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am 13. März 2017
Ich tu mich ehrlich gesagt immer ein bisschen schwer mit Inspektoren, die eine Psychomacke haben, da das aber bei den meisten der Fall ist, lasse ich immer die Geschichte entscheiden, ob ich am Ball bleibe und mehr als ein Buch einer Reihe lese. Hier ist das glaube ich der Fall. Auch wenn ich zunächst nicht viel anfangen konnte mit der gesteinigten Studentin, so passte diese Geschichte doch hervorragend in das politische Zeitgeschehen. In Zeiten der wachsenden Durchmischung der Bevölkerung, stellt sich die Frage in wie weit die islamische Gesetzgebung in den christlich geprägten Ländern angewandt werden darf. Und das nicht immer alles was nach Ehrenmord aussieht, auch gleich Ehrenmord sein muss. Die einfachste Antwort ist halt nicht immer die richtige Antwort. Von daher ist dieses Buch nicht bloß ein Krimi, sondern es zeigt nebenbei auch gleich die Probleme auf, denen wir uns in jüngster Zeit gegenübersehen. Die Integration von Andersgläubigen und die Vorbehalte, die unweigerlich entstehen, wenn man mit etwas Fremden konfrontiert wird. Juul hat sich meiner Meinung ganz gut geschlagen und ich mochte seine analytische Art sehr. Das Ende hat mich überrascht und das schaffen auch nicht alle Autoren.

Ein toller Krimi, der mich da abgeholt hat, wo ich war und der mich ein bisschen nachdenklich gestimmt hat, was außergewöhnlich ist, da ich Krimis sonst nur aus Vergnügen lese.
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am 27. Mai 2012
Thomas Enger kann sich mit "Sterblich" mühelos in die Reihe der großen skandiv. Krimi-Autoren einreihen. Skandinavische Gelassenheit, gepaart mit einer spannenden Story und glaubwürdigen Charakterdarstellungen. Alles was man braucht, um von einem guten Buch gefesselt zu werden. Spannung bis zum Schluß. Freue mich schon auf das nächste Buch von ihm.
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am 10. November 2012
Sterblich – Thomas Enger

Inhalt (Verlagsinfo)

Nach zwei Jahren Auszeit kehrt Henning Juul zurück an seinen alten Arbeitsplatz in der Online-Redaktion von 123nyheter. Bei einem Wohnungsbrand wurde er schwer verletzt. Die Narben zeichnen ihn bis heute. Doch noch schlimmer ist für ihn, nicht zu begreifen, wie der Brand entstehen konnte, dem sein kleiner Sohn zum Opfer fiel.

Henning bezweifelt, dass er jemals wieder der Alte sein wird – der Enthüllungsreporter mit bombensicherer Spürnase für das Böse, für den Bodensatz, für die gefährlichsten Stories. Doch seine Kollegen kennen kein Pardon und schicken ihn an seinem ersten Arbeitstag zu einer Pressekonferenz der Osloer Polizei. Auf dem Ekeberg wurde die Leiche einer 23-jährigen Studentin gefunden. Der Körper weist schreckliche Folterspuren auf – oder sind es die Folgen einer Strafe nach den Regeln der Scharia? Polizeiermittler und Journalisten glauben an einen Ehrenmord. Nur Hennings Instinkt sagt etwas anderes. Aber kann er sich darauf noch verlassen?

Kritik

Thomas Engers Werk „Sterblich“, ein nordischer Thriller wirkt überzeugend und bis ins Detail hoch konstruiert. Im Verlauf der Handlung, die sich durch abwechslungsreiche Ermittlungen und Wendungen nahezu perfekt auszeichnet kommt es auch zu einigen Überraschungen.

Der Autor der sich fast ausschließlich auf seine Figur „Henning Juul“ konzentriert, webt geschickt ein dichtes Netz aus Nebenhandlungen, den Ermittlungen und den traumatischen Erlebnissen seiner Hauptfigur. Gerade Henning Juul der nach zwei Jahren seine journalistische Tätigkeit wieder aufnimmt, ist im Grunde die einzige Person, die aus der bunten Masse heraussticht. Sein Unglück, der Verlust seines noch jungen Sohnes und seine persönlichen und noch lange nicht verarbeiteten Gedankengänge, lasten schwer auf seiner Seele. Henning Juul ist ein sympathischer Charakter, ein ruhiger, besonnener und analytischer Mensch, der genau weiß, wo er geradesteht, allerdings nicht unbedingt wo er hin will.

