker wie das treibende A Runaway Train, das Stone'sche I'll bite your Face off (beide leider exklusive großartiger Refrains) oder das düstere When Hell comes Home perfekt umzusetzen. Selbst eigentliches Füllermaterial wie Ghouls gone wild kann durch seine Beach Boys-artigen Melodien ein Grinsen hervorzaubern. Echte Überraschungen gibt es auch in diesem konzeptionellen und lyrischen Rund-um-sorglos-Paket. Bevor nämlich in The Congregation (inklusive Rob Zombie als neuer Vincent Price) wieder die Gitarren ausgepackt werden, wird in Last Man on Earth erstmal kräftig und wahnsinnig witzig geswingt. Entertainment pur!

Und auch die poppigen Seiten des Albums überzeugen mindestens so gut, wenn nicht gar besser, wie beim ursprünglichen Albtraum. Da werden die Disco-Beats in Disco Bloodbath Boogie Fever wunderbar satirisch eingesetzt, nur um festzustellen: Gegen Disco kann man eben nicht ankommen. Höchsten perfekt persiflieren, wenn John 5 abartig gut darüber solieren darf. Selbst Ke$ha hat ihren gelungen Auftritt als Satan höchstpersönlich in What Baby wants. Wenn schon Pop, moderne Beats und Vocoder-Effekte, dann bitte so umgesetzt! Über die obligatorische Schmalzballade Something to remember me by, die außer Kitsch nichts vermitteln mag, kann man da großzügig hinweg sehen. Erst recht, wenn in der Zusammenfassung I gotta get outta (diesmal ohne Happy End) nochmal Revue passiert wird. Schlicht aber toll! Als Abspann gibt es nochmal die tollsten Melodien beider Albträume in The Underture zu hören, grandios orchestral umgesetzt.

Fazit: Musikalisch vielfältig, lyrisch durchdacht und extrem charmant. So muss ein Epos aussehen, welches perfekt an den Vorgänger anschließt. Old-School-Alice in Reinform.
Wertung: *****
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am 8. März 2015
Zu allererst: WELCOME TO MY NIGHTMARE ist bis heute mein liebstes Album von Alice Cooper, daran wird sich wahrscheinlich auch nie etwas ändern. Sicherlich geht es nicht nur mir so, weshalb es aus Sicht des Künstlers ziemlich riskant sein dürfte einen Nachfolger zu veröffentlichen. Zu schnell wird das Album mit dem Prequel verglichen, zu hoch ist die Erwartungshaltung. Schon bei Rob Zombie's HELLBILLY DELUXE 2 oder bei Fear Factory's REMANUFACTURE wurde von einigen Hörern der Fehler gemacht die beiden Werke mit ihren Vorgängern zu vergleichen. Warum also ein Fortsetzungsalbum veröffentlichen?
Ganz einfach – weil es die Aufmerksamkeit von Medien und früheren Fans auf sich zieht und somit hohe Verkaufszahlen verspricht. Das soll gar kein Vorwurf sein, denn auch Musiker müssen ihr Geld ja irgendwie verdienen, aber so scheint es eben auch bei Alice Cooper der Fall gewesen zu sein. Während Alice eigentlich eine Fortsetzung des kommerziell eher mäßigem Vorgängers ALONG CAME A SPIDER unter dem Titel THE NIGHT SHIFT plante, riet Produzent Bob Ezrin ihm eben zu WELCOME 2 TO MY NIGHTMARE und so warf man die eigentlichen Pläne vorerst über den Haufen. Ich werde das Resultat im Folgenden in kurzen Texten zu den jeweiligen Songs, so wie einem Fazit resümieren. Vergleiche mit dem Originalalbum von 1975 lassen sich auf Grund der gemeinsamen musikalischen und lyrischen Thematik nicht vermeiden.

