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Kundenrezensionen

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am 18. Mai 2014
Sehr gute Scheibe. Die eingespielten Sprechpassagen lassen die Titel ähnlich wie beim ASP-Schmetterlingszyklus miteinander verschmelzen. Die Stücke sind durchgängig hörbar und machen echt süchtig. Für Einsteiger oder leichte Gemüter ist diese Musik wahrscheinlich sehr depressionsfördernd. Ich bevorzuge jedoch etwas melanchonische Musik und werde von Diary of Dreams bestens bedient. Wobei es auch aufputschende und härtere Sequenzen gibt. Aber alles melodiös und die Texte, deutsche und englische, sind keine dummen Reimspielereien, wie kommerziell üblich.
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am 1. März 2014
Dieses Album blieb für mich massiv hinter dem zurück, was DoD für mich immer bedeutet hat. Nach (if), das ich auch schon nicht mehr ganz so großartig fand, wie gewohnt, war Ego:X eine herbe Enttäuschung. Es wirkte auf mich, als hätte die Tour mit dem Grafen grauenvolle Spuren hinterlassen. Einige gute Songs sind noch dabei, die ich aber auch nicht gezielt ansteuern würde, weil ich große Lust hätte, sie zu hören. Das Beste an dieser Scheibe sind die Interludes mit Martin Keßler, die häufig noch an das monumentale Werk heranreichen, das DoD früher am Fließband produziert hat (für mich ibs. "Freak Perfume" bis einschließlich "Nekrolog 43").

Schade, dass es so enden musste. Ich hätte mich gerne noch ein paar Jahre von Adrian Hates begleiten lassen, aber so nicht.
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am 6. September 2011
"Der Mensch zweifelt eher an seinem Verstand als an seiner Wahrnehmung."

Diesen Satz zu Herzen genommen, fällt es einem leichter, das Album für sich zu bewerten. Wer sich als Fan oder sogar "Fan der ersten Stunde" bezeichnet (als würde die erste Stunde der eigenen Meinung mehr Gewicht verleihen), kämpft mit sich in der Regel, wenn das Gehörte nicht den Effekt hat, den es haben sollte. Er zweifelt dann an seiner Wahrnehmung. Schließlich kann die Band nichts schlechtes produzieren. Aber steigert immer wieder wiederholtes Hören wirklich den Zugang oder gewöhnt man sich nur dran?

Ego:X ist für mich ein durchmischter Beutel Ideen. Manche gut, manche weniger ansprechend, aber als Gesamtkonzept leider nicht überzeugend.

Ich fange mit den Elementen an (Into X , Zeitgeist, Illusion, Stagnation, Angst, Resignation, Out of X). Hier liegen für mich die großen Stärken und die Schwächen des Albums. Während die erzeugten Stimmungen und die musikalische Finesse eines Herrn Hates hier deutlich zutage treten störe ich mich ein wenig an dem Synchronsprecher. Und nicht weil Martin Kessler vor allen Nicholas Cage und Vin Diesel eine deutsche Stimme verleiht. Das Problem mit dem "externen" Sprecher für den Charakter "X", der Abschied von seinem alten Leben nimmt, ist, dass dadurch die hier und da auftretenden Monologe in den Liedern (Mein-Eid, Weh:Mut) wie Störfaktoren wirken. Vor allem gegen Ende des Tracks "Weh:Mut" wundert man sich, warum Adrian Hates den Charakter "X" nicht selbst gesprochen hat oder seine eigenen Monologe strich.
Musikalisch fidne ich die Elemente exzellent. Hier wurde versucht, Bindeglieder zu vorherigen Alben mittels ähnlicher Samples und Stimmungen zu erzeugen. Was bleibt ist der Wunsch, dass aus diesen Elementen vollwertige Lieder gemacht würden. Meiner Meinung nach sind diese Elemente auf musikalischer Ebene auch viel kontrastreicher und spannender als die regulären Tracks.

Besonders hervorzuheben sind hier das Intro:X und Element 3: Stagnation. Beim Durchhören bin ich also einerseits ein wenig enttäuscht, dass die Elemente zu kurz sind und andererseits aus dem Fluss des Albums herausgerissen.

Nach dem großartigen Intro:X, das mehr verspricht, als das Album einlösen kann, kommen zwei sehr ähnlich klingende und getaktete Lieder, die leider ein wenig unspannend daher kommen (teilweise meint man auch, "King of Nowhere" vom letzten Album läuft noch irgendwo im Hintergrund).

