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am 20. April 2017
spannend geschrieben,Herr Pötzsch schreibt wunderbar! lese alle Folgen gern , bitte machen Sie weiter so. Ich bin gespannt wie es weitergeht
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am 12. September 2010
Ich liebe Oliver Pötzsch's Romane und je mehr Bücher er schreibt, desto besser wird er. Die Figuren werden so lebhaft und schillernd dargestellt, das man meint, sie gut zu kennen. Wunderbare Romane, der 3. Teil der Hammer. Bitte, bitte noch mehr davon.
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am 5. Dezember 2016
Was für ein Roman!
Normalerweise bin ich umso enttäuschter desto mehr Fortsetzungen es gibt; kommt doch kaum eine an den ersten Teil heran. Aber der dritte Teil der Henkerstochter ist überragend: spannend, kurios und absolut kopfkinotauglich! Es gibt interessante Figuren und Regensburg ist so liebevoll und detailreich beschrieben, dass das nächste Ziel unseres Städtetrips feststeht. Gäbe es mehr Sterne, ich hätte sie vergeben. Lesen!
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am 10. Februar 2011
Der Schongauer Henker Jakob Kuisl hat sich auf den Weg nach Regensburg gemacht. Er hat einen Brief von seiner Schwester erhalten, die hier mit ihrem Mann, einem Bader lebt. Kuisl Schwester bittet ihren Bruder um Hilfe, da sie krank ist.
In Regensburg angekommen wird der Henker erst einmal verhaftet. Nach seiner Entlassung geht Jakob Kuisl auf direktem Wege zu seiner Schwester. Dort angekommen erwartet ihn eine böse Überraschung. Seine Schwester und ihr Mann sind tot, wie es aussieht ermordet. Genau in diesem Augenblick erscheint auch noch die Wache und nimmt Jakob wegen Mordes an seiner Schwester und deren Mann fest und bringt ihn anschließend in das Gefängnis. Während Jakob Kuisl auf die Folter wartet, macht er sich Gedanken, wer ihm wohl die Falle gestellt hat. Und ganz langsam geht ihm ein Licht auf, die Geister der Vergangenheit haben ihn eingeholt...

Währenddessen sind Magdalena, die Tochter des Henkers und ihr Freund, der Medicus Simon Fronwieser, auf dem Weg nach Regensburg. Hier hoffen sie, ein gemeinsames Leben beginnen zu können. Doch kaum angekommen erfahren sie was mit Magdalenas Vater passiert ist. Simon und Magdalena beschließen gemeinsam zu ermitteln. Bei ihrer Suche nach dem wahren Täter machen die beiden Bekanntschaft mit dem König der Bettler. Dieser verspricht ihnen zu helfen, doch Magdalena und Simon müssen schnell feststellen, dass sie mitten in ein Ränkespiel von Rache, Intrigen, Lügen und Macht geraten sind. Und den beiden bleibt nicht viel Zeit, denn Henker Jakob Kuisl muss in die Folterkammer...

'Die Henkerstocher und der König der Bettler' ist nun bereits der dritte Teile der Henkerstocher-Saga aus der Feder von Oliver Pötzsch. Beim audio media verlag ist die dazu gehörige Hörbuchfassung erschienen. Gelesen wird dieser historische Roman von Sprecher Michael Fritz.
Die Hörbuchfassung ist gekürzt, allerdings genau an den richtigen Stellen, so verliert man nicht den Überblick und man kann dem Geschehen problemlos folgen. Dieses Hörbuch ist voll dichter Atmosphäre, gespickt mit hervorragenden Ausführungen der beklemmenden Ereignisse rund um die Vergangenheit des Henkers Jakob Kuisl und den aktuellen Ereignissen vor Ort in Regensburg.

Die Geschichte wird von Sprecher Michael Fritz hervorragend vorgetragen. Hinzu kommt sein passender Dialekt, welcher die Geschichte noch viel interessanter macht. Seine Betonungen sind an den richtigen Stellen und dadurch lassen sich alle vorkommenden Charaktere auseinander halten.
Die Handlung ist rasant und lässt dem Lauscher kaum Zeit zum Nachdenken, die Geschehnisse sind sehr dicht aneinander gereiht.