I AM MADE OF YOU 10/10

Die ersten Töne sind die des 1975-er Songs STEVEN und wirken wie eine „Wilkommen Zuhause“-Fußmatte. Der erste Gänsehautmoment lässt also nicht lange auf sich warten, bevor Alice' mit einem Hall unterlegte Stimme den Opener erst richtig einläutet. Der Song ist sehr ruhig und harmonisch und besteht bis zum Refrain fast ausschließlich aus Klavier und Gesang. Im Refrain verstärken minimalistische Gitarrenakkorde und Drumpatterns den Klangteppich und lassen das Resultat trotz der ruhigen Machart fast schon bombastisch klingen. Großer Pluspunkt des Songs ist der wunderbare Gesang von Alice, welcher den Song in Kombination mit der klaren, hallenden Produktion veredelt. Ein toller Opener, welcher den Zuhörer wie damals der Opener WELCOME TO MY NIGHTMARE in den Bann zieht und willkommen heißt.

CAFFEINE 10/10

Okay, wer jetzt nicht bei COLD ETHYL ist, der kennt besagten Song vermutlich nicht. Ein cooles Riff wird von einem lockeren Drumbeat inklusive Kuhglocke getragen und mit Alices rotzigem Gesang kombiniert. Die Atmosphäre ist teils locker, dann wieder angespannter, denn das lyrische Ich versucht in typischer NIGHTMARE ON ELM STREET-Manier wach zu bleiben und lässt dabei keine Möglichkeit aus. Musikalisch wird diese überdrehte Verzweiflung perfekt rübergebracht und somit extrem druckvoll präsentiert. Das kann einfach nur Spaß machen!

THE NIGHTMARE RETURNS 9/10

Eine Melodie wie aus einer Spieluhr wird von Alice mit kindlicher Stimme und Klavierbegleitung dargeboten und portraitiert die Müdigkeit des lyrischen Ichs, bevor das STEVEN-Thema erklingt und verdeutlicht, dass es den Protagonisten nun doch erwischt hat und er der Müdigkeit erlegen ist. THE NIGHTMARE RETURNS hat eine ähnliche Funktion wie damals YEARS AGO, ein Song, welcher immer wieder als Leitthema diente, was auch auf Konzerten oft deutlich geworden ist. Eigentlich sehr schade, dass der „Song“ hier schon vorbei ist, da hier das erste Mal richtig düstere NIGHTMARE-Atmosphäre aufkommt. Trotzdem wirklich wunderbar zu hören!

A RUNAWAY TRAIN 4/10

„Last call for the nightmare-express“ schallt es aus einem Bahnhofslautsprecher, bevor ein sehr schneller Song beginnt, der wirklich nach einem rasenden Zug aus einem Western klingt. Die Gesangsmelodie dürfte vielen Cooper-Fans schon bekannt vorkommen, denn sie erscheint auch auf dem Song DANCE YOURSELF TO DEATH aus dem 80-er Album FLUSH THE FASHION. Der musikalische Part des Song wurde dazu noch vor Jahren in SUBWAY, einem Song des Dennis Dunaway Project's verwendet. Für alle Neulinge: Dennis Dunaway war der ursprüngliche Bassist der Alice Cooper Band, die bis 1975 existierte. Er ist auch auf diesem Album streckenweise zu hören und war eben für das Songwriting von A RUNAWAY TRAIN/SUBWAY zuständig. Innovation gibt es hier also keine, dazu kommt noch, dass die Melodie auf Dauer sehr anstrengend ist, da es keinen Refrain gibt und man somit eine total überdrehte Melodie auf Dauerbeschallung zu ertragen hat. Lyrisch behandelt der Song den Einstieg in den Albtraum und der Protagonist findet sich auf einem rasend-schnellen Zug wieder, wo er von einer Gruppe aggressiver Männer bedroht wird. Die Aussage „…but I'm a big celebrity“, die das lyrische Ich tätigt ist allerdings ziemlich sinnfrei gewählt. Eigentlich wurde bis dato immer klar zwischen Steven (der Träumende) und Alice Cooper differenziert, da eine Vermischung der Charaktere keinen Sinn für die Story macht und lediglich stört. Der Song endet mit der Kollision des Zuges und einer Wand. Was bleibt ist ein zusammengebastelter Song, der nicht innovativ, nicht gerade der absolute Hörgenuss und nicht mal lyrisch sinnvoll ist. Schwach.