Dass ein Thriller quasi nicht nur von einem sympathischen Helden leben kann, ist klar und somit gibt es noch einige andere Figuren, die aber sehr eindimensional und eher blass konzipiert wirken. Auch als sekundäre Nebenfiguren immer wieder auftauchend wirken besonders die beiden Ermittler Brogeland und Kommissarin Sandland wie träger und überflüssiger Ballast.

Die Handlung an sich ist interessant, wenn man auch manchmal den Eindruck hat, dass der Autor seine Ideen überstrapaziert und es damit übertreibt. Sicherlich gibt es Überraschungselemente und die Unterhaltung stellt sich schnell ein, doch fehlt dem Thriller das gewisse Etwas, vielleicht ein wenig an Atmosphäre. Die Vergangenheit von Henning Juul wird immer wieder kurz angerissen und man ahnt, welche enorme Last und welche Vermutungen er trägt, die nur darauf warten sich Raum zu verschaffen. Es würde mich freuen, wenn Henning Juul in dem zweiten Band „Vergiftet“ über seinen Schatten springt und offensiver wird.

Fazit
Auch wenn dem Titel „Sterblich“ der Schwung etwas fehlt, so ist dieser Thriller doch unterhaltsam und spannend. Ich denke, dass der nächste Band des Autors, „Vergiftet“ die letzte Hürde überwinden muss um nachhaltig einen positiven Eindruck zu verschaffen.

Trotz inhaltlicher Schwachpunkte und blassen Figuren, entwickelt sich der Roman am Ende doch recht ordentlich und ebnet schon den Weg für den zweiten Band. Alleine schon der „Cliffhanger“ am Ende wird den gewünschten Effekt erzielen, dass auch hier der zweite Band in den Händen des Lesers zu finden sein wird.

Michael Sterzik
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am 4. Februar 2013
Ich glaube, ich werde mit diesem Autor nicht warm.
Nach dem 2. Buch um Henning Juul habe ich nun also auch das 1. gelesen, und komme wieder zu dem gleichen Schluss: gute Geschichte, aber nicht gut erzählt.

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, grausam ermordert, die erste Theorie, Ehrenmord, liegt nahe. Doch natürlich ist alles anders als gedacht und Juul, ein Journalist, der 2 Jahre nach einem Brand in seiner Wohnung und dem damit einhergehenden Tod seines kleinen Sohnes wieder beginnt zu arbeiten, löst den Fall.

Das Ganze wirkt mir zu konstruiert, es gibt einige Unstimmigkeiten und ein Erzählstrang erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht.

Die Charaktere bleiben bis auf Juul eher blass. Juul hingegen ist meiner Meinung nach gut gelungen, seine Ängste werden detailreich und authentisch dargestellt, seine (Schuld-)Gefühle bezüglich seines Sohnes sind ergreifend – sprachlich gesehen das einzig wirklich Schöne.

Vor allem am Anfang kam ich mir von der sexuellen Gier einiger Charaktere regelrecht erschlagen vor und wusste damit nicht viel anzufangen.
Insgesamt scheint der Autor gern mit Vorurteilen (gegen Ausländer, gegen Schwule, gegen Frauen, …) zu spielen, für mich leider oft zu plump.

Die Geschichte aber ist spannend, mit vielen überraschenden Wendungen. Mein Anfangsverdacht wurde erst erhärtet, nur um kurze Zeit später wieder entkräftet zu werden.

Auch dieser erste Band endet wieder mit einem fiesen Cliffhanger, Juuls eigene dramatische Geschichte zieht sich sicher durch alle Bände und ich bin sehr gespannt, wie sich am Ende alles aufklären wird.

