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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Lucia di Lammermoor
Format: Audio CD|Ändern
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TOP 1000 REZENSENTam 8. Oktober 2011
Die Lucia di Lammermoor ist eine der Donizetti-Opern, die sich immer im Repertoire gehalten hat. Das liegt vor allem an der musikalischen Gestaltung der Titelrolle, insbesondere der großen Wahnsinnsszene der Lucia, die der Sängerin jede Möglichkeit gibt, ihre technischen Fähigkeiten ebenso wie ihre Ausdrucksfähigkeit voll auszuspielen.

Joan Sutherland hat diese Rolle so häufig gesungen wie kaum eine andere, galt gerade in dieser Partie als legitime Nachfolgerin der Callas. Das mag auch erklären, dass sie die Lucia innerhalb von 10 Jahren zweimal aufgenommen hat, 1961 unter Leitung von John Pritchard und dann noch einmal 1971 unter Leitung ihres Ehemannes Richard Bonynge mit großer Starbesetzung.

Dass ich die erste Aufnahme vorziehe, liegt vor allem an Sutherland selbst: '61 sang sie die Rolle sehr ausdrucksvoll und intensiv, mit einem zarten Jungmädchen-Timbre, bewegend zerbrechlich und entrückt in der Wahnsinnsszene. In der zweiten Aufnahme ist sie mehr Virtuosin und Primadonna, legt ihren Schwerpunkt mehr auf die Verzierungen und deren Varianten als auf den Ausdruck. Vor allem aber hat ihre Stimme inzwischen einen deutlich erwachseneren, älteren Klang, ihr charakteristisches Timbre ist deutlich stärker ausgeprägt. Das passt nicht so gut zur Rolle des jungen Mädchens Lucia. Um nicht missverstanden zu werden: Sutherland singt hier weder ausdruckslos noch klingt sie alt. Nur war sie selbst eben in der ersten Aufnahme noch besser.

Ihr Partner in der neueren Aufnahme ist der junge Luciano Pavarotti, der den Edgardo sehr temperamentvoll und exaltiert singt. Auch hier hat m. E. die alte Aufnahme die Nase vorn: Renato Cioni hat zwar nicht Pavarottis strahlend metallisches Timbre, singt dafür die Rolle eleganter und stilsicherer.

Bei der dritten Hauptrolle dagegen, Lucias Bruder Enrico, hat die neue Aufnahme die Nase vorn: Der junge Sherill Milnes singt technisch feiner als der ansonsten gleichwertige Robert Merrill in der '61er Aufnahme.

Die beiden Bässe - der metallisch sonore Nicolai Ghiaurov hier, der väterliche Cesare Siepi da - sind beide erstklassig.

Der Dirigent Richard Bonynge war nicht nur Ehemann der Primadonna, sondern ein ausgesprochener Belcanto-Spezialist. Im Vergleich zu John Pritchard dirigiert er temperamentvoller, strukturierter, spannender.

Fazit: Wer nicht vor allem auf die großen Namen schaut, wird mit der älteren Lucia noch glücklicher werden als mit dieser trotz aller Kritik sorgfältig produzierten, guten Aufnahme.
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am 7. Dezember 2015
Die Lucia war eine der Paradepartien von Joan Sutherland. Das sie sie wirklich in vollkommen in ihrer Stimme hatte, beweist sie in dieser hochkarätigen Einspielung, die Anfang der 70er unter der Leitung von Richard Bonynge entstand. Künstlerisch wertvoll ist aber nicht nur ihr virtuoser Vortrag sondern auch die restliche prominente Besetzung, die hält, was die Namen versprechen. Luciano Pavarotti ist ein exzellent singender Edgardo, das Duett mit Edgardo (hervorragend auch: Sherril Milnes) hat man selten so aufregend und gut gesungen gehört. Auch Nikolai Ghiaurov verleiht mit balsamischem Bass dem Raimondo die entsprechende gestalterische Tiefe. Auch die kleineren Partien kommen ohne einen einzigen Ausfall daher. Bonynge zelebriert als ausgewiesener Belcantospezialist den Orchesterklang und lässt die Partitur dramatisch mit feinsten Abstufungen daherkommen. Bis heute hat diese Aufnahme ihre Gültigkeit nicht verloren.
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