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TOP 500 REZENSENTam 7. Oktober 2011
Die Kritik mancher Fans am letztjährigen ''Scratch my back'' wird mit ''New blood'' sicherlich auch wieder eben das bekommen, frisches Blut. Wieder kein neues Material, Orchesterumsetzung wie das gerade viele Künstler aus der Generation machen. Und weil auf der folgenden Livetour natürlich die Coverversionen von ''Scratch my Back'' nicht den ganzen Abend füllen konnten, wurden direkt noch eine Reihe eigener Songs gecovert und dem werten Käufer mit diesem Paket angeboten.

Ich möchte natürlich niemandens Meinung schlechtmachen, wer so denkt sollte vielleicht nicht weiterlesen und wahrscheinlich noch viel weniger das Album kaufen, um sich dann zu ärgern und im Nachhinein die eigene Meinung bestätigt zu bekommen.

'New Blood' ist faszinierend geworden, Gabriel entkernt Teile sein Oevre und schaft dabei einen wunderbaren Spagat, einerseits opulenter und gleichzeitig karger zu werden. Diesen Weg muss man bewusst mitgehen wollen, dann eröffnen sich neue Landschaften. Die Neuumsetzung der Songs ist an manchen Stellen trotz den fast 4 Dutzend starken Orchesters musikalisch minimalistisch aber emotional überwältigend und mitreissend.

Die Trackauswahl ist bedacht, manche der üblichen Verdächtigen wie 'Sledge Hammer', 'Biko' oder 'Games without frontiers' werden weggelassen, andere Songs wie INTRUDER, der paranoide opener des dritten PG Albums tauchen überraschend auf. An manchen Stellen ist die Grundstimmung noch sehr ähnlich zum Original, DON'T GIVE UP beispielsweise. Kate Bush Part wird von Ane Brun übernommen. Was auch beim ersten Hören durch die zittrige Björk ähnliche Stimme vielleicht noch etwas irritierend sein mag, wird bei jedem weiteren Hören immer passender, schöner. Songs wie RYTHM OF THE HEAT werden komplett zerlegt. Gerade dieser Song komplett ohne die treibenden Percussions. Hört sich beim Lesen vielleicht vollkommen unsinnig an, das Orchester schafft es aber, ihn vorantreibend umzusetzen, die Unruhe bleibt. Faszinierend. Andere Songs wie SAN JACINTO waren im Original schon eher symphonisch angelegt, und behalten ihre Grundstimmung, wenn sie natürlich auch den Popmoment verlieren. Ein absolut berührendes Highlight des Albums, PG atmet den puren Soul in dieser Neubearbeitung aus. Weitere Highlights, das fast schon zu fröhliche IN YOUR EYES, das grossartige DARKNESS, das eben das ist, düster und das damals eher untergegange DOWNSIDE UP vom OVO Projekt, wieder mit Tochter Melanie, die gesanglich immer besser wird, als Backing Vocal. Und natürlich WALLFLOWER, der für mich intensivste Song des Albums, die Orchesterumsetzung gibt dieser nachdenklichen Hymne den richtigen Hintergrund.

An manchen Stellen springt der Funke nicht über, bleibt der Zugang zur neuen Umsetzung verschlossen, für mich beispielsweise in DIGGING IN THE DIRT. Über den einzig neuen Titel A QUIET Moment schweige ich auch lieber. Im grossen und ganzen ist Album aber faszinierend und wunderschön. Und schliesst mit dem sehr nahe am Original gehalten SOLLSBURY HILL fast schon wieder versöhnlich.

Die Disc 2 mit den puren Instrumentaltracks kann ich leider nicht empfehlen, hier fehlt für meine Ohren einfach das wichtigste Element.