'Die Henkerstochter und der König der Bettler' ist ein brillantes Hörbuch, das Spannung bis zur letzten Minute verspricht. Oliver Pötzsch beherrscht es, seine Leser an die Geschichte zu fesseln. Zusammen mit Michael Fritz ergibt das eine perfekte Kombination im Hörbuchbereich!

Das Cover und die CD's sind sehr schön gestaltet und passen gut zum Inhalt.
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am 30. August 2010
Nachdem ich die ersten beiden Bücher schon nach kürzester Zeit durch hatte, habe ich mich wirklich über die Neuigkeit gefreut, dass ein dritter Band in Arbeit ist. Nur, muss das immer so lange dauern? ;)

Oliver Pötzsch hat sich meiner Meinung nach um Einiges gesteigert.
Der Haupthandlungsstrang ist um einige Nebenhandlungen ergänzt worden, aber so, dass nie das Gefühl von Durcheinander aufkam. Man bekommt regelrecht Lust darauf selbst ein bisschen Detektiv zu spielen und überlegt sich alle möglichen Täter und Szenarien - in der Hoffnung, am Ende richtig zu liegen.

Obwohl ich in Bayern/Franken wohne, habe ich Regensburg noch nie besucht, was ich demnächst ändern werde. Das Buch hat Lust auf diese geschichtsträchtige Stadt gemacht. Der Autor beschreibt jedes Detail so liebevoll, so dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Bei jedem Satz, bei jedem Wort spielen sich kleine Szenen im Kopf ab und wenn man Filmregisseur wäre, hätte man schon genügend Ideen und Kulissen parat. Selten gibt es Bücher in die man so eintauchen kann.

Das Buch legt man bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Ich hatte es überall dabei - bei jeder Autofahrt, in jedem Zimmer meines Zuhauses - und abends wurde der Fernseher zu gunsten des Buches abgeschaltet.

Ich bin auch dafür, dass man die ersten zwei Bücher unbedingt vorher lesen sollte, denn erst mit diesen Büchern lernt man Magdalena, Simon und Jakob sowie die ganze Umgebung kennen und lieben. Gerne kann Herr Pötzsch so weiter schreiben, ich würde jedes Buch davon verschlingen.

Was ich übrigens auch noch toll finde, das ist die Tatsache, dass das Buch in deutscher Sprache geschrieben wurde und sich somit ohne Übersetzungsfehler etc. flüssig und verständlich lesen lässt. Rechtschreibfehler gibt es so gut wie keine.

Über den Inhalt ansich möchte ich nichts weiter schreiben, da ich der Meinung bin, dass in der Zusammenfassung alles gesagt wurde, um zu wissen, um was es geht und alles darüberhinaus nur als Spoiler dienen würde.

Einfach kaufen, lesen und eintauchen in die Welt der Kuisls, von Regensburg und der damaligen Zeit...
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am 10. Januar 2014
Habe ich als Geschenk weitergegeben. Bisher habe ich keine negative Rückäußerung erhalten, aber auch keine euphorischen Zustimmungsbekundungen gehört! Hat scheint's gefallen
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am 29. Juli 2016
Die Beschreibung konzentriert sich auf alle Bände der Reihe, deswegen erspare ich mir einzelne Kurzbeschreibungen. Eher baue ich diese in die allgemeine Bewertung mit ein.

Band 1 Die Henkerstochter (516 Seiten)
Band 2 Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (532 Seiten)
Band 3 Die Henkerstochter und der König der Bettler (596 Seiten)
Band 4 Der Hexer und die Henkerstochter (619 Seiten)
Band 5 Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (720 Seiten)
Band 6 Die Henkerstochter und das Spiel des Todes (656 Seiten)

Die Charaktere der Familie Kuisl sind nachweisliche Vorfahren des Autors, also durchaus Protagonisten mit historischem Charakter auch, wenn die Geschichten fiktiv sind. Dennoch finden sich in jedem einzelnen Band damalige Gepflogenheiten, Mythen und Lebensumstände wieder.

