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am 12. Dezember 2015
Dieser Film ist etwas für "Zartbesaitete", Romantiker und die, die es werden wollen (sollen ;-).
Er zeigt Benoit Poelvoorde in einer eher untypischen Rolle, als scheuen Schokoladenfabrikbesitzer -
und es ist wirklich faszinierend, wie er die Stillen und Ruhigen Momente ebenso meistert, wie sein wunderbares
komisches Spiel. Ich fand es fantastisch.
Auch Isabelle Carré spielt großartig, die scheue Chocolatiere, die in eine ungewohnte Rolle und dann eine
verwirrende Romantische Beziehung kommt.
Der Film ist genauso süß, wie der dritte Hauptdarsteller - die Schokolade !
Wie eine gute Praline muss man auch diesen Film in eigener Erfahrung "kosten".
Nur zu empfehlen!
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am 6. August 2016
Eine wunderbare Atmosphäre in diesem hervorragenden Theaterstück.
Welch Abtruse Geschichte, deutlich Überzogen mit einem hervorragenden Charme und dem nötigen Humor. Ein super Film für einen ruhigen Abend.
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am 5. August 2015
Die Praline unter den Filmen!
In dem Meer an Film- und Fernsehen ist das ein edler Tropfen.
Ein MUSS für jeden der eine gute Geschichte genießen möchte, weit ab von
moralischer verdorbenheit...
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am 12. November 2015
Ein wunderbarer Film mit viel Humor und schöner Geschichte. Ängste, die jeder kennt, in zwei Menschen verpackt und ins Extreme getrieben - zum hineinfühlen und gleichzeitig drüber lachen!
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am 12. August 2011
(Kinoversion)

Zwischen dem ganzen Mumpf, der gerne und oft in deutschen Kinos angeboten wird, versteckt sich ab und an ein kleiner, feiner Film, der kaum beachtet wird und nach zwei bis drei Wochen sang- und klanglos wieder aus den Kinos verschwindet, ohne, dass allzu viele Leute ihn gesehen haben. Und das ist schade, denn abseits vieler bescheuerter Romantikkomödien aus La La-Land bietet das europäische Kino regelmäßig wunderbare Alternativen dazu an, die es wert sind, bemerkt und gesehen zu werden, weil sie so herrlich anders sind als die Dutzendware aus Übersee. "Die anonymen Romantiker" ist so ein Film, und er kommt natürlich aus Frankreich. Und er schafft es in nur 80 Minuten, dass man mit einem zufriedenen Lächeln und schmunzelnd aus dem Kino kommt.

Jean-René (Benoît Poelvoorde, "Nichts zu verzollen") ist Besitzer einer fast bankrotten Schokoladenmanufaktur und darüber hinaus hypersensibel. Er kann Menschen nicht berühren, ist total verklemmt und unsicher und fängt bei der Begegnung mit ihm fremden Frauen an, unkontrolliert zu schwitzen. Angélique (Isabelle Carré, "Rückkehr ans Meer") ist Chocolatière, ebenfalls hypersensibel, schüchtern und ängstlich. Als Jean-René und Angélique bei einem Bewerbungsgespräch aufeinandertreffen, hält Jean-René sie versehentlich für die Bewerberin um die Stelle im Vertrieb. Was Angélique natürlich vor immense Probleme stellt, denn wie soll die Frau, die sogar in ihrer Selbsthilfegruppe für Hypersensible vor lauter Panik ohnmächtig wird, als Schokoladenvertreterin fremde Menschen davon überzeugen, ihre Produkte zu kaufen? Darüber hinaus stellen Jean-René und Angélique fest, dass sie etwas füreinander empfinden. Da aber keiner vom anderen weiß, dass dieser ebenfalls hypersensibel ist, führt das natürlich zu so komischen wie berührenden Szenen. Wird es den Beiden gelingen, sich ihre Gefühle zu gestehen und nicht jedes Mal in Panik auszubrechen, wenn sie aufeinandertreffen?

