Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
47
4,1 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:17,99 €+ 5,00 € Versandkosten


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. November 2016
Absoluter Kultfilm der 60`er Jahre in englischer Originalfassung. Ein Modefotograf macht Fotos in einem Park und entdeckt später beim entwickeln eine Leiche auf den Fotos. Spannend inszeniert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2016
Ein Fotograf macht Aufnahmen im Park. Beim Vergrößern und Aufhängen der Bilder erkennt er, dass er unfreiwillig Zeuge eines Mordes wurde. Er begibt sich auf Spurensuche und damit auch in Gefahr.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2008
Bei der Betrachung dieses Filmes spielt die Betrachtungsart eine grosse Rolle. Wer versucht sich rein als Zuschauer in den Film hineinzuversetzen geht häufig verloren. Zwischenszenen die manchmal nicht verständlich sind lassen häufig darauf schließen, dass sie erstellt worden sind die Spielzeit zu füllen.

Aus fotografischer Sicht ist der Film auch eine ironische Darstellung des Fotografenberufes zu dieser Zeit. Die scheinbar männliche Stärke die komplette Macht zu haben über das Leben und trotzdem frei zu sein hat zu dieser Zeit viele Leute ermuntert auch Fotografen zu werden.

Der Trugschluss zwischen Schein und Sein und die verstrickte Geschichte lassen jedoch zum Denken animieten. Auch hierdurch wird der sonst so starke Charakter in eine nachdenkliche und unsichere Situation gedrängt.

Weiterhin bietet der Film viel Interprätationspielraum und macht Ihn trotz der manchmal schleppenden Atomosphäre zu einen ansehbaren Film.

Es kommt aldo drauf an, was man sehen will.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2015
Top! Kann ich nichts neues zu schreiben; ist schon alles ausgiebig besprochen und analysiert -oder nicht? Vielleicht nicht auf der ichstrukturellen Ebene, aber dazu hab ich gerade keine Lust.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hier heißt es nicht "Wer war der Mörder?" sondern "Gibt es einen Mord?" Denn als der Photograph Thomas seinen spontan in einem Park entstandenen Film entwickelt, glaubt er eine Geschichte zu sehen. Ein Mann und eine Frau spielen verliebt miteinander. Dann verschwindet der Mann, die Frau reagiert merkwürdig - mit einem schwer zu durchschauenden, vielleicht suchenden Gesichtsausdruck. Und am Ende, versteckt im dunklen Hintergrund eines Bildes, findet sich eine Leiche.

Dass hinter dieser Photostory auch etwas Wirklichkeit steckt, vermittelt sich nicht über die Bilder. Erst muss die Frau wieder auftauchen und die Herausgabe des Films verlangen, erst dann wird klar, dass hier wirklich ein Verbrechen passiert ist. Doch über die Tatsache eines toten Menschen hinaus bleiben die Hintergründe völlig unklar. Und so geht es in Blow Up auch nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Frage, was eigentlich wirklich ist und was nicht.

Und so sind die vielleicht stärksten Episoden des Films die, die scheinbar nichts mit der Handlung zu tun haben. So leben fast alle Menschen in Thomas Welt im schönen Schein. Beziehungen, Jobs, Machtverhältnisse haben etwas Unwirkliches. Eine junge Jane Birkin kommt mit einer Freundin in das Studio des Photographen, es kommt zu einem One-Night-Stand. Aber am Ende sind eigentlich alle betrogen. Der Nachwuchs wird kalt abgefertigt und darf doch nicht Modell werden. Aber auch Thomas ist nicht zufrieden, hat schlechte Laune und begibt sich wieder auf die Suche nach scheinbar wichtigem - auf jedem Fall aber nach etwas anderem. Eine ähnliche Szene mit einem auch aus der Wirklichkeit bekannten Modell (Veruschka) transportiert zu Beginn eine ähnliche Botschaft: Eine Photosession endet fast schon als Sex mit der Kamera, die Sprüche von Thomas könnten auch im Schlafzimmer fallen - aber dann ist wieder alles vorbei, alles kalt und unpersönlich. Das Modell zieht sich wieder an, und die Welt sieht wieder anders aus.