Man braucht etwas Zeit und man sollte diesen Schritt auch wie gesagt bewusst gehen wollen. Wenn nicht, dann lieber doch zu den alten Alben greifen und bitte nicht allzu sarkastisch kritteln... ein neues Album ist ja schliesslich schon lange angekündigt ;-)
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am 8. Oktober 2011
Mit NEW BLOOD liegt nun Teil Zwei des orchestralen Peter Gabriels vor. Die Titel sind allesamt bekannt, sei es von den Original-CDs, wie auch von der ein oder anderen Live-Version. Und auf den Best of- CDs kann man ebenfalls fündig werden. Braucht es nun also eine Neuaufbereitung im Klassikgewand ?
Jedenfalls werden die Titel nicht leidenschaftslos heruntergespielt, sondern zeigen sich in einer neu überarbeiteten Interpretation, entwickeln ihren eigenen Charakter und sind für den Fan sicherlich eine interessante Ergänzung. Im Gegensatz zu Scratch My Back wirken die Titel nicht so melancholisch bzw. depressiv. Das mag wahrscheinlich daran liegen, dass sich Gabriel ganz an die bekannten Gesangslinien gehalten hat, während er sich auf Scratch... auf sehr eigenwillige und neue Interpretationen einlässt. So gesehen könnte der ein oder andere Fan, der mit Scratch... nicht mehr zurechtgekommen ist, hier wieder eine Versöhnung finden.
Zweifellos glänzt die CD mit interessanten Arrangements und offenbart die ein oder andere kleine Überraschung.
Was aber bei Scratch My Back nicht möglich war, kann bei New Blood unmittelbar verglichen werden: Der "Original"- Gabriel und der "orchestrale" Gabriel. Und bei allem Respekt vor dem hier vorliegenden Werk - im Vergleich kommt es etwas weichgespült daher. Es hat weder die Kraft, noch die Direktheit der Originale. Als ich vor Jahren zum ersten Mal Mercy Street gehört habe, war ich wie verzaubert und fast den Tränen nahe, so berührte mich diese Musik. Der Titel hat von seiner Magie bis heute nichts verloren. Die Orchesterfassung jedoch klingt wie gut gemachtes Handwerk, aber es will kein Funke mehr übersprühen. Dieses Handwerk klingt auch nicht nach Gabriel, sondern nach einem Orchesterarrangeur. Insgesamt wird da viel zu viel aufgetragen und es stellt sich schon die Frage, ob man wirklich das komplette klassische Instrumentarium nutzen muss, wie es der Filmmusik eines Actionfilms entspricht. Teilweise bläst, zupft und zirpt es, dass man schon beinahe den Überblick über die Geräusche verlieren kann. Manches wirkt zu gewollt (Darkness), künstlich und unglaubwürdig. Manchmal ist die Grenze zum Kitsch auch nicht fern. So rückt das ehedem schon problematische Don't Give Up nun noch einen Schritt mehr in Richtung Trief. Und den textinhaltlichen Trost, den Kate Bushs Stimme vermittelt hat, kann Ane Brun mit ihrer brüchigen Stimme nicht leisten. Und was bleibt nun für ein Gesamteindruck ?

Mir ist das phantasievolle und kräftige Bass-Spiel eines Tony Levin deutlich lieber als verwaschene Streichersounds. Ich spüre lieber die Energie eines Manu Katché als das Klopfen eines Xylophons oder das rhythmische Zirpen einer Violine. Und ich lasse mich lieber in den verzauberten Keyboard-Klangwelten eines Peter Gabriel treiben, statt mir einen Filmmusik-Soundtrack anzuhören. Die Originale klingen mitreissender, emotionaler, authentischer, aufwühlender, trauriger oder schlicht: einfach besser.
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am 30. Oktober 2011
Meine Güte, was war ich skeptisch!

Einer meiner All-Time-Favourites steigt jetzt auch noch
auf den Zug der allgemeinen "Klassifizierung" - wenn das
mal gut geht...
Und weil ich so dermaßen skeptisch war, war dies die erste
der vergangenen 4 Tourneen, die ich vorsichtshalber ausgelassen
habe. Und wie tu ich das jetzt bereuen (wie der Westfale formulieren
würde)!
Zugegeben: die Idee, die eigenen Songs orchestral zu arrangieren, ist
wahrlich nicht mehr neu. Und dazu gab es in der Vergangenheit auch
noch so manchen schrecklich anzuhörenden Fehlversuch. Aber "Trends" und
"Moden" sind eben nie per se von vornherein abzulehnen, weil es immer
wieder Künstler gibt, die das Vorhaben derart gut umzusetzen wissen,
dass es jede abgeschmackte Trendiness sofort vergessen lässt.
Eben so einen Fall haben wir hier vorliegen!