Zuerst einmal wird der versierte Filmkenner hier belustigt registrieren, dass Benoît Poelvoorde, der hier einen verschüchterten Angsthasen spielt, 1992 im tiefschwarzen, bösen und schockierenden "Mann beißt Hund" die Hauptrolle als Serienkiller aus perverser Leidenschaft gespielt hat, übrigens damals Poelvoordes erste große Rolle! Das Bild des coolen Aus-Spaß-an-der-Freud-Mörders mit dem des stotternden, tragikkomischen Jean-René in Einklang zu bringen, fällt allerdings nicht schwer, da Poelvoorde ein hervorragender Schauspieler ist, dem dies mühelos gelingt. Man nimmt ihm seinen von tausend Ängsten gepeinigten Schokoladenfabrikanten jederzeit ab und kommt nicht umhin, auch über ihn zu lachen, weil er einfach so herrlich verschroben und umständlich ist. Carré steht dem allerdings in nichts nach, ihre Angélique ist wie eine ganz langsam erblühende Rose aus Selbstbewusstsein und Mut, die auf so bezaubernde Art strauchelt und wieder aufsteht, dass man sich ihrem Charme einfach nicht entziehen kann. Alle weiteren Rollen sind Randfiguren, die ihre Parts gut beherrschen, aber einfach relativ wenig Screentime haben, denn "Die anonymen Romantiker" ist voll auf seine beiden Protagonisten zugeschnitten.

Regisseur Jean-Pierre Améris und Drehbuchautor Philippe Blasband haben hier einen wunderbaren skurril-romantischen Film geschaffen, bei dem sie alles richtig gemacht haben. Die Charaktere sind zwar nicht ganz so außergewöhnlich wie die in z. B. "Die fabelhafte Welt der Amélie", haben aber dennoch genug schräges Potenzial, um den Zuschauer immer wieder zum Lachen zu bringen. Wobei man die Charaktere nicht wirklich auslacht, es ist eher eine Mischung aus Mitgefühl und Verständnis mit einem Hauch Fremdschämen. Wobei Regisseur Améris seine Protagonisten niemals der Lächerlichkeit preisgibt, im Gegenteil, er wirbt so charmant um Verständnis für ihre emotionalen Beeinträchtigungen, dass einem Jean-René und Angélique praktisch vom ersten Moment an sympathisch sind. Ihre verzweifelten Versuche, normal zu erscheinen und im alltäglichen Leben, welches für sie unendlich viele Fallstricke bereithält, klarzukommen, sind so rührend wie erheiternd. Man wünscht diesen beiden emotional Gehemmten nichts mehr, als dass sie zueinanderfinden, einfach, weil sie es verdient haben. Jean-René hatte mit seinen über 40 Jahren noch nie eine Beziehung und Angélique hat den außerordentlichen beruflichen Erfolg, den sie sich erarbeitet hat, bisher nur im Geheimen genießen können.

"Die anonymen Romantiker" ist ein Film, der Spaß macht, der sich auf leisen humoristischen Sohlen in das Herz des Zuschauers schleicht und dort bis zum Abspann und noch darüber hinaus sitzen bleibt. Auch wenn er an einigen Stellen etwas zu gewollt komisch oder ein wenig übertrieben daherkommt, ist die Geschichte, die der Film erzählt, doch realistisch und amüsant genug, um einen über die gesamte (kurze) Filmlänge von nur 80 Minuten bestens zu unterhalten. Die Hauptdarsteller spielen glaub- und liebenswürdig, die Geschichte ist schön schräg, hat aber durchaus auch romantisches Potenzial und die Regie ist stringent, kommt ohne Längen aus und setzt gekonnt um, was das Drehbuch vorgibt. Man hätte Jean-René und Angélique gerne noch ein Weilchen länger zugesehen, andererseits harmonieren Länge des Films und die Geschichte, die er zu erzählen hat, nahezu perfekt miteinander. Der ein oder andere Gag zündet zwar nicht oder ist zu klamaukig geraten, aber diese minimalen Beanstandungen verhindern nicht, dass "Die anonymen Romantiker" ein bezaubernder Film geworden ist, der einem 80 überaus kurzweilige und phantasievolle Minuten beschert. Somit gerne vier von fünf Neurosen, die einen nur unter den Normalen zum Außenseiter machen. Und was macht das schon? Eben.
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am 11. Januar 2015
Dieser ruhige, sehr gelungene Film über 2 "hochsensible" kontaktscheue Menschen, die auf verschlungenem Wege letztendlich dann doch noch zueinander finden, bezaubert einen regelrecht. Es ist eine charmante, wunderschön romantische Komödie, die sehr gut Ängste verschiedener Menschen beschreibt und auch deren Versuche, diese in den Griff zu bekommen. Sehr empfehlenswert.
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am 11. August 2011
Den Film Die Anonymen Romantiker (O-Titel: Les Émotifs Anonymes) habe ich gestern in der Vorpremiere im Kino gesehen, die Rezension bezieht sich daher natürlich nur auf den Film selber, nicht auf die bislang noch nicht auf dem Markt befindliche DVD.