Als die Frau aus dem Park zu Beginn in dem Photostudio auftauscht, bietet auch sie sich Thomas an. Aber auch das ist nur eine Finte, Sex kann genauso Illusion sein wie Liebe. Am Ende ist auch noch der rätselhafte Film mit der grobkörnigen Vergrößerung der Leiche verschwunden. Was ist nun wirklich passiert?

Zugegeben, der Film verliert sich manchmal selbst in der Schönheit seiner Bilder, ohne immer sagen zu können, welche Substanz, also welche Aussage wirklich dahinter steckt. So sehen wir schöne Bilder aus den Randbezirken Londons in den 60er Jahren, erhalten Einblick in den Aufbruch einer neuen, jungen Generation, sehen schöne Autos, Menschen und Einrichtungsgegenstände. Hat der Film eine klare Botschaft? Nein, nicht wirklich, aber vielleicht würde auch gerade das nicht zum oben beschriebenen Thema passen. Was den Film aber auf jeden Fall rettet, sind die großartigen Schauspielerleistungen. Insbesondere Thomas als scheinbar leidenschaftsloser Photograph und Beobachter ist brillant dargestellt.

Zuletzt: Eine weitere Hauptrolle spielt in diesem Film die Musik und - man glaubt es kaum - auch die Stille, die Abwesenheit von Musik und manchmal auch von allen Geräuschen. Selten habe ich einen Film erlebt, in dem die Tonspur so unauffällig, so leise dem Film doch einen prägenden Stempel verpasst hat.

Ein Erlebnis.
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hier heißt es nicht "Wer war der Mörder?" sondern "Gibt es einen Mord?" Denn als der Photograph Thomas seinen spontan in einem Park entstandenen Film entwickelt, glaubt er eine Geschichte zu sehen. Ein Mann und eine Frau spielen verliebt miteinander. Dann verschwindet der Mann, die Frau reagiert merkwürdig - mit einem schwer zu durchschauenden, vielleicht suchenden Gesichtsausdruck. Und am Ende, versteckt im dunklen Hintergrund eines Bildes, findet sich eine Leiche.

Dass hinter dieser Photostory auch etwas Wirklichkeit steckt, vermittelt sich nicht über die Bilder. Erst muss die Frau wieder auftauchen und die Herausgabe des Films verlangen, erst dann wird klar, dass hier wirklich ein Verbrechen passiert ist. Doch über die Tatsache eines toten Menschen hinaus bleiben die Hintergründe völlig unklar. Und so geht es in Blow Up auch nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Frage, was eigentlich wirklich ist und was nicht.

Und so sind die vielleicht stärksten Episoden des Films die, die scheinbar nichts mit der Handlung zu tun haben. So leben fast alle Menschen in Thomas Welt im schönen Schein. Beziehungen, Jobs, Machtverhältnisse haben etwas Unwirkliches. Eine junge Jane Birkin kommt mit einer Freundin in das Studio des Photographen, es kommt zu einem One-Night-Stand. Aber am Ende sind eigentlich alle betrogen. Der Nachwuchs wird kalt abgefertigt und darf doch nicht Modell werden. Aber auch Thomas ist nicht zufrieden, hat schlechte Laune und begibt sich wieder auf die Suche nach scheinbar wichtigem - auf jedem Fall aber nach etwas anderem. Eine ähnliche Szene mit einem auch aus der Wirklichkeit bekannten Modell (Veruschka) transportiert zu Beginn eine ähnliche Botschaft: Eine Photosession endet fast schon als Sex mit der Kamera, die Sprüche von Thomas könnten auch im Schlafzimmer fallen - aber dann ist wieder alles vorbei, alles kalt und unpersönlich. Das Modell zieht sich wieder an, und die Welt sieht wieder anders aus.

Als die Frau aus dem Park zu Beginn in dem Photostudio auftauscht, bietet auch sie sich Thomas an. Aber auch das ist nur eine Finte, Sex kann genauso Illusion sein wie Liebe. Am Ende ist auch noch der rätselhafte Film mit der grobkörnigen Vergrößerung der Leiche verschwunden. Was ist nun wirklich passiert?