Trotzdem leider nur 3 Sterne.
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am 26. Februar 2013
Eine junge Frau wird in einem Zelt gesteinigt aufgefunden, zudem wurde ihr eine Hand abgehackt. Während für die Polizei schnell klar scheint, dass es sich um einen Ehrenmord handeln muss, den der pakistanische Freund des Opfers begangen haben muss, lässt sich Journalist Henning Juul nicht von der einfachen Lösung überzeugen. Zuviel Widersprüche in dem Fall bringen ihn dazu, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei schleicht sich seine eigene Vergangenheit immer wieder in die Handlung, denn vor kurzer Zeit starb sein Sohn bei einem Wohnungsbrand, er selbst ist gezeichnet von den Brandnarben. Doch das hält ihn nicht davon ab, sich bei den Ermittlungen erneut in Gefahr zu bringen.
„Sterblich“ von Thomas Enger ist ein angenehm ruhiger und trotzdem hochspannender Krimi. Die Handlung lebt von den Reflexionen und Ermittlungen des Journalisten Juul, der Zusammenhänge erkennt, über die die Polizei oft unbewusst hinwegsieht. Gleichzeitig hat die Handlung viel Tiefgang und zeigt, dass die einfachen Lösungen oft falsch sind. Juul hinterfragt alle Ergebnisse der Polizei und muss sich gleichzeitig noch mit einem Kollegen herumschlagen, der mit seiner Exfrau zusammen ist, was dem ganzen eine leicht humoristische Note gibt.
Mir hat der erste Krimi von Thomas Enger großartig gefallen, der Autor hat einen tollen Stil und ich freue mich auf viele Fälle mit dem Journalisten Henning Juul.
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am 25. Oktober 2013
Vielen Dank an Natalie, die das Buch verkauft hat und mir so die Chance gab ihm ein neues Zuhause zu geben!

Inhaltsangabe:
Auf einem Berg von Oslo wird die halb verscharrte Leiche einer jungen Studentin gefunden. Alle Indizien weisen auf einen Ehrenmord hin. Doch der Journalist Henning Juul sieht mehr und beginnt zu recherchieren.

Meine Einschätzung:
Mehr will und kann ich nicht zum Inhalt schreiben, denn sonst würde ich zuviel verraten :) Nur so viel, ich bin froh, dass ich es noch geschafft habe das Buch heute zu beenden lach
Dies war mein erster Roman von Thomas Enger und ich muss gestehen, dass mich Henning Juul stark an Mikael Blomquist (von der Millenium Trilogie aus Stieg Larsons Trilogie) erinnerte. Zu Beginn des Buches lernt meinen einen gebrochenen, vom Leben gezeichneten HJ kennen – er ist noch jung und doch wirkt er vor seiner Zeit gealtert. Und doch lernt man im Laufe der Handlung den HJ kennen, wie er vor dem Tod seines Sohnes war – man erkennt in ihm den Bluthund, der auf einer Fährte ist.
Wirklich gut und natürlich ist er einem sofort sympathisch.

Der Schreibstil des Autors war fesselnd und die Wendungen in der Handlung nicht vorhersehbar und überraschend. Mit so mancher Enthüllung hatte ich nicht gerechnet – spitze! Auch schaffte es TE mich von der ersten Seite an in die Handlung zu ziehen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit nahm ich das Buch zur Hand um zu lesen – ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen!
Man glaubt zu wissen, was einen erwartet, aber man irrt sich – immer wieder! Unverhofft kommt oft …

Alles in Allem war „Sterblich“ ein lesereiches Abenteuer und ein wirklich solider Start einer Reihe, um einen wirklich sympathischen Journalisten. Ích bin schon jetzt auf weitere Bücher des Autors gespannt und werden ihn sicher in der Hinterhand halten :)

Mein Fazit:
Spannend und interessant bis zum Schluss. Lesenswert! 5 Sterne
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am 17. November 2013
Vor knapp zwei Jahren, im September 2007, verlor Henning Juul das wichtigste in seinem Leben. Bei einem Brand in seiner Wohnung starb sein kleiner Sohn Jonas, er selbst erlitt schwere Verbrennungen, die ihn entstellten. Auch sein Gesicht ist durch den Brand gezeichnet worden, er jedoch hat überlebt, im Gegensatz zu seinem Kind. Was jedoch am schwersten wiegt ist die Ungewissheit: Hat er das Feuer, in dem sein Kind zu Tode kam, selbst verursacht?

Es dauerte lange, bis Henning sich von seinen Verletzungen erholt hat, aber im Juni 2009 ist er soweit wieder hergestellt, dass er seiner Tätigkeit als Journalist wieder nachgehen kann. Sein Arbeitgeber [...] hat trotz seiner langen Auszeit an ihm festgehalten. Ein ruhiger Einstieg ist Henning jedoch nicht gegeben, denn sein Nachrichtenredakteur schickt ihn gleich zu einer Pressekonferenz. Eine junge Frau wurde tot in einem Zelt aufgefunden - allem Anschein nach wurde sie gesteinigt. Handelte es sich hierbei um einen sogenannten "Ehrenmord"?