Der Henker, Jakob Kuisl: Tritt das Erbe seines Vaters in Schongau als Henker an, nachdem er vom Krieg als Soldat zurückgekehrt ist. Als Henker ist er nicht nur für das Rädern, Hängen und Köpfen und die peinliche Befragung der Beschuldigten zuständig, sondern besitzt auch die Gabe der Heilung von Krankheiten und Wunden. Eine Henkersfamilie galt als Ehrlose. Und so müssen sich alle Familienmitglieder immer wieder aufs Neue behaupten. Jakob ist ein brummeliger aber durchaus sympathischer Mann, dem der Job des Henkers durchaus nicht leicht fällt. Warum sonst, braucht es ein größeres Besäufnis vor seinen Vollstreckungen? Seine Frau Anna Kuisl ist ihm in solchen Zeiten eine große Stütze und führt ihren Gatten so gut wie es geht wieder ins aktuelle Geschehen zurück. Nicht immer ist Jakob von der Schuld der Gepeinigten überzeugt. Hat die Hebamme wirklich die kleinen Buben und Mädchen auf bestialische Weise umgebracht, weil sie eine Hexe ist? Wer hat den Pfarrer in der Lorenzkirche vergiftet und was hat ein Templerschatz damit zu tun? Wer hat Jakobs Schwester und dessen Schwager auf dem Gewissen? Was hat es mit den unheimlichen Automaten auf sich, die Frater Vrigilius erschaffen hat? Und treibt in Bamberg, dem Wohnort Jakob Kuisls Bruder wirklich ein Werwolf sein Unwesen? Warum werden in Oberammergau bei den Proben zu den Passionsspielen zu Pfingsten Hauptdarsteller ermordet?

Zusammen mit seiner selbstbewussten und der typischen Kusil-Sturheit geborenen erwachsenen Tochter Magdalena, die es als Tochter eines Scharfrichters nie leicht hat und ihrer großen Liebe, dem Medicus Simon Fronwieser, stolpert Jakob von einem Kriminalfall zum Nächsten. Immer den Aberglauben und die Politik sowie der Macht der Kirche der damaligen Zeit im Nacken! Doch mit Hilfe seiner beiden Begleiter, dem zwar tollpatschigen, eitlen Simon, der durchaus ein schlauer Fuchs sein kann, wenn es drauf ankommt und auch seiner Tochter, die sich durch Nichts und Niemandem in ihrem Vorhaben aufhalten lässt, gelingt ihm doch immer wieder die Aufklärung der sehr gut gesponnenen Fälle. Magdalene hat zudem noch zwei weitere Geschwister. Die Zwillinge Barbara und Georg.

Die Charaktere wachsen Einem schnell ans Herz. Man verfolgt von Buch zu Buch gerne die persönlichen Entwicklungen. Der Autor schafft es, eine spannende Atmosphäre auf zu bauen und diese auch zu erhalten. Am meisten beeindruckt bin ich von der guten Recherchearbeit von Oliver Pötzsch. Man lernt das damalige Leben authentisch kennen und lernt viel Geschichtliches über die einzelnen Orte des Geschehens. Die Geschichten sind so umfangreich gestaltet, dass man immer wieder neue Überraschungen erlebt. Wer dann noch Ambitionen zur damaligen Medizin hat, wird voll auf seine Kosten kommen. Ein tolles Lesevergnügen, dass ich allen Freunden historischer Romane nur ans Herz legen kann.
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am 26. November 2012
Es handelt sich um den dritten Roman um die Familie der Kuisls und zum dritten Mal ist es Oliver Pötsch gelungen, ein sehr anschauliches Bild des Lebens im 17. Jahrhundert zu schildern. Der Roman selbst ist von Anfang an nervenzerreißend spannend. Scheinbar gänzlich nebenbei erfährt man als Leser viele historische Details, die allesamt sehr gut recherchiert sind. Wer nach der Lektüre noch immer "die gute alte Zeit" verklärt, dem kann offenbar nicht mehr geholfen werden. Besonders positiv sind die gut gezeichneten Charaktere des Romans. Am besten hat mir der originelle, bierbrauende Mönch gefallen. Aber auch der König der Bettler und der italienische Gesandte sind sehr detailliert gezeichnet.