Zugegeben, der Film verliert sich manchmal selbst in der Schönheit seiner Bilder, ohne immer sagen zu können, welche Substanz, also welche Aussage wirklich dahinter steckt. So sehen wir schöne Bilder aus den Randbezirken Londons in den 60er Jahren, erhalten Einblick in den Aufbruch einer neuen, jungen Generation, sehen schöne Autos, Menschen und Einrichtungsgegenstände. Hat der Film eine klare Botschaft? Nein, nicht wirklich, aber vielleicht würde auch gerade das nicht zum oben beschriebenen Thema passen. Was den Film aber auf jeden Fall rettet, sind die großartigen Schauspielerleistungen. Insbesondere Thomas als scheinbar leidenschaftsloser Photograph und Beobachter ist brillant dargestellt.

Zuletzt: Eine weitere Hauptrolle spielt in diesem Film die Musik und - man glaubt es kaum - auch die Stille, die Abwesenheit von Musik und manchmal auch von allen Geräuschen. Selten habe ich einen Film erlebt, in dem die Tonspur so unauffällig, so leise dem Film doch einen prägenden Stempel verpasst hat.

Ein Erlebnis.
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 23. Juni 2017
[Da Amazon mal wieder sinnlos Rezensionen zu unterschiedlichen Produkten mischt, weise ich sicherheitshalber auf Folgendes hin: Mein Text bezieht sich allein auf die deutsche DVD, die von Warner Home Video im Jahre 2004 herausgebracht wurde.]

»Blow-Up« von Michelangelo Antonioni (1912-2007) ist einer der Schlüsselfilme des europäischen Kinos der Nachkriegsjahrzehnte. Dabei ist er ein merkwürdiges Zwitterwesen: einerseits Arthouse-Kino, andererseits eine aufwändige Studioproduktion (Carlo Ponti produzierte für die MGM). Es wurde Antonionis einziger kommerzieller Erfolg, wozu die Marketing-Kompetenz und die Vertriebsmöglichkeiten eines Großstudios sicherlich maßgeblich beigetragen haben.

Hinzu kommt allerdings noch etwas anders: Der Film galt rasch als ›Skandalfilm‹. Er spielt im sogenannten ›Swinging London‹, womit der Normalbürger jener Jahre Frivolität und Sittenlosigkeit assoziierte. Und der Film lieferte Belege: Eine Foto-Session, die wie ein Geschlechtsakt inszeniert ist, Toben mit nackten jungen Mädchen, Marihuana-Rauchen und eine wilde Party, die Sex und Drogen vereint. Man ging in Antonionis »Blow-Up« wie man zuvor in Bergmans »Schweigen« gegangen war: wegen der ›schmutzigen Szenen‹, über die man sich hinterher notfalls nach Kräften empören konnte …

Insofern Antonioni in »Blow-Up« Bilder vom Swinging London liefert, hat der Film heute nur noch dokumentarischen Wert. Das Swinging London ist eine Welt von gestern, die sich überlebt hat und heute eher zum Lächeln reizt. Aber Antonionis eigentliches Thema ist nicht das London der 1960er Jahre, obschon die explosionsartige Entwicklung in den Bereichen Popkultur, Lifestyle und politischem Engagement erkennbar ihren Reiz auf ihn ausgeübt hat.

Im Zentrum des Films steht ein von David Hemmings gespielter namenloser Fotograf. Die Nähe zwischen Fotografie und Film erlaubt es, in dem Fotografen auch eine Art Stellvertreterfigur des Filmemachers zu sehen. Insofern ist »Blow-Up« auch eine Selbstreflexion des Filmemachens. Der Fotograf ist ein Repräsentant des Neuen und steht zumindest für einen maßgeblichen Teil der Kultur der Swinging Sixties.

Doch sympathisch kann man den Fotografen kaum nennen: Er ist egozentrisch und zynisch im Umgang mit anderen. Dazu kommt, dass seine Interessen von einer extremen Flüchtigkeit sind. Er bemüht sich, ja kämpft um Gegenstände und Menschen, aber lässt alles sofort wieder fallen. Nichts scheint ihm wirklich ernst, alles ist bloß oberflächlicher Reiz – zumindest am Beginn des Films. Sein Verhältnis zur Welt kommt in seiner Profession zum Ausdruck: Der Blick durch den Sucher der Kamera will sich die Welt gefügig machen. Der Fotograf kontrolliert, ohne selbst kontrolliert zu werden. Er ist distanziert und nicht engagiert.

Aber dieses Weltverhältnis wird im Verlauf der Filmerzählung erschüttert und brüchig. Der Fotograf trifft auf eine Frau, die er nicht beherrschen kann. Und er fotografiert etwas, von dem sich herausstellt, dass es sich seinem (fotografischen) Zugriff systematisch entzieht. Umgekehrt wird für ihn spürbar, dass er sich mit seiner Einstellung vom Leben abgeschnitten hat.