LAST MAN ON EARTH 10/10

Tuba und Akustikgitarre leiten einen lockeren Song ein, der wieder durch eine altertümliche westernartige Atmosphäre besticht. Alice singt selten kratzig und harmoniert dadurch wunderbar mit der besonderen Stimmung und Instrumentalisierung, welche durch den einsatz von Violinen noch auf die Spitze getrieben wird. Der melodische Grundriss von LAST MAN ON EARTH erinnert leicht an SOME FOLKS und bringt somit eine weitere Anlehnung an das Originalalbum mit sich. Zum lyrischen Inhalt: Steven erwacht nach der Kollision des RUNAWAY TRAIN's und stellt fest, dass er der einzige Überlebende und ganz allein auf der Welt ist. Zunächst hinterfragt er noch, was das alles zu bedeuten hat, bevor er sich immer mehr mit seiner Rolle als König seiner selbst anfreundet. Der Song endet mit einem selbstherrlich klingenden Steven, der sich an seiner Allmacht labt und keinen Gedanken mehr an die Gründe für die Umstände verschwendet. Nach Ende des grandiosen Songs ertönt ironischerweise Applaus und Jubel. Wird Steven etwa beobachtet?
THE CONGREGATION 9,5/10

Die Antwort findet man bei dem „Guide“ in THE CONGREGATION. Es handelt sich um einen coolen Rocksong mit klarem Gesang von Alice als „Guide“. Zugegebenermaßen hat es einige Durchläufe gedauert, bis ich mich voll und ganz mit dem doch recht simplen Song anfreunden konnte, welcher nicht nur mit coolen Riffs, so wie Heys und Hos besticht, sondern auch eine ganz wunderbare Geschichte fortführt. Steven wird von einer Peron begrüßt, die sich als „Your friendly guide“ vorstellt und ihn in eine neue Traumwelt, die Hölle führt. Er wird dort fast schon freundlich empfangen und in Form einer Sprechrolle von Rob Zombie (ebenfalls als „The Guide“) herumgeführt. Hier wird wieder die Anlehnung an frühere Songs, in diesem Fall DEVIL'S (na?) FOOD deutlich, in welchem Horrorlegende Vincent Price eine Sprechrolle als „The Curator“ hatte. Macht Sinn oder? Toller Song!

I'LL BITE YOUR FACE OFF 9/10

Ein weiterer rockiger Song, der mit seinem eher gemäßigtem Tempo und der lockeren Spielweise an die Rolling Stones erinnert. Besonders Spaß machen die Vocals und die dazugehörigen Lyrics, welche dem Protagonisten den Teufel vorstellen, einer wunderschönen Frau, die ihr verführerisches Aussehen einsetzt um ihre Opfer schwach zu machen. Nicht nur musikalisch, sondern auch lyrisch also der beste Stones-Song seit Jahren!

DISCO BLOODBATH BOOGIE FEVER 9/10

Der Titel kündigt es bereits an, hier wird wieder mal ein musikalisches Experiment durchgeführt. Discosounds, ein rappender Alice und „Woohoohoo-Chöre“ bilden die Grundlage eines besonderen Songs. Ich weiß eigentlich sollte so etwas nicht funktionieren, aber zu meinem Erschrecken macht der Song eine Menge Spaß, was wohl auch der Metal-Bridge inklusive Hammer-Solo von John 5 zu verdanken ist. Des Weiteren ist das ganze zur Erleichterung vieler nicht bierernst zu nehmen, stattdessen ist es eine Anlehnung an den Song YOU GOTTA DANCE aus dem Alice-Album GOES TO HELL, in welchem Disco als bösartige Foltermethode in der Hölle verwendet wird. So geschieht es auch in DISCO BLOODBATH […], bevor die Arbeit getan ist und man wieder mit Rock n'Roll verwöhnt wird…

GHOULS GONE WILD 7/10

…denn bei den Guls rockt man im Beastie Boys-Style! Es ist wirklich erstaunlich mit welcher Vielfalt Alice Querverweise zu bekannten Interpreten erstellt und das ganze trotzdem noch 100% nach Alice klingt. Ich bin aber ganz ehrlich: Lange Zeit hat mich dieses Lied, insbesondere der zuckersüße Refrain genervt, wie kein anderer Alice-Song. Aber nach und nach freundet man sich doch mit den Guls an, welche wirklich rocken, allerdings keine besondere Rolle in der Story spielen. Sie kommen halt wie im Text erwähnt tatsächlich nur kurz für einen Biss :)

SOMETHING TO REMEMBER ME BY 8/10
Genauso irrelevant für den Plot ist auch SOMETHING TO REMEMBER ME BY, jedoch bietet sich dafür eine wunderschöne Ballade im Stile von YOU AND ME. Das liegt wohl daran, dass es sich hierbei um keinen neuen Song handelt, denn SOMETHING TO REMEMBER ME BY war eigentlich für GOES TO HELL geschrieben worden, jedoch war Alice damals nicht in der Lage die Töne richtig zu treffen, weshalb man den Song erst knapp 35 Jahre später verwendete. Wirklich eine schöne Ballade, allerdings passt sie mit ihrer klebrig-kitschigen Gesangsmelodie irgendwie nicht in's Konzept und wenn ich ehrlich bin ziehe ich I NEVER CRY oder HOW YOU GONNA SEE ME NOW doch vor.

WHEN HELL COMES HOME 10/10

Wieder zurück im Albtraum, werden wir mit einer extrem finsteren Melodie begrüßt, die man in der Form nicht erwartet hätte. Zu der I AM THE SPIDER-ähnlichen musikalischen Gestaltung gesellt sich nämlich noch ein extrem düsterer Text, welcher von den Misshandlungen durch den alkoholabhängigen Vater des Protagonisten und schließlich von dem Mord an seinem Vater handelt. Nicht umsonst baut der Song also auf düsteren, langsamen Gitarrenmelodien und der kindlich verstellten Stimme Coopers. Es lässt sich hier in Anbetracht der gestörten Persönlichkeit des Protagonisten (siehe YEARS AGO, THE BLACK WIDOW, THE AWAKENING oder STEVEN) ableiten, dass es sich gar nicht nur um einen sinnlosen Albtraum, sondern eine Erinnerung handelt. Unterstützt wird das auch von den Steven-Rufen des Vaters. Ein grandioser Song, der sich mit seinem Horror direkt in die eigentliche Geschichte des Stevens einfügt.

WHAT BABY WANTS 9/10

BEAT IT? Irgendjemand? Ja, Alice führt bei WHAT BABY WANTS eine riesige Verbeugung vor dem zu Zeiten des Songwritings verstorbenen Michael Jackson aus. Zu der poppigen Auslegung mit rockigem Gesang gesellt sich niemand geringeres als Popsternchen Ke$ha, welche hier die Rolle des Teufels übernimmt und dabei eine saugute Performance abliefert. Ich kann mir jemals kaum eine Stimme vorstellen, die besser in das Wortgefecht zwischen Steven und einem sexy Satan passen würde. Anknüpfend an I'LL BITE YOUR FACE OFF, geht es hier mal wieder um die bösen Absichten der schönen Frau, welche mit bitterbösen Text den ultimativen Preis von Steven fordert: Seine Seele.

I GOTTA GET OUTTA HERE 10/10

Glocken läuten und ein von Akustikgitarren und lockeren Drumbeats geprägter Song läutet die Schlussphase des Albums ein. Ein rockiger Refrain gesellt sich zu spaßigen Strophen und gibt somit die musikalische Steilvorlage für ein Happy End. Doch dem ist nicht so, nachdem Steven seinen Traum humoristisch Revue passieren lässt und sich schon darauf freut in seinem Bett aufzuwachen, endet der Song so genial wie er nur Enden kann, nämlich mit den von Chören gesungenen Worten:

„Isn't the message clear to you yet? Sonny, what part of dead don't you get?”

Insofern stellt I GOTTA GET OUTTA HERE ein musikalisches und lyrisches Äquivalent zu ESCAPE dar, dem Song der damals Steven aus seinem ersten Albtraum hat entkommen lassen. Nur diesmal gibt es kein Happy End mehr für den Protagonisten, was auch durch den stagnierenden Pulsschlag in dem Bonustrack FLATLINE deutlich wird. Mach's gut Steven!