Als nächstes Lied dann "Grey the Blue". Obwohl ein gutes Stück Diary-of-Dreams Musikarbeit, werde ich auch hier ein weiteres Mal das Gefühl nicht los, ein bereits bekanntes Lied neu gemixt präsentiert zu bekommen.

Ein Tiefpunkt ist für mich "Immerdar". Wenn spielende Kinder im Hintergrund unter Klavierklänge gelegt werden und Hates dazu "Es ist noch Hoffnung da/und wer weiß schon/vielleicht wirst du bald bei mir sein" singt, geht das für mich leider an die Schmerzgrenze. Es mag schön sein, dass der Sänger sich denkt, dass es Zeit für Nachwuchs ist, aber ich möchte das nicht mit dem Holzhammer eingebleut bekommen. Positiv zu erwähnen sind hier die kleinen Elektronikspielereien im Hintergrund, die ich mir leider nur wenige Male anhören konnte, da das Lied die bisher so geschätzte Ambilvalenz vermissen lässt. (Vergleiche zum Tourpartner Unheilig spare ich mir hier jedoch.)

Noch ein "Skip this" ist "Push Me (feat. Amelia Brightman)", die mit einer saccharinsüßen Stimme die neue Dallmayr-Werbung besingt. So könnte es zumindest sein, wenn da nicht der Text wäre "I find myself sinking".
Was sich die Macher hier bei gedacht haben, lässt sich mir nur damit erklären, dass Hates gern mit o.g. Künsterlin zusammen arbeiten wollte. Das Ganze geht aber in einem Wirbel aus Streichern, Klavier und aufgesetzter und schriller, langgezogener Vokale Verzweiflung unter.
Solche Experimente können spannend sein - ich empfinde es jedoch nicht als interessant. Wenn dies das vorherige Leben (oder evtl. eine Partnerin) des Charakters "X" repräsentieren soll, dann bin ich froh, dass er weiterzieht. Aber es macht die Motivation etwas schwächer, da ich mich nicht mehr gut mit ihm indentifizieren kann. Das klingt jetzt sehr nach einer Filmrezension, aber die Nähe zum Film (Synchronsprecher, Charaktergeschichte) ist hier von der Band wohl auch gewünscht.

"Echo in Me (X-Version)" ist einer der wenigen Tracks, die mich überzeugen. Der Gesang ist dynamisch - mal flehend, mal selbstsicher. Auch die Mischung englischer und deutscher Sprache macht hier noch extra was wett.
Der Track läutet auch das stärkere Ende des Albums ein. "Mein-Eid" und vor allem "Splinter" sind exzellente Tracks. Auch das erweiterte Instrumentarium kommt hier sehr gut und erinnert positiv an "Mind over Matter" des Vorgängers.

"Fateful Decoy" bringe ich gemischte Gefühle gegenüber. Einerseits wirkt es streckenweise ein wenig zu dick aufgetragen und aufgesetzt, andererseits ist es von der Atmosphäre ganz stimmig.
Manchmal fehlt mir auch der Kontrast beispielsweise eines "alLone" (Nekrolog 43).

"Weh:Mut" wirkte auf mich anfangs wie ein gescheiterter Versuch, an das brilliante "the Valley" heran zu kommen. Aber der Song hat durchaus seine eigenen Qualitäten. Vor allem merkt man hier, wie Hates' eigene Stimme mit dem des Protagonisten "X" konkurriert.

In der Extended Version gibt es noch einweiteres neues Lied namens "The Return". Das ist keine B-Ware, sondern rechtfertigt alleine schon den Kauf dieser Edition. Im Gesamtkontext wirkt das Lied zwar wie ein halber Nachsatz, aber für sich genommen ist es ein kleines Juwel. Die Instrumentierung reicht von Klavier über ein von mir nicht zu bestimmendes Seitenintrument zu E-Gitarren.