Ist Antonioni aber nun ein Kritiker des modernen Lebens, der allein eine Verlustrechnung aufmacht? Im Unterschied etwa zu Fellini hat Antonioni keine nostalgischen Intentionen. Wo das Alte auftaucht (etwa im Antiquitätenladen), wirkt es nicht anziehend, sondern geradezu abstoßend. Bei Antonioni scheint es eher so zu sein, dass er ein Diagnostiker des Übergangs mit Blick nach vorn ist. Menschen wie der Fotograf haben noch keine angemessene Art gefunden, eine Zukunft zu bewohnen, die sich vom Alten befreit hat. Eine alternative Lebensform deutet die eigenartige Gruppe junger Pantomimen an, deren Auftreten Antonioni an signifikanten Stellen, nämlich ganz am Beginn und ganz am Schluss des Films, platziert hat.

Auf der DVD liegt der Film in einer passablen Form vor. Nichtsdestoweniger fragt man sich, warum von diesem Klassiker bislang keine restaurierte Fassung in HD-Qualität (und auf Blu-ray) produziert wurde. »Blow-Up« ist nun wirklich alles andere als ein Produkt für die hinterste Arthouse-Nische.

Der Audio-Kommentar des Filmwissenschaftlers Peter Brunette, der eine maßgebliche Antonioni-Monografie (Cambridge University Press, 1998) vorgelegt hat, ist im Übrigen sehr hilfreich, und zwar insbesondere dort, wo es um die historische Einordnung unterschiedlicher Aspekte des Films geht.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hier heißt es nicht "Wer war der Mörder?" sondern "Gibt es einen Mord?" Denn als der Photograph Thomas seinen spontan in einem Park entstandenen Film entwickelt, glaubt er eine Geschichte zu sehen. Ein Mann und eine Frau spielen verliebt miteinander. Dann verschwindet der Mann, die Frau reagiert merkwürdig - mit einem schwer zu durchschauenden, vielleicht suchenden Gesichtsausdruck. Und am Ende, versteckt im dunklen Hintergrund eines Bildes, findet sich eine Leiche.

Dass hinter dieser Photostory auch etwas Wirklichkeit steckt, vermittelt sich nicht über die Bilder. Erst muss die Frau wieder auftauchen und die Herausgabe des Films verlangen, erst dann wird klar, dass hier wirklich ein Verbrechen passiert ist. Doch über die Tatsache eines toten Menschen hinaus bleiben die Hintergründe völlig unklar. Und so geht es in Blow Up auch nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um die Frage, was eigentlich wirklich ist und was nicht.

Und so sind die vielleicht stärksten Episoden des Films die, die scheinbar nichts mit der Handlung zu tun haben. So leben fast alle Menschen in Thomas Welt im schönen Schein. Beziehungen, Jobs, Machtverhältnisse haben etwas Unwirkliches. Eine junge Jane Birkin kommt mit einer Freundin in das Studio des Photographen, es kommt zu einem One-Night-Stand. Aber am Ende sind eigentlich alle betrogen. Der Nachwuchs wird kalt abgefertigt und darf doch nicht Modell werden. Aber auch Thomas ist nicht zufrieden, hat schlechte Laune und begibt sich wieder auf die Suche nach scheinbar wichtigem - auf jedem Fall aber nach etwas anderem. Eine ähnliche Szene mit einem auch aus der Wirklichkeit bekannten Modell (Veruschka) transportiert zu Beginn eine ähnliche Botschaft: Eine Photosession endet fast schon als Sex mit der Kamera, die Sprüche von Thomas könnten auch im Schlafzimmer fallen - aber dann ist wieder alles vorbei, alles kalt und unpersönlich. Das Modell zieht sich wieder an, und die Welt sieht wieder anders aus.

Als die Frau aus dem Park zu Beginn in dem Photostudio auftauscht, bietet auch sie sich Thomas an. Aber auch das ist nur eine Finte, Sex kann genauso Illusion sein wie Liebe. Am Ende ist auch noch der rätselhafte Film mit der grobkörnigen Vergrößerung der Leiche verschwunden. Was ist nun wirklich passiert?