Über den Inhalt des Romans möchte ich nicht viel berichten: Dem Henker Jakob Kuisl wird in Regensburg eine verhängnissvolle Falle gestellt und nach Folter durch seinen Regensburger Henker-Kollegen droht ihm als vermeintlich bestialischem Mörder eine äußerst grausame Hinrichtung. Mit Hilfe seiner Tochter und ihrem Verehrer Simon sowie einer Vielzahl weiterer Personen nimmt die ganze Angelegenheit nach vielen Irrungen und Wirrungen aber ihr gutes Ende und Jakob Kuisl kann buchstäblich seinen Hals aus der Schlinge ziehen. Der Roman ist von Anfang an spannend und birgt zahlreiche Wendungen. Trotz allem haben mir drei Sachen nicht gefallen:

- Rettungen der Hauptfiguren in buchstäblich letzter Sekunde erfahren eine inflationäre Häufung. Daran leidet nicht nur die Glaubwürdigkeit des Ganzen, sondern es wird schon etwas vorhersehbar.
- An manchen Stellen wirkt die Figur Jakob Kuisls etwas überzeichnet. Ich fand es nicht glaubwürdig, dass er auch in Momenten höchster Gefahr seiner Tochter immer wieder droht, ihr den Hosenboden zu versohlen und ähnliches. Das erinnerte mich schon fast an einfältige Szenen aus dem Komödienstadel.
- Auch die Naivität der sonst so schlauen Hauptfiguren erscheint oft nicht nachvollziehbar. So stürzen sie sich trotz gerade überstandener Gefahr immer wieder aufs Erneute in Situationen, von denen abzusehen, dass sie unweigerlich wieder in Gefangenschaft geraten.

In der Summe ergibt sich ein Punktabzug von 3 mal 0,5 Sternen - aufgrund des von Oliver Plötsch dem Roman nachgestellten sehr liebevollen Reiseführers durch Regensburg runde ich aber mehr als gerne auf 4 Sterne auf.
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am 21. August 2012
Auch im dritten historischen Roman von Oliver Pötzsch: „Die Henkerstochter und der König der Bettler“ geht es rasant und spannend zu, diesmal allerdings, muss Jakob Kuisl sich seiner Vergangenheit stellen und erfährt selbst was die Qualen der Folter einen Mann antun können.

Inhalt

Wir befinden uns im Jahr 1662, zwei Jahre später nach dem Ereignissen in „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“. Der junge Medicus Simon Fronwieser und die Tochter des Schongauer Henkers Jakob Kuisl, Magdalena sind ein Paar. Doch die verliebte Verbindung der beiden jungen Menschen ist nicht gerne gesehen und findet im Verborgenen statt. Magdalena gilt als ehrlos, auch wenn sie zusammen mit einer Hebamme in Schongau arbeitet und das tägliche Leid der Schongauer Bürger behandelt. Unter deren Augen ist Magdalena eine zu tabuisierende Person, die in „Unehrlichkeit“, als eine Henkerstochter geboren wurde. Ihr Freund Simon Fronwieser ist ein talentierter aber unausgebildeter Medicus, der sich ständig mit seinem Vater, den in Schongau ansässigen Arzt überwirft. Trotzdem verbindet Simon und dem Henker Jakob Kuisl, eine tiefe und respektvolle Freundschaft.

Nach einem Vorfall bei einem bekannten Ratsherrn, hat Magdalena gestrichen die Nase voll und verliert die Geduld mit den Schongauer Bürgern die ihr mit Hass und Feindlichkeit begegnen, so das in der Nacht die Situation fast eskaliert. Jakob Kuisl kann seiner Tochter in der gefährlichen Situation nicht zur Seite stehen, da sich dieser auf die Reise nach Regensburg aufgemacht hat um seiner Schwester Lisbeth zu helfen die schwer erkrankt sein soll.

Die Reise nach Regensburg ist auf dem Floß ein gefährliches Abenteuer und nur mit Hilfe von Jakob Kuisl erreicht das wackelige Floß die Reichsstadt Regensburg. Auf dem Floß folgt dem Henker ein Blick voller Hass den Jakob Kuisl sich nicht erklären kann: Woher kennt er den Mann? Hat er diesen schon einmal folter oder aus der Stadt peitschen müssen?