THE UNDERTURE 9/10

Zu guterletzt gibt es ein Instrumental, welches die „besten“ Melodien aus den 2 NIGHTMARE-Alben orchestral vertont. Gar keine schlechte Idee könnte man meinen. Wirklich Spaß macht das Ganze sogar. Neben den Songs vom Originalalbum (WELCOME TO MY NIGHTMARE, DEVIL'S FOOD, ONLY WOMEN BLEED, STEVEN, YEARS AGO, THE AWAKENING, THE BLACK WIDOW) stinken die eigentlich tollen Melodien vom neuen Album (SOMETHING TO REMEMBER ME BY, GHOULS GONE WILD, DISCO BLOODBATH BOOGIE FEVER) ziemlich ab. Letztgenannte Songs werden dadurch natürlich nicht schlechter, allerdings vermittelt der Kontrast eigentlich nur, dass früher alles besser war. Trotzdem ein schöner Abschluss des Album, unglücklich gewählt hin oder her!

FAZIT

Nach erstmaligem Durchhören war ich zunächst irgendwo zwischen überfordert und enttäuscht. DAS sollte der Nachfolger des vielleicht besten Rockalbums aller Zeiten, so sehe ich das zumindest, sein? Irgendwie war das Endresultat eher ernüchternd. Trotz einiger toller Songs und einer noch besseren Story wurde W2MN meinem Lieblingsalbum einfach nicht gerecht. Es dauerte eine ganze Zeit und unzählige Durchläufe des Originalalbums bis ich WELCOME 2 MY NIGHTMARE wieder entstaubte und dem Album eine neue Chance gab. Ohne die beim ersten Hören dagewesene Anspruchshaltung klang das ja gar nicht schlecht. Im Gegenteil: Es klang sogar deutlich besser, als ich es in Erinnerung hatte. Die guten Songs klangen noch besser und die vermeintlich schwachen Songs wurden ebenfalls immer attraktiver. Das konnte doch gar nicht sein, dachte ich mir und hörte das Album noch einmal durch…und noch einmal…und noch einmal. Und nun, X Durchläufe später habe ich das Werk erst richtig verstanden. Es soll gar nicht an den Glanz des Originalalbums anschließen, es ist viel mehr ein Tribut an dieses. Es tummeln sich nur so Anlehnungen und kleine Hinweise in Musik und Story. Und genau das macht WELCOME 2 MY NIGHTMARE so einzigartig. Selten habe ich mich so sehr zuhause gefühlt. Es ist eine nostalgische und doch erfrischende Rückkehr an einen schaurig-schönen Ort. So und nicht anders lässt sich W2MN definieren! Klar, nicht alles sitzt perfekt, nicht jede Idee ist die originellste und die Story bleibt trotz aller Finesse weit hinter der des Originalalbums zurück, doch das alles rückt in den Hintergrund, wenn man bedenkt, welch ein Geschenk dieses Album doch ist. Es ist ein Dankeschön und eine Verbeugung zugleich, es fesselt und lässt den Zuhörer in Erinnerungen schwelgen.
Ich höre das Album heute regelmäßig. Laut, oft und mit einer Menge Spaß dabei – genau das zählt!

WELCOME 2 MY NIGHTMARE 9/10
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am 16. September 2011
Diese CD ist mehr als nur eine simple Fortsetzung von Welcome To My Nightmare.

Für mich ist dieses Album Alice Coopers kreativstes und abwechslungsreichstes Werk seit "From The Inside".

Von Rock, über eine Disco-Parodie bis zur obligatorischen Ballade ist alles dabei. Die Texte sind wieder genial und Alices schwarzer Humor zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Songs.

Auf dem Album tummelt sich viel Prominenz und alte Weggefährten von AC wie z.B. Bob Ezrin (hat das Album auch produziert), Dick Wagner (spielte schon auf WtmN mit) und vor allem Denis Dunaway, Michael Bruce und Neal Smith von der bis 1973 bestehenden Alice Cooper Band.
Als weitere Gäste sind auch Rob Zombie (als Guide auf The Congretation), sowie Ke$ha auf "What Baby wants" dabei - dieser Song wäre durchaus Radio tauglich.

Fast alle Titel bewegen sich auf ziemlich gleich hohem musikalischem Niveau und zündeten bei mir sofort nach dem ersten Hördurchgang.

Einige meiner persönlichen Highlights wären:

"I Am Made For You" (Gesang/ Melodie/ Gitarre/ die dramatische Stimmung - hier passt einfach alles).

"Last Man On Earth" (dieser Song könnte auch aus einem Varietéprogramm der 30er Jahre entsprungen sein)

"I'll Bite Your Face Off" (u.a. mit den 3 ehemaligen Bandmitgliedern aus den 70ern und so klingt der Song auch - einfach perfekt!)