Die altvertrauten Songs sind glänzend umgesetzt und zwar mit durchgängig
neuem Charakter. Nicht ein einziges Mal hat der Arrangeur versucht,
die Original-Strukturen der Songs zu kopieren. Dass die Grundmotive
gleichwohl übernommen wurden, versteht sich von selbst.
Gabriel selbst singt nach wie vor auf höchstem Niveau (seine Stimme klingt
eben, wie sie klingt, das ist Geschmacksfrage - technisch bzw. die Intonation
betreffend aber in jeder Hinsicht 1A). Und auch seine beiden Vokal-Gehilfinnen
können sich hören lassen. Ihre Stimmen sind schön, die Intonation ist auch
hier einwandfrei, und wer sie als "dünn" bezeichnet, weiß vermutlich nicht,
wovon er redet (bzw. hat noch nie dünne Stimmen gehört).

Ich muss also demütig Abbitte leisten und gelobe feierlich, nie mehr
eine Tournee auszulassen. Chapeau, Mr. Moonlit Knight!
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Die Verwirrung einiger Fans von Peter Gabriel ist nur allzu verständlich, denn so wenig er sich zwar schon von Beginn seiner Karriere an, an die Grundregeln radiotauglicher Rock-Musik hielt, immer schon sperrig war und Grenzen aufhob, hat "New blood" nun rein gar nichts mehr, weder mit Rock und noch viel weniger mit Radiotauglichkeit zu tun!
Doch damit ist eine Voraussetzung für ein Meister-Werk schon mal geschaffen. Denn alles was heute im Sinne des Mainstream als radiotauglich eingestuft wird, kann bestenfalls Mittelmaß sein. Komplizierte Strukturen will kein Programm-Chef seinem beschränkten Publikum zumuten und somit riskieren, daß die unterstellt grenzdebile Kernzielgruppe wegzappt.

Und in der Tat, ein beschränkter Geist wird zu Peter Gabriel generell kaum, zu "New blood" garantiert keinen Zugang finden. Als Gabriel-Bewunderer sollte man die einem vertrauten Original-Versionen der hier orchestral bearbeiteten Lieder versuchen aus der Erinnerung vorübergehend auszublenden und sich unvoreingenommen dem neuen Werk nähern.
Gut möglich, daß sich einem Liebhaber von Beethoven-Sinfonien oder Wagner-Opern das Album eher erschließt.

Die Interpretationen auf "New blood" entfalten eine unglaubliche Größe, eine Kraft, die mit klassischem Rock-Instrumentarium unmöglich zu erzeugen wäre und gleichsam wird dadurch erst hörbar, daß diese Stücke von Peter Gabriel die Kraft haben ein ganzes Orchester auszuhalten. Natürlich könnte man auch "Daddy cool" von Boney M. oder "Sieben Fässer Wein" von Roland Kaiser mit einem 80köpfigen Orchester spielen, nur fiele dann umso dramatischer auf, wie schlicht die Struktur dieser Lieder ist.
Hier hingegen wird durch das Orchester und die neuen Orchester-Arragements eine vollkommen neue Dimension erschlossen, die zuvor nicht wahrnehmbar gewesen ist. Die Lieder sind noch viel größer als zu erahnen war.

Je weniger man zuvor klassische Orchester-Musik hörte, umso mehr wird es wahrscheinlich brauchen bis sich das neue Album von Peter Gabriel einem vollkommen öffnet. Die Mühe lohnt sich, denn es ist wunderbare, wirklich große Musik!
Die zweite Scheibe der Doppel-CD-Version tut ihr übriges - klare Empfelung zu dieser Ausgabe für jeden der kraftvolle klassische Musik liebt! Denn die Versionen ohne Gesang haben noch einmal eine vollkommen eigene, andere Dimension und führen entgültig den Beweis, daß Peter Gabriel ein erstaunlicher und begnadeter Komponist ist.

"New blood" hat gar nichts gemein mit üblichen Classic-Rock Projekten. Hier ist nur das mächtige Orchester und hebt, kraft der Kompositionen, die Decke vom Konzerthaus.
"New blood" hat auch nur wenig gemein mit dem Vorjahres-Album "Scratch my back". Auch wenn es zwischen beiden Produktionen natürlich einen offensichtlichen Zusammenhang gibt, auf beiden Alben nicht ein Rock/Pop-Instrument erklingt, sondern rein orchestral musiziert wird, so ist "Scratch..." in seiner Wirkung insgesamt eher düster, ruhig und schwermütig. Auf "New blood" hingegen dominiert die ungestüme Kraft, die oft unerwartet detoniert und zu fast physisch spürbaren Explosionen der Klänge führt.