Es scheint wie verflucht zu sein. Kuisl wird von den Stadtwachen vor den Toren der Stadt Regensburg provoziert und sieht sich wenig später im Gefängnis wieder, allerdings wird er schon nach einer Nacht entlassen und macht sich zum Badehaus seiner Schwester und deren Mannes auf. Dort findet er die beiden mit durchgeschnittener Kehle im Badezuber vor. Wie bestellt tauchen urplötzlich die städtischen Büttel auf und verhaften den Schongauer Henker und bezichtigen ihn des Mordes.

Jakob Kuisl der immer und immer wieder seine Unschuld beteuert macht sich mit seinem Sturschädel nicht gerade beliebt und vor dem Rat der Stadt gelingt es ihm nicht die Herren von Regensburg von seiner Unschuld zu überzeugen. In einer peinlichen Befragung soll sein Geständnis erzwungen werden. Der erfahrene Regensburger Henker Teuber zeigt nun seinen inhaftierten Kollegen die fürchterlichen Folterwerkzeuge, die Jakob selbst bald spüren soll: Streckbank, Stachelwalze, Seilzug und Daumenschrauben. Zwar kann Jakob Kuisl seinen Kollegen davon überzeugen, dass es einige Ungereimtheiten bei diesem brutalen Mord gibt, der ihn zur Last gehalten wird, doch muß der Regensburger Henker den Auftrag des Rates folge leisten und die Folter an Kuisl beginnt.

Kuisl ist sich sicher, dass alles eine perfekt inszenierte Falle gewesen ist, und das jemand persönlich aus welchen Gründen auch immer, den Henker sterben sehen möchte.

Inzwischen in Schongau entschließt sich die Henkerstochter Magdalana und ihr Liebster Simon der Stadt Schongau den Rücken zu kehren, die ihr nur mit Hass und nun auch mit Gewalt begegnen. In Regensburg möchte das junge Paar in einer gewissen Anonymität von vorne anfangen und ihr Liebe zusammen ausleben. Als die beiden in Regensburg ankommen, erfahren sie schnell von dem Monster Jakob Kuisl der seine eigene Schwester brutal umgebracht hat und nun unter den Händen des Henkers, seine Tat gestehen soll.

Magdalena und Simon geraten schnell in eine städtische Intrige und haben nur die letzte Möglichkeit ihr Schicksal in die Hände des Bettlerkönigs zu legen um Jakob Kuisl zu befreien, doch auch dieser hat seine eigenen Interessen die durchsetzen möchte.

Kritik

Es wird nun sehr persönlich für den Henker Jakob Kuisl und seiner Familie. Aber auch Simon Fronwieser, der immer wieder nicht einer Meinung mit seinen in Selbstmitleid badenden Vater ist, muss sein Leben und damit auch seine Ziele neu finden.

Der Autor Oliver Pötzsch schleudert seinen Verwandten Jakob Kuisl in die Konfrontation seiner Vergangenheit und diese hätte er am liebsten aus seinen Leben gestrichen. Im großen Krieg (1618-1648) war Jakob Kuisl Soldat, ein Offizier einer Bande von brutalen Schlächtern die gemordet, vergewaltigt und geplündert haben, wo sie nur konnten. Und so erfährt der Leser viel über die Vergangenheit des brummigen Henkers, der es immer gut verstanden hat, seine Vergangenheit nicht erklären zu müssen. Auch die Vergangenheit seiner Ehefrau die er über alles liebt bekommt nun eine vervollständigte, runde Erklärung.

Erzählt wird dieser historische Roman in zwei Handlungssträngen, mit natürlich der entsprechenden Perspektive der Protagonisten. Jakob Kuisl der inhaftiert und unter Folter einen Ausweg sucht, und Magdalena und Simon, die unterdessen unter Zeitdruck einen Weg finden müssen, die Intrige aufzuklären um Jakob Kuisl zu befreien.