Zugegeben, der Film verliert sich manchmal selbst in der Schönheit seiner Bilder, ohne immer sagen zu können, welche Substanz, also welche Aussage wirklich dahinter steckt. So sehen wir schöne Bilder aus den Randbezirken Londons in den 60er Jahren, erhalten Einblick in den Aufbruch einer neuen, jungen Generation, sehen schöne Autos, Menschen und Einrichtungsgegenstände. Hat der Film eine klare Botschaft? Nein, nicht wirklich, aber vielleicht würde auch gerade das nicht zum oben beschriebenen Thema passen. Was den Film aber auf jeden Fall rettet, sind die großartigen Schauspielerleistungen. Insbesondere Thomas als scheinbar leidenschaftsloser Photograph und Beobachter ist brillant dargestellt.

Zuletzt: Eine weitere Hauptrolle spielt in diesem Film die Musik und - man glaubt es kaum - auch die Stille, die Abwesenheit von Musik und manchmal auch von allen Geräuschen. Selten habe ich einen Film erlebt, in dem die Tonspur so unauffällig, so leise dem Film doch einen prägenden Stempel verpasst hat.

Ein Erlebnis.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 20. Oktober 2009
Kaum ein Film gibt das Lebensgefühl der Sixties so authentisch wieder, wie Blow-Up. Doch das ist leider auch sein Problem, denn insgesamt wirkt der Film extrem zeitgebunden: die Handlung ist verworren, um nicht zu sagen intellektuell überhöht (Kunst halt), mitunter betont mysteriös, manchmal fast psychedelisch.

Allerdings hat er durchaus auch seine Höhepunkte. Dazu zählen für mich der attraktive junge David Hemmings als Fotograf und die junge Vanessa Redgrave, ferner die sehr entspannten, wenngleich auch recht harmlosen Sexszenen zwischen Fotograf und Models. Zu erwähnen sind gleichfalls die Kurzauftritte von Veruschka Gräfin Lehndorff und Jane Birkin. Für Musikliebhaber dürfte ein Highlight des Films in der kurzen Szene mit den Yardbirds bestehen, in der Jeff Beck stilecht seine Gitarre zertrümmert (so wie es damals wohl regelmäßig von Pete Townshend von The Who vorgeführt wurde) und bei der Jimmy Page (die Led Zeppelin-Legende) an der zweiten Gitarre zu sehen ist. Klassisch auch die darauf folgende Szene: Der durch das nächtliche London irrende und sich eher zufällig im Konzert befindende Fotograf (David Hemmings) fängt den von Jeff Beck achtlos ins Publikum geworfenen Gitarrenhals eher unfreiwillig auf, woraufhin er sich gegen die echten Fans, die an dem Andenken wirklich interessiert sind, erwehren muss. Endlich den Verfolgern entkommen, wirft er einen Blick auf den abgebrochenen Gitarrenhals in seinen Händen, um ihn daraufhin frustriert in einen Hauseingang zu werfen. Dort wird er noch einmal von einem Obdachlosen aufgegriffen, der ihn aber gleichfalls achtlos wegwirft, da der Gegenstand zerstört und somit für ihn ohne jeden Wert ist.

Für Sixties-Fans ist der Film sicherlich ein Muss, auf alle anderen dürfte er heute eher ziemlich langweilig wirken.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2009
Ein Klassiker wegen seiner Genialität und ein Denkmal für eine vergangene Epoche.
Durch Vergrößerungen (Blow up) entdeckt der Modefotograf (David Hemmings) eine Leiche im Gebüsch. Die ganz junge Vanessa Redgrave legte hier den Grundstein für ihre Weltkarriere. So freizügig wird sie sich nie wieder vor der Kamera zeigen, ebenso wie Jane Birkin. Außerdem erlebt man das farbenprächtige Swinging London der sechziger Jahre mit Beatkeller und angesagter Rockband. Es ist dieses grenzenlos lebbare Gefühl von Freizügigkeit, Spontaneität und Hedonismus.
Aber im Grunde geht es Antonioni hier um die Darstellung von Schein und Wirklichkeit. Sieht man nur, was man will oder nur das wirklich Offensichtliche?!
Die Antwort gibt das legendäre Tennis Match am Ende, das mit seiner Auflösung immer noch Raum für Diskussionen bietet.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

14,82 €
8,47 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken