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Kundenrezensionen

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am 24. April 2006
Pursys Mutter, mit der sie schon lange keinen Kontakt mehr hatte, stirbt und ihr Lover sagt ihr erst ein paar Tage später Bescheid. Das Mädchen macht sich auf den Weg in die Südstaaten, verpasst die Beerdigung jedoch um einen Tag. Dann muss sie feststellen, dass die Mutter ihr Haus gleichzeitig an sie und zwei Männer vererbt hat. Der ehemalige Literaturprofessor Bobby Long und sein Schützling Lawson wohnen bereits in der herunter gekommenen Bruchbude. Beide sind Alkoholiker und lassen sich völlig gehen. Lawson soll ein Buch schreiben, Long will ihn fördern. Allerdings sieht das in der Realität so aus, dass beiden den ganzen Tag über betrunken durch die schwülwarme Südstaatenatmosphäre taumeln und Literaturzitate austauschen. Als hätte Pursy nicht schon genug Ärger muss sie sich jetzt auch noch mit Bobby Long auseinandersetzen. Ein Streit, auf den man sehr gut verzichten kann. Letztendlich raufen sich die drei völlig verschiedenen Charaktere zusammen und jeder bringt seine ganz eigene Geschichte an den Tag, die bisher verborgen war.

Lovesong für Bobby Long ist ein Film für ruhige Stunden. Die Romanvorlage "Off Magazine Street" von Ronald Everett Capps, wurde von Shainee Gabel mit sehr viel Feingefühl verfilmt. Die Landschaft und das Leben im Süden der USA sind detailgetreu und lebensecht wiedergegeben. Neben einem starken Drehbuch weist der Film hervorragende Schauspieler auf. John Travolta gibt den Bobby Long mit derartigem Herzblut, dass man vor dem Fernseher aufstehen und Standing Ovations geben möchte. Scarlett Johannsson und Gabriel Macht stehen ihm in dieser Hinsicht nicht viel nach. Lovesong für Bobby Long ist dabei ein Film für Leser. Fast ein Theaterstück, grandios verfilmt. Man braucht locker eine halbe Stunde, um in die Story zu kommen, aber dann hat sie einen fest in den Bann gezogen. Wer Bukowski, Hemingway, Twain oder andere amerikanische Schriftsteller mag, der wird den Film lieben. Anhängern von Travolta oder Johannsson kann ich nur sagen: Unbedingt anschauen.
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am 6. Februar 2006
Zwei Hollywoodstars unterschiedlicher Generationen die lässig und geehrt neben- und miteinander brillieren, eine Riege hervorragender Nebendarsteller, ein charmant-abgerissenes Set und ein souliger, typischer Big-Easy Score, das alles und die Nostalgie eines Sommers in New Orleans, der so nie wieder kommen wird ( auch nach der Flutkatastrophe im letzten Sommer ) sind die Zutaten für einen der schönsten Filme der letzten Jahre. In Deutschland in einigen Programm-Kinos noch heute auf dem Spielplan ist er leider in der Masse der Großproduktionen im letzten Jahre untergegangen. Sehr zu unrecht, wie ich finde.
Als die blutjunge Purslane Hominy Will, gespielt von Scarlet Johanson, vom Tod ihrer Mutter erfährt, eilt sie in die alte Heimat New Orleans. Hier, im heruntergekommenen Holzhaus ihrer Mutter "leben" der ehemalige College-Literatur Prof. Bobby Long (John Travolta) und sein ehemaliger Assistent und heutiger Stichwortgeber Lawson Pines ( Neuentdeckung: Gabriel Macht). Deren Tage bestehen wundervollerweise aus Gin, Wodka, Gitarren-Blues, Zigaretten,Literatur-Zitaten, Schlafen und abhängen mit Freunden. Das geruhsame Leben hat mit Pursys Einzug in das gemeinsam geerbte Haus ein jähes Ende. Ihr zuzuschauen, wie sie nicht nur das Haus, die Minibar und das Leben der beiden Versager ausmistet, ist ein wahres Vergnügen. Dabei stößt sie nicht nur auf Spuren zu ihrer längst fremdgewordenen Junkie-Mutter sondern auch auf Erinnerungen aus ihrer längst vergangenen Kindheit.
Travolta in einer seiner ungewöhnlichsten Rollen, als weißhaariger, schmerbäuchiger Diabetiker-Trinker ist berührend, er fordert Johanson und spielt selbst mit einer grandiosen Lässigkeit. Zudem singt er einige Songs des Soundtrack selbst, und zwar wunderbar warmherzig und selbstironisch. Johanson ist eine wahre Augenweide, die mit jedem ihrer Filme immer besser wird (nehmen wir die "Insel" mal aus). Wer die DVD kauft, kann sich den Soundtrack von Nathan Larson gleich mitbestellen, für das perfekte New Orleans Feeling zu Hause.
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am 10. August 2006
Wie gern lasse ich mich doch immer noch positiv überraschen! Es kommt in der letzten Zeit selten vor, dass mich ein neuer Film derartig berührt und restlos zufrieden zurücklässt und am Ende kann man sagen, solange es solche Filme gibt, ist die amerikanische Filmindustrie noch nicht am Ende!

Dieser Film ist nahezu perfekt inszeniert, man merkt ihm das klare Konzept der jungen Regisseurin Shainee Gabel an, die mit klaren Visionen die Geschichte verstanden und derart feinfühlig umgesetzt hat und diesen Film zu einem Erlebnis macht.

Die Story ist eigentlich denkbar einfach und schnell erzählt:

Purslane (Scarlett Johannsson) kehrt aus Florida in ihre Heimatstadt New Orleans zurück, nachdem sie von Bobby, dem letzen Lebensgefährten ihrer Mutter erfährt, dass diese gestorben ist. Heimat, einem Ort, mit dem sie eigentlich nichts mehr verbindet und nur noch Erinnerungsfetzen aus der Kindheit bleiben. Aber ihre Mutter ist gestorben und sie kehrt so zurück auf ihre Spuren, tritt das Erbe des alten Holzhauses ihre Mutter an, in dem 2, dem Alkohol frönende verkrachte Literaten in den Tag hineinleben und sich der Tristesse des Alltags hingeben.

Obwohl man eigentlich im Film nicht sehr viel von der Stadt New Orleans zu sehen bekommt, scheint die Stadt von Anfang an die Szenen zu beherrschen, durch geschickte und sehr schöne Momentaufnahmen meint man, die dunstige, schwüle und lethargische Atmosphäre des Mississippi- Deltas einzuatmen.

Was den Film aber vor allem so bedeutend macht, sind die schauspielerischen Leistungen der Darsteller. Ganz vorweg ist wohl Scarlett Johannsson zu nennen, die in der Rolle der Pruslane derartig glaubwürdig ist, dass sie ihr auf dem Leib geschrieben zu sein scheint.

Natürlich muss man auch John Travolta nennen, die Rolle des Bobby verkörpert er, als würde er sich selber spielen. Aber auch Gabriel Macht ist auf seine Art derartig überzeugend, fundiert und natürlich, dass man ins Staunen kommt. Jede dieser 3 Hauptakteure ist so unterschiedlich und dennoch schaffen sie es, sich zu finden, eine Einheit zu bilden.

Man darf sich diesen Film antun... weil er in jedem Fall eine Bereicherung ist!
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am 20. April 2006
Immer wieder ist von der Krise des Kinos die Rede. Dieser Film beweist: Es handelt sich eher um eine Krise des Publikums. Denn es gibt sie immer noch, die wunderbaren, mit Liebe und Einfühlungsvermögen erzählten Geschichten. Dass sie so wenige Zuschauer finden, sagt alles über den Zustand einer Gesellschaft, die nach möglichst spektakulärer, oberflächlicher Ablenkung lechzt.

"Das Glück erreicht an Höhe, was ihm an Länge fehlt", sagt Bobby Long, als er wieder mal über das Leben philosophiert. Wir wissen, was gemeint ist. Aber dieser Film liefert den Gegenbeweis: Er ist ein Glücksfall, der Menschen ohne Hornhaut auf der Seele nicht mehr loslässt.

Hier stimmt einfach alles: die dichte Atmophäre des amerikanischen Südens, die vielschichtigen Charaktere, ein großartiges Darsteller-Ensemble und ein Soundtrack, der unter die Haut geht. John Travolta wird seit "Pulp Fiction" von niemanden mehr unterschätzt, hier fasziniert er nicht nur als Darsteller, sondern auch als Sänger. Scarlett Johansson bestätigt einmal mehr ihr Talent, und Gabriel Macht ist eine echte Entdeckung.

Dass ein solches Meisterwerk ein Regie-Debüt (von Shainee Gabel) ist, verschlägt einem die Sprache.

Die "Special Features" auf der DVD mit dem "Making of" und Interviews mit Regisseurin und Darstellern runden den Genuss ab.
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am 17. November 2011
LOVESONG FÜR BOBBY LONG

Film:
Vor Jahren haben sich der Philosophieprofessor Bobby Long und der Student Lawson Pines entschlossen, nach New Orleans zu ziehen, um sich dort zu Tode zu trinken. Nach dem Tod einer guten Freundin, taucht deren Tochter bei den beiden philosophierenden Alkoholikern auf. Leider muss die junge Purslane (Scarlett Johansson) feststellen, dass sie nur ein altes Holzhaus geerbt hat. Zu 2/3 gehört das Haus den zwei Alkoholikern, welches diese beiden zu einer Bruchbude verkommen ließen. Widerwillig und mangels einer Alternative zieht Purslane erstmal zu den beiden Männern. Zu allem Überfluss bestehen diese beiden fremden Männer nun darauf, dass sie ihren Schulabschluss nachholt. Dabei helfen sie der 18-Jährigen - so gut sie können.

Lovesong für Bobby Long ist ein liebe- und humorvoll erzählter Arthaus-Film. Neben stimmigen Blues-Songs und schönen Landschaftsaufnahmen überzeugen vor allen die glaubhaft agierenden Darsteller. Allen voran liefert John Travolta nach Pulp Fiction hier seine größte schauspielerische Leistung ab. In jeder Szene nimmt der Zuchauer ihm den alkoholabhängigen, zynischen aber großherzigen Literaturprofessor ab. Wenn Bobby Long und seinen beiden Mitbewohner Heiligabend zufrieden auf der Veranda sitzen, eine Zigarette rauchen und auf den niederprasselnden Regel schauen, ist das großartiges Erzählkino!
10/10 Punkte

Bild:
Der 1,85:1-Transfer ist durchweg farbenfroh und kontrastreich. Die sonnendurchfluteten Außenaufnahmen von New Orleans sehen realistisch aus. Auch die gut ausgeleuchteten Innenaufnahmen offenbaren zahllose Details. Leider fäll die Bildschärfe nur befriedigend aus. Dadurch geht dem Film ein wenig an Plastizität verloren. Das vielfach sichtbare Bildrauschen erinnert an grobes Filmkorn. Die Kantenschärfe wurde mit Hilfe eines Schärfefilters erhöht, was vielfach an Doppelkonturen gut zu erkennen ist. Darüber hinaus sehen die Hauttöne perfekt aus. Die saftigen Wiesen, der strahlend blaue Himmel und die farbenfroh gestrichenen Häuser in New Orleans versprühen viel Charme. Insgesamt sieht das Bild auf Blu-ray deutlich besser aus als auf der DVD-Version. Es ist farbenfroher, brillanter und offenbart zahlreiche Details, die auf DVD kaum zu erahnen sind.
7/10 Punkte

Ton:
Genauso detailreich wie das Bild ist der Ton. Der deutschte DTS HD-MA 5.1-Mix gefällt durchweg aufgrund seiner Räumlichkeit. Immer wieder werden Umgebungsgeräusche auf alle Kanäle verteilt. Zirpende Grillen, zwitschernde Vögel, hupende Autofahrer, Billardspieler in einer Bar oder Saxophonmusik, die aus einer Bar auf die Straße tönt, werden punktgenau im Raum platziert. Die zahlreichen Blues-Songs klingen dynamisch und natürlich. Sie transportieren die Live-Atmosphäre aus den Bars direkt ins Heimkino. Die Sprachverständlichkeit kann sogar als perfekt bezeichnet werden.
8/10 Punkte

Fazit:
Lovesong für Bobby Long ist liebe- und humorvolles Erzählkino auf einer technisch insgesamt gut umgesetzten Blu-ray. John Travolta, Scarlett Johansson und Gabriel Macht ist der Spaß jederzeit anzumerken, den sie beim Drehen offensichtlich gehabt haben. Das überträgt sich aufs Publikum. So schwingt der bezaubernde und charmante Arthaus Film auch nach Filmende noch ein wenig nach. Wer den Film noch nicht besitzt, sollte sich die Blu-ray zulegen. Fans dieses Films ist ein Update von DVD auf Blu-ray wärmstens ans Herz gelegt.

Originaltitel: A LOVE SONG FOR BOBBY LONG
Darsteller: John Travolta, Scarlett Johansson, Gabriel Macht
Regisseur: Shainee Gabel
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2011, erhältlich
Produktionsjahr: 2004
Produktionsland: USA
Spieldauer: 120 Minuten
Bildformat: 1,85:1
Tonformate: Deutsch, Englisch DTS HD-MA 5.1
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch

Kleiner Nachtrag:
Der deutsche Titel schreibt sich "LOVESONG FÜR BOBBY LONG", obwohl auf dem Cover der Blu-ray fälschlicherweise "LOVE SONG FÜR BOBBY LONG" steht.
Die englische Originalfassung schreibt sich übrigens "A LOVE SONG..."
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am 15. Mai 2006
Ein toller Film mit grandiosen Schauspielern erzählt vom anfangs schwierigen Zusammenleben dreier unterschiedlicher Personen, die sich gezwungenermaßen zusammen finden und dann erkennen, dass sie zusammen gehören. Die schwüle Hitze New Orleans' und das träge Leben am Mississippi fügen einen ganz eigenen Touch zu der Stimmung des Films dazu. Unbedingt sehenswert!
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am 2. Januar 2013
Als Fan von John Travolta sieht man eine, für mich, vollkommen neue Seite von ihm. Der Film ist seicht und verträumt mit leichten Höhen und Tiefen. Perfekt für den Sonntag nachmittag, wenn es regnet und man etwas Traurigkeit verkraften kann.
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am 3. März 2006
Dies ist wohl einer der schönsten Filme die ich je gesehen habe!
Allein New Orleans bietet eine wunderbar malerische Kulisse für die Geschichte die hier erzählt wird. Die Menschen sind alle herrlich skurril, rauchen und trinken als gäbe es kein Morgen. Und doch - oder vielleicht gerade deshalb - schließt man sie alle ins Herz. John Travolta spielt dabei den gealterten, zynischen, saufenden Literaturprofessor Bobby Long so grandios; sympathisch und abartig zugleich.
Auch Scarlett Johansen nimmt man die Rolle des verschlossenen, abgeklärten Teenagers ab.
Dabei sei erwähnt dass diese Menschen durch literatur zu leben scheinen. Immer wieder werden wichtige Autoren zitiert, immer sind diese Zitate wunderbar passend.
Der richtige Film für ruhige, rotweinlastige Abende...
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am 19. September 2007
Die 17jährige Purslane, die die Schule abgebrochen hat und ihr Leben mit Aushilfsjobs finanziert, erbt ein kleines Haus von ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr gepflegt hat. Als sie es beziehen will, wird sie mit zwei älteren Männern konfrontiert, die dem Alkohol nur all zu gern zusprechen. Die beiden haben zusammen mit der Mutter in dem Haus gelebt und behaupten nun, sie hätte auch nach deren Tod noch freies Wohnrecht.
Gezwungener Maßen findet sich eine Wohngemeinschaft zusammen, die zunächst durch gegenseitiges Mißtrauen und Verachtung gekennzeichnet ist, was sich im Laufe der Zeit aber in Fürsorge und sogar Warmherzigkeit wandelt. Zudem liegen noch einige Geheimnisse unter der Oberfläche verborgen, deren Aufklärung vieles noch komplizierter macht. Jeder versucht irgendwie die Existenz der anderen zu retten, was nicht in allen Fällen gleich gut gelingt.

Ein über weite Strecken melancholischer Film, phasenweise traurig, aber auch mit heiter-amüsanten Stellen, der letztendlich auf seine Weise sogar optimistisch und lebensbejahend ist. Die Personen durchlaufen eine anrührende, oft schmerzhafte, aber insgesamt positive Entwicklung.