Fazit: Ego:X ist Hit-or-miss, was es im Gesamten zu Hit-and-miss macht (deshalb nur 2 Sterne). Es gibt ein paar sehr starke Lieder und einige schwache. Dazu noch ein paar Totalausfälle. Und das Ganze wird in einer von Monologen zerfaserten Art und Weise präsentiert. Dieses Verhäötnis macht Ego:X für mich zu einem eher schwachen Album.
An einigen Stellen wirkt es ein wenig zu aufgesetzt (im Vergleich zu "Nektrolog 43") melancholisch und gegen Ende hin zieht es sich etwas in die Länge.
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am 1. September 2011
Leider habe ich Diary Of Dreams erst dank Unheilig kennengelernt, als DoD dort als Vorband aufgespielt haben. Zwar hatte ich den einen oder anderen Song bereits angehört, aber wurde bis dato noch nicht wirklich überzeugt. Live jedoch hat mich die Band dann zu einem neuen Fan gemacht. Von da an wuchs natürlich das Interesse. Nun liegt das neue Werk der Band vor mir - bzw. eigentlich nur noch im Player, denn ich würde dieses Album gerne "Meisterwerk" nennen. Ein Vorrezensent schrieb, dass sich die Band stark am Einfluss von Unheilig orientieren würde um auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Das lässt sich immer leicht behaupten. Ich weiß es nicht.
Das Album eröffnet direkt mit dem besten Song "Undividable", der relativ rockig, mit eingängiger Melodie und Ohrwurmtext daher kommt. Bleibt auf jeden Fall hängen und ich finde diesen Song schon typisch für DoD. Vergleichbar etwa mit "King Of Nowhere". Die Elemente, die die Songs voneinander trennen beinhalten tolle Texte, die wirklich zum Nachdenken anregen und perfekt mit den Songs selbst harmonieren. Beim ersten hören, dachte ich nach den ersten Songs immer "...geil!" - bis zum Song "Push Me" der mit Amelia Brightman aufgenommen wurde. Der Song ist relativ langweilig und meiner Meinung nach passt Amelias Stimme nicht wirklich in das Konzept des Albums. Mit "Splinter" ist ein weiterer DoD-typischer Song auf Ego:X vertreten. Auf diesem Album sind Songs, wie sie ausschließlich von Adrian Hates gesungen werden können und wirklich unnachahmlich sind. Hier sticht ganz besonders die großartige Ballade "Immerdar" hervor.
Alles in Allem ist dieses Album einfach großartig und ich bin gespannt welche Songs es in die Live-Atmosphäre schaffen. Dort werden sie sicherlich noch weiter aufgewertet.
Hörtipps: Undividable, Immerdar, Lebenslang, Mein-Eid
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am 20. Juli 2012
...am anfang hatte ich auch so meine zweifel an dem album, es hat lange nicht gezündet.
Dann, nach ein paar monaten im schrank (also das album, nicht ich) hörte ich es mir nochmal an, laß dazu im booklet und siehe da, es wurde ein MeisterWerk!!
Die "erzählphasen" passen perfekt rein. Natürlich kein album für eine sommerstrandparty.
Gebt dem album zeit und ruhe...irgendwann, plötzlich ...wird es auch euch mitreißen!!
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am 27. August 2011
auch ich bin seit den ersten Stunden und Veröffentlichungen der Band dabei und habe auch dieses Album sehnsüchtig erwartet.
Ich muß sagen, dass ich die Stimme von M. Keßler nicht wirklch mag, aber die Texte an sich passen inhaltlich wunderbar zum Album und ergänzen und komplettieren es - wenn man es als Ganzes durchhört (was hier wirklich empfehlenswert und sinnvoll ist)
Manche Textpassagen finde ich so derart passend und treffend, dass es schon fast weh tut "Zeit heilt keine Wunden, sie lehrt uns nur mit Ihnen zu leben"
Auch der Text des "Element 2: Illusion" trifft bei mir absolut den Nerv und voll ins Schwarze.
Anfangs, bei "Undividible" und "Lebenslang" hatte ich noch den Eindruck, dass es zu "glatt" und eingängig werden könnte. Diese beiden Lieder erinnern mich stark an "King of Nowhere" und plätschern etwas.