Bei dem Opfer handelt es sich um die 23-jährige Studentin Henriette Hagerup und auch wenn alles nach einem Ehrenmord aussieht, glaubt Henning von Anfang an nicht an diese Theorie. Sein Spürsinn sagt ihm definitiv, dass mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Mit Hilfe einer "Quelle", von der Henning selbst nicht genau weiß, um wen es sich handelt, findet er tatsächlich heraus, dass es ein anderes Motiv geben muss. Aber wer hatte einen Grund, die überaus begabte junge Frau so grausam zu ermorden? Henning ermittelt auf eigene Faust und kommt dem Täter gefährlich nahe ...

Der 1. Band der Henning-Juul-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich bei dem Protagonisten nicht um einen typischen Helder bzw. Ermittler handelt, sondern um einen schwer traumatisierten Journalisten, der mit seinem Verlust nicht abschließen kann bzw. den die Zweifel fast zerfressen, ob er selbst Schuld an dem Unglück war, dass ihm das liebste auf der Welt genommen hat. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders gut gefallen hat, dass einige Figuren sich im Laufe des Buches als ganz anders herausstellen, als sie auf den ersten Blick sind. Diese Wandlungen sind dem Autor sehr gut gelungen. Mein Herz habe ich allerdings an den Journalisten mit dem gebrochenen Herzen verloren, der trotz seiner Zweifel und seines Verlustes, den Dingen auf den Grund geht, obwohl er es nicht vermag, das Rätsel um seinen eigenen Verlust zu lösen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich, wie nicht anders zu erwarten, mit den norwegischen Bezeichnungen einiger Orte so meine Liebe Not hatte und ich hätte mir an einigen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht. Dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr gelungenen Auftakt und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band der Reihe "Vergiftet", der sich zum Glück bereits in meinem Besitz befindet.
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am 30. September 2011
Thomas Engers Debüt Roman ''Sterblich'' ist der Beginn einer Reihe um den Online Journalisten Henning Juul, dem noch fünf Romane folgen sollen, deren Titel auf der Internetseite des Autors schon veröffentlicht sind. Dies lässt hoffen, dass er sich ein großes Ganzes ausgedacht hat und die Entwicklung des Titelhelden und einige angefangene Stränge in der Handlung weisen auch deutlich darauf hin.

Zunächst einmal werden wir tief in die Gedankenwelt des Journalisten Hennig Juul hineingezogen, der nach zwei Jahren wieder seinen ersten Arbeitstag hat, nachdem er bei einem Brand seinen Sohn verloren und selbst schwer verletzt wurde.
Noch immer traumatisiert von dem Brand, versucht er wieder ein normales Leben anzufangen, aber sein erster Blick beim Betreten eines jeden neuen Gebäudes geht zu den Feuermelden oder Brandlöschgeräten, in seiner eigenen Wohnung wechselt er manisch die Batterien der Feuermelder aus und wir ahnen schon, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt.

Aber Juul ist auch ein Top Journalist und gleich am ersten Arbeitstag bei einer Online Redaktion wird er mit einem brutalen Mord konfrontiert, eine Filmstudentin wurde gleichzeitig gesteinigt, ausgepeitscht und verstümmelt. Ausgerechnet mit dem neuen Freund seiner Ex-Frau, für die er immer noch einiges empfindet, muss er nun zusammen arbeiten, was ebenso demütigend ist, wie die Tatsache, dass eine ehemalige Praktikantin jetzt seine Chefin ist. Tapfer schluckt er alles herunter und schafft es dennoch aufgrund seines Instinkts und mit Hilfe eines mysteriösen Informanten aus den Reihen der Polizei, mit dem nur über das Internet Kontakt aufnimmt, den Täter ausfindig zu machen.

Trotz der Brutalität des Mordes, ergeht sich der Autor nicht in seitenlangen, detaillierten Beschreibungen, gewalttätige Szenen werden relativ dezent dargestellt, kein perverser Serientäter ist am Werk, es ist ein Krimi eher nach klassischem Strickmuster und ebensolchem Motiv.
Am Anfang gerät ein zu offensichtlich Verdächtiger ins Visier der Polizei, es geschehen weitere Morde, bald merkt man, dass mehrere Verbrechen miteinander verflochten sind und nachdem Hennig Juul die Stränge entwirrt hat, bietet die endgültig Auflösung angesichts der relativ beschränkten Zahl der beteiligten Personen durchaus noch eine Überraschung.