Mit diesem Album hat sich Peter Gabriel selbst ein Denkmal gesetzt!
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am 16. Dezember 2016
Auf die leicht kehlige und höchst ausdrucksstarke Ausnahme-Stimme von Peter Gabriel muss man stehen: man liebt sie oder man kann sie nicht leiden, dazwischen bleibt wenig Platz. Dieses Album ist aber aus einem anderen Grund etwas Besonderes. Das Experiment, altbekannte Gabriel-Songs mit einem klassischen Orchester neu zu arrangieren, ist erstaunlicherweise einfach hervorragend gelungen. Viele der Songs klingen plötzlich ganz neu, anders, frisch. Normalerweise mag ich diese elektronisch-klassischen Uminterpretationen überhaupt nicht. "Pictures at an Exhibition" von ELP fand ich genauso grausam wie die akustische Synthesizer-Vergewaltigung "Play Bach". Das ist hier völlig anders: Peter Gabriel erweist sich nicht nur als hervorragender Komponist und Sänger, sondern auch als ebenso hervorragender Arrangeur. Fazit: Top-Empfehlung auch für diejenigen, die diese Songs bereits in ihrer "Urversion" kennen. Hier hört man sie ganz neu!
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am 18. Oktober 2011
Das Album macht es einem wirklich nicht leicht zu gefallen - zumindest ging es mir so. Aber Erfahrungsgemäß sind das die Albem die für mich Bestand haben. Je schneller mir ein Album gefällt, desto schneller finde ich es langweilig und höre es bald nie wieder. Gute Musik muss man sich erarbeiten, dass heißt sich mit ihr auseinander zusetzten.

Mit Scratch my Back konnte ich bis auf weinige Ausnahmen nichts anfangen und so ist es schnell im Regal verschwunden. Ich fand die Lieder, von denen mir die meisten im original sehr gut gefallen, komplett zerstört. (Es gibt im allgemeinen nur sehr wenige Coverversionen die für mich eine Existenzberechtigung haben.) Aber nachdem ich nun Zugang zu New Blood gefunden habe, werde ich es wohl noch einmal versuchen...

Der erste Hörversuch von New Blood war gruselig. Ich mag die Symphonien von Beethoven und Mahler - aber das was allgemein als Pop-Musik gehandelt wird mit Orchester? Ich habe einiges davon im Regal und finde, dass diese Projekte bis auf wenige Lieder misslungen sind. Ich rede da von Herrn Palmer mit der Interpredation von Pink Floyd, oder den Herren von Metallica, Deine Lakaien, Jean Michel Jarre und Herbert Grönemeyer mit der orchestralen Interpredation ihrer eigenen Werke. Irgendwie klingt fast alles davon wie Fahrstuhlmusik. Dementsprechend hörte ich beim ersten Hören (der vorsichtshalber nur geliehenen CD) von New Blood genau das, was ich erwartete: Fahrstuhlmusik. Also habe ich die Deluxe Edition schnell wieder abbestellt und das Thema war durch.

...und nun: Auf Anraten eines Freundes sitze ich Tage später hier und höre das Album zum zweiten Mal - und anschließend gleich noch ein drittes Mal.

Wahnsinn, wie sich die Lieder auf diesem Album entwickelt haben. Wichtig ist es dieses Album in der richtigen Lautstärke zu hören. - Die Streicher brauchen Raum um sich zu entfalten! Beethoven und Mahlers Symphonien kann man ja auch nicht leise hören.

Was mir besonders positiv auffällt ist wie gut Peter Gabriels Stimme hier klingt. Gesanglich habe ich die meisten Songs nie besser von ihm gehört. Am Anfang fand ich einige Passagen extrem nervig arrangiert. Aber als ich beim Schreiben dieses Textes die Scheibe zum dritten Mal konzentriert durchhörte konnte ich diese Stellen nicht mehr finden. Irgendwie passt es doch. - Auch wenn es ein zwei Titel gibt bei denen es noch besser passt: "Intruder" und "Darkness" gefallen mir besonders gut.