Bei "immerdar" bin ich jedoch emotional unheimlich angesprochen worden - hier entsteht für mich das alte Traumtänzer-Feeling...Gänsehaut ;-)
mit Miss Brightman hatte ich beim ersten Hören auch noch Schwierigkeiten, nach mehrmaligem Hören ergibt sich jedoch eine wirklich schöne Komposition.
Weitere Highlights für mich: "Grey the Blue" und ganz groß: "Fateful Decoy"
Mit "Echo in me" hab ich hier leider auch mein No-Go gefunden, aber damit kann man in der Gesamteinheit des Albums leben.
Nachdem ich das Ganze nun mehrfach gehört habe muß ich sagen: Feine Sache - man muß dem Ganzen nur eine Chance geben.
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am 16. September 2011
Diary of Dreams - Ego:X
Adrian Hates lud Martin Keßler, seineszeichens Synchronstimme von Nicholas Cage und Vin Diesel, dazu ein die Gestalt X zu sprechen. Keßler spricht X in vollkommener Ergänzung des Vin Diesel Charakters Riddick. Die Stücke Into X, Element1:Zeitgeist, Element2:Illusion, Element3:Stagnation, Element4:Angst, Element5:Resignation, Out of X. Düster, kalt und pathetisches Anklagen. Damit sind 5 von 17 Stücken schon mal ganz dem konzeptionellem Rahmen des Albums vorbehalten und, strengen mich schon an. Ich hab so mein Problem mit dieser Wahl. DoD waren mal eine unglaublich gute Dark Wave Band, ich huldige immer noch dem tieftraurigem Überalbum End of Flowers und dieser kalte Pathos passt nur bedingt zur melancholischen Grundstimmung, die besonders Adrian Hates Stimme durch jedes Album trägt. Doch DoD spielen schon lange keinen so richtigen Dark Wave mehr. Sie wandeln auf Synth Rock und Futrure Pop Pfaden und richteten sich dort ganz gut ein. Titel wie the Curse, Traumtänzer, O'Brother Sleep, Giftraum wurden Schwarze Szene Club Klassiker und entweder man aktzeptiert diese neuen DoD oder man hört auf sie zu hören. Diese Entscheidung sei sodenn wohl jedem selbst überlassen, wer aber nach nunmehr mehr als 10 Jahren denkt Hates würde doch noch zu alten Wurzeln zurückkehren, wird wiedereinst eines besseren belehrt. Im Gegenteil, Diary of Dreams wirken noch etwas abgepasster, etwas stromlinienförmiger. Ganz so als seien viele der Titel auf die schwarze Tanzfläche zugeschnitten.
Dramatisch schlagen bei Undividable, dass stellenweise an die Liveversionen von 'the Curse' erinnert, die Streicher in E-Gitarren und sehr gerade 4/4Beats, dem ersten richtigen Song auf dem Album. Auch 'Lebenslang' nimmt diese Elemente auf und formiert sie neu, dabei erinnert Hates Gesang an in den Strohpen an 'Traumtänzer'. Die Ballade 'Immerdar' klingt ein wenig nach Unheilig mit einem über Klavier gesetztem Sprechgesang, eine unschöne Assoziation die auch schon bei 'Lebenslang' aufblitzte. In Push Me tritt Amelia Brightman von Violet ins Duet mit Herrn Hates und liefert einen der experimentelleren Titel des Albums, sicherlich ist besonders diese Nummer Geschmackssache, der helle Klang ihrer Stimme und die Fragmentiert wirkende Musik zerstören den Titel fast - für mich ein echtes Highlight auf dem sonst eher poporientiertem Album. Echo In Me ist ein weiteres tanzflächentaugliches Stück ein paar härter angeschlagene Gitarren im Refrain und wieder diese Erinnerung an 'the Curse' im Songaufbau. Mein-Eid hingegen ist wieder nah bei Traumtänzer. Splinter sticht sodann wieder etwas aus dem sehr geradem Album heraus und baut eine bedrohlich aggressive Stimmung auf die sich zum Ende hin in einer merkwürdigen 'Erleichterung' löst(ich kann es leider kaum anders beschreiben). Fateful Decoy ist erneut eine dramatisch aufbauende Ballade, die sich immer weiter steigert. Im fast abschließendem Weh:Mut spricht Hates selbst einen Monolog ein.