"What Baby Wants" (geht in die Beine und bleibt im Kopf - der Text ist sowieso genial)

Nicht ganz mithalten mit dem Rest kann die Ballade "Something To Remember" und "Caffeine" (für beide würde ich 3 - 4 Sterne vergeben).

Fazit:
Dieses Album klingt nicht nach "Trash", "Dragon Town" oder "Brutal Planet" sondern viel mehr nach Alben aus den 70ern die Alice Cooper auch berühmt gemacht haben.
Die jenigen die Alice Coopers Sachen aus den 70ern schon mochten werden auch dieses Album mögen, alle anderen sollten vielleicht vorher mal reinhören.
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am 18. September 2011
...sang Alice auf "Constrictor". Und nun ist Alice auch wieder mit neuem Album zurück und es überrascht! Alice ist so etwas wie eines der letzten Konstanten im Rock-Business und schafft es immer wieder ein knackiges Album aus dem Hemdsärmel zu schütteln. Alice' musikalische Entwicklungen waren immer einem konstanten Wandel unterzogen und über die Jahrzehnte hinweg, hat sich sein Sound auch immer wieder "modernisiert", ohne, dass er zur Gänze von seinen Anfängen abgewichen ist. Das jetzige Album bestätigt diese Vielseitigkeit, etwas, das ich besonders an Onkel Alice schätze! Man findet balladenartig-Bekanntes wie zB "I am made for you", "caffeine" hätte auch auf "dirty diamonds" sein können, "last man on earth" hätte perfekt in die Anfangsphase von Alice gepasst und und und. Natürlich darf der bekannte Humor von Alice auch nicht fehlen, z.B. "Ghouls gone wild", köstliche Melodie und Text. Man sieht, Alice bedient sich bei allen seinen Epochen, und das macht er gut! Hut ab!
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am 6. Dezember 2011
Erst einmal vorweg: mich hat das Album komplett überrascht. Ich bin lange Cooper Fan gewesen bis die beiden harten Alben herauskamen. Das war nicht mehr mein Ding. Daher hatte dieses Projekt von vornherein Sympathie-Plus Noten von mir bekommen, weil es ein zweiter Teil aus besseren Zeiten werden sollte. Dass es aber so genial werden würde habe ich nicht erwartet. Es findet sich alles was den alten Alice ausmacht aber zum Glück auch absolut in neuem Gewand! Es sind Hymnen da, es ist Spaß da, es ist hart aber nicht durchweg. Es ist lässig und sehr sehr lustig! Daher seien die gewarnt, die ein einfaches Hardrock Album erwarten. Das ist es nicht! Es sind auch ungewohnte bis schräge Töne, die vom Text aber in den Zusammenhang und in die alte Zeit passen dabei. Es ist nicht nur einfach "geradeaus". Und genau das macht auch den Reiz aus und darin liegt das geniale der CD. Wer also den Humor der alten Cooper-Platten positiv vermerkt hat kommt hier voll auf die Kosten! Der reine Hardrock Fan ist eher enttäuscht. Schade in dem Fall. Genießt den Wahnsinn auch wenn die Musik beim ersten hören erst einmal nicht dazu passt!!
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am 8. Oktober 2011
Als Alice Cooper-Fan seit "Killer" kenne ich alle seine Studioalben, es gibt Charaktere, die nach "Welcome to my Nightmare" immer mal wieder auftauchen ("Steven") und das Thema "Alptraum" ist ja auch ein immer wiederkehrender Begriff in seinem Schaffen...
Das es sich hier um die Fortsetzung seines ersten Solo-Album handeln soll steht ja nun deutlich auf dem Cover, aber gehört nicht auch das damalige Nachfolgealbum "Alice Cooper goes to hell" dazu ? Das seinerzeit völlig unterschätzte Folgealbum beinhaltet nämlich auch Klassiker, die ebenfalls zum "Alptraum-Thema" dazugezählt werden müssen. Nun zum aktuellen Album; ja es stimmt, das ist Alice in Hochform und schon bei den ersten Klaviertönen kommt das Gänsehautfeeling wieder, was sich ja bei WTMN durch das ganze Album zog... Diese Fortsetzung ist aber musikalisch weitaus vielfältiger und ich glaube, wenn man es mehrmals gehört hat, wird es noch wesentlich dazu gewinnen. Das ist ja immer so, die "Klassiker" hat man im Ohr, die "neuen Klassiker" brauchen halt etwas Zeit, um ebenfalls im Ohr zu landen, zumals dieses Werk dermaßen anspruchsvoll arrangiert und komponiert ist, das man es nicht wirklich mit dem Standard von 1974/1975 vergleichen kann...