Beide Parts sind ungemein spannend, aber hauptsächlich wird sich der Leser auf das Schicksal des Henkers konzentrieren, der nun mit seinem eigenen Beruf konfrontiert wird, allerdings auf der Seite des hilflosen Opfers auf dem die Tortur wartet und er nur seinen starken Willen, als Waffe einzusetzen vermag. Hier zeigt Jakob Kuisl auch ganz andere Aspekte seiner Charakters, alleine in der Dunkelheit seiner Zelle, kommen die Schatten seiner Vergangenheit näher und diesmal muß sich der stattliche Henker sich ihnen stellen. Auch unter der Folter wird ihm klar, dass man ihn brechen kann und er weiß nicht, wann der Zeitpunkt kommen wird. So stark und bärbeißig er in den letzten beiden Romanen auftrat, so schwach und vor allem verletzlich, auch psychisch gesehen zeigt sich nun das andere menschliche Gesicht des Henkers.

Ganz nebenbei vermag es der Autor, noch einen vielschichtigen und realistischen Blick in dieses Jahrhundert zu werfen. Politik, soziale Strukturen der Gesellschaft und nicht zuletzt ermöglicht es der Autor den Leser zu zeigen wie interessant und aber auch wie schwer es die Bevölkerung hatte und welchen tägliche Gefahren sie ausgesetzt war.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in Regensburg, und das so erzählt der Autor im Nachwort, ist seine Liebeserklärung an die Stadt und er beschreibt so einige Sehenswürdigkeiten und Orte dieser schönen Bayrischen Stadt, die eine bewegte Geschichte hat. Oliver Pötzsch erzählt in seinem Rundgang mehr über die Orte die Magdalena und Simon zwangläufig passieren, was bei den anderen Leser der vielleicht selbst in Regensburg oder Umgebung ansässig ist, einige geschichtliche Wissenslücken schließen wird.

Durchweg ist der vorliegende, dritte Teil „Der Henkerstochter“, der intensivste was durch die persönlichen Erlebnisse der Protagonisten erklärbar ist. Spannend und abwechslungsreich sind die Erlebnisse der Protagonisten und die sind vielseitig formuliert, so dass der Leser den Wendungen und Irrungen zwar gut folgen kann, doch einige Überraschungen den Lesespaß gut zu fördern wissen.

Ein großer Minuspunkt stellt die städtische Intrige da, diese ist so haarsträubend das man sich als Leser doch am Ende etwas ärgern muss. Unrealistischer kann es gar nimmer sein, und nach der Auflösung war ich doch ein wenig enttäuscht. Doch diesen Cliffhanger umschifft Oliver Pötzsch am Ende doch noch, denn wie gesagt: Manchmal ist eine „Ende“ doch nur ein neuer „Anfang“ und der Leser wird sich auf den vierten Teil freuen, denn das Ende gibt so viel Potential das man doch zu gerne wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.

Fazit

Der stärkste, intensivste und zugleich sensibelste Teil um die Abenteuer der Kuisl. Historie kann spannend sein, wenn Oliver Pötzsch sie be – und schreibt. Fabelhafte Unterhaltung die überzeugt, Spannung die in sich aufbaut und Charaktere in denen man sich wiederfindet. Bravo Oliver Pötzsch.

Michael Sterzik
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am 25. Februar 2014
Der Klappentext:

Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube.
Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht.
Quelle: [...]
Der Autor:

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.
Quelle: [...]

Die Rezension:

Gelesen und rezensiert von unclethom

Nach dem ersten Band der Henkerstochtertrilogie war ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band. Noch spannender, noch besser als der erste ist der hier vorliegende zweite Band.
Wie gewohnt plastisch beschreibt der Autor die Schauplätze und Protagonisten seines Buches. Es erscheint einem als wäre man mitten im Buch, anstatt nur dabei.
Dem Autor ist es wieder einmal gelungen mich sehr früh im Buch abzuholen und zu fesseln. Schon auf den ersten Seiten ging es recht spannend los und steigerte sich immer mehr bis zum furiosen Finale. Oliver Pötzsch baut immer wieder Wendungen ein mit denen man so nicht rechnen kann. Das ist es was seine Bücher so interessant macht.
Ich kann, fast schon wie üblich, hier 5 von 5 Sternen vergeben.
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