Im Endeffekt ist Auffällig, dass DoD sich weiter in Selbstrezitation ergehen. Die Hits Traumtänzer und the Curse lassen sich all zu oft erahnen. Der Mut zum- oder die Freude am Experiment scheint bei DoD weiter abgenommen zu haben und so wirkt das Album insgesamt zunehmend auf die Tanzfläche geschrieben. Das für sich wäre kein Problem, wozu jedoch die elende Selbstrezitation herhalten muss hätte ich doch ganz gern gewusst. Alles in Allem OK, mehr aber dann auch wieder nicht.
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am 2. Oktober 2011
irgendwie geht es mir ähnlich wie denjenigen, die hier bereits das Werk etwas kritischer betrachtet haben.
So wirklich warm werd ich mit dem Silberling nicht.
Nicht, dass es ein schlechter Longplayer wäre, aber es steht immerhin Diary of Dreams auf dem guten Stück und
da hat man als altgedienter Fan doch so seine Erwartungen und die Scheibe muss sich mit so manchem anderen Meisterwerk vergleichen lassen, welches ebenfalls diesen Namen trägt.

Genau hier liegt aber das Problem für mich. Irgendwie ist das insgesamt nicht mehr das Diary of Dreams, das ich so liebe. Zu glatt, zu viele Fremdeinflüsse. Es fehlen Ecken und Kannten, es fehlt die unterschwellige Agressivität bei dem ein oder anderen Song. Alles plätschert so ein bisschen vor sich hin. Es gibt kaum einen Song mit wirklichem Wow-Effekt. Außer vielleicht Push me - hier jedoch leider im negativen Sinne. Dieser Titel könnte schlicht von einer anderen Band sein und ist für mich schlicht deplaziert. Die anderen echten Sangs klingen zwar schon nach Diary aber irgendwie alles ein bisschen weichgespült.
Die sieben gesprochenen Stücke sind zwar ganz interessant aber in dieser Form ist mir das zuviel auf einem Album. Weniger wäre hier mehr gewesen. Dann hätte es mich vermutlich auch nicht gestört, dass Adrian die Titel nicht selbst gesprochen hat.
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am 6. September 2011
Die ersten Minuten, die ich mit dieser CD verbrachte, erinnerten mich sehr stark an "Pitch Black ' Planet der Finsternis" Riddicks Einführungs-Monolog. Merkwürdigerweise scheinen sich ja Riddick und Ego-X im Charakter sehr zu ähneln. Jedenfalls kommt mir das so vor, denn irgenwie weiss keiner der Protagonisten so richtig wo er denn hin will und wo er steht. Irgenwo zwischen Gut und Böse.

Das Album ist wie gewohnt sehr ruhig gehalten.Knallige Dancefloor-Kracher sucht man hier vergebens. Doch wenn man auf ruhig und nachdenklich steht sind un waren DOD erste Wahl. "Immerda" stellt das sehr eindrucksvoll da und ist eins der Höhepukte auf dem Album. Was ich nur etwas störend finde ist, dass man Martin Kessler etwas zu viel in das Album eingebracht hat. Das "zerschneidet" meiner Meinung nach die Stimmung etwas zwischen den Songs. Weniger ist da oftmals Mehr. Sonst schleicht sich das Gefühl ein Hörbuch eingelgt zu haben ein. Ansonsten musikalisch wie textlich absulute Klasse und eine Kaufempfelung wert!
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am 1. Oktober 2011
Diary of Dreams gehören zu den wenigen Bands, die es bisher geschafft haben über einen langen Zeitraum trotz regelmäßigen Veröffentlichungen keine Totalausfälle zu produzieren und mich mit jedem Album auf's neue begeistern konnten. Auch wenn sich hie und da etwas Abnutzungserscheinungen erkennen ließen ("Freak Perfume", "Nekrolog 43"), schaffte es Bandgründer Adrian Hates mit seiner Musik immer, mich in eine eigene Welt zu versetzen. Seine große Stärke liegt darin, begnadete Melodien zu kreieren und diese in einen düster athmosphärischen Sound einzubetten.

Doch mit dem neuen Album ist das leider nicht mehr so. Die sieben gesprochenen Stücke glänzen zwar mit interessanten musikalischen Ideen, sind aber eben keine richtigen Songs (zumal Mr. Hates nicht selber spricht, so daß ich mich sehr an E Nomine erinnert fühle).

Die gesungenen Tracks dagegen sind zum Großteil sehr beliebig ausgefallen ("Lebenslang", "Mein-Eid", "Grey ist the blue", "Weh:Mut"). Ohne großen Höhepunkt ziehen sie an einem vorbei. Auch "Undividable" oder "Push me", die wenigstens mit einer flotten Melodie glänzen, kommen sehr glatt poliert daher. Nur "Echo in me" und "Splinter" sorgen etwas für Abwechslung, sind aber leider auch keine kompositorischen Höhepunkte. Und der Schmachtfetzen "Immerdar" verleitet zum schnellen Skippen.

Trotz allem ist "Ego:X" kein schlechtes Album. Es ist gut produziert, hat ein schlüssiges Konzept und mit den Songs spricht es die breite Masse an. Mir scheint es aber, als ob der gute Adrian etwas zu sehr auf das Unheilig-Publikum schielt. Das ist sein gutes Recht und der Erfolg sei ihm auch sehr gegönnt, doch ich persönlich hoffe, daß er zukünftig wieder mit mehr Ecken und Kanten komponiert und er beim nächsten Mal (wenn die Unheilig-Blase geplatzt ist) ein weiteres Meisterwerk wie "One of 18 Angels", "Nigredo" oder "End of Flowers" veröffentlicht, mit dem er mich dann wieder in andere Welten entführt.
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