Einen Kritikpunkt hätte ich allerdings dann doch: Mir persönlich hätten Sängerinnen mit kräftigeren Stimmen mit mehr Volumen besser gefallen. Obwohl Ane Brun mir mit Ihrer Interpredation von "Don't Give Up" doch irgendwie gefällt. Wahrscheinlich war es letztendlich doch eine gute Entscheidung eine ganz andere Stimme zu wählen. Denn bei OVO fand ich die Stimmen der Lieder in denen Peter Gabriel nicht selbst gesungen hat ihm zu ähnlich und die weiblichen Gesangsparts klangen mir wie Immitationsversuche von Kate Bush - was die Lieder irgendwie wie Cover-Versionen klingen lassen hat.

Unterm Strich bedeutet das für mich volle Punktzahl da New Blood wider Erwarten zu einer Bereicherung für mich geworden ist. - Jetzt habe ich jedenfalls die Deluxe Verion wieder bei Amazon bestellt und hoffe, dass ich sie diese Woche noch erhalten werde.

Und bitte, lasse uns nicht so lang auf Neues von Dir warten!
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am 14. Oktober 2011
Ich war, bin und werde wohl immer ein Peter Gabriel Fan bleiben. Der erste 'Kontakt' war 1980 'BIKO' und das war auch das erste Album von PG. Ich war damals 15 Jahre alt und niemand konnte verstehen, das mir diese Musik gefiel. Heute muß ich mich dafür nicht mehr rechtfertigen, aber viele Menschen können nach wie vor mit der Musik nichts anfangen. Tja ' ist eben kein Chartgeplänkel. Auch ist es dem treuen Fan nicht fremd zwischen 5 bis 10 Jahre auf ein neues Album des Meisters zu warten.
Nun halte ich New Blood in den Händen ' bzw. auf der Festplatte "The Times They Are a-Changin" auch was das Material von Peter Gabriel angeht.
Einige seiner interessantesten und schönsten Songs im klassischen Gewand. Wie immer hat sich Peter Gabriel alle Mühe mit der Umsetzung der Musik gegeben, erfolgreich- wie man anerkennen muß, denn irgendwie klingen die Songs frischer und dynamischer als diverse andere Bands oder Interpreten, die sich auch schon an "Rock goes Classic" versucht haben.
Ich finde z.B. Stings Versuch weitaus schwerfälliger. Klingt bei weitem auch nicht so "Neu".

Auf jeden einzelnen Song möchte ich nicht eingehen, aber das Besondere an PG's Musik ist die Tatsache, das man sich nicht satt hört. Und so findet man auch auf diesem Album mit "alten Titeln" wieder "Neues". Klingt irgendwie blöd, kann ich aber nicht anders erklären! Vielleicht ist es auch die Tatsache, das PG wirklich NUR auf Classic gemacht hat. Keine Drums, Synthies oder Sequencer. Andere wollten auf das Rock-Instrumentarium nicht verzichten, eventuell macht genau DAS den Unterschied.
Der Titel "New Blood" ist gut gewählt: Der Songkörper bleibt bestehen, wird aber durch neue Bestandteile neues Leben eingehaucht. Eine Frischzellenkur!
Perfekt durcharrangiert und umgesetzt, mit alten Titeln neues und gutes geschaffen auf einer anderen Basis.
Einziger Negativpunkt: Kein neues Material in Sicht! Angesichts dieses Albums habe ich persönlich noch etwas Zeit bis neues kommt!
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am 10. Oktober 2011
Wenn Rock/Pop-Musiker alt werden und ihnen nichts mehr einfällt, nehmen sie ihre alten Songs als Orchesterversion auf (siehe Sting, George Michael). Insofern begibt sich Peter Gabriel mit "New Blood" auf glattes Eis. Und da ich PG für intelligent halte, wird ihm das klar gewesen sein. "New Blood" ist ein Experiment - ein gewagtes, aber auch ein gelungenes!