Ob die Arbeit eines Journalisten realistisch dargestellt wird, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sie kommt sehr authentisch und glaubwürdig herüber, etwas befremdlich hingegen fand ich dagegen die wenigen Passagen aus der Perspektive des ermittelnden Kommissars, dessen Gedanken nur darum zu kreisen scheinen, wie er seine attraktive Kollegin ins Bett bekommen könnte.

Thomas Enger versteht es Spannung durch klassische Ermittlungsarbeit, bedrohliche Situationen, Cliffhanger und sogar die eine oder andere Verfolgungsjagd zu erzeugen, ohne dass er eines dieser Stilmittel überstrapaziert, allerdings kann er auch nicht vermeiden, dass die inneren Monologe des Titelhelden die Spannung wieder ausbremsen und manchmal etwas langatmig sind.
Meine größten Schwierigkeiten hatte ich aber mit Hennig Juul selbst, der so von Unglück und Traurigkeit überschüttet, in seinem Leid baden muss, dass der Autor es mir schwer gemacht hat, etwas anderes außer Mitleid und Verständnis für Juul zu empfinden und ihn um seiner selbst willen zu mögen, obwohl natürlich an mehreren Stellen sein nobler Charakter offensichtlich wird, er überlässt zum Beispiel die Lorbeeren für seine Recherchen seinem Partner.

Am Ende bleiben einige Fragen offen, die genug Stoff für die weiteren Romane liefern und auch Henning Juul hat in seiner Trauerarbeit eine entscheidende Stufe genommen, so dass die Serie einiges an Potential zu bieten hat, das in dem Auftaktroman noch nicht völlig ausgeschöpft wurde, der trotzdem ein spannender und intelligenter Krimi geworden ist.
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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2011
Bei diesem Buch lohnt sich ein zweiter Blick. Ein sehr interessanter Ermittler und ein außergewöhnlicher Plot bestimmen den Beginn einer neue Krimiserie aus Oslo.

Auf einem Hügel in Oslo wird in einem Zelt eine bizzare Szene vorgefunden. Eine junge Frau ist bis zum Hals in der Erde eingegraben, man hat ihr eine Hand abgeschnitten und sie zu Tode gesteinigt. Wer tut so etwas und hat die Todesart etwas mit der Scharia zu tun. Die Ermordete, eine junge Studentin, hatte einen pakistanischen Freund.Hat sie ihn betrogen und wurde seinem Kulturkreis entsprechend bestraft?.Die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Journalist Henning Juul, der nach 2 Jahren Pause seinen Dienst wieder bei der Onelinezeitung 123nyheter antritt, beginnt zu recherchieren.

Dieser Krimi einer neuen skandinavischen Serie ,hat mir ausnehmend gut gefallen. Der Fall ist spannend und gut konstruiert und führt nicht nur Henning Juul immer wieder auf falsche Fährten, sondern ist so geschickt aufgebaut, dass alle Fäden am Ende zu einen einleuchtenden und überraschenden Ende führen. Der Journalist Henning Juul ist eine mehr als interessante Figur,der in diesem Roman auch noch viele Baustellen im privaten Bereich überwinden muss. Sein Sohn ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen, bei dem Juul schwer verletzt wurde.Seine Ehe ging darüber in die Brüche und nun muss er sich auf der Arbeit mit dem neuen Lover seiner Exfrau Nora herumschlagen, für die er immer noch Gefühle hegt.Juul ist ein eher introvertierter Typ,der seine Recherche höchstens mit seinem ehemaligen Klassenkammeraden Brogeland, der Polizist ist und an diesem Fall arbeitet, teilt.Er verhilft der Polizei zu wertvollen Informationen, die er auch z. T. seinem Internetinformanten verdankt, dessen Identität dem Leser nicht offenbart wird.
Die Geschichte beginnt gemächlich und steigert sich nach und nach,sodass man immer neugieriger wird,wie sich dieser Fall auflösen wird.Das Ende ist sehr überraschend und ich finde sehr gelungen.

Das Ende des Buches verspricht noch wenigstens einen weiteren Band , auf den ich mich jetzt schon freue.
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am 15. November 2011
Hier stimmt einfach das ganze Konzept. Das Buch ist spannend von Anfang bis zum Ende und die Stimme von Matthias Brandt macht das Hörbuch zu einem Erlebniss. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn dies der Anfang einer Serie is.
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