Ein solcher Film kann nur dann fesseln, wenn es den Darstellern gelingt, die Charaktere so zu spielen, dass deren Schicksal den Zuschauer berühren. Scarlett Johansson brilliert dabei und auch Gabriel Macht überzeugt. John Travolta tut sich hingegen etwas schwer. Den mißverstandenen Intellektuellen mimt er prächtig, den hoffnungslosen Alkoholiker nimmt man ihm hingegen nicht so ganz ab. So gerät seine Figur weniger tragisch, als in der Romanvorlage. Das ruiniert den noch immer sehenswerten Film zwar nicht, kostet ihm aber einen Sternchen.
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TOP 500 REZENSENTam 1. Februar 2014
Bei "Lovesong for Bobby Long" basiert die Geschichte auf der Romanvorlage "Off Magazine Street" von Ronald Everett Capps, welche von Shainee Gabel mit starker Betonung der emotionale Seite sehr gut verfilmt. Die Story wird mit Liebe und Einfühlungsvermögen erzählt. Als Hauptdarsteller brillieren John Travolta ("Kuck mal wer da spricht") als ehemaliger College-Literatur Professor Bobby Long sowie Scarlett Johannsson ("Iron Man 2", "The Avengers") als Purslane Hominy Will. Als Geheimtipp entpuppt sich vor allem Gabriel Macht ("The spirit"), der den beiden in nichts nachsteht. Schauspielerisch wird wirklich große Klasse geboten. Leider bekommt man eine derartige Darstellung nicht all zu oft geboten. Mit viel Authentizität und hoher Glaubwürdigkeit werden die einzelnen Figuren verkörpert, dass es fast schon realistisch erscheint. Dazu gesellt sich ein außerordentlich authentisches Setting. Die Landschaft und das Leben im Süden der Vereinigten Staaten wird detailgetreu und lebensecht dargestellt. Die Kulissen und Panoramen sind wirklich hervorragend. Gerade dadurch werden sowohl auf personeller als auch auf materieller /optischer Ebene starke Emotionen beim Zuschauer geweckt. Zugegeben, die Story braucht anfangs doch ein wenig, bis sie zündet. Hat man als Zuschauer sich aber mal eine Weile mit der Handlung auseinandergesetzt und auf sich wirken lassen, nimmt sie einen fest in Beschlag und man schaut gespannt von Minute zu Minute weiter und merkt letztendlich kaum, wenn die 2 Stunden Spielzeit schon um sind. Zwar ist das Finale schon ein wenig stark emotional betont, aber das soll nicht wirklich stören. Wirklich großes Kino, das für Fans von emotionalen Geschichten unbedingt ans Herz gelegt sei.
Das Bild ist bei diesem mittlerweile auch schon 10 Jahre alten Film wirklich hervorragend ausgefallen. Dank hervorragender Schärfewerte als auch einem konstant hohen Detailgrad macht sich durchweg ein tolles HD Feeling bemerkbar. Obendrein sind die Farben stets natürlich und prächtig. Der Kontrast ist ausgewogen und wirklich gut eingestellt, so dass es nicht zu Clipping oder Überstrahlungen führt. Der Schwarzwert ist ebenfalls sehr satt und bietet dem Zuschauer ein kräftiges schwarz. Lediglich minimal weiche Abschnitte sowie dezent leichtes Rauschen hier und da trüben den ansonsten positiven Eindruck ein wenig. Kompressionsspuren sind aber keine aufgefallen.
Bei Lovesong for Bobby Long handelt es sich eher um einen dialoglastigen Film. Großartige Effektgewitter oder direktionaler Bombast sollte dabei nicht erwartet werden. Dennoch verteilt sich der Score über sämtliche Kanäle und aufgrund einiger Hintergrundgeräusche entsteht dennoch etwas Räumlichkeit. Wichtig ist aber eine gute Dialogverständlichkeit was aufgrund der ausgewogenen Balance sowie der natürlichen Abmischung stets gegeben ist.
An Extras soll es nicht mangeln. Neben einem Audiokommentar mit Regisseur Shainee Gabel gibt es darüber hinaus noch ein Behind the Scenes Featurette, ein Making of, einige entfernte Szenen sowie einige Interviews mit Cast & Crew. Dazu runden einige Teaser und Trailer das Angebot ab. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.
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