Was unterscheidet New Blood von den misslungenen Orchester-Experimenten anderer Pop-Giganten? Zunächst einmal die Auswahl seiner Songs: PG biegt nicht seine erfolgreichsten Gassenhauer orchestral zurecht, sondern wählt unter seinen weniger bekannten Stücken mit feinem musikalischem und inhaltlichen Gespür aus. Einzige Ausnahme: Solsbury Hill, das er wohl mehr als Zugeständnis an Fans und Marketing aufgenommen hat. Und auf "New Blood" hat er es von seinen anderen Songs ab- und ans Ende gesetzt - nach fast fünf Minuten am Originalschauplatz (Solsbury Hill eben) aufgenommener Atmo.

Als zweites die Umsetzung: New Blood setzt nicht auf pompöses orchestrales Tutti, sondern auf vielschichtige, feinsinnige und auf das Stück abgestellte Arrangements, was sogar für Solsbury Hill gilt, das in der Studioversion viel zurückhaltender umgesetzt ist, als in der Live-Version. Eine exzellente Arbeit von Arrangeur John Metcalfe.

Schließlich Peter Gabriel selbst: Seine Stimme ist älter geworden, aber nicht verbrauchter, ruhiger und gesetzter, reifer, eben altersgemäß! Er versucht nicht auf jugendlich zu machen (Nena) und braucht auch kein digitales Lifting (Cher). PG ist mit seiner sanftig rauen und unverfälschten Stimme jederzeit voll präsent.

PGs Orchesterversionen brauchen den Vergleich mit den Originalversionen nicht zu scheuen. Im Gegenteil: San Jacinto (der absolute Höhepunkt von New Blood) ist schöner und ergreifender als alle anderen Versionen, die ich kenne. (Wer an PGs Stimmqualität zweifelt, höre bei der Phrase "from the sun" genauer hin!). Gleiches gilt für Wallflower und Intruder (von dem wohl niemand geglaubt hätte, dass es sich als Orchesterversion umsetzten lässt). Mercy Street besticht durch seine Vielschichtigkeit. Die bisherigen Versionen von Downside Up fand ich immer albern. Die zurückhaltende New-Blood-Version mit der klaren Stimme von Melanie und der sanften von Peter Gabriel ist zum weinen schön. Selbst die Orchesterfassung des Instrumentalstückes The Nest that Sailes the Sky ist ergreifender als die alte OVO-Version. Bei Don't give up stört Ane Brun mit ihrem zittrigen Sopran etwas (immerhin noch besser als auf der Bühne), dafür wächst PG spätestens bei "Got to walk out of here..." über sich hinaus. Einzig Darkness mit PGs digital veränderter Stimme finde ich misslungen und fällt gegenüber dem Original ab.

Die zweite CD der Special Edition mit den reinen Instrumental-Versionen (vielleicht für Karaoke-Fans interessant) wäre eine überflüssige Dreingabe, wäre hier nicht der Bonus Blood of Eden zu finden. Bei PGs "Heeeeeeeyyy" nach "A moment of bliss" fange ich an zu schlucken.

Gesamturteil: New Blood ist nicht orchestral aufgewärmtes Liedgut, sondern ein eigenständiges Werk. Ein absolut gelungenes Experiment. Absolut hörenswert!
22 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Oktober 2011
Sämtliche Künstler veröffentlichen die x-te Version ihrer Titel als Best Of. Nicht aber der Ausnahmekünstler Peter Gabriel. Der Mann weiß einfach, was seine Musik wert ist. Sie ist einzigartig und von großer Brillianz, eben gut genug, um sie nochmals komplett neu mit Orchester einzuspielen. Dabei Stücke wie beispielsweise "Wallflower" zu berücksichtigen ist phänomenal. Der Klang ist phantastisch, ich empfehle jedoch, den Pegel etwas aufzudrehen - die Wirkung ist enorm. Danke PG für dieses außergewöhnliche Klangerlebnis. Und die Stimme klingt wie noch nie - sie wird geradezu veredelt von diesem Orchester!
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am 10. Oktober 2011
Peter Gabriels New Blood ist wirklich ausserordentlich gelungen und schafft es, den alten Klassikern neues Leben einzuhauchen. Die meisten Lieder waren ja in diesem Arrangement schon bei der vergangegen Tour zu hören. Viele Lieder gewninnen noch mal deutlich an Intensität. Ein gutes Beispiel ist hierfür vielleicht "Intruder". Schon im Original ist dieses Lied spannend, aber diese Orchester Variante ist viel heftiger. New Blood ist anders als die Massenware verochestrierter Pop und Rock Geschichten.
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