Die Übersetzung des Filmtitels ins Deutsche finde ich persönlich nicht ganz passend, inhaltlich wäre die wörtliche Übersetzung "Die anonymen Empfindsamen" treffender (auch wenn sich das zugegebenermaßen eher blöd anhört). Im wesentlichen handelt der Film alleine von seinen zwei Hauptpersonen: der männliche Protagonist Jean-René, der sich aufgrund verschiedener Ängste und Neurosen in psychologischer Behandlung befindet, ist Chef einer kurz vor der Insolvenz stehenden Schokoladenmanufaktur und benötigt dringend eine Außendienstmitarbeiterin, um seine Produkte an den Mann zu bringen. Die unendlich schüchterne Angélique, die aufgrund ihrer Probleme regelmäßig an einer Art Gruppentherapie teilnimmt, wird in Folge eines gegenseitigen Missverständnisses genau für diese Position eingestellt und hätte angesichts ihrer ungewollten neuen Karriere im Außendienst am liebsten direkt wieder gekündigt, wenn da nicht plötzlich ganz unerwartete und so nicht gekannte Gefühle zu Jean-René ins Spiel kommen würden.

Abseits von den üblichen Mainstream-Romanzen (für die ich mich im Normalfall nun gar nicht begeistern kann) findet man hier eine wirklich bezaubernde und charmante Liebeskomödie, die voller origineller Einfälle und einem ganz eigenen Humor steckt. Die beiden Hauptpersonen, die beide nahezu permanent von ihren Kontaktschwierigkeiten und sonstigen Problemen geplagt werden, haben zum einen mit ihrem Alltag zu kämpfen und gleichzeitig insbesondere auch mit den für sie ungewohnten Widrigkeiten der sich langsam und kompliziert aufkeimenden Liebe zwischen ihnen. Beides sorgt den ganzen Film über immer wieder für lustige Momente und Dialoge, aber auch für unglückliche Missverständnisse und mitunter beinahe tragische Situationen.

Einziges wirkliches Manko an diesem insgesamt sehr gelungenen Film ist vielleicht seine recht kurze Spieldauer von 78 Minuten - die Figuren und Geschichte hätte sicherlich hier und da noch etwas mehr Tiefe vertragen können. Insgesamt möchte ich an dieser Stelle aber eine definitive Empfehlung, sich diesen Film anzuschauen, aussprechen, er wird sicherlich nicht nur Freunden des französischen Films (zu denen ich mich selber auch gar nicht zähle) gefallen.
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am 9. Oktober 2015
Langweiliger Film mit vorhersehbarer Storyline, bei dem man sich aufgrund der seltsamen Hauptcharaktere fremdschämt anstatt (wie man es bei einem solchen Film eigentlich erwarten würde) mitzufühlen.
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am 15. Januar 2014
Unterhaltsam, französischer Humor mit einen Hauch von Englischem Touch, da es oft an die Grenzen der Glaubwürdigkeit und der Nerven
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am 30. Januar 2012
...und rumms, ist Angelique bei ihrer Vorstellung in der Selbsthilfegruppe auch schon in Ohnmacht gefallen. Kann ein Film schlecht sein, der so beginnt? Wohl kaum. Was Regisseur Jean Pierre Amaris bei -Die anonymen Romantiker- auf die Filmrolle gebannt hat, das ist Kino in seiner ureigensten Form. Vielleicht gibt es Zuschauer, denen der Film nicht gefällt, bei mir sorgte er jedenfalls dafür, dass es mal wieder Zeit wird, sich haltlos zu begeistern...