Ein bißchen Hanibal ("Bite your face off") und sehr viel Alice Cooper Humor prägen die Texte, ich habe beim Hören mitgelesen, und werde wohl noch einige Durchgänge brauchen, um alles verstanden zu haben, sorry, mein Englisch ist halt nicht soo perfekt..

Also ich empfehle zu diesem Album unbedingt "Goes to hell", "From the inside" und "The last temptation". Ach ja, und wer dieses Album kauft wird ja wohl Vol. 1 von 1975 bereits besitzen.
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am 4. Juli 2012
Warum Alice Cooper seine neueste Schöpfung an sein 75er Meisterwerk anlehnt, ist mir nicht ganz klar.
Dadurch macht er es dem Album nur unnötig schwer, da natürlich jeder die Vergleiche zum Original zieht und da kann WELCOME 2 MY NIGHTMARE nur scheitern. Aber ich muß sagen, N2 ist wirklich super geworden und ein enorme Steigerung zum nicht restlos überzeugenden Along Came A Spider von 2009.
Am meisten Freude bereitet mir die Rückkehr von Bob Ezrin als Produzent/Songwriter und die übrigen drei Ur-Mitglieder der Alice Cooper Band. Letztere sind an drei Songs beteiligt!
I AM MADE OF YOU verliert durch die Stimmverzerrung, macht das aber beim genialen Refrain und dem Gitarrensolo wieder mehr als wett! CAFFEINE ist ein Standard Rocker, der auch gut auf Eyes/Diamonds hätte sein können und leider nur Durchschnitt. THE NIGHTMARE RETURNS ist eine kurze Nummer, die aber gewaltig Atmosphäre besitzt! A RUNAWAY TRAIN ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber okay. LAST MAN ON EARTH ist eine richtig coole Nummer, auch wenn ich den Musikstil nicht einordnen kann! THE CONGREGATION mit Rob Zombie ist wieder ein gelungener Rocker aber I'LL BITE YOUR FACE OFF ist mein Highlight auf dem Silberling! Einfach nur genial! Mit DISCO BLOODBATH BOOGIE FEVER sind man sich fast schon in die "Blackout-Phase" des Coop versetzt, aber die Nummer nimmt enorm Fahrt auf und rockt am Ende ungemein! GHOULS GONE WILD ist wieder ein klassischer Cooper-Rocker...nicht mehr, nicht weniger. Die obligatorische Ballade SOMETHING TO REMEMBER ME BY ist anscheinend ein Überbleibsel aus den 70ern und so klingt das Lied auch. Kann man in eine Reihe mit I Never Cry, You & Me und How You Gonna See Me Now stellen. Das düstere WHEN HELL COMES HOME zeigt Alice sehr modern und das Teil groovt wie Sau! Was in bei WHAT BABY WANTS geritten hat, weiß ich jetzt nich so recht. Den Song hat er mit Ke$ha geschrieben und gesungen. Er ist nicht schlecht, wirkt aber auf diesem Album etwas deplaziert. I GOTTA GET OUTTA HERE ist ein super Lied, daß die CD perfekt abschliessen würde, aber Mr. Cooper hat noch ein Intrumental mit dem Titel THE UNDERTURE draufgepackt, das die Melodien von Nightmare 1 & 2 mixt. Ob es das wirklich gebraucht hat, sei jedem selber überlassen. Ich finde es überflüssig, genau wie die Coverversion von WE GOTTA GET OUT OF THIS PLACE.
Unterm Strich klingt Nightmare 2 für mich nicht nach einer Fortsetzung des Mega-Erfolgs, sondern mehr wie ein Querschnitt durch alle Schaffensphasen von Alice Cooper. Aber ein überaus gelungener!
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