Angelique(Isabelle Carre) hat eine Gabe. Als Schokoladier ist sie unschlagbar. Für den Pralinenhersteller Mercier hat sie die genialsten Kreationen erfunden, aber: Das weiß niemand! Denn Angelique hat das Selbstvertrauen einer kränklichen Maus und traut sich nicht an die Öffentlichkeit. Als der alte Mercier stirbt, bewirbt sich Angelique in der kleinen Schokoladenmanufaktur von Jean-Rene(Benoit Poelvoorde). Der stellt sie jedoch aus Außenvertreterin ein. Wie soll er auch wissen, was Angelique kann, sie bringt schließlich kein Wort über ihre Gabe heraus. Was Angelique allerdings nicht weiß: Auch Jean-Rene ist ein hilfloses Nervenbündel. Hochsensibel...was auch sonst. So ist die kleine Schokoladenfirma mit ihren vier Mitarbeitern zwei echten Gefühlschaoten ausgeliefert. Und das in einer Situation, die das Unternehmen kurz vor die Pleite sieht. Da hat Angelique die rettende Idee. Aber wenn ein Hochsensibler mit einem anderen etwas auf die Beine stellen will, ist das nicht so einfach. Funkt auch noch die Liebe dazwischen, erscheint es absolut unmöglich. Natürlich passiert genau das. Wie das ausgeht? Schauen sie einfach zu. Sie werden eine der witzigsten romantischen Liebesgeschichten erleben, die je erzählt wurde...

Amaris nutzt einen genialen Kniff, um uns die Geschichte von Angelique und Jean-Rene nahe zu bringen. Er lässt seine Protagonisten zum einen in der Selbsthilfefgruppe, zum anderen beim Psychiater ihre eigene Geschichte erzählen. In Rückblenden weiht uns Amaris dann in die chaotischen Erlebnisse der beiden ein. So erhält Jean-Rene von seinem Psychiater drei Aufgaben: Er soll jemanden zum Essen einladen, jemanden anfassen und etwas verschenken. Hört sich einfach an, ist aber für Jean-Rene extrem schwierig. Angelique geht es nicht viel besser. Was nutzt einem die wertvollste Gabe, wenn man jedesmal aus den Latschen kippt, wenn es drauf ankommt.

-Die anonymen Romantiker- ist rührend, liebenswert komisch. Fürs Kreative sorgt Amaris, indem er seine Angelique eine Musicaleinlage singen lässt oder eine hochbrisante Autoverfolgungsjagd mit Fußgänger einstreut. Sein gewähltes Ende der Geschichte ist ebenso grandios wie der Regenspaziergang von Angelique und Jean-Rene. Ganz nebenbei geht es dann noch um Schokolade, Schokalade und Schokolade. Ganz anders als in -Chocolat- aber genau so gut.

Isabelle Carre und Benoit Poelvoorde spielen sich die Bälle der Geschichte atemberaubend hilflos zu. Wie die Schauspieler ihre komplexbehafteten Charaktere sich lieben, verstehen und missverstehen lassen, das ist begeisternd gut. Alle Nebenrollen sind ebenfalls hervorragend besetzt.

All das zusammen sorgt dafür, dass -Die anonymen Romantiker- ein "etwas anderer Film" geworden ist. Warmherzig, detailverliebt, romantisch, liebenswert und extrem unterhaltsam. Da reichen dann auch 74 Minuten Spielzeit, um mich als Rezensenten voll und ganz zu überzeugen. So wird heute also nicht selbst entschieden, sondern es gibt von mir nur einen Rat: Unbedingt, auf jeden Fall, unverzüglich, sofort ANSCHAUEN!
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